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Haftbefehl gegen Magdeburger Tatverdächtigen erlassen

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Polizei am Anschlagsort in Magdeburg am 21.12.2024, via dts NachrichtenagenturMagdeburg (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg ist gegen den Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Der Haftrichter am Amtsgericht Magdeburg habe Untersuchungshaft wegen fünffachen Mordes, mehrfachen versuchten Mordes und mehrfacher gefährlicher Körperverletzung angeordnet, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Der Beschuldigte wurde entsprechend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Der 50-jährige Fahrer des BMW-SUVs war am Samstag von den Ermittlungsbehörden vernommen worden. Es handelt sich um einen Arzt aus Saudi-Arabien, der aber bereits 2006 erstmals nach Deutschland eingereist war. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft äußerte er sich auch bereits zu einem möglichen Motiv. Dies sei aber noch Gegenstand der Ermittlungen.

Der Mann war am Freitagabend über den Weihnachtsmarkt gerast und hatte dabei zahlreiche Personen erfasst. Nach letzten Angaben soll es neben den fünf Toten auch etwa 200 Verletzte, darunter rund 40 Schwerstverletzte und über 80 Menschen mit sonstigen ebenfalls schweren Verletzungen geben. Bei den Getöteten handelt es sich um einen neunjährigen Jungen sowie vier Frauen im Alter von 45, 52, 67 und 75 Jahren.


Foto: Polizei am Anschlagsort in Magdeburg am 21.12.2024, via dts Nachrichtenagentur

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EU will am 24. Februar neue Sanktionen gegen Russland beschließen

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EU-Parlament in Brüssel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU will zum dritten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2025 wohl ein neues Sanktionspaket gegen Russland verabschieden. Die Vorbereitungsarbeiten dazu haben bereits begonnen, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf einstimmige Informationen aus informierten Brüsseler Diplomatenkreisen.

Es handelt sich bei der neuen Maßnahme um das 16. Sanktionspaket. Informierte EU-Diplomaten sagten der Zeitung, das Paket sei als „klares Signal an Moskau gedacht“ und werde „Maßnahmen gegen spezifische Sektoren der russischen Volkswirtschaft enthalten, die bisher noch gar nicht oder nur unzureichend erfasst worden sind“.

Zudem soll es in dem 16. Sanktionspaket weitere Listungen von Personen und Organisationen geben, die „als Propagandisten des russischen Regimes zu betrachten und dafür verantwortlich sind, die territoriale Unversehrtheit der Ukraine zu untergraben“, zitiert das Blatt weiter aus Diplomatenkreisen.

Die EU-Kommission und der Europäische Auswärtigen Dienst (EAD) planen laut Bericht auch, gegen weitere Personen, die für Russland spioniert haben und an Desinformationskampagnen, unter anderem in Deutschland, beteiligt sind, Einreise- und Vermögenssperren zu verhängen.

In Brüssel hieß es dazu der Zeitung zufolge, es wäre „herausfordernd“, die Beteiligung von Personen an sogenannten hybriden russischen Angriffen aufzuspüren und ihnen eine Tatbeteiligung nachzuweisen. Darum sei derzeit noch nicht eindeutig entschieden, ob am 24. Februar auch Sanktionen wegen Spionage für Russland und Desinformation verabschiedet werden.

Erst Mitte Dezember (16.12.) hatte der Rat das 15. Sanktionspaket gegen Russland angenommen. Darin wurden vor allem 52 weitere Schiffe der russischen Schattenflotte, deren Ziel es ist, Sanktionen zu umgehen, durch ein Zugangsverbot zu Häfen und bestimmten Dienstleistungen bestraft. Sanktionen wegen sogenannter hybrider russischer Angriffe wurden am 17. Dezember erstmalig von der EU verhängt.


Foto: EU-Parlament in Brüssel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil ruft nach Magdeburg-Anschlag zum Zusammenhalt auf

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Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chef Lars Klingbeil hat nach dem Anschlag von Magdeburg zum Zusammenhalt aufgerufen. „Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft, als Land jetzt zusammenbleiben“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). „Nach dieser schrecklichen und brutalen Tat – wenige Tage vor Weihnachten – dürfen wir uns nicht spalten lassen.“

Zugleich sprach sich Klingbeil dafür aus, neue Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen. „Alle offenen Fragen müssen geklärt werden und dann konsequent mit allen rechtsstaatlichen Mitteln verfolgt werden“, sagte der Parteichef. „Es wird auch um die Frage gehen, ob zusätzliche Maßnahmen für die Sicherheit erforderlich sind.“ Klingbeil mahnte, dabei präzise vorzugehen.


Foto: Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Hausärzte beklagen zu wenige Impfungen trotz Infektionsgefahr

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Impfung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die deutschen Hausärzte beklagen eine riskant niedrige Impfquote bei Älteren und Risikopatienten: Bei der Grippeschutzimpfung lägen Deutschland bei den älteren Bürgern mit einer Impfquote von etwas über 40 Prozent deutlich unter dem EU-Ziel von mindestens 75 Prozent, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Hausärzte, Markus Beier, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

„Generell sind die Impfquoten in Deutschland bei vielen Impfungen zu niedrig.“ Besorgt zeigte sich Beier auch mit Blick auf die Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus: Da das digitale Impfmonitoring eingestellt worden sei, lägen keine Corona-Impfzahlen der aktuellen Impfsaison vor. „Unser Eindruck aus den Praxen ist jedoch, dass es bei den Risikogruppen nach wie vor relevante Impflücken bei den Booster-Impfungen gibt.“

Für die niedrige Impfquote gebe es unterschiedliche Gründe, so Beier. Impfskepsis sei dabei nicht der entscheidende Faktor, ein Großteil der Menschen stehe Impfungen positiv gegenüber. Entscheidend sei eine umfassende Aufklärung. Bei Patienten mit enger Bindung an eine Hausarztpraxis liege die Impfquote klar über dem Durchschnitt.


Foto: Impfung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Pistorius will nach Wahl Verteidigungsminister bleiben

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Boris Pistorius am 18.12.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Bundestagswahl würde Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sein Amt gerne weiter ausüben. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) antwortete Pistorius auf die Frage, ob er Verteidigungsminister bleiben wolle: „Ja.“

Es gehöre aber zum Job von Ministern dazu, vor Wahlen nicht zu wissen, wie es danach weitergehe. Pistorius verwies auf Erfolge im Amt. „Wir haben die 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen fast komplett vertraglich gebunden“, sagte er. Allein in diesem Jahr seien 97 Großvorhaben im Wert von 58 Milliarden Euro auf den Weg gebracht worden. „Das hätten uns viele so schnell nicht zugetraut.“

Auch die Beschaffung sei neu organisiert und „massiv beschleunigt“ worden. „Wir kaufen so schnell ein, wie noch nie“, sagte der Verteidigungsminister. „Es ist entscheidend für die Zukunft, dass wir das Geld schnell investieren, um die Waffensysteme ebenso schnell in der Truppe zu haben und um Kosten zu sparen.“

Pistorius warnte die Bevölkerung vor der hybriden Kriegsführung Russlands gegen Deutschland. „Er kennt uns gut, Putin weiß, wie er Nadelstiche bei uns setzen muss“, sagte Pistorius den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deutschland sei besonders in Putins Fokus. „Wenn wir die Bedrohung ignorieren, weil sie uns Unbehagen bereitet, wird sie nicht kleiner, sondern größer.“

Der Minister nannte Angriffe auf Infrastruktur und Energieversorgung sowie Aktivitäten wie Sabotage in Nord- und Ostsee und Regelverstöße im Luftraum als Beispiele. „Hinzu kommen Kampagnen in den Sozialen Medien, die Beeinflussung von Wahlkämpfen und die Finanzierung von Stimmen, die wie AfD und BSW behaupten, uns ginge es nicht um den eigenen Schutz, sondern wir würden auf einen Krieg mit Russland zusteuern“, sagte Pistorius. „Das gehört alles zu Putins Strategie, unsere Gesellschaft zu verunsichern und auseinander zu treiben.“

Mit einem militärischen Angriff Russlands auf die Nato sei aktuell zwar nicht zu rechnen. „Aber wir können nicht ausschließen, dass Russland in wenigen Jahren Nato-Territorium angreift“, sagte der SPD-Politiker. Russland produziere in wenigen Monaten mehr Waffen und Munition als alle Länder der Europäischen Union zusammen in einem Jahr. „Ab 2029 oder 2030 könnte Putin so aufgerüstet haben, dass Russland zu einem Angriff auf die Nato in der Lage wäre.“

Der Minister warnte: „Wir müssen auch damit rechnen, dass Putin in den nächsten Jahren durch einen Vorstoß an der ein oder anderen Stelle des Bündnisgebiets testen könnte, wie geschlossen die Nato wirklich ist.“

Als Lehre aus der Bedrohungslage forderte Pistorius zudem: „Wir müssen wieder lernen, unsere Staatsgeheimnisse zu schützen.“ Es müsse etwa weniger detailliert darüber gesprochen, welche Waffen Deutschland an die Ukraine liefere, fügte der Verteidigungsminister mit Blick auf die öffentliche Debatte um den Marschflugkörper Taurus hinzu. „Nicht aus politischen, sondern aus militärischen Gründen. Putin würde es im Traum nicht einfallen, das alles öffentlich auszubreiten.“


Foto: Boris Pistorius am 18.12.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Experte bemängelt Sicherheitskonzept in Magdeburg

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Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg hätte laut Zufahrtschutzexperte Christian Schneider verhindert werden können. „Mit der Anwendung der anerkannten Regeln der Technik wäre diese Tat nicht möglich gewesen“, sagte er dem „Stern“.

„Es gab keinen Zufahrtschutz in Magdeburg“, kritisierte der Fachkundige. „Wenn es einen zertifizierten Zufahrtschutz gegeben hätte, wäre das Fahrzeug nicht bis auf den Weihnachtsmarkt gekommen. Wenn wir über Zufahrtschutz reden, reden wir über eine normativ geregelte Leistung. Was wir in Magdeburg gesehen haben, war irgendetwas, aber nichts, das den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht.“

Christian Schneider ist Sachverständiger, zertifiziert durch das „Register of Security Engineers and Specialists“ (RSES), einem Institut der britischen nationalen Schutzbehörde NPSA. Das RSES ist international zuständig für die Zulassung von nachweisbar qualifizierten Ingenieuren und Spezialisten zur Planung und Durchführung von Maßnahmen der technischen Gefahrenabwehr.


Foto: Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Nürnberg kämpft zehn Braunschweiger nieder

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Fußbälle (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Am 17. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Nürnberg vor heimischer Kulisse gegen Eintracht Braunschweig mit 1:0 gewonnen.

Die Franken hatten vom Start weg mehr vom Spiel, taten sich aber mit echter Torgefahr schwer. In der 14. Minute verpasste Castrop eine Jander-Hereingabe per Grätsche um Haaresbreite.

Ansonsten bissen sich die Clubberer an tief stehenden Niedersachsen aber lange die Zähne aus. In der 40. Minute verschaffte sich Tzimas an der linken Strafraumlinie mal etwas Platz und verpasste den linken Knick nur knapp.

In der 44. Minute war es Justvan, dessen Schuss nicht an Johansson vorbeikam. In der vierten Minute der Nachspielzeit rettete der Torwart gegen Tzimas, der allein vor dem Kasten keinen Erfolg hatte. Somit ging es mit einem für die Gäste durchaus glücklichen Ergebnis in die Kabinen.

Kurz nach Beginn von Hälfte zwei war dann aber Schluss mit dem Chancenwucher: In der 49. Minute setzte Justvan bei einem schnell ausgeführten Freistoß Tzimas in Szene und der Grieche vollstreckte aus wenigen Metern.

In der 59. Minute musste der BTSV dann sogar in Unterzahl weiterspielen, als der bereits verwarnte Conteh nach taktischem Foul an Jeltsch Gelb-Rot gezeigt bekam.

Entsprechend harmlos wirkten die Offensivbemühungen der Scherning-Elf, der FCN griff aber auch nicht mehr mit letzter Konsequenz an. In den letzten zehn Minuten konnten die Gäste entsprechend Mut fassen und zeigten sich vermehrt vorne.

Die gebotenen Räume nutzte in der 89. Minute fast Pick, der bei einem Konter allein vor Johansson aber nicht am Schweden vorbeikam. Die knappe Führung reichte der Klose-Elf aber letztlich, insgesamt viel zu ungefährliche Löwen gingen leer aus.

Damit klettert Nürnberg auf Rang elf, Braunschweig bleibt vorerst auf Platz 17 stecken.


Foto: Fußbälle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Leverkusens Schick schießt Freiburg ab

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Patrik Schick (Bayer Leverkusen) (Archiv), via dts NachrichtenagenturLeverkusen (dts Nachrichtenagentur) – Am 15. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat Bayer 04 Leverkusen zuhause gegen den SC Freiburg mit 5:1 gewonnen.

Der amtierende Deutsche Meister investierte von Beginn an mehr in die Partie und hatte in der 6. Minute die erste Möglichkeit durch Wirtz, der knapp zu weit rechts zielte.

Die erste Riesenchance für den SC hatte ein Verteidiger: Lienhart durfte in der elften Minute aus 17 Metern abziehen und traf die Oberkante der Latte.

In der 33. Minute hätte Wirtz die Hausherren in Führung bringen können, nach Foulspiel am Ausnahmekönner im Strafraum durch Doan brachte der Gefoulte den fälligen Elfmeter aber nicht an Atubolu vorbei.

Davon ließ sich der 21-Jährige aber nicht verunsichern und bereitete in der ersten Minute der Nachspielzeit von Hälfte eins die Führung vor: Der Nationalspieler schickte Schick in die Tiefe und der Tscheche überwand Atubolu mit einem feinen Heber aus 16 Metern. Damit lag die etwas aktivere Mannschaft zur Pause in Front.

Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Wirtz höchstselbst für die Werkself: In der 51. Minute ließ er Höler gekonnt aussteigen und jagte das Leder aus wenigen Metern ins linke Eck.

Die Gäste fanden in der 55. Minute aber die perfekte Antwort: Grifo machte es am Ende eines Gegenstoßes mit viel Gefühl und schlenzte den Ball unhaltbar ins Gehäuse.

Schick stellte in der 67. Minute aber den alten Abstand wieder her: Nach Wirtz-Flanke durfte der Stürmer viel zu frei einnicken. In der 74. Minute bot sich das gleiche Muster, als Wirtz nach einem Konter Schick bediente und der aus 14 Metern eiskalt blieb.

Die Messe war nun gelesen, die Schuster-Elf schien geschlagen. Dennoch legte Schick in der 77. Minute auch noch den vierten eigenen Treffer nach, als er nach Grimaldo-Ecke aus fünf Metern mit dem Kopf zum Endstand vollstreckte.

Damit bleibt Leverkusen in der Tabelle vier Punkte hinter Bayern München Zweiter, Freiburg rutscht dagegen vorerst auf Platz acht ab.


Foto: Patrik Schick (Bayer Leverkusen) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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"Spiegel": Saudischer Geheimdienst warnte vor Magdeburg-Attentäter

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Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts NachrichtenagenturMagdeburg (dts Nachrichtenagentur) – Der saudi-arabische Geheimdienst hat offenbar bereits vor mehr als einem Jahr einen Warnhinweis zum mutmaßlichen Angreifer der Todesfahrt vom Magdeburger Weihnachtsmarkt, Taleb A., an den Bundesnachrichtendienst (BND) gesendet. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Demnach seien Tweets des späteren Attentäters Teil der Warnung gewesen, in denen Taleb A. schrieb, Deutschland werde einen „Preis“ zahlen für seinen Umgang mit saudi-arabischen Flüchtlingen. Die Warnung landete dem Bericht zufolge beim LKA Sachsen-Anhalt. Doch dort habe man keine konkrete Bedrohung gesehen, die von Taleb A. ausgehe. Eine Anfrage dazu ließ die Behörde laut Magazin zunächst unbeantwortet.

Auch in Berlin war A. der Justiz wohl bereits bekannt. Die Staatsanwaltschaft Berlin soll gegen A. wegen des „Missbrauchs von Notrufen“ ermittelt haben. Demnach war A. im Februar 2024 auf dem für Berlin-Tempelhof zuständigen Abschnitt 44 der Polizei erschienen, um eine Anzeige zu erstatten. Offenbar machte er dabei wirre Angaben und war mit dem Verhalten der diensthabenden Polizeibeamten augenscheinlich unzufrieden. Schließlich soll A. noch in der Wache den Notruf der Feuerwehr gewählt und eine „rechtliche Beratung“ verlangt haben.

Wegen des Missbrauchs der Notfallnummer erhielt A. einen Strafbefehl über 20 Tagessätze zu je 30 Euro – gegen den er Einspruch einlegte. Wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft dem „Spiegel“ bestätigte, sollte am Tag vor der Todesfahrt von Magdeburg, am 19. Dezember, über den Einspruch verhandelt werden. Doch A. erschien nicht zur Verhandlung – der Einspruch wurde verworfen.

Wie der „Spiegel“ weiter schreibt, zeigte sich Taleb A. online unter anderem als großer Unterstützer von Milliardär Elon Musk, US-Moderator Alex Jones und des rechtsextremen Briten Tommy Robinson.

A. sympathisierte dem Magazin zufolge zudem offen mit der AfD und träumte von einem gemeinsamen Projekt mit der Partei: einer Akademie für Ex-Muslime. „Wer sonst bekämpft den Islam in Deutschland“, fragte er auf „X“ (ehemals Twitter).

Mit der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnete A. ebenfalls auf der Plattform ab, wie der „Spiegel“ weiter berichtet. Am 5. Dezember schrieb der Ex-Muslim demnach: „Da es keine Todesstrafe in Deutschland gibt, muss Merkel den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen, als Bestrafung für ihr kriminelles Geheimprojekt, Europa zu islamisieren. Aber wenn die Todesstrafe wieder eingeführt wird, verdient sie es, getötet zu werden.“

Aus dem Arbeitsumfeld von A. zitiert der „Spiegel“, er habe sich in seinen Aktivismus hineingesteigert, habe deswegen nicht mehr arbeiten können. Zuletzt habe er sich zurückgezogen, sei unaufmerksam gewesen. Er sei nie aufbrausend oder wütend geworden. Eine Gewalttat habe man ihm nicht zugetraut. A. soll zudem geglaubt haben, vom saudi-arabischen Geheimdienst verfolgt zu werden.

Seit Ende Oktober soll A. krankheits- und urlaubsbedingt nicht mehr im Dienst gewesen sein. Im November und Dezember ist A. Behörden zufolge mehrfach nach Magdeburg gefahren. Demnach soll er sich dafür im Maritim-Hotel in der Innenstadt eingemietet haben.

Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Sicherheitskreise weiter berichtet, bereitete er sich dort möglicherweise auf die Todesfahrt vor. Als er am Freitagabend über den Weihnachtsmarkt raste, könnte A. unter Drogen gestanden haben: Ein erster sogenannter Drugwipe-Test fiel dem „Spiegel“ zufolge positiv aus. Gewissheit soll nun ein Bluttest liefern, schreibt das Magazin.


Foto: Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt am 21.12.2024, via dts Nachrichtenagentur

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Lottozahlen vom Samstag (21.12.2024)

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Lotto-Spieler, via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 3, 6, 8, 34, 39, 44, die Superzahl ist die 5. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 7100116. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 073765 gezogen. Der Jacpot bei „6 aus 49“ betrug 20 Millionen Euro. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.


Foto: Lotto-Spieler, via dts Nachrichtenagentur

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