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GIVE ME MOOR

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hochmoor
Wurzacher Ried; Bildnachweis: TMBW / Gregor Lengler

Bad Wurzach hat das größte intakte Hochmoor Mitteleuropas

Schuhe aus und einfach machen. Barfuß balanciere ich über den Waldboden und die Treppe hinunter zum Tretbecken. Soll ich wirklich? Trau ich mich? Ich sehe den Grund nicht, denn das hier ist kein Kneipp­becken mit eiskaltem, doch klarem Wasser. Hier im Wurzacher Ried in Oberschwaben gibt es mitten in der Landschaft ein rustikales Moortretbecken. Ich hole einmal tief Luft, dann stehe ich mit dem rechten Fuß bis über den Knöchel im Schlamm – Verzeihung: im Moor. Und das ist nicht nur viel kühler, als an diesem Hochsommertag erwartet. Es ist auch viel weicher, angenehmer, wohltuender.

Ich drehe ein paar Runden im Storchenschritt. Dann geht’s zum Abspülen in den Bach auf der anderen Seite des Wegs. Das war meine heutige Mutprobe. Und ein sehr angenehmer Ausklang unserer Wanderung durchs Wurzacher Ried.

Das Moor bei Bad Wurzach entstand vor etwa 12.000 Jahren, nach der letzten Eiszeit. Stark vereinfacht gesagt passierte dort Folgendes: Im Wurzacher Becken sorgte die Endmoräne eines Gletschers dafür, dass das Schmelzwasser der umliegenden Hügel nicht mehr abfließen konnte – ein flacher See entstand, der mit der Zeit zum Moor wurde. Denn durch den Sauerstoffmangel im Wasser konnten sich abgestorbene Pflanzen nicht vollständig zersetzen und lagerten sich als Torf am Grund ab – ihr Kohlenstoff wird dort unten gespeichert.

Heute ist das Wurzacher Ried eine der bedeutendsten Moorlandschaften in Süddeutschland, ausgezeichnet mit dem Europäischen Diplom für geschützte Gebiete. Man entdeckt es zu Fuß auf wunderschönen Bohlenwegen, in der interaktiven Ausstellung „MOOR EXTREM“ im Naturschutzzentrum von Bad Wurzach – oder man erfährt die wohltuende Wirkung des Moors bei Anwendungen in den Heilbädern Oberschwabens. Am besten verbindet man beides – deshalb das Moortreten – oder man nimmt ein Vollbad.

Heilende Substanzen

Es sprudelt, es blubbert und gluckert, wenn eine der Wannen im „feelMOOR Gesundheits­resort“ in Bad Wurzach vollläuft. Auf 40 Grad wird die Mischung aus Naturmoor und Thermalwasser erwärmt. Weil so ein medizinisches Bad etwas auf den Kreislauf gehen kann, braucht man vorab eine ärztliche Bescheinigung, dass man moortauglich ist. Die warmen Torfsubstanzen versetzen den Körper dann in eine Art künstliches Fieber, sie wirken anti­bakteriell und sollen bei Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfällen, Muskel- und Gelenkerkrankungen Linderung verschaffen. Auf jeden Fall ist ein solches Bad so schweißtreibend wie erholsam. Und die Atmosphäre im „feelMOOR“ stimmt auch. Nach 20 Minuten in der Stille zerfließt man gefühlt, der Körper ist auf Tiefenentspannung programmiert – am besten also verbringt man den restlichen Tag ruhig und relaxt.

Unberührte Natur

Quer durchs menschenhohe Schilf: Die Moorwanderung mit Siegfried Roth, dem Leiter des hiesigen Naturschutzzentrums, startet am kommenden Nachmittag. Er schwärmt über dieses intakte, vor allem vom Regenwasser gespeiste Hochmoor, über den einzigartigen Lebensraum für seltene Vögel und über die Haidgauer Quellseen, auf die wir gerade von einer kleinen Holzplattform im Wasser schauen. Die sind ziemlich flach und unfassbar klar wegen ihres kalkhaltigen, mineralreichen Wassers.

Und der Lieblingsort von Roth. Besonders am Wurzacher Ried ist, so der Experte weiter, dass es hier so viele verschiedene Moortypen gibt: Quellmoor, vom Regen abhängiges Hochmoor und von Flüssen geprägte Niedermoorbereiche. Und dass die Naturstimmungen hier draußen so besonders sind – frisch grün im Frühjahr, bunt im Herbst, fast schon mystisch, wenn im Frühwinter die Nebel kommen.

