Sonntag, Januar 4, 2026
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Rente: Linke warnt vor drastischem Anstieg der Altersarmut

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linke warnt vor einem drastischen Anstieg der Altersarmut in Deutschland.

Hintergrund ist eine Anfrage der Linken im Bundestag zum rechnerischen Rentenniveau bei verschiedenen Bruttoverdiensten; über die Antwort der Bundesregierung berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben).

Laut Berechnung des Bundesarbeitsministeriums wäre bei einem konstanten Stundenlohn über 45 Jahre Vollzeit ein Bruttostundenlohn von 19,99 Euro nötig, um auf 1.381 Euro Rente zu kommen – der aktuellen Armutsrisikoschwelle für Alleinlebende. Für 1.200 Euro Rente läge der rechnerische Stundenlohn bei knapp 16 Euro, für 1.500 Euro bei mehr als 21 Euro pro Stunde. Bei 1.700 bzw. 2.000 Euro Rente ergäben sich Stundenlöhne von rund 25 bzw. knapp 29 Euro.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verdienten im April 2025 rund 18,9 Millionen abhängig Beschäftigte weniger als 20 Euro brutto pro Stunde. 11,4 Millionen verdienten unter 16 Euro pro Stunde, mehr als 22 Millionen unter 22 Euro.

„Wenn jede zweite gesetzliche Rente in Richtung Armutsrisiko rutscht, ist das kein Ausrutscher, sondern Systemversagen“, sagte Dietmar Bartsch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Eine gesetzliche Rente, bei der der Mindestlohn auch nach Erhöhungen fast zwangsläufig in Altersarmut führt, hat ein massives Legitimationsproblem.“

Der berechnete Stundenlohn von 20 Euro, der notwendig sei, um der Armutsgrenze zu entkommen, sei für die Hälfte der Beschäftigten derzeit unerreichbar. „Das zeigt: Deutschland hat kein individuelles, sondern ein strukturelles Renten- und Lohnproblem“, so Bartsch. „Dieses System braucht eine grundlegende Rentenreform – und ein höheres Rentenniveau.“

Das Arbeitsministerium weist in seiner Antwort allerdings darauf hin, dass aus den Modellrechnungen keine Rückschlüsse auf das Altersarmutsrisiko gezogen werden könnten. Die Armutsrisikoschwelle sei ein statistisches Konstrukt auf Basis des Nettoäquivalenzeinkommens, das alle Einkommen eines Haushalts berücksichtigt und keine Auskunft über die individuelle Bedürftigkeit gebe. Dies sei nicht mit einer einzelnen Einkommensart, wie der gesetzlichen Rente, zu vergleichen. Auch seien andere Alterseinkommen von Rentnern abseits der gesetzlichen Rente in der Berechnung nicht einbezogen. Zudem sei die Annahme eines gleichbleibenden Stundenlohns über 45 Jahre als Grundlage der Berechnung unrealistisch.


Foto: Seniorin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CSU will Deutschland zum Weltraumzentrum Europas machen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die CSU will Deutschland zum Weltraumzentrum in Europa machen und dabei auf neue Technologien wie die Fertigung von Produkten im Weltraum setzen.

„Die nächste industrielle Revolution findet im Orbit statt. Wir wollen, dass die erste `Niere made in space` aus Deutschland heraus entwickelt wird“, heißt es in einem Positionspapier der CSU-Landesgruppe, über das der „Focus“ berichtet. Diese als „Space Manufacturing“ bekannte Technologie ermögliche „Innovationen, an denen die Erdschwerkraft bisher scheitert“.

„Gewebestrukturen und Blutgefäße können zum Beispiel durch 3D-Druck im All stabiler gedruckt werden“, heißt es in dem Positionspapier. „So wollen wir den Bedarf an Spenderorganen wie Herzen und Lebern senken und die Transplantationsmedizin revolutionieren.“ Das All könne zum „Treiber für lebensrettende Entwicklungen“ werden. Dafür will die CSU mehr Geld in Forschung und Entwicklung investieren sowie Raumstationen mit Laboren aufbauen.

Zudem brauche Deutschland einen „eigenen, souveränen Zugang zum Weltraum“. Bislang ist die Bundesrepublik bei Weltraummissionen auf externe Dienstleister und Partner angewiesen.

„Wir wollen Deutschland zum Top-Technologieland machen, das weltweit an der Spitze mitspielt“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann dem „Focus“. „Mit der Hightech Agenda investieren wir massiv in Schlüsseltechnologien wie KI, Quantencomputing, Mikroelektronik und Biotechnologie.“ Ein weiterer Schwerpunkt sei die Raumfahrt, denn Technologien wie Space Manufacturing ermöglichten Innovationen, an denen die Erdschwerkraft bisher scheitere.

Um Innovationen aus Deutschland zu fördern, will die CSU außerdem die Forschungsbürokratie abbauen, Antragsprozesse digitalisieren und Förderungen vereinfachen. „Innovationen haben Vorfahrt“, heißt es in dem Positionspapier der CSU-Landesgruppe. Den Pharmastandort will die CSU im Bundestag mit einer Nationalen Biobank stärken, die als übergeordnete Plattform der deutschen Biobanken fungieren soll.


