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Kretschmer sieht "allen Grund zum Feiern"

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Michael Kretschmer am 01.09.2024, via dts NachrichtenagenturDresden (dts Nachrichtenagentur) – Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich erleichtert darüber gezeigt, dass seine Partei bei der Landtagswahl den ersten Hochrechnungen zufolge knapp vor der AfD gelandet ist.

„Wir haben allen Grund zum Feiern“, sagte Kretschmer am Wahlabend in Dresden. „Hinter uns liegen fünf harte Jahre. Die Leute haben uns hier in Sachsen vertraut.“ Die Regierungsbildung sollte sich etwas leichter als in Thüringen gestalten. Möglich sind wohl eine Koalition mit BSW und SPD oder unter Umständen auch eine Fortsetzung der Koalition mit SPD und Grünen.

Laut den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF kommt die CDU in Sachsen im Mittel auf 31,8 Prozent. Dicht dahinter folgt die AfD mit 30,8 Prozent. Drittstärkste Kraft wird aus dem Stand das BSW mit 11,8 Prozent. Die SPD kommt im Mittel auf 8,1 Prozent und die Grünen erreichen 5,3 Prozent. Die Linke fliegt mit 4,3 Prozent wohl aus dem Landtag – die Grundmandatsklausel, die in Sachsen bei zwei Direktmandaten liegt, könnte sie aber noch retten.


Foto: Michael Kretschmer am 01.09.2024, via dts Nachrichtenagentur

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CDU in Dresden und Erfurt auf Regierungskurs – Schlappe für Ampel

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Wahlabend von CDU Sachsen am 01.09.2024, via dts NachrichtenagenturDresden/Erfurt (dts Nachrichtenagentur) – Nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen kann die CDU wohl trotz eines starken Abschneidens der AfD auf die Führung der nächsten Landesregierung hoffen. Laut 18-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF kommt die CDU in Sachsen im Mittel auf rund 32 Prozent, in Thüringen erreicht sie 24,5 Prozent.

Damit hat der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) gute Aussichten, auch die nächste Landesregierung anzuführen. In welcher Konstellation das erfolgen könnte, ist aber noch völlig noch offen. Eine Koalition mit der AfD, die in Sachsen den Prognosen zufolge mit 31 Prozent auf den zweiten Rang kommt, wurde im Vorfeld von den anderen Parteien ausgeschlossen. Möglich wäre eventuell eine Regierung unter Beteiligung des BSW, welches aus dem Stand rund 12 Prozent erreicht. Auch die bisherige Koalition mit SPD (8 Prozent) und Grünen (5 Prozent) könnte möglicherweise fortgesetzt werden.

Allerdings geht die im Bund regierende Ampelkoalition geschwächt aus den Wahlen. Denn die FDP schafft es in beiden Ländern mit extrem schwachen Ergebnissen nicht ins Parlament, die Grünen fliegen mit rund 4 Prozent aus dem Erfurter Landtag. Die SPD kommt in Thüringen mit rund 7 Prozent ebenfalls nur auf ein einstelliges Ergebnis.

Dagegen wird die AfD in Thüringen mit rund 32 Prozent klar stärkste Kraft. Erst mit einigem Abstand dahinter folgen die CDU, das BSW mit 15 Prozent und die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow mit nur noch 12 Prozent. Da auch in Erfurt Bündnisse mit der AfD von den anderen Parteien ausgeschlossen wurden, hat CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt Aussichten auf das Amt des Regierungschefs. Die Regierungsbildung dürfte sich aber schwierig gestalten, möglich wäre ein Bündnis aus CDU, BSW und SPD.

Die Prognose für die ARD wurde von Infratest erstellt, die für das ZDF von der Forschungsgruppe Wahlen.


Foto: Wahlabend von CDU Sachsen am 01.09.2024, via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Darmstadt-Trainer Lieberknecht tritt zurück

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Torsten Lieberknecht (Archiv), via dts NachrichtenagenturDarmstadt (dts Nachrichtenagentur) – Torsten Lieberknecht ist nicht mehr Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98. Nach „interner Analyse und mehreren intensiven Gesprächen aller Beteiligten“ habe der 51-Jährige darum gebeten, die Zusammenarbeit „zum Wohle des Vereins zu beenden“, teilte der Klub am Sonntag mit. Dieser Bitte sei man nachgekommen.

