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Bundeswehrverband begrüßt Umbaupläne für Verteidigungsministerium

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Verteidigungsministerium, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, André Wüstner, hat die Umbaupläne von Boris Pistorius (SPD) für das Verteidigungsministerium begrüßt. „Es ist längst überfällig, einzelne Verkrustungen abzuschlagen, Strukturen neu zu ordnen und so die Führungsfähigkeit des Ministeriums zu verbessern“, sagte Wüstner dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgabe).

Pistorius mache dies „mit Bedacht, mutig, ohne Übermut, und mit dem Ziel, schnellstmöglich in den Kategorien Ausrüstung, Infrastruktur und Personal Fortschritte zu erzeugen.“ Nach den ersten Weichenstellungen seien dazu auch weitere Entscheidungen außerhalb des Ministeriums nötig. In der Truppe würden Pistorius` Pläne positiv wahrgenommen, so Wüstner. „Jeder weiß, dass wir bezogen auf den Schwerpunkt Landes- und Bündnisverteidigung Veränderungsbedarf haben.“

Pistorius will Berichten zufolge die Leitungsebene des Ministeriums verkleinern. Zudem ist wohl ein Personalwechsel auf mehreren Führungspositionen geplant. Wieder eingerichtet werden dürfte derweil ein Planungs- und Führungsstab.


Foto: Verteidigungsministerium, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grüne kritisieren Lindner wegen steigender Pflegebeiträge

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Krankenhaus, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen im Bundestag haben Finanzminister Christian Lindner (FDP) für die steigenden Pflegebeiträge verantwortlich gemacht. Anlässlich des Kabinettsbeschluss zum sogenannten „Pflegeentlastungsgesetz“ am Mittwoch sagten Maria Klein-Schmeink, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Kordula Schulz-Asche, Mitglied im Gesundheitsausschuss: „Der Entwurf bringt Verbesserungen für die Pflegebedürftigen und die Pflegenden.“

Ein wichtiger Schritt sei die Erhöhung des Pflegegelds und der Zuschüsse der Pflegeversicherung zur häuslichen Pflege, so die Grünenpolitikerinnen. „Zugleich muss man feststellen, dass der Finanzminister verhindert hat, dass die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen in der Höhe entlastet werden, wie es notwendig wäre.“ Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Mittel zur Steuerfinanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben würden nicht bereitgestellt werden, kritisierten sie. „Dies sind insbesondere die Rentenbeiträge für Pflegende Angehörige in Höhe von 3,7 Milliarden Euro im Jahr und die Kosten für Pflegeausbildung in Höhe von 750 Millionen Euro im Jahr.“

Da diese Ausgaben weiter von den Beitragszahlern getragen werden sollen, würden diese nicht entlastet werden. „Sie müssen weiterhin allein die erforderlichen Mittel aufbringen, um die Pflegeversicherung zu stabilisieren“, so die Grünenpolitikerinnen. „In all diesen Punkten werden wir im parlamentarischen Verfahren auf Nachbesserungen dringen.“


Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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FDP begrüßt Stellenabbau im Verteidigungsministerium

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Verteidigungsministerium, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der verteidigungspolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Alexander Müller, begrüßt einen Stellenabbau im Bundesverteidigungsministerium, den Minister Boris Pistorius (SPD) im Rahmen einer Strukturreform laut Medienberichten plant. „3.000 Menschen am Standort Stauffenbergstraße sind einfach zu viel“, sagte er den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“ (Donnerstagsausgaben).

Das habe der Minister erkannt und wolle das Haus „von der Spitze her“ reformieren. Ein neu aufgebauter Leitungs- und Führungsstab, bei dem alle Entscheidungen zusammenliefen, sei sinnvoll. „Dafür die Büros der Staatssekretäre zu verkleinern, würde dem Funktionieren des Hauses dienen“, fügte Müller hinzu. Im Koalitionsvertrag sei eine Strukturreform vereinbart worden.

„Aufgaben, Gliederung und Entscheidungsprozesse müssen durchforstet und verschlankt werden, um schneller und schlagkräftiger zu werden“, so der FDP-Politiker.


Foto: Verteidigungsministerium, über dts Nachrichtenagentur

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Berichte: Ermittlungen gegen Jugendliche nach Tod von Zehnjähriger

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Absperrung der Polizei, über dts NachrichtenagenturWunsiedel (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Tod einer Zehnjährigen in einer Einrichtung der Jugendhilfe im oberfränkischen Wunsiedel ermittelt die Polizei jetzt offenbar gegen drei Jugendliche. Das berichten RTL und die „Bild“ am Mittwoch unabhängig voneinander.

Das Mädchen soll demnach teilweise unbekleidet vorgefunden worden sein, sodass nun auch in Richtung eines Sexualdelikts ermittelt werde. Die Behörden gingen „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass es sich bei den Tätern um Minderjährige handele, berichtet RTL. Konkret soll es sich bei den Verdächtigen um zwei Elfjährige und eine 16 Jahre alte Person handeln. Weiter sei unklar, warum das Mädchen wohl erst nach längerer Zeit gefunden wurde. Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung hatten die Leiche der Zehnjährigen am Dienstagmorgen entdeckt.

Eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion hatte nach Polizeiangaben erste Anzeichen für ein Fremdverschulden ergeben. Weitere Einzelheiten wurden aus „ermittlungstaktischen Gründen“ zunächst nicht veröffentlicht.


Foto: Absperrung der Polizei, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Die Dentolo Deutschland GmbH baut ihr Managementteam aus

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tamara kurz

Tamara Kurz kommt als COO an Bord

Die Dentolo Deutschland GmbH hat die Position des Chief Operating Officer (COO) neu eingeführt und mit Tamara Kurz besetzt. In ihrer neuen Rolle wird sie das Unternehmen dabei unterstützen, die operative Effizienz der Marken Dentolo für Zahnzusatzversicherung sowie Petolo für Tierversicherungen strategisch weiterzuentwickeln. Die Dentolo Deutschland GmbH ist Partner des Direktversicherers DA Direkt und gehört zur Zurich Gruppe Deutschland.

Durch das rasante Wachstum beider Marken rückt der Fokus weiter auf den Erhalt der hohen Zufriedenheit von Bestandskunden. Dafür sollen skalierbare Prozesse und Innovationen im Bereich „Kundenservice und Leistung“ weiter gestärkt werden.

Tamara Kurz bringt für die neu geschaffene Position viel Experten-Wissen mit, von dem Dentolo profitieren wird. Als Chief of Staff war sie an der Skalierung der Insurtech-Plattform Wefox national und international beteiligt. Durch ihre langjährige Erfahrung im Bereich der Versicherungswirtschaft wird sie die Abteilung „Operations“ dabei unterstützen, die nächsten Schritte zu gehen.
Tamara Kurz ergänzt mit ihrem fachspezifischen Know-How ab sofort das Managementteam, bestehend aus den beiden Gründern und Co-Geschäftsführern Philipp Krause und Julian Benning sowie Natalia Ganevskaya (CMO) und Daniel Gadea (CPO).

Zu ihrem Start bei Dentolo sagt Tamara Kurz: „Ich freue mich sehr, in einem überaus dynamischen Umfeld gemeinsam mit meinen Management-Kollegen bei Dentolo das Erfolgsmodell weiterentwickeln zu können. Den bisherigen Wachstumspfad fortzusetzen und mitzugestalten, ist eine spannende Herausforderung.“

Philipp Krause, Co-Geschäftsführer der Dentolo Deutschland GmbH, freut sich über den Neuzugang im Management-Team: „Tamara ist für Dentolo der ‚Perfect Fit‘, denn sie bringt besondere Kenntnisse in den Bereichen Digitalisierung und Automatisierung in der Versicherungsbranche mit. Das ist die ideale Voraussetzung, um uns bei der Umsetzung der kurz- und langfristigen Ziele zu unterstützen, die wir uns im Kontext unseres rasanten Wachstums gesteckt haben. Die Kundenzufriedenheit steht für uns auch bei dem stark wachsenden Portfolio weiterhin an erster Stelle.“

Bildquelle Dentolo

Quelle StoryWorks GmbH

Learneo, Inc. übernimmt LanguageTool 

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Learneo, Inc. übernimmt LanguageTool 
Das Unternehmen erweitert sein Angebot an KI-gesteuerten Schreib-Tools und -Services um eine multilinguale Schreibplattform

Learneo, Inc., eine aufstrebende Plattform von Unternehmen und Technologien für die Bereiche Produktivität und Lernen, gibt heute die Übernahme des in Deutschland gegründeten Unternehmens LanguageTool bekannt. Diese multilinguale Schreibplattform umfasst über 30 Sprachen, darunter Englisch, Deutsch und Spanisch. Mit dieser Akquisition erweitert Learneo sein Portfolio an Schreiblösungen und untermauert seine internationale Expansionsstrategie.

„Wir unterstützen Unternehmen, die Menschen dabei helfen, mehr zu lernen – und zwar schneller, besser, kostengünstiger und ortsunabhängig“, erklärt Andrew Grauer, CEO von Learneo. „Das LanguageTool-Team passt genau in unsere Investitionsstrategie. Mit seinen werteorientierten und ehrgeizigen Gründern, den vielen Kund:innen weltweit und der einzigartigen Sprach- und KI-Expertise setzen wir unsere Mission so international fort.“

Die meisten Menschen weltweit kommunizieren heute in mehr als einer Sprache. Arbeitgeber:innen erwarten von ihren Mitarbeiter:innen zunehmend, dass sie sich mit Kolleg:innen, Partner:innen und Kund:innen in mehreren Sprachen austauschen. So haben beispielsweise 9 von 10 amerikanische Arbeitgeber:innen angegeben, dass sie auf Mitarbeiter:innen zählen, die neben Englisch über weitere Fremdsprachenkenntnisse verfügen.

Daniel Naber gründete LanguageTool im Jahr 2003 als Teil seiner Diplomarbeit während seines Studiums der Computerlinguistik. Seine Vision: Menschen in einer zunehmend globalen Welt bei der Kommunikation zu unterstützen. Naber verbrachte viele Jahre damit, LanguageTool in seiner Freizeit aufzubauen, zunächst als Open-Source-Projekt und später – gemeinsam mit Christopher Blum – als Unternehmen.

Blum hatte zuvor die Rechtschreibprüfungsplattform Spellboy gegründet. Beide Gründer beschlossen, Synergien zu bündeln und ihre Erfahrungen zusammenzubringen. Heute hat das Unternehmen mehr als 60.000 zahlende Abonnent:innen, darunter Unternehmen sowie Millionen weitere Nutzer:innen, viele davon in Europa und Lateinamerika.

„Nachdem wir LanguageTool in den letzten 20 Jahren aufgebaut haben, freuen wir uns sehr, dass wir mit Learneo jetzt einen Partner gefunden haben, der unsere Mission teilt, unsere Technologie versteht und unsere Innovationen unterstützen kann“, sagt Naber.

„Der Beitritt zum Learneo-Team und die Zusammenarbeit mit Talenten, die über weitreichende Kenntnisse in den Bereichen Schreiben und künstliche Intelligenz verfügen, um unsere Vision voranzutreiben, ist ein wahr gewordener Traum. Wir sind voll motiviert und freuen uns auf die zahlreichen Möglichkeiten, die vor uns liegen!“

Mit dieser Übernahme umfasst Learneo nun sieben verschiedene Geschäftsbereiche: CliffsNotes, Course Hero, LanguageTool, LitCharts, QuillBot, Scribbr und Symbolab. Sowohl einzeln als auch gemeinsam leisten die Learneo-Geschäftsbereiche Pionierarbeit bei einer Vielzahl von Anwendungen für aufstrebende Technologien, einschließlich der Nutzung von KI zur Verbesserung der schriftlichen Kommunikation, des Lesens und der mathematischen Fähigkeiten von Menschen, unabhängig davon, ob sie sich in der Schule, in einem professionellen Arbeitsumfeld oder einfach im Alltag befinden.

Kürzlich kündigte QuillBot die Erweiterung seiner Plattform um einen KI-gestützten Übersetzungsdienst an, der es den Nutzer:innen ermöglicht, komplexe Texte zu übersetzen und die Nuancen von Satzstruktur, Wortwahl und Verbkonjugation besser zu verstehen.

„In einer immer stärker globalisierten, asynchronen Arbeitsumgebung sind mehrsprachige Fachkenntnisse für die schriftliche Kommunikation sehr gefragt“, so Rohan Gupta, CEO von QuillBot und Leiter des Geschäftsbereichs Schreiben bei Learneo. „Daniel, Christopher und das LanguageTool-Team haben etwas wirklich Einzigartiges geschaffen, und ich freue mich darauf, dass wir gemeinsam unsere Produktlinien im Learneo Schreib-Business weiterentwickeln und die internationale Schreib-Branche insgesamt voranbringen werden.“

Erfahren Sie mehr über die Learneo-Plattform und erhalten Sie die nötige Schreibunterstützung mit LanguageTool, QuillBot und Scribbr.

Bild Daniel Naber

Quelle s.immer communications GmbH

Nur massive Investition in Talente bringt Firmen durch die Poly-Krise

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Die Wirtschaft beklagt den Fachkräftemangel. Deutsche Fachkräfte selbst halten sich für unersetzlich. Und dazwischen entsteht eine Industrie rund um Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz, Automatisierung. Wie wird sich der Kampf um Arbeit in der Wirtschaft 4.0 entwickeln? Zählt Executive Search zu den Gewinnern oder Verlieren? Ein kritischer Blick auf den Handel mit dem Menschen.

Von Dr. Johanna Dahm und Marcus Braukmann

„Arbeitgeber müssen gerade jetzt auf Transparenz und Fairness von Arbeit und Arbeitsprozessen achten. Gerade in Zeiten der Ungewissheit ist ein nachhaltiger Job DIE Quelle der Sicherheit, der finanziellen Stabilität und zuvorderst des Gemeinschaftsgefühls für die Bevölkerung“. Dr. Johanna Dahm, Organisationsentwicklerin mit Sitz in Frankfurt hat es seit mehr als 2 Jahrzehnten mit internationalen Unternehmen in Krisen zu tun. In der aktuellen Situation sieht sie für Deutschland besondere Aufgaben: „Das WEF (WorldEconomicForum) hat eine globale Umfrage durchgeführt. Weltweit haben 61% der Arbeitnehmer:innen Angst, dass ihr Gehalt nicht ausreicht, um mit der Inflation fertig zu werden. In Deutschland allerdings sind sich die Menschen ihrer Position allzu sicher, gerade mal 39% machen sich Gedanken über die Notwendigkeit des Upskillings oder gar einer Umschulung“, so die Beraterin und Entscheidungsexpertin.

Seit langem kämpft sie dafür, dass Organisationen in den Arbeitsmarkt sowie ihre eigenen Talente investieren: Es gäbe unzählige Bildungsmöglichkeiten und die Zusammenarbeit mit politischen, akademischen Entscheidungsträgern und Anbietern des freien Marktes, um eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Arbeitswelt zu schaffen, so Dahm.

Zusammen mit einem ihrer engsten Kooperationspartner, Marcus Braukmann beobachtet sie die volatilen Marktentwicklungen und bespricht diese regelmäßig mit gemeinsamen Kunden. Braukmann hat sein eigenes Executive Search Unternehmen in London und unterstützt internationale Unternehmen bei der Kandidatensuche und Placements für Positionen im Top-Management. Die beiden Berater vereint ihre Expertise in der Life Science- und Chemieindustrie, FMCG (Konsumgüter Industrie), Automotive und Technologie.

Deutsche Personalwirtschaft durch „drei gespaltene Lager“ entschleunigt

Dahm und Braukmann sind besorgt über die drei Lager, die sich gerade bilden: „auf der einen Seite der immer noch zu blauäugige Mitarbeitende, der nach Ausbildung oder Studium glaubt, im Job sicher zu sein. Auf der anderen das Unternehmen, das sich mit Veränderung und Technologie, vor allem aber mit Geschwindigkeit von Entscheidungen noch immer zu schwertut und allenfalls vakante Positionen besetzen möchte. Und dazwischen eine Explosion von Anbietern, die die Probleme beider Seiten erkannt haben, aber als Stand-Alone-Lösungen im Vakuum nicht wirklich landen können“, so Braukmann, der in Großbritannien auf einen sehr viel schnelleren und entwickelteren HR-Markt blickt.

„Die Kunst liegt doch darin, diese drei Lager wie Instrumente in einem Orchester zusammen zu bringen. Gelingt dir das, dominierst du den Markt und bist Top Employer, also beliebtester Arbeitgeber“, fügt Johanna Dahm an, die bei Accenture und Novartis jeweils zum Management solcher Top Employer gehörte. „In solchen Organisationen wartet man nicht ab, bis die beste Technologie, die besten Kandidat:innen am Markt identifiziert und damit während des Suchens viele Chancen verspielt sind. Maxime ist vielmehr, mit den sich ständig ändernden Anforderungen und Technologien Schritt zu halten. Führungskräfte begeistern sich und andere dafür, mit dem vorhandenen Wissen immer wieder neue Fähigkeiten zu erlernen und alte Fähigkeiten notfalls auch zu vergessen, um erfolgreich zu sein. Und solche Leute müssen wir finden, binden und halten“, so Dahm weiter.

Executive Search – also nicht von der Disruption betroffen? 3 neue Dimensionen eines alten Berufes

Unternehmen wissen über den Wandel Bescheid, können aber alte Strukturen nicht so schnell auflösen und hinterfragen neue Technologien zu lang. Darin liegt die Chance für die Rolle des Personalberaters. Change auf personeller und struktureller Ebene bringt Organisations-Veränderungen mit sich, und das bedeutet geänderte Ansprüche und oft sogar Unruhe. Wer soll diese moderieren?

1. Der Searcher wird zum Moderator

War es Aufgabe des (Executive) Searchers, wird die digitale Transformation in der Personalberatung eine radikale Umbruchsphase bringen: Maschinen übernehmen die Arbeit des Searchers, um die Suche nach Fach- und Führungskräften voranzutreiben, wahrscheinlich mit ganz anderen Möglichkeiten, Kandidaten zu suchen und zu finden

Ist der Searcher damit überflüssig? Klares NEIN, aber seine Rolle ändert und spezialisiert sich! Technologien betreffen Suche und auch Vor-Auswahl, die um digitaler Programme bereichert wird – die abschließende Entscheidung wird und will immer der Mensch fällen. Zudem wollen die Kandidat:innen begleitet werden:

à Laufbahnplanung: auf digitalisierte Weise bestehen mehr Möglichkeiten, den beruflichen Weg zu gestalten.

à Anwendung und Umsetzung: Personalberater werden sich darum kümmern, dass sie die technologischen Anforderungen der digitalen Transformation erfüllen können: Indem sie Know-how aufbauen und mit anderen kooperieren und zum Ziel kommen

2. Big Data beeinflusst das Matching

Künstliche Intelligenz im Sinne der Datennutzung durch intelligente Systeme – neuronale Netze – wird das Matching entscheidend verbessern, indem die Person eine:r Bewerber:in tiefer erfasst werden kann. Gleiches gilt aus umgekehrter Perspektive: die Kultur eines Unternehmens wird durchdrungen, wer dort arbeitet, was den Betrieb ausmacht. Das beschleunigt und verändert die Vorauswahl:

à Vorhersagen zur Passung erledigt die Künstliche Intelligenz

à Finale Auswahl übernehmen Personaler:in und Vorgesetzte:r

3. Schnelligkeit ist Qualitätskriterium

Bislang zeichnet Schnelligkeit Rekrutierungsprozesse nicht gerade aus, und Kandidat:innen beklagen die zu sich zu lange hinziehende „time to hire“. Die Automatisierung wird qua Softwarelösungen nach bestimmten, vorher definierten Kriterien Datenbanken durchforsten und sehr schnell geeignete Kandidaten herausfiltern – unabhängig von der Grösse des Kandidatenpools

à die Search Basisarbeit erledigt die Maschine

à Kontakt mit passenden Kandidat:innen übernehmen Headhunter und Personalberater

Auch die Personalberater:innen dürfen dazulernen, v.a. um eine fundierte schnelle Entscheidung zu treffen. Das wird in Zukunft die Qualität eines Personalberaters ausmachen.

Disruption nein, Änderung in Rolle und Verantwortung ja.

„Disruption im Sinne des Verschwindens sehe ich erst einmal nicht in der Personalberatung“, so Braukmann. „Aber wie in jeder Evolution: wir müssen an Geschwindigkeit zulegen. Das betrifft die Kandidatensuche und den Bereich Kandidatenauswahl. Personalberater müssen die technischen und soziologischen Entwicklungen genau im Auge behalten. Die spannende Frage ist, wie schnell Entscheidungsprozesse digital werden.“ Johanna Dahm mahnt auch an, dass sich interne Strukturen nur unter Druck verändern, dann kommen beschwerliche Hürden wie das neue europäische Datenschutz-Gesetz dazu.

Ebenso wie Braukmann weiß sie, dass Markt und Zielgruppen auch binnen eines Landes sehr verschieden sind: “Die Konzernniederlassung in Rhein-Main funktioniert ganz anders als die Boutique in Hamburg und noch mal anders als der Hidden Champion in der Eifel. Mit Verhältnissen in London der den USA nicht zu vergleichen. Und bald haben wir überall Führungskräfte mit multikulturellem Hintergrund, die eins gemeinsam haben: sie sind digital aufgewachsen.

Während wir uns noch immer über die Anzahl Frauen auf der Shortlist Gedanken machen“, so Johanna Dahm und betont: „Es gilt jetzt auf Unternehmensseite aufzuwachen, auf Seiten der Dienstleister anschlussfähig zu bleiben, um marktfähige Entscheidungen vorzubereiten. Andernfalls sehe ich für den Wirtschaftsstandort Deutschland nichts Gutes“.

89 % der Unternehmen in Personal- und Veränderungsprozessen zu langsam

Marcus Braukmann setzt alles daran, relevante HR- und Organisationsentscheidungen mit beeinflussen und zu langfristigem Wachstum und Transparenz beizutragen. „89 % der Führungskräfte weltweit sagen offen, dass ihre Organisation auf Veränderungen zu langsam reagiert“, erklärt er. „Unternehmen müssen ihre Kernkompetenzen, das Zusammenspiel ihrer Teams und die Interaktion zwischen den bestehenden, zukünftigen Mitarbeitenden und vor allem Kund:innen grundlegend überdenken. Das geht nur, indem Bedürfnisse schneller verstanden, Entscheidungen schneller getroffen, gemeinsam mit bevollmächtigten Teams realisiert werden – Geschwindigkeit ist Key!“ Für ihn heißt das: noch strategischer in der zukunftsorientierten Kompetenz-, Team- und Organisationsgestaltung. Businessmodelle gerade systemrelevanter Firmen müssen sich schneller und besser an Markt und Kund:innen anpassen – angefangen beim C-Level. Darunter versteht der Personalberater nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Braukmann ist auch Autor im „Atlas der Entscheider“, dem dreibändigen Werk für Entscheider:innen und Führungsverantwortliche, das Johanna Dahm seit Mai 2022 in regelmäßigen Abständen zusammen mit wechselnden Mitherausgebern veröffentlicht. In seinem Essay macht er auf die verschiedenen Schwachstellen im Rekrutierungsprozess aufmerksam, die Auswirkungen auf die Qualität und Effektivität des Einstellungsprozesses haben können. Der Diplomkaufmann und Unternehmer will er Fehlausgaben für vakante und falsch besetzte Positionen stets vorbeugen. Hier macht er auf die fünf größten Schwachstellen im Rekrutierungsprozess aufmerksam und gibt Tipps, wo Unternehmen heute unmittelbar besser werden müssen, wenn sie die Polykrise als Chance nutzen wollen:

Bis zu 1.2 Mio Euro für falsches Vakanzenmanagement. Pro Position!

1. Fehlende Klarheit bezüglich der Anforderungen: Wenn die Anforderungen für eine Stelle nicht klar definiert sind und nicht eindeutig kommuniziert werden, führt dies dazu, dass eine falsche Person für die Stelle eingestellt wird.

Beispiel Qualitätsplaner vs. Qualitätsingenieur:

Ein Unternehmen schreibt eine Position und deren Anforderungen als Qualitätsplaner aus. Es wird ein vermeintlich passender Kandidat für 70K gefunden und eingestellt. Warum vermeintlich? Weil sich während der ersten Monate zeigte, dass die Position eine andere Expertise benötigt, demnach die eines Qualitätsingenieurs. Dieses Missmanagement kostete das Unternehmen in diesem Fall 840K bei einer Betriebszugehörigkeit von 6 Monaten.

2. Unzureichend umfangreiche Kandidatensuche: Wenn die Kandidatensuche nicht umfangreich genug ist, führt dies dazu, dass es nicht genügend qualifizierte Bewerber gibt oder der Prozess zu lange dauert. FOBO / Fear of missing best option: die Suche nach der Nadel im Heuhaufen Beginnt, die Zeit rinnt dahin! Ziehen Sie immer das Why (Motivation) eines Bewerbers in Betracht: stimmt die Chemie, bitte einstellen, der Rest wird angelernt. Weiterbildung und lebenslanges Lernen stellt den Menschen in den Mittelpunkt und ist der größte Punkt auf der Liste im Thema Employer Branding.

3. Mangelnde Effektivität beim Screening und der Bewertung von Bewerbern: Wenn die Bewertung und das Screening von Bewerbern nicht effektiv sind, können potenziell erfolgreiche Kandidaten übersehen oder falsche Einstellungsentscheidungen getroffen werden. Individualität, Diversität und Unbiased sind Kriterien, die bei der Sichtung von Bewerbungsunterlagen unbedingt eingehalten werden müssen.

4. Unprofessionelle oder unangemessene Interviewverfahren: Ein unangemessenes Interviewverfahren führt dazu, dass Kandidaten sich nicht ernst genommen fühlen oder die falschen Fragen gestellt werden. Hier verhält es sich wie bei der Stellenausschreibung und dem Anforderungsprofil. Wer sich hier nicht richtig vorbereitet und positioniert, sondern immer noch nach 08/15 verfährt, schadet dem Unternehmen(-sruf) immens.

5. Verzögerter Einstellungsprozess: Ein verzögerter Einstellungsprozess kann dazu führen, dass qualifizierte Kandidaten sich für andere Stellen entscheiden oder dass das Unternehmen dauerhafte Nachteile bei der Besetzung der Stelle hat. Die Time to hire ist grundsätzlich noch immer zu hoch. Gerade in Konzernstrukturen, wo der Betriebsrat erst seine Zustimmung geben muss und auch heute noch wie eine Behörde funktioniert, verprellt diese Struktur die High Performer. Die goldene Regel lautet: jede Bewerbung erhält binnen 24 Stunden eine Rückantwort, jede:r qualifizierte Kandidat:in binnen einer Woche ein Gespräch.

Es ist wichtig, dass Unternehmen den Rekrutierungsprozess regelmäßig überprüfen, um diese Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. Leistungsindikatoren wie die Time to Hire sind Maßgrössen, wettbewerbsfähig zu sein, die besten Mitarbeiter einzustellen, zu binden und somit langfristig erfolgreich zu sein. Fragen beantworten die Autor:innen.

Über Dahm International Consulting

Dr. Johanna Dahm, CEO Dahm International Consulting, mit Sitz in Frankfurt, berät, coacht und unterstützt als Entscheidungsexpertin Menschen und Organisationen in der Geschäftsfeldentwicklung und Transformation. Bereits während der Finanzkrise 2007/08 verhalf sie einem DAX Unternehmen zur Stabilisierung, 2016-18 unterstützte sie mehrere globale Banken und Industrie-Unternehmen bei der Portfoliobereinigung und Reorganisation. Dazu engagiert sie sich mit Private Equity insbesondere bei GreenTech und StartUp Unternehmen und ist zusammen mit Heiko Stahnke und Kati Sharp Herausgeberin der Publikationsreihe „Atlas der Entscheider“

Mehr über Dahm International Consulting und die Publikationen von Johanna Dahm unter

www.drjohannadahm.com

Über Marcus Braukmann Ltd.

Marcus Braukmann, CEO Marcus Braukmann Ltd. aus London, berät Unternehmen bei ihrer globalen Expansion, indem er sie mit ausgesuchten Mandanten zusammenbringt. Als Klient werden Sie professionell durch den Suchprozess begleitet, der Ihre Branche genau kennt und ein echtes Einfühlungsvermögen in Ihre Unternehmenskultur hat und weiß, welche Charaktereigenschaften zu Ihnen passen. Das bedeutet, dass wir die neuesten Internet-Sourcing-Techniken einsetzen, um Talente zu identifizieren, zu gewinnen und zu engagieren. Unsere Matching-Technologie stellt sicher, dass wir jede Person, die es gibt, auch finden und einordnen können. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen bei der Suche nach Fach- und Führungskräften zu unterstützen, national und international. Unsere Kunden kommen aus einer Vielzahl von Branchen und beauftragen uns mit der Suche nach Talenten in verschiedenen Funktionen. Mehr über Marcus Braukmann Ltd. finden Sie unter www.marcusbraukmann.com

Quelle JANE UHLIG PR

REYL Intesa Sanpaolo ernennt Richard Albrecht zum Leiter des Geschäftsbereichs Wealth Management

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richard albrecht
REYL Intesa Sanpaolo hat Richard Albrecht zum Leiter des Geschäftsbereichs Wealth Management ernannt, der dem Partner Lorenzo Rocco di Torrepadula unterstellt ist. Er trat diese Position am 1. Januar 2023 an und hat die Aufgabe, die internen Geschäftsprozesse im Bereich Wealth Management weiterzuentwickeln sowie alle Geschäftsbereiche der Bank im Rahmen ihrer Strategie des 360-Grad-Dienstleistungsangebots zu fördern.

Richard Albrecht verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bankwesen, davon 15 Jahre in der schweizerischen und internationalen Kundenentwicklung. Von Genf aus ist er in erster Linie für die Entwicklung der internen Geschäftsprozesse im Bereich der Vermögensverwaltung zuständig, damit die Kunden auf allen Ebenen der Bankbeziehung von einer bereicherten Erfahrung profitieren können.

Bevor er zu REYL Intesa Sanpaolo kam, leitete Richard Albrecht als Mitglied des WM European Committee bei der Deutschen Bank die Romandie und war anschliessend Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Wealth Management für die Romandie bei BNP Paribas. Seine berufliche Laufbahn begann er bei UBS Warburg Dillon Read und Lombard Odier. Richard Albrecht verfügt über einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften der Universität Genf sowie Abschlüsse der University of Michigan, des IMD und der Harvard Business School.

Diese Ernennung stärkt das Ziel von REYL Intesa Sanpaolo, ein hochwertiges transversales Dienstleistungsangebot und Lösungen mit hohem Mehrwert für ihre Kundschaft aus Unternehmern, institutionellen Investoren und internationalen Family Offices zu fördern, und zwar über die gesamte Palette ihrer fünf Geschäftslinien Wealth Management, Entrepreneur & Family Office Services, Corporate Finance, Asset Services und Asset Management.

Richard Albrecht, Leiter des Geschäftsbereichs Wealth Management, kommentierte: «Ich freue mich, zu einer so unternehmerischen Gruppe zu stossen und in einem erstklassigen Team einen grösseren Einfluss ausüben zu können. Die jüngsten Partnerschaften der Gruppe markieren eine starke Entwicklungsambition, die ein hochwertiges und massgeschneidertes Angebot an Vermögensverwaltungsdienstleistungen für eine internationale Unternehmer- und Investorenklientel integriert.»

François Reyl, Generaldirektor, kommentiert: «Wir freuen uns sehr, einen Mitarbeiter vom Kaliber eines Richard Albrecht in der REYL Intesa Sanpaolo Gruppe begrüssen zu dürfen. Wir zählen auf seine unternehmerischen Qualitäten, um unsere Politik der Innovation und Exzellenz zu stärken, die Entwicklung unserer Gruppe langfristig zu sichern und unsere Geschäftsentwicklung im Dienste unserer Kunden fortzusetzen.»

Bild Richard Albrecht REYL

Quelle b-public AG

tado° erweitert Finanzierungsrunde auf 55 Mio. Euro

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tado° erweitert Finanzierungsrunde auf 55 Mio. Euro

tado°, der europäische Marktführer für intelligentes Raumklima-Management, gibt heute eine Erhöhung der Finanzierungsrunde vom 26. Januar 2023 in Höhe von 12 Millionen Euro bekannt. Damit steigt die Finanzierung im Jahr 2023 von 43 auf 55 Millionen Euro. Mit dem Kapital wird das Unternehmen sein starkes Wachstum der vergangenen Jahre nochmals steigern und seinen Kurs auf Profitabilität fortsetzen.

Der neue Investor S2G Ventures “S2G” ist ein führendes Unternehmen für Multi-Stage-Investment mit Sitz in den USA und erweitert die Investorenrunde vom Januar, zu der Trill Impact Ventures, Bayern Kapital, Kiko Ventures und Swisscanto gehören. Ebenso investierten in dieser Runde Noventic, Target Partners sowie weitere bestehende Investoren.

Seit der Gründung im Jahr 2011 entwickelt tado° verbraucherfreundliche und energieeffiziente smarte Thermostate und weitere Lösungen, die mit über 95 % aller Haushalte in Europa kompatibel sind.

Haushalte in ganz Europa streben nach höherer Energieeffizienz. Im Jahr 2022 verdoppelte tado° das Geschäft mit intelligenten Thermostaten und Serviceangeboten. Das Unternehmen hat bereits über drei Millionen smarte Thermostate verkauft und wird das schnelle Wachstum fortsetzen.

2023 wird tado° sein Angebot im Bereich Energiemanagement für Privathaushalte erweitern, indem es seine smarten Thermostate mit dynamischen Energietarifen kombiniert. Solche gebündelten Angebote ermöglichen es, den Energieverbrauch eines Hauses auf Zeiten mit günstigeren Energiepreisen zu verlagern und dadurch weitere erhebliche Einsparungen zu erzielen. Für einen schnelleren Markteintritt übernahm tado° die aWATTar GmbH, den Pionier für Energie-Lastverschiebung und dynamische Energieangebote. Das Unternehmen plant nun, seine gebündelten Angebote deutlich zu erweitern, um für Kunden Energiekosten und CO2-Emissionen zu reduzieren.

Das Unternehmen hat ein starkes Kundenerlebnis im Fokus, das den Nutzern die Selbstinstallation ermöglicht und Energiesparfunktionen anbietet, die die Heizkosten im Durchschnitt um 22 % senken. Die smarten Thermostate von tado° amortisieren sich durch ihre Energieeinsparungen in weniger als einem halben Jahr.

Christian Deilmann, Mitgründer und Chief Product Officer bei tado°, kommentiert: „2023 ist ein wichtiges Jahr für tado°. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, unsere einzigartigen Energiemanagement-Angebote in den Massenmarkt zu bringen, um die Energiekosten und CO2-Emissionen der Haushalte in ganz Europa zu senken. Wir freuen uns sehr, S2G Ventures an der Seite zu haben, die die gleiche Vision teilen und unser Wachstum unterstützen.”

Um noch mehr Haushalte energieeffizienter zu machen, arbeitet tado° eng mit Wohnungsbaugesellschaften zusammen, die eine große Anzahl von Mietwohnungen verwalten. Für dieses Marktsegment führt tado° noch in diesem Jahr eine neue, angepasste Produktlinie ein.

Stephan Feilhauer, Managing Director von S2G kommentiert: „Wir sind begeistert, wie tado° Haushalten in ganz Europa dabei hilft, ihren Energieverbrauch zu senken. Das Unternehmen ist jetzt bereit, zum Marktführer im Bereich Energiemanagement in Haushalten zu werden. S2G freut sich darauf, tado° beim Erreichen der Ziele zu unterstützen und damit ein wichtiger Teil der Energiewende in Europa zu werden.”

Quelle Bild und Text: tado GmbH

Regierung bringt Gesetz gegen Arznei-Lieferengpässe auf den Weg

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Tabletten, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei patentfreien Arzneimitteln beschlossen. Damit wolle man Problemen bei der Versorgung mit lebenswichtigen Arzneimitteln beispielsweise zur Behandlung onkologischer Erkrankungen sowie Antibiotika entgegentreten, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Um die Versorgungssicherheit „kurz- und langfristig zu stärken“, seien „strukturelle Maßnahmen im Bereich der Festbeträge, Rabattverträge und der Versorgung mit Kinderarzneimitteln erforderlich“. „Auch in der Arzneimittelversorgung haben wir es mit der Ökonomisierung übertrieben“, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Mittwoch. Das korrigiere man jetzt „mit Augenmaß“. Dadurch werde Deutschland wieder attraktiver als Absatzmarkt für generische Arzneimittel.

Zudem würden europäische Produktionsstandorte gestärkt. Der Gesetzentwurf sieht Lockerungen der Preisregeln für Kinderarzneimittel sowie vereinfachte Austauschregeln für Apotheken vor. Das Kabinett befasste sich unterdessen am Mittwoch auch mit einem Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeversicherung. Demnach sollen Eltern künftig ab dem zweiten Kind weniger für die Pflegeversicherung zahlen.

Außerdem sollen zum nächsten Jahr das Pflegegeld um fünf Prozent erhöht sowie die Arbeitsbedingungen für Pfleger verbessert werden.


Foto: Tabletten, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts