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Doppelsieg für McLaren bei Formel-1-Rennen in Barcelona

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Lando Norris / McLaren (Archiv), via dts NachrichtenagenturBarcelona (dts Nachrichtenagentur) – McLaren-Pilot Oscar Piastri hat das neunte Rennen der Formel-1-Saison in Spanien gewonnen. Als Zweiter fuhr in Barcelona sein Teamkollege Lando Norris über die Ziellinie, Charles Leclerc (Ferrari) komplettierte das Podium.

Vor allem Max Verstappen (Red Bull) sorgte am Sonntag für Spannung im Rennen. Nach mehreren Boxenstopps und Überholmanövern arbeitete er sich stetig nach vorne und setzte McLaren unter Druck. Eine Safety-Car-Phase zehn Runden vor Schluss ließ aber nochmal das gesamte Feld zusammenrücken. Das Spitzentrio wechselte geschlossen auf harte Reifen und zumindest Verstappen hatte beim Restart Probleme und wurde von Leclerc überholt und musste auch noch George Russell (Mercedes) nach dem Verlassen der Strecke vorbeilassen. Am Ende bekam der Titelverteidiger eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt, da er Russell berührt hatte.

Das Rennen war insgesamt von zahlreichen Boxenstopps und strategischen Entscheidungen geprägt. Fahrer wie Verstappen, aber auch die Ferrari-Piloten Leclerc und Lewis Hamilton versuchten, durch geschickte Boxenstopps Boden gutzumachen. Und auch der einzige deutsche Pilot Nico Hülkenberg (Sauber) lieferte eine starke Leistung ab.

Auf den Punkterängen hinter dem Podium landeten am Sonntag Russell, Hülkenberg, Hamilton, Isack Hadjar (Racing Bulls) und Pierre Gasly (Alpine). Fernando Alonso (Aston Martin) holte auf dem neunten Rang zwei Punkte für die WM-Wertung, Verstappen nach der Strafe auf dem zehnten Platz nur einen Punkt. Das nächste Rennen findet in zwei Wochen in Kanada statt.


Foto: Lando Norris / McLaren (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hohe Erwartungen an Merz-Besuch bei Trump

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Weißes Haus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Wenn Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwoch nach Washington aufbricht, begleiten ihn hohe Erwartungen – aus der eigenen schwarz-roten Koalition wie auch aus der Opposition.

„Natürlich wird es vor allem darum gehen, zu einer weiteren Annäherung bei der Unterstützung der Ukraine zu kommen“, sagte der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt der „Welt“ (Montagsausgabe). „Putins Drohnenterror ist dabei Merz` bestes Argument.“ US-Präsident Donald Trump wolle Frieden und Frieden schaffe nur eine starke Ukraine. Der Besuch diene auch der Vorbereitung der wichtigen G7- und Nato-Gipfel in diesem Monat.

SPD-Fraktionsvize Siemtje Möller, sprach von einem richtigen Schritt genau zur richtigen Zeit. „Unsere Erwartungen sind natürlich hoch, dass Friedrich Merz die drängenden Themen dieser Tage auch selbstbewusst anspricht.“ In Sachen Zollpolitik werde es entscheidend sein, die gemeinsamen Interessen Deutschlands, Europas und der USA zu betonen, damit die Handelshemmnisse abgebaut und die Verunsicherung der Märkte beendet würden. In der Palästinenserfrage müsse erreicht werden, dass die Waffen auf beiden Seiten schweigen.

„Kanzler Merz sollte in Washington deutsche und europäische Interessen vertreten, als guter Zuhörer und harter Verhandler“, verlangte AfD-Chef Tino Chrupalla. „Höchste Priorität hat, den Ukraine-Krieg mit stabilen Sicherheitsgarantien zu beenden. Jede weitere Osterweiterung der Nato muss unterbleiben.“

