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Städtetag befürchtet Engpässe bei Unterbringung von Flüchtlingen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Städtetag warnt vor der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag vor Engpässen bei der Flüchtlingsunterbringung. „Die Städte stoßen zunehmend an ihre Grenzen, um Geflüchtete aufzunehmen und zu versorgen, und der Druck wächst täglich weiter“, sagte Städtetags-Präsident Markus Lewe der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).

Aus der Ukraine und aus anderen Krisen- und Kriegsgebieten flöhen weiter Menschen nach Deutschland. „Zelte, Containerdörfer und Messehallen in den Städten haben kaum noch freie Plätze. Und es mangelt an freien Wohnungen, um diese Sammelunterkünfte zu entlasten.“ Schon die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag müsse Ergebnisse liefern, forderte Lewe, der auch Oberbürgermeister von Münster ist.

Die Länder müssten ihre Aufnahmekapazitäten deutlich ausbauen, dies würde die Städte entlasten und ihnen Zeit verschaffen. „Ein Vertrösten von Treffen zu Treffen, und jetzt gar bis zum 10. Mai, hilft uns keinen Deut weiter.“ Dieser Tag kursiert als mögliches Datum für ein Gipfeltreffen zur Flüchtlingspolitik mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Zugleich forderte Lewe mehr Geld vom Bund: Schon jetzt sei klar, dass die zugesagten Mittel von 1,5 Milliarden Euro für die Geflüchteten aus der Ukraine und die flüchtlingsbezogene Pauschale von 1,25 Milliarden Euro für dieses Jahr zusammen nicht reichen werden.

Die Städte fordern seit Längerem neue finanzielle Zusagen der Bundesregierung für 2023 und eine Perspektive, wie es 2024 weitergeht. „Es reicht nicht mehr, beim Thema Geflüchtete auf Sicht zu fahren“, sagte Lewe.


Foto: Flüchtlingskind in einer „Zeltstadt“, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesrechnungshof fürchtet chronische Krise bei der Bahn

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Deutsche Bahn, über dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Anlässlich der Zuleitung eines Sonderberichtes an den Deutschen Bundestag hat der Bundesrechnungshof die Deutsche Bahn scharf kritisiert und von der Bundesregierung einen Strategiewechsel gefordert. „Die Krise der DB AG wird chronisch, der Konzern entwickelt sich zu einem Sanierungsfall, der das gesamte System Eisenbahn gefährdet“, sagte der Präsident des Bundesrechnungshofes, Kay Scheller.

Der Bericht schließt an einen Sonderbericht von 2019 an. „Vier Jahre später ist das System Eisenbahn sogar noch unzuverlässiger geworden und die wirtschaftliche Lage der DB AG hat sich weiter verschlechtert. Die vier Jahre sind offensichtlich verloren“, so Scheller. „Es gibt gravierende strukturelle, finanzielle und betriebliche Probleme. Von einer Lösung ist die Bundesregierung weit entfernt.“

Das könnten alle im Alltag spüren. „Wir empfehlen unverändert, alle Aktivitäten und die Strukturen der DB AG auf den Gewährleistungsauftrag aus der Verfassung auszurichten: Die Verkehrsbedürfnisse für Deutschland decken.“ Damit das System Eisenbahn seine verkehrs- und klimapolitische Rolle erfüllen könne, brauche es grundsätzliche Reformen, so der Präsident des Bundesrechnungshofs.

„Ohne entschiedenes Umsteuern endet das System Eisenbahn auf dem Abstellgleis.“ In seinem Bericht kritisiert die Finanzkontrolle des Bundes, dass 2022 jeder dritte Fernverkehrszug unpünktlich gewesen sei. Verantwortlich dafür sei auch eine überalterte Schieneninfrastruktur. Auch die wirtschaftliche Situation des Konzerns verschärfe sich weiter.

In den bahnbezogenen Geschäftsfeldern der Deutschen Bahn seien die Erträge rückläufig oder es entstünden zum Teil massive Verluste, hieß es. Die Verschuldung des Konzerns sei seit 2016 um 10 Milliarden Euro auf über 30 Milliarden Euro angestiegen. Das entspreche täglich 5 Millionen Euro neuen Schulden. „Die Fehlentwicklungen laufen den Interessen des Bundes zuwider und führen dazu, dass er seinen Gewährleistungsauftrag immer schlechter erfüllt. Als Gestalter des Systems Eisenbahn und als Alleineigentümer der DB AG darf er sich aber nicht mehr darauf beschränken, ständig steigende Haushaltsmittel bereitzustellen“, sagte Scheller.

„Der Bund muss sich auch an seinen ambitionierten Zielen für den Schienensektor bis 2030 messen: Die Verkehrsleistung im Personenverkehr verdoppeln und einen Anteil von 25 Prozent am gesamten Gütertransport erreichen.“ Diese Ziele seien allerdings außer Reichweite. „Nach vier weiteren verlorenen Jahren muss die Bundesregierung endlich entschlossen gegen die Ursachen der Dauerkrise vorgehen und den Konzern wirksam, umfassend und schnell umstrukturieren“, so Scheller.

Der Bund müsse dem Rechnungshof zufolge den Gewährleistungsauftrag in einem Gesamtkonzept konkretisieren – „mit nachvollziehbaren Zielen für das System Eisenbahn, validen Kostenschätzungen und einem gleichzeitig realistischen und ambitionierten Zeitplan“. Management- und Finanzressourcen dürften künftig nur dort zum Einsatz kommen, wo sie tatsächlich Probleme im Schienennetz und -verkehr lösten, hieß es. Engagements im Ausland oder in anderen Sparten seien einzustellen. „Was die Schiene nicht stärkt, gehört nicht in den Konzern“, sagte Scheller.


Foto: Deutsche Bahn, über dts Nachrichtenagentur

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Zentralrat der Juden besorgt über Demokratieentwicklung in Israel

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Josef Schuster, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat sich angesichts des Berlin-Besuchs des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu besorgt gezeigt über die politische Lage und die Gefährdung der Demokratie in Israel. „Der Deutschland-Besuch des israelischen Ministerpräsidenten ist wichtig; er ist ein Zeichen für die große Verbundenheit der beiden Länder und Gesellschaften“, sagte Schuster dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagsausgabe).

„Sehr viele in der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland sind allerdings besorgt über die gesellschaftliche Spaltung in Israel, die durch die von der aktuellen Regierung vorangetriebene Justizreform noch sichtbar verstärkt wird“, so Schuster. „Jüdische Werte sind in ihrem Kern demokratisch und zum Wohle des Einzelnen und der Gesellschaft ausgerichtet.“ Juden in aller Welt seien „stolz darauf, dass der jüdische Staat die einzige Demokratie im Nahen Osten ist“, so der Zentralratspräsident. „Ein Abbau demokratischer Strukturen wäre auch für die jüdische Gemeinschaft außerhalb Israels nicht akzeptabel.“

Schuster soll Netanjahu am Rande der Gedenkveranstaltung an der Holocaust-Gedenkstätte „Gleis 17“ in Berlin treffen. Netanjahus rechtsreligiöse Regierung will die Justizreform bis Ende des Monats im Schnellverfahren durchsetzen. Kernelemente wurden bereits in erster Lesung im Parlament gebilligt. Ziel der Reform ist Beobachtern zufolge die gezielte Schwächung der unabhängigen Justiz.

Kritiker sehen dadurch die Gewaltenteilung als Pfeiler der Demokratie in Gefahr. Seit mehr als zwei Monaten gibt es massive Proteste gegen die Justizreform.


Foto: Josef Schuster, über dts Nachrichtenagentur

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Wirtschaftsweise drängt auf Anpassung des Klimaschutzgesetzes

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Auspuff, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm sieht bei der deutschen Klimaschutzgesetzgebung angesichts der verfehlten Klimaziele im Verkehrs- und Gebäudebereich Verbesserungsbedarf. „Wir haben hier nicht das richtige Instrumentarium“, sagte sie dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe).

„Die richtige Konsequenz wäre es, den Emissionshandel in den Bereichen Verkehr und Gebäude vorzuziehen, sodass die Einhaltung der Emissionsreduktionsziele bis 2030 garantiert ist.“ Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung sollte man aus Grimms Sicht über ein „Pro-Kopf-Klimageld“ an die Bevölkerung zurückgeben. Das erhöhe die Akzeptanz der Maßnahme, ist die Wissenschaftlerin überzeugt. Zudem wären „komplementär notwendige Maßnahmen eher finanzierbar, wenn die Anreize für private Investitionen durch den Emissionshandel gestärkt würden“.

Grimm unterstützt damit einen Vorstoß der FDP. Die Liberalen hatten am Dienstag in einem Diskussionspapier vorgeschlagen, die bisherige Systematik des Klimaschutzgesetzes „mit kleinteiligen jährlichen Sektorzielen“ durch eine „mehrjährige sektorübergreifende Gesamtrechnung“ zu ersetzen. Dazu soll sich der bislang festgeschriebene CO2-Preis, der in Deutschland unter anderem Heizen und Tanken teurer macht, stattdessen am Markt bilden – bei einer jährlich sinkenden Obergrenze für den CO2-Ausstoß. Offiziell soll das europäische Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr erst ab 2027 gelten.


Foto: Auspuff, über dts Nachrichtenagentur

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8 Mio. für App-Publishing-Startup: Entwicklern die Macht zurückgeben

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Kovalee sammelt 8 Millionen Euro in Series-A-Finanzierungsrunde ein

Ziel ist es, das internationale Team von Mobilexperten bis Ende 2023 zu verdoppeln

Kovalee, der führende europäische Publisher von mobilen Apps, schließt erfolgreich eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 8 Millionen Euro ab. Die Investition wird von der europäischen VC-Gesellschaft IRIS zusammen mit Breega und Bpifrance über ihren Digital-Venture-Fonds angeführt. Mit dem frischen Kapital will Kovalee die Entwicklung der eigenen Prognose- und Automatisierungstechnologien sowie die Rekrutierung neuer internationaler App-Experten und Entwickler unterstützen. Das Team soll dabei bis Ende 2023 verdoppelt werden.

Disruptives Potential für den App-Publishing Markt
Kovalee nutzt künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen für die eigenentwickelte Prognose- und Automatisierungstechnologie. Auf der Grundlage von Millionen von Datenpunkten können leistungsfähige Algorithmen beispielsweise den zukünftigen Lifetime Value eines Users mit hoher Genauigkeit vorhersagen. Damit ist es Kovalee gelungen, das bisherige Publishing-Modell, das bisher nur für Spiele angewendet wurde, von Grund auf zu verändern.

Auch der 260 Milliarden Dollar schwere Markt für Non-Gaming-Apps ist auf dem Weg zu einer nachhaltigen Veränderung. Das Versprechen des Startups ist es, jede App mit Potential zum Weltmarktführer in ihrer Kategorie machen zu können.

Das Publishing-Modell von Kovalee basiert auf langfristigen Partnerschaften mit den App-Entwicklern und einer Gewinnbeteiligung. Während sich die App-Entwickler auf den Inhalt konzentrieren, bringt Kovalee alle Tools und Ressourcen mit, die für die Skalierung einer App während ihrer Lebensdauer erforderlich sind: User Experience (UX), User Acquisition (UA) inklusive dem dazugehörigen Investment, App Store Optimization (ASO) und Monetarisierung.

Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten Apps nicht rentabel
„Mehrere Apps, die von kleinen Unternehmen entwickelt und von Kovalee in die App-Stores gebracht wurden, sind weltweit die Nummer eins in ihren Bereichen und konnten sogar Tech-Giganten schlagen“, sagt Vincent Hart de Keating, CEO von Kovalee. „Mit dem neuen Kapital der Finanzierungsrunde werden wir unsere Technologie weiter ausbauen, um das Publishing-Modell für immer mehr Apps anzubieten. Es ist an der Zeit, den talentierten App-Entwicklern die Macht zurückzugeben.“

Gil Doukhan, Partner bei IRIS, fügt hinzu: „Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten Apps nicht profitabel, weil es fast unmöglich ist, alle Voraussetzungen für eine Spitzenplatzierung in den App-Stores zu erreichen. Das Investment in Kovalee, also in ein datengetriebenes und auf Skalierung spezialisiertes Team, war für uns schnell klar. Das Team aus 17 Mitarbeitern hat bereits einen Marktführer im Gaming-Bereich geschaffen und bietet diesen Service auch für andere an.“

Expertise im Bereich des App-Publishing
Seit der Gründung hat Kovalee bereits 20 langfristige Publishing-Verträge mit Partnern auf der ganzen Welt unterzeichnet. Kovalee hat mit eigenem Know-How bereits mehrere Apps in weniger als sechs Monaten in die Top 50 verschiedener App Store Kategorien gebracht. In einigen Fällen stieg der jährliche Umsatz der Apps in weniger als einem Jahr von einigen tausend Dollar auf über 2 Mio. Dollar. Kovalee ist ein internationales Unternehmen, das bereits Mitarbeiter aus mehr als 13 Ländern beschäftigt. Die meisten Entwickler-Partner sind außerhalb Europas angesiedelt.

Bild Kovalee Team

Quelle ELEMENT C GmbH

320 politisch motivierte Straftaten gegen Medien

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Fernsehteam, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im vergangenen Jahr sind 320 politisch motivierte Straftaten mit dem Angriffsziel „Medien“ registriert worden. Das teilte die Bundesregierung in einer Antwort auf eine „Kleine Anfrage“ der Linksfraktion mit.

Unter den Straftaten seien 46 Gewaltdelikte gewesen und darunter wiederum 14 Körperverletzungen. Die genannten Fallzahlen hätten vorläufigen Charakter „und sind durch Nach-/Änderungsmeldungen noch Veränderungen unterworfen“, wie es in der Antwort der Bundesregierung weiter heißt. „Reporter ohne Grenzen“ hatte bereits andere Zahlen genannt: Demnach kam im Jahr 2022 die Zahl gewaltsamer Angriffe mit 80 verifizierten Fällen auf einen Höchststand seit Beginn der Dokumentation im Jahr 2013. Die Mehrheit der Angriff ereignete sich demnach im Kontext von „Querdenker“-Protesten, an denen regulär rechte Gruppierungen und gewaltbereite Neonazis teilnahmen.


Foto: Fernsehteam, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Starkes Wachstum: Tigermedia auf dem Sprung


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Das Hamburger Startup setzt seine expansive Strategie zur Marktdurchdringung fort. Die Markenwelt der Hörboxen wird um hochwertige Kids-Kopfhörer erweitert, die Streaming-App tigertones wird ausgebaut und Inhalte für Kids ab zwölf, sowie jede Menge Musik sind neu im Streaming-Portfolio. „97% unseres Marktes sind noch nicht erschlossen. Wir nehmen uns diesem Potential an. Eltern wollen, dass sicheres Streaming auch in die Kinderzimmer Einzug hält“ so Gründer Till Weitendorf.

Entgegen dem allgemeinen Trend im Segment der Spielwaren verzeichnet Tigermedia mit der tigerbox und seinem für Kinder abgestimmtes, kuratiertes Streaming-Angebot tigertones, kontinuierliches Wachstum. Seit 2019 konnte das Hamburger Startup seinen Umsatz mehr als versiebenfachen, 2021 stieg Sony mit ein.

Über 200.000 verkaufte Hörboxen, ein über 15.000 Titel umfassender Audio-Katalog und hundertausende aktive Subscriber treffen auf eine intensive Nutzung, die in den Pandemie-Jahren noch einmal um 60% nach oben kletterte – auf eine Spieldauer von durchschnittlich bis zu drei Stunden pro Tag je aktiver tigerbox.

Jetzt Schritt soll die Markenwelt weiter ausgebaut werden. Ostern 2023 werden die Kinderkopfhörer tigerbuddies gelauncht. Bereits zum Jahresstart 2023 wurde der hauseigene Kinderstreaming-Service attraktiver gestaltet: So können Eltern ihren Kindern individuelle Profile zuweisen oder Nutzungszeiten limitieren. Größter Wachstumstreiber im Streamingangebot sind die Bereiche Kindermusik und Pop. Im Februar 2023 konnte der Contentkatalog (u.a. Rolf Zuckowski, Dikka, Deine Freunde, etc.) von Universal Music gewonnen werden.

2023 bleiben die ökonomischen Rahmenbedingungen herausfordernd – die gesamte Spielwarenbranche ist betroffen. Tigermedia aus Hamburg hingegen hat gerade erst zum Sprung angesetzt: Seit 2019 legt die erste Plattform für Kinder-Audio-Streaming im deutschsprachigen Raum kontinuierlich zu. 2023 soll das Startup seine disruptive Kraft nun voll entfalten.

„Wir haben Tigermedia in den vergangenen Jahren zu einer starken Marke ausgebaut. Unzählige Siege bei Vergleichstests belegen, dass nicht nur wir der Meinung sind, dass wir das attraktivste System für Kinder im Markt bieten. Wir lehnen uns jetzt aber nicht zurück, sondern vielmehr wollen wir weiter intensiv wachsen – der Markt öffnet sich gerade erst“, erklärt Martin Kurzhals, Geschäftsführer von Tigermedia.

Für die kommenden Jahre sind Weitendorf und Kurzhals optimistisch: „Eltern wollen nicht mehr jedes Hörbuch einzeln kaufen, egal ob als CD, Figur oder Kassette. Warum auch? Alle Welt will streamen, anstatt kaufen.” Eltern hätten verstanden, dass durch das Audiothek-Modell nicht nur gespart werden kann, sondern dass die Kinder durch tigertones ein noch nie dagewesenes, sorgenfreies Medienerlebnis erhalten.

„Mit uns kommen Eltern und Kinder sicher ins digitale Zeitalter. Wir bieten die größte Auswahl und das zu einem sehr fairen Preis!“, so Weitendorf. Ein durchschnittlicher User nutzt im Universum von Tigermedia im Jahr mehr als 200 verschiedene Einzeltitel. Würden diese jeweils separat angeschafft, ginge das kräftig ins Geld. „Die Mediennutzung hat sich bei Erwachsenen längst verändert, jetzt zieht auch das Kindersegment nach“, so Weitendorf.

Dazu böte der Markt noch riesige Potentiale. „Wir erwarten für das Paid Audio Segment in Deutschland ein Wachstum von 14,7% und bei den Streaming Usern 6,2% bis 2027“, so Weitendorf. Gleichzeitig habe die Durchdringung des Markts gerade erst begonnen. „97% der relevanten Zielgruppe in Deutschland, die Kinder zwischen vier und zwölf Jahren abdeckt, besitzen noch keine Streamingbox für Kinder“, so Weitendorf. Bedarf und Bewusstsein dieser Gruppe wüchsen stetig. „Stream ist heute Standard, das war vor zwei Jahren noch nicht so“, sagt Weitendorf.

Ein Grund, warum 2021 auch Sony in das Startup der beiden Hamburger investierte. Mit dem Label EUROPA ist das US-Unternehmen Markführer für Kinderhörspiele im deutschsprachigen Raum und steuerte mehre tausend Titel zur tigertones Mediathek bei. „Durch starke Medien-Partnerschaften bieten wir das umfangreichste Contentangebot im Bereich der Kinder-Hörboxen“, so Weitendorf.

Nicht zuletzt im Covid-Alltag wurde die tigerbox für Eltern und Kinder oft zum Rettungsanker. „Die Pandemie hat den Streamingmarkt 2020 insgesamt befeuert“, sagt Kurzhals. Die Hördauer bei tigertones sei in dieser Zeit überproportional gewachsen – um rund 60% – und halte seither das Niveau von bis zu drei Stunden je aktiver Box. „Wir haben ein einzigartiges Produkt, das unsere Kinder offensichtlich sehr gern nutzen und bei dem sich Eltern sicher sein können, dass sie nicht unbeaufsichtigt im Internet surfen“, so Kurzhals.

Ostern ist mit den tigerbuddies der Launch der ersten kindgerechten Kopfhörer von Tigermedia geplant. Sie sind auf die Wiedergabe von Hörspielen und Musik abgestimmt und schützen kleine Ohren durch ein Limit bei der empfohlenen, maximalen Lautstärke von 85 Dezibel. „Die hochwertigen Kopfhörer sind eine ideale Ergänzung für das Tigermedia Universum.

Viele Gespräche mit unseren Eltern haben gezeigt, dass es einen Bedarf nach qualitativen Kopfhörern gibt, die offen an alle Systeme durch Bluetooth oder Line-In-Kabel angebunden werden können. Egal ob Handy, Tablet, Hörbox, Alexa oder der Schul-PC; die neuen tigerbuddies überzeugen durch perfekten Sitz, klaren Klang und jeder Menge ausgeklügelter Features.“ so Weitendorf.

Im nächsten Schritt wollen die Hamburger die App tigertones als unabhängige Plattform ausbauen. Der Streaming-Service wird bislang vor allem über die tigerbox TOUCH genutzt. Da Kinder aber immer früher über ein Handy verfügen, oder ein ausrangiertes Endgerät der Eltern ins Kinderzimmer wandert, sehen die Hamburger in Zukunft eine wachsende Bedeutung der Audiothek tigertones ohne Device.

„Wir wollen Eltern bei der ersten Auswahl eines Kinder-Smartphones unterstützen, indem wir die tigertones App für die sichere Nutzung von älteren Kindern attraktiver machen“, so Weitendorf.

Tigermedia legte den Schwerpunkt von Beginn an auf das Streaming von Inhalten und blieb seiner Linie treu – trotz vieler Marktteilnehmer, die bewusst auf Einzeltransaktionen setzen. „Bei uns heißt es Streaming first, weil wir auf jedes Kind individuell eingehen wollen“, erklärt Kurzhals.

Großes Potential sieht er noch in der Zielgruppe der Teens. Pop-Charts und beruhigende Hörspiele seien beliebt und machen das Hörsystem langfristig attraktiv, bis hin zum Alter von 16 Jahren. „Kein System ist so breit und relevant in den Teilaltersgruppen aufgestellt wie unseres. Wir sind da um zu bleiben!” sagt Kurzhals. „Wir sind ein Dauer-Interior und aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken.”

Quelle FROHE BOTSCHAFT Public Relations GmbH

Überlebender schildert Hamburger Amoklauf

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Polizei, über dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Während der Amokschütze Philipp F. am letzten Donnerstagabend in Hamburg-Alsterdorf auf Mitglieder der Zeugen-Jehova-Gemeinde geschossen hat, sprachen diese Gebete. Das sagte ein Überlebender des Amoklaufs der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Als die ersten Schüsse fielen, hätte jemand gerufen: „Weg von den Fenstern, weg von den Fenstern.“ Der 29-Jährige, der anonym bleiben will, berichtet ebenso, dass er sich zusammen mit seiner Frau und einigen anderen Mitgliedern im Heizungsraum versteckte, kurz nachdem Philipp F. sich im Gebäude der Zeugen Jehovas durch ein Fenster Zutritt verschafft hatte. Philipp F. hatte am Donnerstag vergangener Woche mutmaßlich sieben Menschen ermordet, vier Männer, zwei Frauen, und auch ein ungeborenes Mädchen im Bauch einer Schwangeren wird zu den Toten gezählt. Acht weitere Menschen wurden an jenem Abend, an dem der 35-Jährige mit einer halbautomatischen Pistole des Typs P30 von Heckler & Koch 135 Schuss auf die Gemeindemitglieder abfeuerte, schwer verletzt, darunter drei Männer und fünf Frauen.

Auch Philipp F. ist tot, er erschoss sich nach Eintreffen der Polizei selbst. Philipp F. wurde im September 1987 geboren und wuchs in Kempten im Allgäu auf. Seine Familie, einst erzkatholisch, schloss sich offenbar in den Siebzigerjahren den Zeugen Jehovas an und lebte zurückgezogen. „Philipp war ein sensibler, ruhiger, freundlicher Charakter“, sagte ein Verwandter, der ebenso anonym bleiben will, der „Zeit“.

Er habe Zusammenkünfte der Zeugen Jehovas im Nachbarort besucht, sich aber im Jugendalter nicht, wie üblich, taufen lassen. 2014 zog Phillip F. nach Hamburg und arbeitete in Beratungsfirmen und in der Energiebranche und hatte eine feste Freundin. Laut „Zeit“-Bericht ging die Beziehung im Jahr 2019 in die Brüche, kurz darauf soll Philipp F. seine Arbeitsstelle verloren haben. Von da an begann für den späteren mutmaßlichen Amokläufer eine tiefe Lebenskrise, wie es der Verwandte der „Zeit“ schilderte.

In diesem Zeitraum nahm Philipp F. nach neuen Erkenntnissen Kontakt zur Hamburger Gemeinde der Zeugen Jehovas auf, offenbar suchte er Halt. Im Sommer 2020 wurde er dort getauft. Der Verwandte berichtete der „Zeit“ ebenso, Philipp F. sei enttäuscht von der Realität in der Hamburger Gemeinde gewesen. Bei einem Wiedersehen im Sommer 2022 habe er den früher ruhigen und sensiblen Philipp F. nicht wiedererkannt.

„Er wirkte paranoid, war voller Zorn“, sagte er. Auch mehrere Mitglieder der Zeugen Jehovas hätten damals offenbar das psychische Abgleiten von Philipp F. verfolgt, heißt es aus Polizeikreisen.


Foto: Polizei, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Miss Germany Studios und Woodblock starten Lij

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Miss Germany 2023 Kira Geiss neben virtuellen Influencerin LIJ

Beim diesjährigen Miss Germany Finale haben Miss Germany Studios und Woodblock die virtuelle Influencerin Lij ins Leben gerufen.

Als digitale Schwester der bekannten Twitch-Moderatorin Jil Andert steht Lij für Vielfalt und Inklusion im digitalen Raum. Das Live-Streaming von Lijs Vorstellung auf Twitch wurde von rund einer halben Million Zuschauer:innen verfolgt.

Die Mission von Lij ist es, jungen Frauen eine glaubwürdige digitale Vorbildfigur zu bieten und das Bedürfnis nach weiblicher Repräsentation in der virtuellen Welt zu unterstreichen.

In Zusammenarbeit mit der Twitch-Community wurde Lij in 15 Livestreams mit insgesamt über 2 Millionen Views entwickelt. Zukünftig wird Lij regelmässige Live-Streams auf Twitch veranstalten und insbesondere weibliche Persönlichkeiten zu ihren Shows einladen, um über Gaming und virtuelle Welten zu sprechen. Eine spezielle Metaverse-Plattform wird Lij als ihr virtuelles Zuhause nutzen, um mit der Community zu interagieren. Xbox ist der erste Partner, der die Entwicklung des Projekts unterstützt und zusammen mit allen Beteiligten das Ziel verfolgt, die Vielfalt und Inklusion in digitalen Räumen zu fördern.

Helen Hyung Choi, Creative Lead von Woodblock sagt: „Unser Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem eine vielfältige Community zusammenkommt und gemeinsam Spaß hat. Die Erfahrung, den Kreativprozess von Lij mit einem breiten Publikum zu teilen, war eine abenteuerliche Reise und hat bereits dazu beigetragen, Vorurteile gegenüber dem Metaverse und virtuellen Welten abzubauen.“

Jil Andert, Head of Communication & Media bei Miss Germany Studios und Lijs leiblicher Zwilling, fügt hinzu: „Dies ist ein entscheidender Moment auf unserem Weg zu mehr Inklusion in unserer Community. Mit dem Start von Lij bringen wir das Metaverse in den Mainstream. Unser Ziel ist es, nicht nur beeindruckende Projekte zu schaffen, sondern auch ein vielfältiges Publikum in der Zukunft zu repräsentieren.“

Bild Miss Germany 2023 Kira Geiss neben virtuellen Influencerin LIJ Credit: Robin Böttcher / Woodblock

Quelle: Miss Germany Studios GmbH & Co. KG

Wo bleibt Deutschland im KI-Wettrüsten?

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ChatGPT

ChatGPT verweist Deutschlands Digitalwirtschaft auf seinen Platz

Deutschland hinkt hinterher. Nicht nur, dass US-amerikanische und chinesische Unternehmen bei Suchmaschinen, Social Media und Cloud-Servern die Nase vorn haben – jetzt kommt auch noch die künstliche Intelligenz (KI) dazu. Als das von Microsoft unterstützte Unternehmen OpenAI das Sprach-KI-Tool ChatGPT auf den Markt warf, war der Aufschrei groß. Experten der Digitalwirtschaft wagen sich sogar an eine Schätzung des Rückstands: So um eineinhalb Jahre, sagen sie. Eine Ewigkeit im IT-Geschäft.

Was macht ChatGPT so bedeutend für die Wirtschaft?

Der Chatbot kann auf viele verschiedene Anfragen erstaunlich korrekt antworten und besteht sogar juristische Examen. Das allein ist schon beeindruckend, aber eben noch nicht alles. Der Chatbot ist der Prototyp für Sprach-KI-Modelle, die in Zukunft auch Aufgaben im Büro- und Geschäftsleben übernehmen werden, an die seine Entwickler bisher noch gar nicht gedacht haben. Also gilt für deutsche Firmen: Wieder gibt es eine Basistechnologie, die sie von US-amerikanischen Unternehmen einkaufen müssen.

Oder doch nicht? Auch in Deutschland gibt es zumindest ein KI-Sprach-Modell, das es mit den Konkurrenten aus dem US-amerikanischen Raum aufnehmen könnte: Luminous, ein Modell des Start-ups Aleph Alpha. Es ist sogar eleganter, weil ressourceneffizienter: Für vergleichbare Ergebnisse braucht es wesentlich weniger Rechenleistung. Trotzdem gilt: KI-Innovationen haben es schwer hierzulande.

KI benötigt eine höchstleistungsfähige Rechner-Infrastruktur

Künstliche Intelligenz ist energietechnisch nicht billig. KI-Modelle auf dem Niveau von ChatGPT haben entweder eine Supercomputing-Infrastruktur hinter sich, die mithilfe milliardenschwerer Investitionen aufgebaut wurde, oder ihre Datenverarbeitung ist so ausgeklügelt, dass sie mit weniger Rechenleistung auskommt. Giganten wie Microsoft oder Google können für die nötigen Rechenzentren sorgen, um „Brute-Force“ in der Datenverarbeitung einzusetzen. Deutsche Firmen müssen bisher mit wesentlich weniger Leistung auskommen.

Zu viele Bedenken erschweren KI-Innovationen

Künstliche Intelligenz muss auf vielen Datensätzen trainiert werden. Die hohen Datenschutz-Regulierungen in der Europäischen Union und in Deutschland gelten daher oft als Nachteil im Innovationswettbewerb. Genauer betrachtet liegt das Problem jedoch eher in einem „Zuviel“. Denn im deutschen und europäischen Raum herrscht die Tendenz vor, Bedenken, die längst in bestehende Richtlinien und Gesetze eingeflossen sind, neuerlich in Regeln zu gießen. Anstatt auf dem Potenzial liegt das Augenmerk also immer eher auf den Risiken neuer Technologien. Das hemmt Innovationen, die es im fraglos strenger regulierten europäischen Raum sowieso schon schwerer haben, noch zusätzlich.

Fazit: Deutschland ist nicht innovationsfreudig genug

Was Innovationen brauchen, ist Offenheit und die Bereitschaft, das Potenzial von Technologien unvoreingenommen einzuschätzen und zu fördern – ohne natürlich die Augen vor möglichen Gefahren zu verschließen. Wer Höchstleistungen erwartet, muss die Ressourcen dafür zur Verfügung stellen. Dafür ist Deutschlands Innovationswillen im Moment noch nicht ausgeprägt genug.

Autor:

Christoph Hohenberger ist Managing Director & Co-Founder von Retorio, einem KI-Start-up aus München. Retorio bietet eine videobasierte Behavioral-Intelligence-Plattform, die künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen mit Erkenntnissen aus der modernen Verhaltens- und differenziellen Psychologie verbindet. Begonnen als Forschungsprojekt an der Technischen Universität München hilft die Technologie Unternehmen dabei, Erfolgsmuster zu erkennen, passende Talente einzustellen und weiterzuentwickeln.

Quelle: Akima Media