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Dax hält sich am Mittag deutlich im Plus – Unsicherheit bleibt

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag deutlich im grünen Bereich gehalten. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 18.550 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Siemens Energy und die Commerzbank, am Ende Covestro, Qiagen und Eon.

„Die Börsenbullen haben kurz vor dem Zinsentscheid der EZB wieder das Zepter übernommen und setzen die guten Handelsvorgaben aus dem US-Handel in Kursgewinne bei den Dax-40-Werten um“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Die Marktteilnehmer übten aber grundsätzlich eher Zurückhaltung aus. „Viel wichtiger wird heute werden, was die Notenbanken als begleitende Worte mit auf den Weg senden werden“, so Lipkow. „Bereits bei den letzten EZB-Sitzungen kam es zu der einen oder anderen Überraschung, die vorher nicht antizipiert worden war.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1017 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,9077 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 71,84 US-Dollar; das waren 1,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Probealarm zum bundesweiten "Warntag" ausgelöst

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Bundesweiter Warntag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat am Donnerstagvormittag kurz vor 11 Uhr einen bundesweiten Probealarm ausgelöst. Wie im vergangenen Jahr schien der Versand an die angeschlossenen Empfänger geklappt zu haben.

Hörfunk- und Fernsehsender sollen nach dem Willen der Behörde ihr Programm unterbrechen und einen bestimmten Text vortragen oder einblenden. Auch über das sogenannte „Cell Broadcast“ sollen alle Nutzer dazu fähiger Handys in Deutschland einen Warnhinweis bekommen. Zudem sollen in den Städten Sirenen heulen – dort wo es welche gibt.

Der Versuch fand allerdings erneut weit entfernt von realistischen Bedingungen statt: So ist der Text der Warnmeldung schon im Vorfeld bekannt, was beim ersten Warntag vor drei Jahren dazu führte, dass zahlreiche Medienanbieter eine Warnmeldung verbreiteten, die sie nie bekommen hatten. Damals war das System durch die gleichzeitige Auslösung zahlreicher kommunaler Warnungen überlastet worden. Im vergangenen Jahr wurde dies am Warntag gesperrt, auch diesmal sollte so verhindert werden, dass die Kommunen das System mit Probealarmmeldungen fluten.

Nach den Vorstellungen des Bundesamtes soll der bundesweite Warntag jährlich am zweiten Donnerstag im September stattfinden.


Foto: Bundesweiter Warntag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Linke fordert Autogipfel beim Kanzler

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Bundeskanzleramt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Krise von Volkswagen fordert die Linke einen Autogipfel bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). „Der Bundeskanzler muss sofort handeln und alle Beteiligten zu einem Sondergipfel zur Zukunft der Autoindustrie einladen“, sagte Parteichefin Janine Wissler der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe).

Dabei müsse mit den Beschäftigten, Gewerkschaften und Umweltverbänden ein verbindlicher Zukunftsplan für die Industrie entwickelt werden, ergänzte Wissler. Die Konzerne müssten verpflichtet werden, „diesen Umbau in die Wege zu leiten – und im Interesse des Allgemeinwohls zu realisieren.“ In den vergangenen Jahren hätten vor allem die Manager viele Fehler gemacht. „Es ist ungerecht, wenn nun die Beschäftigten diese Fehler ausbaden müssen, während den Aktionären Milliarden an Dividenden ausgeschüttet werden“, erklärte Wissler.

Für den Umbau der Autoindustrie brauche es unter anderem eine Job- und Weiterbildungsgarantie. Auch gelte es, zukunftsfähige Industriearbeitsplätze zu schaffen, etwa durch eine „Förderung der Produktion von kleinen, bezahlbaren E-Autos, modernen Zügen und Bussen – nicht nur Luxuskarren“, sagte Wissler.


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Evangelischer Militärbischof bereitet sich auf Verteidigungsfall vor

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Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Evangelische Kirche und ihre Militärseelsorge bereiten sich auf den Verteidigungsfall vor.

Die Kirche sei dabei, „eine Art geistlichen Operationsplan Deutschland“ aufzustellen, sagte der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg dem „Tagesspiegel“. „Das heißt, wir wollen mit der Militärseelsorge, mit der Notfallseelsorge, mit den ökumenischen Partnern und den Gemeinden ein Konzept erarbeiten, wie wir im Notfall agieren können.“

„Bei Corona haben wir gemerkt, dass wir als Kirche zunächst hilflos waren“, begründete er den Plan. „Die Diakonie war teilweise darauf angewiesen, dass Bundeswehrsoldaten in ihren Einrichtungen unterstützen: So etwas darf und soll uns nicht noch einmal passieren.“ Aus Sicht der Kirche wäre es „fahrlässig, wenn wir in einem hoffentlich niemals eintretenden Verteidigungsfall nicht handlungsfähig wären.“ Man müsse wissen, wer dann welche Aufgaben übernehmen müsse. „Und deshalb ist es gut, so ein Konzept in der Schublade zu haben, auch wenn wir hoffen, dass es nie zu diesem Verteidigungsfall kommt.“

Dem Auftrag für einen solchen Plan habe jede einzelne Landeskirche zugestimmt. „Ich erlebe nicht, dass die einen für und die anderen gegen den Frieden wären – auch die Bundeswehrangehörigen und wir Militärgeistlichen sind Freunde des Friedens“, sagte Felmberg.


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Großhandelspreise im August gesunken

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Container (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im August 2024 um 1,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat gewesen. Im Juli 2024 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -0,1 Prozent gelegen, im Juni 2024 bei -0,6 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Gegenüber dem Vormonat fielen die Großhandelspreise im August um 0,8 Prozent.

Hauptursächlich für den Rückgang der Großhandelspreise insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat war im August der Preisrückgang im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen (-7,7 Prozent). Gegenüber Juli fielen diese Preise um 3,1 Prozent. Ebenfalls günstiger im Vorjahresvergleich waren insbesondere die Preise im Großhandel mit lebenden Tieren (-8,3 Prozent), mit Eisen, Stahl und Halbzeug daraus (-6,5 Prozent) sowie mit chemischen Erzeugnissen (-5,8 Prozent).

Höher als im August 2023 waren dagegen die Preise im Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen (+19,6 Prozent) sowie mit Nicht-Eisen-Erzen, Nicht-Eisen-Metallen und Halbzeug daraus (+14,7 Prozent). Auch für Altmaterial und Reststoffe (+14,4 Prozent), Zucker, Süßwaren und Backwaren (+9,3 Prozent), sowie für Tabakwaren (+5,2 Prozent) musste im August 2024 auf Großhandelsebene mehr bezahlt werden als vor einem Jahr.


Foto: Container (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union fordert in VW-Krise Begrenzung der Lasten für Beschäftigte

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Wolfsburg Hbf mit VW-Werk im Hintergrund (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union hat das VW-Management aufgefordert, eigene Fehler nicht auf dem Rücken der Beschäftigten abzuladen. „Es muss nun schnell zu einer gemeinsamen Lösung von VW, Betriebsrat und Gewerkschaft kommen“, sagte der sozial- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Stracke (CSU), der „Rheinischen Post“.

„Wichtig ist, dass die von den Beschäftigten zu tragenden Lasten so weit wie möglich begrenzt werden. Die Arbeitnehmer dürfen nicht den Preis zahlen für eine falsche Unternehmensstrategie“, sagte Stracke. „Und für die von der Ampel zu verantwortenden völlig unzureichenden politischen Rahmenbedingungen. Es war verkehrt von der Bundesregierung, die Menschen massiv in die Nutzung der E-Mobilität zu drängen und dabei andere Technologien zu verteufeln“, so Stracke.


Foto: Wolfsburg Hbf mit VW-Werk im Hintergrund (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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FDP fordert Merz zur Rückkehr an Verhandlungstisch auf

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Friedrich Merz am 11.09.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP appelliert an den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, sich weiteren Debatten über schärfere Asylgesetze nicht zu verweigern und mit der Ampelkoalition eine gemeinsame Lösung zu finden.

„Wir stehen bei Migration der Union nahe“, sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai der „Bild“ (Donnerstagausgabe). „Wir sind auch nach wie vor bereit, ihre Vorschläge gemeinsam umzusetzen.“ Es gelte jetzt, keine Zeit mehr zu verlieren. „Die Union und ihr Vorsitzender Friedrich Merz müssen an den Verhandlungstisch zurückkehren.“

Die Union hatte das Migrationstreffen am Dienstag platzen lassen und dies mit einer Verweigerungshaltung der Ampelkoalition begründet.


Foto: Friedrich Merz am 11.09.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Früherer Präsident von Peru Fujimori gestorben

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Alberto Fujimori (Archiv), via dts NachrichtenagenturLima (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige peruanische Präsident Alberto Fujimori ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Das teilte seine Tochter am Mittwochabend (Ortszeit) mit.

„Nach einem langen Kampf gegen den Krebs ist unser Vater Alberto Fujimori gerade aufgebrochen, um dem Herrn zu begegnen“, schrieb Keiko Fujimori auf Twitter/X.