Auch die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Agnieszka Brugger forderte ein selbstbewusstes Auftreten des Kanzlers am Donnerstag im Weißen Haus. „Die Trump-Administration ignoriert sehr oft, wie sehr die Sicherheitspolitik in Europa mit der im Indopazifik und damit einem der wichtigsten Interessen der USA zusammenhängt.“ Wenn die USA die Ukraine nicht stärker unterstützten oder sie gar im Stich ließen, schadeten sie auch der eigenen Sicherheit, sagte Brugger der „Welt“. „Wer glaubt, es sei eine kluge Strategie, mit Unterwürfigkeit Donald Trump schmeicheln zu wollen, oder sich von ihm erpressen lässt, wird das schnell bereuen. Friedrich Merz sollte als guter Demokrat auch nicht schweigen zu den jüngsten Angriffen auf Justiz, Medien und Gesellschaft.“

Linke-Chefin Ines Schwerdtner warnte Merz vor Zurückhaltung: „Trump sieht Europa mehr als Konkurrenz, denn als Verbündeten. Es wäre fatal, wenn Merz unter diesen Bedingungen als Bittsteller nach Washington reist. Wer der US-Regierung heute die Gelegenheit dazu gibt, wird sofort aufs Kreuz gelegt.“ Es führe kein Weg daran vorbei, sich auf einen eigenständigen europäischen Weg zu besinnen.

„Selbstbewusste Politik im Interesse unseres Landes ist von Merz leider nicht zu erwarten“, kritisierte Sahra Wagenknecht. „Wie der Außenminister bereits angekündigt hat, will die Bundesregierung Trumps Aufrüstungsforderungen bereitwillig erfüllen, großzügige Rüstungsaufträge an amerikanische Waffenschmieden inklusive.“ Auch Schritte zur Überwindung der digitalen Abhängigkeit Deutschlands und einer neuen Energieabhängigkeit stünden nicht auf Merz` Agenda. „Wir brauchen dringend Eigenständigkeit und ein Ende der Vasallentreue.“

FDP-Parteichef Christian Dürr äußerte die Hoffnung auf einen Impuls von dem Treffen „für eine neue Phase erfolgreicher Zusammenarbeit“. Das Eindämmen und schließliche Beenden von kriegerischen Konflikten und ein fairer Welthandel verlangten „gemeinsame Anstrengungen statt unberechenbarer Sonderwege“. Voraussetzung sei die Anerkennung eines gemeinsamen westlichen Wertekanons.


Foto: Weißes Haus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Klöckner droht Nietzard mit Hausverbot im Bundestag

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Jette Nietzard (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) rät den Grünen, der Bundessprecherin der Grünen Jugend, Jette Nietzard, die Zugangsberechtigung zum Bundestag zu entziehen und ihr de facto ein Hausverbot auszusprechen. Wie die „Bild“ (Montagsausgabe) schreibt, hat Klöckner einen entsprechenden Brief an die politische Geschäftsführerin der Grünen, Pegah Edalatian, geschrieben.

Anlass ist ein Instagram-Post Nietzards, auf dem sie einen Pullover mit der Aufschrift „ACAB“ trägt – versehen mit der Bildunterschrift „Auf dem Weg in den Bundestag“. Klöckner bezeichnete den Post in dem Schreiben als bewusste Provokation und warnte vor einem möglichen Verstoß gegen die Hausordnung des Bundestags, sollte ein solches Kleidungsstück in den Parlamentsliegenschaften getragen werden. Ein solcher Verstoß könne mit einem Ordnungsgeld geahndet werden, zudem sei ein Entzug des Hausausweises nicht ausgeschlossen.

Nietzard verfügt über einen Hausausweis der Kategorie „Grün“, der laut Klöckner auf Antrag der Partei ausgestellt wurde. In dem Schreiben forderte sie die Fraktion auf, Nietzard auf die rechtliche Lage hinzuweisen und regte an, den Ausweisantrag zu „überdenken“.

Der innenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Alexander Throm, sagte der Zeitung: „Keine Entschuldigung bei den Polizisten heißt keine Einsicht. Und dann noch alle Bundestagsabgeordnete verunglimpfen. Jetzt muss Nietzard aus der Partei geworfen werden. Ansonsten fehlt Özdemir und Co. jede Glaubwürdigkeit.“ Denn wer die Polizei angreife, egal ob handgreiflich oder verbal, der greife den Staat an. Eine Grünen-Sprecherin bestätigte den Eingang und kündigte an, der Brief werde innerhalb der „üblichen Fristen“ beantwortet.


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Rügenwalder will weiter stark auf Fleischalternativen setzen

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Fleisch und Wurst im Supermarkt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBad Zwischenahn (dts Nachrichtenagentur) – Der neue Chef der Rügenwalder Mühle, Jörg Pfirrmann, setzt weiter stark auf Fleischalternativen.

„Ich bin überzeugt: Fleischersatz bleibt kein Nischenmarkt“, sagte Pfirrmann dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). Der Rügenwalder Mühle sei es gelungen, die Marktführerschaft in Deutschland mit einem Anteil von 43 Prozent zu verteidigen. Im ersten Quartal 2025 habe sein Unternehmen knapp vier Prozent Umsatz hinzugewonnen, die Branche insgesamt hingegen sechs Prozent verloren.

Für eine Preisparität zwischen Fleischprodukten und pflanzlichen Alternativen sei es „noch viel zu früh“, sagte der 52-Jährige. „Fleisch müsste teurer werden und nicht pflanzliche Alternativen günstiger. Fleisch ist in Deutschland ohnehin viel zu billig.“

Pfirrmann leitet die Rügenwalder Mühle seit dem Jahreswechsel, zuvor war er Finanzchef. Der frühere Sartorius-Vorstand löste Michael Hähnel an der Spitze ab. Ende 2023 hatte die Eigentümerfamilie Rauffus die Mehrheit an der Rügenwalder Mühle mit Sitz in Bad Zwischenahn (Niedersachsen) an den Kölner Zuckerhersteller Pfeifer & Langen verkauft.


Foto: Fleisch und Wurst im Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Justizministerin gegen schärfere Strafen bei Messerangriffen

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Stefanie Hubig (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht keine Notwendigkeit für strengere Strafen bei Messerangriffen.

„Ich verschließe mich keiner ernsthaft geführten Debatte“, sagte Hubig der „Rheinischen Post“. Aber sie halte nichts von „lautstarken oder undurchdachten Forderungen nach schärferen Strafen“. Wichtiger seien schnelle Verfahren, klare Ansagen und Prävention – „gerade wenn es um Kinder und Jugendliche geht“, ergänzte die Ministerin.

Hubig sagte überdies, eine Anhebung der Mindeststrafe auf ein Jahr, wie sie manche forderten, „kann in besonderen Fällen zu ungerechten Ergebnissen führen“. Das belaste die Justiz und helfe am Ende nicht weiter.

Mit Blick auf die Haltung von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte Hubig: „Für das Strafrecht ist das Justizministerium zuständig, nicht das Innenministerium. Aber natürlich stehen wir beide schon jetzt in einem offenen und konstruktiven Austausch.“ Justiz- und Innenministerium verstünden sich als Partner, nicht als Gegner. „Wir haben uns fest vorgenommen, dass wir Konflikte nicht öffentlich austragen“, so die SPD-Politikerin.


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Steuersenkungen für Unternehmen sollen am Mittwoch ins Kabinett

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Finanzamt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) macht bei den Steuerentlastungen für Unternehmen Tempo. Es sei geplant, den Gesetzentwurf bereits am kommenden Mittwoch in das Kabinett zu bringen, berichtet das „Handelsblatt“ (Montagsausgabe) unter Berufung auf das Finanzministerium.

Die Wirtschaft brauche „zügig verbindliche Planungssicherheit und Investitionsanreize“, hieß es in Regierungskreisen. Der Wachstumskurs habe hohe Priorität. Klingbeil plant in dem Gesetz Steuersenkungen für Unternehmen. Die Entlastungen wachsen über Jahre an und sollen 2029 dann 17 Milliarden Euro betragen. Rechnet man die Steuersenkungen für den Zeitraum 2025 bis 2029 zusammen, ergibt sich ein Gesamtbetrag von 48 Milliarden Euro. Die Mindereinnahmen verteilen sich auf Bund, Länder und Kommunen.

Mit dem „Entwurf eines Gesetzes für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland“ setzt Klingbeil mehrere Maßnahmen um, auf die sich Union und SPD im Koalitionsvertrag verständigt haben. Dazu zählen unter anderem ein sogenannter Investitionsbooster, eine Senkung der Körperschaftsteuer und neue Abschreibungen für Elektroautos.


