Montag, Januar 5, 2026
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1. Bundesliga: Heidenheim und Bochum torlos

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Heidenheim (dts Nachrichtenagentur) – Der 1. FC Heidenheim und der VfL Bochum haben sich zum Auftakt des 32. Spieltags der 1. Bundesliga in der Voith-Arena mit 0:0 getrennt. In einer von hoher Intensität geprägten Begegnung standen sich zwei gut organisierte Defensivreihen gegenüber, sodass klare Torchancen Mangelware blieben. Kurz vor der Halbzeit erhielt Georgios Masouras wegen eines taktischen Foulspiels die Gelbe Karte (45.+1), während Heidenheims Torhüter Kevin Müller nach einem heftigen Zusammenprall in der 50. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste.

Bochum hatte in der 66. Minute die beste Gelegenheit, als Myron Boadu nach einem schnellen Umschaltspiel aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf. Beide Trainer versuchten in der Schlussphase mit zahlreichen Wechseln, neue Impulse zu setzen: Heidenheim brachte unter anderem Mathias Honsak und Budu Zivzivadze, Bochum reagierte mit Gerrit Holtmann und Moritz Broschinski. Trotz der personellen Umstellungen blieb die Partie torlos, was für beide Teams im Kampf um den Klassenerhalt einen bitteren, aber letztlich verdienten Punktgewinn bedeutete.


Foto: Kevin Müller (1. FC Heidenheim) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Eine Tote nach Vorfall in Stuttgart – Polizei geht von Unfall aus

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Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem in Stuttgart am Freitagabend ein Fahrzeug in eine Menschengruppe gefahren ist, ist eine 46-jährige Frau im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Abend mit.

Die Ermittler gehen vorerst von einem Unfall aus. „Nach aktuellem Ermittlungsstand liegen derzeit keinerlei Hinweise vor, die auf eine vorsätzliche Gewalttat oder ein Anschlagsgeschehen schließen lassen“, hieß es in einer Erklärung.

Nach Angaben der Beamten war gegen 17:50 Uhr an der Charlottenstraße ein 42 Jahre alter Mann mit einem schwarzen Geländewagen vom Typ Mercedes G-Klasse in eine Personengruppe gefahren und hatte dabei acht Personen verletzt, darunter drei schwer. Eine Person musste vor Ort reanimiert werden. Der Fahrer wurde zunächst festgenommen.

Der Vorfall weckte umgehend Erinnerungen an verschiedene Anschläge in den letzten Monaten. So waren in Magdeburg oder München Attentäter absichtlich in Menschenmengen gefahren und hatten dabei jeweils mehrere Menschen getötet.


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Paderborn siegreich – Münster demontiert Magdeburg

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Gelsenkirchen/Magdeburg (dts Nachrichtenagentur) – In der 2. Bundesliga hat der SC Paderborn den FC Schalke 04 zum Auftakt des 32. Spieltags mit 2:0 bezwungen und Preußen Münster hat den 1. FC Magdeburg mit 5:0 deklassiert.

In der Freitagabend-Partie in der Veltins-Arena brachte Raphael Obermair den SCP in der 40. Minute mit einem direkt verwerteten Volley aus dem Rückraum in Führung. Drei Minuten nach der Halbzeitpause erhöhte Marvin Mehlem, mustergültig von Ilyas Ansah in Szene gesetzt, in der 48. Minute per flachem Abschluss auf 2:0. Schalke fand daraufhin kaum noch ins Spiel zurück, sodass es beim verdienten Auswärtserfolg für Paderborn blieb.

In der Avnet-Arena legte Münster früh vor: Jorrit Hendrix köpfte in der 12. Minute eine präzise Hereingabe von Marc Lorenz zum 1:0 ein. Nur drei Minuten später verwertete Lorenz selbst einen Abpraller aus kurzer Distanz zum 2:0 (15. Minute). Nach einem Foul an Daniel Kyerewaa verwandelte Lorenz den fälligen Strafstoß in der 43. Minute zum 3:0.

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Joshua Mees in der 52. Minute mit einem Weitschuss ins verwaiste Tor auf 4:0, und Daniel Kyerewaa machte in der 54. Minute mit seinem linken Innenrist zum 5:0-Endstand den Deckel drauf. Münster ließ über die gesamte Spielzeit rein gar nichts anbrennen und feierte einen beeindruckenden Kantersieg.


Foto: Sitze mit Logo des FC Schalke 04 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Auto fährt in Stuttgart in Menschengruppe

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Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – In Stuttgart ist am Freitagabend ein Fahrzeug in eine Menschengruppe gefahren. Das bestätigten Polizei und Rettungskräfte.