Für den Erfolg des SV 98 sei es wichtig, „die hundertprozentige Energie und Überzeugung für den sportlichen Turnaround zu spüren“, sagte Sportdirektor Paul Fernie. „Es spricht für Torsten, dass wir dies gemeinsam mit ihm sachlich diskutieren konnten und dabei zu diesem Ergebnis gekommen sind.“

„Bis auf Weiteres“ soll das bestehende Trainerteam um Darius Scholtysik und Ovid Hajou die Einheiten leiten. Über die Cheftrainer-Nachfolge werde man „zu gegebener Zeit“ informieren, so der Verein weiter.

Der Bundesliga-Absteiger hatte einen katastrophalen Start in die neue Saison hingelegt. Nach vier Spielen stehen die Lilien mit nur einem Punkt auf dem vorletzten Platz. Zuletzt verloren sie am Samstag mit 0:4 in Elversberg.


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2. Bundesliga: Köln gewinnt auf Schalke

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Leart Paqarada (1. FC Köln) (Archiv), via dts NachrichtenagenturGelsenkirchen (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss des vierten Spieltags der 2. Bundesliga hat der 1. FC Köln 3:1 beim FC Schalke 04 gewonnen.

Die Partie begann mit einigen guten Offensivaktionen auf beiden Seiten, letztendlich konnten die Gäste in der 25. Minute durch einen Treffer von Damion Downs in Führung gehen. Im Anschluss machten sie weiter Druck und belohnten sich auch noch vor der Pause, als Linton Maina einen Konter veredelte.

Direkt nach dem Seitenwechsel zappelte der Ball erneut im Tor der Knappen – diesmal war Tim Lemperle für den Treffer verantwortlich. Die Partie schien zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden zu sein. Die Schalker konnten sich zwar in der 66. Minute durch einen von Kenan Karaman verwandelten Elfmeter auch selbst in die Torschützenliste eintragen – für eine Aufholjagd reichte es trotz einiger guter Gelegenheiten aber nicht mehr.

Durch den Sieg rückt Köln auf den sechsten Platz vor, Schalke steht mit vier Zählern auf dem Konto auf Rang zwölf. Für die Kölner geht es nach der Länderspielpause am 14. September gegen den 1. FC Magdeburg weiter, die Schalker sind am Tag zuvor beim Karlsruher SC gefordert.

Die Ergebnisse der Parallelbegegnungen vom Sonntagmittag: SC Paderborn 07 – SSV Ulm 1846 0:0, Eintracht Braunschweig – Karlsruher SC 1:2.


Foto: Leart Paqarada (1. FC Köln) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Söders Asyl-Vorstoß stößt in SPD auf scharfe Kritik

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Markus Söder (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD übt scharfe Kritik an dem Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder, das Asylrecht ändern zu wollen.

„Der Versuch von Markus Söder, die AfD rechts zu überholen, ist sicher nicht zielführend und der gemeinsamen Verantwortung nicht angemessen“, sagte SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Dieses Land zeichnet sich in schwierigen Zeiten dadurch aus, dass die Regierung und die Opposition Parteigrenzen überwinden können.“ Er begrüße ausdrücklich, dass beide Seiten die Probleme nun gemeinsam lösen wollten.

Bei den Gesprächen mit den Ländern und der Union am kommenden Dienstag werde auch das von der Ampel vorgelegte Sicherheitspaket eines der Themen sein. „Ich würde mir wünschen, dass dieses Paket im Bundestag am Ende von einer breiten Mehrheit unterstützt wird“, sagte Wiese.


Foto: Markus Söder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wahlbeteiligung bis 12 Uhr in Sachsen niedriger als in Thüringen

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Wahllokal zur Landtagswahl in Sachsen am 01.09.2024, via dts NachrichtenagenturDresden/Erfurt (dts Nachrichtenagentur) – Bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland ist die Wahlbeteiligung in Wahllokalen bis 12 Uhr in Sachsen niedriger als in Thüringen ausgefallen. Das geht aus Mitteilungen der Landeswahlleiter in beiden Ländern hervor.

Demnach lag die Urnen-Wahlbeteiligung in Sachsen bis 12 Uhr bei 25,8 Prozent und in Thüringen bei 32,0 Prozent. Bei den Landtagswahlen 2019 waren es zum gleichen Zeitpunkt in Sachsen 26,2 Prozent und in Thüringen 31,2 Prozent. Die Briefwähler sind bei diesem Ermittlungsergebnis jeweils nicht enthalten.

In Sachsen geht Landeswahlleiter Martin Richter davon aus, dass mehr Menschen von ihrem Wahlrecht per Briefwahl Gebrauch machen werden. Insgesamt hatten vor fünf Jahren 16,9 Prozent der Wahlberechtigten sich für die Briefwahl entschieden, der Anteil könnte in diesem Jahr auf 24,6 Prozent steigen.

In Thüringen wurden zunächst keine Zahlen zur Briefwahl genannt. Landeswahlleiter Holger Poppenhäger hatte aber vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass vier Tage vor der Wahl rund 358.000 Wähler Briefwahlunterlagen angefordert hatten. Dies entspricht einem Anteil von 21,7 Prozent der Thüringer Wahlberechtigten.


Foto: Wahllokal zur Landtagswahl in Sachsen am 01.09.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Russland wieder zweitgrößter Gaslieferant der EU

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Gasleitung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Russland ist im zweiten Quartal 2024 nach Norwegen der zweitgrößte Gaslieferant der Europäischen Union gewesen. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf aktuelle Daten einer Brüsseler Beratungsfirma. Die USA wurden demnach auf Platz 3 verdrängt.

Den Daten zufolge schickten die Vereinigten Staaten im zweiten Quartal dieses Jahres 12,27 Milliarden Kubikmeter verflüssigtes Erdgas (LNG) per Tanker an Abnehmer in der EU. Russland lieferte mit rund 12,73 Milliarden Kubikmeter etwas mehr.

Moskau nutzte dabei drei Lieferwege: Neben Tankerladungen mit verflüssigtem Erdgas kamen über den weiterhin funktionierenden Ukraine-Transit 4,1 Milliarden Kubikmeter in die Europäische Union. Zugenommen haben auch die Lieferungen über die von Gazprom finanzierte Schwarzmeer-Pipeline „Turkstream“, die im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum in etwa ein Drittel mehr transportierte. Erdgas-Importe aus Russland sind von der Europäischen Union wegen der hohen Abhängigkeit einzelner Mitgliedsstaaten nicht sanktioniert.

„Dass die EU sehenden Auges zulässt, dass Russland wieder Großexporteur von Gas nach Europa wird, ist ein Skandal“, sagte CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen der „Welt“: „Die Europäer unterstützen die Ukraine mit Milliarden und zahlen gleichzeitig Milliarden in die Kriegskasse Putins – das ist weder verantwortlich, noch rational, noch glaubwürdig.“

Röttgen sprach sich für ein EU-weites Importverbot von russischem Erdgas aus. „Die EU hätte schon lange an einer Substitutionsstrategie arbeiten können“, sagte Röttgen: „Die Einnahmequellen trocken zu legen, die Putin für die Kriegsführung braucht, ist ein wichtiger Schritt, um den Krieg zu beenden. Leider erweist sich die Ampel-Regierung auch an dieser Stelle bisher als Totalausfall.“

Der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kruse, sieht die EU-Kommissionspräsidentin in der Pflicht: „Ursula von der Leyen muss zur Reduktion von russischem Gasimport eine wirksame europäische Strategie liefern.“ Sein Vorschlag: „Um Putin und seine Kriegswut zu bekämpfen, könnte die EU auch auf jeden Kubikmeter importiertes Russengas einen festen Betrag für Hilfs- und Waffenlieferungen an die Ukraine leisten. So würde Putin den Widerstand gegen seine barbarischen Angriffe selbst bezahlen.“


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Karriere steht für Mehrheit der Fachkräfte nicht im Mittelpunkt

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Geschäftsfrauen mit Smartphone (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Die eigene Karriere steht für die Mehrheit der deutschen Fachkräfte nicht im Mittelpunkt. Das geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Portals „Meine Stadt“ unter 3.000 Fachkräften mit Berufsausbildung hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.

