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Neuer Religionsfreiheitsbeauftragter will gegen Hass vorgehen

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Thomas Rachel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der neue Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel (CDU), hat anlässlich seiner Ernennung vor Hass auf Gläubige gewarnt. „Die Religions- und Weltanschauungsfreiheit ist weltweit unter Druck. Drei Viertel aller Menschen leben in einem Land, das ihre Religions- und Weltanschauungsfreiheit einschränkt“, sagte er am Freitag.

„Aber für vier von fünf Menschen weltweit hat Religion in ihrem Leben einen hohen Stellenwert. Glaube und Religion sind für sie sinnstiftend und bieten ihnen Orientierung für das eigene Handeln“, so Rachel. Christen, Muslime, Juden und Angehörige vieler anderer Religionen und Weltanschauungen seien „weltweit von der Verletzung der Religionsfreiheit betroffen“, beklagte der Christdemokrat. „Sie werden Opfer von Verfolgung und Diskriminierung allein aufgrund ihres Glaubens, während andere diskriminiert und bedroht werden, weil sie keiner Religion angehören.“

Der CDU-Politiker versprach: „In meinem neuen Amt werde ich mich dafür einsetzen, diesen Menschen eine Stimme zu geben und für ihre Rechte einzustehen. Ich werde außerdem entschieden gegen radikale Strömungen eintreten, die Religion gezielt als Vorwand für Spaltung und Hass in der Gesellschaft missbrauchen.“ Religions- und Weltanschauungsfreiheit sei „tiefgreifend mit anderen fundamentalen Rechten wie der Gewissensfreiheit, der Meinungsfreiheit, der Versammlungsfreiheit oder der Pressefreiheit verknüpft“, sagte Rachel.

Ohne das zentrale Menschenrecht der Religions- und Weltanschauungsfreiheit blieben auch die anderen Menschenrechte „unvollständig“, erklärte der Regierungsbeauftragte. „Die Verlagerung der Zuständigkeit des Beauftragten für Religions- und Weltanschauungsfreiheit ins Auswärtige Amt ist sinnvoll. Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz stärkt dadurch auch das Engagement für weltweite Religionsfreiheit.“


Foto: Thomas Rachel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax legt zu – US-Konjunkturdaten überzeugen

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenausklang hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.997,48 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,27 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

An der Spitze der Kursliste rangierten die Papiere von Fresenius mit über einem Prozent im Plus, direkt vor denen von Zalando und SAP. Kurz vor Handelsschluss waren zudem die Werte von Porsche am Listenende zu finden, die über ein Prozent nachließen, direkt hinter denen von Sartorius und Siemens Healthineers.

„Gänzlich unbeeindruckt zeigt sich der Deutsche Aktienindex nach den Preisdaten aus Deutschland und den USA. Diese fielen weitestgehend im Rahmen der Erwartungen aus und deuten auf eine fortgesetzte Abkühlung an der Preisfront hin“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow die aktuellen Entwicklungen.

„Wesentlich positiver fielen dagegen die US-Konjunkturdaten aus. So sind die persönlichen Einkommen stärker angestiegen als erwartet und auch das US-Handelsbilanzdefizit fiel geringer aus als befürchtet“, so Lipkow. „Die US-Strafzölle zeigen bereits Wirkung und geben den Befürwortern neue Argumente.“

Der Experte räumte ein: „Es lässt sich jedoch bei den europäischen Aktienindizes eine gewisse Müdigkeit nicht wegdiskutieren. Der Dax hat, ohne wesentlichen Kurskonsolidierung, eine hervorragende Kursperformance in den vergangenen sechs Handelswochen vollzogen. Die befürchteten Gewinnmitnahmen im Mai sind bisher ebenfalls grösstenteils ausgeblieben. Dieses Jahr scheint erneut einen Paradigmenwechsel bei vielen Investoren in ihrem Investmentverhalten hervorgerufen zu haben“, erklärte der Marktanalyst.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1355 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8807 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.290 US-Dollar gezahlt (-0,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 93,16 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 63,82 US-Dollar, das waren 33 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Bitkom erwartet Deutschland in Digitalisierungs-Top-3 der EU

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Junge Leute beim Zocken (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Dass Deutschland ein eigenes Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung bekommt, wurde auch Zeit, findet der Präsident des Verbands der Digitalwirtschaft Bitkom, Ralf Wintergerst. Er setze große Hoffnung in den neuen Digitalminister Karsten Wildberger, sagte Wintergerst im „Interview der Woche“ der ARD.

