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VW nimmt meiste Eigenzulassungen vor – Opel bei Elektroautos vorn

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VW-Werk (Archiv), via dts NachrichtenagenturWolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Autohersteller haben in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 deutlich mehr Fahrzeuge auf sich selbst zugelassen. Laut dem Branchendienst Dataforce stieg die Zahl auf 128.000 Autos – knapp 30.000 mehr als im Vorjahreszeitraum, berichtet das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe).

Die Marke mit den meisten auf sich selbst zugelassenen Fahrzeugen war demzufolge Volkswagen mit knapp 46.000 Exemplaren. VW verkaufte allerdings auch insgesamt die meisten Autos in Deutschland. Gemessen am Gesamtabsatz lag Mini mit einem Anteil von 36,4 Prozent deutlich an der Spitze. Die BMW-Tochter erklärte dies unter anderem mit einer Umstellung des Vertriebsmodells.

Bei Elektroautos steht Opel mit 48,5 Prozent klar an erster Stelle. Im Vorjahreszeitraum lief bei dem Hersteller noch weniger als ein Prozent aller E-Zulassungen über den Hersteller. Opel erklärt den hohen Anteil mit Leasing durch Mitarbeitende und Vorführwagen für neue Modelle.


Foto: VW-Werk (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil gegen Komplettabschaffung des Bürgergelds für Ukrainer

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Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Forderung von CSU-Chef Markus Söder nach einer Abschaffung des Bürgergelds für alle Ukrainer zurückgewiesen.

Man werde wie besprochen neu ankommende Ukrainer nicht mehr in das Bürgergeld aufnehmen, aber man dürfe die Haushaltsdebatte nicht auf dem Rücken derer austragen, die vor einem Krieg geflohen sind, mahnte Klingbeil. Es sei auch Söders Verantwortung, intern an einer Gesamtlösung für den Haushalt mitzuarbeiten – Streit gebe es „gerade eh viel zu viel“ in der Regierung.

Dem Nachrichtensender „Welt“ sagte der Finanzminister: „Wir haben besprochen, und das steht auch im Koalitionsvertrag, dass wir für diejenigen, die aus der Ukraine jetzt herkommen, dass die nicht mehr ins Bürgergeld bringen werden, sondern dass wir das anders organisieren. Daran arbeiten wir auch gerade in der Regierung, das wird auch zur Einsparung führen. Ich warne nur davor, immer zu sagen: Das löst am Ende alle Haushaltsprobleme. Ich erwarte mir schon, dass auch von Seiten der Union eigene Vorschläge kommen, dass man auch sagt, was können wir in unseren Bereichen tun, um hier auch wirklich Geld zu sparen. Und wir sollten es nicht auf dem Rücken von Menschen tun, die vor einem Krieg geflohen sind, die hier in Deutschland angekommen sind, die auch hier ein neues Zuhause gefunden haben. Um die wollen wir uns auch kümmern. Deswegen war es richtig, dass wir das mit dem Bürgergeld so gemacht haben. Für die Zukunft werden wir es anders machen. Und dann müssen wir gucken, wie groß die Einsparpotenziale hier wirklich sind.“

Die Haushaltsdebatte dürfe nicht öffentlich ausgetragen werden und sollte auf Provokationen der Koalitionspartner verzichten, mahnte Klingbeil. „Wir haben gerade eh viel zu viel Streit schon wieder in dieser Regierung. Und deswegen sollten wir jetzt alles daransetzen, dass wir die Dinge intern miteinander besprechen.“ Man gehe den Bürgergeldmissbrauch an und arbeite an einer neuen Regelung für neu ankommende Ukrainer.

„Aber ich sage Ihnen, wir müssen für 34 Milliarden Lücke auch andere Fragen stellen. Darum muss es jetzt in den nächsten Wochen gehen. Und wenn wir den ganzen Tag uns öffentlich Dinge vorwerfen, uns öffentlich Sachen vorhalten, wenn wir Vorschläge machen, wo wir wissen, da provozieren wir die andere Seite mit, dann werden wir diese Aufgabe, eine Lücke zu schließen, nicht hinbekommen.“

Über mögliche Steuererhöhungen wollte Klingbeil nicht sprechen – auch die hatte Markus Söder im Sommerinterview ausgeschlossen. Darauf angesprochen sagte Klingbeil: „Es geht um ein Gesamtpaket, da tragen wir eine gemeinsame Verantwortung, die SPD, die CDU, die CSU, also auch Markus Söder.“ Klingbeil weiter: „Es bringt nichts, wenn wir jetzt einzelne Maßnahmen in der Öffentlichkeit diskutieren. Wir sollten am Ende zu einem Gesamtpaket kommen. Da ist auch Herr Söder mit in der Pflicht. Und ich wünsche mir, dass wir das nicht zu kontrovers öffentlich diskutieren, sondern dass wir alle Maßnahmen uns angucken, intern, und dann auch wirklich sagen, wie kriegen wir diese Leistung hin? Das ist eine der größten innenpolitischen Aufgaben, vor denen wir jetzt stehen.“


Foto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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UN-Sprecherin kritisiert Freis Äußerungen zu Gaza-Hilfen

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Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturGaza (dts Nachrichtenagentur) – Das Nothilfebüro der Vereinten Nationen (OCHA) hat Äußerungen von Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) zu Hilfslieferungen im Gazastreifen widersprochen.

OCHA-Sprecherin Olga Cherevko sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe), die Menge dessen, was seit der Lockerung der israelischen Versorgungsblockade in den Gazastreifen gelangt, „ist nach wie vor nur ein Bruchteil dessen, was benötigt wird“.

Frei hatte am Montag im Sender ntv geäußert, inzwischen gelangten jeden Tag weit mehr Hilfslieferungen in den Gazastreifen, als zur Verhinderung einer Hungersnot notwendig wären.

Die OCHA-Sprecherin, die sich selbst im Gazastreifen befindet, wandte sich auch gegen die Angabe des CDU-Politikers, „bis zu 90 und mehr Prozent“ der Hilfslieferungen würden von der Hamas, von Terroristen und von Banden gekapert. Die meisten UN-Konvois sähen sich „Zehntausenden hungernden und verzweifelten Menschen“ gegenüber, sagte Cherevko der FAZ. Diese versammelten sich entlang der Routen und nähmen sich Lebensmittel von den Lastwagen, weil sie keine andere Möglichkeit sähen, ihre Familien zu ernähren.

Cherevko sagte weiter, die anhaltende Behinderung und Beschränkung der Hilfslieferungen sei für diese Situation verantwortlich. Das ist eine Kritik an den israelischen Behörden, die immer wieder von Hilfsorganisationen zu hören ist. Laut den neuesten Angaben von OCHA konnten zwischen dem 23. und dem 29. Juli nur 47 Prozent der Hilfstransporte durchgeführt werden; die restlichen wurden von der israelischen Armee untersagt oder mussten aufgrund der Bedingungen vor Ort abgesagt werden.


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Dax zeigt sich stark – Bankentitel begehrt

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenstart hat der Dax sich stark entwickelt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.757 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,4 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

An der Spitze der Kursliste rangierten die Aktien der Commerzbank, der Deutschen Bank und der Allianz. Einbußen mussten dagegen die Papiere von Bayer, Porsche Holding und Daimler-Truck hinnehmen.

„Im Fokus stehen heute die Aktien aus den defensiven Branchen, wie Banken, Versicherungen und die Versorger“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die Investoren gehen zum Wochenstart sehr selektiv vor und verleihen dadurch ihrer Erleichterung Ausdruck, dass sich der Handelskonflikt zwischen der EWU und den USA nicht weiter drastifiziert hatte.“

„Die klassischen zyklischen Branchen werden tendenziell gemieden, da das Schwert der USA im Handelskonflikt noch gezückt ist und sich die EWU derzeit in einer Verteidigungshaltung befindet“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1573 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8641 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.376 US-Dollar gezahlt (+0,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 93,79 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 69,36 US-Dollar, das waren 31 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Immer mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ukrainer

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Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlinge aus der Ukraine hat zuletzt deutlich zugenommen.

Das teilte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit. „Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit ukrainischer Staatsangehörigkeit um 80.000 gestiegen auf knapp 272.000“, sagte er.

Der Sprecher teilte weiter mit, es habe im März 2025 genau 701.000 ukrainische Bürgergeldempfänger gegeben. Darunter seien 502.000 Erwerbsfähige gewesen – und damit „alle ukrainischen Staatsangehörigen im Alter von 15 Jahren bis zum Renteneintrittsalter“. Davon hätten 217.000 arbeitslose Ukrainer dem Arbeitsmarkt im Juli 2025 tatsächlich zur Verfügung gestanden.

„58 Prozent der Arbeitssuchenden suchen eine Tätigkeit auf Helferniveau, 36 Prozent eine qualifizierte Tätigkeit“, sagte der Sprecher abschließend. „Etwa 24.000 ukrainische Staatsangehörige besuchten im Mai 2025 einen vom Jobcenter geförderten Berufssprachkurs.“

Aus der Unionsfraktion im Bundestag kommt derweil vorsichtiger Zuspruch für Markus Söders (CSU) Vorstoß in der Debatte um den Bürgergeldbezug von ukrainischen Kriegsflüchtlingen. „Wer Schutz braucht, bekommt ihn, aber nicht auf Dauer in einem Sozialsystem, das bei manchen jede Integrationsbereitschaft erstickt“, sagte Fraktionsvize Günter Krings (CDU) der „Welt“. „Leistungsanreize“ müssten für alle Schutzsuchenden so gesetzt sein, dass „auch für sie Arbeit immer Vorrang vor Bürgergeld hat. Auch für Ukrainer gilt: Wer länger hierbleibt, muss für seinen eigenen Lebensunterhalt sorgen.“ Das gehe „jedenfalls nicht durch den dauerhaften Bezug von Bürgergeld“.

Scharfe Kritik äußerten die Fraktionen von Grünen und Linkspartei. Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch sagte der „Welt“: „Die Jobcenter vermitteln in Arbeit, die Sozialämter tun das nicht. Dass Söder Menschen nun nicht mehr in Arbeit vermitteln will, ist völlig absurd.“ Audretsch warf Söder vor, sein Vorstoß sei „zerstörerischer Populismus“.

Clara Bünger, rechtspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, nannte Söders Forderungen in der „Welt“ „ekelhaft“. „Er will Ressentiments über angeblich faule Ukrainer schüren und auf diese Weise die arbeitende und arme Bevölkerung spalten.“

Zuspruch gab es für Söder aus der AfD. Der Sozialpolitiker René Springer sagte: „Söders Vorstoß ist zwar richtig, kommt aber reichlich spät.“ Zudem sagte er: „Die allermeisten Ukrainer, die derzeit Bürgergeld beziehen, hatten zuvor bereits Schutz in sicheren EU-Staaten wie Polen, Tschechien oder Rumänien gefunden.“ Es handele sich bei den Kriegsflüchtlingen um „Sozialtouristen“, die gar nicht hätten einreisen dürfen, so Springer. „Für diese Gruppe darf es in Deutschland weder einen Schutztitel noch Sozialleistungen geben. Sie müssen ausgewiesen werden. Für alle anderen sollte es ein reguläres Asylverfahren geben.“


Foto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DKV-Report: Nur zwei Prozent der Deutschen leben rundum gesund

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Jogger in einem Park (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln/Würzburg (dts Nachrichtenagentur) – Lediglich zwei Prozent der deutschen Bevölkerung leben laut einer aktuellen Erhebung rundum gesund.

Zu diesem Ergebnis kommen die Deutsche Krankenversicherung AG (DKV), die Deutsche Sporthochschule Köln und die Universität Würzburg in ihrer am Montag veröffentlichten Umfrage zum Gesundheitsverhalten der Deutschen.

Vor zwei Jahren galten laut DKV-Report noch 17 Prozent als gesund lebend. Der deutliche Rückgang sei allerdings auch auf veränderte Kriterien beim Alkohol- und Tabakkonsum zurückzuführen, so die Autoren.

Frauen erzielten in der aktuellen Auswertung über alle Benchmarks hinweg die besseren Ergebnisse. Während drei Prozent von ihnen alle Kriterien für ein rundum gesundes Leben erfüllen, schafft dies nur ein Prozent der Männer.

Die Ergebnisse der einzelnen Benchmarks zeigen dabei ein gemischtes Bild. So erreichen nur 34 Prozent den Benchmark für die gesunde Ernährung, aber 68 Prozent der Befragten die Anforderungen bei der körperlichen Aktivität.

Auffallend ist, dass nur 32 Prozent der Befragten die kombinierten Bewegungsempfehlungen von Ausdauer- und Muskelaktivität erfüllen. Dabei zählen Bewegung im Alltag und ein strukturiertes Ausdauer- und Muskeltraining zu den effektivsten Strategien gegen viele chronische Lebensstil-Erkrankungen. „Zusammen mit regelmäßiger Bewegung ist das Trainieren unserer Muskeln für ein gesundes Altern lebenslang notwendig. Wir dürfen es nicht länger als freiwillige Ergänzung zum Ausdauertraining betrachten, sondern als präventive Pflichtaufgabe“, sagte Ingo Frobös von der Deutschen Sporthochschule Köln.

Neben der körperlichen Aktivität und der Ernährung wurde in dem DKV-Report auch das Sitzverhalten der Deutschen analysiert. Im Vergleich zum Jahr 2023 hat sich die durchschnittliche Sitzdauer von 598 auf 613 Minuten erhöht. Aufgrund ihres Sitz- und Bewegungsverhaltens weisen 37 Prozent der Befragten ein erhöhtes Sterberisiko auf. Froböse spricht deshalb von einem gefährlichen Trend. „Wir brauchen einen gesellschaftlichen Wandel, der vom Sitzen wegführt und einen Alltag ermöglicht, in dem Bewegung erlaubt, unterstützt und sogar belohnt wird“, so Froböse.


Foto: Jogger in einem Park (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EKD-Ratsvorsitzende warnt vor Atomwaffeneinsatz

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Evangelische Kirche (Archiv), via dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, warnt zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor dem Gebrauch von Atomwaffen.

„Die Bilder aus Hiroshima und Nagasaki mahnen uns bis heute“, sagte sie am Montag. „Atomwaffen verursachen massenhafte, langandauernde und zerstörerische Gewalt – sie sind ethisch nicht vertretbar“, fügte die Bischöfin hinzu.

Aufgrund aktueller geopolitischer Spannungen und Drohungen mit dem Einsatz von Nuklearwaffen werde zwar die Notwendigkeit nuklearer Abschreckung sicherheitspolitisch betont, so Fehrs. Es müsse jedoch alles getan werden, damit solche Waffen nie wieder eingesetzt würden. Das Ziel müsse daher weiter eine atomwaffenfreie Welt sein, fordert die Bischöfin.


Foto: Evangelische Kirche (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDA warnt vor "Entgleisung der Bürgergeld-Debatten"

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CDA (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels in der Union (CDA), Dennis Radtke, hat die Koalitionäre in Berlin zu einer Mäßigung in der Bürgergeld-Diskussion aufgerufen.

Radtke sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe): „Wir sollten aufpassen, dass die Debatten im Sommerloch nicht völlig entgleisen.“ Der CDA-Bundesvorsitzende wies darauf hin, dass es zum Rechtskreiswechsel bei neu ankommenden Ukrainern eine Verabredung im Koalitionsvertrag gebe, die sinnvoll sei. „Ein rückwirkender Rechtskreiswechsel für alle ist das Gegenteil von sinnvoll. Jegliche Versuche, die AfD mit breitbeinigen Bemerkungen oder Populismus bavariae kleinzubekommen, sind gescheitert. Wir brauchen da keine weiteren Experimente.“

Bei der Integration in den Arbeitsmarkt hakt es Radtke zufolge „vor allem bei der Anerkennung von Berufen und der Tatsache, dass man Spracherwerb, Integrationskurse und korrekte Mülltrennung an vielen Stellen für wichtiger erachten, als unmittelbare Vermittlung in Arbeit“. Da sollten man ansetzen.


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Innenministerium begrüßt Polens Verlängerung der Grenzkontrollen

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Grenze zwischen Polen und Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesinnenministerium begrüßt die polnische Ankündigung, die vorübergehenden Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen bis zum 4. Oktober zu verlängern.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) habe bereits zu Beginn der Maßnahmen gesagt, dass die von Polen durchgeführten Grenzkontrollen an der litauischen und deutschen Grenze ein wichtiger Schritt im gemeinsamen Vorgehen gegen illegale Migration seien, so ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. „An dieser Bewertung hält er fest, insofern begrüßen wir auch die Verlängerung der Grenzkontrollen durch die polnische Seite.“

Mit Blick auf die deutschen Maßnahmen sagte der Sprecher, dass man an der Bewertung festhalte, dass die intensivierten Binnengrenzkontrollen an allen deutschen Landgrenzen dabei helfen, die migrationspolitische Wende durchzuführen. „Wir sehen eine deutliche Reduzierung in den Asylantragszahlen im Vergleich zum Vorjahr und auf diesem Weg werden wir uns weiter fortbewegen.“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuletzt bereits in mehreren Bundesländern seinen Antrittsbesuch durchgeführt, die Grenzkontrollen spielten dabei aber offenbar keine große Rolle. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille sagte auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur, dass das Thema zumindest bei dem Termin im Saarland letzte Woche „gar keine Rolle gespielt hat“. Daraus könne man entnehmen, „dass es zumindest offensichtlich im Saarland zu keinerlei Verwerfungen oder Problemen führt“.

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hatte sich allerdings in der Vergangenheit kritisch zu den verschärften Grenzkontrollen geäußert. Statt stationären Kontrollen wird im Saarland mittlerweile eher auf mobile Kontrollen gesetzt.


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Bisher fünf Bundeswehr-Flüge für Gaza-Luftbrücke durchgeführt

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Airbus A400M (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Rahmen der Luftbrücke zur humanitären Unterstützung der Bevölkerung des Gazastreifens hat die Bundeswehr seit dem 1. August insgesamt fünf Flüge durchgeführt.

Dabei seien zwei temporär in der Region stationierte A400M im Einsatz, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Für den heutigen Montag ist demnach der nächste Flug geplant.

„Bei diesen fünf Flügen konnten wir insgesamt 100 Paletten abwerfen, was ungefähr 43 Tonnen Hilfsgütern entspricht.“ Zur genauen Zusammensetzung der Paletten konnte sich die Sprecherin nicht äußern – allgemein handele es sich um derartige Dinge wie Reismehl oder auch Fertiggerichte, um „schnell die Hilfe auch an den Mann zu bringen“.

Zur Logistik der Flüge sagte die Sprecherin, dass man sich eng mit den jordanischen Partnern abstimme, wie man den Gazastreifen genau anfliege, welche Zonen zur Verfügung stünden und wie genau tatsächlich die Kommunikation am Boden mit der Bevölkerung ablaufe. Sie könne nicht im Detail erläutern, wie das ablaufe: „Wenn wir die entsprechenden Slots bekommen, dann fliegen wir.“

Der Einsatz ist Teil einer von Jordanien koordinierten internationalen Luftbrücke, mit der die akute humanitäre Notlage im Gazastreifen gelindert werden soll. Bereitgestellt werden die Hilfsgüter von der Jordanian Hashemite Charity Organization (JHCO).


Foto: Airbus A400M (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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