44,8 Prozent geben demnach an, die Aussage „Karriere ist ein wichtiges Lebensziel für mich“ treffe für sie „eher nicht“ zu, 15,3 Prozent stimmen „gar nicht“ zu. Einen geringfügigen Unterschied macht dabei das Geschlecht: 42,1 Prozent der Männer sehen Karriere als Lebensziel, jedoch nur 37,7 Prozent der Frauen. Besonders groß ist die Lust auf Karriere in jungen Altersgruppen. Unter 18- bis 24-Jährigen streben sie rund zwei Drittel an, im Alter von 25 bis 34 Jahren knapp über 50 Prozent. Ab Mitte 30 liegen die Werte dann darunter.

Aufschlussreich ist, was die Befragten mit dem Begriff „Karriere“ verbinden: 68,1 Prozent nannten „mehr Geld“, 52 Prozent „Führungsverantwortung“, an dritter Stelle folgt mit 47,6 Prozent „mehr Stress“. Dagegen wurden „mehr Gestaltungsmöglichkeiten“ (23,0 Prozent) und „Status“ (24,6 Prozent), der sich etwa in Dienstwagen ausdrückt, vergleichsweise wenig genannt.


Foto: Geschäftsfrauen mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FDP nennt Leihmutterschaft "gesellschaftliche Realität"

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Zwei Frauen mit Kinderwagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP pocht auf klare Bedingungen, um die sogenannte altruistische Leihmutterschaft in Deutschland zu erlauben. „Ich finde, dass wir bei der Frage nach der Legalisierung der altruistischen Leihmutterschaft nicht immer nur über das Ob, sondern lieber einmal über das Wie diskutieren sollten“, sagte die liberale Bundestagsabgeordnete Katrin Helling-Plahr dem „Spiegel“.

„Der Gesetzgeber darf nicht die Augen davor verschließen, dass Leihmutterschaft bereits gesellschaftliche Realität ist.“ Die FDP-Politikerin wies auf ein weiteres Problem hin: „Bislang drängen wir Betroffene – sofern sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen – in das Ausland.“ Sie wolle das ändern, sagte Helling-Plahr, auch zum Schutz der Frauen, die in anderen Ländern auf diese Modelle angewiesen seien. An Orten, wo gerade die Nachsorge nach der Entbindung oft nicht mit deutschen medizinischen Standards zu vergleichen sei.

Als ersten Schritt plant die FDP gemeinsam mit Bundestagsabgeordneten anderer Fraktionen, zunächst über nun einen Gruppenantrag abstimmen zu lassen, die Eizellspende zu legalisieren. Helling-Plahr hat zu einem ersten Treffen eingeladen. „Das Verbot der Eizellspende ist aus heutiger Sicht unbegründet, denn es basiert auf längst widerlegten Argumenten“, sagte sie dem „Spiegel“.


Foto: Zwei Frauen mit Kinderwagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Israels Armee findet sechs weitere Geiseln tot im Gazastreifen

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Erinnerung an von der Hamas entführte Geiseln im Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturGaza-Stadt (dts Nachrichtenagentur) – Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Gazastreifen sechs weitere Geiseln tot aufgefunden.

Die vier Männer und zwei Frauen seien wahrscheinlich erst getötet worden, nachdem man letzte Woche einen 52-Jährigen lebend aus dem Gazastreifen gerettet hatte, teilte die Armee am Sonntag mit.

Die sechs Körper seien aus einem Tunnel bei Rafah geborgen worden, nur etwa einen Kilometer entfernt von der Rettungsaktion letzte Woche.

Die Zahl der verbleibenden Geiseln im Gazastreifen ist damit von ursprünglich etwa 250 auf nunmehr wahrscheinlich 102 gesunken. Es ist unklar, wie viele davon noch am Leben sind.

Die Hamas hatte die Geiseln am 7. Oktober aus Israel verschleppt und gleichzeitig auch über eintausend Menschen ermordet. Seitdem tobt ein andauernder Vergeltungsschlag Israels mit vermutlich mehreren zehntausend Toten im Gazastreifen.


Foto: Erinnerung an von der Hamas entführte Geiseln im Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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