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Hubertz widerspricht Merz bei Forderung nach mehr Arbeit

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Verena Hubertz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat sich gegen die Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dass die Deutschen mehr arbeiten sollten, gestellt. „Ich finde, das geht ein bisschen am Ziel vorbei“, sagte die SPD-Politikerin den Sendern RTL und ntv am Mittwoch.

„Viele Frauen würden gerne mehr arbeiten, sind aber in der Teilzeitfalle gefangen, weil die Kita nicht länger aufhat. Da müssen wir erst mal dafür sorgen, dass es auch eine ordentliche Kinderbetreuung gibt“, so Hubertz.

Ein weiteres Beispiel seien unbezahlte Überstunden. „Es gibt total viele Menschen, die machen viele Überstunden und die sind unbezahlt“, sagte die Bauministerin. Man müsse sich daher zunächst anschauen, wer überhaupt mehr arbeiten könne. „Denn wenn ich Handwerker bin, dann kann ich mit 62 Jahren nicht mehr. Bin ich aber Architekt oder der Bundeskanzler, dann geht das doch noch.“


Foto: Verena Hubertz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wetterdienst warnt vor Sturmböen im Norden – Gewitter im Süden

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Wetterstation (Archiv), via dts NachrichtenagenturOffenbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Wetterdienst warnt vor markantem Wetter in weiten Teilen Deutschlands. Gleichzeitig wird es im ganzen Land merklich kühler.

Im gesamten Norden sind etwa oberhalb einer Linie Hannover-Berlin am Donnerstag zwischen etwa 9 und 20 Uhr Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 und 65 km/h aus nordwestlicher Richtung zu erwarten. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen müsse mit Sturmböen bis 80 km/h gerechnet werden, so der Deutsche Wetterdienst.

Bereits am Mittwochabend gibt es kräftige Gewitter in Teilen von Baden-Württemberg und Bayern. Dazu kommen kräftige Regengüsse mit bis zu 20 Litern pro Quadratmeter und teilweise auch Hagel.

Ein kräftiges Tief über Skandinavien übernimmt nach Angaben des Wetterdienstes gerade die Regie und führt aus Nordwesten einen Schwall Polarluft zu uns. Zuvor lagert über der Südhälfte des Landes noch eine feucht-warme gewitterträchtige Luftmasse, die langsam zu den Alpen abgedrängt wird.


Foto: Wetterstation (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax legt zu – Infineon und Bayer vorn

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Mittwoch hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.122 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem verhaltenen Start ließ der Dax bis zum Mittag weiter nach, bevor er am Nachmittag ins Plus drehte.

„Bei der 24.000-Punkte-Kursmarke lässt sich derzeit sehr gut die Faszination der runden Zahl erkennen“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Kursrücksetzer werden derzeit noch von den Investoren für Engagements in deutschen Standardwerten genutzt. So stehen heute insbesondere die Aktien von Bayer, Infineon und Brenntag im Fokus. Auf der Verkaufswelle stehen zur Wochenmitte die Aktien von Daimler Truck, Symrise und der Porsche AG.“

Die Investoren befänden sich in Lauerstellung und warteten auf weitere Handelsimpulse, so Lipkow. „Das nahende Sommerloch könnte in diesem Handelsjahr besonders ausgeprägt ausfallen. Die bisherige Kursperformance des Dax lässt nur noch wenig Spielraum zu.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Infineon, Deutscher Telekom und Bayer an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Papiere von Vonovia, Heidelberg Materials und Zalando.

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juni kostete 37 Euro und damit ein Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 65,13 US-Dollar, das waren 25 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1347 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8813 Euro zu haben.


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Studie findet keine radikalen Inhalte in Moschee-Predigten

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Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee (Archiv), via dts NachrichtenagenturErlangen (dts Nachrichtenagentur) – Eine Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat untersucht, ob in deutschen Moscheen radikale Inhalte gepredigt werden – und konnte dies nicht bestätigen.

Das Forschungsprojekt „Wechselwirkungen“ kam stattdessen zu dem Ergebnis, dass die Freitagspredigten überwiegend alltagspraktische und ethische Themen behandeln. „Es geht oft um allgemeine moralische Ermahnungen, die auch Nicht-Gläubige unterschreiben könnten“, sagte der Islamwissenschaftler Jörn Thielmann.

Die Forscher werteten Predigten der drei großen muslimischen Verbände DITIB, IGMG und VIKZ aus, die rund 1.500 Moscheen in Deutschland vertreten. Dabei fanden sie keine Hasspredigten, sondern vor allem Hinweise zu Bildung, Familie, Nachbarschaft und gesellschaftlichem Engagement. Extremismus und Gewalt würden in den Predigten klar abgelehnt, sagte Thielmann.