Der Bitkom-Chef hält es für „gut möglich“, dass Deutschland es am Ende dieser Legislaturperiode in die Digitalisierungs-Top-3 der EU schafft. „Die Regierung hat schon mal einen guten Start hingelegt“, sagte Wintergerst. Sie habe ein gut ausgestattetes Digitalministerium und erste Maßnahmen auf den Weg gebracht.

„Wir werden die digitale Infrastruktur Deutschlands ausbauen. Auch die Unternehmen werden wieder Vertrauen gewinnen und mehr investieren. Und wenn das in Kombination passiert und wir einen dritten Punkt hinkriegen, dass wir Deutschland insgesamt digital affiner machen, dann sind wir wieder auf der Gewinnerstraße“, hofft der Bitkom-Präsident.

Allerdings sei dafür noch eine ganze Menge Arbeit nötig. Beispielsweise fehle Deutschland das Digital-Mindset: „Wir haben als Land ein wenig die Technologiebegeisterung verloren“, beklagte Wintergerst. Das liegt ihm zufolge auch an der digitalen Unerfahrenheit und mangelnder Bildung. Wintergersts Forderung: „Die digitale Bildung muss schon früh in der Schule beginnen. Beispielsweise mit IT als Pflichtfach.“

Das sei aber nicht nur ein Problem der Bürger, des Staates oder der Politik. Auch die Unternehmen müssten sich mehr um die eigene Zukunft bemühen. „Als Bitkom -Präsident schimpfe ich tatsächlich auch mit den Unternehmen, sie müssten mehr investieren.“ Die Krise der deutschen Wirtschaft sei auch eine Krise der zögerlichen Digitalisierung, sagte Wintergerst.

Um den Zug ins Rollen zu bringen, schlug der Bitkom-Präsident eine Reihe von Maßnahmen vor: Die digitale Infrastruktur in Deutschland – zum Beispiel 5G-Mobilfunk und Glasfaserkabel – müsse ausgebaut werden, Unternehmen müssten von zeit- und geldzehrender Bürokratie befreit werden und Bürger müssten eine „digitale Identität“ bekommen – Grundstein dafür, dass alle Behördengänge eines Tages auch online gemacht werden können.

Bei aller Liebe für Deregulierung: Komplett entfesselte Tech-Unternehmer wie Elon Musk oder Mark Zuckerberg braucht es laut Wintergerst nicht in Europa. Statt einiger weniger Riesen-Unternehmen wünscht der Bitkom-Präsident sich lieber viele, stabile Unternehmen der Mitte: „Europa braucht keinen Elon Musk. Europa bräuchte eher einen neuen digitalen Mittelstand. Deutschland würde es gut tun, wenn wir 1.000 Unternehmen hätten, die 100 Millionen Euro Umsatz machen im Digitalbereich.“

Ob Deutschland sich tatsächlich in diese Richtung bewegt, werden die nächsten Monate und Jahre zeigen. Die Weichen dafür seien jedenfalls gestellt worden, sagte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.


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Grüne befürchten Patientenstau durch geplantes Primärarztsystem

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Ärztehaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, warnt vor den Folgen der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplanten Patientensteuerung durch Hausärzte. „Ein verpflichtendes Primärarztsystem darf nicht zu einem Patientenstau in überlasteten Hausarztpraxen führen“, sagte Dahmen der „Welt“ (Samstagausgabe).

„Gerade auf dem Land fehlen schon heute Hausärztinnen und Hausärzte – wer dort eine Pflicht einführt, ohne tragfähige Lösungen zu schaffen, riskiert echte Unterversorgung.“ Die Hausarztpraxen müssten zunächst mit Maßnahmen gestärkt werden, die tatsächlich Wirkung entfalten. „Das heißt: mehr Zeit durch Vorhaltepauschalen statt Quartalsabrechnung, mehr Unterstützung durch eigenständig arbeitendes nichtärztliches Praxispersonal und ein vernetztes, digitales Terminmanagement.“ Es brauche ein System, das Ärzte „nicht zu Facharzttürstehern und Überweisungsautomaten macht“.

Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt seien, könne ein Primärarztsystem „sehr sinnvoll“ sein, so Dahmen. Die Erfahrungen aus Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden zeigten: „Eine kluge hausärztliche Steuerung verbessert Qualität, Wirtschaftlichkeit und schützt vor medizinisch nicht notwendigen Behandlungen.“

Die im Koalitionsvertrag angekündigte Termingarantie bewertet Dahmen hingegen skeptisch: „Das klingt nach einem unseriösen Heilversprechen, das sich kaum einlösen lässt.“ Ambulanter Klinikzugang sei gut – aber keine Garantie für rechtzeitige Versorgung. „Hier drohen politische Erwartungen, die das System in der Realität nicht halten kann.“


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Ex-Charité-Chef: KI kann etliche medizinische Arbeiten ersetzen

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Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Charité-Vorstandsvorsitzende Karl Max Einhäupl glaubt, dass Künstliche Intelligenz (KI) die Medizin deutlich verändern kann.

„In zehn Jahren könnte die Hälfte der Radiologen, Labormediziner und Dermatologen durch KI ersetzt worden sein“, sagte Einhäupl dem Tagesspiegel. „Das bedeutet nicht, dass wir diese Fachleute nicht brauchen, aber sie werden andere Aufgaben übernehmen – auch, um eben jene Programme zu verbessern, mit denen wir zunehmend arbeiten.“

Einhäupl leitete von 2008 bis 2019 Berlins landeseigene Charité, die größte Universitätsklinik Deutschlands. Bis 2006 saß der Neurologe dem Wissenschaftsrat vor, der die Bundesregierung berät. Einhäupl ist aktuell Präsident des zweitägigen Hauptstadtkongresses: Hunderte Ärzte, Klinikmanager, Forscher treffen sich ab 25. Juni dazu in Berlin.

Obwohl KI hierzulande immer häufiger eingesetzt werde, sagte Einhäupl, sei Deutschland auf diesem Feld noch schwach: Nicht nur China, Indien und die USA entwickelten viel umfangreicher KI, sondern auch Spanien, Italien und Großbritannien. Software-Entwickler monieren, dass der „strenge“ Datenschutz in Deutschland vieles unmöglich mache.

„Die Chancen durch KI sind deutlich größer als die Risiken – wenn wir es schaffen, beides in eine Balance zu bringen“, sagte Einhäupl. „Ja, wir brauchen Datenschutz. Aber allzu umfassenden Datenschutz kann man sich leisten, wenn man gesund ist. Schwerkranke werden sich wünschen, dass es ausreichend viele Daten gibt, aus denen sich die beste Behandlung ableiten lässt.“

Sollte Deutschland den Einsatz von KI beschleunigen, könne gerade Berlin profitieren, sagte Einhäupl: „Berlin hat durch seine Dichte an Wissenschaftseinrichtungen, durch seine Forscher in Tech-Start-ups, Hochschulen und Kliniken klare Vorteile. Möglich wäre, dass die Programmierer weiter in Karlsruhe, Darmstadt und München sitzen, wo es viel technische Expertise gibt. Die Planer, die Ideengeber aber säßen in Berlin.“


Foto: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bovenschulte will im Falle von Gegenzöllen Mehreinnahmen für Bremen

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBremen (dts Nachrichtenagentur) – Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) fürchtet massive Folgen der drohenden US-Zölle.

Die Regierung in Washington schade sich damit in erster Linie selbst, sagte der SPD-Politiker dem „Spiegel“. „Hart getroffen werden aber absehbar auch viele Regionen in Deutschland und Europa. Auch das Land Bremen wird als starker Stahl-, Auto- und Hafenstandort die negativen Folgen der US-Politik massiv zu spüren bekommen, wenn es nicht gelingt, wieder zu einem vernünftigen Miteinander zu kommen.“

Zwar hoffe er noch auf die Verhandlungen. Er bereite sich aber auch bereits auf ein Scheitern vor. Sollte die EU gezwungen sein, „Gegenzölle zu verhängen, dann dürfen die Mehreinnahmen nicht einfach im allgemeinen Haushalt versickern“, warnte Bovenschulte. „Die Einnahmen aus Gegenzöllen sollten dann vor allem den Regionen zugutekommen, die unter den US-Zöllen überproportional leiden.“

Der drohende Handelskrieg dürfte in der kommenden Woche auch eine Rolle bei der Ministerpräsidentenkonferenz spielen. Am Donnerstag treffen die Regierungschefs der Länder erstmals mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) zusammen.