Foto: Mond (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Pünktlichkeit der Bahn auf neuen Tiefstand gefallen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2025 hat die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn einen neuen Tiefststand erreicht. Im Fernverkehr betrug sie nur noch 60,1 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 62,5 Prozent.

Ein Bahnsprecher bestätigte gegenüber der „Bild am Sonntag“ die schlechten Jahreszahlen für 2025 und sagte: „Auch wenn über Nacht keine Wunder zu erwarten sind, startet die Deutsche Bahn nun in eine neue Phase: leistungsstärker, verlässlicher und entschlossen, die Qualität für die Fahrgäste dauerhaft und spürbar zu verbessern.“

Mit den Investitionen des Bundes in Höhe von 23 Milliarden Euro allein im Jahr 2026 und dem von der neuen Bahnchefin Evelyn Palla eingeleiteten Reformkurs des DB-Konzerns solle nun die Trendwende eingeläutet werden, hieß es weiter.


Foto: Verspätungs-Anzeige bei der Bahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Macron lobt US-Aktion in Venezuela

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Paris (dts Nachrichtenagentur) – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die USA für ihren Einsatz in Venezuela gelobt. „Das venezolanische Volk ist heute von der Diktatur Nicolás Maduros befreit worden und kann nur jubeln“, schrieb Macron in einer Erklärung, die am Samstagabend verbreite wurde. „Durch die Machtergreifung und die Missachtung grundlegender Freiheiten hat Nicolás Maduro die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt.“

Der bevorstehende Übergang müsse „friedlich, demokratisch und im Einklang mit dem Willen des venezolanischen Volkes“ erfolgen. „Wir wünschen uns, dass Präsident Edmundo González Urrutia, der 2024 gewählt wird, diesen Übergang zügig gewährleisten kann“, so Macron.

Weiter schrieb der französische Präsident, dass er derzeit im Austausch mit „Partnern in der Region“ stehe. Frankreich sei „umfassend mobilisiert und wachsam, insbesondere um die Sicherheit seiner Staatsangehörigen in diesen unsicheren Zeiten zu gewährleisten“.


Foto: Emmanuel Macron (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Lottozahlen vom Samstag (03.01.2026)

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Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 3, 8, 11, 12, 16, 46, die Superzahl ist die 8.

Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 1427844. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 354141 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.

Nachdem der letzte Jackpot im letzten Jahr aus NRW geknackt wurde, beginnt das neue Jahr mit drei Millionen Euro in der höchsten Gewinnklasse.


Foto: Spielschein für Lotto 6 aus 49, via dts Nachrichtenagentur

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Merz hält sich mit Kritik an Venezuela-Einsatz der USA zurück

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält sich mit Kritik am Venezuela-Einsatz der USA zurück. „Nicolás Maduro hat sein Land ins Verderben geführt“, ist der erste Satz in einer Stellungnahme, die am Samstagabend verbreitet wurde, und damit 12 Stunden nach ersten Meldungen über die US-Aktion.

Merz weiter: „Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir – wie viele andere Staaten auf der Welt – daher nicht anerkannt. Maduro spielte in der Region, mit unseligen Allianzen weltweit und durch die Verstrickung Venezuelas in das Drogengeschäft eine problematische Rolle.“

Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes bezeichnet der deutsche Bundeskanzler als „komplex“. Dazu wolle man sich Zeit nehmen. „Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten“, so Merz. „Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten.“


Foto: Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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USA wollen Venezuela selbst führen

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Palm Beach (dts Nachrichtenagentur) – Die USA wollen Venezuela nach der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro vorerst selbst führen. Das sagte US-Präsident Donald Trump am Samstag vor Journalisten in Palm Beach.

Man werde die Öl-Industrie wiederherstellen und das Land „ordnungsgemäß“ leiten. Das Geld werde den Leuten gegeben, man werde sich um „alle“ kümmern. „Make Venezuela great again“, sagte Trump in Anspielung auf seinen Wahlkampfslogan.

Wie genau sich Trump die Durchsetzung seines Planes vorstellt, blieb zunächst unklar. Man werde Personen „designieren“, sagte der US-Präsident. Zuvor hatte er von einer „zweiten Welle“ gesprochen, die man für den Militäreinsatz vorbereitet habe.

Trump berichtete außerdem von weiteren Details der Festnahme Maduros, die um kurz nach 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr deutscher Zeit) begann. Maduro habe sich zu einem „Safe Room“ begeben wollen, der aber nicht „safe“ gewesen sei, weil die US-Kräfte die Tür gesprengt hätten. Er habe den Raum gerade noch erreicht, die Tür aber nicht mehr schließen können, so Trump. Jetzt befinde er sich auf einem US-Schiff und werde nach New York gebracht.


Foto: Venezuela (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Trump veröffentlicht Foto von Maduro nach Festnahme

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Palm Beach (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat ein Foto von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro veröffentlicht, das ihn nach seiner Festnahme zeigen soll.

