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BYD will 2026 in Deutschland mindestens 50.000 Autos verkaufen

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturShenzhen/Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Vertriebstochter des chinesischen Autokonzerns BYD will die Zahl ihrer Neuzulassungen 2026 im zweiten Anlauf mindestens verdoppeln. BYD-Deutschlandchef Lars Bialkowski nannte dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe) gegenüber die Zahl von 50.000 Autos bis zum Ende des Jahres als Absatzziel.

„Wir wollen das erreichen, was wir uns schon vergangenes Jahr vorgenommen haben, und die Marke von 50.000 knacken“, sagte Bialkowski. Dieses Ziel hatte die hochrangige BYD-Managerin Stella Li bereits 2024 für 2025 ausgegeben. Im vergangenen Jahr kam BYD in Deutschland laut Daten des Kraftfahrtbundesamtes auf 23.306 Neuzulassungen.

Insbesondere mit dem Verkauf von Plug-in-Hybriden war BYD zuletzt erfolgreich. Diesen Trend will Bialkowski fortsetzen. „2026 peilen wir bei Plug-in-Hybriden einen Marktanteil von gut fünf Prozent an“, sagte der Automanager dem „Handelsblatt“. Bei Elektroautos will er einen Marktanteil von rund vier Prozent erreichen.


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDU spricht sich für Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige aus

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Junge Leute mit ihren Smartphones (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Landesverband Schleswig-Holstein fordert in einem Antrag für den CDU-Parteitag ein Verbot von Social Media für Kinder unter 16 Jahren.

Unterstützung kommt von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. In dem Antrag, über den die „Bild“ (Freitagsausgabe) berichtet, fordert der Landesverband: „Ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für offene Plattformen, flankiert durch verpflichtende Altersverifikation, setzt eine klare Schutzgrenze und trägt den besonderen Entwicklungsbedarfen junger Menschen Rechnung.“

Die Antragsteller begründen die strengen Regeln mit einem „wirksamen Schutz für Kinder und Jugendliche vor den Auswirkungen von Hass und Hetze, vor psychischem Druck, Mobbing oder dem Einfluss schädlicher Inhalte im Netz“. Explizit nennen die Antragsteller die Plattformen Tiktok, Instagram und Facebook. Das australische Modell könne als „Vorbild für eine ähnliche Gesetzesinitiative in Deutschland dienen“. In Australien gibt es ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann unterstützt die strenge Altersbeschränkung. Er sagte der „Bild“: „Ich bin für Social Media ab 16. Kinder haben ein Recht auf Kindheit. Wir müssen Kinder auch in der digitalen Welt vor Hass, Gewalt, Verbrechen und manipulativer Desinformation schützen. In sozialen Netzwerken sind sie Inhalten ausgeliefert, die sie nicht einordnen und verarbeiten können.“ Linnemann warnt vor „verheerenden Folgen“. Kinder, die viel im Netz unterwegs seien, „leiden zunehmend an Depressionen und Vereinsamung, die soziale Kompetenz nimmt ab. Denn wer nur noch im Netz das Sozialisieren erlernt, verlernt es in der Realität“, so der CDU-Generalsekretär.

Die Delegierten können auf dem CDU-Parteitag am 20. und 21. Februar über den Antrag abstimmen.


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Rechnungshof beklagt Verschwendung bei Vermittlung von Arztterminen

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Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesrechnungshof sieht trotz Mehrausgaben in Höhe von 2,9 Milliarden Euro keine Verbesserung bei den Wartezeiten auf Arzttermine. Er fordert daher die Abschaffung der Vergütungsregelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG).

„Krankenkassen zahlten bis Mitte des Jahres 2024 zusätzlich 2,9 Milliarden Euro, um ihren Versicherten einen besseren Zugang zur ärztlichen Versorgung zu gewähren. Einen solchen konnte die bisherige Evaluation aber nicht bestätigen“, heißt es im an den Haushaltsausschuss des Bundestags adressierten Bericht vom 5. Februar, über den POLITICO berichtet. Die Wartezeiten hätten sich stattdessen sogar durchschnittlich um eine Woche verlängert, schreibt der Bundesrechnungshof.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant laut des Berichts, das TSVG erst mit der Einführung des Primärarztsystems zu überprüfen. Das ist dem Bundesrechnungshof jedoch zu spät. Bis dahin würde weiterhin unnötig Geld ausgegeben. Ursprünglich sollten Patienten mit dem Gesetz aus dem Jahr 2019 schneller Arzttermine erhalten. Ärzte erhalten seitdem für eine Reihe von Terminen eine zusätzliche Vergütung. Die durchschnittliche Wartezeit für einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte stieg jedoch seit 2019 von 33 auf 42 Tage im Jahr 2024.


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Gnabry verlängert beim FC Bayern

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Serge Gnabry (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der FC Bayern München und Serge Gnabry haben den im Sommer auslaufenden Vertrag des deutschen Nationalspielers bis zum 30. Juni 2028 verlängert.

Das teilte der Rekordmeister am Donnerstag mit. „Serge Gnabry ist mit dem FC Bayern gewachsen und zählt zu den absoluten Stützen dieser Mannschaft – auf dem Platz und in der Kabine ist er ungemein wichtig“, sagte Bayern-Sportvorstand Max Eberl.

„Die Gespräche waren durchweg positiv, und dass ich jetzt dann mit Ende dieses Vertrags über zehn Jahre hier bin, hätte ich niemals gedacht, als ich bei Bayern angefangen habe“, ließ sich Gnabry zitieren. „Die Gründe zu verlängern sind die Mannschaft, das Trainerteam, der ganze Verein, die Fans, die Stadt, das Umfeld: Ich fühle mich beim FC Bayern sehr wohl.“

Der in Stuttgart geborene Gnabry kam über die Stationen Arsenal und Werder Bremen 2017 an die Säbener Straße, wurde in seiner ersten Saison dort jedoch nach Hoffenheim verliehen, bevor er wieder nach München zurückkehrte. Er lief bisher in 311 Pflichtspielen für die „Roten“ auf, in denen ihm 100 Tore und 69 Vorlagen gelangen.


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EZB verlängert Zinspause

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EZB (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinspause erneut verlängert und ihren Leitzins bei 2,0 Prozent belassen. Das teilte die Notenbank am Donnerstag nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mit.

Dementsprechend liegen der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität unverändert bei 2,00 Prozent, 2,15 Prozent beziehungsweise 2,40 Prozent.

Die aktualisierte Beurteilung des EZB-Rats bestätige erneut, dass sich die Inflation auf mittlere Sicht bei seinem Zielwert von zwei Prozent stabilisieren dürfte, hieß es zur Begründung. Die Wirtschaft zeige sich in einem schwierigen globalen Umfeld nach wie vor robust. Die niedrige Arbeitslosigkeit, solide Bilanzen im privaten Sektor, die allmähliche Umsetzung der Pläne für öffentliche Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur sowie die stützenden Auswirkungen der vergangenen Leitzinssenkungen förderten das Wachstum.

Zugleich sei der Ausblick nach wie vor von Unsicherheit geprägt, was insbesondere auf anhaltende globale handelspolitische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen zurückzuführen sei, so die EZB. Der Rat sei entschlossen, sicherzustellen, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiere. Die Festlegung des „angemessenen geldpolitischen Kurses“ werde von der Datenlage abhängen und von Sitzung zu Sitzung erfolgen. Der EZB-Rat lege sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest, so die Notenbank.


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Koalition plant schnelle Änderungen beim Verbandsklagerecht

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Justicia (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Klage des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) gegen den privaten Gebrauch von Streusalz in Berlin streben die Koalitionsparteien eine zügige Beratung des Gesetzes zur Änderung des Verbandsklagerechts an.

„Nicht zuletzt der Fall aus Berlin zeigt: Das Verbandsklagerecht muss reformiert werden.“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CSU, Reinhard Brandl, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. „Wenn Umweltverbände erfolgreich gegen vernünftige und pragmatische Lösungen klagen können, schadet das der Akzeptanz des Naturschutzes und lähmt den Staat.“

Es brauche eine „grundlegende Reform“ des Verbandsklagerechts, so Brandl. Klagerechte dürften kein politisches Instrument sein, um Städte, Kommunen und demokratisch gewählte Entscheidungsträger lahmzulegen. „Der Kabinettsbeschluss zur Novelle des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes ist der richtige erste Schritt; die erste Lesung findet bereits in der kommenden Sitzungswoche statt. Ziel ist es, das Verfahren zügig abzuschließen und innerhalb der nächsten Monate eine Lösung für die Reform des Klagerechts zu finden.“

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese, kritisierte den Nabu scharf und deutete eine mögliche Verschärfung des bisherigen Gesetzentwurfs an. „Über den Nabu kann man dieser Tage nur den Kopf schütteln.“ Die Berliner schlitterten seit Wochen halsbrecherisch über die Gehwege und die Krankenhäuser seien voll. „Vertreter des Nabu nehmen bewusst weitere Stürze und Verletzungen in Kauf“, sagte Wiese der Mediengruppe Bayern. „Das ist untragbar und muss zu Recht dazu führen, dass wir über eine Einschränkung des Verbandsklagerechtes offen diskutieren.“


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Dax dreht leicht ins Minus – Anleger an den Seitenlinien

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem halbwegs freundlichen Start bis zum Mittag knapp in den roten Bereich bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.565 Punkten berechnet, 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Deutsche Börse, SAP und Siemens, am Ende Rheinmetall, Volkswagen und BMW.

„Die Marktteilnehmer sehen sich am Donnerstag erneut mit erhöhter Volatilität an den Edelmetallmärkten und eher schwachen Unternehmenszahlen konfrontiert“, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. „So hat der Ölkonzern Shell unter den niedrigeren Ölpreisen gelitten und ein Ergebnis unter den Markterwartungen publiziert.“

Weniger hilfreich seien zudem die Sitzungen der Bank of England und der EZB, da es zu keinen Zinsänderungen kommen werde und die anschließenden Pressekonferenzen ebenfalls wenig Überraschungspotential hätten, so Lipkow. „Somit nehmen die Investoren lieber Gewinne mit und positionieren sich an den Seitenlinien.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1789 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8482 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 68,62 US-Dollar; das waren 84 Cent oder 1,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Lohnungleichheit schrumpft in Deutschland

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Büros (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Lohnungleichheit in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr verringert. Laut dem „Lohnmonitor“ des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), über den der „Spiegel“ berichtet, stiegen die Bruttostundenlöhne im zweiten Halbjahr 2025 um durchschnittlich 3,9 Prozent auf 25,88 Euro.

Bemerkenswert ist, dass das Lohnwachstum in der Mitte der Einkommensverteilung mit 5,2 Prozent deutlich höher ausfiel als bei den Topverdienern, deren Löhne um 3,7 Prozent zulegten. Besonders stark profitierten Beschäftigte ohne Berufsabschluss mit einem Anstieg auf 18,05 Euro pro Stunde. „Die Löhne sind heute nicht mehr so ungleich verteilt wie noch vor zehn Jahren“, sagte IAB-Ökonom Enzo Weber dem „Spiegel“. Das zeige sich auch im Niedriglohnbereich. Dessen Umfang sei deutlich geschrumpft. Die Datengrundlage der Erhebung ist die OPAL-Befragung des IAB.

Auffällig ist zudem die weitgehende Stagnation der Bruttostundenlöhne von Beschäftigten mit Hochschulabschluss. In den vergangenen zwei Jahren sind sie fast stagniert. Ende 2023 verdienten Akademiker im Schnitt 30,02 Euro pro Stunde, im zweiten Halbjahr 2025 waren es dann 30,92 Euro.

Weber mahnt: „Die Anreize für Ausbildung könnten sinken, wenn man in Helferjobs ohne Qualifikation schon vergleichsweise gutes Geld verdienen kann.“ Bereits 13 Prozent der Erwerbspersonen unter 35 hätten keine abgeschlossene Ausbildung.


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Deutschland und Australien wollen Zusammenarbeit vertiefen

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Fahne von Australien (Archiv), via dts NachrichtenagenturCanberra (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland und Australien wollen ihre Zusammenarbeit in Sicherheits- und Klimafragen vertiefen. Das kündigten die australische Außenministerin Penny Wong und der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung an. Bei einem Treffen in Canberra erörterten sie demnach die Herausforderungen in einem sich verändernden geostrategischen Umfeld und bekannten sich zur Zusammenarbeit zwischen Europa und dem Indopazifik.

„Wir bekräftigen unser Engagement, die Regeln des internationalen Systems zu stärken, die Frieden und wirtschaftlichen Wohlstand schützen und nachhaltige Entwicklung, die Zivilgesellschaft, Geschlechtergerechtigkeit, verantwortungsbewusstes staatliches Handeln und Menschenrechte fördern“, heißt es in der Erklärung. Man unterstreiche das nachdrückliche Bekenntnis zum multilateralen, regelbasierten Handelssystem mit der WTO im Zentrum sowie die Unterstützung für Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Australien und der EU.

Deutschland und Australien wollen ihre Partnerschaft vor allem im Bereich erneuerbare Energien und kritische Mineralien vertiefen. Sie begrüßten die Fortschritte bei der Entwicklung von Wasserstofflieferketten und der Schaffung neuer Handelskorridore zwischen Australien und Europa. Wong und Wadephul unterstrichen darüber hinaus die Bedeutung der multilateralen Zusammenarbeit zur Förderung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße.


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Umfrage: Unternehmen stellen Regierung schlechtes Zeugnis aus

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Kabinettssitzung (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Unternehmen in Deutschland stellen der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. Im Durchschnitt vergeben die Unternehmen die Schulnote 4,2, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Ifo-Instituts ergab.

Die Kritik erstreckt sich über alle Politikfelder und wird von allen Branchen gleichermaßen geäußert, positive Bewertungen sind selten. „Die Unternehmen sehen derzeit kaum Fortschritte bei den zentralen wirtschaftspolitischen Themen“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo Umfragen. „Das Urteil fällt entsprechend negativ aus.“

Am schlechtesten beurteilen die Unternehmen die Sozial- und Rentenpolitik der Regierung mit einer Durchschnittsnote von 4,6. Auch in der Arbeitsmarkt-, Industrie- sowie der Energie- und Klimapolitik sind die Bewertungen um 4,1 bis 4,2 lediglich „ausreichend“. Etwas besser, wenn auch nur ausreichend, schneidet die Regierung in der Finanzpolitik, der Infrastruktur- und der Digitalisierungspolitik mit jeweils 4,0 ab.

Zwischen den Branchen zeigen sich kaum Unterschiede. In der Industrie und im Dienstleistungssektor bewegen sich die Schulnoten zwischen 3,8 und 4,5. Keine Branche bewertet die Wirtschaftspolitik im Durchschnitt gut. Selbst die besten vergebenen Noten bleiben im Bereich „befriedigend“ mit der Tendenz zu „ausreichend“, während einzelne Branchen – etwa in der Industrie oder bei arbeitsmarktnahen Dienstleistungen – deutlich schlechtere Noten vergeben.

Die Unternehmen äußern sich klar mit Blick auf die dringenden Handlungsfelder. 40,4 Prozent der Unternehmen fordern vorrangig einen Abbau von Bürokratie und Regulierung. An zweiter Stelle folgen Reformen bei Steuern und Abgaben mit 37,1 Prozent, etwa durch Steuersenkungen oder eine Vereinfachung des Steuersystems. 24,6 Prozent nennen den Arbeitsmarkt und Fachkräfte, 23,3 Prozent die Energiepolitik. Weitere 21,3 Prozent verweisen auf Investitionen, Standortbedingungen und Infrastruktur.

„Die Unternehmen erwarten nun konkrete Fortschritte bei den zentralen Reformthemen“, sagte Wohlrabe. „Ankündigungen allein reichen aus ihrer Sicht nicht mehr aus.“


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