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Spahn warnt vor "Querdenkergerichtshof" zu Corona-Maßnahmen

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Jens Spahn zu Corona-Zeiten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die zu seiner Zeit verhängten Corona-Maßnahmen verteidigt, aber auch eine „breite Diskussion“ angeregt.

„Es ging nie darum, Wahrheiten zu verkünden. Die Frage, ob Maske zu tragen ist im Bus, in der Bahn, ist keine Frage von Wahrheit, sondern von Abwägung gewesen zwischen der Freiheit des einen und dem Gesundheitsschutz des anderen“, sagte Spahn am Montag RTL/ntv.

Mit Blick auf die Aufarbeitung in einer sogenannten Enquete, sagte Spahn: „Es gibt diejenigen, denen gingen die Maßnahmen zu weit. Aber es gab auch diejenigen, die hätten sich noch schärfere, klarere Maßnahmen gewünscht. Und deswegen darf das weder die rosarote Brille für die Regierung und die Politik werden noch ein Querdenkergerichtshof, sondern wenn wir die Dinge aufarbeiten, dann sollten wir es auch mit der nötigen Breite tun.“

Und weiter: „Am Ende hat das demokratische System sich als das Stärkere erwiesen, eben weil wir die Dinge kritisch diskutieren, weil wir auch Politik korrigieren können. Und ich finde, unterm Strich sind wir gut durch diese schwere Zeit gekommen.“ Die Politik der Bundesregierung habe während der ganzen Zeit 80 bis 90 Prozent an Unterstützung in der Bevölkerung gehabt, so der CDU-Politiker.


Foto: Jens Spahn zu Corona-Zeiten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Politikwissenschaftler zu FDP: "Man darf nicht zu weit gehen"

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Bijan Djir-Sarai und Christian Lindner (Archiv), via dts NachrichtenagenturMannheim/Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Politikwissenschaftler Marc Debus von der Uni Mannheim sieht im FDP-Konzept zur „Wirtschaftswende“ einen Versuch, um Wähler und Parteimitglieder zu werben.

Dem „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe) sagte der Professor, aus der Forschung wisse man, dass „Profilierung gegenüber Koalitionspartnern durchaus Unterstützung in der Wählerschaft bringen kann“. Debus fügte hinzu: „Allerdings darf man nicht zu weit gehen und die jeweiligen Partner zu stark angreifen, gerade auf Politikfeldern, auf denen man sehr unterschiedlich ausgerichtet ist und die für die beteiligten Parteien zentral sind. Dies würde den jeweiligen Anhängern der Parteien die schmerzhaften Kompromisse noch stärker ins Bewusstsein rufen und womöglich zu einer noch größeren Unzufriedenheit führen.“

Mit Blick auf die konkreten Punkte sagte Debus, er halte es „für sehr unwahrscheinlich, dass die FDP-Forderungen implementiert werden. Das Ganze kann somit für die FDP nach hinten losgehen, wenn sie diesen Punkten zu viel Nachdruck verleiht und es dann so aussieht, als würde sie in der Umsetzung scheitern.“ Aus taktischer Sicht werde der FDP-Parteitag eine Rolle spielen. „Das wissen auch die übrigen Parteien. Die FDP steht gerade in den Umfragen schlecht da. Da muss man den Delegierten vermitteln, dass die Parteiführung ihr Möglichstes versucht, um als Korrektiv eigene Vorstellungen insbesondere in wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen durchzusetzen.“ Es könne aber „gut sein, dass sich die Lage nach einem Parteitag wieder beruhigt“, sagte der Politikwissenschaftler.


Foto: Bijan Djir-Sarai und Christian Lindner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Kommission startet weiteres Verfahren gegen Tiktok

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Junge Frau mit Smartphone (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU-Kommission hat ein weiteres förmliches Verfahren gegen Tiktok eingeleitet. Es ist bereits das zweite Mal, das gemäß „Digital Services Act“ (DSA) ermittelt wird.

Es solle geprüft werden, ob das Unternehmen bei der Einführung von „Tiktok Lite“ in Frankreich und Spanien möglicherweise gegen den DSA verstoßen habe, teilte die EU-Kommission am Montag mit. Gemäß dieses Gesetzes sind große Online-Plattformen verpflichtet, vor der Einführung bestimmter Funktionen einen Risikobewertungsbericht vorzulegen, der Maßnahmen zur Minderung potenzieller Systemrisiken enthält.

Die Kommission ist nach eigenen Angaven besorgt darüber, dass das „Aufgaben- und Belohnungsprogramm“ von Tiktok Lite, das es Benutzern ermöglicht, Punkte zu sammeln, während sie bestimmte „Aufgaben“ auf Tiktok ausführen – wie etwa das Ansehen von Videos, das Liken von Inhalten, das Folgen von Anbietern, das Einladen von Freunden zu Tiktok usw., eine Suchtwirkung haben könne. Das sei insbesondere für Kinder besorgniserregend, da bei Tiktok vermutlich keine wirksamen Mechanismen zur Altersüberprüfung vorhanden seien.

Das Fehlen effektiver Mechanismen zur Altersüberprüfung und die vermutete suchterzeugende Gestaltung der Plattformen werden bereits in einem ersten formellen Verfahren gegen Tiktok untersucht. Tiktok hat nun bis zum 23. April Zeit, der Kommission einen Risikobewertungsbericht vorzulegen und bis zum 3. Mai weitere angeforderte Informationen bereitzustellen. Falls Tiktok das Auskunftsersuchen der Kommission nicht innerhalb der angegebenen Fristen per Entscheidung beantwortet, kann die Kommission Geldbußen von bis zu einem Prozent des weltweiten Umsatzes des Anbieters sowie regelmäßige Strafen verhängen.

Da Tiktok nicht in der Lage sei, die Risikobewertung vorzulegen, die vor der Einführung von Tiktok Lite hätte durchgeführt werden müssen, vermutet die Kommission nach eigenen Angaben bereits einen Verstoß gegen das Gesetz über digitale Dienste und geht davon aus, dass die Gefahr schwerwiegender Schäden für die psychische Gesundheit der Nutzer bestehe. „Die Kommission hat Tiktok daher auch ihre Absicht mitgeteilt, einstweilige Maßnahmen zu verhängen, die in der Aussetzung des Tiktok Lite-Prämienprogramms in der EU bis zur Bewertung seiner Sicherheit bestehen“, hieß es aus Brüssel.


Foto: Junge Frau mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FDP-Vorstandsmitglied Schröder bestreitet Willen zu Koalitionsbruch

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Ria Schröder (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Ria Schröder, ehemals Juli-Vorsitzende und jetzt im Bundesvorstand der Partei, sieht das am Wochenende bekannt gewordenen 12-Punkte-Papier nicht als taktisches Mittel, sondern als Debattenstart.

Dem „Tagesspiegel“ sagte Schröder: „In der Rentenpolitik stehen wir mit Blick auf den Renteneintritt der Babyboomer-Generation vor einem Kipppunkt. Wir müssen hier zu einer anderen Politik kommen.“ Sie wünsche sich, dass „diese harten Debatten sachlich und mit Blick auf die Generationengerechtigkeit“ geführt würden. „Die FDP hat kein Interesse an einem Koalitionsbruch, sondern daran, das Richtige für unser Land zu tun“, sagte sie.


Foto: Ria Schröder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Connemann begrüßt Zwölf-Punkte-Plan der FDP

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Gitta Connemann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Gitta Connemann, fordert ein Umdenken der Ampel in der Wirtschaftspolitik und ein Ende des koalitionsinternen Streits, um der Wirtschaft im Land neuen Schwung zu geben.

„Die Antworten liegen auf dem Tisch: Die Leistungsträger, also Unternehmen und Arbeitnehmer entlasten, Sozialabgaben deckeln, Bürokratie, wie das Lieferketten-Sorgfalts-Pflichtengesetz, stoppen und am Ende auch Zuversicht ausstrahlen“, sagte die CDU-Politikerin dem Sender Phoenix. „Der Streit innerhalb der Ampel muss dafür aber auch enden.“

Den Zwölf-Punkte-Plan für eine Wirtschaftswende, den die FDP am kommenden Wochenende auf ihrem Bundesparteitag einbringen will, sieht Connemann positiv. „Ich kann circa 90 Prozent der Forderungen, die die FDP aufstellt, mittragen. Sie fordert zu Recht eine Wirtschaftswende, denn der Befund lautet ja, dass Deutschland inzwischen die rote Laterne bei den G7-Staaten trägt. Es braucht also wirklich massive Veränderungen und einen Turnaround“, sagte die CDU-Wirtschaftsexpertin.

Dass hieraus auch ein Umdenken in der Ampel folgt, hält sie für wenig wahrscheinlich. „Wenn ich auf der anderen Seite Bundeskanzler Olaf Scholz erlebe, der im Grunde sagt: es ist ja alles gut, wie es ist, dann habe ich den Eindruck, dass die Koalitionspartner entweder nicht miteinander sprechen oder in unterschiedlichen Welten leben“, so Connemann.

Eine Auflösung der Schuldenbremse ist aus ihrer Sicht keine Lösung: „Schulden, die wir heute machen, muss die Generation von morgen bezahlen und die belasten wir ohnehin extrem, auch durch wachsende Sozialabgaben“, so die Vorsitzende der Wirtschaftsunion. Darum sei es wichtig, wieder einen Sozialabgabendeckel einzuführen.

„Das ist ja auch die Forderung der Wirtschafts- und Industrieverbände, die nicht klagen oder jammern, sondern tatsächlich den Status quo beschreiben“, so Connemann. „Es gibt zunehmend Unternehmen, die das Land verlassen oder aber Produktion verlagern. Das ist ein Befund, der doch endlich einmal auch die Bundesregierung, auch den Bundeskanzler aufrütteln sollte.“

Innerhalb der Ampelkoalition hatte das FDP-Papier für neuen Unmut gesorgt. Neben der SPD kritisierte auch die Grünen-Fachpolitikerin Beate Müller-Gemmeke das Konzept der Liberalen, wonach unter anderem Jobverweigerern im Bürgergeld künftig 30 Prozent ihrer Leistungen gekürzt werden sollen. „Die FDP führt eine absolute Scheindebatte“, sagte sie dem „Stern“.

„Denn gerade mal ein Prozent der Erwerbslosen lehnen Arbeitsangebote ab.“ Die Liberalen sollten sich um die „anderen 99 Prozent kümmern“, statt sich auf Kosten einer Minderheit zu profilieren, so die Abgeordnete. „Diese FDP hat überhaupt keinen Kompass mehr und ignoriert die Fakten beim Bürgergeld. Das ist völlig zynisch.“ Eine solch „kalte Politik“ sei mit den Grünen nicht zu machen.


Foto: Gitta Connemann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kubicki warnt SPD vor Verweigerungshaltung bei "Wirtschaftswende"

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Wolfgang Kubicki (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki warnt den Koalitionspartner SPD davor, sich den Forderungen seiner Partei für eine „Wirtschaftswende“ komplett zu verweigern. „Ich warne die Sozialdemokraten, einem Ende der Koalition das Wort zu reden“, sagte er dem „Tagesspiegel“.

„Wir erwarten, dass die Koalitionspartner mit uns in eine ernsthafte Debatte über die Zukunft unseres Landes eintreten.“ Wer glaube, Deutschland könne mit einem „Weiter so“ die gravierende ökonomische Schwäche überwinden, habe „den Ernst der Lage nicht verstanden“, fügte der FDP-Vize hinzu. „Wir müssen den Schalter jetzt umlegen, damit Deutschland nicht noch weiter abrutscht und weithin lebenswert bleibt.“

Der frühere sozialdemokratische Bundeskanzler Gerhard Schröder habe mit der Agenda 2010 bewiesen, dass Deutschland neue Stärke aufbauen könne. „Ich hoffe, Olaf Scholz nimmt sich diesen Mut zur Veränderung zum Vorbild.“


Foto: Wolfgang Kubicki (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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The Mittelstand – zwei Karlsruher Brüder mischen die deutsche Wirtschaft auf

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The Mittelstand – zwei Karlsruher Brüder mischen die deutsche Wirtschaft auf
Neue Doku-Serie gewährt Einblicke in den deutschen Mittelstand. Ein Unternehmen sticht besonders hervor. Ab sofort auf Prime Video.

Am 17.04. öffnete der Filmpalast am ZKM in Karlsruhe seine Türen für eine besondere Premiere. An diesem Abend stellten Julian und Maximilian Bertlein ihre Folge der „The Mittelstand“-Serie gemeinsam mit dem Produzenten und Kinescope-Geschäftsführer Leonard Geßner vor über 200 Besuchern vor. Über ein Jahr blieben Geßner und sein Team an der Seite der Brüder: Sie gewährten Einblicke in ihre Kindheit, ihren Arbeitsalltag und berichteten über die Entstehung ihres Unternehmens.

Mäuschen spielen bei Millionen-Deals

Vier Folgen umfasst das Gesamtwerk des Kinescope-Teams. In 12 Monaten begleitete die Crew neben der WBD Immo noch drei weitere Firmen, darunter den Hydraulik- und Fluidtechnikhersteller Hansa Flex, den Tiefkühlgiganten Frosta sowie Personal- und Managementberatung Kienbaum. Wie überwindet die Basis der deutschen Wirtschaft Krisen? Wie geht sie mit Rückschlägen um? Und wie bestreiten die Unternehmer ihren Alltag? Von Entscheidungsfindung über Kampagnenmanagement bis hin zur Aufsichtsratssitzung erhalten Zuschauer einen Blick hinter sonst geschlossene Türen. Bei Geschäftsreisen nach Dubai, Indien oder China veranschaulichen die Macher, wie globaler Handel und Austausch funktioniert. Alle rund 40 minütigen Folgen sind ab sofort bei Prime Video abrufbar.

WBD Immo als the One in a Million

Die jungen Karlsruher mit Versicherungshintergrund schlossen sich vor 3 Jahren geschäftlich zusammen und wagten den Schritt in die Branche ihres verstorbenen Vaters: Kapitalanlage in Immobilien. Ihre Geschäftsidee fügt dem traditionellen Markt einen Servicegedanken hinzu. Kunden werden vor, während und nach dem Kauf komplett betreut, indem das Team wichtige Fragen wie Mieterfindung und Instandhaltung vollständig übernimmt. Der Hauptaspekt ihrer Arbeit liegt auf der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden. Die Bertleins setzen sich dafür ein, intakte Gebäude möglichst bis zum Neubaustandart zu sanieren und aktuelle Mietverträge weiter zu bedienen.

Zuschauer der Serienfolge lernen, welche Kriterien ein Haus erfüllen muss, um im Portfolio der Bertlein-Brüder aufgenommen zu werden oder wie ein Beratungsgespräch abläuft. Selbst bei einer Seminar-Aufnahme dürfen sie über die Schulter blicken – mit allen Tücken und Fiasko-Szenarien. Neben dem Büroalltag spielen auch private Erlebnisse eine Rolle. So besuchen die Geschäftsführer ihre ehemalige Schule, das Haus ihrer Kindheit und bitten Freunde und Familie vor die Kamera. Keine Geheimnisse, kein Verstecken – das Credo der Brüder, die für dieses Jahr einen Jahresumsatz zwischen 50 und 60 Millionen Euro anpeilen. Wie die beiden in kürzester Zeit 20 Mitarbeiter rekrutierten und zu ihrem Durchsetzungsvermögen kamen, sehen Interessierte ab sofort on demand.

Über Kinescope

Die Kinescope produziert nationale und internationale Spielfilme und Serien sowie Dokumentarfilme und Reportagen für Kino, Streamingdienste, TV und Online. Zuletzt beispielsweise die Doku „Erfundene Wahrheit – die Relotius Affäre“, die mit dem deutschen Fernsehpreis 2023 ausgezeichnet wurde: https://kinescopefilm.de

Bild: Links: Das Cover der Doku-Serie ‚The Mittelstand‘ / Rechts: Die WBD Immo-Gründer Maximilian und Julian Bertlein | Bildrechte: Kinescope Film GmbH/WBD Immo

Quelle Borgmeier Public Relations

Lauterbach will Nierenspenden deutlich erleichtern

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Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Um den Organmangel in Deutschland zu reduzieren, will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Nierenspenden deutlich erleichtern. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, über den der „Stern“ berichtet.

Dem Entwurf zufolge soll künftig das bisher vorgeschriebene „Näheverhältnis“ bei der sogenannten Überkreuzspende wegfallen. Bislang dürfen Paare, bei denen einer dem anderen eine Niere spenden will, dies aber aus Gründen der Inkompatibilität nicht möglich ist, nur dann mit einem anderen Paar in vergleichbarer Situation „überkreuz“ spenden, wenn ein Näheverhältnis zwischen den Paaren existiert.

Künftig kann diese Überkreuzspende ohne Näheverhältnis erfolgen, womit der Empfängerkreis deutlich erweitert wird. Die Spende soll laut Referentenentwurf anonym erfolgen und von Transplantationszentren organisiert werden. Mit der Anonymität soll verhindert werden, dass Geld für ein Organ gezahlt wird. Auch sollen grundsätzlich anonyme Nierenspenden möglich werden. So könnten Menschen in Deutschland künftig aus selbstlosen Motiven eine Niere spenden, ohne dass sie wissen, an wen sie geht. In Ländern wie den USA existiert diese Möglichkeit schon lange.

Experten schätzen, dass die Neuregelung rund 100 Lebendspenden von Nieren mehr pro Jahr bringen könnte. Derzeit werden in Deutschland pro Jahr circa 600 Nieren von lebenden Spendern transplantiert. Klemens Budde, Leiter des Nierentransplantationszentrums an der Charité Berlin, hält die neue Regelung für überfällig: „Jeder Schritt zu mehr Spenden hilft, Menschen von der Dialyse zu befreien und von der Warteliste des Leids zu holen“, sagte Budde dem „Stern“. Allerdings dürfe man sich keine Illusionen machen, warnt Budde: „Den grundsätzlichen Mangel an Spenderorganen wird es nur unwesentlich verbessern.“


Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Die Zukunft is(s)t Pink

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hellotaste präsentiert neue Branding-Kampagne: „Die Zukunft is(s)t Pink“

hellotaste, Deutschlands führende Marke für vegane, zuckerreduzierte und bis zu 80 % kalorienreduzierte Saucen und Salatdressings, stellt ihre neue Branding-Kampagne für das Jahr 2024 vor. Unter dem Motto „Die Zukunft is(s)t Pink“, eine Anspielung auf das farbenfrohe Branding des hellotaste Ketchups, möchte das Unternehmen frische Impulse setzen und ein neues Kapitel in der Wahrnehmung zeitgemäßer Saucen und Dressings aufschlagen.

Im Fokus: Leichtigkeit, Geschmack und Gesundheit

Die zentralen Botschaften der Kampagne drehen sich um Leichtigkeit, Geschmack und Gesundheit. hellotaste betont die Leichtigkeit des Genießens und unterstreicht, dass köstliches Essen nicht zwangsläufig mit einem hohen Kaloriengehalt einhergehen muss. Zusätzlich möchte die Marke Vorurteile überwinden und darauf hinweisen, dass das Attribut „light“ nicht impliziert, dass ein Produkt weniger geschmackvoll ist. Vielmehr sollen die gesunde Ernährung und ein ausgewogener Lebensstil im Vordergrund stehen. Die visuelle Gestaltung der Kampagne bedient sich einem pinken Farbschema und Wolkenmotiven, um die Leichtigkeit und Frische der Produkte hervorzuheben. Das Hauptziel der Kampagne besteht darin, die Markenbekanntheit von hellotaste zu steigern und die Akzeptanz bei Verbraucher:innen zu fördern, insbesondere für den Besteller, den Ketchup.

Zielgerichtete Kommunikation durch Social-Media-Kampagne

Die Kampagne wird zunächst exklusiv auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Meta und TikTok präsentiert, um eine breite Reichweite zu erzielen. Der Zeitplan sieht eine organische Einführung zum 19. April 2024 vor, gefolgt von weiteren Werbemaßnahmen, die bis Mitte Mai ausgespielt werden. Bei der Umsetzung dieser Kampagne arbeitete hellotaste eng mit renommierten Agenturen zusammen, darunter Babes unter der Leitung von Anna Mehlem und Tom Cramer, sowie mit dem Fotografen Fabian Heigel und dem Videoteam von ImageYou.

hellotaste Gründerin Joella Feldhues über die Branding-Kampagne 2024:

„Bei hellotaste stehen für uns Innovation und Kreativität im Mittelpunkt, wenn es darum geht, starke Markenbotschaften zu kommunizieren. Mit unserer aufmerksamkeitsstarken Kampagne ‚Die Zukunft is(s)t Pink‘ leiten wir eine neue Ära des Genusses und der Gesundheit ein. Unsere Social-Media-Kampagne ermöglicht es uns, eine junge, moderne und ernährungsbewusste Zielgruppe zu erreichen.“

Video

Bild B.U.: Mit Leichtigkeit Gutes essen – das will hellotaste mit der neuen Kampagne vermitteln. ©hellotaste

Quelle ease PR

Sagenhafte Alb

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Willkommen auf dem Württemberger Tälerradweg – einem der neuesten Landesradfernwege im Süden Deutschlands. Wir haben die Freundinnen Julia und Simone ein Stück begleitet

Während der Wind durch ihr Haar streicht, schließt Simone die Augen. Nach stundenlangem Helmtragen ist es schön, die kühle Luft auf der Stirn und im Haaransatz zu spüren. Auch Julia, die Simone am Tisch im Biergarten des Wirtshauses gegenübersitzt, schweigt zufrieden. Obwohl es nur noch acht Kilometer bis zu ihrem Etappenziel sind, haben die beiden sich entschieden, im Weiler Eselsburg eine Pause einzulegen. Durch die tief hinabhängenden Äste und das hochgewachsene Ufergras glitzert die ruhig dahinfließende Brenz.

Der Fluss ist hier im Eselsburger Tal wundervoll verwunschen. In leichten Kurven mäandert er durch Wacholderheiden, gluckert an Streuobstwiesen vorbei und lässt sich auch von den beeindruckenden Felsformationen nicht von seinem Weg ablenken. Als den beiden Freundinnen ihr Essen – Linsen mit Spätzle und hausgemachte Maultaschen – an ihren Platz gebracht wird, überlegen sie gerade, was ihnen auf der Tour bisher am besten gefallen hat. Simones Favorit war die Gemeinde Königsbronn mit dem barocken Rathaus und dem grünblauen Brenztopf. Julia fand das morgendliche Schwimmen im Bucher Stausee am schönsten und hofft auf weitere Bademöglichkeiten.

Genussmöglichkeiten gibt es auf den sechs Etappen des 273 Kilometer langen Landesradfernwegs zur Genüge. In den zahlreichen Städten, wie dem Startort Crailsheim oder dem Ziel Schwäbisch Gmünd etwa. An den Flüssen Kocher, Jagst, Brenz, Rems und Donau, die man auf der Radreise abschnittsweise begleitet. Und in den zwölf Tälern, die man durchquert. Der Landesradfernweg ist nagelneu. Gerade erst im Jahr 2023 wurde er aus Teilstücken des Hohenlohe-Ostalb-Radwegs und des Alb-Neckar-Radwegs zusammengelegt. Die neu erschaffene Tour wurde vom ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, mit vier von fünf Sternen prämiert.

Fiese Sagengestalten und geologische Phänomene

Als die beiden Freundinnen ihre Räder auf die asphaltierte Straße schieben, hat sich das Licht verändert. Die Grün- und Beigetöne der sommerlich gefärbten Landschaft scheinen wärmer und weicher geworden zu sein. Nach zwei Straßenwindungen haben sie den Weiler hinter sich gelassen und tauchen wieder vollends in die Natur ein. Wenige Zeit später fahren sie auf die Steinernen Jungfrauen zu – eines der Highlights der zweiten Etappe. Die beiden spitz zulaufenden Felskegel ragen dicht beieinander direkt am Radweg in den Himmel. Simone, die sich für Sagen und Geschichten interessiert, kennt die grausige Erzählung, die sich die Talbewohner über die Felsen ausgedacht haben. „Das sollen zwei Mägde der damaligen Burgherrin der Eselsburg sein“, erzählt sie.

„Die hasste Männer und soll auch ihren Mägden verboten haben, Kontakt zu ihnen zu haben. Leider verliebten sich die beiden in zwei Burschen, die sie regelmäßig beim Wasserholen im Tal trafen.“ Simone schluckt: „Als Strafe für ihren Ungehorsam soll die Burgherrin die beiden in Stein verwandelt haben.“ Mittlerweile weiß man natürlich, dass die beiden Felsen keine verzauberten Mägde aus längst vergangenen Zeiten sind. In jahrmillionenlanger Kleinstarbeit grub sich die Brenz in die Alb und formte dabei das fünf Kilometer lange Tal. Dabei hat sie Teile der zerklüfteten Kalksteine der Schwäbischen Alb weggeschwemmt und andere freigelegt. Entlang der grün bewachsenen Talränder entdecken Julia und Simone immer wieder Felsen, die sich scheinbar gegen die Fluten der Brenz beweisen konnten.

Die beiden Freundinnen jubeln, als sie am Abend in den Zielort Giengen an der Brenz einfahren. Geschafft! Sie sind müde von der heutigen Fahrt. Trotzdem freuen sie sich schon auf den nächsten Tag. Vor der Abfahrt Richtung Ulm wollen sie noch das Steiff Museum besuchen. Zum Glück ist die Fahrdauer nur knapp drei Stunden lang. So können die beiden auch morgen alles, was der Württem­berger Tälerradweg zu bieten hat, ausgiebig genießen.

Mehr Infos gibt’s unter: wuerttembergertaelerradweg.de

Bild Mit seinen Blauschattierungen hat der Brenz-Ursprung etwas mystisches und erinnert an den einige Kilometer weiter gelegenen Blautopf; Bildnachweis: Anna Monterroso Carneiro

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