Es soll auf der USS Iwo Jima aufgenommen worden sein, wie Trump auf seiner Plattform „Truth Social“ schrieb. Maduro ist darauf stehend in einer Art Trainingsanzug zu sehen, er trägt außerdem Kopfhörer und eine Sichtschutzbrille und hat eine kleine Wasserflasche in der Hand.

Bei der USS Iwo Jima handelt sich um ein amphibisches Angriffsschiff der Wasp-Klasse, es kann zahlreiche Hubschrauber aufnehmen. Maduro war am frühen Samstagmorgen von US-Streitkräften in Venezuela festgenommen und außer Landes gebracht worden. Zuvor waren mehrere militärische Ziele in Venezuela durch das US-Militär attackiert worden.


Foto: Von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Foto von Maduro nach Festnahme am 03.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD kritisiert US-Angriff auf Venezuela scharf

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Anders als der Koalitionspartner hat die SPD die US-Militäroperation in Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Maduro scharf kritisiert.

„Dieses Vorgehen ist inakzeptabel und stellt einen gravierenden Bruch des Völkerrechts dar“, sagte SPD-Fraktionsvize und Verteidigungspolitikerin Siemtje Möller dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Es sei zutiefst besorgniserregend, dass die Vereinigten Staaten damit „offenkundig internationale Regeln missachten“, erklärte die Sozialdemokratin. Die US-Attacken seien „ein weiterer alarmierender Schritt im fortschreitenden Niedergang einer einst stabilen demokratischen Führungsmacht“.

Die stellvertretende SPD-Fraktionschefin warf dem US-Präsidenten innenpolitische Motive vor. „Trump will offenbar von den vielen innenpolitischen Problemen, den letzten Wahlniederlagen und schlechten Umfragewerten ablenken“, sagte sie dem RND. „Dafür ist ihm offenkundig jedes Mittel recht, auch das Einreißen des Regelwerks, das über Jahrzehnte das Zusammenspiel der Staaten geordnet hat.“ Es bleibe zu hoffen, „dass es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt“, so Möller.

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump in Venezuela mit dem des russischen Machthabers Wladimir Putin in der Ukraine verglichen. Beide steckten ihre jeweiligen Einflussbereiche ab, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Dabei missachten sie das Völkerrecht offen und gewähren einander offenkundig den nötigen Handlungsspielraum.“

Strack-Zimmermann wertete Trumps Vorgehen zugleich als „unmissverständliche Drohbotschaft“ an Dänemark und Grönland. Sie zeige, wozu Trump bereit sei, wenn er seine Ziele nicht auf freiwilligem Wege erreiche.

„Europa darf daher keine Zeit mehr verlieren, eine gemeinsame Außenpolitik sowie eine belastbare und durchsetzungsfähige Sicherheitspolitik zu entwickeln“, forderte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament. „Entweder wir Europäer nehmen Platz am weltpolitischen Tisch – oder wir stehen auf der Speisekarte.“

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht verurteilte das US-Vorgehen scharf. „Trumps Militärschlag gegen Venezuela und die Festnahme Maduros sind ein eklatanter Bruch aller Regeln des Völkerrechts, um sich nach Wildwestmanier den Zugang zu den venezolanischen Ölquellen zu sichern“, sagte Wagenknecht den Funke-Zeitungen. „Das ist nichts anderes als Staatsterrorismus, den die Bundesregierung scharf verurteilen und mit allen diplomatischen Mitteln zurückweisen muss.“ Wagenknecht rief die Bundesregierung dazu auf, unverzüglich den Geschäftsträger der US-Botschaft in Berlin einzubestellen.


Foto: Siemtje Möller (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Auswärtiges Amt verschärft Reisewarnung für Venezuela deutlich

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Berlin/Caracas (dts Nachrichtenagentur) – Das Auswärtiges Amt hat seine Reisewarnung für Venezuela deutlich verschärft. Bisher wurde nur vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien gewarnt, vor Reisen in andere Landesteile lediglich „abgeraten“.

Seit Samstagnachmittag gilt nun eine volle Reisewarnung für ganz Venezuela, wie aus einer Veröffentlichung der Behörde auf ihrer Internetseite hervorgeht. Das Auswärtige Amt bestätigte gleichzeitig, dass es zu Luftschlägen US-amerikanischer Streitkräfte in der Hauptstadt Caracas und in weiteren Landesteilen kam. „Die Lage ist derzeit noch unübersichtlich“, hieß es.

Weitere Empfehlung aus Berlin für Deutsche in Venezuela: „Bleiben Sie an einem sicheren Ort und vermeiden Sie wenn möglich jegliche Bewegungen. Sehen Sie insbesondere auch von Fahrten zum Flughafen ab, solange Ihnen keine Bestätigung Ihrer Fluggesellschaft vorliegt, dass Ihr Flug tatsächlich durchgeführt wird.“ Man solle außerdem „unbedingt die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte“ befolgen.


Foto: Auswärtiges Amt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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