Fujimori, Sohn japanischer Einwanderer, hatte Peru von 1990 bis 2000 regiert und dabei mit einer „Schocktherapie“ aus einer schweren Wirtschaftskrise hinausgeführt. Dabei wandte er einen Mix aus Privatisierung und Kürzung von Staatsausgaben an, ähnlich der Strategie, die gerade in Argentinien angewandt wird, allerdings ohne jede Mehrheit im Parlament und dafür mit Unterstützung des Militärs.

Am Ende stand zwar ein kräftiges Wirtschaftswachstum, gleichzeitig sah sich Fujimori aber auch Vorwürfen von Menschenrechtsverletzungen und Korruption ausgesetzt. Später wurde er dafür verurteilt und saß in Peru jahrelang im Gefängnis.


Foto: Alberto Fujimori (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gemeindebund fordert "Investitionsoffensive Infrastruktur"

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Einsturz der Carolabrücke am 11.09.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Einsturz der Carolabrücke in Dresden fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund von Bund und Ländern eine Investitionsoffensive für Infrastruktur. „Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden macht auf erschreckende Weise deutlich, dass Deutschland von der Substanz lebt“, sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).

Dies treffe insbesondere die Kommunen. „Statistisch gemittelt verzeichnen die Kommunen jeden Tag einen Wertverlust in Höhe von rund 13 Millionen Euro bei ihren Infrastrukturen“, führte Berghegger aus. Das KfW-Kommunalpanel beziffere den kommunalen Investitionsrückstand auf rund 186 Milliarden Euro. Im Hinblick speziell auf Brücken verweist der Kommunalvertreter auf eine Studie von 2023, nach der die Hälfte der rund 60.000 Brücken in kommunaler Hand in keinem guten Zustand sei.

Aus eigener Kraft können die Städte und Gemeinden eine Sanierung nach Bergheggers Einschätzung kaum tragen. Im vergangenen Jahr habe das Finanzierungsdefizit bei den Kommunen bei 6,2 Milliarden Euro gelegen, für das laufende Jahr müssten sie mit einem Minus von mehr als 13 Milliarden Euro rechnen, erklärte er. „Notwendig ist daher eine ‚Investitionsoffensive Infrastruktur`, um den Verfall zu stoppen und den Sanierungsstau abzubauen“, sagte Berghegger den Funke-Zeitungen.

„Mit Blick auf die Haushaltsverhandlungen erwarten wir daher von Bund und Ländern, Investitionen einen Vorrang vor konsumtiven Ausgaben einzuräumen.“ Es gelte jetzt, intelligente Entscheidungen zu treffen, um den Standort Deutschland zu stärken.


Foto: Einsturz der Carolabrücke am 11.09.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Chemische Industrie alarmiert über Standortbedingungen

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Verladebahnhof (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) warnt in einem Brief an die Abgeordneten des Bundestags sowie an die Partei- und Fraktionsvorsitzenden vor einem weiteren Abschwung.

Zwar sei das Vertrauen der chemisch-pharmazeutischen Industrie in das Potenzial des Landes groß, heißt es in dem Schreiben von VCI-Präsident Markus Steilemann, über das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) berichten. „Dennoch schwindet die Zuversicht, dass das „Geschäftsmodell Deutschland“ dem globalen Wettbewerb dauerhaft standhalten kann.“

Es brauche eine „Kernsanierung des Wirtschaftsstandorts“, schreibt Steilemann. Deutschland befinde sich in „Herbststimmung“ – die Wirtschaft stagniere, in der Politik herrsche Streit, in der Gesellschaft Unzufriedenheit. Gerade die mittelständischen Unternehmen würden immer stärker unter „den hohen Energiekosten, unnötiger Bürokratie, zu langsamen Genehmigungsverfahren und einer in vielen Bereichen nur noch mittelmäßigen Infrastruktur“ leiden. „Höchste Zeit, um grundlegend etwas zu ändern und das Land wieder nach vorne zu bringen“, so Steilemann weiter.

Man wolle einen innovativen, nachhaltigen Standort mit einer starken Industrie und hochwertigen Arbeitsplätzen sowie eine weltoffene und tolerante Nation. Um dies zu erreichen, brauche es ein konkurrenzfähiges Energiesystem, Turbo für Innovationen, Genehmigungen und Bürokratieabbau sowie weniger kleinteilige Regulierung und einen Steuerbooster für Unternehmen, fordert der VCI-Präsident.

„Angesichts des zunehmenden Konkurrenzdrucks – insbesondere aus den USA und China – können wir uns Mittelmaß nicht länger leisten“, warnt Steilemann. Den Brief hat der VCI nach eigenen Angaben mit Ausnahme der AfD an alle Bundestagsabgeordnete, Partei- und Fraktionschefs sowie Generalsekretäre verschickt.


Foto: Verladebahnhof (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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