Start Blog Seite 1183

Ein Haus am See und eine alte Bahnstation

0
Haus am See petra und lasse

Ein Haus am See und eine alte Bahnstation
Schweizerin wandert vor mehr als 35 Jahren nach Finnland aus und lebt ihren Traum

Fast jeden Morgen und jeden Abend taucht Petra Karjalainen im Sommer in das erfrischende Wasser ihres Sees ein und schwimmt eine Runde. Schliesslich befindet sich der See direkt vor ihrem Haus. „Ist das nicht herrlich?”, schwärmt die 62-Jährige und zeigt auf die traumhafte finnische Naturlandschaft, die ihr Haus umgibt, sowie auf das plätschernde Wasser des Sees, der mit seinen sanften Wellen lockt. Seit über 35 Jahren lebt die Schweizerin aus Blauen im Basler Land nun in Finnland.

Die erste Zeit wohnte sie zusammen mit ihrem ersten Mann und vier Kindern in der ostfinnischen Stadt Joensuu, 2014 zog es sie mit ihrem jetzigen Mann Lasse und dem Nachwuchs aufs Land, ins südfinnische Dorf Pulsa. Hier erwarb die Familie ihr Haus am See, ein Kleinod, das Petra selbst nach zehn Jahren immer noch begeistert. Mittlerweile gehört den Karjalainens aber ein weiteres Schmuckstück des Dorfes: sie haben der alten Bahnstation von 1869 Pulsan Asema neues Leben eingehaucht, betreiben hier ein Bed & Breakfast samt Laden, Rösterei und Café und sind wohl die einzigen, die in Finnland Raclette anbieten.

„Das hat natürlich mit meinen schweizerischen Wurzeln zu tun, aber das Raclette wird sehr gut von den Finnen angenommen“, erklärt Petra. Schliesslich hätten sie auch vieles gemeinsam mit den Eidgenossen. „Man kann sich zu 100 Prozent auf sie verlassen, sie sind ehrlich und sehr freundlich“, sagt sie über ihre beiden Landsleute. Aber anders als die Schweizer, die gerne viel planen, seien die Finnen lockerer und unkomplizierter. „Ich liebe Finnland“, meint sie. Was genau sie an ihrer neuen Heimat mag? „Natur, Natur, Natur“.

Die Landschaft überall in Finnland sei sehr schön, habe etwas Magisches. In Pulsa zum Beispiel ist sie umgeben von Naturschutzgebieten und Seen. Hier geniesst sie die Ursprünglichkeit und Ruhe, im Sommer das Baden im See, im Winter das Skifahren zur Arbeit, pro Winter sind das rund 450 Kilometer. Das sei einfach einmalig.

Die Liebe zu Finnland entwickelte sich für Petra durch die Liebe zu ihrem ersten Mann. Sie lernten sich in der Schweiz kennen, als die damals 26-Jährige in einer Werbeagentur arbeitete. Sie hatte zuvor eine kaufmännische Ausbildung absolviert und Innendesign studiert. Hals über Kopf verliebten sich die beiden und beschlossen in Finnland ein gemeinsames Leben aufzubauen. „Die erste Zeit war hart, ich konnte die Sprache noch nicht und konnte so nicht in meinem Job arbeiten. Also beschloss ich, neben Finnisch auch ein Handwerk zu erlernen und entschied mich fürs Handweben“, erinnert sich die Schweizerin.

Gesagt, getan. Nach wenigen Jahren sprach sie nicht nur Finnisch, sondern hatte es auch zur Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführerin einer Kunsthandwerkvereinigung gebracht, die sie durch eine Neuausrichtung vor dem Ruin rettete. Und nebenbei versorgte sie noch ihre vier Kinder, die sie in der Zwischenzeit bekommen hatte. „Ich bin es gewohnt hart zu arbeiten, komme aus einer Bauernfamilie, da gab es immer etwas zu tun“, beantwortet sie die Frage, wie sie das alles geschafft habe.

Überhaupt scheint Petra sehr entschlossen zu sein, sie fackelt nicht lange, packt mit an, wo etwas gemacht werden muss. „Mir macht das Arbeiten nichts aus, vor allem, wenn ich mit solchen Projekten etwas bewirken kann.“ Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie nach ihrem Umzug in Lasses Heimatdorf, eine weitere Rettungsaktion anstand. Die alte Bahnhofsstation des Ortes verfiel, die verschiedenen Gebäude benötigten dringend eine Sanierung. Eigentlich wollte Petra kürzertreten, die Stille auf dem Land geniessen, denn im Alter von 39 wurde bei ihr Krebs diagnostiziert, den sie glücklicherweise besiegen konnte. Im Haus am See wollte sie zur Ruhe kommen. Aber ihr liessen das Areal und die schönen Gebäude des alten Bahnhofsgeländes keine Ruhe.

„Wir haben einen Kredit aufgenommen und vor zehn Jahren mit den Renovierungsarbeiten angefangen“, erzählt Petra. Erst entstand das Café im Hauptgebäude, das sofort eröffnet wurde und auf Anhieb sehr gut lief. So konnten die weiteren Häuser – insgesamt sind es 15 an der Zahl – nach und nach renoviert werden. Einige davon sind Ferienhäuser, alle hat Petra individuell eingerichtet, darin modernes und altes Design miteinander verbunden. Eine Boutique und eine Kaffeerösterei vervollständigen schliesslich das Ensemble.

„Wir hatten von Anfang an ein volles Haus und das ohne Werbung. Das liegt vor allem daran, dass wir Qualität bieten, authentisch sind und uns persönlich um unsere Gäste kümmern“, erklärt Petra. Mittlerweile zählt Pulsan Asema 50.000 Besucher im Jahr. Ob ihre Kinder den Betrieb später übernehmen, weiss sie noch nicht. Sie hat jedenfalls mit Lasse, ihren insgesamt sieben Kindern (drei aus der ersten Ehe ihres Mannes), ihren fünf Grosskindern sowie dem Haus am See ihr Glück in Finnlands Süden gefunden und mit dem alten Bahnhof eine erfüllende Lebensaufgabe.

Pulsa ist ein idyllischer Ort und liegt „mitten im Nirgendwo“ nur 20 km von der Stadt Lappeenranta entfernt. Dort gibt es auch einen Flughafen, der neben dem Flughafen Helsinki-Vantaa am nächsten gelegen ist. Von Helsinki aus braucht man mit einem Auto ungefähr zweieinhalb Stunden bis nach Pulsa. Da Pulsa leicht abgelegen ist, führen einen die öffentlichen Verkehrsmittel nur per Bus zum Ort. Auf dem Weg dorthin schlängelt sich eine idyllische Landstrasse zwischen kleinen Dörfern, Feldern und Wäldern. Am Wegesrand liegen einige Sehenswürdigkeiten wie der öffentliche Badestrand von Vilkjärvi.

Bild ©Visit Finland

Quelle global communication experts

KI-Start-ups: Das ist unsere Zukunft

0
KI-Start-ups Arkadi Belocerkov ist Gründer und Geschäftsführer der Swiss Value Group AG

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine der bahnbrechendsten Technologien unserer Zeit und verändert bereits zahlreiche Branchen grundlegend. KI-Start-ups spielen eine entscheidende Rolle bei dieser Transformation und sind ein wichtiger Motor für Innovation und Wachstum. Im zweiten Quartal 2024 sind die Investitionen in solche Start-ups laut Crunchbase-Daten auf 24 Milliarden US-Dollar gestiegen, was mehr als eine Verdopplung im Vergleich zum Vorquartal darstellt. Doch was genau halten sie für unsere Zukunft bereit?

Wie gestalten KI-Start-ups unsere Zukunft?

