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Erzeugerpreise in der Landwirtschaft steigen langsamer

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Kartoffeln, über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Anstieg der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte hat sich den vierten Monat in Folge abgeschwächt. Im Januar waren die Preise um 25,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Im Dezember hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +29,8 Prozent gelegen, im November bei +31,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise im Januar um 1,9 Prozent. Die Preise für pflanzliche Produkte erhöhten sich mit +10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat weniger stark als die Preise für tierische Erzeugnisse (+36,3 Prozent). Im Dezember hatten die Veränderungsraten +13,4 Prozent für pflanzliche Erzeugnisse und +42,3 Prozent für tierische Erzeugnisse betragen.

Im Vergleich zum Vormonat waren pflanzliche Produkte im Januar um 2,1 Prozent und tierische Erzeugnisse um 1,6 Prozent billiger. Der Preisanstieg bei pflanzlichen Produkten im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die steigenden Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Januar um 67,5 Prozent höher. Im Dezember hatte die Preissteigerung allerdings noch 74,5 Prozent betragen.

Auch der Preisanstieg beim Getreide ist mit +7,2 Prozent gegenüber Januar 2022 im Vergleich zum Dezember 2022 (+11,5 Prozent gegenüber Dezember 2021) weiter zurückgegangen. Die Erzeugerpreise für Obst waren im Januar um 4,2 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -18,2 Prozent. Beim Gemüse (+31,4 Prozent) stiegen insbesondere die Preise für Salat (+37,2 Prozent) und Kohlgemüse (+29,7 Prozent).

Das Handelsgewächs Raps verbilligte sich im Januar um 18,6 Prozent. Im Dezember hatte die Vorjahresveränderung -14,9 Prozent betragen. Bei tierischen Erzeugnissen gab es im Januar einen Preisanstieg von 36,3 Prozent. Der Milchpreis lag im Januar um 36,2 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Der seit Anfang 2022 kontinuierlich zunehmende Preisanstieg bei Eiern setzte sich auch im Januar mit +45,0 Prozent fort. Im Dezember hatte die Veränderung noch +44,1 Prozent betragen. Bei den Preisen für Tiere gab es im Januar einen Anstieg von 35,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Dezember 2022 hatte die Preissteigerung 38,1 Prozent betragen.

Dabei stiegen die Preise für Schlachtschweine um 62,0 Prozent, für Rinder um 8,3 Prozent. Die Preise für Geflügel waren um 31,4 Prozent höher. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Preisentwicklung bei Hähnchen (+29,7 Prozent).


Foto: Kartoffeln, über dts Nachrichtenagentur

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Erdölimporte aus Russland brechen ein

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Öltanks, über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Erdölimporte aus Russland sind deutlich eingebrochen. Im Januar wurden noch 3.500 Tonnen russisches Erdöl nach Deutschland eingeführt, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Nach dem Inkrafttreten der zweiten Stufe des Ölembargos seien nur noch Restmengen von bereits vor dem Jahreswechsel aus Russland in die Europäische Union (EU) importiertem Erdöl nach Deutschland eingeführt worden. Im Vorjahresmonat hatte die Einfuhrmenge noch bei 2,8 Millionen Tonnen gelegen. Die Erdölimporte aus Russland kamen damit praktisch zum Erliegen, rechnerisch gingen sie um 99,9 Prozent zurück. Der Anteil Russlands an den gesamten Erdölimporten Deutschlands sank von 36,5 Prozent im Januar 2022 auf 0,1 Prozent im Januar 2023.

Insgesamt wurden 6,2 Millionen Tonnen Erdöl im Wert von 3,8 Milliarden Euro im Januar 2023 nach Deutschland importiert. Das waren mengenmäßig 20,5 Prozent und wertmäßig 9,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Ausfall russischen Erdöls wurde im Januar 2023 unter anderem durch höhere Importe aus Norwegen (mengenmäßig +44,0 Prozent gegenüber Januar 2022 auf 987.000 Tonnen im Wert von 569 Millionen Euro), dem Vereinigten Königreich (+42,0 Prozent auf 959.000 Tonnen, 562 Millionen Euro) und Kasachstan (+34,6 Prozent auf 928.000 Tonnen, 527 Millionen Euro) kompensiert. Weitere wichtige Erdöllieferanten waren im Januar 2023 die Vereinigten Staaten mit einer Importmenge von 884.000 Tonnen im Wert von 628 Millionen Euro, und die Vereinigten Arabischen Emirate, aus denen 510.000 Tonnen Erdöl im Wert von 352 Millionen Euro nach Deutschland importiert wurden, so das Bundesamt.

Im Januar 2023 wurden für die Erdölimporte durchschnittlich 611 Euro pro Tonne bezahlt. Damit wurde der bisherige Höchstwert vom Juni 2022 (796 Euro je Tonne) deutlich unterschritten. Im Jahresdurchschnitt 2022 mussten 686 Euro je Tonne importierten Rohöls gezahlt werden. Das war der höchste Jahresdurchschnittswert seit dem Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950.

Damit wurde der bisherige Jahreshöchstwert von 644 Euro je Tonne Rohöl aus dem Jahr 2012 übertroffen. Im Jahr 2021 hatte der Durchschnittswert 430 Euro je Tonne betragen, so die Statistiker.


Foto: Öltanks, über dts Nachrichtenagentur

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Weniger Beschäftigte in der Gastronomie als vor Corona

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Bedienung in einem Café, über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Gastronomie hat im Zuge der Coronapandemie deutlich Personal verloren. Im Jahr 2022 nahm die Zahl der Beschäftigten zwar wieder zu, lag aber noch deutlich unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Demnach gab es im vergangenen Jahr 12,5 Prozent mehr Beschäftigte als im von Corona-Beschränkungen geprägten Jahr 2021; zugleich waren es noch gut ein Zehntel (11,8 Prozent) weniger als 2019. Von der Krise besonders betroffen waren Ausschankbetriebe wie Bars und Kneipen: Sie stockten im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr zwar mehr als ein Drittel (36,2 Prozent) ihres Personals auf, damit waren es aber immer noch gut ein Fünftel (21,0 Prozent) weniger Beschäftigte als im Vor-Corona-Jahr 2019. Betriebe, die Essen anboten, konnten ihr Personal im Zuge der Krise besser halten. Die Zahl der Angestellten in Restaurants, Imbissstuben und Cafés lag 2022 um 14,0 Prozent über der des Jahres 2021.

Im Vergleich zum Jahr 2019 verzeichneten sie noch einen Personalrückgang um knapp ein Zehntel (9,5 Prozent). Ein ähnliches Bild gab es bei Caterern und Verpflegungsdienstleistern: Sie hatten 2022 rund 5,6 Prozent mehr Mitarbeiter als im Vorjahr, gegenüber 2019 waren es noch gut ein Zehntel (11,8 Prozent) weniger. Kurzarbeiter, die es während der coronabedingten Einschränkungen auch in der Gastronomie gab, zählten weiterhin als Beschäftigte. Auf dem Tiefpunkt war die Zahl der Angestellten in den Wintermonaten des Jahres 2020 sowie im darauffolgenden Frühjahr, als bundesweit coronabedingt viele Einschränkungen galten und Lokale geschlossen bleiben mussten.

Im Jahr 2021 waren 1,01 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig oder geringfügig entlohnt in der Branche beschäftigt – allerdings etwa ein Siebtel (14,7 Prozent) weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019. Wie eine Auswertung des statistischen Unternehmensregisters zeige, verlor die Gastronomie in den beiden Krisenjahren vor allem geringfügig entlohnte Mitarbeiter: Ihre Zahl sank 2021 gegenüber 2019 um 23,1 Prozent auf 346.500. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ging im selben Zeitraum um 9,4 Prozent auf 662.400 zurück. In der Gastronomie wird nach wie vor ein großer Teil der abhängig Beschäftigten geringfügig entlohnt: Im Jahr 2021 war es mehr als ein Drittel (34,1 Prozent). Besonders groß war der Anteil mit 51,7 Prozent in Ausschankbetrieben, im Bereich Catering wurde dagegen nur knapp ein Viertel der abhängig Beschäftigten (24,8 Prozent) geringfügig entlohnt, so das Bundesamt.

Während der Corona-Pandemie verloren nicht nur viele Beschäftigte in der Gastronomie ihren Arbeitsplatz, es kamen auch weniger Nachwuchskräfte nach: Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge für eine duale Berufsausbildung in einem typischen Gastronomieberuf stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr zwar wieder an, lag allerdings teilweise unter der des Vor-Corona-Jahres 2019. So schlossen 6.200 Personen einen Vertrag für eine Ausbildung zum Koch ab – ähnlich viele wie im Vorjahr (+0,2 Prozent), aber fast ein Fünftel (19,7 Prozent) weniger als 2019. Beim Beruf Restaurantfachmann mit 2.100 neuen Ausbildungsverträgen zeigt sich ein ähnliches Bild: Ein Anstieg um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber fast ein Fünftel (18,2 Prozent) weniger Neuverträge als 2019. Einzig bei den Ausbildungen zum Fachmann für Systemgastronomie (1.500 neue Ausbildungsverträge) wurde mit einem Anstieg von 18,0 Prozent gegenüber dem Jahr 2020 das Vor-Corona-Niveau schon fast erreicht (-0,8 Prozent gegenüber 2019).

Zum Vergleich: Die Zahl der Neuverträge insgesamt lag um 0,6 Prozent höher als im ersten Corona-Jahr 2020. Sie blieb jedoch 8,7 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorkrisenjahres 2019 zurück, so die Statistiker.


Foto: Bedienung in einem Café, über dts Nachrichtenagentur

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Polizeipräsident von Essen warnt vor mehr Clan-Kriminalität

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Ruhrgebiet, über dts NachrichtenagenturEssen (dts Nachrichtenagentur) – Das Problem der Clan-Kriminalität hat sich nach Angabe des neuen Polizeipräsidenten von Essen und Mülheim an der Ruhr, Andreas Stüve, auf zahlreiche Gebiete ausgeweitet. „Nach meiner Einschätzung machen die Clans alles, womit man illegal Geld verdienen kann. Es gibt kein exklusives Geschäftsmodell“, sagte Stüve der „Welt“.

Das könne auch Sozialbetrug oder das Phänomen „falsche Polizisten“ sein, die an Vermögen älterer Menschen herankommen wollten, oder das Thema „Wucher“, bei dem Tatverdächtige als vermeintlich seriöse Handwerker auftreten würden und für schlechte oder gar nicht erst erbrachte Leistungen hohe Preise forderten. Die Szene könne „schnell erkennen, in welchen Feldern Profitmöglichkeiten bestehen, und sie reagiert auf Bekämpfungsstrategien, da sind Clan-Kriminelle sehr flexibel“. Wenn man sich von einer Idee viel verspreche, dann werde sie „sehr schnell und sehr intensiv“ umgesetzt.

„Dann ist es unsere Aufgabe, genauso schnell zu erkennen, in welchen neuen Kriminalitätsfeldern agiert wird“, so Stüve. Durch einen hohen Präsenz- und Kontrolldruck der Polizei in Essen seien „die erkennbaren Straftaten, Tumultgeschehen auf der Straße oder aggressives Verhalten gegenüber Ordnungskräften deutlich zurückgegangen“. Dies dürfe jedoch nicht zu dem Trugschluss führen, dass die Beteiligten sich von jetzt an legal verhielten, weil sie zur Einsicht gekommen seien. „Es ist eine lang gewachsene Erfahrung, dass man mit kriminellem Verhalten durchkommt und dass es lukrativ ist“, so Stüve.

Tätergruppen hätten über Jahre und Jahrzehnte unbehelligt agieren können, ehe das Problem klar benannt worden sei. Nachwuchs für die Clan-Kriminellen stamme nach polizeilichen Erkenntnissen aus der dritten Generation der Familien. „Sie werden in die Clan-Szene hineingeboren und wachsen darin auf. In den wenigsten Fällen sind es neue Zuwanderer“, sagte Stüve.

Der neue Polizeipräsident verteidigte auch den Begriff „Clan-Kriminalität“, der politisch umstritten ist. „Der Begriff ist auf der Arbeitsebene etabliert, ohne dass er stigmatisierend wirken soll. Ich kann damit ein Phänomen beschreiben und international sofort sprechfähig sein“, betonte Stüve. Man könne grenzüberschreitend mit wenigen Worten dem Gegenüber deutlich machen, worüber man reden wolle.

„Allen ist dabei klar, dass wir nicht ganze Familien, sondern nur die Individuen meinen, die kriminell sind“, so Stüve.


Foto: Ruhrgebiet, über dts Nachrichtenagentur

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Rufe aus der SPD nach Paradigmenwechsel in Industriepolitik

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Industrieanlagen, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Als Reaktion auf den US-amerikanischen Inflation Reduction Act (IRA) wird im Umfeld der SPD ein Paradigmenwechsel in der europäischen und deutschen Industriepolitik gefordert. Deutschland und Europa sollten den US-Vorstoß „uneingeschränkt begrüßen und mit einem europäischen IRA antworten“, heißt es in einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen Studie, über die die FAZ berichtet.

Der hierzulande vorherrschende „marktliberale“ Ansatz, der darauf setzt, die Klimaziele mit dem Instrument des CO2-Preises zu erreichen, sei zum Scheitern verurteilt. Der Autor der Studie, der Mannheimer Wirtschaftsprofessor Tom Krebs, schreibt in diesem Zusammenhang von einer „auslaufenden neoliberalen Ära“. Stattdessen wird ein „moderner“ Transformationsansatz für den Umbau der Wirtschaft in Richtung Klimaneutralität gefordert. Der bestehe aus zwei Kernelementen: Zum einen solle sich der Staat um die für die Klimatransformation notwendige Infrastruktur kümmern, also beispielsweise um Wasserstoffleitungen und ein besseres Schienennetz; zweitens solle der Staat eine aktive Industriepolitik betreiben.

Konkret fordert Krebs auf europäischer Ebene vor allem eine Abkehr von der „bürokratischen und zeitaufwendigen“ Förderung einzelner Projekte, hin zu einer „horizontalen Industriepolitik“. Das soll eine „einfache und mittelstandsfreundliche Förderung privater Investitionen in die Erneuerbare Energien und Dekarbonisierung der Industrie“ ermöglichen. Auf nationaler Ebene macht sich spricht sich Krebs vor allem für die im Koalitionsvertrag vereinbarten steuerlichen Förderung von Transformationsinvestitionen, die sogenannten Superabschreibungen, stark. Stärker sollten nach Vorstell ung des Ökonomen zudem diejenigen Unternehmen unterstützt werden, die ihren Beschäftigten Tariflöhne zahlen.

Das Papier kann als einflussreich eingestuft werden. Es wird der SPD-Bundestagsfraktion präsentiert, Tom Krebs ist Mitglied im wirtschaftspolitischen Beirat der SPD.


Foto: Industrieanlagen, über dts Nachrichtenagentur

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"Im Westen nichts Neues" gewinnt vier Oscars

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Los Angeles (dts Nachrichtenagentur) – Das deutsche Kriegsdrama „Im Westen nichts Neues“ ist bei der 95. Verleihung der Academy Awards in Los Angeles mit vier Oscars ausgezeichnet worden. Das Werk des Wolfsburgers Edward Berger gewann in den Kategorien „Bester internationaler Film“ sowie „Beste Filmmusik“, „Bestes Szenenbild“ und „Beste Kamera“.

Insgesamt war die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Erich Maria Remarques für neun Oscars nominiert. In den Sparten „Bester Film“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Bester Ton“, „Bestes Make-up und Hairstyling“ und „Beste visuelle Effekte“ konnten sich aber andere Filme durchsetzen. Großer Gewinner des Abends war unterdessen der Fantasy-Abenteuerfilm „Everything Everywhere All at Once“ des Filmemacher-Duos Daniels. Das Multiversum-Spektakel war für insgesamt elf Oscars nominiert und konnte sieben der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen, darunter für den „Besten Film“ und die „Beste Regie“.

Damit wurde der Film seiner Favoritenrolle gerecht, die er nach zahlreichen Siegen bei anderen Preisverleihungen eingenommen hatte. In der männlichen Hauptdarsteller-Kategorie gewann Brendan Fraser („The Whale“). Einen großen Favoriten hatte es hier im Vorfeld nicht gegeben. Neben Fraser waren auch Austin Butler („Elvis“) und Colin Farrell („The Banshees of Inisherin“) Chancen zugerechnet worden.

Bei den Frauen wurde Michelle Yeoh („Everything Everywhere All at Once“) mit dem Hauptdarsteller-Preis ausgezeichnet. In dieser Kategorie hatte sich in den vergangenen Wochen ein Zweikampf zwischen Yeoh und Cate Blanchett („Tár“) angedeutet. Bei den Nebendarstellern nahmen Ke Huy Quan sowie Jamie Lee Curtis für ihre Rollen in „Everything Everywhere All at Once“ die begehrten Trophäen mit nach Hause. Ke Huy Quan war im Vorfeld auch als großer Favorit gehandelt worden, bei den Frauen galt das Rennen als relativ offen.

In der Kategorie „Bester Animationsfilm“ gewann „Pinocchio“ von Guillermo del Toro. Mit Spannung wird erwartet, wie sich die TV-Quoten für die Preisverleihung in diesem Jahr entwickeln werden. Im letzten Jahr hatte Schauspieler Will Smith für einen Eklat gesorgt, indem er den Komiker Chris Rock auf offener Bühne ins Gesicht schlug. Einige Beobachter erwarten, dass dies in diesem Jahr für mehr Zuschauer sorgen könnte.

Zudem waren mit „Avatar: The Way of Water“ und „Top Gun: Maverick“ gleich zwei Filme für den Hauptpreis nominiert, die weltweit die Milliarden-Marke an den Kinokassen knacken konnten. In Jahren, in denen Filme mit höheren Einspielergebnissen nominiert sind, gibt es auch oft einen kleinen Zuschauerschub bei den Oscars.


Foto: Spielt in „Im Westen nichts Neues“ eine der Hauptrollen: Albrecht Schuch, über dts Nachrichtenagentur

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Union beklagt fehlende Unterstützung für den Wintersport

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Deutscher Olympischer Sportbund, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union wirft der Regierung einen ambitionslosen Kurs in der Sportförderung vor. „Der Bundesregierung fehlt generell der Zugang zum Wintersport“, sagte Stephan Mayer, sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

„Alle Betroffenen, nicht nur die Sportler, werden allein gelassen. Sie haben etwas Besseres verdient – engagierte Wintersportpolitik sieht anders aus.“ Mayer bezog sich auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage seiner Fraktion zu den Herausforderungen für den Wintersport. Diese sei „enttäuschend: Sie lässt jede Ambition vermissen, die Probleme des Wintersports zupackend anzugehen – seien es die großen Herausforderungen durch den Klimawandel, seien es die vermeintlich kleineren Aufgaben wie die gebotene Entbürokratisierung von Potas, dem sogenannten Potenzialanalysesystem“, so Mayer.

Seitens der Bundesregierung würden übergeordnete Strategien entwickelt, Forschungen angestoßen, Akteure informiert, beraten und vernetzt, wie Staatssekretär Mahmut Özdemir im Namen der Regierung antwortet. „Die bestehenden finanzverfassungsrechtlichen Instrumente lassen eine Beteiligung des Bundes an einer umfassenden Förderung der Anpassung an den Klimawandel nicht zu“, heißt es in der Antwort, über die die „Rheinischen Post“ berichtet. Aus Sicht der Umweltministerkonferenz wäre die Einrichtung einer neuen Gemeinschaftsaufgabe ein geeigneter Weg, um diesen Umstand zu beheben.


Foto: Deutscher Olympischer Sportbund, über dts Nachrichtenagentur

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Esken bringt Sondervermögen für Bildung ins Spiel

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Jugendliche Leser, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chefin Saskia Esken hat vor dem Bildungsgipfel am Dienstag ein Sondervermögen Bildung von 100 Milliarden Euro ins Spiel gebracht und die Ampel-Koalition damit unter Zugzwang gesetzt. Sie erwarte von der Veranstaltung den „Startschuss“ für einen Bildungsaufbruch, sagte Esken der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

„Kein Bekenntnis zwischen Bund, Ländern und Kommunen zur Kooperation kann aber überdecken, dass erhebliche Finanzmittel notwendig sind, um einen wirksamen und durchschlagenden Bildungsaufbruch zu organisieren“, so Esken. Die SPD-Chefin machte folgenden Vorschlag: Um der Größe und Bedeutung eines solchen gesamtstaatlichen Bildungsaufbruchs gerecht zu werden, könnte „beispielsweise ein Sondervermögen Bildung aufgelegt werden, im Volumen wären 100 Milliarden Euro durchaus angemessen und denkbar“, so die SPD-Vorsitzende. „Auf diesem Weg könnten Bund, Länder und Kommunen die Finanzierung der Gebäudesanierung, der zeitgemäßen Ausstattung über die Verstetigung des Digitalpakts, der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung und Betreuung im Kita- und Grundschulalter sowie die Finanzierung der Daueraufgabe gleicher Startchancen organisieren.“ Esken sagte auch, dass sie den Bildungsgipfel nicht grundsätzlich institutionalisieren wolle. „Wir sind uns einig, dass es in der Bildung eine bessere Kooperation von Bund, Ländern und Kommunen braucht. Ein neues Gremium ist dafür aber nicht nötig. Stattdessen sollte die Zusammenarbeit in der Kultusministerkonferenz verbessert und reformiert werden“, so die SPD-Politikerin. Für ihre Partei sei klar: „Jedes Kind, das in unserem Bildungssystem auf der Strecke bleibt, jedes Talent, das verloren geht, ist eines zu viel.“

Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren am Dienstag über die Herausforderungen im Bildungssystem. Den Bildungsgipfel hatte die Ampel im Koalitionsvertrag vereinbart, mit dem Ziel, sich auf eine bessere Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen zu verständigen.


Foto: Jugendliche Leser, über dts Nachrichtenagentur

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Forscher Schularick warnt vor Finanzkrise

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Euro- und Dollarscheine, über dts NachrichtenagenturKiel (dts Nachrichtenagentur) – Durch die Pleite der Silicon Valley Bank in den USA drohen Turbulenzen an den Finanzmärkten. „Spätestens jetzt ist allen klar: Im Finanzsystem entstehen wegen der steigenden Zinsen enorme Verluste, vor allem bei lang laufenden Anleihen und Immobilienkrediten“, sagte Moritz Schularick, der neue Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), der „Süddeutschen Zeitung“.

„Brenzlig wird es, wenn Kunden ihr Geld kurzfristig abziehen können. Dann können die Verluste so hoch sein, dass die Bank zahlungsunfähig wird wie in Amerika geschehen.“ Auf die Frage, ob eine Finanzkrise drohe, sagte Schularick, es wäre sehr überraschend, wenn es nach einem Jahrzehnt mit sehr niedrigen Zinsen keine Verwerfungen gäbe: „Die Forschung zeigt, dass die Gefahren genau dann am größten sind: wenn nach langen Perioden lockerer Geldpolitik die Zinsen wieder steigen.“ Die Zentralbanken seien gefragt, das Ganze unter Kontrolle zu halten. Schularick rief den Westen dazu auf, mit China im Gespräch bleiben. Zwar laufe in dem Land viel falsch, von der Verletzung der Menschenrechte über aggressivere Außenpolitik bis zu mehr Autokratie des Regimes. Doch China sei die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, „sie wird nicht von der Bildfläche verschwinden.“ Der Westen brauche China zur Lösung globaler Probleme wie des Klimawandels. „Je mehr wir China in die Ecke stellen, desto mehr treiben wir es in Putins Arme.“ Als sich Schularick äußerte, war noch nicht bekannt, dass die Einleger der Silicon Valley Bank nach Angaben der Fed ab Montag wieder vollen Zugriff auf ihre Kontoguthaben bekommen sollen.


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Debatte um Home-Office und schulfrei zum Verkehrsstreik am 27. März

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Zugausfälle bei der Bahn, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Um dem für den 27. März geplanten Warnstreik von Verdi und EVG entsprechend begegnen zu können, sprechen sich Politiker und Verbände für möglichst flexible Arbeitszeit- und Homeofficeregelungen für Arbeitnehmer aus. Zu „Bild“ (Montagausgabe) sagte ein Sprecher von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD): „Grundsätzlich sollte im Falle eines Streiks nach geeigneten Lösungen auf Unternehmensebene gesucht werden. Dabei kann etwa das Arbeiten von Zuhause infrage kommen.“

In Betrieben oder Tätigkeiten, wo dies nicht möglich sei, sollten sich Unternehmen und Arbeitnehmer frühzeitig auf praktikable Regelungen wie beispielsweise Fahrgemeinschaften verständigen. Alexander Schweitzer (SPD), Arbeitsminister von Rheinland-Pfalz, forderte Arbeitgeber gegenüber „Bild“ dazu auf, „jetzt gemeinsam mit der Belegschaft nach pragmatischen Lösungen zu suchen.“ Dort, wo Homeoffice möglich sei, sollte großzügig davon Gebrauch gemacht werden. „Das entlastet alle“, sagte Schweitzer. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) appellierte gleichzeitig an die Verkehrsunternehmen. „Es ist Aufgabe der Deutschen Bahn und Verkehrsbetriebe, frühzeitig geeignete Vorkehrungen zu treffen.“ Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, rechnet damit, dass die Streiks bei Bahn und Verkehrsbetrieben „das öffentliche Leben in Deutschland einmal mehr lahmlegen oder schwer beeinträchtigen“ werden. „Gerade in Krisenzeiten mit hoher Inflation, explodierenden Energiepreisen und der großen Angst der Menschen vor den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, ist das ein verheerendes Signal“, kritisierte Landsberg. Auf die Frage, warum nicht bereits vor dem 27. März wieder verhandelt würde, entgegnete Landsberg: „Der Verhandlungsplan ist von beiden Seiten langfristig so festgelegt worden. Daran sind eine Vielzahl an Gremien und Personen beteiligt, sodass eine kurzfristige Vorverlegung kaum umsetzbar erscheint.“ Und weiter: „Die Arbeitgeber werden diese besondere Situation sicher berücksichtigen und soweit wie möglich Homeoffice ermöglichen.“

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz Peter Meidinger, brachte sogar bundesweiten Unterrichtsausfall ins Gespräch. Aufgrund des Streiks rechnet er mit „massiven Auswirkungen“. „Das reicht vom Ausfall von Schulbussen, über die Lahmlegung des ÖPNV bis hin zu chaotischen Dauerstaus. Gefährdet ist nicht nur der pünktliche Schulbeginn, sondern vielerorts der Unterricht insgesamt.“

Meidinger sagte weiter: „Natürlich könnte das jeweilige Schulministerium landesweit schulfrei geben. In der Praxis werde diese Frage allerdings wahrscheinlich eher von den örtlichen Gegebenheiten vor Ort abhängen, also von der jeweiligen Anzahl von Fahrschülern, dem Alter der Kinder und der durchschnittlichen Schulweglänge“, sagte der Lehrerpräsident.


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