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2. Bundesliga: Schalke kassiert von Magdeburger Gästen Klatsche

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Sitze mit Logo des FC Schalke 04 (Archiv), via dts NachrichtenagenturGelsenkirchen (dts Nachrichtenagentur) – In der 2. Fußball-Bundesliga hat Magdeburg am Samstagabend auf Schalke 5:2 gewonnen.

Magdeburgs Martijn Kaars erzielte vier von fünf Treffern in der 29., (45.+2), 56. und 74. Minute, zwischendurch traf auch Philipp Hercher in der 65. Minute.

Für Schalke traf Adrian Gantenbein in der 69. Minute, der eingewechselte Janik Bachmann legte in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einen weiteren „Ehrentreffer“ drauf.

Immerhin: Das Schalke-Team wurde nach der Partie von den Fans nicht ausgebuht, umgekehrt zeigte sich das Magdeburger Team nicht gerade euphorisch. Beide Mannschaften sind fokussiert, auch wenn für Schalke die Aufholjagd nun vorerst gestoppt ist.

Königsblau bleibt auf Rang 13. Magdeburg klettert zumindest vorerst auf Rang zwei, könnte aber noch von dem am Sonntag spielenden HSV verdrängt werden.


Foto: Sitze mit Logo des FC Schalke 04 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union legt 15-Punkte-Sofortprogramm vor

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Friedrich Merz mit Abgeordneten von CDU/CSU am 31.01.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union will direkt nach einer Regierungsübernahme die Umsetzung des Fünf-Punkte-Plans von Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) gegen die illegale Migration umsetzen.

Wie die „Rheinische Post“ am Samstagabend online berichtete, geht das aus dem 15 Punkte umfassenden Sofortprogramm hervor, das auf dem CDU-Parteitag am Montag in Berlin beschlossen werden soll. Genannt werden dauerhafte Grenzkontrollen, Zurückweisungen an den Grenzen und ein zeitlich unbefristeter Ausreisearrest für ausreisepflichtige Straftäter und Gefährder. Darüber hinaus setze man weiterhin auf das Zustrombegrenzungsgesetz, heißt es in dem Papier. Dieses war am Freitag im Bundestag abgelehnt worden.

Mit ihrem Sofortprogramm will die Union rasch die Wirtschaft ankurbeln und für mehr Sicherheit sorgen. „Die Herausforderungen sind gewaltig, jeder Tag zählt“, steht in dem Entwurf. Das Programm umfasst demnach Maßnahmen, die sich zum einen aus dem Wahlprogramm ableiten und die laut Union „eine rasche politische Beschlussfassung realistisch erscheinen lassen“. Konkret genannt werden auch die Senkung der Stromsteuer und der Netzentgelte, der Bürokratieabbau, die Aktivrente und die Steuerfreiheit von Überstunden. Im Bereich der Sicherheit soll neben der Begrenzung der Migration die IP-Adressen-Speicherung umgesetzt und Fußfesseln für Gewalttäter gegen Frauen eingeführt werden.


Foto: Friedrich Merz mit Abgeordneten von CDU/CSU am 31.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Union und Leipzig torlos

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Union Berlin - RB Leipzig am 01.02.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstagabendpartie des 20. Bundesliga-Spieltags haben sich Union Berlin und RB Leipzig mit einem 0:0 unentschieden getrennt. Es ist das erste torlose Remis in der Bundesliga seit dem 10. Spieltag. Da gab es gleich drei Spiele ohne Treffer, an zweien waren Union bzw. Leipzig beteiligt.

Am Samstagabend hatte Leipzig die deutlich besseren Chancen, fabrizierte aber nur unter anderem ein Abseitstor und einen Pfostentreffer. Auch Union mühte sich durchaus immer wieder – aber ohne messbare Ergebnisse.

In der Tabelle reicht den Leipzigern der Punkt aber immerhin, um wieder auf Rang vier zu klettern, Union bleibt auf Rang 14.


Foto: Union Berlin – RB Leipzig am 01.02.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Lottozahlen vom Samstag (01.02.2025)

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Lotto-Spieler, via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 8, 9, 11, 22, 25, 27, die Superzahl ist die 8. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 6095380. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 109196 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. In Deutschland wird das populäre Zahlenlotto „6 aus 49“ seit 1955 gespielt.


Foto: Lotto-Spieler, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Bayern gewinnen gegen Kiel – aber nur knapp

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Fans des FC Bayern München (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Am 20. Spieltag in der Fußball-Bundesliga hat der FC Bayern München gegen die Aufsteiger von Holstein Kiel mit einem 4:3 gewonnen.