Früher waren Moore für die Menschen nicht nur wegen der dann oftmals zwielichtigen Stimmungen unheimlich. Es waren auch schlicht lebensfeindliche, gefährliche Landstriche. Heute schätzen nicht nur Experten wie Siegfried Roth diese einzigartigen Landschaften. „Ich finde es faszinierend, dass es im Kern dieses Hochmoors Bereiche gibt, in die der Mensch nie eingegriffen hat, wo auch jetzt niemand hinkommt.“ Über diese Zone, die etwa ein Drittel des Rieds ausmacht, ziehen dann seltene Vögel wie Schwarzstörche, Wachtelkönige und Tüpfelsumpfhühner. Wasser speichernde Moose haben sich dort angesiedelt. Und der Sonnentau, der den Stickstoffmangel im Moor ausgleicht, indem er mit seinen klebrigen Blättern Insekten anlockt und nicht mehr freigibt.

„Nur wenige, sehr spezialisierte Pflanzenarten können auf diesen sauren Böden überleben“, erzählt Roth weiter und zeigt uns eine der fleischfressenden Pflanzen. Denn natürlich siedeln die Spezialisten schon auch da, wo man mit geführten Touren hinkommt. Und wer das allgegenwärtige Insektensummen ignorieren kann, wer sich davon nicht verrückt machen lässt, der kann auch die Ruhe hier draußen genießen. Kann über abgestorbene Baumstümpfe staunen, die sich aufs Malerischste im Wasser spiegeln. Und dem Wollgras lauschen, das sich leise im Wind wiegt.

Abend am Riedsee

Das Moor lässt uns nicht mehr los, es ist faszinierend, auch im Sommer, auch ganz ohne Nebel. Abends ziehen wir noch einmal allein los, zum Riedsee. Die Sonne steht schon tief, sie färbt die Wolken rosarot und schickt sie zart eingefärbt als Spiegelbilder auf den stillen See. Einige Hufeisenazurjungfern – blaue Libellen – surren knapp über der Oberfläche entlang in Richtung Seerosenteppich, es ist ihr Revier. Zwei Haubentaucher paddeln vorbei. Vögel zwitschern. Das Schilf raschelt. Einfach still stehen auf dem Steg und schweigen. Einfach mal nichts tun. Hier sind wir nur Zuschauer. Und das tut richtig gut.

Info-Kasten:

Mehr Infos unter wurzacher-ried.de und oberschwaben-tourismus.de

Bild Schilfinseln im Riedsee in Bad Wurzach; Bildnachweis: TMBW / Gregor Lengler

Quelle WIR SIND SÜDEN. Tourismus Marketing GmbH

Staatsmeisterin kocht in der Fuggerstube des Böglerhof

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böglerhof

Rookie of the Year, Tiroler Meisterin – und nun Staatsmeisterin. Das Nachwuchstalent Anna Lea Hausberger krönt ihre noch junge Karriere mit dem Sieg und dem Staatsmeistertitel bei den Junior Skills 2024. Im Juni kocht sie ihr Siegermenü in der Fuggerstube.

Im Der Böglerhof – pure nature spa resort wird staatsmeisterlich gekocht. Anna Lea Hausberger holte den Staatsmeistertitel bei den Junior Skills 2024, den Lehrlingsmeisterschaften für Tourismusberufe. 81 Lehrlinge kämpften heuer um die begehrte Auszeichnung. Vor den Augen einer fachkundigen Jury wurden exquisite Gerichte zubereitet, Gäste professionell empfangen und mit exzellentem Tischservice verwöhnt.

Anna Lea Hausberger konnte die Experten mit ihren Kochkünsten auf ganzer Linie überzeugen. Im Böglerhof, wo die erfolgreiche Köchin ihre Ausbildung absolviert, ist man sehr stolz auf das engagierte Nachwuchstalent. Gemeinsam mit Küchenchef Hansi Treichl und Souschef Kevin Muther kocht die Staatsmeisterin deshalb den ganzen Juni über ihr Siegermenü in der Fuggerstube, dem Gourmet-Restaurant des Hauses. Feinschmecker sind herzlich eingeladen, sich von Anna Leas großem Können zu überzeugen.

Im Böglerhof treffen fünf Sterne auf Herzlichkeit und Tradition in der traumhaften Berglandschaft des Alpbachtals. Die neueste Errungenschaft des schönen Hauses ist das pure nature spa – ein exklusives „adults only spa‘“ mit großem Badesee und beheiztem Outdoor Pool. Familien entspannen im eigenen Familienzeit.spa mit Indoor- und Outdoor-Pool im Panoramagarten – zwei Spa´s mit 19 Relax-, Schwitz- und Badeattraktionen auf 2.000 m2.

Schöner kann man Tirol nicht erleben: Acht neue Wohlfühlsuiten, davon vier luxuriöse Penthouses mit Balkon und freiem Blick über Alpbach, zeigen, was Wohnluxus bedeutet. Die 76 exquisit ausgestatteten Zimmer und Suiten vereinen Eleganz und alpinen Stil auf einzigartige Weise. So fühlt sich der Gast rundum wohl und verwöhnt. Die Berge im Blick und die Sonne auf der Haut geht es hinaus in die Natur. Mit Wanderführer Andreas entdecken Gäste des Böglerhofs verborgenen Plätze, traumhafte Pfade und urige Hütten. Das Alpbachtal ist ein Eldorado für alle, die gern mit dem Bike unterwegs sind.

Gourmets reservieren schnell ihren Tisch zum fine dining in der Fuggerstube – im Juni mit Anna Lea Hausberger.

Das Siegermenü im Juni in der Fuggerstube des Böglerhofs
Pilzmousse
Kräuterseitlinge/ Rote Rübe/ Erdnüsse

Seezunge
Tomate/ Sellerie/ Ravioli

Rinderrücken
Zwiebel/ Karotte/ Kartoffel

Topfenknödel
Nougat/ Rhabarber/ Himbeere

Der Böglerhof – pure nature resort*****
Firmenanschrift Böglerhof GmbH Alpbach 350 6236 Alpbach Österreich
Telefon +43 5336 52270 E-Mail info@boeglerhof.at Link www.boeglerhof.at

Bild der Böglerhof

Quelle mk Salzburg

Ongeboardet und behalten

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Wie Unternehmen Young Professionals für sich gewinnen und langfristig binden

Fresher, schneller, produktiver – solches Personal wollen Unternehmer heutzutage haben. Doch ist es ein Kampf, denn es sind die Young Professionals, die aktuell die Wahl haben und Anforderungen stellen können. Gute Kräfte zu finden und zu binden ist aber dennoch möglich, wie die Erfahrung zeigt.

VUKA und BANI sind Herausforderung und Basis zugleich

VUKA kennzeichnete die letzten Jahrzehnte, die heranwachsenden Generationen und auch die Unternehmenswelt. Mitunter allerdings eher als aufgestülpte Maske: „Wir sind modern und progressiv, aber mit alten Strukturen und Ansichten – vor allem bei der Mitarbeiterführung.“ AKtuell wird VUKA von BANI abgelöst und markiert eher einen Zukunftspessimismus – der für beide Seiten gilt: Arbeitnehmende und Arbeitgebende. Ohne Wirtschaft gibt es keine Lebensgrundlage – das ist auch Young Professionals bewusst. Unternehmen haben hier die Chance, Fachkräften in der BANI-Welt eine Basis der Zukunftssicherheit zu bieten, Stabilität und Gemeinschaft.

Come as you are

Der revolutionäre Songtitel der Grunge-Legende Kurt Cobain sollte heutzutage bei Recruiting und Onboarding leitend sein. Die Veränderungen von Welt und Gesellschaft haben dazu geführt, dass Lebensläufe nicht mehr linear und konservativ sind. Potenzial findet, wer hinter Noten, Abschlüsse und Bewerbungsfassaden blickt. Nicht die Stelle macht gutes Personal – gutes Personal macht die Stelle. In all den Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass Quereinsteiger mit Engagement hervorragende Zugewinne sind. Ehrlichkeit, Persönlichkeit und Authentizität sowie eine gewisse Leidenschaft, ein Brennen, das ist wichtig. Wer noch danach geht, bunten Haaren, Tattoos oder Piercings ein Image aufzudrücken, wird im Fachkräftekampf verlieren, weil er nicht mit der Zeit geht.

Wer gibt wem was?

Immer wieder heißt es: Die Jugend ist faul und gibt nichts mehr. Das kann ich nicht bestätigen. Allerdings gehört es dazu auch als Arbeitgeber etwas zu geben – authentischen Respekt und Anerkennung. Beim Employer Branding arbeiten viele Arbeitgeber mit Masken. Nach außen hin vermitteln sie ein tolerantes Image und moderne Arbeitsstrukturen, arbeiten aber wie vor 20 Jahren. Es geht also nicht nur um die Kandidatinnen und Kandidaten, sondern auch um die Authentizität der Werber. Persönliche Gespräche und Probearbeiten, das finden Kandidatinnen und Kandidaten smart. So finden beide Seiten heraus, ob es passt. Ebenso wichtig ist eine gute Einführung mit ausgestattetem Arbeitsplatz, klarem Einarbeitungsplan sowie ein Patensystem. Regelmäßige Feedbacks, die Teilnahme an Meetings sowie firmenweite Onboardingtage aller Abteilungen tragen dazu bei, dass sich neue Kolleginnen und Kollegen von Tag eins an als vollwertige Kraft fühlen und es auch sind.

Wer kluge Köpfe will … muss mit klugen Köpfen rechnen

Wie hält man kluge Köpfe konkret? Nun, indem man mit ihnen rechnet – also im Tagesgeschäft. Wer erwartet, dass kluge Mitarbeiter nicht mitdenken, mitmachen oder Dinge aktiv ansprechen, sollte bereits bei Ausschreibungen so etwas listen wie „Scheuklappenmentalität und Desinteresse erforderlich“ und „Bitte kein Engagement oder Commitment für die Tätigkeit oder das Unternehmen“. Das zeigt schon die klassische Form von Meetings, die eher Frontalunterricht in der Schule gleicht. Leitungen fragen Stände ab, geben Feedback und neue Ziele durch, verteilen Aufgaben und fertig. So etwas senkt die Arbeitsamoral und Identifikation von engagierten und motivierten Angestellten. Und wer langfristig frustriert ist – geht.

Dabei lassen sich durch Dialog wertvolle Ideen einholen, die Wettbewerbsvorteile erbringen können. Progressive Unternehmen ermutigen hier die Mitarbeitenden sogar, sich zu Wort zu melden, sich einzubringen und etwas zu verändern. Denn gutes Onboarding bedeutet Informationsfluss in alle Richtungen. Das gilt auch für Transparenz und Information zu Entscheidungen und Vorgehen aus der Führungsebene. So fühlen sich Mitarbeitende abgeholt, einbezogen und identifizieren sich stärker mit dem Unternehmen. Auch animiert eine solche Zusammenarbeit dazu, sich aktiv Gedanken zu machen, was dem Unternehmen weiterhilft.

Etagendenken aufspalten

Junge Fachkräfte zollen Respekt und Anerkennung heutzutage nicht mehr aufgrund von Titel, Position oder autoritärem Verhalten. Dazu sind sie zu aufgeklärt und reflektiert. Somit sollte auch der Umgang nicht hierarchisch nach Etagen erfolgen. Gemeint ist damit Unnahbarkeit der Geschäftsetage oder das Selbstverständnis, den Jungen und Neuen viele Schritte voraus zu sein. Autoritär um der Position willen agieren und gute Argumente oder Wortmeldungen ignorieren mag für den Moment Ruhe bringen. Gute Kräfte gehen dann langfristig, statt sich zu binden. Geschäftsführer sollten mit allen Mitarbeitern gleich umgehen, unabhängig von Zugehörigkeit oder Position.

Hat eine neu eingestellte Person eine gute Optimierungsidee, gilt es Gehör zu schenken. Abwägen und ablehnen kann man immer – aber dann zumindest auf Wissensbasis. Wer nicht zuhört, verliert vielleicht gute Ideen. Wie bereits angesprochen: Der Mensch macht die Stelle. Und fühlt er oder sie sich im Unternehmen und bei der Tätigkeit wohl, gibt die Arbeitsstätte Stabilität, Flexibilität und Anerkennung, dann ist das in Zeiten von BANI eine sehr wertvolle Bindungsvoraussetzung für eine langfristige Zusammenarbeit.

Autor Jürgen Effner, Geschäftsführer der TOPREGAL GmbH. Mit Regal- und Betriebstechnik und Transport- und Hubgeräten ist sie seit 15 Jahren zuverlässiger Partner bei Einrichtungsfragen für Lager und Unternehmen. Sowohl bei der Unternehmensführung als auch bei den Verkaufsprodukten legt Effner großen Wert auf Nachhaltigkeit.

Weitere Informationen unter www.topregal.com

Bildquelle TOPREGAL GmbH Geschäftsführer Jürgen Effner

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Barley will Preisdeckel für Hochwasser-Versicherungen

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Sandsäcke zum Hochwasserschutz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – In der Diskussion um Versicherungsschutz bei Hochwasserschäden spricht sich die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Katharina Barley, dafür aus, den Preis für Elementarschadenversicherungen zu deckeln. Niemand dürfe mit dem Schutz vor Unwetterfolgen finanziell überfordert werden, sagte Barley dem Sender ntv.

Je mehr Hausbesitzer in die Versicherung einzahlten, desto günstiger könne der Schutz angeboten werden. „Ich denke, wenn man das Risiko auf alle verteilt, dann ist es auch fair.“ Man wisse nicht, wen es als nächstes treffe – es könne „überall zuschlagen“, so Barley. „Wenn man das Risiko auf ganz Deutschland verteilt, dann müsste es auch tragbar sein.“


Foto: Sandsäcke zum Hochwasserschutz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Stimmung in Autoindustrie kühlt sich ab

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Das Geschäftsklima der deutschen Automobilindustrie hat sich im Mai verschlechtert. Der Indikator fiel auf -8,6 Punkte, nach -2,4 im April, wie das Ifo-Institut am Dienstag in München mitteilte.

„Eine Gegenreaktion aus China auf den Handelskonflikt bei Elektroautos mit den USA bzw. Europa könnte die Geschäfte der deutschen Autobauer empfindlich treffen“, sagte Oliver Falck, Leiter des Ifo-Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien.

Der Indikator für die Geschäftslage rutschte erstmals seit Oktober 2022 in den negativen Bereich. Die Hersteller und ihre Zulieferer bleiben für die nächsten Monate pessimistisch. Der Indikator für die Ertragslage fiel auf -17,8 Punkte, nach -2,0 im September. Um Kosten einzusparen, planen die Unternehmen in der Autoindustrie mit weniger Personal. Das entsprechende Barometer sank auf -20,2 Punkte, nach -14,7 im April.


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FDP mahnt muslimische Verbände zu mehr Engagement gegen Islamismus

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Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionsvize Konstantin Kuhle fordert mehr Engagement von muslimischen Verbänden bei der Bekämpfung von Islamismus. „Muslimische Verbände und Geistliche dürfen sich bei der Bekämpfung des Islamismus nicht wegducken“, sagte Kuhle den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).

„In muslimischen Communitys braucht es dazu wahrnehmbare Diskussionen und die Ächtung von Verherrlichung islamistischer Gewalt.“ Es brauche zudem nun ein Verbot islamistischer Vereine, sagte der FDP-Politiker. Außerdem müsse es Maßnahmen gegen islamistische Influencer geben.

Auf dem Marktplatz von Mannheim hatte ein Angreifer am Freitag mehrere Personen mit einem Messer angegriffen. Der Islamkritiker Michael Stürzenberger wurde daraufhin notoperiert. Ein Polizist, der bei der Attacke verletzt wurde, ist inzwischen gestorben.


Foto: Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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IW lehnt Heils Rentenplan ab: Teurer Versuch mit Subventionen

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Seniorin (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, kritisiert die Pläne von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), einen Steuerbonus für Arbeit im Rentenalter einzuführen: „Immerhin ist erkannt worden, dass weiterhin über die Lebensarbeitszeit und den Rentenzugang nachgedacht werden muss. Doch statt systematisch den Rentenzugang an die Veränderung der Lebenserwartung zu binden, wird teuer versucht, über Subventionen zu agieren“, sagte Hüther der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgaben).

„Schon jetzt gibt es Fehlanreize aus Frühverrentung und beitragsfreier Erwerbstätigkeit.“


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Union will generelles Messerverbot an bestimmten Orten

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Andrea Lindholz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte über Konsequenzen aus dem Messerangriff von Mannheim fordert die Unionsfraktion an bestimmten Orten ein generelles Messerverbot. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrea Lindholz (CSU) sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgaben): „Besonders problematisch ist es dort, wo viele Menschen zusammenkommen – etwa in Zügen oder an Bahnhöfen. Niemand braucht dort Messer, die schwere Verletzungen zufügen können.“

Lindholz ergänzte: „Ein zugriffsbereites Mitführen von Messern sollte daher an solchen problematischen Orten generell verboten werden, auch um der Polizei die Möglichkeit zu geben, präventiv einzuschreiten.“ Klar sei, dass man auch zukünftig nicht jeden Angriff verhindern könne. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen mit Messern aber um rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

„Auch gegen die Messerkriminalität muss härter vorgegangen werden, denn Straftaten mit Messern nehmen in besorgniserregendem Maße zu“, sagte die Innenexpertin.


Foto: Andrea Lindholz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wirtschaftsweise kritisiert Heils Steuerbonus für Rentner

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Hubertus Heil (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, kritisiert die Pläne von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), einen Steuerbonus für Arbeit im Rentenalter einzuführen: „Es ist nicht Aufgabe des Staates, durch einen Steuerbonus die Beschäftigten dazu zu motivieren, länger zu arbeiten, wenn er gleichzeitig Anreize dafür setzt, vorzeitig in Rente zu gehen, wie beispielsweise mit der Rente mit 63“, sagte Schnitzer der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgaben).

„Sinnvoll wäre stattdessen eine dynamische Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters, angepasst an die Lebenserwartung. Das würde das Rentensystem stabilisieren und das Fachkräfteproblem mildern.“ Die Münchener Ökonomin forderte zugleich die Unternehmen auf, bessere Arbeitsbedingungen für Ältere zu schaffen: „Gleichzeitig liegt es an den Unternehmen, es für ihre Beschäftigten möglich und attraktiv zu machen, bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter zu arbeiten und auf freiwilliger Basis auch darüber hinaus. Beispielsweise durch eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten.“

Schnitzer lehnt auch Heils Plan ab, für die Bezieherinnen von Witwenrente das Arbeiten attraktiver zu machen. Stattdessen sollte der Staat die Witwenrente für jüngere Witwen kürzen: „Eine Reform der Witwenrente ist dringend angezeigt, gerade für Witwen, die noch nicht das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht haben. Man fragt sich, warum sie, anders als bei Unterhaltsansprüchen im Scheidungsfall, vollen Anspruch auf Witwenrente haben, selbst wenn sie noch berufstätig sein könnten“, sagte die Wirtschaftsweise.

„Ihr Anreiz, berufstätig zu sein, wird vielmehr dadurch gemindert, dass sie bei eigenen Erwerbseinkünften ihre Ansprüche auf Witwenrente zumindest teilweise verlieren.“


Foto: Hubertus Heil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutscher Feuerwehrverband rät Bürgern zu Notfalltasche

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Feuerwehr (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Hochwasser in Bayern und Baden-Württemberg rät der Deutsche Feuerwehrverband allen Bürgern, eine Notfalltasche für den Ernstfall bereitzustellen. „Zumindest eine Notfallmappe mit den wichtigsten Dokumenten sollte man haben“, sagte Sylvia Oestreicher, Sprecherin des DFV, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

„Aber auch ein Rucksack oder Ähnliches macht es einem selbst und den Einsatzkräften sehr viel leichter. Wenn es brennt, ein Sturm oder ein Hochwasser ist, ist es sehr hilfreich, wenn man sich darüber schon Gedanken gemacht hat.“

Warnapps wie Nina oder Katwan informierten mit etwas Vorlauf, sodass die Bürger auch etwas Zeit hätten, die Evakuierung vorzubereiten. „Zum Beispiel packt man wichtige Sachen aus dem Keller nach ganz oben im Haus oder sammelt seine Mappe mit Dokumenten und seine Medikamente zusammen“, sagte Oestreicher weiter.

Ratsam sei auch, das Handy vollzuladen, solange man noch Strom habe und Haustiere auf den Transport vorzubereiten.


Foto: Feuerwehr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts