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Ischinger erwartet Präsidentschaftskandidatur von Vance

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JD Vance (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige deutsche Botschafter in den USA, Wolfgang Ischinger, sieht den US-Vizepräsidenten JD Vance auf dem Weg zu einer Kandidatur bei der nächsten US-Präsidentschaftswahl.

„Das ist jemand, der sich ganz offensichtlich auf dem Weg hin zur eigenen, demnächst zu verwirklichenden Präsidentschaftskandidatur sieht“, sagte er dem „Stern“. Ischinger hatte am Donnerstag auf einem Podium des „Munich Leaders Meeting“ in Washington mit Vance diskutiert.

Zudem erkennt Ischinger, Stiftungsratsvorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, nach den Schockwellen der ersten Monate nun einen Stimmungswandel in Washington. „Bei der außenpolitischen Konfrontation könnte das Schlimmste hinter uns liegen“, so Ischinger. Er habe den Eindruck, dass man nun bereit sei, „sich mehr mit den europäischen Partnern abzustimmen, europäische Bemühungen zu unterstützen und im Gegenzug davon ausgeht, dass amerikanische Bemühungen von Europäern unterstützt werden“.

Der Stimmungswandel komme unter anderem daher, dass man verstanden habe, dass die Verhandlungsstrategie gegenüber der Ukraine und Russland gescheitert sei. „Man hat erkannt, dass nur Trumps Charme alleine, das Umgarnen von Putin, die Aussicht auf bessere wirtschaftliche Beziehungen, keinen Durchbruch bringt“, so Ischinger.


Foto: JD Vance (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz droht mit "massiver Verschärfung" der Russland-Sanktionen

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Friedrich Merz am 08.05.2025, via dts NachrichtenagenturKiew (dts Nachrichtenagentur) – Die Europäische Union, Großbritannien und die USA sind sich nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einig, den Druck auf Russland massiv zu erhöhen, wenn Präsident Wladimir Putin nicht bereit sein sollte, auf die Forderung nach einer 30-tägigen Waffenruhe einzugehen.

Merz sagte am Samstagmorgen nach seiner Ankunft in Kiew zusammen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk der „Bild“: „Wir unterstützen die Ukraine, wir sind abgestimmt mit der amerikanischen Regierung, mit Donald Trump und wir fordern eine 30-tägige Waffenruhe, damit in dieser Zeit Friedensverhandlungen vorbereitet werden können. Und jetzt liegt der Ball bei Putin. Putin muss die Antwort auf dieses Angebot geben.“

Auf die Frage, welche Druckmittel es gebe, sollte Putin sich einem Waffenstillstand wie bisher verweigern, sagte der Kanzler: „Es wird dann eine massive Verschärfung der Sanktionen geben und es wird weitere massive Hilfe für die Ukraine geben – politisch ohnehin, finanzielle Hilfe, aber auch militärisch.“

Und weiter: „Auch da sind wir gut abgestimmt, sowohl zwischen den europäischen Mitgliedstaaten, einschließlich Großbritannien, was ich sehr begrüße, und den Amerikanern.“ Auf die Frage, ob auch Trump zu weiteren Waffenlieferungen bereit sei, antwortete Merz: „Das ist jedenfalls die Botschaft, die wir aus Washington hören. Offensichtlich verliert auch Donald Trump langsam die Geduld mit Putin. Die Amerikaner hatten ja auch ursprünglich vor, innerhalb weniger Tage diesen Krieg zu einem Ende zu bringen. Das gelingt offensichtlich nicht, aber nicht, weil die Amerikaner sich nicht engagieren, sondern weil Putin einfach auf verschiedenste Gesprächsangebote nicht eingeht. Und damit sind wir mit den Amerikanern zusammen in einer Ausgangsposition, die da lautet: Wir tun alles, um diesen Krieg zu beenden. Aber wenn Russland nicht will, dann sind wir auch bereit, die Ukraine weiter zu unterstützen.“

Zum weiteren Zeithorizont sagte Merz: „Zunächst einmal müssen wir jetzt schauen, ob wir nach diesem Wochenende das Ziel erreichen, einen Waffenstillstand zu vereinbaren. Das ist jetzt das nächstliegende Ziel.“

Zu den Zielen einer Friedensregelung sagte Merz: „Das Wichtigste ist, dass die Ukraine als Staat fortbesteht zu existieren, dass die territoriale Integrität des Landes wiederhergestellt wird und dass vor allem Russland anerkennt, dass dies ein selbstständiger demokratischer Staat ist, der ein Existenzrecht hat.“ Alles das spreche Russland der Ukraine ab: „Also insofern stehen wir hier sicherlich ganz am Anfang von möglichen Gesprächen, Vereinbarungen. Aber noch einmal: Ich greife dem nicht vor.“


Foto: Friedrich Merz am 08.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Rehlinger fordert europäische Energieunion

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Windräder (Archiv), via dts NachrichtenagenturVölklingen (dts Nachrichtenagentur) – Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat die Idee einer Europäischen Union für erneuerbare Energien und Wasserstoff vorgeschlagen.

Sie sagte, dass dies der europäischen Idee neue Energie verleihen könne und an die Montanunion aus den 1950er-Jahren anknüpfe. Rehlinger erklärte, dass Europa wirtschaftliche und energiepolitische Resilienz und Unabhängigkeit benötige, was der französische Präsident Emmanuel Macron als europäische Souveränität bezeichne. Diese Unabhängigkeit sei nicht nur in der Außen- und Verteidigungspolitik wichtig, sondern auch in der Industrie sowie bei Roh- und Grundstoffen.

Rehlinger mahnte, dass Europa heute wieder vor großen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehe. Es sei wichtig, sich an die Wurzeln der europäischen Idee zu erinnern, aber ebenso notwendig, Europa gemeinsam weiterzudenken und zu gestalten. In der Grenzregion könne man das Potenzial gemeinsamer Infrastruktur, grenzüberschreitender Gesundheitsversorgung und Mobilitätslösungen sowie wissenschaftlicher Zusammenarbeit erleben. Solche gemeinsamen Erlebnisse stärkten jede gute Freundschaft, so Rehlinger.


Foto: Windräder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundespolizei intervenierte mehrfach bei Einreisen von Afghanen

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Bundespolizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die verschiedenen Programme zur Aufnahme von afghanischen Staatsbürgern in der Bundesrepublik Deutschland sorgen seit Monaten für politische Diskussionen. Laut Daten zu Interventionen von in Pakistan tätigen Bundespolizisten, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet, wandten sich Beamte allein vor den fünf Flügen im Jahr 2025 im Blick auf 59 für die Einreise vorgesehene Personen an Mitarbeiter der deutschen Botschaft und rieten dazu, eben jene Afghanen – anders als geplant – nicht an Bord des Fliegers zu lassen.

Die Gründe, die das Bundespolizeipräsidium der „Welt am Sonntag“ nannte: „unzureichende Dokumentenlagen oder sonstige sicherheitsrelevante Erkenntnisse“. Das Ziel war angeblich, die Personen und ihre Dokumente erneut genau zu prüfen. Die finale Entscheidung über die Einreise liegt beim Auswärtigen Amt (AA). Und das ließ sich in vielen Fällen nicht beirren.

Von der Bundespolizei hieß es laut der „Welt am Sonntag“, man habe „lediglich davon Kenntnis“, dass 25 Beförderungen nicht zugestimmt worden sei. Entsprechend durften trotz der Bedenken der Polizisten 34 Afghanen nach Deutschland reisen. Im Rahmen der Einreisekontrolle an den Flughäfen Leipzig, Berlin und Hannover wurden 2025 durch Bundespolizisten elf Urkundendelikte wurden festgestellt und Strafanzeige gestellt.

Während des Aufenthalts der Afghanen in Pakistan überprüfen sogenannte Dokumenten- und Visumberater (DVB) der Bundespolizei die von den Afghanen vorgelegten Unterlagen – und teilen der Botschaft mit, wenn etwa Fälschungen festgestellt wurden. Die Botschaft wiederum teilt diese Erkenntnisse mit dem AA. Allerdings: Wie die Bundesregierung mit eben jenen gemeldeten Afghanen umgeht, erfahren die DVB nicht.

Im Vorfeld der 18 Charterflüge aus Islamabad in 2024 bat die Polizei deutsche Diplomaten laut der „Welt am Sonntag“ bei 90 Afghanen um eine erneute Prüfung. Nach Kenntnissen der Polizeibehörde kam das AA der Empfehlung in der Hälfte der Fälle nach: 45 Afghanen verweigerte die Botschaft eine Beförderung.

Das AA teilte bezüglich des Sachverhalts mit, eingeflogen werde nur, wer „das Visumverfahren und alle Sicherheitsüberprüfungen erfolgreich abgeschlossen“ habe. Reisedokumente seien kurz vor dem Abflug noch mal überprüft worden. Bei Rückfragen seien diese vor Abflug abschließend geklärt oder „eine Weiterreise nach Deutschland zunächst zurückgestellt“ worden.

Manuel Ostermann, stellvertretender Vorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft, sagte der „Welt am Sonntag“: „Die Bundesregierung und insbesondere die Bundesaußenministerin a. D. haben offenkundig die Expertise der Bundespolizisten schlicht ignoriert.“ Das gesamte Verfahren sei „ein Skandal und gehört in einem Untersuchungsausschuss lückenlos aufgeklärt“.


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Merz, Tusk, Starmer und Macron reisen zusammen in die Ukraine

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Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Polen, UK und Frankreich reisen in die Ukraine am 09.05.2025, Denzel, Jesco/BPA via dts NachrichtenagenturBerlin/Kiew (dts Nachrichtenagentur) – Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Polen, Großbritannien und Frankreich reisen am Samstag gemeinsam in die Ukraine.

Am Samstagmorgen treffen Sie den ukrainischen Staatspräsidenten Selenskyj, nach offiziellen Angaben um ihr „unerschütterliches Bekenntnis zur Unterstützung der Ukraine zu bekräftigen“, wie die Bundesregierung in der Nacht mitteilte. Es ist der erste gemeinsame Besuch der Staats- und Regierungschefs dieser vier Länder in der Ukraine und die erste Reise von Friedrich Merz als neu gewähltem Bundeskanzler dorthin.

Die Bundesregierung betonte, vor dem Besuch habe auch US-Präsident Donald Trump Russland aufgefordert, einem 30-tägigen Waffenstillstand zuzustimmen, um Friedensverhandlungen zu ermöglichen. Die vier Staats- und Regierungschefs erklärten in dem gemeinsamen Statement, man unterstütze auch die Forderung Trumps nach einem Friedensabkommen.

Russland sei nun aufgefordert, die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden nicht länger zu behindern. „Gemeinsam mit den USA fordern wir Russland auf, einen vollständigen und bedingungslosen 30-tägigen Waffenstillstand zuzustimmen, um Raum zu schaffen für Gespräche über einen gerechten und dauerhaften Frieden.“

Wörtlich heißt es weiter: „Wir stehen bereit, Friedensgespräche zu unterstützen, die sobald wie möglich, der technischen Umsetzung eines Waffenstillstands und der Vorbereitung eines umfassenden Friedensabkommens dienen sollen.“

Das Blutvergießen müsse ein Ende haben, Russland seinen illegalen Angriffskrieg beenden und die Ukraine in die Lage versetzt werden, „sich als souveräne Nation in ihren international anerkannten Grenzen zu entwickeln, auch für kommende Generationen“.

Die Unterstützung für die Ukraine soll laut der gemeinsamen Erklärtung weiter ausgebaut werden. „Solange Russland einem dauerhaften Waffenstillstand nicht zustimmt, werden wir den Druck auf Russlands Kriegsmaschine weiter erhöhen“, heißt es in dem Text.

Im Rahmen des Besuchs werden die Staats- und Regierungschefs unter anderem auf dem Maidan der Opfer des Krieges gedenken, wo Fahnen für die getöteten Ukrainer aufgestellt wurden. Später wollen sie gemeinsam mit Präsident Selenskyj ein virtuelles Treffen der Ukraine-Unterstützergruppe leiten, bei der es um laufende Fortschritte hin zur Schaffung einer Koalition künftiger Luft-, See-, Land- und Regenerationskräfte gehen wird, mit der die ukrainische Armee nach einem Friedensschluss wieder gestärkt und das Vertrauen in dauerhaften Frieden aufgebaut werden kann.


Foto: Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Polen, UK und Frankreich reisen in die Ukraine am 09.05.2025, Denzel, Jesco/BPA via dts Nachrichtenagentur

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Arbeitsministerin schließt komplette Leistungsstreichungen aus

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Arbeitsamt in Aschersleben (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die neue Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas will die Sanktionen in der Grundsicherung „anschärfen“, eine komplette Streichung von Leistungen lehnt die SPD-Politikerin jedoch ab. „Diejenigen, die arbeiten können, müssen es auch tun“, sagte Bas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Wir werden uns das Instrumentarium anschauen – und die Sanktionen anschärfen, wenn dies angezeigt ist.“

Wer eine Sozialleistung beziehe, habe die Pflicht zur Mitwirkung. „Das ist eine Frage der Gerechtigkeit.“ Dies betreffe gerade junge Menschen, die Schule und Ausbildung abgeschlossen haben. Bas warnte die Union allerdings davor, auf einer vollständigen Streichung von Leistungen zu bestehen. „Das Geld komplett zu streichen ist in extremen Fällen schon heute möglich“, sagte die Arbeits- und Sozialministerin. „Wer aber eine komplette Streichung auch der Wohnkosten fordert, verkennt die Lage. Das Existenzminimum muss gesichert werden – das sagen die Gerichte.“

Es könne nur darum gehen, dass Sanktionen „schneller greifen und deutlicher sind“, fügte die SPD-Politikerin hinzu. „Ich werde nicht das Risiko eingehen, dass die Reform des Bürgergelds von den Sozialgerichten kassiert wird.“ Die Sozialdemokratin kündigte an, hart gegen den Missbrauch von Sozialleistungen vorzugehen. „Ein großes Thema ist für mich der Kampf gegen Sozialleistungsbetrug“, sagte Bas.

„Grundsicherung beziehen und schwarz arbeiten – da werde ich richtig reingehen.“ Das betreffe nicht nur die Leistungsempfänger. „Wir müssen auch die Unternehmen, die das zulassen, härter bestrafen. Es kann nicht sein, dass ein Teil der Entlohnung über Sozialleistungen abgedeckt wird.“

In ihrem Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD darauf verständigt, das bisherige Bürgergeldsystem zu einer „neuen Grundsicherung für Arbeitssuchende“ umzugestalten. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Geldleistung abgeschafft werde, versicherte Bas. „Es wird immer eine Grundsicherung geben – auch wenn sie nicht mehr Bürgergeld heißt.“

Bas fordert, dass künftig auch Beamte in die Rentenversicherung einzahlen. „Wir müssen mehr Leute an der Finanzierung der Rentenversicherung beteiligen“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „In die Rentenversicherung sollten auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige einzahlen.“ Die SPD-Politikerin weiter: „Wir müssen die Einnahmen verbessern.“ Über die Ausgestaltung werde die von der schwarz-roten Koalition vereinbarte Rentenkommission beraten.

Bas kündigte Beitragserhöhungen an. „In den kommenden Jahren werden die Rentenbeiträge demographiebedingt leicht steigen“, sagte die Ministerin. „Aber dann sollten auch die Vorschläge der Rentenkommission greifen.“ Eine Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung lehnte die Sozialdemokratin ab. „Eine Kopplung wird allein deshalb nicht funktionieren, weil es so unterschiedliche Arbeitsplätze gibt“, sagte Bas.

In manchen Berufen wollten die Leute länger arbeiten und könnten es auch, Bundeskanzler Friedrich Merz sei beispielsweise 69 Jahre alt. „Und es gibt Berufe, da sind die Leute mit 60 schon fertig.“


Foto: Arbeitsamt in Aschersleben (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wadephul bezeichnet Sicherheitslage in der Ostsee als "prekär"

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Johann Wadephul am 06.05.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) will die Sicherheit im Ostseebereich stärker in den Blick nehmen. „Die Lage dort ist prekär, das ist offenkundig“, sagte Wadephul der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe): „Ich finde, dass dieser gesamte baltische Raum bisher in der Öffentlichkeit zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat und möchte in meiner Amtszeit das Augenmerk mehr dort hinlenken.“

Der Minister, der in Molfsee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) lebt, sieht verschiedene Belege für die erhöhte Gefahr: Die Zerstörung von Datenkabeln zwischen dem baltischen Raum und Skandinavien, das Entfernen von Grenzbojen, die Verletzung des Luftraumes von EU- und Nato-Staaten durch russische Luftfahrzeuge, eine aggressiv auftretende russischen Marine. „Es liegt also auf der Hand, dass wir hier oben in einem Gefährdungsraum leben“, so Wadephul.

„Es ist doch klar, dass Schleswig-Holstein eine strategische Bedeutung hat, wenn wir den ganzen Ostseeraum sicherer machen wollen“, sagte Wadephul außerdem. Deswegen gebe es auch Überlegungen im Verteidigungsministerium, Bundeswehr-Standorte im Land zu stärken.

Auch stehe die endgültige Ausbauentscheidung für den Flugplan Hohn kurz bevor. Der Norden werde vom Infrastruktur-Paket, das in der Koalition verabredet wurde, profitieren – „bei den Häfen, den Straßen und den Brücken“, so der Außenminister, der am Freitag in der Ukraine zu Besuch war.

Vor dem Hintergrund machte er auch klar, dass die Ukraine eine Beitrittsperspektive sowohl für die Europäische Union, als auch für die Nato habe. „In der Nato haben wir uns gemeinsam darauf verständigt, dass die Ukraine auf einem Weg in das Verteidigungsbündnis ist und dieser Weg unumkehrbar ist. Deutschland steht zu diesem Beschluss“, sagte Wadephul der NOZ.


Foto: Johann Wadephul am 06.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Bas deutet Interesse an SPD-Vorsitzposten an

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Bärbel Bas am 05.05.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat Interesse an einer Bewerbung für den SPD-Vorsitz an der Seite von Parteichef Lars Klingbeil angedeutet. „Ich habe den Parteivorsitz nicht ausgeschlossen, aber bisher sind beide Vorsitzenden ja im Amt“, sagte Bas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

„Lars Klingbeil hat angekündigt, er will weitermachen. Saskia Esken hat sich noch nicht geäußert, insofern sollte man jetzt nicht spekulieren.“ Esken ist in der eigenen Partei umstritten. Nachdem die Baden-Württembergerin bei der Vergabe der Kabinettsposten nicht zum Zug kam, könnte sie sich vom SPD-Vorsitz zurückziehen.

Auf die Frage, was sie Klingbeil antworte, wenn der Parteichef sie nach ihrem Interesse an dem Posten frage, antwortete Bas: „Das hat er noch nicht.“ Die Sozialdemokratin aus Nordrhein-Westfalen fügte hinzu: „Erst einmal will ich Fuß fassen als Arbeits- und Sozialministerin.“

Dieses „fantastische Ministerium“ in der neuen schwarz-roten Bundesregierung zu übernehmen, sei ein „Herzenswunsch“ von ihr gewesen, sagte Bas. „Hart arbeitende Menschen, die sich durchs Leben kämpfen, brauchen Rückhalt. Der Staat muss denen helfen, denen es nicht so gut geht.“

Die SPD-Politikerin verwies auf ihre eigene Biografie: „Ich komme aus einer Familie im Ruhrgebiet, die selbst Sozialhilfe in Anspruch nehmen musste, weil der Lohn nicht gereicht hat. Das prägt einen. Dass ich jetzt an einer Stelle sitze, wo ich viel für diese Menschen erreichen kann, das ist eine große Ehre und Verantwortung, vor der ich Respekt habe.“


Foto: Bärbel Bas am 05.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Strack-Zimmermann und Heusgen drängen Merz zu Taurus-Lieferung

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Taurus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um die künftige Unterstützung der Ukraine durch die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angeführte Regierung nehmen Forderungen nach einer Lieferung des Taurus-Marschflugkörpers zu. „Ich erwarte vom neuen Bundeskanzler, dass er sich nicht hinter Formelkompromissen versteckt, sondern die Führungsverantwortung in Europa übernimmt, die unsere Partner seit langem erwarten, die sein Vorgänger aber hat vermissen lassen“, sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

„Dazu gehört die rasche und ausreichende Lieferung militärischer Ausrüstung, einschließlich moderner Waffensysteme wie Taurus – neben humanitärer und wirtschaftlicher Hilfe“, so Strack-Zimmermann.

Auch der Top-Diplomat und frühere Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, mahnte eine solche Lieferung an, sieht aber die neue Regierung auf gutem Kurs in der Ukraine-Politik. „Die neue Bundesregierung hat die richtigen Signale gesetzt. Sie will die Ukraine weiterhin unterstützen, und sie lässt auch keine Zweifel aufkommen, wer in diesem furchtbaren Konflikt Täter und Opfer ist“, sagte Heusgen der „Rheinischen Post“.

„Auch ist die beabsichtigte gemeinsame Herangehensweise richtig, also in engem Schulterschluss mit Frankreich, Polen und Großbritannien“, so der langjährige Diplomat. „Entscheidend ist dann natürlich das Ergebnis: Die Europäer müssen neben Geschlossenheit auch Stärke zeigen, also zum Beispiel die von Bundeskanzler Merz angekündigte Entscheidung treffen, gemeinsam mit den Partnern Lenkflugkörper an die Ukraine zu liefern“, forderte Heusgen.


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1. Bundesliga: Gerechtes Remis zwischen Wolfsburg und Hoffenheim

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Pavel Kaderabek (TSG Hoffenheim) (Archiv), via dts NachrichtenagenturWolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Am 33. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat der VfL Wolfsburg zuhause gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:2 unentschieden gespielt.

Bereits nach 20 Sekunden klingelte es im Kasten der Gäste, als Östigaard eine Amoura-Hereingabe aus wenigen Metern nicht kontrollieren konnte und unglücklich ins eigene Gehäuse ablenkte. Nach der Entlassung von Ralph Hasenhüttl glückte den Wölfen damit ein echter Blitzstart unter Interimscoach Daniel Bauer.

In der elften Minute hatte Touré die große Ausgleichschance, der abgefälschte Versuch aus 20 Metern konnte von Keeper Grabara aber gekonnt noch am Überqueren der Torlinie gehindert werden. In der 16. Minute hätte stattdessen Wimmer fast erhöht, Nationaltorwart Baumann kratzte den Schlenzer des Österreichers aber gerade noch aus dem Eck.

In der 34. Minute glich dann aber die TSG aus, da Kaderabek eine Bülter-Flanke technisch versiert direkt abnahm und rechts im Gehäuse versenkte. Nach einer recht ausgeglichenen ersten Hälfte ging das 1:1 zur Pause völlig in Ordnung.

Zum Start von Durchgang zwei brachte Bischof in der 49. Minute die erste Torgefahr, seinen Versuch aus 25 Metern setzte der Bald-Bayern-Profi aber etwas zu weit rechts an. In der 70. Minute hatte Stach nach feinem Solo das 2:1 für die Bauer-Elf auf dem Fuß, wurde durch den stark blockenden Vavro aber daran gehindert.

Wind machte es da in der 81. Minute deutlich besser: Der Däne nutzte eine Ecke des eingewechselten Majer per Kopf für den Einschlag in die Maschen. Die Führung hatte aber nicht lange Bestand: Bülter jubelte in der 84. Minute, als der Angreifer von Hlozek bedient wurde und über den rechten Innenpfosten erfolgreich war.

In der vierten Minute der Nachspielzeit hatte Koulierakis den Lucky Punch auf dem Fuß, scheiterte aber am linken Pfosten. Kurz darauf war Schluss.

Damit bleibt Wolfsburg im Tabellen-Niemandsland Zwölfter, während Hoffenheim zwar auf Platz 14 klettert, aber den sicheren Klassenerhalt verpasst.


Foto: Pavel Kaderabek (TSG Hoffenheim) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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