Lange Zeit sah alles nach einem klaren Ding aus: Jamal Musiala traf für die Bayern in der 19. Minute, Harry Kane einmal kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.+3) und einmal kurz nach dem Wiederanpfiff (46. Minute) und Serge Gnabry in der 54. Minute. Kiel spielte aber trotz des sichtbaren Klassenunterschieds tapfer mit, und die Bayern wurden am Ende nachlässig. Der Anschlusstreffer von Kiels Finn Porath in der 62. Minute und die doppelte Erhöhung durch den erst kurz zuvor eingewechselten Steven Skrzybski in der 1. und 3. Minute der Nachspielzeit war verdient.

Die Bayern erhöhen mit ihrem Sieg an der Tabellenspitze den Abstand auf Verfolger Bayer Leverkusen auf neun Punkte, Kiel bleibt mit zwei Punkten „Vorsprung“ Vorletzter der Tabelle, da der Tabellenletzte Bochum in der parallel ausgetragenen Partie gegen den SC Freiburg mit einem 0:1 ebenfalls unterlag.

Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: Heidenheim – Dortmund 1:2, St. Pauli – Augsburg 1:1 und Stuttgart – Mönchengladbach 1:2. Am Abend treffen noch Union Berlin und RB Leipzig aufeinander, am Sonntag spielen Frankfurt – Wolfsburg und Leverkusen – Hoffenheim. Bereits am Freitagabend gewann Bremen gegen Mainz mit 1:0.


Foto: Fans des FC Bayern München (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Köln trotzt in Braunschweig frühem Rückstand

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Leart Paqarada (1. FC Köln) (Archiv), via dts NachrichtenagenturBraunschweig (dts Nachrichtenagentur) – Am 20. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Köln bei Eintracht Braunschweig 2:1 gewonnen.

Dabei erwischten die Niedersachsen einen Blitzstart und gingen noch in der 1. Minute durch Ermin Bicakcic in Führung. Doch der Vorsprung währte nicht lange. Bereits in der 13. Minute stellte Eric Martel den Gleichstand wieder her. Noch vor der Pause nutzte Damion Downs aus, dass Eintracht-Keeper Ron-Thorben Hoffmann nach einer Ecke im Strafraum herumirrte, und brachte den FC in Front.

Nach dem Pausentee schalteten die Rheinländer zunächst in den Verwaltungsmodus. Erst in der Schlussphase erzeugte Köln wieder vermehrt Torgefahr, während sich die Braunschweiger für ihren Aufwand nicht belohnen konnten. Durch den Sieg übernachten die Domstädter an der Tabellenspitze.

Am kommenden Spieltag empfangen die Kölner den FC Schalke 04, während Braunschweig beim Karlsruher SC antritt.

Die weiteren Ergebnisse vom Nachmittag: Fortuna Düsseldorf – SSV Ulm 3:2 und Jahn Regensburg – Hertha BSC 2:0.


Foto: Leart Paqarada (1. FC Köln) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rufe nach mehr Wirtschaft im Wahlkampf

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Wahlplakate von Bündnis90/Die Grünen, CDU, Linke und FDP am 30.01.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Eklat um die Migrationspolitik fordern der CDU-Wirtschaftsflügel und Arbeitgeberverbände eine stärkere Betonung von Wirtschaftsthemen im Wahlkampf.

„Deutschland hat eine Migrations- und eine Wirtschaftskrise“, sagte die Vorsitzende der CDU-Mittelstandsunion (MIT), Gitta Connemann, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). „Fest steht: Der Wirtschaft steht das Wasser bis zum Hals.“ Jeden Tag meldeten drei Betriebe Insolvenz an, die Arbeitslosenzahl steige auf fast drei Millionen. „Jeder Tag ohne Reformen ist ein Desaster“, sagte Connemann.

Ähnlich äußerte sich der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampater. „Bei aller notwendigen und streitigen Diskussion über die Migrations-Herausforderungen die wirtschaftlichen Herausforderungen bleiben bestehen“, sagte er der FAS. „Die Wirtschaftspolitik ist die Mutter aller Wahlkämpfe. Je stärker unsere Wirtschaft wächst, desto einfacher wird es sein, gesellschaftspolitische Herausforderungen zu bestehen.“ Das sei die Voraussetzung für ein starkes, geeintes und kompromissfähiges Land.

Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hatte nach dem Bruch der Ampelkoalition im vorigen November zunächst angekündigt, die Überwindung der wirtschaftlichen Stagnation zum wichtigsten Wahlkampfthema zu machen. Nach dem Attentat von Aschaffenburg hatte er allerdings die Strategie gewechselt und die Durchsetzung einer härteren Migrationspolitik auch mit Unterstützung der AfD in den Mittelpunkt gerückt, war aber am Freitag mit einem Gesetzentwurf gescheitert.


Foto: Wahlplakate von Bündnis90/Die Grünen, CDU, Linke und FDP am 30.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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CSU kündigt Atomkraftstrategie an

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Atomkraftwerk (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Nicht nur in der Migrationspolitik, auch in der Wirtschafts- und Energiepolitik kündigt CSU-Chef Söder eine radikale Wende an, sollte die Union die Regierungsverantwortung übernehmen.

Deutschland solle dann neue Gaskraftwerke bauen und „eine eigene Gasförderung prüfen, anstatt von teurem Fracking-Gas aus den USA abhängig zu werden“, sagte der bayerische Ministerpräsident dem „Handelsblatt“.

Der CSU-Chef sagte, dass es ohne Kernkraft nicht gelingen werde, „den industriellen Wohlstand zu halten“. Der Energiebedarf werde in Zukunft durch KI, Digitalisierung und E-Mobilität enorm steigen. „Darauf müssen wir uns einstellen und das geht eben nicht nur mit Sonne und Wind.“

Bestehende Meiler zur Erzeugung von Kernenergie sollen reaktiviert werden. „Wir können auch mit Partnerländern wie Frankreich und Tschechien kooperieren und uns einen privilegierten Zugang zu Kernenergie sichern“, erklärte Söder. Langfristig sei „der Bau eigener kleiner Reaktoren der nächsten Generation an bestehenden Standorten denkbar“.


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Mittelstands-Berater warnt Unternehmer vor AfD

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AfD-Abgeordnete im Bundestag am 31.01.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der langjährige Berater für Familienunternehmen, Peter May, warnt deutsche Unternehmer davor, die AfD zu wählen.

„Jeder Unternehmer, der AfD wählt, macht einen schlimmen Fehler – als Mensch und als Unternehmer. Die AfD würde uns um alles berauben, was die deutsche Wirtschaft groß gemacht hat“, sagte May dem „Spiegel“.

Der Jurist weiter: „Sie wird unserem Land den Wohlstand nicht zurückbringen, den wir hatten. Ganz sicher nicht. Sie wird uns ärmer machen, und sie wird uns die Demokratie stehlen, die auch unserer Wirtschaft so gutgetan hat.“

May kritisierte auch Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz: „Friedrich Merz versucht, zur AfD abgewanderte CDU-Wähler zurückzuholen, indem er sich als handlungsstark darstellt. Das ist legitim, aber das Eis ist dünn. Eine gemeinsame Abstimmung mit der AfD ist ein unnötiger Tabubruch. Wir brauchen kluges Handeln nach der Wahl und nicht populistische Symbolik vor der Wahl.“

Politisch hält May den deutschen Mittelstand für zu ruhig: „Deutschlands Familienunternehmer haben Politik viel zu lange nur konsumiert. Wie wir alle waren sie in der Ära Merkel zu ruhig und gingen davon aus, dass die Dinge schon laufen. Jetzt werden die Menschen auf einmal wach und manchmal sogar wütend – leider auch Unternehmer“, so May.

Zwar würden Unternehmer hauptsächlich mit CDU und FDP sympathisieren, doch der Zuspruch für die AfD nehme auch in den Kreisen zu. „Manche tun das leise, einige auch laut“, so May. Der Berater fordert im „Spiegel“ auch Zugeständnisse der Unternehmer. „Wir können nicht einerseits fordern, das Bürgergeld abzuschaffen oder zu reformieren, und andererseits verlangen, dass die Erbschaftsteuer so bleibt, wie sie ist. Es ist dumm, Privilegien verteidigen zu wollen, deren Konsequenzen unsozial sind und die Spanne zwischen Arm und Reich verstärken“, so May. Das schade dem Bild des Unternehmers in der Gesellschaft.

May gehört zu den populärsten Beratern des deutschen Mittelstandes. Auf seiner Kundenliste finden sich Namen wie Haniel, Heraeus, Haribo oder Viessmann.


Foto: AfD-Abgeordnete im Bundestag am 31.01.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Ukraine: Sicherheitskreise erwarten langsamen russischen Vormarsch

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Im Ukraine-Krieg zerschossener Kleinbus (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiew (dts Nachrichtenagentur) – Sicherheitskreise erwarten, dass Russland in der Ukraine weiter „in kleinen Schritten“ Gelände gewinnen wird. Wie die FAS schreibt, werden für die absehbare Zukunft allerdings keine „tiefen Durchbrüche“ erwartet. Vor diesem Hintergrund debattieren Fachleute im Augenblick über einen möglichen Waffenstillstand und internationale Truppen zu seinem Schutz.

Nach Schätzungen aus Sicherheitskreisen bezahlt die russische Armee ihr Vordringen zwar einerseits mit hohen Verlusten – 1.000 bis 1.500 Tote und Verletzte jeden Tag. Andererseits dürften die Ausfälle aber auf lange Sicht geringer sein, weil etwa drei Fünftel davon später wieder eingesetzt werden könnten. Zugleich gelinge es Russland, jeden Monat 30.000 neue Soldaten aufzustellen, sodass das Militär jährlich um 150.000 Personen wachse. Man erwartet deshalb nicht, dass Präsident Wladimir Putin bald „die Soldaten ausgehen“ werden.

Andererseits glauben die Quellen der FAS aber nicht, dass Russland zu „tiefen Durchbrüchen“ in der Lage ist. Dafür fehlten „im Augenblick“ die Personalreserven. Deshalb sei damit zu rechnen, dass der Krieg noch lange dauern könnte.

Vor diesem Hintergrund haben führende Fachleute in Gesprächen mit der FAS ihre Auffassungen von einem künftigen Waffenstillstand und der möglichen Rolle internationaler Friedenstruppen dargelegt. Wolfgang Ischinger, Präsident des Stiftungsrats bei der Münchener Sicherheitskonferenz, erläuterte, dass über „zwei Modelle“ diskutiert werde.

Das erste wäre eine „Friedenstruppe zum Schutz der Kontaktlinie“. Sie müsste ein „internationales Mandat“ haben, sowie „Klauen und Zähne“, um Angriffe abwehren zu können. Weil so eine Truppe aber eine Front von vielen hundert Kilometern sichern müsste, wären dafür 50.000 bis 100.000 Soldaten nötig, und neben Europäern müssten auch Länder wie China oder Indien „eine Rolle“ bekommen.

Allerdings gibt es Bedenken. Ben Hodges, ehemals „Commanding General“ der US-Streitkräfte in Europa, wandte ein, so eine Truppe werde nicht nur 100.000 Soldaten, sondern vielleicht das Doppelte erfordern, und am Ende werde sie doch nur Russlands Eroberungen „zementieren“. Außerdem sei es eine „schreckliche Idee“, dass China in Europa „Fuß fassen“ könnte.

Deshalb wird auch über ein anderes Modell diskutiert. Hier würden internationale Truppen nach einem Waffenstillstand nicht an der Front aufgestellt, sondern im ukrainischen Hinterland. Ischinger spricht in diesem Zusammenhang von einer „westlichen Abschreckungstruppe“ von zwanzig- bis dreißigtausend Personen.

Nico Lange, ehemals Leiter des Leitungsstabs im deutschen Verteidigungsministerium, berichtet, für dieses Modell zeichne sich in den Diskussionen in Europa und Amerika ein „dreiteiliges System“ ab: Erstens würde nach einem Waffenstillstand die Ukraine mit ihrer eigenen Armee die „Frontlinie“ sichern. Zweitens könnte ein „europäisches Abschreckungspotential“ weiter hinten stehen. „Drittens: Die Amerikaner geben Unterstützung, weil es ohne sie nicht glaubwürdig ist.“

Ganz ähnlich klingt Kurt Volker, Trumps Ukraine-Beauftragter aus dessen erster Amtszeit. Er setzt auf eine „deterrent force“, also eine Abschreckungsmacht, in deren Rahmen europäische Truppen „weiter hinten“ Stellung beziehen könnten.

Wie so eine Abschreckungsmacht aussehen würde, analysiert General Hodges. Seiner Ansicht nach müsste sie so stark sein, dass Russland verstehe: „Diese Truppe kann Vergeltung üben.“ Dafür brauche man eine „reelle, ernsthafte, tödliche Streitmacht“. Andernfalls würden die Russen die Truppe „schon in den ersten Tagen testen“.

Ischinger merkt an, so etwas sei nur möglich, wenn die USA mitmachten. Wenn nur Europäer dabei wären, könne das „ins Desaster führen“, denn Putin könne dann darauf spekulieren, „dass Trump die Europäer nicht wirklich schützen würde“. Er könnte versucht sein, „so eine Truppe anzugreifen, um die Nato zu spalten“. Um das zu verhindern, müssten die USA „so eingebunden sein, dass Putin weiß: Washington würde einen Angriff auf diese Truppe als Angriff auf Amerika betrachten.“


Foto: Im Ukraine-Krieg zerschossener Kleinbus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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