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2. Bundesliga: Heidenheim gewinnt souverän gegen Nürnberg

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Fußbälle, über dts NachrichtenagenturHeidenheim (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss des 21. Spieltags der 2. Bundesliga hat der 1. FC Heidenheim 5:0 gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Die Entscheidung fiel am Sonntag bereits in der ersten Halbzeit, in der Tim Kleindienst die Hausherren mit einem lupenreinen Hattrick (19., 23. und 39. Minute) deutlich in Führung brachte.

Zudem mussten die Gäste ab der 33. Minute in Unterzahl spielen, weil Enrico Valentin nach einem Foul die Rote Karte sah. Im zweiten Durchgang waren die Heidenheimer dann fast durchgängig im Verwaltungsmodus und ließen nichts mehr anbrennen. Kleindienst konnte in der 80. Minute sogar noch seinen vierten Treffer des Tages erzielen, direkt im Anschluss wurde er ausgewechselt. Für den Schlussstand sorgte dann Marnon Busch in der 86. Minute.

In der Tabelle rücken die Heidenheimer durch den Sieg wieder auf den dritten Platz vor. Nürnberg steht unterdessen auf dem 13. Rang. Für Heidenheim geht es am kommenden Sonntag in Bielefeld weiter, Nürnberg ist bereits am Samstag gegen Sandhausen gefordert. Die Ergebnisse der Parallelbegegnungen vom Sonntagnachmittag: Hamburger SV – Arminia Bielefeld 2:1, SV Sandhausen – Karlsruher SC 0:3.


Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

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Bütikofer zweifelt an Pekings Friedensplan für Ukraine

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Reinhard Bütikofer, über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer hat das von Peking angekündigte Papier zu einer Friedensinitiative für die Ukraine als substanzlos bezeichnet. „Das ist keine ernsthafte Initiative“, sagte der China-Experte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Wenn China wirklich die nationale Souveränität der Ukraine und deren territoriale Integrität wahren wollte, hätte es Russland bereits dazu drängen müssen, die Truppen aus dem Land abzuziehen. „Das wird aber nicht passieren.“ China erkläre stets, dass russische Sicherheitsinteressen abgewogen werden müssten. Staatspräsident Xi Jinping habe sich eindeutig auf die Seite Russlands gestellt und die Kooperation mit Russland verstärkt.

„Von Distanz keine Spur.“ Der chinesische Chefdiplomat Wang Yi habe bei der Münchener Sicherheitskonferenz eine Demonstration der Ambition abgeliefert, China ins Zentrum der internationalen Beziehungen zu bringen. „Die Abwesenheit russischer Vertreter in München hat Wang genutzt, um die Amerikaner grob zu beleidigen und den Europäern Honig ums Maul zu schmieren.“ Peking betreibe ein Spiel mit der Gutgläubigkeit der Menschen, die sich nach Frieden sehnen.

Aber: „China hat einen Versuchsballon gestartet, den man gar nicht abschießen muss, weil er von selbst in der Luft zerplatzen wird.“


Foto: Reinhard Bütikofer, über dts Nachrichtenagentur

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Grüne "Realos" fordern neue Flüchtlingspolitik

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Flüchtlinge, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die frühere Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament, Rebecca Harms, und mehrere weitere „Realos“ haben die eigene Partei zu einer Korrektur ihrer Flüchtlingspolitik aufgerufen. „Wir brauchen eine viel offenere Diskussion über die Steuerung von Migration“, sagte Harms dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Der „Unwille“, sich zur Kontrolle von Zuwanderung zu bekennen, störe sie schon seit Langem. „Ich verzweifle daran, wie wenig wir da seit 2015 weitergekommen sind.“ Harms fügte hinzu: „Ich habe das Gefühl, dass diejenigen, die wirklich politisches Asyl brauchen, meistens gar nicht dazu kommen, den Wunsch irgendwo vorzutragen. Denn der Wunsch derer, die woanders ein besseres Leben finden wollen, dominiert.“ Deutschland könne „all dem nicht mehr gerecht werden“. Um zu den notwendigen Veränderungen zu kommen, müsse sich der parteipolitische Diskurs in Deutschland ändern, so die Grünen-Politikerin. „Denn die Parteien stecken in Lagern fest, aus denen sie bisher nicht herauskommen.“ Sie sei dafür, die Probleme und Anforderungen offener zu besprechen, so Harms. „Das würde allen helfen.“ Harms gehört laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ zu einer neuen Gruppe innerhalb der Grünen, die sich „Vert Realos“ nennt. Sie plädiert in einem Memorandum mit mehr als 50 Unterzeichnern für Änderungen in der Flüchtlingspolitik. Zu den Mitunterzeichnern gehören neben Harms Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, der bayerische Landrat Jens Marco Scherf und die frühere Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungshilfeministerium Uschi Eid.

In dem Memorandum heißt es, es fehle ein „Konzept für eine gelungene Integration oder die konsequente Rückführung von Geflüchteten in ihre Heimat, sobald sich dies verantworten lässt oder sie selbst es wollen“. Erforderlich seien ferner ein Einwanderungsgesetz für Wirtschaftsmigranten wie auch „verpflichtende Aufenthaltszonen“ für Geflüchtete an den Grenzen und außerhalb der Europäischen Union. Asylbewerber ohne Papiere müssten zurückgewiesen werden oder „bis zur Klärung ihrer Identität in einer staatlichen Aufnahmeeinrichtung verbleiben“, heißt es weiter.


Foto: Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur

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Immer weniger Sozialwohnungen in Deutschland

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Wohnhaus, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Pro Jahr verliert Deutschland doppelt so viele Sozialwohnungen, wie es dazu gewinnt. Das bestätigte das Bundesbauministerium dem Portal T-Online.

Demnach fielen im Jahr 2021 nach Angaben der Länder 45.836 Sozialwohnungen aus der Preisbindung – zugleich wurden nur für 21.232 Wohnungen Neubau-Fördermaßnahmen im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung bewilligt. 2020 fielen sogar rund 56.000 Sozialwohnungen aus der Bindung, neu bewilligt wurden nur 23.076. „Der Mangel ist dramatisch“, sagte der Ökonom Matthias Günther dem Nachrichtenportal. Er ist Vorstandsvorsitzender des Pestel-Instituts, das jedes Jahr eine große Untersuchung zum sozialen Bauen und Wohnen in Deutschland veröffentlicht. „Wir haben 1,1 Millionen Sozialwohnungen in Deutschland – aber elf Millionen Haushalte, die eine Berechtigung für eine Sozialwohnung haben. Jahrelanges Warten auf eine Wohnung ist da keine Ausnahme, sondern die Regel.“

Für das Jahr 2022 liegen dem Ministerium bisher keine Zahlen vor. Günther aber ist sich sicher, dass das Ministerium die selbst gesetzte Marke von 100.000 neuen Sozialwohnungen pro Jahr bei Weitem nicht geschafft hat. „An den Zahlen von 2021 hat sich wenig geändert“, sagte der Experte.

„Wir gehen davon aus, dass 2022 nur circa 20.000 neue Sozialwohnungen geschaffen wurden. Das Ziel von 100.000 wurde weit verfehlt.“


Foto: Wohnhaus, über dts Nachrichtenagentur

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DIHK: Ukraine-Krieg führt in Deutschland zu Wohlstandsverlusten

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Menschen in einer Fußgängerzone, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Ukraine-Krieg wird den Wohlstand jedes Bundesbürgers laut einer neuen Prognose der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bis Ende 2023 um rund 2.000 Euro verringert haben. „Der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine hat jenseits des durch nichts aufzuwiegenden menschlichen Leids auch wirtschaftliche Wohlstandsverluste mit sich gebracht“, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

„Insgesamt rund vier Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts dürften seit Kriegsbeginn bis Ende 2023 verloren gehen.“ Damit seien rund 160 Milliarden Euro weniger erwirtschaftet worden – umgerechnet etwa 2.000 Euro pro Kopf. In den Bilanzen der Betriebe schlage sich das deutlich nieder. „Viele Betriebe in der Breite unserer Wirtschaft verzeichnen stark gestiegene Kosten für Gas und Strom. Das trifft etliche Unternehmen weiterhin hart. Denn weite Teile der Wirtschaft sind auf bezahl- und verfügbare Energie angewiesen“, sagte Adrian.

Die Industrie mache in Deutschland einen höheren Anteil an der Wirtschaft aus als in vielen anderen Ländern. Wichtige Teile der Industrie seien energieintensiv.

„Deshalb sind deutsche Unternehmen besonders stark von den wirtschaftlichen Folgen des russischen Kriegs in der Ukraine betroffen. Die Wachstumsaussichten für 2023 und 2024 sind daher auch niedriger als in vielen anderen Ländern – wie schon 2022“, sagte der DIHK-Chef. „Die hohen Energiepreise erweisen sich damit zunehmend als Standortnachteil.“ Der Gaspreis habe sich hierzulande auf einem drei bis fünfmal so hohen Niveau eingepegelt wie in den USA.

Strom sei für deutsche Mittelständler etwa viermal so teuer wie in Frankreich. „Auch in unserer jüngsten Umfrage sehen deshalb noch immer 85 Prozent der Industriebetriebe in den hohen Energie- und Rohstoffpreise ein enormes Geschäftsrisiko“, so Adrian.


Foto: Menschen in einer Fußgängerzone, über dts Nachrichtenagentur

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75 Jahre Porsche Sportwagen auf der Retro Classics

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Die Erfolgsgeschichte von Porsche beginnt mit der Erfüllung eines Traums. Im Jahr 1948 verwirklicht Ferry Porsche seine Vorstellung von einem Sportwagen und konstruiert mit seinem Team den Porsche 356 „Nr. 1“ Roadster. 75 Jahre später präsentiert die Abteilung Porsche Heritage und Museum eine besondere Auswahl an Exponaten bei der „Retro Classics“. Die Leitmesse für historische Autokultur lockt von Donnerstag bis Sonntag, 23. bis 26. Februar, Oldtimerfans und Sportwagen-Enthusiasten aus der ganzen Welt nach Stuttgart. „Wir zeigen nicht nur besondere Meilensteine der Unternehmensgeschichte, sondern auch die Menschen, die hinter der Marken Porsche stehen“, sagt Achim Stejskal, Leiter Porsche Heritage und Museum. „Menschen, die von der Realisierung ihrer Träume angetrieben werden.“

Im Rahmen der Sonderschau „75 Jahre Porsche Sportwagen“ ist das Unternehmen auf der Retro Classics an zwei Präsentationsflächen vertreten:

Im Atrium am Eingang Ost und auf dem Messestand in Halle 1 direkt neben den Porsche Clubs. Für die Geschichte der Sportwagen nimmt Porsche die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise der vergangenen 75 Jahre und wagt ebenfalls einen Blick in die Zukunft. Wichtige Stationen hierbei: das 356 „Nr. 1“ Showcar, das den Urzustand des ersten Sportwagens mit dem Namen Porsche so exakt wie möglich darstellt. Mit dem ersten Fahrzeug, das den Namen Porsche trägt, hat die Markengeschichte begonnen und mit ihr: 75 Jahre Produktion und Manufaktur, 75 Jahre Sportwagen, 75 Jahre Menschen mit Porsche.

Auf dem Messestand zeigt das Unternehmen ebenso ein 356 Coupé von 1953. Daneben präsentiert die Marke einen 550 A Spyder. Mit diesem Typ erzielt Umberto Maglioli im Jahr 1956 überraschend den Gesamtsieg bei der Targa Florio. Erstmals gelingt es, sich gegen etablierte Teams und die vermeintlich stärkere Konkurrenz durchzusetzen. Nach diesem Sieg genießt das noch junge Unternehmen weltweite Anerkennung. Ein weiterer Blickfang auf dem Messestand ist der McLaren TAG Porsche Formel 1. Anfang der Achtzigerjahre erhält Porsche vom Rennstall McLaren und der TAG-Unternehmensgruppe den Auftrag, einen Turbomotor für die Formel 1 zu entwickeln.

Insgesamt gewinnt der von Hans Mezger geschaffene Sechszylinder 25 Grands Prix bis 1987, drei Fahrer-Weltmeisterschaften in den Jahren 1984, 1985 und 1986 sowie zwei Konstrukteurstitel 1984 und 1985. Mehr als 30 Jahre später rollt der einmillionste Porsche 911 vom Band und präsentiert, wie seine Vorgänger, als Ikone aus Zuffenhausen die Kernwerte der Marke: die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Für einen visionären Blick zeigt Porsche auf der Retro Classics die Konzeptstudie Mission R von 2022. Der rein elektrische Rennwagen vereint die Idee einer künftigen Designsprache mit modernster Technologie und nachhaltigen Werkstoffen.

Retro Classics | Samstag, 23. April 2022

Bereits im Atrium am Eingang Ost der Messe Stuttgart treffen Besucherinnen und Besucher im Rahmen der Sonderschau „75 Jahre Porsche Sportwagen“ neben dem 356 „Nr. 1“ Showcar auf die Modelle 911 2.0 Targa, 918 Spyder Studie, 956 und 356 SL. Mit einem solchen 356 SL gewinnt die Belgierin Gilberte Thirion schon vor 70 Jahren Rennen. Ein weiterer besonderer Publikumsmagnet ist der 959 Paris-Dakar, mit dem Jacky Ickx und Claude Brasseur im Jahr 1986 auf Platz zwei der gleichnamigen Rallye landen. Um die Wiederinbetriebnahme des Fahrzeugs kümmerte sich das Team Porsche Heritage und Museum gemeinsam mit den Kollegen von Porsche Classic in den vergangenen Monaten.

Die Geschichte des 959 Paris-Dakar ist dank der sanften Überarbeitung authentisch geblieben, das Team hat Spuren der Einsätze erhalten. Mit dem Porsche 911 GT3 Cup der Generation 996 gewinnt Timo Bernhard 2001 den Porsche Carrera Cup Deutschland. Der Rennwagen, mit dem er sich vor mehr als 20 Jahren den Traum vom Beginn einer Profikarriere erfüllt, ist ebenfalls auf der Messe ausgestellt.

Autogrammstunde am Stand und reduzierter Eintritt in das Porsche Museum
Medienvertreter sind am 23. Februar um 14 Uhr herzlich eingeladen, sich am Messestand 1A74 in Halle 1 einen Überblick über die Aktivitäten im Jubiläumsjahr zu verschaffen. Am 25. Februar um 14 Uhr heißt Porsche Besucherinnen und Besucher zu einem Dreamerstalk mit anschließender Autogrammstunde am Messestand willkommen. Es unterhalten sich die Rennfahrer Hans-Joachim Stuck und Timo Bernhard mit Frank-Steffen Walliser, Leiter Gesamtfahrzeug-Architektur und -Eigenschaften.

Auf der mehr als 500 Quadratmeter großen Fläche gibt es außerdem die Möglichkeit, sich über Fahrprogramme der Porsche Experience zu informieren. Der Museumsshop bietet den Gästen unter anderem Literatur zu den Sportwagen aus Zuffenhausen an. Wer sein Messeticket bis zum Jahresende 2023 im Porsche Museum vorlegt, zahlt dort bei seinem nächsten Besuch nur die Hälfte.

Foto/Quelle: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

75 Jahre Porsche Sportwagen

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porsche sportwagen

75 Jahre Porsche Sportwagen: Porsche feiert eine Erfolgsgeschichte

1948 verwirklicht Ferry Porsche seinen Traum von einem Sportwagen: Mit seinem Team fertigt er den Porsche 356 „Nr. 1“ Roadster. Es ist die Geburtsstunde einer legendären Marke und der Grundstein für eine beispielhafte Erfolgsgeschichte, für den Mythos Porsche. Der Sportwagenhersteller würdigt das Jubiläum im Jahr 2023 mit Feierlichkeiten auf der ganzen Welt und der Studie Porsche Vision 357.

„75 Jahre Porsche stehen für Pioniergeist, Herzblut und Träume. Wir feiern gemeinsam mit Menschen, die von Träumen angetrieben sind“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet die Sonderausstellung „Driven by Dreams. 75 Jahre Porsche Sportwagen“. Sie eröffnet am 27. Januar im „DRIVE. Volkswagen Group Forum“ in Berlin und dauert bis zum 10. September 2023. Besucher haben dort die Möglichkeit, in Träume und Wagnisse der Erfolgsgeschichte von Porsche einzutauchen und selbst über ein digitales Modul ihre Träume und Werte zu verfassen.

„Driven by Dreams“ definiert den Markenkern. Darüber hinaus spiegelt der Slogan das Selbstverständnis wider, mit dem die Menschen hinter Porsche jeden Tag daran arbeiten, die Träume der Kunden rund um den Globus zu erfüllen. „Wir sind stolz auf unser Erbe. Es ist unsere Basis für eine erfolgreiche Zukunft. Wir verbinden unser Heritage mit Innovation und Fortschritt – und fügen der einzigartigen Porsche-Story immer neue große Momente hinzu“, erklärt Blume.

Blick zurück auf die Gedankenreise in die Zukunft

Beispielhaft dafür steht die Studie Porsche Vision 357 – eine Hommage an den 356. Sie ist in Berlin erstmals zu sehen. Mit ihr überführt das Style Porsche Team die monolithische Formgebung in die Gegenwart und zeigt mögliche Ausprägungen einer zukünftigen Designphilosophie: Prägnantes Beispiel ist die konsequent weitergedachte Lichtsignatur, die ebenso progressiv wie visionär in die Zukunft weist. Der Grundgedanke spiegelt das Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation wider: Wie hätte der Traum von Ferry Porsche von einem Sportwagen heute ausgesehen?

„Mit dem Porsche Vision 357 haben wir ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk kreiert. Es unterstreicht die Bedeutung unserer Design-DNA, die auf dem 356 basiert“, sagt Michael Mauer, Leiter Style Porsche. „Die Studie ist der Versuch, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stimmig miteinander zu verbinden. Die Proportionen erinnern an das historische Vorbild, Details visualisieren den Blick in die Zukunft.“ Aufgebaut auf der Technik-Plattform des 718 Cayman GT4 RS mit 368 kW (500 PS) steht der Porsche Vision 357 für herausragende Sportwagen-Performance.

Seit jeher ist das Design elementarer Bestandteil des Mythos Porsche. Visionäre Studien und Konzeptfahrzeuge bilden die Basis für das unverwechselbare und innovative Design. „Kreativ über die Zukunft nachzudenken ist eine wesentliche Aufgabe von Style Porsche. Denn Studien sind der Ideenpool für das Design von morgen“, sagt Michael Mauer. „Wir sind stets auf einer Gedankenreise in die Zukunft der Mobilität. Als Inspirationsquelle dient uns dabei immer wieder die Markengeschichte. Der Rückblick auf unsere Tradition mit einer Zukunftsstudie ist also nur scheinbar paradox. Außerdem sind kreative Freiräume wichtig: Hier entstehen wertvolle Ideen, die uns helfen, unsere konsistente Designphilosophie innovativ weiter zu denken“.

Weitere Höhepunkte an den Standorten

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum führt Porsche vor den Toren Stuttgarts auf der „Retro Classics“ fort. Die Leitmesse für historische Autokultur findet vom 23. bis 26. Februar statt. Am 9. Juni eröffnet das Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen dann eine umfangreiche Sonderausstellung. Am 10. und 11. Juni rückt Porsche Deutschland das Jubiläum beim „Festival of Dreams“ am Hockenheimring in den Mittelpunkt. Im dortigen Porsche Experience Center präsentiert der Sportwagenhersteller die Historie, Gegenwart und Zukunft der Marke. Es gibt Fahrzeugausstellungen, Dream Talks, Live-Acts, verschiedene Themenwelten und viele weitere spannende Erlebnisse für Interessierte, Porsche Clubmitglieder, Car-Communities, Fans und Kunden jeder Altersklasse. Kinder kommen im Bereich der „Kids World“ auf ihre Kosten. Mit der extra ausgewiesenen Van-Area biete das „Festival of Dreams“ Übernachtungsmöglichkeiten. Und auch der Motorsport spielt eine große Rolle: Neben einer Liveübertragung des 24-Stunden-Rennen von Le Mans gibt es vor Ort den Porsche Carrera Cup Deutschland, den Porsche Carrera Cup Benelux sowie das ADAC GT Masters.

Roadshow und Ausstellungen auf der ganzen Welt

Auch das Petersen Automotive Museum in Los Angeles, die höchstgelegene Automobilausstellung der Welt am Großglockner sowie das Verkehrsmuseum in Luzern geben der Erfolgsgeschichte von „75 Jahre Porsche Sportwagen“ Raum. Außerdem bringt ein speziell für das Jubiläumsjahr konzipierter „Heritage Truck“ die Ausstellungsinhalte von „Driven by Dreams“ zu mehr als 60 Destinationen in Europa und den USA. Den Abschluss der weltweiten Aktivitäten bildet das Automobil-Festival „Rennsport Reunion“ in Kalifornien vom 28. September bis 1. Oktober.

60 Jahre 911 und 100 Jahre Le Mans

Im Jubiläumsjahr von „75 Jahre Porsche Sportwagen“ stehen zwei weitere runde Geburtstage an: 60 Jahre 911 und 100 Jahre 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Seit seiner Präsentation auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September 1963 begeistert der Elfer: Mit seinem ikonischen Design und einem unvergleichlichen Fahrgefühl hat er sich in das kollektive Gedächtnis von Sportwagenfans in aller Welt eingebrannt. Ebenfalls einen Grund zu feiern haben die Veranstalter des berühmtesten Langstreckenrennens der Welt. Am 10. Und 11. Juni zelebrieren sie 100 Jahre „24h Le Mans“ an der Sarthe. Jeder Sportwagenhersteller träumt von Erfolgen auf dem Circuit des 24 Heures, Porsche hat eine besonders enge Beziehung zu dem französischen Langstrecken-Klassiker: Die Marke ist der erfolgreichste und zugleich der einzige Teilnehmer, der seit 1951 ununterbrochen bei den 24 Stunden von Le Mans vertreten ist. In dieser Zeit konnte das Unternehmen 110 Klassen- und 19 Gesamtsiege für sich verbuchen.

Foto/Quelle: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Mercedes-Benz Classic bringt in St. Moritz sportlich-exklusive Klassiker aufs Eis

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The I.C.E. St. Moritz
Mercedes-Benz C 111-II mit V8-Motor aus dem Jahr 1970. Fahraufnahme aus Los Angeles, 2022.

Die junge Veranstaltung „The I.C.E. St. Moritz“ bietet automobile Klassik in einem außergewöhnlichen Rahmen: Am 24. und 25. Februar 2023 präsentiert sich auf dem zugefrorenen und verschneiten St. Moritzersee ein vielfältiges Feld historischer Automobile. Am Freitag zeigen sich die Fahrzeuge statisch im „Parc Fermé“ dem Publikum und der Jury des Concours of Elegance. Am Samstag drehen sie dynamische Runden über das Eis.

Mercedes-Benz Classic startet mit einem C 111-II mit V8-Motor (1970) und einem 300 SLS Tourensportwagen (W 198, 1958). Zu den Fahrern gehört der ehemalige Werksfahrer und heutige Mercedes-AMG Markenbotschafter Karl Wendlinger. Einen Mercedes-Benz 600 (W 100, 1963) präsentiert die Heritage-Sparte der Marke zu dessen sechzigstem Geburtstag und außerdem einen 300 SL Roadster (W 198, 1958), der zum Verkauf angeboten wird.

„Mercedes-Benz Classic ist offen für Neues. Dazu gehört ‚The I.C.E.‘ in St. Moritz. Die Veranstaltung setzt herausragende Klassiker in Szene – mitten in der kalten Jahreszeit, wenn historische Automobile eher in der Garage bleiben. Berge, Schnee, Eis und hoffentlich Sonnenschein bilden den Rahmen für das frische Konzept.“Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes-Benz Heritage
Mercedes-Benz 300 SLS Tourensportwagen (W 198). Fahraufnahme von Le Mans Classic 2022. 

Rundkurs auf 50 Zentimeter dickem Eis

Der Name „The I.C.E.“ steht offiziell für „International Concours of Elegance“ und spielt zugleich mit dem Eis als Untergrund der Rundstrecke. Nur drei Monate im Jahr existiert der Parcours: wenn der St. Moritzersee im Winter eine rund 50 Zentimeter dicke Eisschicht trägt. Darauf entsteht der Ovalkurs inklusive Schneedecke. Das Areal wird für verschiedene Veranstaltungen genutzt, bis hin zum Pferdepolo. Bei „The I.C.E.“ starten die Fahrzeuge in Kategorien wie „Open Wheels“, „Barchettas on the lake“, „Le Mans 100“, „Concept Cars & One Offs“ und „Queens on Wheels“. In jeder der Kategorien wird ein Sieger gewählt. Der Mercedes-Benz C 111-II mit V8-Motor erscheint in der Klasse „Concept Cars & One Offs“ und der Mercedes-Benz 300 SLS („Super-Leicht-Sport“) in der Klasse „Barchettas on the lake“.

Die Geschichte der Veranstaltung reicht in den Winter 1985 zurück: Damals entdeckt eine Gruppe Schotten und Engländer die abgesteckte Pferderennbahn auf dem zugefrorenen St. Moritzersee als Piste für ihre klassischen Bentleys. Nach mehr als 30 Jahren greift einer der damaligen Zuschauer die Idee auf. So kommt es zum erfolgreichen Probelauf von „The I.C.E.“ mit Sportwagen im Jahr 2019. Nach einer pandemiebedingten Pause findet die Eisrevue seit 2022 mit vollem Programm statt.

Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198). Fahraufnahme aus dem Jahr 2022. 

Der Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic bei „The I.C.E.“ 2023

Karl Wendlinger
geboren am 20. Dezember 1968 in Kufstein, Österreich
Dem ehemaligen Rennfahrer vertraut Mercedes-Benz Classic gerne exklusive Exemplare aus der rund 1.000 Fahrzeuge umfassenden Sammlung an. Die Fahrweise des AMG Markenbotschafters wird als schnell, sicher und materialschonend eingeschätzt. Darüber hinaus gilt der heute 54-Jährige als kompetenter Gesprächspartner. 1990 gehört Wendlinger zusammen mit Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen zum Mercedes-Benz Juniorteam in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Als Partner von Jochen Mass und Michael Schumacher verzeichnet er mit den Sauber-Mercedes mehrere Siege. 1993 wechselt Karl Wendlinger als Fahrer im Team des Schweizers Peter Sauber in die Formel 1.

Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic bei „The I.C.E.“ 2023

Mercedes-Benz 300 SLS Tourensportwagen (W 198). Am Steuer Paul O’Shea, Gewinner der US-amerikanischen Sportwagen-Meisterschaft 1957.

Mercedes-Benz 300 SLS Tourensportwagen (W 198), 1958
Einsatz: dynamisch (Samstag, 25. Februar) und statisch (Freitag, 24. Februar)
Der Mercedes-Benz 300 SLS („Super-Leicht-Sport“) ist eine Sonderausführung des 300 SL Roadster (W 198) für den Rennsport. Der Tourensportwagen entsteht 1957 in zwei Exemplaren für die amerikanische Sportwagenmeisterschaft, nachdem die Serienversion des neuen Modells in der Saison 1957 noch nicht für die „Standard Production“-Kategorie homologiert werden kann. Um in der einzigen alternativ möglichen Rennsportkategorie D nicht chancenlos zu sein, wird ein Serienroadster zum nur noch 970 Kilogramm leichten und 173 kW (235 PS) starken 300 SLS optimiert. Das sind 360 Kilogramm weniger und 15 kW (20 PS) mehr als beim 300 SL Roadster. Mit dem 300 SLS gewinnt der vom Werk unterstützte Paul O’Shea die amerikanische Sportwagenmeisterschaft in der Kategorie D mit deutlichem Vorsprung vor der Konkurrenz. Den Titel holt er bereits 1955 und 1956 mit dem 300 SL „Gullwing“. Bei „The I.C.E. setzt Mercedes-Benz Classic einen authentischen Nachbau des originalen 300 SLS ein.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SLS (W 198)
Einsatz: 1957
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 cm3
Leistung: 173 kW (235 PS) bei 5.900/min
Höchstgeschwindigkeit: 260 km/h

Mercedes-Benz C 111-II von 1970 (Mitte), C 111-I von 1969 (links) und früher Prototyp des C 111 (rechts). Foto aus dem Jahr 1970.

Mercedes-Benz C 111-II mit V8-Motor, 1970
Einsatz: dynamisch (Samstag, 25. Februar) und statisch (Freitag, 24. Februar)
Mercedes-Benz stellt den C 111 im September 1969 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main vor. Das Forschungsfahrzeug mit extremer Keilform und Flügeltüren hat eine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und wird von einem Dreischeiben-Wankelmotor mit 206 kW (280 PS) Leistung angetrieben. Der futuristisch anmutende Sportwagen ist bis zu 270 km/h schnell. Im folgenden Jahr wird die überarbeitete Version C 111-II auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt, nun mit einem Vierscheiben-Wankelmotor und 257 kW (350 PS). In dieser Version beschleunigt der C 111 in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h. Zahlreichen Bestellungen zum Trotz bleibt der C 111 ein reines Experimentalfahrzeug und wird nicht in Serie gebaut. Stattdessen entwickelt Mercedes-Benz später auf dieser Basis eine Reihe von Rekordfahrzeugen: den C 111-II D (1976) und den C 111-III (1977–1978), beide mit Fünfzylinder-Dieselmotor, sowie den C 111-IV (1979) mit V8-Ottomotor und Turboaufladung. Der C 111-II ist 1970 außerdem Basis für eine V8-Variante mit dem Serienmotor M 116 (147 kW/200 PS) für Antriebsvergleiche mit dem Wankel-Sportwagen.

Technische Daten Mercedes-Benz C 111-II mit V8-Motor
Produktionszeitraum: 1970
Zylinder: V8
Hubraum: 3.499 cm3
Leistung: 147 kW (200 PS) bei 5.800/min

Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198). Exterieuraufnahme von links vom Mercedes-Benz Classic Hub 2022.

Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198), 1958
Einsatz: statisch
Mercedes-Benz stellt den 300 SL Roadster (W 198) im März 1957 auf dem Genfer Auto-Salon als Nachfolger des 1954 präsentierten „Gullwing“-Coupés 300 SL derselben Baureihe vor. Technisch entspricht der offene Sportwagen weitgehend dem Coupé, allerdings erlaubt der modifizierte Gitterrohrrahmen nun den Einbau herkömmlich angeschlagener Türen. Sie machen die offene Variante möglich und bieten mehr Komfort beim Ein- und Aussteigen. Auch das Fahrwerk ist weiterentwickelt: Die Eingelenk-Pendelachse mit tiefgelegtem Drehpunkt kommt anstelle der klassischen Zweigelenk-Ausführung zum Einsatz, und der 300 SL Roadster hat erstmals eine Ausgleichsfeder. Ab Herbst 1958 ist der Roadster auf Wunsch auch mit einem abnehmbaren Coupédach erhältlich. Vom serienmäßigen 300 SL Roadster leiten die Mercedes-Benz Ingenieure die Rennsportvariante 300 SLS ab, mit der Paul O’Shea die amerikanische Sportwagenmeisterschaft des Jahres 1957 in der Kategorie D gewinnt. Damit schließt sich ein Kreis, basiert der 300 SL doch auf dem gleichnamigen Rennsportwagen (W 194), der im Jahr 1952 höchst erfolgreich im Motorsport eingesetzt wird. 1961 erhält der 300 SL Roadster Scheibenbremsen und 1962 einen Motorblock aus Aluminiumguss. Die Produktion des Sportwagens läuft 1963 aus. Insgesamt werden in sieben Jahren 1.858 Exemplare des hochexklusiven Sportwagens gebaut. Heute gehört er zu den besonders gesuchten Klassikern.

Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198)
Produktionszeitraum: 1957 bis 1963
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 cm3
Leistung: 158 kW (215 PS) bei 5.800/min
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 242 km/h

Mercedes-Benz 600 Limousine (W 100). Genreaufnahme aus dem Jahr 1963.

Mercedes-Benz 600 (W 100), 1963
Einsatz: statisch
„Der ,Große Mercedes‘ 600 – Das exklusive Fahrzeug der großen Repräsentation“: Mit dieser Überschrift positioniert die Mercedes-Benz Pressemitteilung zur Premiere im September 1963 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main den Mercedes-Benz 600 in der Spitzengruppe der Automobilbranche. Einige seiner Highlights: erster V8-Motor in einem Mercedes-Benz Personenwagen, Fahrleistungen auf Sportwagenniveau, zahlreiche hydraulisch gesteuerte Komfortmerkmale für Sitzverstellung, Öffnen und Schließen der Türen, Fenster und Kofferraumklappe. Dazu kommen Luftfederung, Servolenkung und Zentralverriegelung sowie eine elektronisch geregelte Heizungs- und Lüftungsanlage. Die Ausstattung ist in der Summe aller Details zur damaligen Zeit einmalig und markiert den seinerzeitigen Beststand der Technik. Die intern als W 100 bezeichnete Luxuslimousine hält ihre Position als internationaler Maßstab der automobilen Topkategorie fast zwei Jahrzehnte lang. Während der 17-jährigen Bauzeit entstehen 2.677 Exemplare, 487 als Pullman-Ausführung. Der V8-Motor mit 6,3 Litern Hubraum leistet 184 kW (250 PS). Käufer aus der ganzen Welt entscheiden sich für den „600“: Königliche Hoheiten, Staatsoberhäupter und ebenso herausragende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Showbusiness.

Technische Daten Mercedes-Benz 600 (W 100)
Produktionszeitraum: 1963 bis 1981
Zylinder: V8
Hubraum: 6.332 cm3
Leistung: 184 kW (250 PS) bei 4.000/min
Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h

Foto/Quelle: Mercedes-Benz Group AG

Linke streitet über "Manifest für den Frieden"

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Linken-Parteizentrale, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Streit in der Linkspartei über die von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer geplante Kundgebung zur Friedenspolitik verschärft sich. Der ehemalige Parteivorsitzende Klaus Ernst und der parlamentarische Geschäftsführer Alexander Ulrich erheben in der „Welt“ schwere Vorwürfe gegen den Parteivorstand.

„Eine Linke, die sich von der größten friedenspolitischen Aktion seit Jahren distanziert, hat jeden Anspruch, Friedenspartei zu sein, aufgegeben“, teilen die beiden Bundestagsabgeordneten der Zeitung in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. „Sie braucht sich dann auch nicht mehr zu wundern, dass ihr die Wähler und Sympathisanten massenhaft weglaufen.“ Der Parteivorstand um die Vorsitzenden Janine Wissler und Martin Schirdewan habe sich mit dieser „Entscheidung aufs peinlichste blamiert“. Hunderttausende unterstützten das von Wagenknecht und Schwarzer initiierte „Manifest für den Frieden“, und sehr viele Menschen würden zu der Friedenskundgebung am 25. Februar am Brandenburger Tor kommen.

„Aber die Mehrheit im Parteivorstand pflegt lieber ihre Aversion gegen Sahra Wagenknecht. Friedenspolitik war einst Gründungskonsens der Linken. Mit diesem Beschluss stellt der Vorstand diesen Konsens in Frage. Wie will man mit solch einer Politik wieder in den Bundestag einziehen?“, so Ernst und Ulrich.

Am Freitag hatte die Parteispitze der Linken erklärt, sich nicht hinter den Protestaufruf ihrer früheren Fraktionschefin Wagenknecht zum ersten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine zu stellen. Den Initiatoren wird in der Linkspartei vorgehalten, sich nicht eindeutig gegen rechte Unterstützer abgegrenzt zu haben.


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Biontech will in Großbritannien Studien zu Krebsimpfung durchführen

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Biontech, über dts NachrichtenagenturMainz (dts Nachrichtenagentur) – Das Unternehmen Biontech hat einen weiteren Schritt unternommen, um langfristig seine Krebsimpfungen auf mRNA-Basis auf den Markt bringen zu können. In Großbritannien sollen noch in diesem Jahr Studien an Tausenden Patienten beginnen, berichtet der „Spiegel“.

Derzeit würden die Impfstoffkandidaten, Krebsarten und Standorte dafür ausgewählt. Mit den britischen Partnern will Biontech erreichen, dass das Verfahren irgendwann Behandlungsalltag wird. „Wir glauben, dass dies in größerem Umfang für Patienten vor 2030 möglich sein wird“, sagte Biontech-Chef Uğur Şahin dem Nachrichtenmagazin. Die Technik sei weit vorangeschritten.

„So haben wir 2014 drei bis sechs Monate gebraucht, um einen individualisierten Krebsimpfstoff herzustellen, aktuell sind wir bei vier bis sechs Wochen. Unser Ziel ist es, deutlich unter vier Wochen zu kommen.“ Ebenso gebe es vielversprechende Hinweise auf Wirksamkeit, sagte die Medizinerin Özlem Türeci, die Biontech mit ihrem Mann Şahin gegründet hat. Das Unternehmen erforsche derzeit „mehrere mRNA-Krebsimpfstoffe“.

Für einige dieser Kandidaten sehe man Hinweise auf „klinische Aktivität“. Das heißt, „dass das Immunsystem aktiviert wird, sodass bei einem Teil der Patienten der Krebs sichtbar kleiner wird oder verschwindet und Rückfälle seltener auftreten“.


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