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Merz beruft neuen Rat für Nachhaltige Entwicklung

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Friedrich Merz am 28.01.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat im Bundeskabinett die Neuberufung der Mitglieder des Rats für Nachhaltige Entwicklung bekannt gegeben.

Das teilte die Bundesregierung am Mittwoch mit. Der 15-köpfige Rat soll die Regierung bei der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen. Ziel ist es, aus der aktuellen Strategie einen „bürgernahen Aktionsplan“ zu entwickeln, der auf ein „handlungsorientiertes Format“ setzt.

Der Nachhaltigkeitsrat berät die Bundesregierung in allen Fragen der nachhaltigen Entwicklung. Die Mitglieder des Rats repräsentierten mit ihrem fachlichen und persönlichen Hintergrund die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekte nachhaltiger Entwicklung. Neben seiner Beratungsfunktion trage der Rat das Thema „Nachhaltigkeit“ auch in die Gesellschaft und Öffentlichkeit. „Damit leistet er einen sehr wichtigen Beitrag für die Zukunft unseres Landes“, sagte der Bundeskanzler.

Dem Rat gehören künftig sechs Frauen und neun Männer an. Neu berufen wurden unter anderem Stefan Bayer vom German Institute for Defence and Strategic Studies und Bettina Bernadotte af Wisborg, langjährige Geschäftsführerin der Mainau GmbH. Die Berufung erfolgt für eine dreijährige Amtsperiode durch den Bundeskanzler. Die konstituierende Sitzung des neuen Rats werde zeitnah stattfinden.


Foto: Friedrich Merz am 28.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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CDU will für Schwangere Bahnfahrt in erster Klasse ohne Zuschlag

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Erste Klasse (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die CDU will die Deutsche Bahn dazu drängen, deutlich familienfreundlicher zu werden und etwa Schwangere ohne Zuschlag in der ersten Klasse mitfahren zu lassen.

Wie die „Rheinische Post“ (Donnerstag) berichtet, heißt es in einem zur Annahme empfohlenen Antrag für den CDU-Bundesparteitag im Februar: „Bahnfahren muss familienfreundlicher werden.“ Das bedeute auch die „Beförderung ohne Zuschlag in der 1. Klasse für schwangere Frauen ab dem 5. Monat mit ärztlicher Bescheinigung des voraussichtlichen Geburtstermins“.

In dem Antrag des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen wird überdies eine standardmäßige Ausstattung der Züge „mit Wickelplätzen, Kindertoiletten und Mikrowelle“ vorgeschlagen. Außerdem müsse die Bahn die Wiedereinführung der kürzlich abgeschafften, kostenlosen Familienreservierung in Fernverkehrszügen prüfen. Bei Verspätungen von mehr als einer Stunde soll es nach dem Willen der CDU eine vollständige Erstattung des Fahrpreises für Familien geben.

Zugleich heißt es: „Es soll keine Boni für die Bahnvorstände geben, wenn ambitionierte Pünktlichkeitsziele nicht erreicht werden.“ Darüber hinaus müsse es bei gravierenden Einschränkungen des Services im Fernverkehr, „wie zum Beispiel unbenutzbarer Toiletten, Ausfall der Klimaanlage oder dem Entfall des gastronomischen Angebots eine angemessene Teilerstattung des Fahrpreises geben“.


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SPD unterstützt Plan der Union für Bewerbung um die Fußball-WM 2042

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Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD unterstützt die Union bei ihrem Plan für eine Bewerbung Deutschlands für die Fußballweltmeisterschaft 2042. Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte der „Rheinischen Post“ (Donnerstag): „Volle Unterstützung für eine erneute Bewerbung in einem Land, in dem Fußball eine lange und große Tradition hat.“

Schon bei der Weltmeisterschaft 2006 sei die Welt zu Gast bei Freunden gewesen, ergänzte Wiese. „Es war ein Fußballfest und ein weltoffenes, modernes Deutschland hat sich der Welt als guter Gastgeber präsentiert.“ Auch die Europameisterschaft 2024 sei ein großer Erfolg im eigenen Land gewesen, so Wiese weiter.

Wie die „Rheinische Post“ berichtet, will die CDU auf ihrem Bundesparteitag im Februar in Stuttgart einen Antrag beschließen, der eine Bewerbung für die Fußballweltmeisterschaft der Männer 2042 vorsieht.


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Dax startet kaum verändert – Vertrauen in US-Dollar schrumpft

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwochmorgen kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.915 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Welt entzieht dem Dollar das Vertrauen“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Relativ zum Euro steht der Dollar auf einem Viereinhalb-Jahres-Tief. Relativ zum Schweizer Franken ist es ein 15-Jahres-Tief.“

Das Vertrauen in die USA und ihre Politik sei schwer angekratzt. Noch gelte der Dollar als Weltleitwährung. Setze sich der aktuelle Vertrauensverlust fort, gerate auch dieser Status in Gefahr. „Die Folge wäre eine mehr zersplitterte Währungswelt. Keine Währung wird alleine in die Fußstapfen des Dollars treten können.“

„In dieser unsicheren Zeit werden Edelmetalle weiterhin als sicherer Hafen gesucht. Technisch betrachtet ist Gold jetzt allerdings so stark überkauft wie zuletzt im Jahr 2020. Damals folgte eine Korrektur um fast 20 Prozent.“

„Es ist wieder Fed-Tag. Und es ist die drittletzte Zinsentscheidung, der Jerome Powell als Fed-Präsident vorsteht. Donald Trump wird diese verbleibenden drei Zinssitzungen sicherlich rückwärts zählen. Neben der Geldpolitik an sich wird es in der Pressekonferenz wohl auch um die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Jerome Powell gehen.“

„Eine Änderung des Leitzinses ist für heute nicht zu erwarten. Und den mittelfristigen Kurs der Fed kann Jerome Powell nur noch sehr bedingt mitgestalten. Von daher sind von der heutigen Zinssitzung keine allzu großen Impulse für die Börsen zu erwarten.“

„Mit Microsoft und Tesla beginnt heute nachbörslich die Berichtssaison der Mag-7-Aktien. Jetzt muss sich zeigen, ob die Kursanstiege der Tech-Werte auch von Gewinnanstiegen untermauert sind“, sagte Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,2001 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8333 Euro zu haben.

Der Goldpreis verzeichnete starke Zuwächse, am Morgen wurden für eine Feinunze 5.298 US-Dollar gezahlt (+2,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 141,93 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 67,56 US-Dollar, das waren genau ein Cent oder 0,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Verbraucherstimmung erholt sich etwas

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Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hellt sich zu Jahresbeginn etwas auf. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung steigen an, während die Sparneigung weitgehend stagniert, so das Ergebnis des GfK-Konsumklimaindex, der am Mittwochmorgen veröffentlicht wird.

In konkreten Zahlen soll der Konsumklima-Indikator für Februar diesen Jahres im Vergleich zum Vormonat um 2,8 Zähler auf -24,1 Punkte steigen. Neben einem moderaten Zuwachs der Anschaffungsneigung trägt vor allem der deutliche und sprunghafte Anstieg der Einkommenserwartung zur Verbesserung des Konsumklimas bei.

„Mit dem aktuellen Anstieg kann das Konsumklima die starken Verluste aus dem Vormonat zu einem wesentlichen Teil gutmachen. Das Niveau bleibt jedoch niedrig“, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), das an der Studie beteiligt ist.

„Ob sich der positive Trend in den kommenden Monaten festigen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie eine Eskalation der Handelskonflikte könnten die Stimmung schnell wieder zum Kippen bringen. Somit steht die aktuelle Aufhellung durchaus auf tönernen Füßen“.

Von den verbesserten Einkommensaussichten profitiert in diesem Monat die Anschaffungsneigung der Verbraucher: Der Indikator gewinnt 3,5 Zähler hinzu und klettert damit auf -4,0 Punkte. Ein besserer Wert wurde zuletzt mit -2,1 Punkten im März 2022 gemessen. Neben der verbesserten Einkommensstimmung spielt für die Konsumneigung auch stets das Thema Inflation eine wichtige Rolle. Tiefergehende Analysen des NIM zu den Gründen für die getrübte Anschaffungsneigung zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Verbraucher hohe bzw. steigende Preise als wesentlichen Grund angibt. Hier hat sich zuletzt eine Entspannung abgezeichnet, da die Inflationsrate im Dezember 2025 in Deutschland auf 1,8 Prozent gesunken ist.

Die Konjunkturaussichten für die kommenden 12 Monate schätzen die Verbraucher zu Jahresbeginn ebenfalls positiver ein. Der Indikator gewinnt 5,4 Zähler hinzu und weist nun 6,6 Punkte auf. Dies sind 8,2 Punkte mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Mit dem zweiten Anstieg in Folge verstärken sich nach Ansicht der Analysten die Hinweise, dass die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Verbraucher nach drei Jahren Rezession bzw. Stagnation wieder auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehrt. So gehen die Wirtschaftsexperten derzeit davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes von etwa einem Prozent rechnen kann.


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Immer mehr Frauen entscheiden sich für ein MINT-Studium

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Junge Frau mit Laptop (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Frauen entscheiden sich nach wie vor seltener für ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik als Männer. Der Frauenanteil unter den Studienanfängern im 1. Fachsemester in solchen MINT-Fächern ist in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich gestiegen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, waren im Studienjahr 2024 mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Studienanfänger im 1. Fachsemester im MINT-Bereich Frauen – ein neuer Höchststand. Zehn Jahre zuvor hatte der Frauenanteil in diesem Bereich noch bei 31 Prozent gelegen.

Dabei gibt es jedoch große Unterschiede zwischen den verschiedenen MINT-Fächern: Am höchsten war der Frauenanteil im Studienjahr 2024 in Innenarchitektur (87 Prozent), am niedrigsten in Fahrzeugtechnik (10 Prozent).

Insgesamt beginnen etwas mehr Frauen als Männer ein Studium: So lag der Frauenanteil unter allen Studierenden im 1. Hochschulsemester im Studienjahr 2024 bei 52 Prozent.

39 Prozent aller Studienanfänger im 1. Fachsemester wählten im Studienjahr 2024 ein MINT-Fach, das waren knapp 318.800 Personen. Die meisten von ihnen begannen ein Studium in Informatik (45.800), gefolgt von Maschinenbau/-wesen (23.100) und Wirtschaftsinformatik (22.000). Insgesamt ist die Zahl der Studienanfänger im 1. Fachsemester im MINT-Bereich zuletzt wieder gestiegen: um drei Prozent gegenüber dem Studienjahr 2023. Der Anstieg in diesen Fächern fiel damit noch etwas höher aus als bei den Studienanfängern insgesamt: Im Studienjahr 2024 war deren Zahl mit rund 823.900 um zwei Prozent höher als im Studienjahr 2023. Im langfristigen Vergleich ist die Zahl der Studienanfänger im 1. Fachsemester in MINT-Fächern allerdings gesunken: Im Studienjahr 2024 waren es fünf Prozent weniger als zehn Jahre zuvor.

Neben einem Studium kann auch eine Berufsausbildung zu einer Tätigkeit im MINT-Bereich qualifizieren. Im Jahr 2024 haben gut 167.700 Personen eine Ausbildung in einem MINT-Beruf begonnen. Das waren fünf Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Im Jahr 2014 hatte es knapp 159.300 neue Ausbildungsverträge in diesem Bereich gegeben. Die Zahl der neuen Auszubildenden insgesamt ging im selben Zeitraum um acht Prozent zurück – von gut 514.000 im Jahr 2014 auf knapp 475.100 im Jahr 2024. Der am häufigsten gewählte MINT-Beruf im Jahr 2024 war Kraftwerkzeugmechatroniker mit knapp 24.300 neuen Ausbildungsverträgen. Darauf folgten Fachinformatiker (17.200) und Elektroniker (14.400).

Der Großteil der neu gestarteten Auszubildenden in MINT-Berufen sind nach wie vor Männer: Im Jahr 2024 lag ihr Anteil unter den neuen Ausbildungsverträgen bei 88 Prozent, Frauen machten zwölf Prozent aus. Das Verhältnis hat sich innerhalb von zehn Jahren kaum verändert (2014: 89 Prozent Männer, elf Prozent Frauen).

Auch im Ausbildungsbereich zeigen sich große Unterschiede zwischen den einzelnen MINT-Berufen: Unter den neuen Elektronikern sowie den Anlagemechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik lag der Frauenanteil bei drei Prozent, bei den Augenoptikern sowie den Mediengestaltern Digital und Print hingegen bei 72 Prozent, so die Statistiker.


Foto: Junge Frau mit Laptop (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Yardeni: "Bis 2029 kann der S&P 500 auf 10.000 Punkte steigen"

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Wallstreet (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Trotz Zöllen und geopolitischer Unsicherheit: Investoren sollten die US-Aktienmärkte nicht zu früh abschreiben, findet der Kapitalmarktexperte Ed Yardeni. Die US-Aktienmärkte hätten in den vergangenen Jahren immer wieder durch ihre Widerstandsfähigkeit überzeugt – und dieser Trend werde weiter anhalten, sagte er dem „Handelsblatt“.

Auch wenn es in den kommenden Monaten wieder etwas turbulenter werden könnte – Yardeni geht davon aus, dass sich die US-Märkte in einer Neuauflage der „Roaring 20s“ befinden, ähnlich wie in den 1920er-Jahren, als die Aktienmärkte eine rasante Rally hinlegten. „Wir erwarten, dass der S&P 500 in diesem Jahr rund zehn Prozent zulegt“, glaubt der Gründer des Analysehauses Yardeni Research. „Bis 2029 kann der S&P 500 auf 10.000 Punkte steigen“, sagte der Ökonom, der zu den größten Optimisten an der Wall Street gezählt wird. Geopolitische Krisen, die die Kurse drücken, sieht er als „Einstiegsgelegenheit“.

Kurstreiber, so sagte er, könnten in diesem Jahr indes andere Aktien sein als in den vergangenen Jahren, als die Tech-Konzerne die großen Stars in den Portfolios waren. Auch für Gold ist Yardeni weiter optimistisch. „Ich überlege, ob ich mein Kursziel noch einmal anhebe.“ Derzeit liege es bei 6.000 Dollar je Feinunze bis zum Jahresende. Das Edelmetall könnte Yardeni zufolge bis zum Ende der Dekade auf 10.000 Dollar je Feinunze steigen.


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Grüne wollen Recht auf Vollzeit

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Ricarda Lang (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Arbeits- und Sozialpolitikerin Ricarda Lang (Grüne) fordert vor dem Hintergrund der laufenden Debatte um den Rechtsanspruch auf Teilzeit für Beschäftigte ein Recht auf Vollzeit. „Beschäftigte sollen einen Rechtsanspruch auf Aufstockung ihrer Arbeitszeit bis hin zur Vollzeit bekommen, wenn im Betrieb entsprechendes Arbeitsvolumen vorhanden ist“, sagte Lang den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Wenn wir es mit der Flexibilität ernst meinen, muss zugleich auch die Brückenteilzeit deutlich ausgeweitet werden.“

Das Ziel sei mehr Vereinbarkeit statt mehr Verfügbarkeit. Dafür müsse auch die Betreuungs- und Pflegeinfrastruktur massiv ausgebaut werden, „damit Vereinbarkeit nicht vom guten Willen abhängt, sondern Alltag wird“, sagte die ehemalige Grünen-Chefin weiter.

Lang sieht in dem CDU-Vorstoß zur Einschränkung des Rechts auf Teilzeit einen Angriff auf Arbeitnehmerrechte. „Während Teile der Union noch so tun, als ginge es ihnen um Flexibilität, spricht Gitta Connemann ganz klar aus, was das eigentliche Ziel ist: weniger Rechte, weniger Schutz, weniger Freiheit für Beschäftigte“, sagte die Ex-Grünen-Chefin. „Der Wirtschaftsflügel der Union beweist damit eindrücklich, wie komplett ignorant die CDU gegenüber der Lebensrealität der Menschen im Land ist – insbesondere der Frauen.“

Wer in Teilzeit arbeite, ziehe oft Kinder groß, pflege Angehörige oder engagiere sich ehrenamtlich. „Das ist nicht faul, sondern ehrenwert“, erklärte Lang. Manche würden auch in Teilzeit arbeiten, weil sie einfach körperlich sehr harte Jobs hätten.

Vor allem Frauen würden häufig gern mehr arbeiten, es fehle aber an der notwendigen Infrastruktur oder der Bereitschaft in den Betrieben, führte die Grünen-Politikerin weiter aus. „Statt diese Probleme zu lösen, redet die Union lieber die Menschen faul und das Land schlecht.“ Statt den Fachkräftemangel wirklich anzugehen, mache sie Arbeit insbesondere für Frauen unattraktiver, so Lang. „Die Union will einen Vollzeitzwang, wir fordern ein Recht auf Vollzeit.“

Die CDU-Politikerin Gitta Connemann hatte unter dem Schlagwort „Lifestyle-Teilzeit“ eine deutliche Einschränkung des bisher geltenden Rechtsanspruchs auf Teilzeitarbeit ins Spiel gebracht und damit eine lebhafte Debatte über Arbeitszeit und Arbeitnehmerrechte angestoßen.


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Schwesig schließt SPD-Kanzlerkandidatur aus

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Manuela Schwesig (Archiv), via dts NachrichtenagenturSchwerin (dts Nachrichtenagentur) – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) schließt eine Kanzlerkandidatur 2029 für die SPD aus. „Ich trete für fünf Jahre an“, antwortete Schwesig dem „Stern“ auf die Frage, ob sie bei einem wiederholten Wahlsieg auch die volle Amtszeit in Schwerin bleiben wolle.

„Ich möchte die nächsten fünf Jahre Ministerpräsidentin bleiben, dafür trete ich an“, sagte sie auf die Nachfrage, ob die Bundestagswahl 2029 nichts daran ändern würde und eine Kanzlerkandidatur ausgeschlossen sei.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir wieder stärkste Kraft werden“, sagte Schwesig mit Blick auf die kommende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. Aktuell steht die AfD in Umfragen bei 38 Prozent, die SPD kommt auf die Hälfte. „Umfragen sind keine Wahlergebnisse“, sagte Schwesig.

Schon 2021 hätten sich die Umfragewerte noch gedreht. „Spätestens im Sommer, wenn die Wahl näher rückt, werden sich die Menschen fragen: Wer kann dieses Land regieren und in eine gute Zukunft führen? Wer steht für Erfahrung, Stabilität, Verlässlichkeit? Wem können sie vertrauen?“

Zuvor hatte schon die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas kein Interesse an der Kanzlerkandidatur ihrer Partei gezeigt. Auf die Frage des “Stern“, wer Kanzlerkandidat der SPD werde, antwortete Bas kürzlich: „Ich nicht.“ Bas ging damit frühzeitig einer möglichen Rivalität mit ihrem Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil aus dem Weg.


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Bundesliga: Hoffenheim schlägt Bremen – St. Pauli gleicht spät aus

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Grischa Prömel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBremen/Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Werder Bremen hat am Dienstag das Nachholspiel des 16. Bundesliga-Spieltags gegen die TSG Hoffenheim mit 0:2 verloren, während sich der FC St. Pauli und RB Leipzig am Millerntor 1:1 getrennt haben.

Im Weserstadion blieb Bremen trotz langer Überzahl ohne Ertrag und unterlag den effizienteren Hoffenheimern. Die Gäste gingen kurz vor der Pause in Führung, als Alexander Prass in der 44. Minute aus der Distanz traf. Nach dem Seitenwechsel sah Hoffenheims Wouter Burger nach VAR-Eingriff in der 52. Minute die Rote Karte. Dennoch erhöhte die TSG wenig später: Grischa Prömel erzielte in der 54. Minute das 2:0. Bremen drängte in der Folge zwar auf den Anschluss, ein Treffer gelang den Hausherren jedoch nicht mehr.

Am Millerntor sah es lange nach einem Auswärtssieg für Leipzig aus. Yan Diomande brachte RB in der 66. Minute mit einem abgefälschten Schuss aus der zweiten Reihe in Führung. St. Pauli steigerte in der Schlussphase den Druck und wurde spät belohnt: Nach einem Foul von David Raum verwandelte Martijn Kaars den fälligen Strafstoß in der 3. Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich.


Foto: Grischa Prömel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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