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Mehrheit der Kinder und Jugendlichen ist Rechtschreibung wichtig

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Kinder in einer Schule (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die übergroße Mehrheit der Kinder und Jugendlichen will korrekt schreiben.

Bei einer Umfrage im Auftrag des Nachhilfeanbieters Studienkreis, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten, antworteten 85 Prozent der Befragten auf die Frage „Wie wichtig ist es dir, nach den Rechtschreibregeln richtig zu schreiben?“ mit „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Mädchen bewerteten Rechtschreibung deutlich seltener als „nicht wichtig“ (8 Prozent) als Jungen (19 Prozent). Gymnasialkinder hielten Rechtschreibung zu 48 Prozent für „sehr wichtig“, nur 8 Prozent gaben an, Rechtschreibung sei „nicht wichtig“.

Auf die Frage „Wofür ist es wichtig, nach den Rechtschreibregeln richtig zu schreiben?“ antworteten 84 Prozent „Für gute Noten in der Schule“. 45 Prozent der Befragten gaben an, richtig schreiben zu wollen, „damit andere mich ernst nehmen“. Aus der Umfrage geht zudem hervor, dass Mädchen aus guter Rechtschreibung auch ein besseres Selbstwertgefühl ziehen („Damit ich mich gut fühle“, 39 Prozent), während Jungen Rechtschreibung öfter „nervig und unnötig“ finden (10 Prozent). Gymnasialkinder verbinden fehlerfreies Schreiben auch häufiger damit, ernst genommen zu werden (56 Prozent).

Auf die Frage „Stören dich Schreibfehler bei anderen, zum Beispiel in Chats oder bei Influencerinnen oder Influencern?“ antworteten 54 Prozent der befragten Kinder mit „Ja, total“ oder „Ja, etwas“. Je älter die Kinder sind, desto eher stören sie sich an den Fehlern.

Die überwiegende Mehrheit der Befragten erwartet zudem, dass korrektes Schreiben trotz Autokorrektur und künstlicher Intelligenz wichtig bleibt. Auf die Frage „Glaubst du, dass Rechtschreibung auch in Zukunft wichtig bleibt, obwohl es Autokorrektur, Diktierfunktionen und KI gibt?“ antworteten 79 Prozent der Befragten „Ja, auf jeden Fall“ oder „Ja, etwas“. Die Zustimmung ist bei den Gymnasialkindern am stärksten, auch sind Mädchen (82 Prozent) etwas überzeugter als Jungen (75 Prozent).

Die Mehrheit der Befragten glaubt zudem, dass sie durch korrekte Rechtschreibung bessere Karrierechancen haben. Auf die Frage „Glaubst du, dass du später für deinen Beruf oder deine Ausbildung bessere Chancen durch korrekte Rechtschreibung hast?“ antworteten 86 Prozent „Ja, auf jeden Fall“ oder „Ja, etwas“. Nur bezogen auf die Mädchen und auf die Kinder, die zum Gymnasium gehen, liegt der Anteil sogar bei 89 bzw. 90 Prozent. Je jünger die Kinder sind, desto unklarer ist jedoch der Berufsbezug noch und sie antworten eher mit „weiß nicht“.

Die Umfrage wurde vom Nachhilfeanbieter Studienkreis in Auftrag gegeben und von der Marktforschungsagentur „KB&B Family Facts“ durchgeführt. Insgesamt wurden 1.011 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 und 16 Jahren dafür im Dezember 2025 befragt.


Foto: Kinder in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Breher: Haustiere haben auf Karnevalsfeiern nichts zu suchen

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Straßenkarneval (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundestierschutzbeauftragte Silvia Breher (CDU) appelliert daher an die Jecken und Narren, in der Karnevalszeit ihre Haustiere nicht mit zu Festumzügen und närrischen Veranstaltungen zu nehmen. Breher sagte der „Rheinischen Post“ (Montag): „Haustiere haben auf Karnevalsumzügen und Karnevalsfeiern nichts zu suchen.“

Die parlamentarische Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium ergänzte: Was den Menschen Spaß und gute Laune bringe, „bedeutet für die Tiere oft Stress oder sogar Angst. Für ihre sehr feinen Sinne sind große, feiernde Menschenmengen oder laute Musik schlicht zu viel“, so Breher. „Wer ausgelassen feiern will, kann das gern tun – aber bitte ohne Haustiere.“

Auch der Tierschutzbund forderte die Tierhalter auf, Rücksicht zu nehmen. Haustiere solle man nicht verkleiden oder als „Accessoire“ einbeziehen. Ungewohnte Kleidung wie Kostüme am Körper werde von vielen Tieren als bedrohlich und unangenehm empfunden, hieß es.


Foto: Straßenkarneval (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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IW: Viele Unternehmen schlecht für Krisen- und Kriegsfall gerüstet

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Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt davor, dass die Unternehmen hierzulande möglicherweise nicht ausreichend auf einen Spannungs- und Verteidigungsfall vorbereitet sind.

„Gesamtverteidigung und Abschreckung gegenüber Russland kann nicht allein militärisch gedacht werden, sondern erfordert die systematische Einbindung der Wirtschaft“, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des IW, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Die IW-Volkswirte stützen sich unter anderem auf eine Befragung von mehr als 1.000 Firmen – mit gemischtem Ergebnis: 86 Prozent geben an, sich bereits wirksam gegen Cyberattacken zu schützen. Gegen Desinformation, Sabotage und Spionage habe die Mehrheit ebenfalls Maßnahmen ergriffen. Umgekehrt sind nur gut drei Prozent der Firmen für einen Materialausfall gerüstet, bei der Notfallplanung für größeren Personalausfall liegt die Quote bei vier Prozent. Vorhalteverträge gibt es laut Studie bei knapp fünf Prozent. Für Infrastrukturmängel und -engpässe im Ernstfall sehen sich 24 Prozent gerüstet; weitere 17 Prozent wollen nachlegen.

Tatsächlich kämen auf Unternehmen im Ernstfall erhebliche Aufgaben zu: Vor allem Rüstungs-, Tech- und Zulieferbetriebe müssten Waffen, Fahrzeuge und Anlagen in der erforderlichen Menge bereitstellen, zugleich müssten zivile Unternehmen Beschäftigte für Wehrdienst sowie Fahr-, Logistik- und Sanitätsaufgaben freistellen, Lieferkettenausfälle abfedern und Systeme gegen Cyberangriffe absichern.

Die wichtigste Aufgabe der Wirtschaft im Krisenfall wäre laut IW, die Versorgung der Bevölkerung auf dem bisherigen Niveau zu sichern – auch aus sicherheitspolitischen Gründen: „Ein deutlicher Wirtschafts- und Wohlstandseinbruch könnte die Unterstützung von Verteidigungsanstrengungen an der Nato-Ostflanke infrage stellen“, schreiben die Autoren.


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EZB verteidigt Einführung von digitalem Euro

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EZB (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – EZB-Direktor Piero Cipollone verteidigt die geplante Einführung des digitalen Euro. Dass das Projekt so umstritten sei, liege an den „vielen Fehlinformationen“, sagte Cipollone, der bei der EZB für das Projekt verantwortlich ist, der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagausgabe).

„Manche behaupten, die EZB wolle kontrollieren, wofür die Menschen ihr Geld ausgeben – das ist Unsinn“, so Cipollone weiter. Zudem werde niemand gezwungen, den digitalen Euro zu nutzen.

Mit der Einführung des digitalen Euro und eines europäischen Zahlungssystems möchte Europa seine Souveränität gegenüber den USA stärken: „Denken Sie an die Richter des Internationalen Strafgerichtshofs, die von den USA sanktioniert wurden, nur weil sie ihre Arbeit taten. Ihre amerikanischen Karten wurden gesperrt – und ihre Zahlungsmöglichkeiten in Europa waren eingeschränkt, weil sie von Visa und Mastercard blockiert wurden. Mit einem digitalen Euro hätten sie weiterhin im gesamten Euroraum Zahlungen tätigen können“, sagte Cipollone.

Den Vorwurf, die EZB trete mit dem digitalen Euro in Konkurrenz zu privaten Anbietern, wies der Ökonom zurück. „Ganz im Gegenteil. Mit dem digitalen Euro schaffen wir einen europäischen Standard. Dank der gemeinsamen Infrastruktur könnten Anbieter wie der neue Bezahldienst Wero, eine Initiative mehrerer europäischer Banken, überall in Europa tätig sein. Das ist wie ein öffentliches Schienennetz, auf dem jedes Eisenbahnunternehmen seine Züge einsetzen und jedes Ziel erreichen kann“, sagte Cipollone. Mit einer solchen Infrastruktur werde es einfacher für private europäische Anbieter von Zahlungssystemen, ihr Geschäft auszuweiten und überall im Euroraum anzubieten.

Kritiker befürchten, dass es mit dem digitalen Euro möglich wäre, bestimmte Einkäufe zu blockieren. Die EZB weist das zurück. „Das Eurosystem ist nicht befugt, Einkäufe zu blockieren. Wenn eine Zahlung angewiesen wird, reservieren wir den entsprechenden Betrag, verfolgen aber keine einzelnen Geldeinheiten. Um Ausgaben zu steuern, müsste man jede digitale „Banknote“ markieren“, sagte Cipollone. „Weder die EZB noch sonst irgendjemand wird digitale Euro nach diesem Muster markieren können. Wir erfassen einzig den Zahlungsbetrag der Transaktion sowie die verschlüsselten Codes des Zahlenden und des Empfängers des Geldes. Wir wissen aber weder, wer diese Personen sind, noch wofür sie ihr Geld ausgeben. Sie bleiben für uns anonym.“ Die kritische Haltung des Europäischen Parlaments gegenüber dem digitalen Euro hält Cipollone für gefährlich: „Jede Verzögerung erhöht unsere Abhängigkeit von ausländischen Zahlungssystemen.“


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Neuer Koalitions-Streit: SPD will Recht auf Teilzeit erhalten

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Schreibtisch (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Mehrere Abgeordnete der SPD üben scharfe Kritik an der Forderung der Wirtschafts- und Mittelstandsunion (MIT), den Anspruch auf Teilzeitarbeitt abzuschaffen.

„Die Menschen in Deutschland arbeiten heute bereits in vielen Fällen an der Belastungsgrenze“, sagte Annika Klose, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, dem „Spiegel“. „Der Weg der Union, mit ihren Vorschlägen den Druck auf die Beschäftigten immer weiter zu erhöhen, ist ein Holzweg und führt in die Sackgasse: zu höheren Burnout-Quoten oder einem früheren Ausscheiden aus dem Arbeitsleben.“

Richtig sei es, Fehlanreize wie Minijobs und das Ehegattensplitting abzuschaffen, so Klose. „Schade, dass die MIT stattdessen auf Populismus auf dem Rücken der Beschäftigten setzt.“

Auch die SPD-Abgeordnete Rasha Nasr kritisierte den MIT-Vorstoß scharf. „Der Rechtsanspruch auf Teilzeit ist kein Luxus und kein Zeichen mangelnder Solidarität“, sagte Nasr dem „Spiegel“. „Für Millionen Beschäftigte ist er Voraussetzung, um Beruf, Familie, Pflege oder Gesundheit miteinander zu vereinbaren. Wer Beschäftigte in Teilzeit als unsolidarisch diffamiert, verkennt die Lebensrealität vieler Menschen und wertet ihre Leistung ab.“

Ähnlich äußerte sich Sebastian Roloff, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Wer Sozialleistungen für Teilzeitkräfte streichen will, zeigt, dass es hier nicht um Fachkräftesicherung geht, sondern um Ideologie auf dem Rücken von Beschäftigten“, sagte er dem „Spiegel“. „Wir brauchen mehr Arbeitsvolumen in Deutschland“, sagt Roloff. „Aber der Weg dahin führt über bessere Kinderbetreuung, echte Entlastung bei der Pflege und Anreize statt Sanktionen.“


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Wetterdienst warnt vor Glatteisregen im Nordosten

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Straßenverkehr unter winterlichen Bedingungen in Berlin (Archiv), via dts NachrichtenagenturOffenbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glatteisregen im Nordosten. Betroffen seien Teile der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen, teilte die Behörde am Sonntagabend mit.

Vom Erzgebirge greift im Verlauf der Nacht zum Montag gefrierender Regen auf den Nordosten von Deutschland über und erfasst im Verlauf der Nacht auch Mecklenburg-Vorpommern. Zudem könne regional erheblicher Eisansatz nicht ausgeschlossen werden, teils mit Auswirkungen auf Infrastruktur und Vegetation.

Der Wetterdienst rechnet mit „Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr“, wie es weiter hieß.

Ein kleinräumiges, aber wetterwirksames Tief zieht am Sonntag von der oberen Adria nach Norden. Im Zusammenspiel mit der herangeführten feuchten Luftmasse kommt es dabei zu den kräftigen Schneefällen, und im Osten zu Glatteis.


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Analyse: Versicherung für E-Autos oft teurer als für Verbrenner

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E-Auto-Ladestation (Archiv), via dts NachrichtenagenturHeidelberg (dts Nachrichtenagentur) – Bei rund der Hälfte der Vollkaskotarife müssen Fahrer von Elektroautos mehr zahlen als Besitzer von Verbrennern.

Das geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Verivox hervor, über die die Funke-Zeitungen berichten. Unter sonst gleichen Bedingungen können die Versicherungsprämien für E-Autos demnach bis zu 44 Prozent teurer sein als für das gleiche Fahrzeugmodell mit Verbrennungsmotor.

Für einen BMW X3 mit Elektroantrieb liegen laut Analyse Vollkaskotarife bis zu 44 Prozent höher als für die Benzinvariante – obwohl beide Modelle in denselben Typklassen eingeordnet sind. Von den Tarifen, die der Modellfahrer für beide Modelle wählen kann, sind knapp die Hälfte (rund 49 Prozent) für das E-Modell teurer. Günstiger ist die Versicherung für den Stromer bei rund 32 Prozent der Tarife. Bei 19 Prozent der Angebote liegen die Kosten gleichauf.

Der Elektro-SUV Skoda Enyaq ist laut Analyse mitunter bis zu 18 Prozent teurer versichert als der typklassengleiche Benziner Kodiaq. 40 Prozent der Tarife liegen hier über den Kosten des Verbrennermodells, 35 Prozent sind günstiger. Gleichstand erreichen die beiden bei rund 26 Prozent der Tarife.

„Versicherer haben E-Autos lange Zeit per se günstiger bepreist als Benziner“, sagte Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „Zum einen lagen nicht ausreichend Schadensdaten vor und zum anderen wollten Versicherer sich auf einem jungen Wachstumsmarkt positionieren. Doch die Zeit der pauschalen Vorschusslorbeeren für E-Autos ist vorbei.“

Mittlerweile zeigen Verivox zufolge Langzeitdaten, dass Elektroautos zwar seltener Schäden verursachen, diese dann jedoch oft teurer sind. Das schlage insbesondere in der Vollkasko zu Buche. Trotzdem blieben günstige Tarife für E-Autos möglich: Einige Versicherer nutzten weiterhin niedrige Prämien, um den Kundenstamm unter E-Auto-Fahrern zu erweitern. Laut Modellrechnung können Fahrer von Elektrofahrzeugen je nach Modell und Tarif bis zu 23 Prozent sparen. „E-Auto-Fahrer sollten Versicherungen gründlich vergleichen, bevor sie sich für eine Police entscheiden“, rät Ziller. „Neben dem Preis sollten sie auch darauf achten, dass wichtige Leistungen enthalten sind – insbesondere zum Schutz des teuren Akkus. Hier unterscheiden sich die Tarife noch stark.“

Für die Analyse hat Verivox in Modellrechnungen die Vollkasko-Versicherung für einen 45-jährigen Berliner mit einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 km, Schadenfreiheitsklasse 15 berechnet. Die Auswertung umfasst über 400 Tarife von rund 60 Versicherern.


Foto: E-Auto-Ladestation (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesliga: VfB Stuttgart siegt souverän gegen Mönchengladbach

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Joe Scally (Archiv), via dts NachrichtenagenturMönchengladbach (dts Nachrichtenagentur) – Der VfB Stuttgart hat sich am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem klaren 3:0-Sieg bei Borussia Mönchengladbach durchgesetzt.

In der 74. Minute setzte Deniz Undav für Stuttgart den Schlusspunkt. Zuvor hatte ein Eigentor von Joe Scally in der 68. Minute den Vorsprung der Stuttgarter auf 2:0 erhöht. Jamie Leweling hatte bereits in der 30. Minute das erste Tor für die Schwaben erzielt.

Das Spiel begann mit einer vergebenen Großchance für Mönchengladbach, als Alexander Nübel einen Handelfmeter von Tabakovic parierte. Stuttgart dominierte das Spielgeschehen und ließ den Gladbachern kaum Raum für gefährliche Angriffe. Trotz einiger Wechsel auf beiden Seiten konnte Mönchengladbach keine entscheidenden Akzente setzen, während Stuttgart die Partie kontrollierte und den Vorsprung souverän verwaltete.

Der VfB Stuttgart bleibt damit in der Bundesliga weiter auf Erfolgskurs und untermauert seine Ambitionen auf einen Champions-League-Platz. Borussia Mönchengladbach hingegen muss sich nach dieser Niederlage neu sortieren, um in den kommenden Spielen wieder Punkte zu sammeln.


Foto: Joe Scally (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ökonomen kritisieren CDU-Vorstoß gegen Recht auf Teilzeit

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Zwei Frauen mit Kinderwagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte über eine Einschränkung des Rechts auf Teilzeit weist das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Arbeitnehmer nicht freiwillig reduziert arbeitet.

„Wenn alle Teilzeitbeschäftigten ihre Wünsche nach mehr Arbeitsstunden realisieren könnten, entspräche das 1,4 Millionen Vollzeitstellen“, sagte der IAB-Arbeitsmarktexperte Enzo Weber dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).

Potenzial gebe es zudem unter denen, die bisher noch nicht über Aufstockung nachdenken: „So erhöht der Ausbau von Kinderbetreuung auch die gewünschten Arbeitszeiten. Wenn man die Rahmenbedingungen verbessert, geben sich Menschen also nicht mehr mit weniger zufrieden“, sagte Weber.

Nach den IAB-Daten wird die Teilzeitquote der Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 in diesem Jahr „insgesamt über 40 Prozent liegen“, prognostiziert Weber. Erstmals hatte die Quote diesen Wert im Sommer 2025 überschritten. In den 1990er-Jahren lag sie noch bei gut 20 Prozent.

Den jüngsten Anstieg erklärt Weber mit mehreren Faktoren. Einerseits beteiligten sich immer mehr Frauen und Ältere am Arbeitsmarkt. Da dies aber oft in Teilzeit geschehe, steige die Teilzeitquote. Gleichzeitig „gehen in der Industrie Vollzeitstellen verloren“, was die Quote weiter erhöhe. Dazu komme, dass „die Präferenz für hohe Arbeitszeiten insgesamt etwas abnimmt“.

Der Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels zum Recht auf Teilzeit stößt auch bei weiteren Ökonomen auf Kritik. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sagte der „Rheinischen Post“: „Eine Einschränkung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit würde vielen Unternehmen und der deutschen Wirtschaft großen Schaden zufügen.“

Viele Beschäftigte in Vollzeit wünschten sich eine reduzierte Arbeitszeit, so der Ökonom. Eine entsprechende Regelung würde daher „stark gegen die Wünsche vieler Deutscher gehen, dadurch die Beschäftigung tendenziell eher reduzieren als erhöhen und somit den Fachkräftemangel in Deutschland weiter erhöhen. Die Konsequenz wird weniger Wachstum und Wohlstand und ein weiterer Anstieg der Insolvenzen von Unternehmen sein“, warnte Fratzscher.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Arbeitnehmerflügel der CDU den Rechtsanspruch auf Teilzeit einschränken will. Es soll ihn nur noch geben, wenn besondere Gründe vorliegen. Dazu zählt die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung.


Foto: Zwei Frauen mit Kinderwagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Teilzeit: Linke sieht "Attacke auf hart arbeitende Menschen"

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Schweißer bei der Arbeit (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels gegen das Recht auf Teilzeit stößt auf scharfe Kritik.

Linken-Chefin Ines Schwerdtner sprach von „der nächsten Attacke auf hart arbeitende Menschen, besonders auf Frauen“. Der „Rheinischen Post“ sagte Schwerdtner: „Das Recht auf Teilzeit als `Lifestyle` zu diffamieren, ist respektlos gegenüber Millionen, die Kinder großziehen, Angehörige pflegen oder schlicht versuchen, Arbeit und Leben unter einen Hut zu bringen.“

Weiter sagte Schwerdtner: „Teilzeit ist kein Luxusproblem, sondern oft die einzige Möglichkeit, um erwerbstätig zu bleiben. Wer dieses Recht einschränkt, drängt vor allem Frauen aus dem Job, verschärft Einkommensverluste und treibt noch mehr Menschen in Altersarmut. Das ist nicht modern, das ist rückwärtsgewandt.“ Wenn die Union weniger unfreiwillige Teilzeit wolle, müsse sie unter anderem für bessere Kitas und verlässliche Ganztagsbetreuung sorgen, forderte Schwerdtner.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Arbeitnehmerflügel der CDU den Rechtsanspruch auf Teilzeit einschränken will. Es soll ihn nur noch geben, wenn besondere Gründe vorliegen. Dazu zählt die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung.

Auch die SPD kritisierte den Vorstoß aus dem Wirtschaftsflügel der CDU zur Abschaffung des Rechts auf Teilzeit scharf. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt warnte im „Handelsblatt“ vor dem „Schleifen hart erkämpfter Arbeitnehmerrechte“. Stattdessen müsse Deutschland stärker in Bildung, Qualifizierung, Forschung und Entwicklung investieren. „Das unterstützt Wirtschaft und Wachstum“, sagte Schmidt.

Zugleich nannte Schmidt den Vorstoß widersprüchlich. Einerseits würden Beschäftigte „gegen die Fakten“ als faul dargestellt und zu Mehrarbeit gedrängt. Andererseits würden Menschen abgeschoben, „die integriert und in Ausbildung und Arbeit sind“.


Foto: Schweißer bei der Arbeit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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