Die Studie zeigt auch, dass die positiven Botschaften der Moscheen in der öffentlichen Wahrnehmung kaum Beachtung finden. Thielmann kritisierte, dass Aufrufe zu gesamtgesellschaftlichem Engagement und ethische Positionen der muslimischen Verbände weder in Medien noch in der Politik Gehör fänden. Die Forschungsergebnisse basieren auf Analysen von Predigten aus den Jahren 2005 bis 2024.


Foto: Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Spahn mahnt zu schnellen Entscheidungen zur Wirtschaftsstärkung

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Jens Spahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Unionsfraktionschef Jens Spahn hat angesichts der schlechten Prognosen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung schnelle Entscheidungen der schwarz-roten Koalition angemahnt. „Das Sachverständigengutachten beschreibt noch einmal die Größe der Aufgabe, die vor uns liegt“, sagte Spahn dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wir müssen jetzt die Kurve kriegen.“

Der Unionsfraktionschef mahnte, die Energiekosten müssten schnell sinken. „Bis zum Sommer soll es Planungssicherheit geben, dass Stromsteuer und Netzentgelte sinken. Das soll ab Januar wirksam werden“, so Spahn. Zudem stellte er in Aussicht: „Die Abschreibungsmöglichkeiten von 30 Prozent für Investitionen sollen noch vor dem Sommer durch Bundestag und Bundesrat.“

Weiter forderte der CDU-Politiker, dass auch der Bürokratieabbau noch in diesem Jahr spürbar werden müsse. „Bonpflicht abschaffen, Berichtspflichten reduzieren, Lieferkettengesetz abschaffen, die Arbeitszeit flexibilisieren.“ Spahn sagte: „Das Parlament nimmt entsprechende Gesetzespakete ab sofort gerne entgegen, damit sie noch vor dem Sommer verabschiedet werden können.“


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Alexander Ende neuer Cheftrainer beim Zweitligisten Preußen Münster

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Fußball (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Zweitligist Preußen Münster hat nach dem Klassenerhalt Alexander Ende als neuen Cheftrainer verpflichtet. Neuer Co-Trainer wird Zlatko Muhovic, teilte der Verein am Mittwoch mit. Unterstützt werden sie auch zukünftig von Torwarttrainer André Poggenborg und Athletiktrainer Tim Geidies.

„Alexander steht für einen mutigen und intensiven Fußball“, sagte Sportgeschäftsführer Ole Kittner. „Er hat bereits in Verl und Köln bewiesen, dass er trotz begrenzter wirtschaftlicher Mittel mit seiner Spielidee hervorragende Ergebnisse erzielen kann.“

Ende selbst verwies darauf, dass er eine Vergangenheit als Spieler bei den Preußen habe. „Jetzt in diesem emotionalen Umfeld und in dieser herausfordernden 2. Bundesliga arbeiten zu können, ist phantastisch. Die Entwicklung von Preußen ist noch nicht zu Ende, überall entsteht etwas neues, was große Kräfte freisetzen kann.“ Er wolle „aggressiven, offensiven und mutigen Fußball“ spielen lassen.

Der Verein hatte die erste Saison nach dem Aufstieg am Sonntag auf dem 15. Platz beendet. Der zweimalige Aufstiegstrainer Sascha Hildmann war drei Spieltage vor Saisonende entlassen worden. Das Interimsduo Christian Pander und Kieran Schulze-Marmeling führte die Münsteraner zum Klassenerhalt.


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SPD-Innenexperte will hartes Vorgehen gegen bestimmte Algorithmen

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Junge Frauen mit Smartphone (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Innenexperte Sebastian Fiedler fordert ein härteres europarechtliches Vorgehen gegen Algorithmen, die radikales Gedankengut im Netz verstärken.

„Wenn wir das alles nur im realen Raum diskutieren würden, wäre die Lage eine andere, aber in der digitalen Welt, auf den Plattformen, gibt es eben Algorithmen, die genau dieses Gedankengut verstärken“, sagte Fiedler dem Sender Phoenix mit Blick auf die Zunahme politisch motivierter Straftaten. „Damit wird Geld verdient, durch Elon Musk und andere, und deswegen gehört hierzu, dass wir dringend europarechtlich solche Algorithmen, nicht die Inhalte, nicht die Meinung, sondern die Algorithmen, die müssen verboten werden.“ Diese könnten sonst zu Radikalisierung führen und „am Ende auch Terroristen produzieren“.

Die Festnahme von fünf jungen Männern am frühen Mittwochmorgen, die einer mutmaßlichen rechtsextremen Terrorzelle angehören sollen, zeige einerseits, so Fiedler, wie groß die Bedrohung des demokratischen Rechtsstaats durch den Rechtsextremismus sei, andererseits aber auch, dass die Sicherheitsbehörden hier sehr „wachsam sind und eine sehr gute Arbeit leisten.“


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Grüne attestieren Merz-Regierung wirtschaftspolitischen Fehlstart

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Lars Klingbeil und Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hat nach den Worten von Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch bereits die Chance vertan, zum Amtsantritt die Weichen für mehr Wirtschaftswachstum zu stellen. „Friedrich Merz hatte einen Aufbruch versprochen, die Regierung liefert Chaos, Unternehmen sind verunsichert“, sagte Audretsch der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe) anlässlich der neuen Konjunkturprognose der Wirtschaftsweisen, die für 2025 nur ein Nullwachstum voraussagen.

„Zollchaos und Staus an den Grenzen verzögern Warenlieferungen und erhöhen Kosten für Menschen und Unternehmen. Kanzler Merz und Lars Klingbeil streiten über das Lieferkettengesetz“, kritisierte der Grünen-Politiker. „Die Wirtschaftsministerin wird zur Lobbyistin der Rückkehr zu teurem fossilen Gas statt zur Treiberin für Fortschritt und Zukunft für unsere Wirtschaft“, so Audretsch.

„Große Wirtschaftsverbände beklagen bereits nach wenigen Tagen der Amtsführung der neuen Regierung erhebliche Verunsicherung und Zurückhaltung im Markt. In so kurzer Zeit so viel wirtschaftspolitisches Chaos anzurichten, hat noch keine Regierung und keine Wirtschaftsministerin geschafft.“ Audretsch bezog sich auf einen Brief der führenden Energiewirtschaftsverbände an die Regierung, in dem sie eine große Verunsicherung über den weiteren Kurs bei der Energiewende beklagen.


Foto: Lars Klingbeil und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Frauenrat kritisiert Zusammensetzung des Koalitionsausschusses

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Unterzeichnung Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Wegen fehlender Frauen übt der Deutsche Frauenrat scharfe Kritik an der Zusammensetzung des Koalitionsausschusses von Union und SPD. „Es ist ein echtes Trauerspiel. Wir sind im Jahr 2025 und nicht mehr im Jahr 1960“, sagte Vorstandsmitglied Elke Ferner der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).

Der Koalitionsausschuss werde zwar „qua Amt“ besetzt, ergänzte Ferner. Aber es gebe die Möglichkeit, aus den Ländern oder aus den Fraktionen das Gremium um Frauen zu ergänzen. „Wenn man es wollte, könnte man es hinkriegen“, so die SPD-Politikerin und frühere parlamentarischen Staatssekretärin im Familienministerium. Das Gremium wird voraussichtlich eine Neuner-Runde werden, als einzige Frau ist derzeit noch SPD-Chefin Saskia Esken dabei, später dann ihre designierte Nachfolgerin im Parteivorsitz, Arbeitsministerin Bärbel Bas.

Ferner sagte weiter, man müsse Gleichstellung auch wollen. „Das ist in Teilen der Koalition nicht der Fall.“ Das zeige sich auch bei der Zahl der Staatssekretärinnen. „Man wird mit Sicherheit Frauen finden, die in der Lage sind, solche Ämter zu übernehmen“, sagte Ferner.


Foto: Unterzeichnung Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Großrazzia in neun Bundesländern wegen Schleusungskriminalität

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Polizeibeamte (Archiv), via dts NachrichtenagenturFlensburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundespolizei hat am Mittwoch in neun Bundesländern Durchsuchungen im Zusammenhang mit Schleusungskriminalität durchgeführt.

Betroffen waren Objekte in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen, teilten die Behörden mit. Dabei wurden drei Haftbefehle vollstreckt und über 40 Durchsuchungsbeschlüsse der Staatsanwaltschaft Flensburg umgesetzt.

Hintergrund der Maßnahmen ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern. Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock geht gegen eine Schleusergruppierung aus Schleswig-Holstein vor, die chinesische Staatsangehörige gegen Bezahlung nach Deutschland gebracht haben soll. Weitere Ergebnisse sollen nach Abschluss der Maßnahmen bekannt gegeben werden.


Foto: Polizeibeamte (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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