Der Vorfall ereignete sich gegen 18 Uhr am sogenannten Olgaeck. Dort ist unter anderem eine U-Bahn-Station, der Landtag ist etwa 500 Meter Luftlinie entfernt.

Nach ersten Informationen gibt es mindestens drei Verletzte. Der Fahrer wurde festgenommen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

So war nicht klar, ob die Person, die das Auto gesteuert hat, absichtlich in die Menschengruppe gefahren ist, oder ob es sich um einen Unfall handelt. In den letzten Monaten hatte es in verschiedenen Städten Anschläge solcher Art mit mehreren Todesopfern gegeben, so in Magdeburg oder München.


Foto: Polizei am 01.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Dürr: Nicole Büttner soll FDP-Generalsekretärin werden

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Kandidat für den FDP-Vorsitz, Christian Dürr, will die Tech-Unternehmerin Nicole Büttner zur Generalsekretärin der Partei machen. „Wenn ich beim Bundesparteitag zum Vorsitzenden gewählt werde, schlage ich den Posten des Generalsekretärs vor“, sagte Dürr den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Ich freue mich sehr, dass Nicole Büttner sich dazu entschieden hat, mein Running Mate zu werden.“

Büttner sei eine erfolgreiche Unternehmerin im KI-Bereich und seit 20 Jahren Mitglied der FDP. „Ich möchte neue Wege gehen“, erklärte Dürr. „Denn in der Vergangenheit waren es meistens Berufspolitiker, die in der ersten Reihe standen – nicht nur in der FDP. Jetzt konnte ich mit Nicole Büttner eine profilierte und aktive Unternehmerin für mein Team gewinnen.“ Das künftige FDP-Präsidium werde „gleichermaßen aus erfahrenen und neuen Gesichtern bestehen“, kündigte Dürr an.

Büttner ist Unternehmerin und Investorin im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Unter anderem gründete sie das Berliner KI-Unternehmen Merantix Momentum, dessen Geschäftsführerin sie auch ist. Büttner, die im Schweizerischen Sankt Gallen, in Stockholm und Stanford (US-Bundesstaat Kalifornien) studierte, gehört dem Vorstand des Bundesverbands Deutsche Startups an. Sich selbst bezeichnet sie als „Unternehmerin, Ökonomin und Tech-Optimistin“. 2019 stand sie auf Platz 10 der FDP-Liste für die Europawahl, verpasste aber den Einzug.


Foto: FDP-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax deutlich fester – Konjunktursorgen schwinden wieder

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenausklang hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.087 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem stabilen Start am Vormittag legte der Dax im weiteren Tagesverlauf zu und erreichte am späten Nachmittag ein höheres Niveau.

„Der Dax springt über die Marke von 23.000 Punkten, holt sich den vierten Tausender nach nur drei Wochen und dem Ausverkaufstief bei knapp 18.500 Zählern zurück und macht damit einen großen Schritt in Richtung Rekordhoch“, kommentierte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten aus den USA mit 177.000 neu geschaffenen Stellen im April lindern die unmittelbaren Rezessionssorgen etwas. Finanzmarkt, Arbeitsmarkt und Unternehmen zeigen sich bislang recht resilient gegenüber der Unsicherheit in der Handelspolitik. Das ist ein gutes Zeichen.“

Gleichzeitig würden damit aber auch die Chancen sinken, dass die US-Notenbank „beherzt eingreift“, so Stanzl. „Die starken Daten stehen eher für eine Federal Reserve, die in den kommenden Monaten weiter zögerlich agiert. Wenn jetzt aber Tauwetter nach einer nur kurzen Eiszeit in den Beziehungen zwischen China und den USA Tauwetter einsetzt und die US-Wirtschaft fast keine Anzeichen einer Rezession zeigt, könnte sie trotz Trumps Zoll-Chaos nochmal mit einem blauen Auge davonkommen.“

Sorgen um das europäische Wirtschaftswachstum, schwächere Unternehmensumfragen und ein starker Euro hatten dagegen die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank angeheizt, erklärte der Analyst. „Die heutigen Inflationszahlen könnten dem Ganzen nun aber einen Strich durch die Rechnung machen. Die Geldmärkte rechneten vor den Daten mit insgesamt 67 Basispunkten zusätzlicher Lockerung in diesem Jahr.“ Da sich die Inflation aber als hartnäckiger erweise als erwartet, würden die Aussichten auf eine weitere Zinssenkung im September nach der erwarteten Viertelpunktreduktion im Juni sinken.

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Siemens Energy an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Nur wenige Dax-Werte rangierten entgegen dem Trend im Minus. Die deutlichsten Abschläge mussten die Aktien der Münchener Rück und von RWE hinnehmen.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juni kostete 33 Euro und damit drei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank für seine Verhältnisse deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 61,46 US-Dollar, das waren 67 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1350 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8811 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Designierter Vizekanzler sieht AfD-Verbotsverfahren als Möglichkeit

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem der Verfassungsschutz die AfD in einem rund 1.100 Seiten langen Gutachten bundesweit als gesichert rechtsextremistisch eingestuft hat, hat der SPD-Vorsitzende und designierte Vizekanzler Lars Klingbeil die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens durch die neue Bundesregierung angekündigt.

„Es darf nicht ohne Konsequenzen bleiben, was heute der Verfassungsschutz uns schwarz auf weiß aufgeschrieben hat“, sagte Klingbeil der „Bild“ (Samstagausgabe). „Wir haben als diejenigen, die die politischen Entscheidungen treffen, jetzt auch die Verantwortung, unsere Demokratie vor den Feinden der Demokratie zu schützen. Und da müssen wir sehr schnell in der neuen Regierung, in der Koalition, Entscheidungen treffen, was daraus folgt.“

Er erwarte „von jedem, dass das sehr ernst genommen wird, was in diesem Gutachten aufgezeigt wird. Das muss jetzt sehr schnell ausgewertet werden“, so Klingbeil. „Die AfD ist ein Angriff auf Deutschland. Die wollen ein anderes Land, die wollen unsere Demokratie kaputt machen. Und das müssen wir sehr ernst nehmen.“

Der SPD-Chef wollte sich aber noch nicht festlegen, welche Maßnahmen die künftige Regierung im Hinblick auf die Einstufung treffen müsse. Ein Verbotsverfahren könne „jetzt eine Möglichkeit sein, aber mir geht es nicht darum, eine schnelle Schlagzeile nach diesem Gutachten zu produzieren“.

Allerdings könne es sein, „dass irgendwann der klare Auftrag auch von den unabhängigen Behörden da ist, zu sagen, jetzt müsst ihr handeln, liebe Politik. Und das müssen wir auswerten, ob dieses Gutachten dafür einen Hinweis hat.“ Die Einstufung als „gesichert rechtsextremistisch“ ist bereits die höchste Kategorie, in die der Verfassungsschutz mögliche Fälle verfassungsfeindlicher Bestrebungen einordnet.

Der designierte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), dessen Ministerium der Verfassungsschutz künftig als Bundesoberbehörde nachgeordnet sein wird, macht derweil keine Aussagen zu möglichen Schritten. „Ich gehe davon aus, dass es zu einer gerichtlichen Überprüfung der Einstufung kommen wird“, sagte er der „Bild“. „Unabhängig davon führt das Gutachten zwingend dazu, dass eine weitere Beobachtung der AfD stattfinden wird.“ Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) habe ihn „heute über die Veröffentlichung des Gutachtens informiert“.

Parteien, die „nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden“, sind nach Artikel 21 des Grundgesetzes verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht. In einem Bundesgesetz ist geregelt, dass der Verbotsantrag von Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung gestellt werden kann.


Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Starkes Seebeben im Meer Hoces – Tsunami an Küste Chiles möglich

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Port Moresby (dts Nachrichtenagentur) – In der Drakestraße, auch als Meer Hoces bekannt, zwischen der Südspitze Südamerikas und der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel hat sich am Freitag ein starkes Seebeben ereignet. Geologen gaben zunächst eine Stärke von 7,4 bis 7,5 an. Diese Werte werden oft später korrigiert.

Das Beben ereignete sich um 14:59 Uhr deutscher Zeit rund 220 Kilometer entfernt von der argentinischen Stadt Ushuaia. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von etwa 48 Kilometern.

Das zuständige Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) hält gefährliche Tsunami-Wellen innerhalb von 300 Kilometern vom Epizentrum entlang der Küste von Chile für möglich. Die Behörden in den betroffenen Gebieten sollten die Bevölkerung entsprechend ihrer eigenen Einschätzung informieren und Anweisungen erteilen, hieß es.


Foto: Chile (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Arbeitslosenquote im April konstant bei 4,2 Prozent

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Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die Arbeitslosenrate in den USA ist im April bei 4,2 Prozent stabil geblieben. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Die Zahl der Arbeitslosen stieg minimal auf 7,2 Millionen.

Die Unternehmen in den USA schufen dem Ministerium zufolge rund 177.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Zuwächse gab es erneut vor allem im Gesundheitswesen, in der sozialen Unterstützung sowie im Transport- und Lagersektor. Auch die Finanzbranche verzeichnete einen Anstieg. Im Gegensatz dazu ging die Beschäftigung im bundesstaatlichen Sektor weiter zurück. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen lag bei 1,7 Millionen Menschen und legte damit zu.

Die US-Arbeitsmarktdaten werden von Investoren auf der ganzen Welt mit Argusaugen beachtet. Ist der Arbeitsmarkt robust und die Inflation hoch, werden Zinssenkungen unwahrscheinlicher. Über die würden sich Börsianer aber freuen, unter anderem weil das Sparbuch als Alternative zur Aktie damit wieder unattraktiver werden würde und Unternehmen und andere Akteure billiger an Kredite kämen.


Foto: Obdachlose in den USA am Times Square, via dts Nachrichtenagentur

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Debatte um AfD-Verbotsverfahren bekommt neue Dynamik

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Arbeitnehmerflügel der CDU spricht sich für ein sofortiges Verbotsverfahren gegen die AfD aus.

Der geschäftsführende Bundesvorstand der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA) erklärte gegenüber dem „Stern“: „Der Verfassungsschutz stellt jetzt endlich klar, was längst Gewissheit war: Die AfD ist eine verfassungsfeindliche Partei.“ Die Partei wolle die Demokratie zerstören und spalte die Gesellschaft.

Die Einschätzung des Verfassungsschutzes liefere jetzt „die notwendige Grundlage“ für ein Verbotsverfahren. „Die CDA Deutschlands spricht sich daher für ein sofortiges Verbotsverfahren der AfD aus.“ Außerdem dürfe es für die Partei keine staatliche Finanzierung mehr geben.

SPD-Generalsekretär Matthias Miersch sagte dem „Spiegel“, die Neubewertung der AfD sei ein „klares verfassungsrechtliches Signal: Wer die Menschenwürde systematisch angreift, stellt sich außerhalb des Grundgesetzes“. „Was klingt wie Rassismus, was aussieht wie Rassismus, ist am Ende Rassismus.“ Die neue Koalition aus Union und SPD müsse das weitere Vorgehen „umgehend beraten“, forderte Miersch.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge sprach sich derweil erneut deutlich für die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens aus. „Die AfD ist eine rechtsextreme Partei, die unsere Demokratie beseitigen will“, sagte Wegge dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Als Abgeordnete sind wir meiner Meinung nach nun umso mehr verpflichtet, darauf hinzuwirken, dass die AfD vom Bundesverfassungsgericht überprüft wird“, erklärte sie.

Die Einstufung der AfD als gesichert rechtsextrem müsse Konsequenzen haben für den Umgang mit der Partei, fordert Grünen-Parteichef Felix Banaszak. „Seit Jahren beobachten wir eine absurde Gleichzeitigkeit: Während sich die AfD immer weiter und offensichtlicher radikalisiert, normalisiert sich der Umgang mit ihr in Teilen der Parteienlandschaft“, sagte Banaszak den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek und Parteichef Jan van Aken fordern, ein Verbotsverfahren gegen die AfD mit aller Entschlossenheit voranzutreiben. „Ab heute darf es keinen Zweifel mehr daran geben, dass die AfD die größte Gefahr für unsere Demokratie und unser Land ist. Alle, die für eine Normalisierung der AfD geworben haben und es weiterhin tun, stärken damit Rechtsextreme und gefährden die Demokratie. Allen muss klar sein: Eine Demokratie überlebt eine Machtbeteiligung von Rechtsextremen wie der AfD nicht“, so Reichinnek.

Jan van Aken sagte: „Gleichzeitig müssen wir die AfD auch politisch bekämpfen. Indem wir die Probleme und Nöte der Menschen endlich ernst nehmen und ihnen Zuversicht geben. Indem wir das Leben der Menschen wirklich verbessern. Der Rechtsruck ist kein Zufall – er wurde über Jahre hinweg durch soziale Kürzungen und eine Politik, die sich an den Interessen der Reichen und Mächtigen orientiert, politisch genährt.“

Die AfD hält derweil die Entscheidung des Verfassungsschutzes, sie als gesichert rechtsextremistisch einzustufen, für politisch motiviert. Parteivize Stephan Brandner sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag): Die Entscheidung des „weisungsgebundenen Verfassungsschutzes“ sei „inhaltlich völliger Blödsinn“, habe mit Recht und Gesetz „überhaupt nichts“ zu tun und sei eine „rein politische im Kampf der Kartellparteien gegen die AfD“.


Foto: Werbematerial für AfD-Verbotsverfahren (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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