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Dax am Mittag freundlich – Warten auf Datenflut

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat sich am Freitag nach einem bereits positiven Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter in den grünen Bereich bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.160 Punkten berechnet, ein Plus von 1,0 Prozent zum vorherigen Handelstag.

„Am heutigen Brückentag warten die Marktteilnehmer gespannt auf ein ganzes Konvolut an Preis- und Wirtschaftsdaten aus der EWU und den USA“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Eine kleine Indikation gab es bereits durch die Verbraucherpreise aus Italien und Spanien, die weitestgehend im Rahmen der Erwartungen lagen und die Annahmen einer Disflation bestätigen.“

„Nun muss sich zeigen, wie sich die Einbildung in Deutschland darstellt, da sich daraus potentielle Zinssenkungen der EZB im Juni anleiten lassen. Die EZB versucht mit ihrem Zinskurs der europäischen Konjunktur unter die Arme zu greifen.“

In den USA schauten die Marktteilnehmer besorgt auf die weiteren rechtlichen Streitigkeiten im Strafzollthema. Das werde nicht spurlos an der europäischen Konjunkturentwicklung vorüberziehen. „Die Marktteilnehmer fokussieren sich zum Wochenschluss erneut verstärkt auf die Rüstungsunternehmen und vereinzelt auch auf die zyklischen Branchen. Auf der Verliererseite befinden sich heute die Aktien von Siemens Healthineers, Sartorius, Porsche und Fresenius Medical Care“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1333 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8824 Euro zu haben.


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Frühjahr 2025 in Top 3 der trockensten seit Messbeginn

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Trockenes Feld (Archiv), via dts NachrichtenagenturOffenbach (dts Nachrichtenagentur) – Das Frühjahr 2025 war nicht nur deutlich zu warm, sondern auch eines der trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Während erste Sommertage bereits Mitte April registriert wurden, fiel das Thermometer im Mai regional nochmals unter den Gefrierpunkt. Dazu schien die Sonne nahezu ungebremst und näherte sich den Rekordwerten aus den Jahren 2020 und 2011, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen am Freitag meldete.

Das Frühjahr 2025 erreichte demnach eine Mitteltemperatur von 9,8 Grad Celsius (°C) und lag damit um 1,9 Grad über dem Mittelwert der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 (7,7 °C). Gegenüber der aktuellen Vergleichsperiode 1991-2020 (8,9 °C) ergab sich eine Abweichung von +0,7 Grad. Damit setzte sich der langfristige Erwärmungstrend auch im Frühjahr fort.

Der April endete als siebtwärmster und brachte ungewöhnlich frühe Sommerwärme. Der erste Sommertag des Jahres (mindestens 25,0 °C) wurde bereits am 12.4. am Oberrhein, in Rheinland-Pfalz und im Saarland registriert. Der erste heiße Tag (mindestens 30,0 °C) folgte am 2.5. mit 30,4 °C in Waghäusel-Kirrlach im Oberrheingraben, wo voraussichtlich am 31.5. mit um die 31 °C auch die bundesweit höchsten Werte des Frühjahrs erreicht werden. Das Minimum meldete Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit -11,2 °C am 18.3. – dort, in den östlichen Mittelgebirgen sowie im Nordosten trat auch im Mai wiederholt Frost auf.

Im Frühjahr 2025 fielen bundesweit rund 96 Liter pro Quadratmeter (l/m²) und damit etwa 48  Prozent weniger als im langjährigen Mittel der Referenzperiode 1961-1990 (186 l/m²). Gegenüber der neueren Vergleichsperiode 1991-2020 (171 l/m²) ergab sich ein Defizit von rund 44  Prozent. Damit zählt 2025 zu den drei trockensten Frühjahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 – gemeinsam mit 1893 (85,3 l/m²) und 2011 (89,5 l/m²).

Besonders markant fiel das Niederschlagsdefizit im Nordosten aus, wo vielerorts nur um 40 l/m² registriert wurden. Im Gegensatz dazu erreichte das Alpenvorland örtlich über 300 l/m². Wilhelmsfeld, im Rhein-Neckar-Kreis, verzeichnete am 28.5. mit 86 l/m² die bundesweit höchste Tagesmenge.

