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Mitarbeitende verbringen bis zu 70 Prozent ihrer Zeit mit ineffektiver Kommunikation

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Die Studie zur Unternehmenskommunikation von Grammarly, dem Unternehmen hinter dem gleichnamigen KI-basierten Schreibassistenten, und dem Marktforschungsinstitut The Harris Poll geht in die zweite Runde und veröffentlicht den neuen Bericht „State of Business Communication: The Path to Productivity, Performance, and Profit“. Er beleuchtet den aktuellen Stand der Kommunikation. Dazu wurden Führungskräfte und Wissensarbeiter zu Trends, Herausforderungen und Instrumenten befragt. Die Ergebnisse verdeutlichen den wachsenden Zusammenhang zwischen effektiver Kommunikation und Unternehmenserfolg in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Der Bericht untersucht, wie Unternehmen ein neues Niveau an Produktivität und Rentabilität erreichen können und zeigt auf, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbringen deutlich mehr Zeit mit schriftlicher Kommunikation. Gleichzeitig nehmen Effizienz und Produktivität ab. Ein Zufall? Wohl kaum. Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass dies auf ineffektive Kommunikation zurückzuführen ist. Laut der ersten Studie 2022 kostete sie US-amerikanische Unternehmen schätzungsweise 11.703 Euro pro Jahr und Mitarbeiter:in. Mehr als 70 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen Beschäftigte heute mit der Kommunikation über verschiedene Kanäle. Insbesondere die Befragten der Generation Z und der Millennials wünschen sich dafür bessere Tools, um effizienter zu sein. Schlechte Kommunikation führt auch zu mehr Stress und verpassten Fristen.

Effektive Kommunikation am Arbeitsplatz stellt eine wachsende Herausforderung für Unternehmen und Mitarbeitende dar. Das zeigt die kürzlich veröffentlichte Studie „State of Business Communication: The Path to Productivity, Performance, and Profit“. Die gesammelten Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die Auswirkungen schlechter Kommunikation auf Produktivität, Stress, Selbstvertrauen und Arbeitszufriedenheit verstärken. Daten beweisen, dass Beschäftigte mehr als je zuvor über verschiedene Kanäle kommunizieren, aber die Effektivität sinkt. Im Vergleich zum Vorjahr verbrachten Mitarbeitende 18 Prozent mehr Zeit mit schriftlicher Kommunikation. Führungskräfte berichten jedoch, dass die Effektivität der schriftlichen Kommunikation im gleichen Zeitraum um 12 Prozent gesunken ist.

Die Forschung ist eindeutig: Führungskräfte, die die massiven Auswirkungen schlechter Kommunikation auf ihr Geschäftsergebnis ignorieren, werden verlieren. In der vorangegangenen Studie im letzten Jahr wurde herausgefunden, dass ineffektive Kommunikation US-Unternehmen jährlich geschätzt bis zu 1,12 Billionen Euro kostet, oder rund 11.703 Euro pro Mitarbeitenden. Jetzt wird deutlich, dass sich das Problem verschlimmert hat. Es wirkt sich auf alle Bereiche, von der betrieblichen Effizienz bis hin zur Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, aus. In einer Zeit, in der viel auf dem Spiel steht, werden Führungskräfte, die in die Förderung einer effizienten, konsistenten Kommunikation in ihrem Unternehmen investieren, ihre Ergebnisse und Gewinne steigern können.

Geringere Produktivität, verpasste Termine und höhere Kosten durch schlechte Kommunikation
Die Studie unterstreicht mit den Erkenntnissen die wachsende Verbindung zwischen Kommunikation und Unternehmensleistung in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Arbeitnehmende verbringen heute mehr als 70 Prozent ihrer Arbeitszeit mit der Kommunikation über verschiedene Kanäle. Die meisten (58 Prozent), aber insbesondere die Befragten der Gen Z (63 Prozent), Millennials (65 Prozent) und Tech-Profis (68 Prozent) wünschen sich bessere Tools, um effektiver zu sein. Auch 71 Prozent der Beschäftigten, die in englischer Sprache arbeiten, für die diese jedoch eine Zweit- bzw. Fremdsprache ist, wünschen sich bessere Hilfsinstrumente, die ihnen dabei helfen, ihre Aufgaben effektiver zu erfüllen. Mehr als acht von zehn Führungskräften (84%) spüren die Nachteile einer schlechten Kommunikation: Geringere Produktivität, verpasste Termine und höhere Kosten führen die Liste an. Arbeitnehmende berichten zudem von erhöhtem Stress (plus sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr) aufgrund ineffektiver Kommunikation. 69 Prozent der Arbeitnehmenden können sich an konkrete Beispiele aus dem vergangenen Jahr erinnern, in denen eine unklare Kommunikation am Arbeitsplatz zu Stress und Ängsten geführt hat. Die meisten Führungskräfte (60 Prozent) und fast die Hälfte (45 Prozent) der Arbeitnehmenden geben zudem an, dass persönliche Beziehungen unter dem hybriden Arbeitsplatz gelitten haben.

Steigerung – oder Verzicht – auf Umsatz und Gewinn der Unternehmen
Effektive Kommunikation führt zu höherer interner und externer Leistung, wobei die Steigerung der Produktivität (72 Prozent) und der Kundenzufriedenheit (63 Prozent) ganz oben auf der Liste der Führungskräfte stehen. Schätzungen gehen dennoch davon aus, dass die meisten Unternehmen (68 Prozent) im vergangenen Jahr aufgrund schlechter Kommunikation mindestens 9.358 Euro oder mehr an Geschäftseinbußen erlitten. 13 Prozent berichten sogar von Verlusten in Höhe von 45.000 Euro und mehr. Jeder Fünfte gibt außerdem an, dass dies die Glaubwürdigkeit oder den Ruf der Marke beeinträchtigt hat. Eines von fünf Teammitgliedern spielte laut der Umfrage auch mit dem Gedanken, aufgrund der ineffektiver Unternehmenskommunikation den Arbeitsplatz zu wechseln.

Produktive Zusammenarbeit durch positiven Umgangston
Sowohl Führungskräfte (72 Prozent) als auch Arbeitnehmende (53 Prozent) achten in letzter Zeit verstärkt auf den Ton von Nachrichten. Die meisten Teammitglieder (62 Prozent) geben an, dass ein positiver Ton eine schnellere Reaktion bewirkt. Millennials und die Gen Z sind besonders geneigt, aufgrund eines positiven Tonfalls qualitativ hochwertigere Arbeit zu leisten. Die zunehmende schriftliche und asynchrone Kommunikation macht es jedoch schwieriger, den Tonfall zu erkennen. 63 Prozent der Beschäftigten geben an, dass sie zu viel Zeit mit dem Versuch verbringen, Nachrichten auf die richtige Weise zu übermitteln.

Investitionen in die Kompetenzentwicklung der Teams überdenken
Führungskräfte geben Investitionen in optimierte Prozesse und Plattformen den Vorrang, statt Teams zu befähigen, dort besser zu kommunizieren, wo sie bereits arbeiten. Sie halten die Kommunikationsplattform für „sehr wichtig“ (66 Prozent), aber nur 36 Prozent der Mitarbeitenden sagen das Gleiche. Damit rangieren die an letzter Stelle nach Aspekten wie Inhalt, Tonfall und Empathie. Obwohl acht von zehn Führungskräften KI-Tools in Betracht ziehen, um ihre Teams produktiver und effektiver zu machen, gehören sie nicht zu den drei wichtigsten Investitionsbereichen zur Verbesserung der Kommunikation. Bessere Prozesse und Strategien führen die Liste an (88 Prozent).

Autor: Matt Rosenberg Chief Revenue Officer von Grammarly und Leiter von Grammarly Business.

Foto/Quelle: Grammarly

Woidke verteidigt Schwesig gegen Kritik aus Union

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Dietmar Woidke, über dts NachrichtenagenturPotsdam (dts Nachrichtenagentur) – Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat seine Amtskollegin Manuela Schwesig (SPD) aus Mecklenburg-Vorpommern vor Kritik an ihren Russland-Kontakten in Schutz genommen. „Auf relativ günstiges und zuverlässiges russisches Gas zu setzen, war weitgehend politischer Konsens, von der Wirtschaft gewünscht und bedeutete auch günstige Preise für ein warmes Wohnzimmer“, sagte Woidke der „Welt“.

Auch für die Grünen habe gegolten: „Lieber russisches Gas als Fracking-Gas aus den USA.“ Deshalb sei es naheliegend gewesen, dass seit 2011 über Nord Stream 1 sehr viel Gas nach Europa floss und Nord Stream 2 gebaut wurde. Woidke wörtlich: „Hier haben alle mitgemacht. Auch die CDU/CSU im Bundestag und die CDU im Schweriner Landtag.“

Der Versuch, mit dem Finger auf die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern zu zeigen, sei absurd, wenn man bedenke, dass auch CDU/CSU-Ministerpräsidenten einen regen Kontakt zum Kreml gepflegt hätten. Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) versuche auf billige Art, von der Verantwortung, die auch die CDU und CSU trugen, abzulenken. „Dass sie sich heute nicht mehr daran erinnern, spricht für sich“, sagte Woidke. Er selbst habe Russlands Präsident Wladimir Putin nie treffen wollen, fügte Woidke hinzu.

„Als ich 2018 in Moskau war, habe ich bewusst am Gedenkort für den in Sichtweite des Kremls ermordeten Oppositionspolitiker Boris Nemzow Blumen niedergelegt“, sagte er. In weiten Teilen der deutschen Politik habe es schwere Fehleinschätzungen zum russischen Regime gegeben. „Auch ich habe diese Entwicklung nicht für möglich gehalten, und es schmerzt täglich, was wir mit dem russischen Terrorkrieg erleben müssen.“


Foto: Dietmar Woidke, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ökonom Hellwig warnt vor Bankenfusion in der Schweiz

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Fahne der Schweiz, über dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Der Bonner Ökonom Martin Hellwig warnt vor Schwierigkeiten, sollte die Schweizer Großbank UBS den ins Taumeln geratenen Konkurrenten Credit Suisse übernehmen. „Das Problem ist vielschichtig“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe).

„Eine Übernahme durch die UBS sorgt auf der einen Seite ganz kurzfristig für eine gewisse Professionalität in der Abwicklung. Gleichzeitig aber belastet sie den Geschäftsbetrieb der UBS, denn sie muss Leute abstellen, die CS unter Kontrolle zu bringen.“ Zudem sei nicht klar, welche Verluste und welche Risiken bei der Credit Suisse noch in den Büchern seien. „Die UBS kann diese Risiken kaum auf sich nehmen. Aus ihrer Sicht hängt die Tragfähigkeit einer Übernahme davon ab, was der Staat an Verlusten und Risiken übernimmt“, so Hellwig weiter.

Und er fügte auch an: „Die Credit Suisse war schon lange ein Fall für die Intensivstation.“


Foto: Fahne der Schweiz, über dts Nachrichtenagentur

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Union erneuert Kritik an "Sonderweg" beim Atomausstieg

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Atomkraftwerk, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, hat die Festlegung der Ampelkoalition auf einen endgültigen Atomausstieg am 15. April scharf kritisiert. „Es ist doch absurd, die letzten drei Kernkraftwerke ohne Not abzuschalten und die Kohleverbrennung hochzufahren“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

„Die Grünen zwingen Deutschland auf einen Sonderweg, unter dem Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen leiden.“ Zuvor hatte Bundesumweltministerin Steffi Lemke eine abermalige Verlängerung der Atomlaufzeiten kategorisch ausgeschlossen. „Es bleibt beim Atomausstieg Mitte April“, sagte die Grünen-Politikerin den Funke-Zeitungen. „Die Risiken der Atomkraft sind letztlich unbeherrschbar.“

Lemke trat Befürchtungen entgegen, der Atomausstieg führe zu weiter steigenden Energiepreisen. „Als vor vielen Jahren hierzulande noch 17 AKW in Betrieb waren, gingen die Strompreise trotzdem in die Höhe. Damals dominierten wenige Stromkonzerne mit AKW den deutschen Markt noch viel stärker“, sagte Lemke. „Auf Dauer sind daher Wettbewerb und mehr Erneuerbare Energien das beste Mittel für stabile Preise.“

Frei forderte unterdessen konkrete Vorschläge von der Ampelkoalition, wie sich die Energiekosten spürbar senken lassen. „Ohne eine gut funktionierende Wirtschaft gelingt der Umbau zu einem klimaneutralen Land jedenfalls nicht“, sagte er.


Foto: Atomkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

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SPD nennt umstrittene Wahlrechtsreform "rechtssicher"

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Bundestagsplenum, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese hat die Wahlrechtsreform der Ampelkoalition gegen Kritik aus der Opposition verteidigt. „Es handelt sich um eine echte, transparente und rechtssichere Reform“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

Alle Fraktionen müssten dabei gleichermaßen Federn lassen. „Die CSU will keine ernsthafte Verkleinerung des Bundestags und hält krampfhaft am Status quo zu ihrem Vorteil fest.“ Das Bundesverfassungsgericht habe jetzt das letzte Wort. „Das ist zu begrüßen und schafft final Klarheit“, so Wiese.

„Wir sind sehr guter Dinge, dass unsere Wahlrechtsreform rechtssicher ist.“


Foto: Bundestagsplenum, über dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Britische Notenbank würde Schweizer Bankenfusion billigen

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Bank of England im Finanzviertel von London, über dts NachrichtenagenturLondon (dts Nachrichtenagentur) – Die britische Notenbank würde eine Übernahme der angeschlagenen Schweizer Großbank Credit Suisse durch den Konkurrenten UBS einem Medienbericht zufolge unterstützen. Die Bank of England habe dies ihren internationalen Partnern sowie der UBS signalisiert, berichtet Sky News.

Die Spekulationen über eine Fusion der größten mit der zweitgrößten Schweizer Bank hatten über das Wochenende deutlich an Fahrt aufgenommen. Im Raum steht eine komplette oder teilweise Übernahme der Credit Suisse durch die UBS. Die Schweizer Regierung soll hinter den Plänen stehen, die Verhandlungen gestalteten sich Medienberichten zufolge allerdings schwierig. Die Gespräche wurden demnach auch am Sonntag mit Hochdruck fortgesetzt. Ziel ist es dem Vernehmen nach, noch vor der Öffnung der Börsen am Montag zu einer Lösung zu kommen.


Foto: Bank of England im Finanzviertel von London, über dts Nachrichtenagentur

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Röttgen: Irakkrieg sorgte für Autoritätsverlust des Westen

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Norbert Röttgen, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sieht im Krieg der USA und einer „Koalition der Willigen“ gegen den Irak, dessen Beginn sich jetzt zum 20. Mal jährt, eine Ursache für die anhaltende Instabilität des Nahen und Mittleren Ostens und einen Autoritätsverlust des Westens. „Durch den Irakkrieg ist der Westen vor allem in Gestalt der USA seinem eigenen Anspruch als Ordnungsmacht nicht gerecht geworden“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Im Gegenteil: Das gegenwärtige Chaos im Nahen und Mittleren Osten habe viel damit zu tun. „Durch diesen illegalen und illegitimen Krieg, der enormes menschliches Leid verursacht hat und wie wir heute unstrittig wissen auf einer Lüge beruhte, wurde außenpolitisch viel Vertrauen, Autorität und Legitimation verspielt.“ Der Politikwissenschaftler Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr in München sieht in dem Krieg zudem einen Grund dafür, warum die internationale Ablehnung des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht überall so einhellig ist wie in Europa und den USA. „Für viele Staaten des globalen Südens ist der russische Angriff auf die Ukraine vergleichbar mit dem amerikanischen Angriff auf den Irak 2003“, sagte er dem RND. „Der damals fehlende Protest westlicher Regierungen ist ein Argument des globalen Südens, den russischen Angriff auf die Ukraine ebenfalls nicht eindeutig zu verteilen. Die Doppelmoral von 2003 schlägt 2023 wie ein Boomerang zurück.“

Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, äußerte sich ähnlich. „Es ist in der Tat so, dass uns, wenn man als `Westen` und in Verteidigung `westlicher Werte` die internationale Staatengemeinschaft auffordert, den Völkerrechtsbruch Putins zu verurteilen, von vielen Doppelmoral entgegengehalten wird“, sagte er dem RND. Dies ändere aber nichts daran, dass es in der Ukraine „um die Verteidigung der Stärke des Rechts gegen das Recht des Stärkeren“ gehe.


Foto: Norbert Röttgen, über dts Nachrichtenagentur

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Bayern verlangt weitere Maßnahmen gegen Arzneimittel-Lieferprobleme

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Tabletten, über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz gegen Lieferprobleme bei Arzneimitteln. „Der Referentenentwurf für das Gesetz zur Bekämpfung von Arzneimittellieferengpässen enthält leider nur punktuelle Maßnahmen“, sagte Holetschek am Sonntag.

Notwendig sei aber ein Konzept mit „pragmatischen und unbürokratischen Lösungen“ zur Bekämpfung von Liefer- und Versorgungsengpässen. Gemeinsam mit der bayerischen „Taskforce Arzneimittelversorgung“ schlage die Landesregierung ein solches Konzept vor. Unter anderem müssten dabei die Rahmenbedingungen für die Arzneimittelversorgung verbessert werden, so Holetschek. „Es ist essentiell, dass wieder mehr versorgungskritische Arzneimittel in Europa oder Deutschland produziert werden.“

Dazu müssten die Rahmenbedingungen für die Herstellung und Lieferung insbesondere generischer Arzneimittel verbessert werden. „Notwendig sind Reformen der Rabattverträge und Festbeträge.“ Zudem müssten die Regelungen zum Inflationsausgleich und die Retaxationsregelungen für Arzneimittel, die von Liefer- und Versorgungsengpässen betroffen sind, überprüft werden, fügte der CSU-Politiker hinzu. Die Versorgung mit wichtigen Arzneimitteln könne außerdem auch durch „Vorhaltemaßnahmen“ gesichert werden.

„Zwar sind nach den Vorgaben des Arzneimittelrechts pharmazeutische Unternehmen und der Großhandel verpflichtet, eine angemessene Bereitstellung mit Arzneimitteln sicherzustellen. Aber wir haben in den vergangenen Monaten immer wieder gesehen, dass das System hier an seine Grenzen stößt.“ Angesichts zunehmender Lieferengpässe sei zu prüfen, ob eine weitergehende, zentrale Bevorratungsstrategie „sinnvoll, möglich und finanzierbar“ sei, so der Minister. Die weiteren vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen die Einrichtung von Frühwarnsystemen sowie einen Abbau von Bürokratie.

„Viele der bisherigen Regelungen sind kaum zur Bewältigung von Liefer- und Versorgungsengpässen geeignet“, sagte Holetschek. Es müssten „praxisnahe Verfahren“ ermöglicht werden. „Dazu bedarf es Gesetzesänderungen im SGB V und im Arzneimittelrecht.“


Foto: Tabletten, über dts Nachrichtenagentur

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Vom Topmodel zum Angel

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Barbara Meier

Barbara Meier ist Neo-Investorin bei „2 Minuten 2 Millionen“ ab 18. April auf ZAPPN & PULS 4

Vom internationalen Laufsteg zum Business Angel: Topmodel Barbara Meier wird #2min2mio-Investorin. Mit Katharina Schneider, Hans Peter Haselsteiner & Daniel Zech macht sie das Investoren-Team komplett.

Sie breitet ihre Engelsflügel aus: Schauspielerin, Moderatorin und Topmodel Barbara Meier überzeugt immer wieder mit ihrer Vielseitigkeit. Nach ihrem Sieg bei „Germany’s Next Topmodel – by Heidi Klum“ im Jahr 2007, machte sie die internationalen Laufstege unsicher. Expertise bietet Meier aber nicht nur im Fashion- & Medien-Bereich. Vor ihrer Model-Karriere studierte sie Mathematik, mit dem Wunsch und Ziel später als Programmiererin zu arbeiten.

Barbara Meier

Und selbst nach dem großen Branchen-Wechsel in die Modewelt, legt sie auf diesen Bereich weiterhin Wert. Im Jahr 2008 wurde sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Botschafterin für das „Jahr der Mathematik“ ernannt. Heute setzt sich Meier intensiv für Bildung, Forschung sowie auch Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz ein.

Mit ihrer Affinität zum Unternehmertum und Start-Ups, die sie gemeinsam mit Ehemann Klemens Hallmann entwickelt, nimmt sie nun ihre nagelneue Rolle als Neo-Investorin bei „2 Minuten 2 Millionen“ wahr: „Seit 16 Jahren arbeite ich mit den unterschiedlichsten Firmen im Marketing und PR-Bereich zusammen.

Ich freue mich sehr mein Wissen an junge Start-Ups als Investorin bei „2 Minuten 2 Millionen“ weitergeben zu können. Ich bin gespannt all die kreativen Unternehmer und ihre Ideen kennenzulernen! Besonders interessiert bin ich natürlich an innovativen Konzepten im Bereich Nachhaltigkeit. Da kann ich mit meinem Know How und Netzwerk besonders gut unterstützen.“

Doppelte Frauenpower mit Katharina Schneider & Barbara Meier in hochkarätiger Investoren-Riege
Mit der Zusage von gleich zwei starken Frauen sind bei #2min2mio erstmals zwei Stühle mit erfolgreichen Unternehmerinnen besetzt. Neben Neo-Investorin Barbara Meier kehr zum Jubiläum Mediashop-Geschäftsführerin und langjährige #2min2mio-Expertin Katharina Schneider ins PULS 4-Studio zurück.

Doch damit nicht genug: Mit Bau-Tycoon & Grand Seigneur Hans Peter Haselsteiner und SevenVentures Austria Vice President Daniel Zech sowie Müsli-Millionär Heinrich Prokop und Vollblut-Unternehmer Christian Jäger ist das facettenreiche und kapitalstarke Investoren-Team der 10. Jubiläumsstaffel von „2 Minuten 2 Millionen“ komplett.

In zwölf nagelneuen Ausgaben der PULS 4 Start-Up-Show erwarten die Zuschauer:innen ab 18. April um 20:15 Uhr auf ZAPPN & PULS 4 nicht nur jede Menge Mut und Innovation, sondern auch eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Welche Jungunternehmer:innen können innerhalb der knappen zwei Minuten Pitch-Zeit brillieren und wer verliert die Nerven? Neue Ideen für Jung und Alt sind garantiert. Und auch die Tierwelt wird in Sachen Innovation nicht außer Acht gelassen.

„2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start-Up-Show“: Die 10. Jubiläumsstaffel ab 18. April immer dienstags um 20:15 Uhr auf ZAPPN & PULS 4

Bilder: Fotograf/ Bildcredits PULS 4 Gerry Frank

Quelle: ProSiebenSat.1 PULS 4

Diakonie erwartet weitere Kostensteigerungen für Pflegeheimbewohner

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Seniorin im Rollstuhl, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bewohner von Pflegeheimen müssen wohl damit rechnen, dass sie trotz der geplanten Reform der Pflegeversicherung mehr Geld für ihren Heimplatz zahlen müssen. „Die Kosten werden ab Juli noch weiter steigen“, sagte Maria Loheide, im Vorstand der Diakonie für Sozialpolitik zuständig, dem „Tagesspiegel“.

Verantwortlich dafür ist ein neues Personalbemessungsinstrument, welches die Personalausstattung verbessern soll. „Aber falls die Pflegekassen die Zusatzkosten nicht tragen, werden die Bewohner dafür aufkommen müssen“, warnte Loheide. Bereits im vergangenen Jahr hatten zahlreiche Pflegeheime die Beiträge der Bewohner erhöht, um die gestiegenen Kosten für Personal, Energie, Lebensmittel und Dienstleistungen weiterzugeben. „Eigentlich müssten die Pflegekassen die Pflegesätze entsprechend anheben.“

Aber ein Viertel der Kassen weigere sich kategorisch, die laufenden Verträge nachzuverhandeln. „Das Nachsehen haben die Bewohner, deren Eigenanteil weiter steigt“, sagte Loheide. Die geplante Pflegereform wird das Problem nach Einschätzung der Diakonie nicht lösen. „Der Zuschlag, den Heimbewohner bekommen, liegt unter der Inflationsrate. Die Inflation frisst den Zuschlag auf“, kritisierte Loheide.

Die Pflegeversicherung ist nach Einschätzung der Diakonie unterfinanziert. „Wir brauchen eine kräftige Beitragserhöhung und einen Steuerzuschuss.“ Zudem sollten nach Einschätzung der Diakonie weitere Einnahmequellen genutzt werden: „Beitragszahler sollten auch auf Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und auf ihre Kapitalerträge Beiträge zahlen“, so Loheide.


Foto: Seniorin im Rollstuhl, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts