Start Blog Seite 1041

2. Bundesliga: Schalke 04 und Hertha BSC teilen Punkte

0

Jonjoe Kenny (Hertha BSC) (Archiv), via dts NachrichtenagenturGelsenkirchen (dts Nachrichtenagentur) – Am achten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der FC Schalke 04 daheim gegen Hertha BSC mit 2:2 unentschieden gespielt.

Die Alte Dame erwischte in der neunten Minute den Traumstart: Cuisance wurde von Kenny auf die Reise geschickt und bezwang Heekeren mit einem Schuss aufs kurze Eck, bei dem der Keeper nicht gut aussah.

In der 19. Minute legte der Torschütze für Sessa auf, der aus dem Rückraum aber am Torwart scheiterte. Stattdessen gelang Königsblau der Ausgleich in der 24. Minute: Am Ende einer schönen Kombination spielte Karaman einen Doppelpass mit Younes und jagte das Leder mit einem schönen Schlenzer in den Knick.

In der 33. Minute war das Spiel auch schon gedreht, nachdem Murkins scharfe Hereingabe bei Mohr landete und der die Kugel wuchtig in die Maschen drosch. Zur Pause führten die Knappen damit nicht unverdient, auch wenn Hertha durchaus seine eigenen Möglichkeiten hatte.

In Hälfte zwei bemühte sich die Fiel-Elf auch nochmal mehr, gefährliche Aktionen herauszuspielen. Die Hausherren gerieten immer stärker unter Druck und gaben diesem in Minute 72 nach: Schallenberg traf Klemens strafwürdig im Sechzehner und der eben eingewechselte Prevljak versenkte den fälligen Elfmeter zum Ausgleich.

Die Partie gestaltete sich nun wieder deutlich ausgeglichener, beiden Teams wollte der Lucky Punch aber nicht mehr gelingen.

Damit rutscht Hertha in der Tabelle vorerst auf Rang neun ab, Schalke bleibt auf Platz 13 hängen.


Foto: Jonjoe Kenny (Hertha BSC) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

1. Bundesliga: Fleißiges St. Pauli zahlt gegen Mainz Lehrgeld

0

Jonathan Burkardt (Mainz 05) (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Am sechsten Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat der FC St. Pauli zuhause gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 0:3 verloren.

Der Aufsteiger hatte früh den ersten Gegentreffer zu verkraften, als Vasilj in der fünften Minute bei einem langen Ball überhastet aus dem Tor gelaufen kam und Burkardt mit dem Hinterkopf in den leeren Kasten treffen konnte.

Ein individueller Fehler leitete auch das zweite Gegentor der Hamburger ein: Einen vogelwilden Pass von Smith schnappte sich Amiri in der 16. Minute und leitete auf Sieb weiter, der allein vor Vasilj eiskalt blieb.

Die Kiezkicker ließen sich davon aber nicht verunsichern, sondern drängten Richtung Mainzer Tor: Eggesteins Versuch in der 24. Minute lenkte Zentner noch gerade so um den Pfosten. In der 32. Minute scheiterte wiederum Saliakas aus 15 Metern am Keeper. Zur Pause durften sich hocheffiziente Gäste also über eine komfortable Führung freuen.

In Hälfte zwei bot sich das gleiche Bild: St. Pauli betrieb den Aufwand, Mainz machte die Tore. In der 62. Minute bediente Amiri am Ende eines blitzsauberen Konters Burkardt und der Stürmer vollstreckte humorlos zum 3:0 für seine Farben.

Der dritte Gegentreffer zog den Norddeutschen endgültig den Stecker. In der 84. Minute köpfte Irvine nochmal knapp über den Kasten, mehr wollte der Blessin-Elf aber nicht gelingen.

Mit dem klaren Auswärtssieg klettert Mainz in der Tabelle vorerst auf Rang zehn, St. Pauli rutscht auf Platz 15 ab.


Foto: Jonathan Burkardt (Mainz 05) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Lottozahlen vom Samstag (05.10.2024)

0

Lotto-Spieler (Archiv), via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 5, 10, 12, 28, 40, 44 die Superzahl ist die 8. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 7718505. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 265627 gezogen. Der Jackpot bei „6 aus 49“ lag bei 9 Millionen Euro.

Diese Angaben sind ohne Gewähr. Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.


Foto: Lotto-Spieler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Röttgen rügt "Angstrhetorik" von Scholz bei Ukraine-Unterstützung

0

Norbert Röttgen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen macht Bundeskanzler Olaf Scholz dafür verantwortlich, dass in der Gesellschaft die Bereitschaft sinkt, die Ukraine auch weiterhin mit Waffen zu unterstützen. Schuld an der sinkenden Bereitschaft sei die „Angstrhetorik des Bundeskanzlers“, sagte er dem „Spiegel“.

„Ständig lehnt Olaf Scholz Maßnahmen zur Unterstützung als zu gefährlich ab, so, als wäre die Selbstverteidigung der Ukraine die Eskalation und nicht der Angriff Russlands.“ Sich die Einschüchterungsrhetorik des Kriegstreibers zu eigen zu machen und sie mit der Autorität des Kanzlers den Deutschen zu vermitteln, sei unverantwortlich, kritisierte Röttgen.

„Ein Kanzler darf nicht von Angst geprägt sein. Er darf sie nicht zum Motiv seines politischen Handelns machen.“ Der CDU-Politiker dämpfte auch die Erwartungen an einen schnellen Frieden zwischen Russland und der Ukraine. „Putin hat gerade erst wieder klargemacht, dass es aus seiner Sicht nichts zu besprechen gibt. Diplomatie hat erst dann wieder eine Chance, wenn Putin erkennt, dass er mit Krieg nichts erreichen kann. Der Westen tut zu wenig dafür, dass dieser Punkt erreicht wird“, sagte Röttgen.

„Es wird keine militärische Lösung geben. Die Lösung wird politisch sein. Aber sie hat eine militärische Voraussetzung: Die besteht nicht in der Rückeroberung sämtlicher ukrainischen Gebiete. Sie besteht vielmehr darin, dass die Ukraine militärisch die Oberhand gewinnt, bis Putin erkennt: Es gibt durch Krieg nichts mehr zu gewinnen. Dafür braucht die Ukraine unsere andauernde und wirksame Hilfe“, argumentierte der CDU-Außenexperte.


Foto: Norbert Röttgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

1. Bundesliga: Union Berlin lässt schwaches Dortmund auflaufen

0

Union Berlin - Borussia Dortmund am 05.10.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Am sechsten Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat Union Berlin an der Alten Försterei gegen Borussia Dortmund mit 2:1 gewonnen.

Die Borussia zeigte sich zwar von Beginn an offensiv bemüht, tat sich in der Umsetzung aber sehr schwer. Echte Torgefahr strahlte eher der Gastgeber aus: In der achten Minute schoss Ex-Borusse Rother aus 19 Metern knapp rechts vorbei.

In der 25. Minute gingen die Eisernen dann sogar in Führung: Schlotterbeck brachte im Strafraum Hollerbach zu Fall und Vogt versenkte den fälligen Elfmeter sicher oben rechts.

Erst in der 37. Minute wurde es mal wirklich gefährlich für das Rönnow-Tor, ein von Guirassy abgefälschter Schuss von Can verfehlte das Gehäuse aber knapp.

Stattdessen erhöhten die Hauptstädter in der 45. Minute, als Schlotterbeck eine Ecke nur an den Strafraumrand klären konnte und Vertessen per Aufsetzer ins linke Eck traf. Somit führte Union gegen eine erschreckend schwache Borussia verdient mit 2:0 zur Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Sahin-Elf zunächst blass, nutzte in der 62. Minute aber einen kurzen Aussetzer der Hausherren: Ex-Unioner Ryerson bekam aus 15 Metern zuviel Platz und schweißte das Leder ins rechte Eck.

Anschließend blieb das Offensivspiel des BVB aber zu wenig zwingend, die Köpenicker konnten fast alles resolut wegverteidigen. Die Svensson-Elf brachte die Führung über die Zeit und setzte sich gegen enttäuschende Schwarzgelbe durch.

Damit klettert Union Berlin zunächst auf Rang sechs in der Tabelle, Dortmund rutscht auf Platz sieben ab.

In den Parallelspielen der 1. Bundesliga gab es zudem die folgenden Ergebnisse: Leverkusen – Kiel 2:2, Bremen – Freiburg 0:1, Bochum – Wolfsburg 1:3.


Foto: Union Berlin – Borussia Dortmund am 05.10.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wirtschaftsministerium verteidigt Prämie für Langzeitarbeitlose

0

Wirtschaftsministerium (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine viel diskutierte geplante Prämie für Langzeitarbeitslose verteidigt und Details in der Ausgestaltung hervorgehoben. Konkret sei eine einmalige Anschubfinanzierung für erwerbsfähige Langzeitarbeitslose in Höhe von 1.000 Euro vorgesehen, falls diese eine sozialversicherungspflichtige und bedarfsdeckende Beschäftigung aufnehmen, hieß es in einer Mitteilung der Behörde von Robert Habeck (Grüne) am Samstagnachmittag.

Diese Anschubfinanzierung könne aber nur unter bestimmten Bedingungen erfolgen. So müsse dieses Arbeitsverhältnis mindestens ein Jahr andauern und es dürfe sich um kein gefördertes Arbeitsverhältnis handeln. Es müsse also um eine reguläre Beschäftigung gehen. Auf diese Weise soll die Aufnahme regulärer, dauerhafter Beschäftigungsverhältnisse gestärkt werden. Insbesondere soll ein Anreiz gesetzt werden, dass Langzeitarbeitslose zu einem größeren Anteil als heute eine existenzsichernde Beschäftigung suchen, hieß es.

Langzeitarbeitslose sollen damit die staatliche Grundsicherung tatsächlich überwinden und verlassen können. Der frühe Rückfall in das Sozialsystem soll verhindert werden. Zudem bilde die Prämie ein Gegengewicht zu den hohen Transferentzugsraten bei Aufnahme einer Beschäftigung aus dem Bürgergeld heraus. Beschäftigungen mit niedrigeren Einkommen würden durch hohe Abzüge beim Bürgergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld unattraktiv. Dieses Problem sei im Rahmen der geltenden Rechtsprechung nur schwer zu mindern. Die Prämie weise hier einen Ausweg.

Durch diese Maßnahme entstünden dem Staat und dem Bundeshaushalt relevante Kostenersparnisse aufgrund eingesparter Leistungen und zusätzlicher Steuer- und Beitragseinnahmen.

Zudem hob das Wirtschaftsministerium hervor, dass es sich um ein gemeinsames Vorhaben der Bundesregierung handele, die dieses im Rahmen der Wachstumsinitiative als eines von 120 Maßnahmen gemeinsam auf den Weg gebracht habe. Die Grundidee für den Vorschlag stamme von Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB Nürnberg). In den Verhandlungen sei die Idee von allen drei Koalitionspartnern begrüßt und ausgestaltet worden, teilte das Ministerium mit.


Foto: Wirtschaftsministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

2. Bundesliga: Köln lässt Ulm in Überzahl keine Chance

0

Denis Huseinbasic (1. FC Köln) (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Am achten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Köln daheim gegen den SSV Ulm 1846 mit 2:0 gewonnen.

Der Absteiger präsentierte sich von Beginn an überlegen und ging früh in Führung: In der achten Minute brachte Hübers eine Maina-Ecke mit der Hacke im Tor unter.

In der 30. Minute wurde es noch bitterer für Ulm, weil Brandt als letzter Mann Lemperle abräumte und Glattrot gezeigt bekam.

Das brach den ohnehin überschaubaren Ulmer Offensivbemühungen komplett das Genick. Die Gäste bekamen von den Domstädtern zwar auch nicht viel Druck, waren von einem Treffer aber weit entfernt. Zur Pause führte die Struber-Elf zwar nur knapp, aber ungefährdet.

