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Landwirtschaftliche Erzeugerpreise steigen weiter

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Kühe (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im Juni 2024 um 3,2 Prozent höher gewesen als im Vorjahresmonat. Im Mai hatte die Veränderungsrate zum Vorjahresmonat ebenfalls bei +3,2 Prozent gelegen, im April bei -0,2 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Gegenüber dem Vormonat stiegen die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise im Juni um 1,7 Prozent.

Die Preise für pflanzliche Produkte lagen im Juni 2024 um 6,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Auch die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse verteuerten sich (+1,1 Prozent). Im Mai hatten die Veränderungsraten zum Vorjahresmonat +9,2 Prozent für pflanzliche Erzeugnisse und -0,8 Prozent für Tiere und tierische Erzeugnisse betragen. Im Vergleich zum Vormonat waren Produkte aus pflanzlicher Erzeugung im Juni 2024 um 3,5 Prozent und Produkte aus tierischer Erzeugung um 0,4 Prozent teurer.

Der Preisanstieg bei Produkten aus pflanzlicher Erzeugung ist unter anderem auf die gestiegenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen, so die Statistiker. Diese waren im Juni 2024 um 31,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Mai hatte die Veränderungsrate +52,9 Prozent betragen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Kartoffelpreise im Juni um 21,2 Prozent. Futterpflanzen waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,2 Prozent günstiger (Mai: -3,3 Prozent). Wein verteuerte sich binnen Jahresfrist um 0,8 Prozent (Mai: +0,9 Prozent).

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Juni um 22,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Preisanstiege gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit +33,7 Prozent und bei Erdbeeren mit +21,6 Prozent. Die Preise für Gemüse verteuerten sich binnen Jahresfrist leicht um 0,6 Prozent, wobei insbesondere Gurken (+50,4 Prozent), Blumenkohl (+25,2 Prozent) und Salat (+17,2 Prozent) deutliche Preissprünge verzeichneten. Getreide verbilligte sich dagegen im Juni 2024 im Vergleich zum Juni 2023 um 11,1 Prozent, im Mai hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -7,2 Prozent gelegen. Das Handelsgewächs Raps war im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,1 Prozent teurer. Im Mai hatte die Veränderung zum Vorjahresmonat +8,2 Prozent betragen.

Die Preise für Tiere lagen um 4,7 Prozent niedriger als im Juni 2023 (Mai 2024: -4,1 Prozent gegenüber Mai 2023). Dabei sanken die Preise für Schlachtschweine um 8,5 Prozent, für Rinder stiegen die Preise hingegen um 5,5 Prozent. Die Preise für Geflügel waren um 7,1 Prozent niedriger als im Juni 2023. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die Preisrückgänge bei Enten und Puten um 13,1 Prozent.

Der Milchpreis lag im Juni um 9,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat (Mai: +3,7 Prozent), so das Bundesamt. Gegenüber dem Vormonat stieg der Preis für Milch um 0,9 Prozent. Der Preisanstieg bei Eiern nahm im Juni 2024 mit +8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat wieder zu (Mai 2024: +3,8 Prozent).


Foto: Kühe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD und Grüne mahnen zu Eile bei Koalitionsprojekten

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Ampel-Koalitionsvertrag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Während des andauernden Ampel-Streits um den Bundeshaushalt drängen SPD und Grüne auf die rasche Umsetzung mehrere Projekte aus dem Koalitionsvertrag.

„Wir haben noch einiges zu tun“, sagte Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann dem „Tagesspiegel“ (Online-Ausgabe) und verwies auf die Kindergrundsicherung als „wichtigstes sozialpolitisches Vorhaben“, das Gesetz gegen digitale Gewalt und die Reform des Bundeswaldgesetzes. „Wir planen noch mehr, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern. Das Tariftreuegesetz ist noch nicht fertig“, sagte sie: „Auch das Demokratiefördergesetz steht noch auf unserer To-do-Liste und noch einiges mehr.“

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese forderte Justizminister Marco Buschmann (FDP) auf, „sofort“ den Weg für eine Verlängerung der Mietpreisbremse freizumachen. „Die im Koalitionsvertrag vereinbarten mietrechtlichen Vorhaben müssen sofort und ohne weitere Verzögerung durch den Justizminister kommen“, sagte Wiese dem „Tagesspiegel“.

„Die Verlängerung der Mietpreisbremse ist ein wichtiges Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag, das jetzt endlich umgesetzt werden muss.“ Ohne Mietpreisbremse müssten viele Menschen mit noch höheren Mietbelastungen rechnen. „Wenn mittlerweile jeder dritte Mieterhaushalt durch seine Wohnkosten überlastet ist, habe ich kein Verständnis für das Geschacher von Herrn Buschmann“, so Wiese.

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt drängte auf eine rasche Verabschiedung des Tariftreue- und Vergabegesetzes. „Die Ampel-Partner sollten nun alles dafür tun, die vereinbarten Maßnahmen zu beschließen, um die Einkommen und Arbeitsbedingungen von Millionen Arbeitnehmern zu verbessern“, sagte sie der Zeitung. „Dazu gehört es, den Weg freizumachen für die Reform des Tariftreue- und Vergabegesetzes. Wir müssen das noch in diesem Jahr ins Gesetzblatt bringen.“ Beim Rentenpaket 2 sei sie optimistisch, sagte Schmidt: „Die Koalition sollte sich an die Vereinbarungen halten, die erste Lesung unmittelbar nach Ende der Sommerpause auf die Tagesordnung zu setzen.“

FDP-Fraktionschef Christian Dürr sagte unterdessen dem „Tagesspiegel“, dass ein großer Teil des Koalitionsvertrages „abgearbeitet“ sei. Es sei „wichtig, die Wachstumsinitiative in dieser Wahlperiode umzusetzen. Wir haben uns auf 49 Punkte geeinigt, die das Wachstumspotenzial dieses Landes verdoppeln können.“ Seit eineinhalb Jahrzehnten habe es „in diesem Land keine wirtschaftliche Reformpolitik mehr gegeben. Das Wachstumspotenzial in Deutschland ist derzeit zu gering.“


Foto: Ampel-Koalitionsvertrag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Woidke verzichtet auf Wahlkampfauftritte mit Scholz

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Dietmar Woidke (Archiv), via dts NachrichtenagenturPotsdam (dts Nachrichtenagentur) – Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verzichtet gut einen Monat vor der Landtagswahl auf Wahlkampfhilfe aus der Bundespolitik. „Die Brandenburger SPD hatte immer das Glück, auf starke eigene Führungspersönlichkeiten setzen zu können“, sagte Woidke dem „Handelsblatt“. Auf die Frage, ob er gemeinsame Wahlkampfauftritte mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) plane, sagte er: „Nein.“

Woidke übte in diesem Zusammenhang scharfe Kritik an der Ampel-Regierung. „Manchmal bin ich wirklich froh, wenn ich von der Bundesregierung mal ein paar Tage nichts höre“, sagte er. Das „Machtwort“ des Kanzlers im Haushaltsstreit begrüßte er. „Weil der Vorgang die Menschen irre macht: Man verkündet eine Haushaltseinigung, dann fahren alle in den Urlaub und plötzlich melden sich einige zu Wort und stellen das Vereinbarte wieder infrage. Das ist alles nicht professionell.“

Die Landtagswahl am 22. September sieht Woidke auch als eine Entscheidung über seine Person. „Ich will verhindern, dass die Fahne Brandenburgs mit großen braunen Flecken besudelt wird“, sagte er mit Blick auf die AfD, die laut Umfragen derzeit stärkste Kraft in Brandenburg ist. „Dazu brauche ich das Vertrauen der Menschen im Land. Wenn das Vertrauen weg ist, bin ich auch weg.“ Denn: „Ein Ministerpräsident muss eine Wahl gewinnen, um Ministerpräsident bleiben zu können.“


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Kassenärzte warnen vor Scheitern der Krankenhausreform

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Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat angesichts des Streits zwischen Gesundheitsminister Karl Lauterbach und den Bundesländern vor einem „desaströsen“ Scheitern der Krankenhausreform gewarnt.

„Es wäre mein dringender Appell, dass beide Seiten miteinander reden und einen guten Kompromiss schmieden“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgaben). „Zur Wahrheit gehört, dass die Länder viel zu lange weggeschaut haben, weil Klinikschließungen unbequem sind. Aber Karl Lauterbach kann die Reform auch nicht aus seiner Amtsstube durchdrücken, denn Krankenhausplanung ist Ländersache.“ Ohne die Reform würden Kliniken „reihenweise in die Pleite rutschen“, sagte Gassen.

„Aber am Konflikt zwischen Bund und Ländern droht das Mammutprojekt zu scheitern“. Auch die KBV sei von Lauterbachs Plänen noch nicht überzeugt. Wenn überflüssige Standorte nicht geschlossen, sondern in sektorenübergreifende Versorgungszentren umgewandelt werden, würde das am Ende des Tages fast genau so viel Geld kosten und Personal binden. „Besser wäre es, die Kliniklandschaft vernünftig, sinnvoll, maßvoll, aber ausreichend zu verkleinern und die frei werdenden Ressourcen in den verbleibenden Krankenhäusern und in der ambulanten Versorgung einzusetzen“, forderte Gassen.

Der KBV-Chef warnte überdies vor steigenden Krankenkassenbeiträgen. „Wenn die Leistungen nicht angetastet werden und der medizinische Fortschritt hinzukommt, wird es teurer, und dann müssen die Beiträge angehoben werden.“ Dabei sei die Schmerzgrenze bei den Sozialabgaben allgemein für viele erreicht. Sollte der Finanzierungsrahmen aber nicht geändert werden, dann „muss und wird es weitere Leistungskürzungen geben“.

Als Option, die bislang zu kurz komme, nannte Gassen die Steuerung von Patienten. „Die gesetzlichen Krankenkassen sollten unterschiedliche Tarife anbieten können, die Patienten, die sich einer ärztlichen Steuerung unterwerfen, Beitragsvorteile gewähren“, schlug der KBV-Chef vor.


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Lindner will Spekulationsfrist auf Wertpapiergewinne einführen

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Christian Lindner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner hat sich für die Einführung einer Spekulationsfrist für Wertpapiergewinne ausgesprochen.

„Ich will eine Spekulationsfrist bei Wertpapiergeschäften. So wie die Immobilie nach zehn Jahren steuerfrei veräußert werden kann, so wünsche ich mir das nach einem Zeitraum von zum Beispiel zwei bis drei Jahren auch bei Wertpapieren“, sagte Lindner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Das werde Teil des nächsten Wahlprogramms der FDP sein.

Zudem konkretisierte Lindner die Reform der privaten Altersvorsorge, an der das Bundesfinanzministerium derzeit arbeitet. Der FDP-Chef verspricht dabei einen „historischen Paradigmenwechsel in der privaten Altersvorsorge in Deutschland.“ Die Riester-Rente sei vor allem deshalb wenig rentabel gewesen, weil aufgrund der 100-prozentigen Beitragsgarantie gewisse Anlageklassen ausgeschlossen worden sein. Nun schaffe man Wahlfreiheit: Künftig könne man zwischen einer 100-, einer 80- und einer 0-prozentigen Beitragsgarantie wählen.

„Wer auf volle Sicherheit aus ist, kann sich weiterhin garantieren lassen, dass das gesamte eingezahlte Kapital der Vorjahre mit Auszahlungsbeginn zur Verfügung geht“, sagte Lindner. Bei der 80-prozentigen Garantie gebe es ein Restrisiko, dafür sei aber mit einem höheren Betrag zu rechnen. „Wer die 0-Prozent-Garantie wählt und beispielsweise in Wertpapiere im eigenen Vorsorgedepot investiert, hat die Möglichkeit, über Jahrzehnte eine hohe Rendite bei geringem Risiko zu erwarten. Ausschließen lässt sich das Risiko aber nicht“, führte der Finanzminister aus.

Mit der Reform erhofft sich Lindner auch eine Stärkung der privaten Aktienkultur in Deutschland. „Manche Skeptiker mögen sich von Schwankungen wie jüngst bestätigt fühlen. Doch diese Skeptiker sind leider auch nicht dabei, wenn der Aufschwung kommt“, sagte Lindner.


Foto: Christian Lindner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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KI in der Medizin: Krebsforscher kritisiert EU-Bürokratie

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Ärztehaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Krebsforscher und Experte für sogenannte „Künstliche Intelligenz“, Titus Brinker, kritisiert den bürokratischen Aufwand in Europa bei der Etablierung von KI in der Medizin.

Brinker hat das erste Dermatoskop zur Erkennung von Hautkrebs entwickelt, das mit einem KI-System arbeitet und Auffälligkeiten angeblich besser erkennen kann als Hautärzte. Das Gerät befindet sich derzeit in der Zulassung.

„Die EU-Medizinprodukteverordnung macht den Einsatz von KI am Patienten ähnlich schwierig und bürokratisch, wie die europäische Datenschutzgrundverordnung die Datenforschung insgesamt“, sagte Titus Brinker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Beide EU-Verordnungen sind sehr effektive Bremsklötze für Fortschritt.“

Datenforschung und Zulassungsprozesse seien durch die EU-Gesetze aufwendig und teuer. Deswegen erlebten Patienten „Künstliche Intelligenz“ in Europa selten in der klinischen Praxis, so Brinker weiter. Europa gelte als KI-Standort zumindest wirtschaftlich bereits als abgehängt. „Wir würgen uns durch überbordende Bürokratie einen sehr wichtigen Wirtschaftsmotor ab.“

Die Kosten für die Bürokratie zur Zulassung des KI-assistierten Dermatoskops betragen Brinker zufolge mindestens drei Millionen Euro. „Bevor ein Unternehmen den ersten Euro verdient, vergehen mindestens drei Jahre Zulassungsprozess, in der Regel sind es sogar sechs bis acht Jahre“, sagte Brinker. Und in dieser Zeit könne es passieren, dass das Produkt vollständig das Marktpotential verliere, etwa weil ein Konkurrent etwas schneller sei.

Die Zulassung des KI-Dermatoskops funktioniere nur, weil es durch Steuergeld gestützt werde. Mittel des Landes Baden-Württembergs stellten sicher, „dass wir eine Chance haben, die Bürokratie personell abzuarbeiten“, erklärt der Krebsforscher. Ein kleines oder mittelständisches Unternehmen hätte keine Chance, aus eigener Kraft ein solches Produkt in Europa auf den Markt zu bringen. Aktuelle EU-Gesetze begünstigten deshalb Konzerne wie Google, Amazon oder Apple.

Titus Brinker erhielt für die Entwicklung des KI-assistierten Dermatoskops in diesem Jahr den Innovationspreis des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.


Foto: Ärztehaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hessen zweifelt an Wissings Autobahnplänen

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Autobahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) hat erstmals Zweifel an der Umsetzung des vom Bund befürworteten, zehnspurigen Ausbaus der Autobahn 5 bei Frankfurt am Main geäußert.

„Da reden wir über Milliardenkosten, die niemand so richtig beziffern kann. Ich halte die zehnspurige A5 durch Frankfurt am Main für eine Geisterdebatte“, sagte Mansoori den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Mansoori, der auch Hessens stellvertretender Ministerpräsident ist, begründete seine Haltung auch mit der angespannten Haushaltslage im Bund. Es fehle Geld für Schienen- oder Radwege und für andere wichtige Infrastrukturprojekte, sagte Mansoori. Er könne sich daher nicht vorstellen, dass eine zehnspurige Autobahn mit Einhausung gebaut wird.

Mansoori hatte die Einhausung, also den Schutz der Anwohner vor Lärm, zur Bedingung gemacht, sollte der Ausbau der A5 realisiert werden. Letztlich entscheide aber der Bund, ob es zum Ausbau der A5 komme, räumte Mansoori ein.

Mansooris Vorgänger im Amt, der Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir, hatte sich stets gegen das Großprojekt gestellt. CDU und SPD hatten sich in ihrem gemeinsamen Koalitionsvertrag in Hessen allerdings dafür ausgesprochen, Angebote des Bundes „zum beschleunigten Autobahnausbau für alle hessischen Projekte“ anzunehmen. Bundesverkehrsminister Wissing hatte kürzlich angekündigt, ein Gesamtkonzept für einen zehnspurigen Ausbau der Autobahn 5 am Frankfurter Kreuz vorlegen zu wollen. „Wir haben den Auftrag, dafür zu sorgen, dass Deutschland nicht im Stau steht.“ Wo es Stauanfälligkeit gebe, verliere man Effizienz, sagte der Minister.

Zuvor war eine Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Ausbau der A5 zwischen dem Frankfurter Kreuz und der Anschlussstelle Friedberg auf zehn Spuren technisch möglich ist – und den Ausbau auch empfohlen. Das ist mehr, als derzeit im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen ist.

Die Stadt Frankfurt lehnt den zehnspurigen Ausbau ebenso ab wie Umweltverbände und Bürgerinitiativen. Der Abschnitt nördlich von Frankfurt ist knapp 30 Kilometer lang und stark befahren.

Mansoori verwies zwar auf die Bedeutung von Hessen als Transitland, aus seiner Sicht müsse aber auch günstiger Wohnraum dort geschaffen werden, wo Menschen arbeiten oder Arbeit dahin gebracht werden, wo Menschen gerne leben wollen.

Eine ausgebaute A5 wäre deutschlandweit die erste zehnspurige Autobahn.


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Bund bestellt 15 Millionen Corona-Impfstoffdosen für Booster

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Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesgesundheitsministerium hat für die Corona-Auffrischungsimpfungen in diesem Herbst und Winter insgesamt 15 Millionen Impfstoffdosen bestellt.

„Wir werden wieder sehr viele Infektionen haben“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Eine Bedrohung bleibe Corona vor allem für Ältere und Risikopatienten, die zusammen immerhin ein Viertel der Bevölkerung ausmachten. Er empfehle deswegen allen in dieser Gruppe eine Auffrischungsimpfung. „Es wird in diesem Herbst und Winter voraussichtlich zwei angepasste Impfstoffe geben“, kündigte Lauterbach an.

Zunächst liefere die Firma Biontech sechs Millionen Dosen eines an die aktuell in Deutschland vorherrschende Variante JN.1 angepassten Impfstoffs. „Ob wir im Laufe des Winters einen weiteren Impfstoff benötigen, der an eine in den USA verbreitete Variante angepasst werden muss, ist noch offen.“ Auch dann sei Deutschland vorbereitet. Zudem gebe es auch in diesem Winter wieder Protein-Impfstoffe für Menschen, die keinen mRNA-Impfstoff nehmen wollten.


Foto: Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FDP will sich beim Haushalt nicht drängeln lassen

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FDP-Logo (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionschef Christian Dürr sieht bei den Regierungsberatungen zum Haushalt keinen Grund zur Eile. „Der Bundestag berät zum ersten Mal am 10. September über den Bundeshaushalt. Das zeigt, dass wir noch etwas Zeit haben“, sagte Dürr dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). „Je zeitnäher es die Einigung gibt, umso besser ist das natürlich.“

Dürr zeigte sich optimistisch über die Kompromissfähigkeit der Ampelkoalition: „99 Prozent des Haushalts stehen. Jetzt muss noch die letzte Lücke geschlossen werden. Die Dimension zeigt, dass die Aufgabe machbar ist.“ Er sagte weiter: „Ich bin zuversichtlich, dass es eine Einigung geben wird. Aber dabei geht es nicht um einzelne Tage oder Stunden – das Ergebnis muss stimmen. Der Haushalt muss solide sein und verfassungsgemäß.“

Unterdessen kommt weitere Kritik aus der Union: „Ich finde das alles richtig lächerlich, das ist einfach nur peinlich“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann am Mittwoch dem Sender „Welt TV“. „Und natürlich freue ich mich auch mal als Oppositionspolitiker, wenn die sich mal streiten und wir mit einem besseren Vorschlag kommen. Aber ich komme ja gar nicht mehr hinterher.“ Am Tag haue ein Minister einen raus – und nachmittags sage der andere Minister der gleichen Bundesregierung: „Das geht so nicht.“ Die Summe, um die es gehe, sei nicht besonders groß, das Problem eigentlich leicht lösbar. „Das ist lächerlich, diese ganze Debatte. Die sollen sich mal zusammenreißen und Politik für dieses Land machen. Und bei so vielen Steuereinnahmen wird man die 5 Milliarden ja wohl irgendwo herbekommen.“ Er habe das Gefühl, dass die FDP sich schon für die Zeit nach der Ampel in Stellung bringen wolle, so Linnemann – vielleicht sogar vorzeitig.

Im Bundesetat 2025 besteht nach Angaben des Finanzministeriums noch eine Lücke von fünf Milliarden Euro. Über deren Schließung beraten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). SPD-Chefin Saskia Esken hatte für die Einigung eine Frist für diese Woche gesetzt.


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US-Börsen im Plus – Dow wieder über 40.000 Punkten

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Mittwoch erneut zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 40.008 Punkten berechnet, 0,6 Prozent höher als am Dienstag und das erste Mal seit dem drastischen Kursverlust am Monatsanfang über 40.000 Zählern.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 5.455 Punkten 0,4 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 am Ende mit 19.023 Punkten 0,1 Prozent im Plus, nachdem es bei den Tech-Werten bereits am Vortag überdurchschnittliche Gewinne gegeben hatte.

Für gute Stimmung hatte die wie erwartet gesunkene US-Inflationsrate gesorgt. Investoren hoffen, dass nun einer Zinssenkung im September nichts mehr im Wege steht – und damit wieder zusätzliches Geld in die Märkte kommt.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1012 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9081 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 2.447 US-Dollar gezahlt (-0,7 Prozent). Das entspricht einem Preis von 71,44 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 79,89 US-Dollar, das waren 80 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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