Samstag, August 30, 2025
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Magdeburger Attentäter sollte 2013 in Psychiatrie eingewiesen werden

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Rostock (dts Nachrichtenagentur) – Das Rechtsmedizinische Institut der Universität Rostock hat bereits am 23. Mai 2013 die „sofortige Einweisung“ des Magdeburger Attentäters in eine psychiatrische Klinik empfohlen. Das steht in einem Schreiben der Kriminalpolizeiinspektion Rostock, über das die „Welt am Sonntag“ berichtet. Der Arzt aus Saudi-Arabien war am 20. Dezember 2024 mit einem Auto durch den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast, hatte sechs Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

Das Schreiben der Polizei Rostock war an den Fachdienst Gesundheit des Landkreises Vorpommern-Rügen gerichtet. Der spätere Attentäter hatte von 2011 bis 2016 in Stralsund gewohnt und 2014 seine Facharztausbildung zum Psychiater abgeschlossen. Zuvor war er vom Amtsgericht Rostock zu einer Geldstrafe von 900 Euro wegen Störung des öffentlichen Friedens und der Androhung von Straftaten verurteilt worden.

In dem Schreiben heißt es, er habe Mitarbeitern der Ärztekammer von Mecklenburg-Vorpommern wegen eines Streits über seine Zulassung mit einer Handlung gedroht, die „international Beachtung finden wird“. Dabei habe er auf den Anschlag in Boston im April 2013 verwiesen, bei dem drei Menschen durch Sprengsätze gestorben waren.

Weiter heißt es in dem Papier, dass bei der Durchsuchung seiner Wohnung Anabolika, Cortison und das starke Schmerzmittel „Tramadol“ aus der Gruppe der Opioide gefunden worden seien. Zudem habe er gegenüber einem Mitarbeiter des Landesprüfungsamtes für Heilberufe die Einnahme von Psychopharmaka eingeräumt, der bei dem späteren Attentäter den Verdacht auf eine Psychose diagnostiziert habe. Öffentlich bekannt war bisher lediglich, dass die Polizei den Sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises Vorpommern-Rügen gebeten hatte, aktiv zu werden.

Obwohl es Alarmzeichen gab, wurde der spätere Attentäter damals nicht aus dem Verkehr gezogen. Eine Sprecherin des Landkreises Rügen-Vorpommern sagte auf Anfrage der „Welt am Sonntag“, die im Rahmen der Tätigkeit des Sozialpsychiatrischen Dienstes gewonnenen Erkenntnisse unterlägen der Schweigepflicht. „Das betrifft auch Informationen zu medikamentöser Behandlung, psychiatrischer Diagnostik oder psychischen Einschätzungen.“ Aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes würden keine personenbezogenen oder gesundheitsbezogenen Daten an die Presse weitergegeben.

Das Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern teilte mit, dass aufgrund des Zeitablaufes keine Akten in den zentralen Systemen der Polizei vorliegen würden. Detailliertere Informationen seien nicht mehr verfügbar.


Foto: Tatort nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Studie: Väter wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Viele Väter wollen präsent sein und Verantwortung übernehmen – die Realität weicht jedoch oft von den eigenen Vorstellungen ab. Das zeigt die Studie „Familie und Erziehung 2025“ der Krankenkasse Pronova BKK, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) berichten. Befragt wurden 2.000 Mütter und Väter ab 18 Jahren mit mindestens einem Kind unter 16 Jahren im Haushalt.

Demnach wollen 55 Prozent der befragten Väter viel Zeit mit den Kindern verbringen, 51 Prozent sehen sich als „Freund und Beschützer“ ihres Nachwuchses. Für jeden Zweiten gehört es auch dazu, Aufgaben im Haushalt zu übernehmen, bei Erziehungsfragen mitzuentscheiden (49 Prozent) und für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen (48 Prozent).

In der Realität sieht es jedoch anders aus: Nur 46 Prozent verbringen tatsächlich viel Zeit mit ihren Kindern, 36 Prozent stehen nachts beim Baby auf oder wechseln Windeln, obwohl 42 Prozent dies ihrem Idealbild nach tun würden. Gleichzeitig arbeiten 53 Prozent in Vollzeit, obwohl dies nur 36 Prozent mit dem eigenen Idealbild eines modernen Vaters verbinden.

Mütter legen laut Studie noch höhere Ansprüche an sich selbst: 70 Prozent wollen viel Zeit mit ihren Kindern verbringen, zwei Drittel möchten zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist. Väter erwarten dies deutlich seltener von ihnen: 58 Prozent der Väter wünschen sich, dass eine „ideale Mutter“ viel Zeit mit dem Kind verbringt.

„Die Erwartungen der Mütter an die Beziehung zu ihrem Kind sind nur sehr bedingt davon geprägt, was Väter erwarten. Vielmehr spiegeln sie überhöhte bis verzerrte Ansprüche wider, die Mütter an sich selbst stellen“, sagte die Kinderpsychologin Nina Grimm. „Mütter sollten sich klarmachen, dass der Partner vieles anders machen wird – aber nicht automatisch schlechter“, so Grimm. Väter seien in Care-Aufgaben oft ebenso kompetent, nur weniger geübt.

Die Studie zeigt außerdem, dass Väter den Einsatz von Müttern im Alltag häufig unterschätzen: Nur gut die Hälfte erkennt, dass ihre Partnerin Hausarbeiten übernimmt, obwohl tatsächlich zwei Drittel dies tun. Beim Thema „Kind krank“ bleiben 67 Prozent der Mütter zu Hause, wahrgenommen wird dies aber nur von 51 Prozent der Väter.


Foto: Mann mit Kind (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Trump und Putin nach Alaska-Treffen optimistisch, aber schweigsam

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Anchorage (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin haben sich nach ihrem Treffen in Alaska ungewöhnlich schweigsam gezeigt. Auf einer Pressebegegnung nach dem etwa dreistündigen Treffen gaben sich die Staatschefs optimistisch, blieben aber in Bezug auf die offensichtlich getroffenen Vereinbarungen vollkommen unkonkret. Fragen von Journalisten waren nicht zugelassen.

Ungewöhnlicherweise bekam Putin als Gast in Alaska bei dem Auftritt vor der Presse zuerst das Wort. Der russische Präsident schmeichelte dem US-Präsidenten, sprach von einer guten Nachbarschaft und lobte Trump, dass dieser bereit sei, „die geschichtliche Situation zu berücksichtigen“. Was sich in der Ukraine abspiele, sei eigentlich „eine Tragödie“, Russland und die Ukraine hätten schließlich eine gemeinsame Geschichte. Russland und die USA hätten nun ein „Abkommen“ abgeschlossen, so Putin. Was Bestandteil dieses Abkommens sei, blieb dabei vollkommen unklar.

US-Präsident Donald Trump sagte anschließend, er sei mit Putin „in vielen Punkten einer Meinung“, das „bedeutendste Ziel“ sei aber „noch nicht erreicht“. Mit anderen Worten: Eine verbindliche Einigung auf einen Waffenstillstand gab es offenbar noch nicht. Der US-Präsident sagte weiter, er werde jetzt umgehend den ukrainischen Präsidenten Selenskyj und die Nato anrufen. Selenskyj müsse jetzt „die hervorragende Vorarbeit“ mittragen. Auch der US-Präsident gab deutlich zu verstehen an, dass es mit Putin in Alaska offenbar Vereinbarungen im Bereich geschäftlicher Zusammenarbeit gibt. „Wir freuen uns auf diesen neuen Handel“, sagte Trump.


Foto: Pressekonferenz mit Wladimir Putin und Donald Trump am 15.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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DIHK dämpft Erwartungen an Industriestrompreis

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, hat die Erwartungen an den geplanten Industriestrompreis gedämpft. „Der Industriestrompreis wird keine nachhaltige Verbesserung bringen“, sagte Adrian der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Er subventioniert durch die EU-Auflagen nur 50 Prozent des Stromverbrauchs bei bestimmten Unternehmen – und das unter zusätzlichen Auflagen, die wieder Geld kosten.“

Man bekomme durch den Industriestrompreis nicht „weggebügelt“, dass Energie in Deutschland „bis zu sechs Mal teurer“ sei als in den USA, so Adrian. „Auch die Senkung der Stromsteuer für das produzierende Gewerbe ist nur eine Fortschreibung des Status quo und keine Entlastung“, kritisierte er.

Dennoch lobt er die ersten Schritte von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in der Energiepolitik. „Ich finde gut, dass im Wirtschaftsministerium wieder Pragmatismus herrscht und weniger Ideologie. Frau Reiche weist zu Recht darauf hin, dass wir Gas-Kraftwerke brauchen, um die Versorgungssicherheit nach dem Kohleausstieg zu gewährleisten“, sagte der DIHK-Chef. „Sehr positiv ist, dass Frau Reiche die Abscheidung und Speicherung von CO2 endlich ermöglicht. Schließlich wird es für viele anders nicht funktionieren mit der Klimaneutralität.“

Reiches Vorgänger Robert Habeck (Grüne) habe Klimaziele vor allem über staatliche Eingriffe erreichen wollen. „Das hat zu teuren Fehlentwicklungen geführt, aber nicht zum Ziel. Beispiel Kohleausstieg. Wir wollen so schnell wie möglich aus der Kohle raus, sorgen aber nicht für ausreichenden Ersatz“, behauptete Adrian.

Die Wissenschaftler des Weltklimarats (IPCC) bewerten CCS als wichtiges Instrument, um mit schwer vermeidbaren Emissionen, wie beispielsweise in der Zement-, Stahl- oder Chemieindustrie, umzugehen. Zugleich warnt der IPCC, dass Pläne zur Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre die Anreize zur nötigen sofortigen Emissionsminderung verwässern könnten. Da CCS-Projekte sich bislang als teuer und schlecht skalierbar erweisen, bleibt die Technologie zudem weit hinter den geplanten Kapazitäten zurück. Eine besondere Herausforderung ist, dass die gespeicherten Emissionen in den Endlagerstätten dauerhaft daran gehindert werden müssen, wieder in die Atmosphäre auszutreten, da sie sonst mit etwas Verzögerung dennoch zur Erderhitzung beitragen.


Foto: Windräder (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DFB-Pokal: Arminia siegt gegen Werder

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Bielefeld (dts Nachrichtenagentur) – Arminia Bielefeld hat in der ersten Runde des DFB-Pokals Bundesligist Werder Bremen mit 1:0 besiegt. Das entscheidende Tor erzielte Isaiah Young in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Vor den Zuschauern in der Schüco-Arena lieferten sich beide Teams von Beginn an ein intensives Duell, in dem Bremen in der ersten Halbzeit die besseren Chancen besaß. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie: In der 54. Minute musste Leonardo Bittencourt nach einer Gelb-Roten Karte vorzeitig vom Platz, wodurch Bielefeld in Überzahl agierte. Die Ostwestfalen erhöhten daraufhin den Druck, ließen jedoch lange Zeit mehrere Gelegenheiten ungenutzt.

Als sich bereits alles auf eine Verlängerung einstellte, nutzte Young in der dritten Minute der Nachspielzeit eine Unachtsamkeit in der Bremer Defensive und traf aus kurzer Distanz zum umjubelten Siegtreffer. Bielefeld zieht damit in die zweite Pokalrunde ein.


Foto: Leonardo Bittencourt (SV Werder Bremen) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Putin und Trump starten in Alaska Gespräche über Ukraine

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Anchorage (dts Nachrichtenagentur) – Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump sind wie vereinbart am Freitag in Alaska zusammengetroffen, um über die Ukraine zu sprechen.

Trump und Putin gingen nach der Landung auf einem Militärflughafen bei Anchorage fast zeitgleich aus ihren Flugzeugen die Gangway herunter und trafen sich für die Begrüßung direkt auf dem Rollfeld. Anschließend stieg Putin überraschend in das „Beast“ ein, die schwer gepanzerte Limousine des US-Präsidenten und fuhr, neben Trump auf der Rückbank sitzend, sichtlich gut gelaunt zum eigentlichen Tagungsort.

Das ursprünglich als 4-Augen-Gespräch mit Dolmetschern erwartete Treffen wurde unterdessen zu einem Austausch mit mehreren Teilnehmern ausgebaut. Auf US-Seite nahmen mindestens auch noch Außenminister Marco Rubio und der Sonderbeauftragte Steve Witkoff teil, auf russischer Seite unter anderem auch Außenminister Sergei Lawrow. Für 1:30 Uhr deutscher Zeit ist eine Pressekonferenz geplant. Der Kreml hatte zuvor allerdings mitgeteilt, das Gespräch könne sieben Stunden dauern – ein Ende läge demnach erst nach deutscher Zeit am frühen Samstagmorgen.


Foto: Wladimir Putin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DFB-Pokal: Leverkusen schlägt Großaspach

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Aspach (dts Nachrichtenagentur) – Bayer Leverkusen hat in der 1. Runde des DFB-Pokals beim SG Sonnenhof Großaspach einen deutlichen 4:0-Erfolg gefeiert. Patrik Schick brachte die Werkself bereits in der 32. Minute per Kopfball in Führung. Nach der Pause legte Arthur in der 74. Minute nach, ehe Christian Kofane in der 84. Minute das dritte Tor erzielte. Den Schlusspunkt setzte Alex Grimaldo in der 87. Minute mit einem Schuss in die rechte Ecke.

Die Partie war von mehreren Unterbrechungen und Platzverweisen auf Seiten der Gastgeber geprägt: Volkan Celiktas (66.) und Mert Tasdelen (82.) sahen jeweils die Rote Karte, wodurch Großaspach in Unterzahl agieren musste. Trotz der Überzahl konnte Leverkusen seine Offensivaktionen konsequent nutzen und das Ergebnis deutlich ausbauen.

Mit diesem Sieg zieht Bayer Leverkusen souverän in die nächste Runde ein, während Großaspach frühzeitig die Segel streichen musste.


Foto: Alejandro Grimaldo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union Berlin und Magdeburg in 1. Runde des DFB-Pokals siegreich

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Saarbrücken/Gütersloh (dts Nachrichtenagentur) – Union Berlin und der 1. FC Magdeburg haben am Freitag ihre Spiele in der ersten Runde des DFB-Pokals jeweils souverän gewonnen.

Union Berlin hat bei FC Gütersloh einen 5:0-Erfolg gefeiert. Robert Skov brachte die Gäste bereits in der 19. Minute per Freistoß in Führung. In der 35. Minute erhöhte Leopold Querfeld nach einer Ecke auf 2:0, kurz darauf traf Danilho Doekhi zum 3:0 (43.). Andrej Ilic sorgte in der 78. Minute für das 4:0, ehe Woo-Yeong Jeong in der Nachspielzeit den Endstand zum 5:0 markierte (90.+4).

Der 1. FC Saarbrücken ist währenddessen am 1. FC Magdeburg gescheitert. Die Drittligisten hielten vor heimischer Kulisse zunächst gut mit, mussten aber noch vor der Pause zwei Gegentore durch Kaars (43.) und Ghrieb (45.+2) hinnehmen. Auch nach dem Seitenwechsel erhöhte Ghrieb auf 3:0 (59.), bevor Tim Civeja für Saarbrücken nur noch verkürzen konnte (67.). Letztlich siegte Magdeburg mit 3:1 und zieht in die zweite Runde ein.


Foto: Danilho Doekhi (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutscher Botschafter in Georgien wird wieder heftig attackiert

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der deutsche Botschafter in Georgien, Peter Fischer, sieht sich erneut Attacken von georgischen Regierungspolitikern ausgesetzt. Neuerdings steht er im Zentrum eines vermeintlichen „Korruptionsskandals“. Das Auswärtige Amt in Berlin widerspricht.

Laut regierungsnahen Medien in Georgien soll Fischer eine hochwertige Immobilie der Familie des georgischen Oppositionsführers Mamuka Khazaradze angemietet haben – und zwar angeblich, ohne einen Mietvertrag abgeschlossen zu haben, so der Vorwurf. Khazaradze selbst sitzt seit einigen Wochen im Gefängnis, weil er sich weigerte, vor einer parlamentarischen Kommission zu erscheinen, seiner Frau werfen die Steuerbehörden nun unter anderem wegen der Vermietung an den deutschen Botschafter „Steuerhinterziehung“ vor.

Die deutsche Botschaft in Georgien wollten das auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur nicht kommentieren, die Familie von Khazaradze bestreitet den Vorwurf. Über einen Anwalt erklärten sie, dass es sogar einen notariell beglaubigten und unter vollständiger Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften erstellten Vertrag über die Vermietung von Eigentum gebe. „Jede undokumentierte Zusammenarbeit mit der diplomatischen Vertretung Deutschlands ist schlichtweg unmöglich“, fügten sie hinzu.

Vertreter der regierenden Partei „Georgischer Traum“ ließen sich von dem Dementi nicht beirren und kritisieren den deutschen Botschafter Fischer öffentlich: „Wie kann ein Diplomat Eigentum von jemandem mieten, der in der Politik tätig ist, und dann behaupten, unparteiisch zu sein?“, sagte Archil Gorduladze, Vorsitzender des Rechtsausschusses des Parlaments. Gia Volski, ebenfalls Abgeordnete der regierenden Partei und Erste Stellvertretende Parlamentssprecherin, warf dem deutschen Botschafter „politische Korruption“ vor.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte am Freitag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur: „Wir weisen Vorwürfe aus Berichten entschieden zurück, wonach der deutsche Botschafter in Georgien in Korruption verwickelt sein soll.“ Gleichzeitig verfolge das Auswärtige Amt aktuelle Entwicklungen in den Bereichen der Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte in Georgien „mit großer Sorge“.

Fischer, seit 2022 Botschafter in Georgien, ist aufgrund seiner lautstarken Kritik an der Politik der regierenden Partei „Georgischer Traum“ schon häufiger Ziel harscher Reaktionen der lokalen Behörden gewesen. Abgeordnete der pro-russischen Regierungspartei haben in der Vergangenheit bereits seine Ausweisung diskutiert.

Seit November 2024 demonstrieren Georgier gegen die Abkehr des regierenden „Georgischen Traums“ vom europäischen Weg – trotz Einschüchterungsversuchen, Gewalt gegenüber Demonstranten, Inhaftierungen führender Oppositionspolitiker, Einschränkungen des Versammlungsrechts und der Medienfreiheit. „Es ist an den Verantwortlichen, alles dafür zu tun, die tiefe politische Krise zu beenden und das Vertrauen der Menschen in Georgien zurückzugewinnen“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag der dts Nachrichtenagentur.


Foto: Flaggen von EU, Georgien und Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax lässt geringfügig nach – Öl und Gas billiger

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenausklang hat der Dax geringfügig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.359 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax im Tagesverlauf seine Zugewinne ab, bevor er am Nachmittag ins Minus drehte.

Aktuell gebe es ein „sehr gemischtes Marktumfeld, dass vorerst nicht überbewertet werden sollte“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die kommende Notenbanksitzung im September wird sehr spannend werden.“ Lipkow erläuterte, dass die US-Konjunktur- und Preisdaten einen kurzfristigen Preisrückgang signalisierten. „Zugleich fallen die Einzelhandelsumsätze unter den Erwartungen aus. Die Daten für Juni wurden hingegen nach oben revidiert“, so der Analyst. „Der Empire State Index fiel ebenfalls wesentlich besser aus, als es zuvor erwartet worden war.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Bayer und Airbus an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Siemens-Energy-Aktien.

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 31 Euro und damit vier Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 66,48 US-Dollar, das waren 36 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1712 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8538 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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