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Studie zeigt Radikalisierungsrisiko bei vielen Muslimen

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Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünster (dts Nachrichtenagentur) – Jeder fünfte in Deutschland lebende Muslim mit Migrationshintergrund weist eine emotionale Verfassung auf, die Radikalisierung begünstigt. Das ist das Ergebnis einer bisher unveröffentlichten Studie der Forschungsstelle Islam und Politik der Universität Münster unter der Leitung des islamischen Theologen Mouhanad Khorchide, über welche die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet. Bei einer Gesamtzahl von 5,3 bis 5,6 Millionen Muslimen in Deutschland wären das mehr als eine Million Menschen.

Betroffen sind demnach Muslime, die sich in besonderer Weise in ihrer persönlichen Weltanschauung gekränkt sehen, starke antiwestliche oder antisemitische Feindbilder pflegen und zugleich eine geringe Kritikfähigkeit zeigen. Die Münsteraner Forscher fassen diese Kombination von Einstellungen unter dem Begriff „Ressentiment“ zusammen. Bei einer Umfrage im Zeitraum von Juli 2023 bis April 2024 unter Muslimen mit Migrationshintergrund in Deutschland ließen sich 19,9 Prozent der insgesamt 1.887 Befragten dieser Gemütslage zuordnen.

Eine Mehrheit dieser „Ressentiment“-Gruppe bejaht zum Beispiel Fragen wie die, ob der Islam „die einzige und letztgültige politische Autorität“ sein sollte oder ob die islamischen Gesetze der Scharia „viel besser als die deutschen Gesetze“ sind. Gewalt auf vermeintlich erlittenes Unrecht befürwortet jeder Dritte der „Ressentiment“-Gruppe, das entspräche deutschlandweit mehr als 300.000 Menschen. Jeder Zehnte der „Ressentiment“-Gruppe würde nach eigener Aussage auch selbst Gewalt einsetzen, um sich „für die Interessen von Muslimen“ einzusetzen. Das entspräche rund 100.000 Menschen.

„Mit der Affektlage des Ressentiments konnten wir einen neuen und sogar starken Radikalisierungsfaktor aufdecken“, sagte die Münsteraner Religionspsychologin Sarah Demmrich der NOZ. Nun müsse unter anderem „die innerislamische Kritikfähigkeit gestärkt werden, um reflexive Auseinandersetzungen mit religiösen und gesellschaftlichen Fragen zu fördern“.


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Mehrere Tote bei Einsturz von zwei Brücken in Russland

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Fahne von Russland (Archiv), via dts NachrichtenagenturMoskau (dts Nachrichtenagentur) – In den russischen Grenzregionen Brjansk und Kursk sind am Wochenende mehrere Personen bei dem Einsturz von zwei Brücken ums Leben gekommen.

Wie der Gouverneur der Region Brjansk, Alexander Bogomaz, mitteilte, soll eine Explosion am Samstagabend dazu geführt haben, dass eine Brücke über einer Bahnstrecke einstürzte – ein Personenzug soll in der Folge entgleist sein. Mindestens sieben Menschen wurden getötet und 69 weitere verletzt.

Wenige Stunden später kam es auch in der Region Kursk zu einem Brückeneinsturz. Zu diesem Zeitpunkt soll gerade eine Güterlokomotive über die Brücke gefahren sein. Tote gab es bei diesem Vorfall offenbar nicht, die Insassen des Zuges kamen Behördenangaben zufolge in Krankenhäuser.

Die Einsturzorte befinden sich jeweils in der Nähe der Grenze zur Ukraine.


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Drei Tote nach Brand in Hamburger Krankenhaus

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Feuerwehr und Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – In der Nacht zum Sonntag hat ein Brand in einem Krankenhaus im Hamburger Stadtteil Hohenfelde drei Menschenleben gefordert. Nach Angaben der Feuerwehr wurden zudem 18 Schwerverletzte und 15 Leichtverletzte in umliegende Kliniken gebracht. Eine Person schwebte in Lebensgefahr.

Das Feuer war kurz nach Mitternacht in einem Patientenzimmer im Erdgeschoss ausgebrochen und drohte auf weitere Bereiche überzugreifen. Mehrere Personen konnten ihre Zimmer aufgrund des Brandrauchs nicht mehr verlassen. Rund 220 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk waren bis in die Morgenstunden im Einsatz, um Patienten zu evakuieren und den Brand zu löschen.

Die Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen auf weitere Zimmer verhindern. Das Krankenhauspersonal unterstützte die Rettungsarbeiten. Die genaue Ursache des Brandes ist noch unklar.


Foto: Feuerwehr und Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kramp-Karrenbauer für schnelle Wehrpflicht und Taurus

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Annegret Kramp-Karrenbauer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die ehemalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU)rechnet angesichts neuer Nato-Vorgaben zur Personalstärke der Bundeswehr mit einer schnellen Wiedereinführung der Wehrpflicht. „Wir sollten uns jetzt alle ehrlich machen und sagen, dass die ausgesetzte Wehrpflicht bald wieder eingesetzt werden muss – so, wie sie früher war, also erst einmal nur für Männer“, sagte die frühere CDU-Vorsitzende dem „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe).

Kramp-Karrenbauer bezeichnete es als guten ersten Schritt, dass im Koalitionsvertrag zunächst über einen attraktiveren Wehrdienst mehr Freiwillige gewonnen werden sollen, bezweifelte aber zugleich die Wirksamkeit der Maßgabe, da beim Nato-Verteidigungsministertreffen am kommenden Donnerstag Beschlüsse erwartet werden, die einen deutlichen Aufwuchs der Truppe vorsehen: „Ich bin skeptisch, ob wir allein damit die notwendigen Zahlen erreichen.“ Auf lange Sicht sei sie „überzeugt, dass wir eine Dienst- oder Wehrpflicht brauchen, die Frauen und Männer umfasst“.

Anders als ihr Nachnachfolger als CDU-Parteichef Friedrich Merz, der im Kanzleramt von der im Wahlkampf angekündigten Lieferung von Marschflugkörpern der Bundeswehr an die Ukraine abgerückt zu sein scheint, hält Kramp-Karrenbauer an der Forderung fest. „Ich habe eine Taurus-Lieferung von Anfang an bejaht, und daran hat sich nichts geändert“, sagte sie dem „Tagesspiegel“ weiter: „Die Ukraine muss Angriffe von russischem Territorium verhindern können.“

Vor dem Hintergrund des neuen Protektionismus der USA unter Donald Trump fordert die ehemalige CDU-Chefin einen intensiveren Austausch mit dem Globalen Süden. „Der Erfolg unserer Volkswirtschaft, der Grundlage für unser Sozialsystem und unsere Art des Zusammenlebens ist, hängt an der internationalen Vernetzung“, sagte sie dem „Tagesspiegel“: „Dieses Erfolgsmodell können wir nur in die Zukunft übertragen, wenn wir uns der neuen Weltordnung anpassen – und uns beispielsweise viel intensiver als bisher um Partnerschaften in Afrika bemühen.“

Es brauche neue Staaten, „mit denen wir faire Vereinbarungen zu Rohstoffen, aber auch in Bezug auf Arbeitskräfte treffen können“, so die Christdemokratin. Kramp-Karrenbauer, die für die Denkfabrik „Global Perspectives Initiative“ eine Kommission zu Deutschlands künftiger Rolle geleitet und der Bundesregierung vergangene Woche entsprechende Vorschläge unterbreitet hatte, wies darauf hin, dass junge Menschen wegen stark steigender Bevölkerungszahlen trotz einer inzwischen oft sehr guten Bildung kaum eine Chance auf einen Arbeitsplatz im eigenen Land hätten.

„Wir sollten auf afrikanische Schulabgänger zugehen und gleichzeitig die Rahmenbedingungen so verändern, dass deutsche Firmen leichter in Afrika investieren können“, so die CDU-Politikerin: „Das wäre eine Win-Win-Situation für beide Seiten – unser Wachstum lahmt auch wegen fehlender Fachkräfte.“

Die bisher vorhandenen Ansätze der deutschen Afrikapolitik seien „nicht zu einer Gesamtstrategie zusammengeführt“ und „nicht konsequent genug“ umgesetzt worden, findet die CDU-Politikerin: „Wenn wir Einwanderung aus bestimmten Entwicklungsländern wollen, müssen wir deren Bildungssysteme fördern und die Menschen frühzeitig auf unsere Sprache und das, was sie bei uns erwartet, vorbereiten.“


Foto: Annegret Kramp-Karrenbauer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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