In Hälfte zwei zeichnete sich das gleiche Bild ab. Und diesmal münzte der Favorit das auch in Tore um: Waldschmidt bekam in der 47. Minute aus 20 Metern zu viel Platz und schlenzte die Kugel wunderbar in den linken Knick.

In der Folge bekamen die Geißböcke Lust auf Offensive, ließen zahlreiche gute Möglichkeiten aber liegen. Angesichts der Harmlosigkeit der Spatzen erschien dies jedoch wenig relevant. Letztlich brachte der Effzeh das Ergebnis entspannt über die Zeit.

Damit klettert Köln in der Tabelle vorerst auf Rang sieben, Ulm rutscht auf Platz 13 ab.

In den Parallelspielen der 2. Bundesliga schlug Nünrberg Münster mit 3:2 und Elversberg setzte sich mit 1:0 gegen Kaiserslautern durch.


Foto: Denis Huseinbasic (1. FC Köln) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Nouripour für AfD-Verbotsverfahren beim Bundesverfassungsgericht

0

Bundesverfassungsgericht (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Grünen Co-Vorsitzende Omid Nouripour hält den Augenblick für gekommen, erneut über eine Verbotsverfahren gegen die AfD beim Bundesverfassungsgericht zu debattieren. „Zu Beginn der Debatte über ein mögliches Verbotsverfahren war ich höchst skeptisch, gerade vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit dem Verfassungsgerichtsurteil zum NPD-Verbot. Heute stelle ich allerdings fest: Alleine das, was an öffentlicher Beweislast gegen die AfD vorliegt, ist erdrückend groß“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Eine wehrhafte Demokratie könne ihre eigene Zersetzung durch Antidemokraten nicht folgenlos zuschauen. „Ich las kürzlich ein Buch über die Weimarer Republik und den Versuch des damaligen bayerischen Innenministers gegen die NSDAP vorzugehen. Er hat viel gegen die Nazis getan und scheiterte brutal – mit den bekannten verheerenden Folgen für die Welt und für Deutschland“, so der Grünen-Chef.

Nouripour warnte: „Im Thüringer Landtag konnte man doch letzte Woche sehen: Sobald die AfD auch nur ein bisschen Macht in den Händen hält, ist sie wild entschlossen, diese Macht gegen sämtliche demokratische Gepflogenheiten zu missbrauchen.“


Foto: Bundesverfassungsgericht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

RKI: Zahl der HIV-Neudiagnosen in Deutschland geringfügig gestiegen

0

Robert-Koch-Institut (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der gesicherten HIV-Neudiagnosen in Deutschland ist geringfügig gestiegen. Nach 3.279 Neudiagnosen im Jahr 2022 verzeichnete das Robert-Koch-Institut für 2023 insgesamt 3.321 Fälle, wie aus dem Epidemiologischen Bulltin der Behörde hervorgeht.

Für 74 Prozent der Fälle konnte ein Transmissionsweg identifiert werden. Knapp drei Viertel davon (74 Prozent) entfielen auf Männer, die Sex mit Männern haben (MSM). Damit setzt sich der langjährige Trend fallender HIV-Infektionen bei gleichgeschlechtlichem Sex weiter fort. Die Infektionen über einen heterosexuellen Übertragungsweg sind dagegen seit Beginn der Pandemie weitgehend gleichbleibend, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau: Auf sie entfallen 16 Prozent der registrierten Fälle. Bei rund zehn Prozent wird intravenöser Drogen-Konsum als wahrscheinlichster Infektionsweg angegeben.

Besonderes Augenmerk legt der RKI-Bericht auf die Herkunft der Menschen, bei denen eine Infektion mit dem HI-Virus neu diagnostiziert wurde, da es zwischen den verschiedenen Transmissionswegen zum Teil erhebliche Unterschiede bezüglich der Herkunft und hinsichtlich des Anteils der im Ausland erworbenen Infektionen gibt. Wie schon 2022 wurden die Herkunftsangabe Deutschland nur in einer Minderheit der Fälle angegeben. Mehrheitlich eine Infektion in Deutschland konnte nur bei MSM festgestellt werden.

Im Unterschied zu dem deutlichen Rückgang der HIV-Neudiagnosen mit Angabe einer in Deutschland erworbenen Infektion bei MSM deutscher Herkunft seit 2017 ist die Zahl der Neudiagnosen von vermutlich in Deutschland erworbenen Infektionen bei MSM nicht deutscher Herkunft laut RKI gleichbleibend. Das Institut vermutet, dass das vor allem mit der Verfügbarkeit von Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) zusammenhängen könnte, einem Medikament, das HIV-negative Menschen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko einnehmen können, um einer Ansteckung mit HIV vorzubeugen.


Foto: Robert-Koch-Institut (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Mehrzahl der Bundesländer gegen Pandemie-Amnestie

0

Hinweis auf Maskenpflicht (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ankündigung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), alle offenen Corona-Bußgeldverfahren im Freistaat einzustellen, stößt in den anderen Bundesländern auf ein geteiltes Echo. Das ergab eine Umfrage der „Welt am Sonntag“.

Kurzfristig will keines dem Beispiel Bayerns folgen, doch es gibt in mehreren Landesregierungen Überlegungen zu einer Amnestie. Die überwiegende Mehrheit der Länder lehnt diese jedoch ab.

In Berlin möchte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) dem Beispiel Bayern grundsätzlich folgen, allerdings könne der Senat über Verfahrenseinstellungen nicht im Alleingang entscheiden. „Die Bezirke sind für die Bußgeldverfahren zuständig. Aus persönlicher Sicht hat der Regierende Bürgermeister Sympathie dafür, dass die offenen Bußgeldverfahren nicht mehr geahndet werden“, sagte eine Sprecherin Wegners. „Dafür bräuchte es aber klare Kriterien, die zwingend juristisch nachvollziehbar sein müssten.“

Überlegungen zu einer Corona-Amnestie gibt es auch in Sachsen. „Wir sind zu dem Thema innerhalb der Staatsregierung im Gespräch“, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums, das von Petra Köpping (SPD) geleitet wird. „Wenn eine Maßnahme zur Versöhnung beitragen kann, dann werden wir alles prüfen, was in unseren Möglichkeiten steht.“

In Thüringen sind entsprechende Gespräche, die auf Initiative des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) geführt wurden, abgeschlossen. Staatskanzleichef Benjamin-Immanuel Hoff war dafür auf Vertreter der Kommunen zugegangen. Dabei wurden dem Vernehmen nach auch Einwände gegen eine Amnestie geäußert: Da letztlich ein Teil der Verstöße geahndet würde, ein anderer Teil aber nicht, könne ein Ungerechtigkeitsgefühl verstärkt werden. „Im Ergebnis entschied der Ministerpräsident, dieses Vorhaben nicht weiterzuverfolgen, sondern sich auf die Diskussion um eine gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen zu konzentrieren“, sagte Hoff der Zeitung.

In Baden-Württemberg lehnt das von Manfred Luchs (Grüne) geführte Gesundheitsministerium eine Amnestie ab. „Eine grundsätzliche Einstellung der offenen Verfahren käme zumindest aus Sicht unseres Hauses einer Ungleichbehandlung gegenüber all jenen gleich, die ihr Bußgeld bereits bezahlt haben und keinen Einspruch erhoben hatten“, sagte eine Sprecherin.

„In Niedersachsen wird keine Veranlassung gesehen, die noch anhängigen Buß- oder Strafverfahren einzustellen“, heißt es im Justizministerium von Ressortchefin Kathrin Wahlmann (SPD). Eine Einstellung noch offener Verfahren sei „ein schlechtes Zeichen für die Funktions- und Durchsetzungsfähigkeit unseres Rechtsstaates“, erklärte eine Sprecherin.


Foto: Hinweis auf Maskenpflicht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts