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1. Bundesliga: Gladbach verpflichtet Giovanni Reyna aus Dortmund

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Fans von Borussia Mönchengladbach (Archiv), via dts NachrichtenagenturMönchengladbach (dts Nachrichtenagentur) – Borussia Mönchengladbach hat Giovanni Reyna von Borussia Dortmund verpflichtet. Der 22-jährige Offensivspieler hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 unterschrieben und wechselt sofort an den Niederrhein, teilte der Verein am Samstag mit.

Roland Virkus, Geschäftsführer Sport der Borussia, sagte: „Gio ist ein erfahrener und gleichzeitig noch junger Spieler mit sehr großem Potenzial. Wir verfolgen seinen Weg schon lange und sind davon überzeugt, dass er uns mit seinem Profil sportlich weiterbringen kann. Er kennt die Bundesliga und ist variabel auf allen Offensivpositionen einsetzbar.“

Giovanni Reyna selbst zeigte sich glücklich über den Wechsel: „Borussia ist ein toller, großer Klub. Ich freue mich sehr darauf, die Menschen hier kennenzulernen und natürlich auch auf die anstehenden sportlichen Aufgaben.“ Dem Vernehmen nach zahlt Gladbach für den US-Nationalspieler rund sieben Millionen Euro an Ablöse.


Foto: Fans von Borussia Mönchengladbach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Union Berlin schlägt Stuttgart zum Auftakt

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Union Berlin - VfB Stuttgart am 23.08.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Zum Start der neuen Saison der 1. Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Union Berlin an der Alten Försterei gegen den VfB Stuttgart mit 2:1 gewonnen.

Die erste Annäherung hatte in der zwölften Minute Stuttgart, gegen Chabots wuchtigen Kopfball nach Mittelstädt-Flanke war Rönnow aber auf dem Posten. Ansah machte es da auf der anderen Seite besser – und wie: In der 18. Minute ließ der Angreifer den Ball von der Brust auf den Spann tropfen und versenkte ihn volley aus 25 Metern über den linken Innenpfosten im Netz.

In der 31. Minute hatte Vagnoman nach Mittelstädt-Vorlage die Gelegenheit zum Ausgleich, zielte aber über die Kiste. In der 44. Minute half gar der Pfosten mit: Karazor durfte nach Woltemade-Steckpass feuern, Rönnow lenkte die Kugel aber ans Aluminium.

Stattdessen erhöhten die Köpenicker in der vierten Minute der Nachspeilzeit: Ansah wurde 15 Meter vor dem Tor von Ilic bedient und drosch das Leder erneut per Direktabnahme in die Maschen. Zur Pause ließen eiskalte Hausherren die Hoeneß-Elf damit ordentlich grübeln.

Und der VfB hatte einen Plan: In der 49. Minute setzte sich der Gast vor dem Kasten fest, am Ende durfte Undav aus vier Metern abschließen und ließ die Latte erzittern. In der 57. Minute ließ Karazor die nächste Möglichkeit aus, nach Leweling-Hereingabe köpfte er haarscharf rechts vorbei.

In der Folge bekam die Baumgart-Truppe die Defensive aber dicht und ließ lange wenig zu. In der 86. Minute kamen die Schwaben dann aber doch zum Anschluss: Der eingewechselte Tiago Tomas ließ den Ball nach Führich-Vorarbeit über den Außenrist an den rechten Pfosten rutschen, von wo er die Linie überquerte – Traumtor.

Der Treffer kam aber zu spät. Die effektiven Berliner brachten die Führung über die Zeit und fuhren zum Start drei Punkte ein, während sich Stuttgart über einige vergebene Chancen ärgern durfte.

In den Parallelspielen der 1. Bundesliga kam es zu den folgenden Ergebnissen: Frankfurt – Bremen 4:1, Leverkusen – Hoffenheim 1:2, Freiburg – Augsburg 1:3, Heidenheim – Wolfsburg 1:3.


Foto: Union Berlin – VfB Stuttgart am 23.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil: AfD-Verbotsverfahren ernsthaft in Erwägung ziehen

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Bärbel Bas und Lars Klingbeil mit Schild zu Petition zu AfD-Verbot (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chef Lars Klingbeil hat ein AfD-Verbotsverfahren neu ins Gespräch gebracht.

„Wir dürfen nicht danebenstehen und zugucken, wenn eine offensichtlich rechtsextreme und verfassungsfeindliche Partei unsere Demokratie kaputtmachen will und mit Menschenverachtung Politik macht“, sagte der Vizekanzler den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Deswegen ist es eine Verpflichtung von Demokratinnen und Demokraten, ein AfD-Verbotsverfahren ernsthaft in Erwägung zu ziehen.“

Klingbeil fügte hinzu: „Wir müssen die Feinde der Demokratie bekämpfen. Ob ein Verbotsverfahren erfolgreich sein kann, muss in der Auswertung der Erkenntnisse des Verfassungsschutzes geklärt werden.“

Mit Blick auf starke Umfragewerte der AfD vor der Kommunalwahl in NRW am 14. September sagte der SPD-Vorsitzende: „Die AfD ist keine Arbeiterpartei, sie macht Politik gegen die Arbeiter. Je mehr Einfluss die AfD hat, desto schlechter ist es für die Wirtschaft und die Menschen, die hart arbeiten. Ich kämpfe dafür, dass die SPD wieder als Partei wahrgenommen wird, die sich um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kümmert.“


Foto: Bärbel Bas und Lars Klingbeil mit Schild zu Petition zu AfD-Verbot (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Hannover hält sich auch gegen Magdeburg schadlos

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Baris Atik (Archiv), via dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – Hannover 96 hat am 3. Spieltag der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Magdeburg mit 3:1 gewonnen.

Die Niedersachsen führten zur Halbzeit mit 2:0, nachdem Hayate Matsuda in der 17. Minute den Führungstreffer erzielte und Ime Okon in der 43. Minute per Kopfball nachlegte. Magdeburg hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte jedoch die Hannoveraner Defensive nicht überwinden.

In der zweiten Halbzeit erhöhte Magdeburg den Druck und kam in der 63. Minute durch Martijn Kaars zum Anschlusstreffer. Kaars verwandelte einen Elfmeter-Nachschuss, nachdem der erste Versuch von Nahuel Noll pariert worden war. Trotz weiterer Bemühungen gelang es Magdeburg nicht, den Ausgleich zu erzielen. In der Nachspielzeit sorgte Benjamin Källman schließlich für die Entscheidung.

Das Spiel war geprägt von etlichen Gelegenheiten auf beiden Seiten. Hannover 96 zeigte sich effizienter in der Chancenverwertung und sicherte sich somit den dritten Sieg im dritten Zweitliga-Spiel der Saison. Magdeburg hingegen konnte seine Chancen nicht nutzen und musste sich letztlich geschlagen geben.

Parallel verlor Eintracht Braunschweig beim Karlsruher SC mit 0:2, während Fortuna Düsseldorf dezimierte Paderborner 2:1 schlug.


Foto: Baris Atik (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Politik will von nächstem Bahnchef Rückkehr zu Familienreservierung

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ICE (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Union und Grüne sehen nach dem Weggang von Bahnchef Richard Lutz die Chance auf konkrete Verbesserungen für Fahrgäste.

„Ein neuer Bahnvorstand sollte ein klares Signal an die Kundinnen und Kunden senden – die Rücknahme der umstrittenen Abschaffung der Familienreservierung kann ein solches, erstes Zeichen sein“, sagte der Verbraucherschutz-Beauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Sebastian Steineke (CDU), dem „Handelsblatt“. Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel sagte, die Wiedereinführung der Familienreservierung „würden wir sehr begrüßen“.

Aus Sicht des CDU-Politikers Steineke braucht die Bahn „eine Führung, die konsequent die Perspektive der Fahrgäste einnimmt und damit den Fokus auf Pünktlichkeit, Qualität und Preisstabilität des Angebots legt“. Derzeit werde Bahnfahren „immer mehr zur Lotterie, bei der nicht klar ist, welche Verbindung heute Verspätung hat oder gar ausfällt“, sagte er. Steineke fordert vor diesem Hintergrund Verbesserungen bei der Entschädigung von Reisenden. „Hier kann in puncto Digitalisierung und automatischer Verfahren noch nachgelegt werden.“

Der CDU-Politiker brachte zudem eine frühere Entschädigung bei Zugverspätungen ins Spiel. Man könne „auch über eine Absenkung der Schwelle von 60 auf 30 Minuten Verspätung nachdenken, um ein Zeichen zu setzen, dass die Bahn ihre Verantwortung gegenüber den Reisenden ernst nimmt“. Steineke plädiert zudem für Qualitätskontrollen durch unabhängige Dritte. Diese könnten eine sinnvolle Ergänzung bestehender Aufsichtsmechanismen sein. „Der Staat darf nicht einfach Milliarden für die Deutsche Bahn zuschießen, ohne sicherzustellen, dass sie auch ihre Aufgaben erfüllt“, sagte er.

Auch der Grünen-Verkehrspolitiker Gastel hält einen stärkeren Fokus auf die Belange der Bahnkunden für unerlässlich. So müssten etwa die Bautätigkeiten „besser aufeinander abgestimmt werden, um trotz erforderlicher Sanierungen die Einschränkungen für den Bahnverkehr möglichst gering zu halten“, sagte er. „Insbesondere bei Abweichungen von Fahrplänen müssen die Reisenden besser informiert werden.“


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Merz verteidigt Außenpolitik-Fokus auch mit ökonomischen Gründen

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Friedrich Merz am 23.08.2025, via dts NachrichtenagenturOsnabrück (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Fokus auf die Außenpolitik in den ersten 100 Tagen seiner Regierungszeit verteidigt.

In einem exportorientierten Land wie Deutschland könne man „nicht nur Innenpolitik machen“, sagte Merz am Samstag auf dem niedersächsischen CDU-Landesparteitag in Osnabrück. Man müsse im Ausland präsent sein – „nicht nur mit der Wirtschaft, sondern auch mit der Politik“, fügte er hinzu. „Wirtschaftspolitik ist die Priorität dieser Bundesregierung“, so der Kanzler.

Es gebe „tiefgreifende und weitreichende Probleme“ in der deutschen Wirtschaft. Die Aufgabe, aus der Rezession herauszukommen, sei „größer, als sich das der ein oder andere vorgestellt hat“, sagte Merz weiter. Es handle sich dabei nicht nur um eine konjunkturelle, sondern auch um eine strukturelle Schwäche. Die exportabhängige deutsche Wirtschaft hänge in vielen Bereichen dem Rest der Welt hinterher. Das sei jedoch nicht erst seit drei, sondern schon seit zehn Jahren so, sagte der Kanzler.

Um Abhilfe zu schaffen, habe man bereits „erste Schritte in die richtige Richtung begonnen“. Merz verwies in diesem Zusammenhang auf das sogenannte „Sofortprogramm“, das unter anderem weitere Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen vorsieht. Zudem wies er Rufe aus der SPD nach Steuererhöhungen für Reiche zurück und nannte die aktuelle Ausgestaltung des Sozialstaats „nicht mehr finanzierbar“. Den Kindern in Deutschland wolle die Regierung wieder das Sparen beibringen, so der Kanzler.

Das Zoll-Abkommen zwischen der EU und den USA nannte Merz „halbwegs verträglich“. Man hätte natürlich auch härter verhandeln können, aber so sei ein eskalierender Handelskrieg vermieden worden. Zukünftig müsse man wirtschaftlich und militärisch unabhängiger werden. Ziel sei es, „Spielführer“ sein zu können, sagte Merz.


Foto: Friedrich Merz am 23.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Schweitzer fordert höhere Steuern für extrem Reiche

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First-Class-Kabine Airbus A380-800 (Archiv), via dts NachrichtenagenturMainz (dts Nachrichtenagentur) – Im schwarz-roten Steuerstreit fordert der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD), extrem Reiche stärker zu besteuern.

„Es ist Zeit, Superreiche und besonders Superreiche stärker als bisher in Verantwortung zu nehmen“, sagte Schweitzer dem Tagesspiegel. Es gebe eine steigende Zahl von Deutschen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus Erwerbsarbeit bestritten, „sondern davon leben, dass sie hohe Vermögen, Aktien, große Erbschaften besitzen“, sagte Schweitzer.

„Diese Menschen werden im Verhältnis viel, viel weniger besteuert als Menschen, die Lohnsteuer zahlen. Ich rede über Multi-Millionäre und Milliardäre. Diese stärker zu fordern, sollte politischer Konsens sein, auch zwischen SPD und CDU/CSU.“

Deutschland habe in den 1980er- und 1990er-Jahren, unter einer konservativen Regierung, höhere Steuern als heute gehabt, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende unter Verweis auf den zwischenzeitlichen Spitzensteuersatz bei 56 Prozent und die Existenz der Vermögensteuer. „Heute liegt der Spitzensteuersatz bei 42 Prozent und wir haben keine Vermögenssteuer. Niemand hatte damals den Eindruck, in Deutschland herrsche Sozialismus“, sagte Schweitzer.

„Es dient der Demokratie, auch diejenigen in die Pflicht zu nehmen, denen es so gut geht, dass es ihnen nie wieder schlecht gehen wird. Also: Die CDU sollte mehr Helmut Kohl wagen.“ Schweitzer begrüßte, dass die Koalition zur Mitte der Wahlperiode die Steuern für kleine und mittlere Einkommen senken will. „Das ist gut, und die Menschen warten darauf“, sagte er.


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Flix-Boss Schwämmlein will nicht neuer Bahnchef werden

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Flixtrain (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der Mitgründer und Chef von Flix, Andre Schwämmlein, will nicht Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn werden.

Auf die Frage, ob er für die Position angefragt wurde, antwortete Schwämmlein der „Welt am Sonntag“: „Nein – und ich würde es auch nicht machen.“

Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte am Donnerstag vergangener Woche angekündigt, den Vertrag von Bahnchef Richard Lutz vorzeitig zu beenden. Flix investiert derzeit in die eigene Zugsparte Flixtrain mit 65 neuen Hochgeschwindigkeitszügen. Das Unternehmen gilt als größter Wettbewerber der Deutschen Bahn im Personenfernverkehr.


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Barley will nicht Verfassungsrichterin werden

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Katarina Barley (Archiv), via dts NachrichtenagenturStraßburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes, Katarina Barley (SPD), will nicht Richterin beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe werden und weist entsprechende Spekulationen zurück.

Barley sagte der „Rheinischen Post“: „Zu Personalfragen äußere ich mich grundsätzlich nicht. Aber zu meiner Person kann ich sagen, dass ich in Europa noch viel vorhabe.“

Nach der gescheiterten Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zur Bundesverfassungsrichterin hat die SPD zwar eine neue Kandidatin gefunden. Der Name wird aber noch streng geheim gehalten. In Berlin kursierte zuletzt auch der von Ex-Justizministerin Barley.


Foto: Katarina Barley (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Häusliche Gewalt: Hubig will Täter elektronisch überwachen

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will die Opfer häuslicher Gewalt mittels elektronischer Überwachung der Täter besser schützen.

Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten über einen Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD), der vorsieht, dass Familiengerichte künftig die Täter zum Tragen einer elektronischen Fußfessel verpflichten können. Die Opfer sollen über ein Empfangsgerät gewarnt werden, wenn ihre Peiniger einen festgelegten Mindestabstand unterschreiten. Auch die Polizei soll dann automatisch alarmiert werden.

Bei einem Verstoß gegen eine Gewaltschutzanordnung ohne elektronische Aufenthaltsüberwachung müsse das Opfer die Polizei selbst informieren, heißt es in dem Entwurf, den Hubig in die regierungsinterne Abstimmung gegeben hat. „In diesem Fall wird sich der Täter meist schon in nächster Nähe zum Opfer aufhalten. Bei einem Alarm über die elektronische Aufenthaltsüberwachung wird bereits frühzeitig erkannt werden können, wie nah der Täter dem Opfer gekommen ist.“ Dann könnten frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um das Opfer zu schützen.

Hubig schafft mit der geplanten Änderung des Gewaltschutzgesetzes eine bundesweite Regelung. Mehrere Bundesländer haben bereits eigene Rechtsgrundlagen für solche Fälle. In Deutschland werden laut Bundesjustizministerium jährlich etwa 250.000 Menschen als Opfer von häuslicher Gewalt aktenkundig – die tatsächliche Zahl dürfte weitaus höher liegen. Meist handele es sich bei den Betroffenen um Frauen: „Alle drei Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet“, heißt es aus dem Bundesjustizministerium.

Hubigs Pläne sehen zudem vor, dass Familiengerichte die Täter künftig zu Anti-Gewalt-Trainings verpflichten können. Um den Richtern eine bessere Einschätzung der Bedrohungslage zu ermöglichen, sollen sie zudem Auskünfte aus dem Waffenregister anfordern dürfen. Schließlich will die Justizministerin Verstöße gegen Gewaltschutzanordnungen härter bestrafen: Den Tätern drohen künftig bis zu drei Jahre Gefängnis anstatt bisher zwei, wenn sie ihre Auflagen missachten. Hubig strebt an, dass die neuen Regelungen Ende 2026 in Kraft treten.

Das Vorbild für diese Neuerung ist Spanien: Dort ist es seit 2009 möglich, dass der Täter in Fällen von häuslicher Gewalt eine elektronische Fußfessel tragen muss und das Opfer freiwillig ein Empfangsgerät erhalten kann. Seitdem sei kein Opfer mehr getötet worden, wenn der Täter mittels Fußfessel überwacht wurde, heißt es in Hubigs Gesetzentwurf.

Die SPD-Politikerin will die elektronische Überwachung auf „Hochrisikofälle“ beschränken. Die Familienrichter sollen das Tragen einer Fußfessel zunächst für höchstens ein halbes Jahr anordnen dürfen – diese Auflage kann aber mehrfach um jeweils drei Monate verlängert werden, wenn die Gefahr nach Einschätzung des Gerichts fortbesteht.


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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