Mit rund 695 Stunden lag die Frühjahrsbilanz rund 49 Prozent über dem Soll von 467 Stunden (Periode 1961-1990). Selbst gegenüber dem Vergleichszeitraum 1991-2020 (522 Stunden) wurde ein Plus von rund 33 Prozent erreicht. Besonders sonnig präsentierte sich das Nordseeumfeld mit Spitzenwerten bis zu 775 Stunden – ein außergewöhnlicher Wert. Weit weniger Licht fiel hingegen am Alpenrand: Hier wurden teils nur rund 500 Stunden verzeichnet.


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Bundestagspräsidentin reist zu Antrittsbesuch nach Paris

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Julia Klöckner (Archiv), via dts NachrichtenagenturParis (dts Nachrichtenagentur) – Am kommenden Montag reist Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) zum Antrittsbesuch nach Paris.

Dort wird sie von ihrer Amtskollegin, der Präsidentin der französischen Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, empfangen, teilte die Bundestagsverwaltung am Freitag mit. Die beiden Parlamentspräsidentinnen werden demnach auch die wiederaufgebaute Kathedrale Notre-Dame de Paris besuchen.

Im Élysée-Palast werde die Bundestagspräsidentin im weiteren Verlauf mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron für eine Stunde zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammenkommen. Zudem werde sie sich bei weiteren Treffen sowohl mit dem französischen Premierminister François Bayrou als auch mit dem französischen Senatspräsidenten Gérard Larcher austauschen.

Im Mittelpunkt der Begegnungen soll die Würdigung der deutsch-französischen Partnerschaft sowie das Anliegen, die bilaterale und europäische Zusammenarbeit auch auf parlamentarischer Ebene wieder zu stärken, stehen. In Vorbereitung sei ein gemeinsames Parlamentariertreffen im Juni dieses Jahres.

Klöckner sagte: „Die deutsch-französische Partnerschaft ist Triebfeder des europäischen Projekts. Dazu tragen auch die beiden Parlamente in besonderer Weise bei. Diesen Austausch möchte ich gerne wieder intensivieren. Europa ist immer dann stark gewesen, wenn das deutsch-französische Verhältnis stabil und belastbar war.“


Foto: Julia Klöckner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet vor Inflationsdaten über 24.000er-Marke

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.025 Punkten berechnet, 0,4 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Debatte um die US-Zölle erreicht eine neue Eskalationsstufe: Die fortlaufend wechselnden Urteile zur Rechtmäßigkeit schüren zusätzliche Unsicherheit an der Börse“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Nach der Rally auf neue Rekorde tauchte der Dax wegen des juristischen Zoll-Hick-Hacks gestern wieder unter die 24.000 Punkte ab. Anleger sollten sich nicht darauf verlassen, dass Gerichtsentscheidungen die Zölle aufheben – US-Präsident Trump behält sich alternative Durchsetzungswege vor und kann Sanktionen jederzeit neu formulieren.“

„Der anhaltende Respekt vor diesem Thema zeigt sich heute auch eindrucksvoll im Kursrückgang an den chinesischen Börsen. Die Verluste wurden allerdings nicht ausgelöst durch neue Drohungen, sondern allein durch die Feststellung des US-Finanzministers, die Gespräche zwischen den beiden Verhandlungsparteien seien „ein wenig“ ins Stocken geraten.“

„Die zweite Schätzung des US-Wirtschaftswachstums für das erste Quartal offenbart mittlerweile deutlichere Effekte der Zollpolitik: Die Verbraucherausgaben sind stärker eingebrochen als erwartet und notieren auf dem niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren. Ökonomen rechnen jedoch mit einem Aufschwung im zweiten Quartal, da rückläufige Importe das Wachstum stützen könnten.“

Anleger würden künftig alle Konjunkturdaten auf Warnzeichen für eine mögliche Rezession untersuchen – allen voran die heute Nachmittag veröffentlichten persönlichen Konsumausgaben (PCE-Inflation), den Leitindikator der US-Notenbank. Während die Dienstleistungsinflation voraussichtlich abflaue, dürfte der Zolldruck die Güterpreise weiterhin nach oben treiben. „Insgesamt deuten die jüngsten PCE-Daten jedoch auf eine langsame Annäherung an das Zwei-Prozent-Ziel der Fed hin und liefern Jerome Powell Argumente dafür, bei wachsenden Risiken am Arbeitsmarkt die Zinsschraube erneut nach unten drehen zu können“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1331 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8825 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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