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TECHART enthüllt GTstreet R Flyweight und neue Performance-Marke

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GTstreet R Flyweight

Weltpremiere: TECHART enthüllt den GTstreet R Flyweight und führt eigene Marke für performance-orientierte Individualisierung ein

Ultimativ. Kompromisslos. Auf 19 Einheiten limitiert. Der neue Leichtbau-Supersportler TECHART GTstreet R Flyweight auf Basis des Porsche 911 Turbo S mit Rennsporttechnik für Track-Day-Enthusiasten. TECHART präsentiert das spektakuläre und individuell gefertigte TECHART GTstreet R Flyweight Programm ab 21. März auf der Bangkok International Motor Show. Dies markiert gleichzeitig den Start der neuen Performance Sparte TECHART Flyweight mit umfassenden Upgrades für rundstreckenbegeisterte Porsche Besitzer.

Seit 1987 steht TECHART Kunden weltweit eine große Auswahl an Individualisierungsmöglichkeiten ihrer Porsche Fahrzeuge zur Verfügung. In Anlehnung an das Gründungsjahr war bereits das mittlerweile ausverkaufte GTstreet R Programm auf 87 Exemplare limitiert. Mit dem auf 19 Einheiten begrenzten Modell TECHART GTstreet R Flyweight auf Basis des Porsche 911 Turbo S vervollständig die internationale Premiummarke die Ziffern ihres Gründungsjahres.

Abgeleitet von professionellen Sport-Wettkämpfen bezeichnet Flyweight Athleten der leichtesten und technisch-versiertesten Gewichtsklassen, die sich insbesondere durch ihre Präzision, Schnelligkeit und Agilität sowie Ausdauer im Ring auszeichnen. Dieselben Werte sind maßgeblich für die Entwicklung aller TECHART Flyweight Programme und Produkte.

„Unser Ziel mit dem GTstreet R Flyweight war es, eine echte Rundstreckenmaschine zu schaffen, “ sagt Tobias Beyer, Geschäftsführer der TECHART Automobildesign GmbH. „Durch konsequente Gewichtsreduzierung, fortschrittlicher Rennsporttechnik und der TECHART Leistungssteigerung in Verbindung mit einem durchgängig im Flyweight Konzept veredelten Clubsport-Interieur haben wir ein einzigartiges Gesamtpaket geschaffen. Wir können es kaum erwarten, dass unsere Kunden es selbst erleben – sowohl auf den anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt als auch auf der Straße.“

Rennsport als Inspiration. Ausgefeilte Aerodynamik.

Besonders auffällig sind die neuen technischen Lösungen des TECHART GTstreet R Flyweight in den Bereichen Aerodynamik, Leichtbau und Fahrwerk. Die TECHART Ingenieure hatten bei der Entwicklung den klaren Fokus, die Performance des individualisierten Supersportwagens für Rennstreckeneinsätze zu optimieren, ohne dabei die Alltagstauglichkeit außer Acht zu lassen.

Zu den aerodynamischen Highlights des limitierten TECHART GTstreet R Flyweight auf Basis des Porsche 911 Turbo S zählen unter anderem der ausgeprägte, feststehende Kohlefaser Frontsplitter, der die anströmende Luft teilt und zusätzlichen Anpressdruck generiert. Seitliche Luftleitfinnen mit integrierten Canards und ein ausgeformter Kohlefaser Unterboden schließen den Frontsplitter ab. Unter anderem mit Hilfe digitaler Strömungssimulationen konnte der Abtriebswert signifikant erhöht und die Aero-Balance optimiert werden. Zum Schutz des Frontsplitters bei Einsätzen auf der Rennstrecke verfügt das Bauteil über integrierte Schleifplatten.

Der neue TECHART Kohlefaser Kotflügel mit Radhausverbreiterungen wurde mit noch effizienteren und markanteren Luftauslässen ausgestattet. Ein wesentliches Aero-Element: der ikonische Carbon GTstreet R Flyweight Heckflügel bestehend aus einem neu entwickelten und gewichtsoptimierten Kohlefaser Grundkörper mit feststehendem Flügel, seitlichen Ladelufteinlässen, neu geformten Flügelendplatten und einem manuell verstellbaren Flügelprofil. Der Anstellwinkel des oberen Flügelprofils ist in drei Stufen einstellbar und ermöglicht so die Optimierung der Aero-Balance je nach Streckenlayout.

Gewichtsoptimierung als Maxime. Die serienmäßigen Schlösser der TECHART Kohlefaser Fronthaube sowie der Carbon Heckklappenblende wurden für den GTstreet R Flyweight durch Schnellverschlüsse ersetzt. Die speziell von TECHART entwickelte Leichtbau-Heckscheibe aus Polycarbonat ist erkennbar am charakteristischen Flyweight Markenzeichen und ersetzt die Scheibe des Basisfahrzeugs.

Luxuriös. Puristisch. Das TECHART Flyweight Clubsport-Interieur.

Die Vielzahl funktionaler Leichtbau-Komponenten prägen das Flyweight Konzept sowohl im Exterieur als auch im Innenraum. Die charakteristische TECHART Flyweight DNA setzt sich vom rennsportlichen Dekor auf dem Exterieur mit einem aufwändig individualisierten Innenraum in Handarbeit fort. Zu den exklusiven Veredelungen zählen auffällige Nähte in Kontrastfarbe und dem hexagonalen Muster der Flyweight DNA sowie das Flyweight Symbol abwechselnd als Prägung und akribisch gefertigte Bestickung im passenden Farbton auf Türverkleidung, Sitzen, Armaturenbrett und Mittelarmlehne.

Blickfang im Interieur: für ein intensives und kontrolliertes Fahrerlebnis mit optimalem Halt selbst im Grenzbereich setzt TECHART auf RECARO Automotive, dem Sitz-Spezialisten für motorsport-affine Piloten schlechthin. Jeder GTstreet R Flyweight wird mit einem von TECHART individualisierten RECARO Podium CF Performance-Sitz als Teil des Clubsport-Interieurs ausgestattet sein. Mit einem Gewicht von nur 4,9 Kilogramm pro Sitzschale ist er nicht nur federleicht, sondern wird in der TECHART Manufaktur zum handgefertigten Einzelstück mit von Hand lackierten Elementen und Flyweight spezifische Bestickungen und Prägungen.

Neuartig sind außerdem die gemeinsam mit OECHSLER, einem der Innovationsführer im Bereich additiver Fertigung, entwickelten Sitz-Pads. Die im 3D-Druckverfahren gefertigten Sitzpolster an ausgewählten Flächen zwischen Fahrer und Sitzschale erlauben ein neues Level der Individualisierung – passgenau abgestimmt auf performance-orientierte Fahrer und ihren persönlichen GTstreet R Flyweight.

Ein weiterer Vorteil: die 3D-gefertigten Sitz-Pads sorgen für eine noch bessere passive Belüftung und Dämpfungseigenschaften, gleichzeitig aber auch zu einer zusätzlichen Gewichtsersparnis.

Das TECHART Flyweight Clubsportpaket bestehend aus TECHART Überrollbügel, TECHART 6-Punkt-Gurte mit FIA-Homologation und Handfeuerlöscher gewährleistet maximale Sicherheit. Der Entfall der Rücksitze, eine optimierte Hutablage mit Carbon-Einsatz sowie Leichtbau-Teppich für eine reduzierte Geräuschdämmung tragen im Interieur zur weiteren Gewichtsoptimierung und Intensivierung des Fahrerlebnisses bei. Der GTstreet R Flyweight ist für den Einsatz von Head-and-Neck-Support-Systemen ausgelegt. Das TECHART Interieur des TECHART GTstreet R Flyweight wird abgerundet durch ein individuell veredeltes Lenkrad mit 12-Uhr-Mittelmarkeriung und lackierten Zierteilen.

Der TECHART GTstreet R Flyweight steigt mit einer Gewichtsersparnis von rund 60 Kilogramm gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Serienmodell in den Ring. Trotz der zusätzlichen Sicherheits-Features und ohne auf Komfort im Alltag zu verzichten. Jeder Kunde hat die Wahl zwischen Sichtcarbonteilen in mattem oder hochglänzenden Finish, Komplettlackierungen in matt, glänzend, Sonder- oder Effektfarben und kann gemeinsam mit der TECHART Design Team ein persönliches Fahrzeugdekor gestalten. Der Personalisierung des Interieurs sind dank der Handwerkskunst der TECHART Manufaktur keine Grenzen gesetzt.

Souverän im Ring: maximale Power und Agilität.

Für einen entfesselten Auftritt spendiert TECHART dem GTstreet R Flyweight Programm eine besondere Kraftkur in Form des TECHART Powerkit TA092/T2.1. Das Upgrade-Paket besteht aus optimierten TECHART Turboladern, Sportluftfiltern, verstärkten Schubumluftventilen in Verbindung mit einer speziell abgestimmten Software für Motor- und Getriebesteuerung.

Mit spektakulären 588 kW (800 PS) und 950 Nm Gesamtleistung beschleunigt der drehfreudige Ring-Held mit einem deutlich verbesserten Ansprechverhalten gegenüber dem Serienfahrzeug. Der Sprint auf 100 km/h erfolgt blitzartig in nur 2,5 Sekunden sowie auf 200 km/h in beachtlichen 
7,5 Sekunden und endet erst bei einer Spitzengeschwindigkeit von mehr als 350 km/h.

Perfekte Traktion und punktgenaues Handling bis in den Grenzbereich mit Technologiepartner Öhlins. Das Gewindefahrwerk mit spezifischer TECHART Flyweight Abstimmung ist in Höhe sowie Zug- und Druckstufe einstellbar und ermöglicht ein straffes und rennstreckentaugliches Setup.

Eine optimierte Querlenkerlagerung an der Vorderachse sorgt für eine präzisere und direktere Radführung. Dadurch wird das volle Potential der gripgewaltigen Michelin Pilot Sport Cup 2 R Reifen ausgeschöpft.

Gewichtsdisziplin auch bei den Rädern: die eigens neu entwickelten Formula VI Race Flyweight Schmiederäder weisen noch schlankere Speichen und eine zusätzliche Gewichtsersparnis im Nabenbereich auf. Die Dimension der neuen Felgen: 9.5 x 20 Zoll ET 25 an der Vorder- und 12 x 21 Zoll ET 68 an der Hinterachse. Das Gewicht pro Felge liegt bei 9,8 Kilogramm vorne und 11,2 Kilogramm hinten. Dies bedeutet eine Reduktion der ungefederten Masse um 2,6 Kilogramm an der Vorderachse und 2,2 Kilogramm an der Hinterachse im Vergleich zur Formula VI Race.

Emotional faszinierender und stimmgewaltiger Soundtrack zum perfekten Handling: die handgeschweißte GTstreet R Sportabgasanlage mit elektrisch verstellbaren Abgasklappen. Im Vergleich zur Serie werden hier weitere 2,8 Kilogramm eingespart.

Das TECHART GTstreet R Flyweight Paket ist auf 19 Einheiten limitiert und ab sofort bestellbar. Mehr Informationen zum TECHART GTstreet R Flyweight Programm auf www.techart.de/flyweight.

Quelle Text und Bilder: TECHART Automobildesign GmbH

Kritik an Wirtschaftsministerium wegen Einschätzung zu Huawei

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Smartphone von Huawei, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums zu Huawei und ZTE, stößt auf Kritik. „Vom Wirtschaftsministerium hätte ich eine Betrachtung mit Blick auf Reduktion der Abhängigkeiten, Stärkung europäischer Wettbewerber und mögliche Vergeltung durch China gegen die deutsche Wirtschaft erhofft“, sagte Der SPD-Digitalpolitiker Jens Zimmermann dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe).

Das Ministerium erwartet erhebliche Auswirkungen auf das Mobilfunknetz in Deutschland, wenn in größerem Umfang Komponenten der chinesischen Firmen ausgewechselt werden müssten. Kritik kam auch vom Vize-Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz. „Auch angesichts der sicherheitspolitischen Implikationen warne ich davor, das Thema allein aus einer wirtschaftspolitischen Perspektive zu betrachten“, sagte er dem „Handelsblatt“. Der mit dem IT-Sicherheitsgesetz 2.0 „extra geschaffene Instrumentenkoffer“ müsse nun auch „tatsächlich angewendet und Abhängigkeiten von autoritären Staaten entschlossen reduziert werden“.

Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter wertete den Bericht des Wirtschaftsministeriums als Beleg dafür, „wie abhängig wir im Bereich der Telekommunikation und des 5G-Netzes von chinesischen Komponenten sind und wie gravierend die damalige Entscheidung der Vorgängerregierung war, Huawei nicht auszuschließen“. Seinerzeit sei alle berechtigte und klare Kritik bewusst verdrängt worden, welche strategische Dimension diese Fehlentscheidung hätte. „Mit diesen Komponenten ist somit China direkt in unseren Netzen“, so Kiesewetter.


Foto: Smartphone von Huawei, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundestagsverwaltung verweigert "Letzter Generation" Gebäudezutritt

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Klimaprotest, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Mitglieder der Protestgruppe „Letzte Generation“ (LG) dürfen de facto nicht mehr in den Bundestag. Seit Herbst 2022 waren LG-Vertreter mehr als zehnmal von Abgeordneten eingeladen worden, jedesmal mussten die Treffen jedoch außerhalb des Parlaments stattfinden, weil ihnen der Zutritt verweigert worden war, berichtet der „Spiegel“.

Grund seien Zweifel an der „Zuverlässigkeit der Aktivisten“ gewesen, erklärte ein Sprecher der Bundestagsverwaltung. Weil die Eingeladenen offenbar bereits wegen Blockade- oder Sabotage-Aktionen aufgefallen waren, gab es Sicherheitsbedenken. Nach dem Bekanntwerden von Umsturzplänen einer „Reichsbürger“-Gruppe sowie Zwischenfällen mit „Querdenkern“ und Rechtsextremisten, die als Gäste in den Bundestag gelangt waren, hatte die Parlamentsverwaltung zuletzt die Zutrittsregeln verschärft. Bei den LG-Aktivisten, aber auch bei Abgeordneten sorgen die Zugangsbeschränkungen für Unverständnis.

„Dialog ausgerechnet im Bundestag pauschal zu unterbinden, halte ich für problematisch“, sagte der grüne Abgeordnete Johannes Wagner, der LG-Mitglieder eingeladen hatte. Das Parlament solle „ein Ort sein für einen offenen Austausch“. Die „Letzte Generation“ hatte zuvor versprochen, „niemals Störaktionen zu planen oder durchzuführen, wenn wir als Gäste im Bundestag eingeladen sind“.


Foto: Klimaprotest, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dr. Johanna Dahm: Wie Top-Verdiener mit Angst umgehen

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johanna dahm offermann

Die Iden des März brachten mit den Insolvenzen der Silicon Valley Bank, der P&C, der Galeria Kaufhof und anderen teils börsennotierten Unternehmen nichts Gutes. Inzwischen hat die Wirtschaftskrise erhebliche Auswirkungen auch auf Privathaushalte und sogar die finanzielle Situation der Top-Verdiener.

Die aktuelle repräsentative Studie der R+V-Versicherung bestätigt, dass die „German Angst“ in 2 von 3 Privathaushalten zurückgekehrt ist: Demnach fürchten zwei Drittel (67 Prozent) der Menschen, dass das Leben in Deutschland insbesondere hinsichtlich Energiekosten immer teurer wird. Auf Platz 2 (58 Prozent) steht die Angst vor unbezahlbarem Wohnraum und auf Platz 3 (57 Prozent) die Sorge vor einer großen Wirtschaftskrise. Doch betrifft das auch die Top-Verdiener?

Nur rund 2,6 Prozent der gesamten arbeitenden Bevölkerung wird als Topverdiener eingestuft

Nur rund 2,6 Prozent der gesamten arbeitenden Bevölkerung wird als Topverdiener eingestuft, was sich ab einem Nettoeinkommen von 7500 Euro pro Monat definiert. „Diese Menschen sind es gewohnt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, das geht in aller Regel weit über den Familienkreis hinaus und betrifft den Kreis der Mitarbeitenden, Kunden- und Lieferantengruppen und Stakeholder“, weiss Dr. Johanna Dahm.

„Verantwortung geht in der Regel damit einher, dass diese Menschen auch Entscheidungen treffen, die weitreichend sind, und zwar was die Gegenwart aber auch die Zukunft betrifft. Dieser Tage übersteigen Entscheidungen aber den gewohnten Umfang, weil mit Ukraine-Krieg, Umwelt-Auflagen, Transparenz-Gesetz und so weiter viel Neues und damit Komplexes auf dem Schreibtisch liegt. Das sprengt den normalen Aufgabenbereich“. Dahm arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit Topmanager:innen und Geschäftsführer:innen im In- und Ausland und steht ihnen insbesondere in weitreichenden, kritischen Entscheidungssituationen zur Seite.

Die Unternehmerin und Beraterin hat seit jeher mit Menschen aller Altersklassen zu tun, darum betont sie, dass ein hoher Verdienst nicht unbedingt ein grosses Vermögen bedeuten muss und Ängste deutlich unterschiedlich gelagert sein können, insbesondere was die Zukunft betrifft. Gerade jüngere Menschen werden darum von gleichen Sorgen und Ängsten heimgesucht wie diejenigen mit weniger Einkommen:

Steigende Preise: In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit können die Preise für bestimmte Güter und Dienstleistungen steigen, was die Ausgaben der Privathaushalte erhöht. Das betrifft insbesondere die Energiepreise, denn unabhängig von der Versorgung des Hauses oder der Wohnung werden alle Rohstoffpreise auch in Zukunft teurer

Verschuldung: Bereits aufgenommene Kredite können In schwierigen wirtschaftlichen Zeiten weniger schnell abbezahlt werden, zusätzliche Kredite und höhere Zinsen führen zu höherer Verschuldung. Insbesondere wer einen hohen Lebensstandard weiterfinanzierten will, ist hiervon schnell betroffen Verlust von Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien oder Renten bedeutet einen erheblichen Verlust für Privathaushalte.

Johanna Dahm konstatiert, dass auch Topverdiener:innen der Umgang mit Nichtwissen in der aktuellen Krise schwerfällt. Jede:r reagiere unterschiedlich auf Druck, darum sind alle auch privat in puncto Vision und Absicherung, Haushaltsführung und Finanzentscheidungen neu gefordert: „Möglicherweise stehen unangenehme Entscheidungen wie z.B. der Verkauf von tradierten Vermögenswerten, einer geerbten Immobilie oder einem Oldtimer.

Oder man muss Ausgaben durch Einsparungen abbauen, was für manche Familien eine gänzlich neue Situation darstellt. Hier wird dann schnell deutlich, wer die Unternehmensführung auf die Selbstführung übertragen kann und flexibel ist, das heisst: sich an die Aktualität anpassen und sich auf die Zukunft vorbereiten kann und finanzielle Sicherheiten nicht mehr nur als gegeben ansieht sondern für sich für mögliche zukünftige Unsicherheiten vorsorgt“, so Dahm.

Sie selbst finanziert sich seit ihrem 19. Lebensjahr komplett selbst und legt wert auf finanzielle Unabhängigkeit. Mit ihren Finanzberatern trifft sie sich regelmässig für die eigene Vorsorge, nimmt aber auch im Kundenkreis an solchen Beratungsterminen teil. Des Weiteren unterstützt sie Gründer:innen mit Private Equity.

3 Top-Investment-Beobachtungen

Optimalerweise haben vorsorgende Menschen mehrere Vermögenswerte, die sie vor den Auswirkungen einer Wirtschaftskrise schützen können, d.h. neben traditionellen Anlagen wie Aktien und Anleihen auch Kunst, Immobilien oder Rohstoffe, die tendenziell widerstandsfähiger gegenüber wirtschaftlichen Schwankungen.
Um das Risiko zu diversifizieren, wird oft in verschiedene Branchen und Regionen finanziert. Ein gewisser Anteil liquide Mittel wird gehalten, um in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit schnell handeln zu können.

Mit Klaus Offermann, früherem Filialleiter der Deutschen Bank und heute tätig als Executive Coach, tauscht sich Dahm regelmässig über Ängste der Top-Führungskräfte aus. „Die größte Angst der sehr reichen Menschen in einer Wirtschaftskrise ist oft, einen großen Teil ihres Vermögens zu verlieren oder insolvent zu werden. Sie befürchten auch, dass die wirtschaftlichen Turbulenzen ihre Geschäfte und Investitionen beeinträchtigen könnten“, so Offermann. In der Zusammenarbeit mit ihm besprechen sich die Kund:innen ganz offen auch über private Gegebenheiten, die Finanzen sind da ein wesentlicher Baustein.

„Dazu kommt natürlich, dass gerade intellektuelle Menschen, weit denkende Menschen auch besorgt sind, dass es zu sozialen Unruhen oder politischer Instabilität kommen könnte. Sie ziehen natürlich auch aussenpolitische Schlüsse, überblicken das Weltgeschehen. Und das hat unmittelbare Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden, manche fühlen sich dann auch in ihrer Sicherheit bedroht“, so diskutiert sie mit Offermann.

Methodisch gegen die Angst vorgehen, sich und andere führen

Der Finanzexperte und Coach hat nach langen Jahren der Führung im Wirtschaftswesen eine eigene Methodik entwickelt, um Menschen mit viel Verantwortung Ängste zu nehmen und den Umgang mit Sorge und unwägbaren Situationen leichter zu machen. Diese stellt er auch im 2. Band des „Atlas der Entscheider – Von der Entscheidung zum Erfolg“ vor. Wegen der aktuellen Ereignisse auf dem Finanzmarkt haben sich die Herausgeber (Dr. Johanna Dahm, Heiko Stahnke, Kati Sharp) aber entschlossen, hier einen Vorab-Auszug zu geben:

„Trotz besserer Vermögensaufstellung erleben Top-Verdiener:innen und Executives ihre Ängste wie alle anderen Menschen auch. Allerdings ist es für sie besonders wichtig, ihre Ängste und Unsicherheiten zu bewältigen, da sie in ihrer Position große Verantwortung tragen und ihre Entscheidungen oft weitreichende Konsequenzen haben“, so Klaus Offermann und gibt im Folgenden 6 Tipps, wie gerade Menschen mit viel Verantwortung mit akuter Angst umgehen können:

6 Wege, wie Executives mit ihrer Angst umgehen können

Bewusstsein schaffen: das heisst Ängste bewältigen, indem Sie sich Ihrer Ängste klar bewusst werden. Sie nehmen sich die Zeit, um darüber nachzudenken, was Sie ängstlich macht und welche Auswirkungen Ihre Ängste auf ihre Arbeit, auf Sie selbst und Ihre Beziehungen haben können.
Unterstützung suchen: Es ist wichtig für Executives, ein gutes Support-System zu haben. Sie sollten sich mit Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern bzw. Vertrauenspersonen austauschen und möglicherweise auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um ihre Ängste zu bewältigen. Mentor:innen sind hier eine echte Alternative, um Ängste gar nicht erst entstehen bzw. gross werden zu lassen.
Risikobewertung: Executives sollten eine realistische Risikobewertung vornehmen, bevor sie wichtige Entscheidungen treffen. Sie dürfen sich Zeit nehmen, um alle möglichen Konsequenzen zu durchdenken und ihre Entscheidungen auf der Grundlage von Fakten, Erfahrungen und Informationen zu treffen.
Stressbewältigung: Executives dürfen Wege finden, um mit Stress umzugehen, der oft eine Ursache von Ängsten ist. Sie können Techniken wie Meditation, Yoga oder Sport nutzen, um ihr Stressniveau zu senken. Oft hilft auch eine kurze Auszeit und ein Standortwechsel, der berühmte „Tapetenwechsel“.
Flexibilität: Executives brauchen Flexibilität, um sich an unvorhergesehene Umstände anpassen können. Durch die Flexibilität können sie ihre Ängste abbauen und sicherstellen, dass sie die jetzt optimalen Entscheidungen treffen, um ihre Ziele nachhaltig und auch weiterhin zu erreichen.
Selbstreflexion: erfolgreiche Executives nehmen sich Zeit für Selbstreflexion und Selbstbeobachtung . Sie überprüfen sich regelmäßig selbst und stellen damit sicher, dass ihre Entscheidungen im Einklang mit ihren Werten und Zielen stehen. Dabei dürfen Wertschätzung, Wahrnehmung, Achtsamkeit und Respekt sich selbst und anderen gegenüber nicht zu kurz kommen.

„Natürlich gibt es viele gute Strategien und Möglichkeiten, mit denen Top-Führungskräfte ihre Ängste bewältigen und mit Unsicherheiten umgehen können. Der bewusste Umgang, allein das Eingeständnis dieser Gefühle ist dabei die Grundlage, um die notwendigen Schritte zu unternehmen, damit diese bewältigt und aufgelöst werden können. Verdrängung ist dabei der absolut falsche Weg“, erklärt Klaus Offermann mit Nachdruck.

Denn er hat auch schon erlebt, dass Menschen sich der Angst nicht stellen oder in ihr steckenbleiben. Er sieht es als seine Aufgaben, den Betroffenen Wege heraus zu zeigen und auch mit ihnen daran zu arbeiten, um auch künftig Effizienz, Leistung und auch persönlichen Erfolg sicherzustellen: „Angst ist keine Blockade, Angst ist eine Chance“, so Offermann.

12 Wege zu mehr Selbstmanagement und Resilienz in der aktuellen Krise

In der Arbeit mit besonders erfolgreichen und widerstandsfähigen Menschen hat Offermann Einblick in deren Routinen nehmen können, die er in seinem Buch-Beitrag zum „Atlas der Entscheider“ auch ausführt. Hier listet er die Techniken der Superreichen und Top-Führungskräfte auf und empfiehlt sie, zumindest auszugsweise jedem Menschen zur Aneignung:

Realistische Erwartungen setzen: Executives haben realistische Erwartungen an sich selbst und andere. Menschen sollten sich nicht selbst permanent unter Druck setzen, unrealistische Ziele zu erreichen oder zu viel auf einmal zu tun.
Klarheit schaffen: Executives brauchen stets klare selbstbestimmte Ziele und Prioritäten, um ihr Handeln zu erleichtern und ihre Ängste zu reduzieren. Menschen sollten sicherstellen, dass ihre Ziele messbar und erreichbar sind, um ein Gefühl der Kontrolle zu erlangen.
Delegation: Executives delegieren und geben Verantwortung ab, um ihre Arbeitsbelastung zu reduzieren und damit die Effektivität zu steigern. Durch die Delegation können Menschen ihre Zeit und Energie auf die wichtigsten Aufgaben konzentrieren und die Auswirkungen von Ängsten minimieren (Delegieren kann man lernen).
Resilienz aufbauen: Executives arbeiten beharrlich an ihrer Resilienz, um mit Herausforderungen und Schwierigkeiten umzugehen. Offermann empfiehlt Menschen generell zu lernen, wie man aus Fehlern und Misserfolgen lernt, um in Zukunft besser zu sein und sich schneller von Rückschlägen zu erholen. Executives planen Rückschläge ein!
Positiv bleiben: Executives haben eine optimistische Einstellung zu sich und der entsprechenden Situation, um Ängste zu reduzieren. Alle sollten sich auf ihre Stärken und Erfolge konzentrieren und sich daran erinnern, dass jeder Fehler eine Chance ist, zu lernen und zu wachsen. Fehler sind keine Hürden, sie sind Brücken.
Zeitmanagement: Executives managen ihre Zeit effektiv, um Stress und Ängste zu reduzieren. Menschen sollten Prioritäten setzen und To-Do-Listen erstellen, um ihre Zeit besser zu planen und zu organisieren. Dabei dürfen sie variieren und erkennen, welche Methoden am besten zu Ihnen passen.
Kommunikation: Executives stehen für offene und klare Kommunikation mit ihren Mitarbeitern und Kollegen. Indem sie ihre Ängste und Sorgen teilen, können sie eine bessere Zusammenarbeit und Vertrauen aufbauen. Menschlichkeit darf sich zeigen.
Selbstfürsorge: Executives planen Zeit für sich selbst und ihre Selbstfürsorge ein. Menschen generell sollten darauf achten, genügend Schlaf, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung zu haben, um körperliche und geistige Gesundheit zu erhalten. Dazu zählen auch Auszeiten und Selbstreflexionen.
Achtsamkeit: Executives priorisieren ihre persönliche Achtsamkeit, um im Moment präsent zu bleiben und damit Ängste zu reduzieren. Sie praktizieren verschiedene Achtsamkeitsübungen wie Atemübungen oder Meditation und integrieren diese in ihren Alltag und ihre Abläufe.
Lernen: Executives sind offen für neue Lernmöglichkeiten und Weiterbildung, um ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu erweitern. Durch Lernen verbessern sie ihre Selbstsicherheit und Kompetenz und reduzieren damit Ängste und Unsicherheiten.
Feedback einholen: Executives fragen regelmäßig Feedback bei ihren Mitarbeitern und Kollegen, um ihre Leistung zu verbessern und ihre Ängste zu reduzieren. Durch das Feedback können sie besser verstehen, wie sie von anderen wahrgenommen werden und wo sie Verbesserungsmöglichkeiten haben.
Entspannung: Executives können Entspannungstechniken wie Massagen oder Saunabesuche nutzen, um ihre Muskeln zu entspannen und ihre Ängste zu reduzieren. Durch die Entspannung können sie ihre Energie und Kreativität wieder aufladen und entwickeln neue Impulse und Kreativität.

An dieser Stelle danken wir Johanna Dahm und Herrn Offermann für den Vorabzug aus „Atlas der Entscheider – Von der Entscheidung zum Erfolg“. Das Buch wird im Mai im Buchhandel erscheinen, kann aber bereits online und im Handel vorbestellt werden: https://amzn.to/3JnPtdO

Johanna Dahm Unternehmensprofil

Dahm, International Consulting, CEO Dr. Johanna Dahm
Die Unternehmensberaterin und Entscheidungs-Expertin unterstützt seit mehr als 20 Jahren Menschen und Organisationen in der Geschäftsfeld- und Leadership-Entwicklung. Promoviert in Kultur-, Kommunikationswissenschaften und Wirtschaftsphilosophie, MBA, hat mit 25 Jahren und Venture Capital von Henkel kurz vor Platzen der Dot Com Blase ihr erstes Unternehmen gegründet und 6 Jahre später verkauft. Später bei Accenture, dann bei Novartis Führungs-, Personal- und Projektverantwortung. Seit 2015 wieder selbstständig.

Anno 2020 schrieben die Zeitungen über ihre 2000 Beratungsstunden zu Entscheidungen – 2021 erschien im Springer Verlag „Die Entscheidungs-Matrix“. Die ausgebildete Strategieberaterin unterstützt Entscheider in Konzern und Hidden Champions, Business-Innovationen, Fusionen, Ressourcen entlang der Marktverhältnisse zu adaptieren. Beteiligt an Forschungen an Hochschulen und Think Tanks, gibt Seminare und Keynotes. Die aktive Förderin von TheOceanCleanUp wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Business Award 2022, dem International Innovation Award und Global Leader Award ihres ehem. Arbeitgebers Novartis.

www.drjohannadahm.com

Offermann Unternehmensprofil

Klaus Offermann ist Executive Coach für komplexe Unternehmensituationen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützt er Top-Führungskräfte und Executives mit Hilfe seiner 2WAR-Formel bei Business Herausforderungen, Veränderungen und Change-Prozessen. Sein besonderer Schwerpunkt liegt auf wertebasierender Führung mit den vier Attributen: Wertschätzung, Wahrnehmung, Achtsamkeit und Respekt.

Klaus Offermann: https://www.lifeandbalance.de

Atlas der Entscheider, Band 2 erscheint Mai 2023. Mehr zu Herausgeber:innen und Autor:innen: https://amzn.to/3JnPtdO

Im Buch „Atlas der Entscheider“ (Herausgeber: Dr. Johanna Dahm, Heiko Stahnke) finden Sie einige dieser Persönlichkeiten mit ihrer eigenen Geschichte. Die Autor:innen gehen ihren Weg entschieden und haben ihre Entscheidungskriterien dafür gefunden, sodass zur rationalen Entscheidung auch das gute Gefühl kommt. Der Erfolg dieses Buches unter anderem mit der Auszeichnung des Berliner Business Award 2022 zeigt, wie wichtig es geworden ist klar und authentisch zu agieren, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und dabei zu wachsen.

Der zweite Band mit dem Untertitel „Von der Entscheidung zum Erfolg“ liefert verschiedene Ansätze von namenhaften Unternehmen wie BOSCH und Volkswagen aber auch aus dem innovativen und starken Mittelstand der deutschen Wirtschaft. All diese Ansätze bilden einen Mix aus Möglichkeiten, die das New Age Leadership vereint. Wir dürfen verstehen, dass wir die Herausforderungen und Veränderungen der heutigen Zeit aber auch der Zukunft nur bewältigen können, wenn wir bereit sind uns immer wieder zu reflektieren und uns dadurch für das weitere Wachstum zu öffnen. Denn zukunftsweisendes Wachstum ist der Schlüssel für den Umgang mit den Möglichkeiten von morgen.

Titelbild: Dr. Johanna Dahm (rechts) mit Klaus Offermann, Finanz-Experte

Quelle: JANE UHLIG PR

Firmeninsolvenzen steigen in Deutschland um 4,2 Prozent

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Firmeninsolvenzen

Firmeninsolvenzen steigen in Deutschland um 4,2 Prozent – 13 Prozent Anstieg der Pleiten in 2023 erwartet

Im vergangenen Jahr meldeten in Deutschland 14.578 Unternehmen eine Insolvenz an. Damit stiegen die Firmenpleiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent (2021: 13.991 Firmeninsolvenzen). So lauten die zentralen Ergebnisse der Analyse der Firmeninsolvenzen 2022 des Informationsdienstleisters CRIF.

2022 ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen damit erstmals seit 2009 wieder angestiegen. Die Insolvenzen befinden sich jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Seit Einführung der neuen Insolvenzordnung 1999 gab es nur 2021 noch weniger Insolvenzen.

Im Vergleich zum bisherigen Insolvenzhöchstjahr 2003, in dem es in Deutschland 39.320 Firmenpleiten gab, haben sich die Insolvenzfälle 2022 um über 60 Prozent verringert.

„Hauptursachen für die Firmeninsolvenzen im letzten Jahr waren die hohen Energiekosten, die bestehenden Probleme in den Lieferketten und die hohe Inflation. Hinzu kam die Konsumzurückhaltung bei den Verbrauchern, die aufgrund der hohen Energiepreise und der Inflation weniger Geld zur Verfügung hatten. Die resultierenden Kaufkraftverluste belasteten die Unternehmen ebenfalls“, kommentiert CRIF Deutschland Geschäftsführer Dr. Frank Schlein die aktuellen Zahlen.

Bisher hat Deutschland eine schwere Rezession vermieden und es besteht Grund zur Hoffnung, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird. Jedoch ist es notwendig, dass sich die geopolitische Situation nicht weiter verschlechtert, um eine Abnahme der Inflation und eine Verbesserung der Wirtschaftslage zu erreichen.

„Aktuell gehen wir von bis zu 16.500 Firmeninsolvenzen im Jahr 2023 aus. Das ist ein Plus von knapp 13 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. Wir sehen keine Insolvenzwelle, sondern vielmehr eine Normalisierung des Insolvenzgeschehens in Deutschland“, sagt Dr. Schlein.

Berlin mit der höchsten Insolvenzquote
Die höchste Insolvenzdichte gab es 2022 mit 82 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen in Berlin. Der Bundesdurchschnitt lag bei 48 Pleiten je 10.000 Firmen. Über diesem Wert rangieren neben Berlin auch Bremen (73 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen), Nordrhein-Westfalen (62), Hamburg (63), das Saarland und Hessen (je 53). Die wenigsten Firmenpleiten gab es im Jahr 2022 in Bayern und Thüringen (je 35 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen) und Baden-Württemberg (36).

Absolut gesehen meldeten die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (3.789), Bayern (1.994) und Baden-Württemberg (1.517) die meisten Firmeninsolvenzen.

Stärkster Rückgang in Bremen
Im Vergleich zum Jahr 2021 sind die Firmeninsolvenzen in Bremen am stärksten zurückgegangen (minus 33,6 Prozent). Auch im Saarland (minus 7,1 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (minus 4,1 Prozent) gab es weniger Firmeninsolvenzen. Deutlich mehr Unternehmensinsolvenzen meldeten Brandenburg (plus 40,3 Prozent), Rheinland-Pfalz (plus 17,1 Prozent), Sachsen (plus 16 Prozent) und Schleswig-Holstein (plus 15,6).

Baugewerbe mit den meisten Insolvenzen
Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Jahr 2022 im Baugewerbe. Es folgen der Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen), das Gastgewerbe, die Gastronomie, die Logistik, das verarbeitende Gewerbe sowie Unternehmen aus der Branche der Garten- und Landschaftsbauer.

Indikatoren einer möglichen Insolvenz
Es gibt in der Praxis typische Verhaltensmuster, die frühzeitig auf eine prekäre Situation von Unternehmen hinweisen, etwa wenn eine schlechtere Zahlungsmoral, ein verändertes Bestellverhalten oder eine häufige Änderung in der Geschäftsführung, Bankverbindung oder Firmierung auftreten. Indikatoren sind aber auch, wenn Zahlungen durch ungerechtfertigte Mängelrügen hinausgezögert, mündliche Zusagen gebrochen oder häufig Rechnungskopien angefordert werden.

Zudem leisten sich die betroffenen Unternehmen keine Neuanschaffungen mehr und nutzen veraltete Produktionsanlagen. Hinweise auf eine finanzielle Schieflage liefert auch der Verbrauch von Eigenkapital über Jahre hinweg oder die mehrfache Erhöhung der Kreditlinie (Fremdkapitaleinsatz).

Bild: Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer CRIF Deutschland

Quelle redRobin. Strategic Public Relations GmbH

Kanzleramt hält an Erweiterungsbau fest – Stopp würde teuer

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Bundeskanzleramt in Berlin, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundeskanzleramt hält auch nach der Kritik von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), der den geplanten Erweiterungsbau für 777 Millionen Euro in der jetzigen Haushaltslage als „entbehrlich“ bezeichnet hatte, an der Umsetzung der bereits seit 2016 laufenden Planungen fest. „Der Bedarf für einen Neubau besteht unverändert“, sagte eine Regierungssprecherin dem „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe).

„Die Realisierung des Erweiterungsbaus ist erforderlich, da die Notwendigkeit einer funktionalen Regierungszentrale gerade in Krisenzeiten besteht.“ Ausschlaggebend für deren Größe sei allein die Anzahl der Beschäftigten, die zum Kanzleramt gehören „und aus arbeitsorganisatorischen Gründen wieder auf einer Liegenschaft zusammengeführt werden sollen“. Das Amt sei „in den letzten 20 Jahren seit dem Berlin-Umzug aufgabenbedingt auf die jetzige notwendige Größe angewachsen“. Die Sprecherin wies auch das Argument Lindners zurück, wonach durch die Erfahrungen der Corona-Zeit vermehrt von zuhause oder unterwegs gearbeitet und Büroflächen eingespart werden könnten.

„Aufgrund der speziellen Arbeitsabläufe in einer Regierungszentrale und auf Grund von Geheimhaltungsvorschriften ist vielfach aber auch ein Arbeiten in Präsenz erforderlich, um die notwendigen Abstimmungen zwischen der Leitung und Fachebene zu ermöglichen. Daher kann nicht im großen Umfang auf Büroräume verzichtet werden.“ Das Kanzleramt argumentiert darüber hinaus, dass ein Stopp des Erweiterungsbaus oder dessen Verschiebung nicht zum Nulltarif zu haben wären. „Wesentliche Objekt-, Fachplanungs-, Beratungs- und Sachverständigenleistungen sowie Leistungen für vorgezogene Maßnahmen sind bereits beauftragt worden beziehungsweise werden durchgeführt, sodass bei Kündigung dieser Leistungen zum jetzigen Zeitpunkt voraussichtlich über 100 Millionen Euro anfallen würden.“

Für eine Verschiebung des Baus hat das Kanzleramt „auf Grund von Baupreissteigerungen zusätzliche Kosten von 40 bis 50 Millionen Euro pro Jahr der Verschiebung“ errechnet: „Ein Stopp des Projektes oder eine Umplanung ist aus den genannten Gründen nicht vorgesehen.“


Foto: Bundeskanzleramt in Berlin, über dts Nachrichtenagentur

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Nachhaltige Mode im Metaverse: Studierende zeigen, was Menschen und Avatare in Zukunft tragen

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Arbeiten in erweiterter Realität, Arbeitsplatz von Joey Montani Foto: Joey Montani

Die Zukunft der Mode wird in St. Gallen von Nicolas Montani, einem 21-jährigen Studenten der Universität St. Gallen und seinem Cousin Joey Montani, 26 Jahre alt, gezeigt. Die Modeindustrie trägt erheblich zur Umweltbelastung bei. In Zukunft werden die Menschen nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Avatar einkleiden wollen. Die Cousins Montani zeigen das einzigartige Potenzial von Kleidung in Augmented Reality und liefern ein innovatives Erlebnis, das weit über traditionelle Modeschauen hinausgeht: Eine Show mit echten Kleidern in nachhaltigen Materialen, entworfen von der 23-jährigen Modedesigner Killa Colque.

Die hochwertigen Materialen stammen aus dem Abfall grosser Modehäuser. Das Publikum erlebt die Kleidung auf dem Laufsteg und in Echtzeit auf einem Bildschirm – in erweiterter Realität. Es ist eine der ersten Modenschauen in Europa, die echte, nachhaltige Kleidung mit einer digitalen Aura kombiniert. Die Zukunft der Mode ist digital, nachhaltig und in Naturmaterialen. Das junge Team zeigt erstmals, wie digitale und physische Mode nachhaltig produziert werden können, und dies in frischer Eleganz.

Alles begann mit einer einfachen Prämisse: Nicolas Montani, Student und Full Stack Developer, wurde zur Teilnahme an der UN-Dress Fashion Award Show 2023 in der Schweiz zugelassen. Die Veranstaltung wurde von Kim Aplonia Poldner, Professorin an der Universität Den Haag und Gründerin des Circular Fashion Lab, ins Leben gerufen. Sie bringt Wissenschaftler, Innovatoren und Designer zusammen, um disruptive Technologien in der Modeindustrie zu integrieren. «Un-Dress zeigt, dass Nachhaltigkeit auch schön sein kann und dass es möglich ist, die eigenen Werte als Kleidung zu tragen», sagt Prof. Poldner.

Prototyp wurde am TEDxBielBienne am 25.2.2023 vorgeführt, dies vorerst mit einem simplen T-Shirt. Foto: Joey Montani

Soziale, wirtschaftliche und ökologische Fragen werden in der heutigen Welt immer wichtiger und prägen unsere Zukunft stark. 2700 Liter Wasser werden für die Herstellung eines Baumwollhemdes benötigt. Für eine Jeans werden 7000 Liter Wasser benötigt. Der globale Denim-Handel stösst jährlich 16,0 Mt CO2 und 4.7 Milliarden m3 Wasser aus. «Wenn nur ein kleiner Teil der Konsumenten virtuelle Jeans anstatt echte kaufen, sind die Einsparungen enorm.», sagt Sarah Montani vom Metaverse Lab Weblaw und bezieht sich dabei auf eine aktuelle Studie der EPA.

Textilien sind weiter die Hauptquelle für Mikroplastik in den Ozeanen. Da Nachhaltigkeit in ökologischer und sozialer Hinsicht für Verbraucher und Unternehmen eine immer grössere Rolle spielt und einen tiefgreifenden Wandel erfordert, muss sich auch die Modeindustrie, die in erheblichem Masse zu Umweltschäden beiträgt, ändern.

Augmented Reality führt zu neuen Interaktionen mit den Kunden. In einem Interview mit Forbes erklärte Greg Jones, Director of AR and VR bei Google, dass 61% der Nutzer lieber in Geschäften einkaufen würden, die AR anbieten. Zum Beispiel können Snickers mithilfe von AR anprobiert werden (www.wanna.fashion), oder Brautmode (www.suzanneharward.com). Als eines der ersten Bücher 2016 zum Thema erschien (Crafting Wearables, Blending Technology with Fashion von Deren Guler, Madeline Gannon and Kate Sicchio), war vieles noch im Stadium der Science Fiction.

Inzwischen hat DressX eine virtuelle Kollektion lanciert und eine erste Metaverse Fashion Week durchgeführt. DressX wurde von zwei Ukrainerinnen gegründet, Daria Shapovalova und Natalia Modenova, die auch die Fashion Tech Summit durchführen. Sie gelten als Pionierinnen in diesem Bereich. «Es ist digital, aber es weckt echte Gefühle und Emotionen», sagt Modenova über Augmented Reality in einem Interview für das Magazin L’Officiel. «Digitale Mode ist eine Gelegenheit, Massenmarkt zu machen, ohne Massenmarkt zu sein», sagt Shapovalova.

Arbeiten in erweiterter Realität, Arbeitsplatz von Joey Montani Foto: Joey Montani

«Digitale Kleider werden einmal geschaffen, können aber von einer Vielzahl von Menschen auf verschiedenste Arten getragen werden. Der ökologische Fussabdruck verringert sich dadurch massiv.», sagt Nicolas Montani. Das zentrale Motto seiner Modeschau ist Nachhaltigkeit. «Unsere Kleiderkollektion ist aus reinsten Naturmaterialien in Seide und Wolle, die beim Waschen keinen Mikroplastik produzieren. Wir haben die edlen Stoffe aus deadstocks gekauft, es sind die Stoffe, die grosse Modehäuser wie Chanel, Prada und Gucci wegwerfen, weil sie zu viel davon haben».

Die Kleidungskollektion wurde durch erweiterte Realität zum Leben erweckt. Hierfür wurde «WebAR SDK for face & full-body tracking» von «geenee.ar» verwendet. Eine Technologie, die auf Deep Learning basiert, um einen Körper über die Linse eines Geräts zu verfolgen und ein 3D-Design anzuzeigen, das die Bewegungen des Körpers berücksichtigt.

Nicolas Montani war für die Programmierung zuständig und Joey Montani für die Modellierung der 3D-Designs. Das Resultat sind magische, interaktive Kleidungsstücke, die der physischen Kleidung eine Aura verleihen. Der Prototyp ihrer Arbeiten wurde im Februar 2023 anlässlich der TEDxBielBienne, mitorganisiert von Julian Liniger, Forbes 30u30, erstmal dem Publikum gezeigt: Der Avatar trug zu diesem Zeitpunkt ein einfaches TED T-Shirt, begeisterte aber jung und alt.

Killa Colque an den den letzten Vorbereitungsarbeiten. Foto: Bénédict Arias, UN-Dress

«Die Aura, also das, was die Kleidung umgibt, ist heute genauso wichtig wie das Kleidungsstück», meint Nicolas Montani. «Wir Menschen möchten wissen, welchen ökologischen Fussabdruck ein Kleidungsstück hinterlässt.», sagt Joey Montani.

Nicolas Montani bezeichnet sich als Phygital Business Developer. Was ist «Phygital»? Der Begriff Phygital ist die Zusammensetzung der beiden Begriffe physisch und digital. Er bezeichnet damit die Verschmelzung zweier Welten: des physischen Geschäfts und des digitalen Raumes. Zusammen mit Joey Montani, 26-Jährig, haben sie die Kleidungsstücke mit einer Aura in erweiterter Realität versehen, eine perfekte Verschmelzung von hochwertiger Kleidung mit einem ausgefeilten Design in erweiterter Realität.

Die Aura der Kleidung ist ausschliesslich durch das Smartphone sichtbar, eine magische Hülle aus Licht und geometrischen Anordnungen, die mit der Materie verschmelzen. Die Chancen, dass dieses junge Team den Award gewinnt, stehen gut. «Es wäre für uns, wie den Nobelpreis zu erhalten», sagt das interdisziplinäre Team.

Joey Montani, Gründer Aptiq. Foto: Nicolas Montani

Killa Colque, Fashion Designer, 23 Jahre alt, Abschluss von der EAA, La Chaux-de-Fonds, la plus ancienne école d’arts appliqués de Suisse, Schweiz

Nicolas Montani, Full Stack Developer, 21 Jahre alt, Student Universität St. Gallen, Wanka Project

Joey Montani, Digitalartist, 26 Jahre alt, Gründer Aptiq, Metaverse Adviser Weblaw, Schweiz

UN-Dress: Die Modeschau findet am 29. März an der Olma statt.

Nachhaltige Mode im Metaverse: Studierende zeigen, was Menschen und Avatare in Zukunft tragen

Titelbild: Nicolas Montani, Initiator und Full Stack Developer. Foto: Joey Montani

Quelle:

Akira Naoki und Sarah Montani
Metaverse Evangelista
Editions W.
Weblaw AG
Schwarztorstrasse 22
3008 Bern – Switzerland

Bayern startet Internetseite und Hotline wegen "Impffolgen"

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Impfung, über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die bayerische Landesregierung startet wegen möglicher „Impffolgen“ eine Internetseite und eine Hotline. Das teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag mit.

„Die Hotline bietet keine individuelle medizinische Beratung, aber sie kann allgemeine Informationen geben, Hinweise zu den Versorgungspfaden und Abklärungsmöglichkeiten der Beschwerden vermitteln und ein erster Ansprechpartner sein“, sagte Holetschek. Die Hotline und die Internetseiten sollten „wie Lotsen durchs Thema führen und hilfreiche Informationen bieten“. Gleichzeitig forderte er Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf, auch ein bundesweites Informationsangebot für die Bürger zu schaffen. Der Minister ergänzte: „Außerdem fordere ich Lauterbach auf, die Einrichtung eines bundesweiten Impfregisters zu prüfen. Das wäre ein großer Schritt nach vorne. Eine bessere Datenlage zum Impfgeschehen wäre gerade auch im Umgang mit möglichen Impfschäden für die Versorgung und die Forschung hilfreich.“

Er sei der Meinung, dass Post- und Long-Covid und Impffolgen dabei „soweit möglich gemeinsam gedacht werden sollten“. Holetschek weiter: „Wir sollten angesichts sehr vielfältiger Erkrankungsbilder nicht in Schubladen für Post-Covid oder Post-VAC denken, sondern wir brauchen Post-Infektions-Ambulanzen.“


Foto: Impfung, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Was Unternehmen jetzt für eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung wissen müssen

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Autor: Benjamin Brockmann, Co-Founder und CEO von Operations1

„Set Course!“ – Klare Ziele als Fundament
Unternehmen müssen sich vor der Digitalisierung konkrete Ziele stecken, um Strategien auch effizient umsetzen und verfolgen zu können. Unsere Vision „Empower every worker around the world“ hat uns bis heute dazu gebracht, Operations1 auch produktseitig viel größer zu denken. Wir liefern eine Softwareplattform, die Werkern in der Fabrik viele verschiedene Tools zur Verfügung stellt, um besser und effektiver zu arbeiten.

Das fing zunächst mit einer Checklisten-App an und wurde dann schnell etwas viel Größeres. Gemeinsam mit unserem Team möchten wir groß denken und ein global agierendes Unternehmen bauen, das operative Mitarbeiter (Werker, Deskless Worker) in ihrer täglichen Arbeit aktiv unterstützt und ihnen den Arbeitsalltag mittels digitalisierter Abläufe erleichtert. Denn die Anforderungen an operative Mitarbeiter werden in den kommenden Jahrzehnten steigen, da Produktionsprozesse komplexer werden.

Unser Ziel ist klar: Wir möchten die digitale Transformation aktiv mitgestalten und dabei immer den Nutzen für den Mitarbeiter in den Fokus stellen.

„Break the Hierarchies“ – Mitarbeitern ebenbürtig begegnen

Wir haben in den ersten beiden Jahren von Operations1 als Gründerteam viel Zeit in den Fabriken unserer Kunden verbracht und quasi neben Maschinen und Fertigungshallen den Programmcode geschrieben. So konnten Digitalisierungslösungen definiert werden, die für die Mitarbeiter einen wirklichen Mehrwert generieren und damit zu mehr Zufriedenheit beitragen. Dank App-Unterstützung werden zum Beispiel standardisierte Prüfungsprozesse digital automatisiert.

Dadurch können Mitarbeiter entlastet, starre Prozesse aufgebrochen und mehr Selbstständigkeit und Vertrauen gefördert werden. Was ich besonders spannend finde: Trotz großer Innovationsoffensiven der führenden Fabriken Deutschlands besteht häufig noch eine Diskrepanz, wie dynamisch und „mitarbeitergerecht“ die Systeme vor Ort wirklich sind.

Zwar ist der Digitalisierungsgrad häufig schon sehr hoch, es ist jedoch ein massiver Unterschied, ob PDFs von Mitarbeitern auf Touchscreens durchgescrollt werden, oder ob eine interaktive, dynamische Lösung im Einsatz ist, über die der Mitarbeiter kommunizieren sowie Informationen rückmelden kann und wo er durch mediale Inhalte wie Videos reichhaltige Informationen bereitgestellt bekommt. Das stärkt also auch die Unternehmen hinter den Mitarbeitern und hilft ihnen dabei, sich zukunftsfähig aufzustellen.

„Your turn!“ – Mitarbeiter stärken und Aufgaben abgeben

Ich finde es spannend, neue Problemstellungen zu entdecken und diese durch Innovationen zu lösen. Hierbei spornt mich mein Erfindergeist an. Früher war ich selbst Entwickler, der sich in den Programmcode gestürzt hat und heute hilft mir der Erfindergeist eher in der Produktentwicklung bei der Schaffung neuer Lösungen. Manchmal fällt es mir daher schwer, nicht selbst nochmal Hand an den Programmcode zu legen und ein paar Stunden Code zu schreiben.

Aber um die Mitarbeiter auf dem Campus zu stärken, die operative Exzellenz des Unternehmens zu steigern und die Zukunftsfähigkeit der Produktion zu sichern, müssen wir lernen, Aufgaben abzugeben. Gerne möchte ich daher in Sachen Leadership, New Work und Nachhaltigkeit ein paar Dinge mit auf den Weg geben: Das Vertrauen ins Team ist Dreh- und Angelpunkt, denn meistens schlummern dort noch viel bessere und innovativere Ideen als die, die man selbst hat. Außerdem ist aber auch die Förderung persönlicher Präsenz und Mitgestaltung wichtig.

Gleichzeitig sollten die Teams flexibel und eigenständig arbeiten können, von wo aus sie auch wollen. Bei Operations1 haben wir das Ziel und Mindset, Papierberge in Fabriken zu ersetzen und möchten gemeinsam mit zukunftsweisenden Schritten innerhalb der Industrie voranschreiten. Nachhaltigkeit ist zu Recht eines der wichtigsten Themen der gesamten Wirtschaftswelt geworden.

„That’s the Spirit!“ – Corporate Identity vorleben und bewahren

Für uns stand der Mensch schon immer im Mittelpunkt – das ist unser Leitsatz. Daher ist es wichtig, diesen Spirit niemals aus den Augen zu verlieren, denn er ist Teil unserer Unternehmensidentität und trägt zur Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung bei. Und auch der immer bedrohlicher anwachsende Fachkräftemangel macht uns klar, wie wichtig es ist, in Ausbildung, Weiterbildung und Work Experience zu investieren, um Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren und zu halten.

Digitalisierung und gemeinsamer Erfolg können Schlüsselelemente hierfür sein. Zudem zeichnen durchdachte Digitalisierungsstrategien Unternehmen als moderne Vorreiter aus und machen sie auch gegenüber Nachwuchskräften der kommenden Generation attraktiver.

„Let’s Talk about it“ – Kommunikation fördern und Feedback einfordern

Die Vernetzung und Unterstützung der operativen Mitarbeiter werden auch zukünftig ein großes Tätigkeitsfeld bleiben. Wichtig ist hier das Credo: Immer pragmatisch Schritt für Schritt vorgehen, die Mitarbeiter mitnehmen und einbinden, statt abzuhängen. Das kann auch bedeuten, ganz konkret Mitarbeiterbefragungen und Feedbackrunden zu starten, um herauszufinden, wo Prozessoptimierungen durch digitale Anwendungen gewünscht oder erforderlich sind. Kurz: Jeder Handlungsschritt, jede Entscheidung sollte mitarbeiterzentriert vorgenommen und geteilt werden!

Autor
Benjamin Brockmann ist seit 2017 CEO und Co-Founder bei Operations1. Er studierte von 2014-2016 an der TU München und forschte gemeinsam mit seinen Mitbegründern am Fraunhofer Institut, wo er auch die inhaltliche Grundlage für die Gründung durch seine Masterarbeit über Werkerinformationssysteme bekam. Weitere Erfahrungen sammelte er bei KPMG im Bereich IT & Finance Consulting sowie bei Arthur D. Little im Bereich Strategy, Innovation & Technology. In seiner Freizeit nutzt er gerne seine internationale Privatpilotenlizenz, um die Welt von oben zusehen, und spielt Tennis. Mehr unter www.operations1.com.

Quelle: PR13

Dax setzt Erholungskurs fort – Erleichterung nach EZB-Entscheid

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Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Freitagmorgen seinen Erholungskurs fortgesetzt. Gegen 09:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.130 Punkten berechnet, das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Vortag.

Die Furcht vor einer Ausweitung der Bankenkrise scheint damit vorerst vergessen, die jüngsten Rettungsaktionen der Nationalbanken haben offenbar Wirkung gezeigt, und gerade Bankaktien waren am Freitagmorgen besonders gefragt. „Die Marktteilnehmer haben den gestrigen großen Zinsschritt der EZB doch mit Erleichterung aufgenommen“, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow den Handel am Morgen. Zum einen behalte die EZB ihre Glaubwürdigkeit und zum anderen bringe diese Aktion Ruhe in den Finanz- und Bankensektor. „Trotzdem gilt auch an der Börse, dass nach dem Spiel, vor dem Spiel ist und somit richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf die US-Industrieproduktion und das US-Verbrauchervertrauen“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagmorgen stärker. Ein Euro kostete 1,0658 US-Dollar (0,43 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9383 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 75,36 US-Dollar. Das waren 66 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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