KI-Start-ups treiben die Entwicklung und Implementierung von Künstlicher Intelligenz in vielen Bereichen voran, darunter Gesundheitswesen, Finanzen, Logistik und viele mehr. Die Start-ups entwickeln neue Anwendungen und Lösungen, die effizientere Prozesse, verbesserte Entscheidungsfindung und innovative Produkte ermöglichen. Beispielsweise können KI-gestützte Diagnosetools in der Medizin präzisere und schnellere Diagnosen stellen, was die Patientenversorgung erheblich verbessert. In der Finanzwelt optimieren KI-Algorithmen Handelsstrategien und Risikobewertungen, wodurch Finanzinstitute fundiertere Entscheidungen treffen können.

Wieso haben KI-Start-ups so großes Potenzial?

KI-Start-ups haben enormes Potenzial aufgrund ihrer Fähigkeit, Daten in wertvolle Erkenntnisse zu verwandeln und automatisierte Prozesse zu schaffen, die menschliche Fehler minimieren. Diese Start-ups können schnell skalieren und in kurzer Zeit einen erheblichen Einfluss auf ihre jeweiligen Branchen ausüben. Die Flexibilität und Agilität von Start-ups ermöglichen es ihnen, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren und innovative Lösungen zu entwickeln, die den Wettbewerbsvorteil sichern. Zudem ziehen sie erhebliche Investitionen an, da Investoren das transformative Potenzial von KI erkennen und bereit sind, in die Zukunft dieser Technologie zu investieren.

Investitionen in KI-Start-ups

Swiss Value Inside AG hat sich auf Investitionen in KI-Start-ups spezialisiert und konnte im letzten Quartal einen erheblichen Anstieg der Investitionen in diesen Bereich verzeichnen. Die Gesellschaft unterstützt diese Start-ups nicht nur finanziell, sondern auch strategisch, um deren Wachstum und Entwicklung zu fördern. Durch das Engagement des Unternehmens in diesem Sektor wird dazu beigetragen, die Zukunft der Technologie zu gestalten. Außerdem können die Investoren so am Erfolg dieser vielversprechenden Unternehmen teilhaben.

Investitionsunternehmen nutzen KI bereits seit längerer Zeit im Prozess der Due Diligence (DD). Dies führt zu erheblichen Prozessoptimierungen und senkt die Transaktionskosten. Swiss Value Inside AG setzt diese Technologie schon lange ein. Deren eigens entwickeltes KI-Tool, Al Bridge Finance, ist ein fester Bestandteil bei allen Transaktionen und wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Die Möglichkeit, riesige Datenmengen in Sekundenschnelle zu analysieren und Prognosen zu erstellen, verbessert die Entscheidungsprozesse erheblich.

Wissenswertes über KI-Start-ups

KI-Start-ups nutzen die neuesten technologischen Fortschritte, um innovative Lösungen zu schaffen, die bestehende Technologien ergänzen oder ersetzen. Dieser Anstieg reflektiert den wachsenden Marktbedarf an KI-Lösungen, da Unternehmen weltweit bestrebt sind, ihre Effizienz zu steigern und Geschäftsprozesse zu optimieren. Viele dieser Start-ups arbeiten eng mit Forschungsinstituten und Universitäten zusammen, um an der Spitze der technologischen Entwicklungen zu bleiben und neue Durchbrüche zu erzielen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass KI-Start-ups eine zentrale Rolle bei der Gestaltung unserer Zukunft spielen. Durch ihre innovativen Lösungen und Technologien revolutionieren sie zahlreiche Branchen und tragen wesentlich zur Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung bei. Die signifikanten Investitionen in diesen Bereich, wie im zweiten Quartal 2024, verdeutlichen das immense Potenzial und die Bedeutung dieser Unternehmen. Unterstützt durch strategische Partnerschaften und finanzielle Förderungen haben KI-Start-ups die Möglichkeit, weiterhin an der Spitze der technologischen Entwicklung zu stehen und transformative Veränderungen voranzutreiben.

Autor: Arkadi Belocerkov ist Gründer und Geschäftsführer der Swiss Value Group AG, einer international tätigen Beteiligungsgruppe, die sich auf Investitionen in nachhaltige Immobilien, erneuerbare Energien und Technologie-Unternehmen spezialisiert hat. https://swissvalue-group.ch

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wundenlecken beim Dax geht weiter – Erneut freundlicher Start

0

Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Nach den heftigen Kursverlusten in den letzten Tagen ist der Dax am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge freundlich in den Handel gestartet. Kurz nach 9:30 Uhr stand das Börsenbarometer bei 17.455 Punkten und damit 0,6 Prozent über Vortagesschluss. Im Wochenvergleich ist der Dax aber noch immer satte sechs Prozent im Minus.

Aktionäre der Commerzbank ließen sich von der Schönrechnerei bei der Vorlage der neuen Quartalszahlen nicht beeindrucken. Das Geldhaus hatte am Morgen mitgeteilt, das „beste Halbjahr seit 15 Jahren“ absolviert zu haben, bei den neuen Quartalszahlen lag der Gewinn aber unter dem Vorjahreswert – das Papier gab in den ersten Handelsminuten über vier Prozent nach.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,0922 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9156 Euro zu haben.

Der Goldpreis stieg leicht an, am Morgen wurden für eine Feinunze 2.391 US-Dollar gezahlt (+0,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 70,39 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 76,40 US-Dollar, das waren 8 Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Erstmals seit 2016 Anstieg der Schweinefleischproduktion

0

Fleisch und Wurst im Supermarkt (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die gewerblichen Schlachtunternehmen in Deutschland haben im 1. Halbjahr 2024 knapp 3,4 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren das 1,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden im 1. Halbjahr 2024 in den Schlachtbetrieben 24 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 344,3 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet.

In den ersten sechs Monaten des Jahres schlachteten die Betriebe in Deutschland 21,9 Millionen Schweine. Dies entspricht einem geringen Anstieg von 0,4 Prozent (78.100 Tiere) im Vergleich zum Vorjahr. Die erzeugte Schweinefleischmenge im 1. Halbjahr 2024 betrug 2,1 Millionen Tonnen und lag damit um 1,1 Prozent (+22.400 Tonnen) oberhalb des Vorjahreszeitraums.

Erstmals seit 2016 ist nach einem kontinuierlichen Rückgang der deutschen Schlachtungen ein leichter Anstieg der Schweinefleischproduktion in der ersten Jahreshälfte festzustellen. Im 1. Halbjahr 2016 wurden allerdings noch 7,4 Millionen Schweine mehr geschlachtet und mit 2,8 Millionen Tonnen 661.400 Tonnen mehr an Schweinefleisch produziert als 2024.

Insgesamt schlachteten die Betriebe in Deutschland im 1. Halbjahr 2024 auch rund 1,5 Millionen Rinder. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Zunahme von 1,3 Prozent (+18.300 Tiere). Die dabei erzeugte Rindfleischmenge stieg verglichen mit dem 1. Halbjahr 2023 um 2,5 Prozent auf 496.600 Tonnen (+12.000 Tonnen). Das durchschnittliche Schlachtgewicht der Rinder lag dabei mit knapp 337 Kilogramm rund 4 Kilogramm über dem Gewicht des Vorjahreszeitraums.

Im 1. Halbjahr 2024 wurden zudem insgesamt 344,3 Millionen Tiere verschiedener Geflügelarten in Deutschland geschlachtet. Obwohl die Anzahl der geschlachteten Tiere kaum gestiegen ist, wurde im 1. Halbjahr 2024 mit rund 780.700 Tonnen 1,3 Prozent mehr Geflügelfleisch produziert als im Vorjahreszeitraum (+9 700 Tonnen).

Schweinefleisch hat seit Jahren den größten Anteil an der gewerblichen Fleischerzeugung in Deutschland. Im 1. Halbjahr 2024 stammten 62,0 Prozent der erzeugten Fleischmenge von geschlachteten Schweinen. Danach folgten Geflügelfleisch mit einem Anteil von 23,0 Prozent und Rindfleisch mit 14,6 Prozent. Das Fleisch von Schafen, Ziegen und Pferden machte lediglich rund 0,4 Prozent der Gesamtproduktion aus, so das Bundesamt.


Foto: Fleisch und Wurst im Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Deutlich weniger Exporte – mehr Importe

0

Containerschiff (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die deutschen Exporte sind laut neuester Zahlen aus dem Juni gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 3,4 Prozent gesunken und die Importe um 0,3 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2023 sanken die Exporte um 4,4 Prozent, die Importe um 6,4 Prozent. Insgesamt wurden im Juni 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 127,7 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 107,3 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss im Juni 2024 mit einem Überschuss von 20,4 Milliarden Euro ab. Im Mai hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik bei +25,3 Milliarden Euro gelegen, im Juni 2023 bei +19,0 Milliarden Euro.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juni kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 69,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 56,3 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Mai 2024 sanken die Exporte in die EU-Staaten um 3,4 Prozent und die Importe aus diesen Staaten stiegen um 1,0 Prozent. In die Staaten der Eurozone wurden im Juni 2024 Waren im Wert von 48,5 Milliarden Euro (-3,2 Prozent) exportiert und es wurden Waren im Wert von 37,0 Milliarden Euro (-0,3 Prozent) aus diesen Staaten importiert.

In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juni 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 21,3 Milliarden Euro (-3,7 Prozent) exportiert und es wurden Waren im Wert von 19,3 Milliarden Euro (+3,7 Prozent) von dort importiert. In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Juni 2024 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 57,9 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 51,0 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Mai 2024 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 3,5 Prozent ab, die Importe von dort sanken um 0,4 Prozent.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Juni in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden bereinigt 7,7 Prozent weniger Waren exportiert als im Mai. Damit sanken die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 12,9 Milliarden Euro. Die Exporte in die Volksrepublik China nahmen um 3,4 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro zu, die Exporte in das Vereinigte Königreich sanken um 0,6 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Die meisten Importe kamen im Juni 2024 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden bereinigt Waren im Wert von 12,3 Milliarden Euro eingeführt, das waren 4,9 Prozent weniger als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten sanken um 6,5 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 11,1 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu.

Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Juni 2024 gegenüber Mai 2024 kalender- und saisonbereinigt um 3,2 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro. Gegenüber Juni 2023, als infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine der Export nach Russland bereits stark zurückgegangen war, nahmen sie um 22,2 Prozent ab. Die Importe aus Russland sanken im Juni 2024 gegenüber Mai 2024 um 1,5 Prozent auf 0,2 Milliarden Euro, gegenüber Juni 2023 gingen die Importe um 44,8 Prozent zurück.

Nominal, also nicht kalender- und saisonbereinigt, wurden im Juni 2024 Waren im Wert von 129,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 107,5 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2023 nahmen die Exporte im Juni 2024 damit um 8,3 Prozent und die Importe um 9,3 Prozent ab. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Juni 2024 mit einem Überschuss von 22,2 Milliarden Euro. Im Juni 2023 hatte der Saldo +23,0 Milliarden Euro betragen, so das Statistische Bundesamt.


Foto: Containerschiff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Immer lautere Rufe nach Bundestagsdebatte zu US-Waffen

0

Rednerpult im Deutschen Bundestag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Diskussion um die geplante Stationierung weitreichender US-Waffen in Deutschland fordern Politiker von SPD und CDU, dass der Bundestag einbezogen wird. Die Debatte gehöre „zwingend in den Deutschen Bundestag“, sagte der Sprecher der SPD-Linken im Bundestag, Tim Klüssendorf, dem „Handelsblatt“.

Aus seiner Sicht sei es unverzichtbar, die Bürger an den schwierigen Abwägungsprozessen teilhaben zu lassen und die Beweggründe für schwierige Entscheidungen transparent zu erklären. Daher sei es „richtig und notwendig“, das Parlament daran zu beteiligen.

In einer gemeinsamen Mail an die SPD-Fraktion hatten Gabriela Heinrich, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, der außenpolitische Sprecher der Fraktion Nils Schmid, sowie der verteidigungspolitische Sprecher Wolfang Hellmich bereits Ende Juli angekündigt, dass das Thema „selbstverständlich“ nach der parlamentarischen Sommerpause auch im Plenum und in den dafür zuständigen Ausschüssen auf die Tagesordnung gesetzt werde. „Dieses Vorgehen ist mit unserem Fraktionsvorsitzenden Rolf Mützenich abgesprochen“, heißt es in der Mail, über die das „Handelsblatt“ berichtet.

Auch in der Opposition besteht Gesprächsbedarf: Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sagte dem „Handelsblatt“: „Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass es eine Debatte im Bundestag zur Stationierung der Mittelstreckenraketen geben wird.“ Das könnten die Abgeordneten einfach machen. „So viel Selbstbewusstsein sollte ein Parlament schon haben“, sagte Röttgen. Und eine Bundesregierung, die das Parlament respektiere und als Raum demokratischer Auseinandersetzung verstehe, nehme an einer solchen Debatte dann auch teil.


Foto: Rednerpult im Deutschen Bundestag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ex-Stasi-Beauftragte Birthler attackiert BSW

0

Landesparteitag Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die frühere Stasi-Bundesbeauftragte Marianne Birthler sieht im Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) eine Partei, die „Kreml-Propaganda“ verbreitet. Sie fordert die CDU in Thüringen dazu auf, ihre Offenheit für eine BSW-Koalition wie ihre Absage an ein Bündnis mit der Linken von Ministerpräsident Bodo Ramelow zu überdenken.

„Die Positionen des BSW zur Ukraine klingen, als seien sie vom Kreml diktiert. Ich zweifle nicht daran, dass Frau Wagenknecht mit ihren Äußerungen Herrn Putin gefällt“, sagte Birthler dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe): „Mit dem BSW hat Putin neben der AfD nun noch eine zweite deutsche Partei, die ihn bei seinem schmutzigen Geschäft unterstützt.“

Wagenknechts außenpolitischen Positionen seien „unseriös und teilweise verlogen“, sagte die einstige DDR-Bürgerrechtlerin Birthler: „Frau Wagenknecht verbreitet die Legende, dass Russland gegen einen `Faschismus` in der Ukraine kämpft. Das ist Kreml-Propaganda.“ Die Ukrainer kämpften um Freiheit und Demokratie, und genau das störe den Kreml. „Putin kämpft ja in Wahrheit weder gegen Faschismus noch gegen die Nato, sondern gegen die Freiheit, die sich in Gestalt der Ukraine seinen Grenzen nähern könnte“, sagte sie.

Außen- und migrationspolitisch seien sich „BSW und AfD sehr nahe, wobei das BSW sich ein wenig zurückhaltender äußert“, sagte Birthler: „BSW wie AfD bieten einfache Lösungen an, und reagieren auf Ängste, die es im ganzen Land gibt, im Osten aber stärker. Da gibt es bestimmte ungebrochene Traditionen.“ Birthler sagte: „Die Feindseligkeit gegenüber dem Westen, insbesondere gegen Amerika, gab es schon bei Hitler, die DDR hat das fortgesetzt.“

Birthler sieht in der Offenheit der Thüringer CDU für eine Koalition mit dem BSW und der Absage an eine Koalition mit den Linken von Ministerpräsident Bodo Ramelow einen „Widerspruch“. Sie hätte nie gedacht, eine Koalition mit den Linken für akzeptabel zu halten, sagte sie: „Aber Bodo Ramelow ist ein Demokrat, hat sich bewiesen in vielen Regierungsjahren. Die CDU sollte die Position überdenken, einerseits mit dem BSW zu einer Koalition bereit zu sein und andererseits mit Ramelow nicht.“


Foto: Landesparteitag Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grüne vermitteln im Haushaltsstreit zwischen Scholz und Lindner

0

Christian Lindner und Olaf Scholz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen haben sich in den neuen Haushaltsstreit eingeschaltet, der zwischen Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) um zwei Rechtsgutachten zur Finanzierung noch vorhandener Lücken ausgebrochen ist.

„Die Rechtsgutachten geben alle Möglichkeiten zu einer gemeinsamen Lösung für den Haushalt 2025“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Andreas Audretsch, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). „Die rechtliche Lage ist klar. Kaputtsparen beim sozialen Zusammenhalt und beim Klimaschutz wäre falsch und ist auch gar nicht nötig. Es gibt bessere Wege. Jetzt ist wichtig, dass alle in der Koalition bereit sind, den gemeinsamen Weg auch zu gehen.“

Scholz hat am Dienstag deutlich gemacht, dass er aus zwei Gutachten zum Bundeshaushalt 2025 andere Schlüsse zieht als Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).


Foto: Christian Lindner und Olaf Scholz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Haushaltsstreit: Politikwissenschaftler Oberreuter verteidigt Lindner

0

Christian Lindner (Archiv), via dts NachrichtenagenturPassau (dts Nachrichtenagentur) – Der Passauer Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter hat SPD und Grüne im Streit um den Bundeshaushalt 2025 scharf kritisiert, nachdem sie Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) Foulspiel vorgeworfen haben.

„Dass es ein Foul sein soll, in einer fiskalisch wie politisch hochsensiblen Rechtslage Transparenz herzustellen, offenbart ein merkwürdiges, manipulationsgeneigtes Politikverständnis“, sagte Oberreuter der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgaben).

„Für die Demokratie ist Informationsklarheit erheblich bedeutsamer als Koalitionsopportunismus“, sagte der Passauer Politikwissenschaftler. „Ein Foul begeht, wer die Verfassungslage nicht respektiert, noch dazu, wenn Karlsruhe soeben schmerzlich daran erinnert hat“, erklärte er.

„Angesichts eines Haushaltsvolumens von fast 500 Milliarden sollte aber ein Klacks von fünf Milliarden Euro mit Sachverstand und gutem Willen nicht schwer zu finden sein“, sagte Oberreuter.


Foto: Christian Lindner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Stark-Watzinger für Reform beim Embryonenschutz

0

Bettina Stark-Watzinger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) spricht sich für eine Reform des Embryonenschutzgesetzes im Interesse der Forschung aus.

„Die Stellungnahmen aus der Wissenschaft sind eindeutig: Dieses Forschungsfeld bietet große Chancen für die Entwicklung wirksamer Therapien für bislang unheilbare Krankheiten oder zur Behandlung von Volkskrankheiten wie Diabetes, Demenz oder Herzinfarkt“, sagte Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) der Mediengruppe Bayern (Mittwochausgaben).

In Deutschland könne die Forschung dazu im internationalen Vergleich aktuell nur einen geringen Beitrag leisten, denn das deutsche Embryonenschutzgesetz und das Stammzellgesetz setzten ihr zu enge Grenzen. „Die bestehenden Regelungen sind zudem ein echter Nachteil für die Zusammenarbeit deutscher Wissenschaftler mit internationalen Partnern. Wir dürfen das Feld nicht einfach anderen überlassen, sondern sollten diese wichtige Chance nutzen. Wir sollten daher den seit mehreren Jahrzehnten bestehenden rechtlichen Rahmen für die Forschung mit humanen Embryonen und mit humanen embryonalen Stammzellen in Deutschland überarbeiten“, so die Ministerin.

Vor wenigen Wochen hatte auch Justizminister Marco Buschmann (FDP) eine Neufassung des Embryonenschutzgesetzes angeregt.


Foto: Bettina Stark-Watzinger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts