Freitag, August 29, 2025
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B`Tselem-Direktorin wirft Israel Völkermord in Gaza vor

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Jerusalem/Gaza (dts Nachrichtenagentur) – Die Direktorin der israelischen Menschenrechtsorganisation B`Tselem, Yuli Novak, erhebt scharfe Vorwürfe gegen die israelische Kriegsführung.

„Wir wissen seit einem Jahr, dass Israel an den Palästinensern im Gazastreifen einen Völkermord verübt“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe). Es sei entscheidend, jetzt zu handeln, statt auf eine juristische Feststellung zu warten. Schließlich falle die juristische Entscheidung manchmal erst dann, wenn das bedrohte Volk bereits ausgelöscht worden sei.

Erst kürzlich veröffentlichte B`Tselem einen Bericht mit dem Titel „Our Genocide“ – unser Genozid. Darin beschuldigt die Organisation die israelische Regierung, im Gazastreifen einen Völkermord zu begehen. Novak und ihre Kollegen stützen diese Einschätzung auf Informationen und Augenzeugenberichte, welche die gezielte und systematische Tötung von Palästinensern, die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen sowie auf Hinweise, die eine Vernichtungsabsicht Israels belegen sollen. Das existenzielle Bedrohungsgefühl, das durch den Hamas-Angriff am 7. Oktober hervorgerufen wurde, sei laut Novak der Auslöser für den Völkermord – und halte bis heute an.

Schwere Vorwürfe erhebt sie auch gegenüber der internationalen Politik: Deutschland und andere europäische Staaten unterstützten demnach Israel bei diesem Völkermord. Zwar habe sie Verständnis für die Komplexität der deutschen Israelpolitik, doch die Realität dürfe nicht länger verdrängt werden: „Die Nachfahren derer, die den geradezu paradigmatischen Genozid durch Deutschland erlitten haben, begehen nun selbst einen.“


Foto: Protest gegen Israel-Vorgehen im Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

DFB-Pokal: Augsburg und Kiel lösen Pflichtaufgaben

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Halle (Saale)/Ulm/Homburg (dts Nachrichtenagentur) – Der FC Augsburg hat sich in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Halleschen FC mit 2:0 durchgesetzt.

In der zweiten Halbzeit beendete Samuel Essende schließlich alle hallischen Hoffnungen auf die Überraschung, nachdem er den Ball tief in der gegnerischen Hälfte erobert hatte. Saad trieb die Kugel nach vorne und legte für Essende auf, der aus elf Metern halblinker Position ins Netz traf. Zuvor hatte Steve Mounié den FC Augsburg in Führung gebracht, als er eine Flanke von Wolf per Kopf verwandelte.

Der Regionalligist konnte sich einige Chancen herausspielen, blieb jedoch ohne Torerfolg. Die Augsburger taten sich lange schwer, sodass der Klassenunterschied von drei Ligen oft kaum zu sehen war.

In den anderen Partien des Abends konnte sich Holstein Kiel mit 1:0 gegen den FC 08 Homburg durchsetzen, während der SV 07 Elversberg einen knappen 1:0-Sieg beim SSV Ulm 1846 feierte. Die Kieler siegten durch Tore von John Tolkin und Alexander Bernhardsson, während Felix Keidel für Elversberg entscheidend traf. Beide Spiele waren hart umkämpft, doch am Ende setzten sich die Favoriten durch. Gerade Ulm konnte in der Anfangsphase noch mithalten, mit zunehmender Spielzeit machte sich jedoch mehr und mehr der Qualitätsunterschied zugunsten der Saarländer bemerkbar.


Foto: John Tolkin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DFB-Pokal: Schalke setzt sich in Verlängerung gegen Lok durch

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Leipzig (dts Nachrichtenagentur) – In der 1. Runde des DFB-Pokals hat der FC Schalke 04 nach Verlängerung 1:0 gegen den Regionalligisten Lok Leipzig gewonnen. Nach 90 Minuten stand es 0:0.

Einen Klassenunterschied hat man in dem Spiel lange nicht gesehen. Besonders in der zweiten Halbzeit hatte Leipzig mehrere gute Chancen, die Führung zu erzielen, während die Knappen nur selten gefährlich vor das Tor der Gastgeber kamen.

In der Verlängerung setzte Leipzig weiterhin auf eine kompakte Defensive und schnelle Konter, während Schalke versuchte, das Spiel zu kontrollieren und den Ballbesitz zu halten. Den Hausherren schien allerdings zunehmend die Puste auszugehen, sodass die Schalker in der 107. Minute durch ein Tor von Bryan Lasme in Führung gehen konnten. Eine Antwort der Sachsen blieb aus.


Foto: Fußballspieler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Röttgen begrüßt Merz-Reise mit Selenskyj nach Washington

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat die geplante Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten und anderen Europäern am Montag nach Washington begrüßt.

„Das zeigt deren Solidarität mit der Ukraine und ihrem Präsidenten“, sagte Röttgen der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Die EU-Regierungs- und Staatschefs sehen das Treffen Trump-Selenskyj zu Recht als enorm wichtig an“, so der Unionsfraktionsvize.

„Der Sinn dieser Maßnahme liegt sicher auch darin, weiterhin gegenüber Präsident Trump klarzustellen, dass Selenskyj nicht allein dasteht, sondern dass die Positionen der Ukraine und der Europäer identisch sind“, sagte Röttgen.


Foto: Wolodymyr Selenskyj und Friedrich Merz am 13.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil schließt Steuererhöhungen nicht aus

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil schließt Steuererhöhungen nicht aus. „Ich habe gesagt, wir brauchen am Ende ein Gesamtpaket, um eine Haushaltslücke von 30 Milliarden zu füllen, und dann nehme ich keine Option vom Tisch“, sagte er im ZDF-Sommerinterview.

„Die SPD ist immer der Meinung gewesen, dass Menschen, die viel verdienen und die super hohe Vermögen haben und die hohe Einkommen haben, dass die ihren Teil dazu beitragen müssen, dass diese Gesellschaft gerechter wird.“ Diese Grundüberzeugung gebe man ja nicht mit dem Eintritt in eine Koalition auf. „Und deswegen werden wir in der Koalition über alle Fragen reden“, so Klingbeil.

„Aber ich führe diese Debatte nicht in Sommerinterviews, weil es mir nicht darum geht, den Koalitionspartner zu provozieren“, so der Minister weiter. „Sondern mir geht es darum, Lösungen zu finden, die dieses Land nach vorne bringen und diese Koalition auch zusammenhalten.“ Es bringe überhaupt nichts, wenn man täglich provoziere.


Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DFB-Pokal: Frankfurt und Paderborn feiern Favoritensiege

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Köln/Koblenz (dts Nachrichtenagentur) – In den frühen Sonntagsspielen der 1. Runde des DFB-Pokals haben sich mit Eintracht Frankfurt und dem SC Paderborn jeweils die Favoriten durchgesetzt. Die Paderborner gewannen 3:1 beim Drittligisten Viktoria Köln, während die Frankfurter 5:0 beim Oberligisten FV Engers gewannen.

Der Zweitligist aus Paderborn drückte seiner Partie dabei von Anfang an seinen Stempel auf. Ein Doppelpack von Adriano Grimaldi in der fünften und achten Minute sorgte für die frühe Führung. Filip Bilbija legte zudem in der 36. Minute nach. Im zweiten Durchgang investierten die Ostwestfalen nicht mehr viel, während die Hausherren auf einmal Druck machten. Das wurde auch in der 59. Minute mit einem Treffer von David Otto belohnt. Mehr war am Ende aber nicht drin.

Beim anderen Spiel taten sich die höherklassigen Gäste derweil lange schwer, wobei der Außenseiter sogar ein paar Chancen liegenließ. Ein Doppelschlag des Bundesligisten durch Jean Bahoya (44. Minute) und Ritsu Doan (45. Minute) sorgte dann aber doch noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Nach dem Seitenwechsel traf Doan in der 54. Minute erneut. Es folgten noch Tore von Elye Wahi in der 89. Minute und Paxten Aaronson in der 90. Minute.


Foto: Can Uzun (Eintracht Frankfurt) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wadephul betont enge Zusammenarbeit mit Japan

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor seiner Abreise zu einem Besuch in Japan und Indonesien die enge Verbindung Deutschlands mit Japan hervorgehoben. Er sagte am Sonntag, dass beide Länder durch gemeinsame Werte und Interessen verbunden seien und vor ähnlichen Herausforderungen stünden.

„Um unsere Freiheit zu bewahren, müssen und wollen Deutschland und Japan mehr in die eigene Sicherheit investieren“, sagte er. Chinas zunehmend aggressives Auftreten in der Straße von Taiwan und im Ost- und Südchinesischen Meer habe auch Auswirkungen auf Europa: „Hier stehen Grundregeln unseres weltweiten Miteinanders auf dem Spiel. Dem stellen wir uns gemeinsam durch unseren Einsatz für eine internationale Ordnung entgegen, die von der Stärke des Rechts und für alle verbindlichen Regeln getragen wird.“

Im Indopazifik entscheide sich ganz maßgeblich, wie sicher die Freiheit der Seewege, globaler Lieferketten und damit die Wirtschaftsentwicklung der ganzen Welt bleibe. „Das ist von herausragender Bedeutung für große exportierende Volkswirtschaften wie Deutschland und Japan – aber auch für unsere aufstrebenden Partner im ASEAN-Raum wie Indonesien“, so Wadephul.

Wirtschaftlich stehe man zudem auch ganz grundlegend vor massiven Aufgaben: „China fordert unsere Volkswirtschaften mit unfairen und marktverzerrenden Handelspraktiken heraus.“ Die Zollpolitik der USA verunsichere Unternehmen in Europa wie Asien. Nur wer stark und widerstandsfähig aufgestellt sei, auf unterschiedliche Rohstoffpartner und Bezugswege setze, könne in einem solchen Umfeld bestehen.

„Gemeinsam tritt Deutschland mit Schlüsselpartnern wie Japan und Indonesien deshalb für Wirtschaftsbeziehungen ein, die auf freien Handel, Wettbewerb und Fairness bauen“, sagte der Außenminister weiter. „Dass die EU sich im Endspurt zu einem Freihandelsabkommen mit Indonesien befindet, ist dabei ein wichtiger Schritt.“ Vom globalen Vorreiter Japan könne man gerade bei Wirtschaftssicherheit viel lernen.


Foto: Johann Wadephul (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Von der Leyen will Selenskyj bei Trump-Treffen unterstützen

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei seinem Besuch im Weißen Haus am Montag unterstützen.

Auf Wunsch von Selenskyj werde sie an dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump und anderen europäischen Staats- und Regierungschefs im Weißen Haus teilnehmen, kündigte die CDU-Politikerin am Sonntag an. Bereits am heutigen Nachmittag empfängt sie demnach Selenskyj in Brüssel. Gemeinsam wollen sie an der Videokonferenz der sogenannten „Koalition der Willigen“ teilnehmen.

Bereits zuvor hatten US-Medien berichtet, dass möglicherweise mehrere europäische Staats- und Regierungschefs an Trumps Treffen mit Selenskyj am Montag im Oval Office teilnehmen werden – Namen wurden aber zunächst nicht genannt. Auch US-Vizepräsident JD Vance wird voraussichtlich anwesend sein, die endgültige Teilnehmerliste steht jedoch noch nicht fest. Dem Vernehmen nach soll es auch um ein mögliches trilaterales Gipfeltreffen mit Selenskyj und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gehen.


Foto: Wolodymyr Selenskyj am 13.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Auch Merz begleitet Selenskyj am Montag nach Washington

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Neben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird auch Bundeskanzler Friedrich Merz am Montag am Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump in Washington teilnehmen.

Merz werde gemeinsam mit Selenskyj und anderen europäischen Staats- und Regierungschefs zu politischen Gesprächen nach Washington reisen, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Sonntag mit. Die Reise diene dem Informationsaustausch mit Trump nach dessen Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska.

Bundeskanzler Merz werde mit den Staats- und Regierungschefs den Stand der Friedensbemühungen diskutieren und das deutsche Interesse an einem schnellen Friedensschluss in der Ukraine unterstreichen. Gegenstand der Gespräche seien unter anderem Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen und die fortdauernde Unterstützung der Ukraine in der Abwehr der russischen Aggression, so Kornelius. Dazu gehöre auch die Aufrechterhaltung des Sanktionsdrucks.

Zuvor hatte bereits von der Leyen angekündigt, auf Bitten von Selenskyj im Weißen Haus dabei zu sein.


Foto: Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj am 13.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Publizist de Weck: Schweiz wird sich verstärkt EU zuwenden

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Bern (dts Nachrichtenagentur) – Der Schweizer Publizist Roger de Weck geht davon aus, dass sich die tendenziell EU-skeptischen Schweizer infolge von Donald Trumps Zollhammer nun verstärkt der Europäischen Union zuwenden werden. In der Volksabstimmung über das auf dem Tisch liegende Vertragspaket, das die Beziehungen der Schweiz zur EU für die Zukunft sichern soll, werde es mehrheitlich ein Ja geben, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

„Die Schweiz wäre von allen guten Geistern verlassen, mit der EU zu brechen, wo auf die USA kein Verlass ist. Wir haben es zu tun mit einem zusehends autoritären Amerika, einem totalitären China und einem diktatorischen Russland. Obendrein sind wir Europäer umgeben von einem Chaosbogen, der sich von der Ukraine über den Kaukasus, die Türkei und Nahost bis nach Nordafrika zieht. Der Außendruck stärkt den inneren Zusammenhalt. So war es in der Schweiz im Zweiten Weltkrieg, so wirkt es heute in Europa, einschließlich der Eidgenossen. Die Schweiz mag insular ticken – eine Insel ist sie nicht.“

In der unschönen neuen Welt werde die Schweiz im Alleingang nicht gedeihen, so de Weck. Sie brauche verlässliche Partner. „Und da gibt es nur einen: die EU. Sie steht zur liberalen Demokratie, und sie erfüllt ihre Vertragspflichten. Diese EU macht 60 Prozent unseres Handelsvolumens aus: pro Werktag eine Milliarde Franken“, sagte der frühere Generaldirektor des Schweizerischen Radios und Fernsehens (SRF).

De Weck geht mit seinem Heimatland hart ins Gericht. Die Neutralität der Schweiz bezeichnet er als „identitätsstiftende Lebenslüge“. Schließlich hänge die Sicherheit des Landes von der Nato ab. „Solange die Europäer Trittbrettfahrer der Amerikaner sein durften, war allen egal, dass auch die Schweizer Armee verkam; die Verteidigungsausgaben betragen 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung und sollen bis 2032 auf ein Prozent steigen. Die Schweiz also war der Trittbrettfahrer der Trittbrettfahrer. Doch wo heute die Europäer für ihre Sicherheit selbst aufkommen müssen, werden sie das helvetische Parasitentum nicht ewig hinnehmen.“

Für den Irrglauben, die Schweiz werde in den Zollverhandlungen mit Trump besser wegkommen als die EU, macht de Weck die Schweizerische Volkspartei (SVP) mitverantwortlich. Diese sei geistesverwandt mit den Republikanern. „Allerdings hatten unsere Superschweizer von der SVP eins nicht auf dem Radar: Nationalisten à la Trump nehmen keine Rücksicht auf die Nationalisten anderer Nationen.“


Foto: Schweiz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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