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Regierung erhöht jährliche Leistungen an Zentralrat der Juden

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Zentralrat der Juden, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung erhöht die sei 2003 bestehenden jährlichen Zahlungen an den Zentralrat der Juden (ZdJ) in Deutschland von aktuell 13 Millionen Euro auf künftig 22 Millionen Euro. Dazu haben am Freitag Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), Josef Schuster, Präsident des ZdJ und Mark Dainow, Vizepräsident des ZdJ, einen Änderungsvertrag unterzeichnet, wie das Innenministerium mitteilte.

Der nun geänderte Staatsvertrag soll nach der Ratifizierung durch ein Bundesgesetz in Kraft treten. Mit der Erhöhung werde der Zentralrat seine Aktivitäten zur Sichtbarmachung des gegenwärtigen jüdischen Lebens intensivieren, hieß es. Bundesinnenministerin Nancy Faeser sagte dazu: „Es ist ein Wunder und ein großes Glück, dass es nach dem von Deutschen begangenen Menschheitsverbrechen des Holocaust heute wieder so vielfältiges jüdisches Leben in Deutschland gibt.“ Dieses jüdische Leben zu schützen und zu unterstützen, sei ein wichtiger Teil der heutigen Verantwortung.

„Deshalb erhöhen wir die jährlichen Leistungen an den Zentralrat der Juden in Deutschland erheblich von 13 auf künftig 22 Millionen Euro. Die Bildungs- und Erinnerungsarbeit, aber auch die Sicherheit jüdischer Gemeinden können wir so weiter stärken“, so Faeser. Zentralratspräsident Josef Schuster sagte, in den vergangenen Jahrzehnten habe das jüdische Leben in Deutschland eine Vielfalt erlangt, die vor der Schoa eine Selbstverständlichkeit gewesen sei. „Diese Entwicklung soll nun gefestigt werden und das erfordert Hingabe, Anstrengung und Zusammenhalt – sowohl von der jüdischen Gemeinschaft als auch von der gesamten Gesellschaft.“

Der größte Teil der erhöhten Leistungen solle dem Betrieb der Jüdischen Akademie in Frankfurt zu Gute kommen, deren Eröffnung für 2024 geplant ist, so Schuster. „Der Auftrag der Akademie ist es, eine jüdische Perspektive auf Debatten der Mehrheitsgesellschaft zu formulieren und Themen in aller Selbstbestimmtheit zu setzen.“ Mit den zusätzlichen jährlichen Mitteln strebt der Zentralrat der Juden zudem ein bundesweites Ausbildungsprogramm für Sicherheitspersonal an jüdischen Einrichtungen an. In Zusammenarbeit mit der IHK solle Sicherheitspersonal speziell zu möglichen Gefahren sowie Deeskalations- und Präventionsstrategien geschult werden, hieß es.

Im Bereich der Antisemitismus-Prävention sollen zusätzliche Gelder beispielsweise für Fortbildungen für Schulbuchautoren verwendet werden.


Foto: Zentralrat der Juden, über dts Nachrichtenagentur

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EU-Staaten verabschieden Reform des CO2-Zertifikatehandels

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EU-Fahnen, über dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU-Mitgliedsstaaten haben im Rat der Europäischen Union am Dienstag mehrere Bestandteile des Klimaschutzpakets „Fit for 55“ verabschiedet. Dazu zählt die Reform des EU-Emissionshandelssystems (ETS), die Einrichtung eines Klimasozialfonds im Umfang von über 80 Milliarden Euro, ein neues CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM), ein separates Emissionshandelssystem für Verkehr und Gebäude sowie neue Regeln für den Emissionshandel in der Luft- und Schifffahrt.

Mit der Reform des ETS wird das Gesamtziel der Emissionsreduzierung bis 2030 in den Sektoren energieintensive Industrien, Stromerzeugung und Luftfahrt auf 62 Prozent gegenüber dem Stand von 2005 erhöht. Klimaschutzorganisationen gehen davon aus, dass damit Kohlestrom ab 2030 unrentabel würde. Künftig sollen durch die Reform zunehmend auch Emissionen aus der Schifffahrt durch den Emissionshandel abgedeckt werden. Ab 2027 soll ein separates Emissionshandelssystem für die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr eingerichtet werden.

Für den Fall, dass die Öl- und Gaspreise bis zum Inkrafttreten des neuen Systems außergewöhnlich hoch sind, wurde eine Schutzklausel eingeführt, die eine Verschiebung bis 2028 vorsieht. Einnahmen aus dem neuen Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr sollen unter anderem in einen „sozialen Klimafonds“ fließen. Dieser soll vorübergehend für den Zeitraum 2026-2032 eingerichtet und durch weitere Beiträge der Mitgliedsstaaten ergänzt werden. Mit ihm sollen Maßnahmen und Investitionen zur Unterstützung von schutzbedürftigen Haushalten, Kleinstunternehmen und Verkehrsteilnehmern verwendet werden.

Für die Luftfahrt sollen künftig weniger und ab 2026 keine kostenlosen Zertifikate mehr vergeben werden. Mit dem Europäische CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) soll laut EU-Institutionen verhindert werden, dass Treibhausgasemissionen in Nicht-EU-Länder verlagert werden. In einer Übergangsphase soll lediglich eine Berichtspflicht über die CO2-Emissionen eingeführter Güter gelten. Danach soll der CO2-Preis von eingeführten und einheimischen Produkten schrittweise angeglichen werden.

Kostenlose Zertifikate im EU-Emissionshandel werden im Zuge dessen abgeschafft, um nicht gegen WTO-Regeln zu verstoßen. Mit dem Gesetzespaket will die EU ihre Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 senken und 2050 Klimaneutralität erreichen. Die Abstimmung im Rat war der letzte Schritt des Entscheidungsverfahrens, nachdem eine Einigung mit EU-Kommission und EU-Parlament erzielt worden war und das Parlament den Gesetzen bereits zugestimmt hat.


Foto: EU-Fahnen, über dts Nachrichtenagentur

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Polizeigewerkschaft gegen Entkriminalisierung von Unfallflucht

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Unglückstelle nach SUV-Unfall, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert den Vorstoß von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP), die Verkehrsunfallflucht zu entkriminalisieren. „Die Staatsanwaltschaften werden entlastet, dafür bekommen aber die Bußgeldstellen mehr zu tun“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Michael Mertens den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).

Ob es für die Polizei eine echte Entlastung bedeutet, wollte er nicht sagen: „Ich kann nicht erkennen, ob es für die Polizei wirklich eine Entlastung durch schlankere Vorgänge gibt.“ Die GdP sei dazu noch in Gesprächen mit Verkehrsexperten. „Das Rechtsgut Eigentum wird durch diesen Vorschlag aus dem Bundesjustizministerium nicht mehr ausreichend geschützt und die unschuldig Geschädigten bleiben womöglich auf dem Sachschaden sitzen, der sich häufig auf mehrere tausend Euro beläuft“, so der Gewerkschaftsvertreter. In der öffentlichen Debatte entstehe der Eindruck, dass Fahrerflucht nicht „schlimm ist, wenn sie nur als Ordnungswidrigkeit behandelt wird“, sagte Mertens.

Das sei ein „fatales Zeichen“.


Foto: Unglückstelle nach SUV-Unfall, über dts Nachrichtenagentur

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Harry Belafonte mit 96 Jahren gestorben

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Harry Belafonte in 1954, über dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Der US-Sänger und Schauspieler Harry Belafonte ist tot. Er starb am Dienstag in derselben Stadt, in der er 1927 geboren wurde: in New York City.

Das teilte sein Sprecher mit. In Deutschland war Belafonte vor allem durch seinen „Banana Boat Song“ bekannt, der in den 1950er Jahren auf Platz eins der deutschen Charts landete und bis heute ein ausgemachter Ohrwurm ist. Aber auch als Filmschauspieler machte sich Belafonte, ursprünglich in einem Schwarzen-Ghetto aufgewachsen, nach dem Krieg einen Namen, zuletzt war er 2018 in Spike Lees Drama „BlacKkKlansman“ in einer Nebenrolle zu sehen. Darüber hinaus war Belafonte für sein politisches und soziales Engagement als Bürgerrechtler und Unicef-Botschafter bekannt, Amnesty International ernannte ihn zum „Botschafter des Gewissens“.


Foto: Harry Belafonte in 1954, über dts Nachrichtenagentur

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Deutliches Bekenntnis: Millioneninvest in neue Unternehmenszentrale und europäische Produktion

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air up

air up stärkt den Standort München und erzielt Umsatzwachstum von 75% in einem Jahr

Vom Studienprojekt zum internationalen Erfolgsunternehmen: Mit seinem innovativen Trinksystem, das Trinkwasser nur durch Duft Geschmack verleiht, ist es air up in nur vier Jahren gelungen, internationale Erfolgsgeschichte zu schreiben. Bestand das Start-up 2019 noch allein aus dem fünfköpfigen Gründungsteam, so zählt das profitable Unternehmen heute mehr als 300 Mitarbeitende, die in elf Ländern über fünf Millionen Kund:innen mit einem duftbasierten Geschmackserlebnis begeistern.

Damit ist das Team um Mitgründerin und Chief Evangelist Lena Jüngst längst dem Status eines Start-ups entwachsen. Höchste Zeit, die bisherige Wirkungsstätte in der Bayerstraße gegen eine neue State-of-the-Art Innovationsschmiede einzutauschen: Ab sofort tüfteln die Münchner:innen an ihrer Revolution im Getränkesegment – dem duftbasierten Trinksystem – in einem neuen 3.600 m² Head Office. Wo? Im Münchner Werksviertel natürlich! Ein bewusstes Bekenntnis zum eigenen Selbstverständnis – und zur Heimat.

„Als wir angefangen haben, standen uns zu fünft gerade mal 20 m2 zur Verfügung. Auch wenn das natürlich zu wenig Platz für unsere Arbeitsplätze, Prototypen und 3D-Drucker war – wir waren einfach froh darüber, überhaupt eine Arbeitsstätte zu haben.

In ein größeres Büro investieren war zu dieser Zeit undenkbar. Dafür war unsere Einstellung als Unternehmer:innen zugegebenermaßen auch immer etwas konservativer – wir wollten nachhaltig wirtschaften. Das Zurückstecken, gepaart mit unserem innovativen Produkt, hat uns jedoch dorthin gebracht, wo wir heute stehen“, kommentiert Chief Evangelist und Mitgründerin Lena Jüngst den Einzug ins neue Büro.

air up trotzt der Krise und baut Präsenz in Europa aus

Zahlreicher volkswirtschaftlicher Herausforderungen zum Trotz, verzeichnet das ambitionierte Team weiterhin einen kontinuierlichen Wachstumskurs. Ihr Erfolgsrezept: Nachhaltiges Wachstum. So finanziert sich air up seit Ende 2020 bereits aus eigenen Kräften. Ausgegeben wird nur vorhandenes Geld – eher unüblich für ein dato anderthalbjähriges Unternehmen. Neben einem Teamzuwachs von 25 Prozent im vergangenen Jahr, konnten sie die Anzahl der Kund:innen in nur eineinhalb Jahren um insgesamt 233 Prozent von einer Million auf über fünf Millionen steigern. Damit sind die ikonisch geformten und langlebigen Trinksysteme bereits in zehn EU-Ländern erhältlich und sorgen seit Juli 2022 auch in den USA für ein duftbasiertes Trinkerlebnis.

air up

Das zeigt sich auch in den Umsatzzahlen: Nachdem air up das Jahr 2021 mit einem Umsatz von EUR 90 Mio. abschloss, freute sich air up Ende 2022 bereits über EUR 159 Mio. – ein Plus von 75 Prozent. Durch das nachhaltige Wachstum konnten die Münchner:innen auch Meilensteine realisieren, auf die sie heute besonders stolz sind. So arbeiten sie gerade daran, ihre Produktion so schnell wie möglich nach Europa und damit näher an die Kund:innen zu holen. Tatsächlich werden sowohl die beliebten Starter-Sets aus langlebigem Tritan™ (Österreich) als auch die Pods (Niederlande) bereits seit einigen Monaten in Europa produziert – die Herstellung der neuen Premium-Produkte, air up‘s Edelstahlflasche, soll noch in diesem Jahr in Deutschland folgen.

„Die schrittweise Verlagerung der Produktion nach Europa lässt uns heute einerseits näher an unseren Kund:innen sein, andererseits schaffen wir dadurch auch Arbeitsplätze und setzen ein klares Zeichen für den Wirtschaftsstandort Europa. Wir sind der festen Überzeugung, dass das der einzig richtige Weg ist, sein Business nachhaltig aufzubauen – das erfordert viel Unternehmergeist, strategische Entscheidungen und eine Menge Geld“, kommentiert Christian Hauth, Co-CEO von air up.

„Unser Ziel war es, ein Unternehmen aufzubauen, das sich selbst trägt und einen langfristigen Wert hat. Keine fremdfinanzierte Eintagsfliege. Mit einem cleveren Produkt, tiefen Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kund:innen sowie lokalen Unterschieden konnten wir selbst unter den aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Bedingungen profitabel wachsen“, so der Co-CEO weiter.

Heimat trotz Remote-first

Das Team von air up sowie ihr Unternehmergeist sind das Fundament, auf dem der Firmenerfolg ruht. Die Entscheidung für München als neuen Ankerpunkt für die über 300 Teamies war dabei keine zufällige: „Nach Berlin oder in eine andere Stadt zu gehen, stand für uns tatsächlich nie zur Debatte. München war offensichtlich genau das Umfeld, das wir als Team benötigt haben, um mit unserem Produkt erfolgreich zu werden und das schafft natürlich Verbundenheit.

Mit dem Einzug ins Werksviertel wollen wir uns noch stärker an die Stadt binden“, erklärt Lena Jüngst die Wahl des neuen Firmensitzes. „Wir sehen natürlich viele Talente in Berlin, aber unser Arbeitsmodell erlaubt ihnen entweder von dort aus zu arbeiten oder sie nach München zu holen und sie von der Stadt zu überzeugen. In Zukunft kommen die coolen Kids eben nach München,“ ergänzt die studierte Produktdesignerin.

Auch wenn das Scale-up für seine „air uppies“ nach wie vor den Remote-First-Ansatz verfolgt, möchte es dem stetig wachsenden und internationalen Team ein modernes und hybrides Arbeitsmodell garantieren. Die passen Räumlichkeiten fand das Team im „i3“ in der Münchner Innovations-Hochburg Werksviertel: Ab sofort bietet der Neubau feste Arbeitsplätze für bis zu 140 Personen und gibt allen „air uppies“ einen festen Ort zum persönlichen Austausch und gemeinsamen Verfolgen ihrer Vision. Das erklärte Unternehmensziel: einen verantwortungsvollen Trinkkonsum zur attraktivsten Wahl zu machen.

Insbesondere die Anforderungen an ein modernes, hybrides Arbeitsumfeld nahmen maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung der Räumlichkeiten. Das übergreifende Motto „Innovation und Kollaboration“. Um den Mitarbeitenden größtmögliche Flexibilität bei der Gestaltung ihres Arbeitstages zu bieten, wurde das Gebäude für ein kreatives, aber auch konzentriertes Arbeiten in vier verschiedene Noise Zones (dt. Lärmzonen) aufgeteilt.

Heißt: Je nachdem, ob Teammitglieder Orte der Konzentration benötigen, mit Remote-Kolleg:innen telefonieren möchten, oder sich zu kreativen Brainstormings treffen wollen, finden sie den passenden Bereich. Das Herzstück der Innovationsschmiede formt im neuen Office der sogenannte Product Hub. Hier finden sich für die internationalen Talente im Research & Development-Bereich, darunter Experten aus der Produkt- und Aromaentwicklung, eine Laborküche, ein Hackathon-Areal, eine Küche für Qualitätstests, sowie ein Produktfertigungsbereich, um auch zukünftig mit neuen Innovationen an den bisherigen Erfolgen anzuknüpfen.

„Das Wohlbefinden unserer über 300 Mitarbeitenden steht für uns an erster Stelle – egal, ob sie vom Büro, Zuhause oder dem Strand aus arbeiten. Mit dem neuen Office möchten wir ein attraktives Arbeitsumfeld schaffen, das genau das Maß an Flexibilität bietet, dass sich jede:r einzeln:e wünscht und braucht, um langfristig innovativ zu bleiben. Gleichzeitig wollen wir unseren internationalen Talenten ein zweites Zuhause, einen zentralen Ankerpunkt, bieten, in dem sie einander treffen, sich austauschen, und von- sowie miteinander lernen können. „Innovation“ und „Kollaboration“ eben“, ergänzt Benjamin Curwood, VP People & Culture.

Quelle PIABO PR GmbH

NRW kritisiert Kürzungen bei Kursen für Flüchtlinge

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Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland, über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne) fordert die Bundesregierung in einem Brandbrief auf, geplante Kürzungen bei den Erstorientierungskursen für Asylbewerber zu verzichten. „Ich denke, wir sind uns einig, dass alles getan werden sollte, um diesen wichtigen Baustein für erste Integrationsschritte weiter zu stärken“, heißt es in Pauls Brief an Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), über den die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (Mittwochsausgabe) berichtet.

Erstorientierungskurse werden vom Bund seit 2017 gefördert und sind eine Art Vorstufe zu den Integrationskursen. Sie richten sich an Asylsuchende, sind aber seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine auch für Geflüchtete von dort geöffnet. Der Bund verdoppelte wegen der großen Nachfrage die Förderung von 22 auf 45 Millionen Euro im Jahr 2022, will sie aber nun laut Paul wieder auf 22 Millionen Euro zurückfahren. „Die geplanten Mittelkürzungen des Bundes bei den Erstorientierungskursen führen zu einer Einschränkung des so wichtigen Angebots, hemmen so den Integrationsprozess und nehmen den Zugewanderten die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe. Ich erwarte, dass der Bund die Kürzung zurücknimmt und die finanzielle Förderung der Erstorientierungskurse weiter ausbaut“, sagte Paul vor einem Treffen der Integrationsminister am Mittwoch und Donnerstag.


Foto: Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Hamburg: 28-Jähriger wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen

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Festnahme mit Handschellen, über dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – In Hamburg ist am Dienstagmorgen ein 28-jähriger Syrer wegen des Verdachts eines geplanten Sprengstoffanschlags festgenommen worden. Hintergrund sind Ermittlungen, die sich gegen zwei 28 und 24 Jahre alte Brüder aus Hamburg und Kempten (Allgäu) richten, teilte das Bundeskriminalamt mit.

Die beiden syrischen Staatsangehörigen sollen den Behörden zufolge aus einer radikal-islamistischen und dschihadistischen Grundhaltung heraus einen Anschlag mit einem selbst hergestellten Sprengstoffgürtel geplant haben. Dazu soll der 28-jährige Hauptbeschuldigte aus Hamburg seit einigen Wochen online Grundstoffe zur Herstellung sprengfähigen Materials erworben haben. Sein in Kempten lebender Bruder soll ihn in der Tatplanung bestärkt und somit Beihilfe geleistet haben. Hinweise auf ein konkretes Anschlagsziel gebe es aber nicht, so das BKA. Im Zuge der laufenden strafprozessualen Maßnahmen wurde der 28-Jährige durch Spezialkräfte der Bundespolizei in Hamburg festgenommen.

Gegen ihn liegt ein Haftbefehl des Amtsgerichts Hamburg wegen Terrorismusfinanzierung vor. Darüber hinaus wurden am Dienstagvormittag mehrere Objekte sowohl in Hamburg und Kempten (Allgäu) als auch bei Kontaktpersonen der Beschuldigten durchsucht. Den Ermittlern zufolge wurden umfangreiche Beweismittel, darunter auch chemische Substanzen, sichergestellt. Insgesamt waren circa 250 Polizisten beteiligt.


Foto: Festnahme mit Handschellen, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Generative KI – Retresco und Basilicom verkünden Partnerschaft

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Retresco und Basilicom verkünden Partnerschaft

Generative KI: Retresco und Basilicom bündeln ihr Know-how für eine beschleunigte Content-Produktion in allen gängigen Textarten und Sprachen

Der führende Anbieter für KI-basierte Content Automation Retresco und die Digital- und Transformationsagentur Basilicom haben eine Partnerschaft im Bereich Content-Automation vereinbart. Die Zusammenarbeit ist darauf ausgelegt, Mittelstands- und Enterprise-Unternehmen im Digital Commerce dabei zu unterstützen, die Betextung von Produkten, Kategorien, FAQs, SEO-Tags, Meta-Elementen sowie vergleichbaren Textarten zu automatisieren und dadurch deutlich zu beschleunigen.

Die Partnerschaft richtet sich an gemeinsame Kunden, die ihre Content-Produktion kanalübergreifend organisieren sowie flexibel skalieren und internationalisieren möchten.

Generative KI entwickelt sich außerordentlich dynamisch. In diesem Bereich der Künstlichen Intelligenz gibt es aber nicht nur ChatGPT oder GPT-4 mit ihren Vor- und Nachteilen, sondern auch Large Scale Content Automation (LSCA) von Retresco, womit sich mehrere Zehntausend oder Hunderttausend Texte inhaltlich, grammatikalisch und rechtlich einwandfrei generieren lassen. Die Unternehmen können die Tonalität sowie das Wording ihrer Texte individuell und personalisiert ausrichten sowie kanal- und markenspezifisch variieren.

Im Vergleich zu ChatGPT und Co. bleibt hierbei menschlicher Input immer möglich („Human-in-the-Loop“). Die Content-Automation basiert auf einem initialen Setup aus Daten und Regeln, wodurch eine kontinuierliche Betextung in gleichbleibend hoher Qualität, Varianz und Aktualität immer sichergestellt bleibt.

Die Partnerschaft ist darauf ausgelegt, gemeinsamen Kunden eine beschleunigte Time-to-Market und maximale Wertschöpfung zu bieten. Retresco bringt hierfür seine Content Automation Plattform textengine.io in die Zusammenarbeit ein, die sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten nutzen kann und konversionsstarke Inhalte automatisiert in allen gewünschten Textarten und Sprachen erstellt.

Basilicom verfügt als Pimcore-Agentur Nr. 1 in Deutschland über das nötige strategische und technische Verständnis sowie Umsetzungs-Know-how für erfolgreiche Kundenprojekte auf Enterprise-Niveau bei der Implementierung von Product Information Management und Customer Experience Lösungen.

Arndt Kühne, Gründer und Geschäftsführer von Basilicom, kommentiert die Zusammenarbeit: „Wir schaffen für unsere Kunden eine maximale Wertschöpfung bei einer beschleunigten Time-to-Market – und dadurch nachhaltige Mehrwerte. Eine erfolgreiche Content-Automation im großen Umfang erfordert durchgängig inhaltliche und stilistische Top-Qualität, um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.

Wir stehen wie Retresco für eine ‚Content Production at Enterprise Scale‘. Von der Partnerschaft versprechen wir uns einwandfreie Produktbeschreibungen, FAQs sowie vergleichbare Textarten bei einem durchgängig hohen Output. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und die bereits in der Umsetzung befindlichen Projekte mit ersten Kunden.“

Johannes Sommer, CEO von Retresco, ergänzt: „Dank unserer Möglichkeiten im Bereich der generativen KI erfüllen wir höchste Anforderungen in Bezug auf inhaltliche Qualität, Varianz und Aktualität. Unsere Content Automation Plattform textengine.io beschleunigt die erfolgreiche Umsetzung unterschiedlichster Texterstellungsprojekte entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette.

Die Partnerschaft mit Basilicom freut uns sehr, da wir gemeinsam unsere Expertise für nationale und internationale Content-Produktionen bündeln. Die Kombination aus digitaler Beratungskompetenz und Umsetzungs-Know-how durch Basilicom sowie unsere technischen Möglichkeiten und langjährige Projekterfahrung entspricht den aktuellen Marktanforderungen.“

Titelbild/ Bildquelle: Bild von Ronald Carreno auf pixabay

Quelle Retresco GmbH

Gaming mit pädagogischem Anspruch

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Sibel’s Journey thematisiert Geschlecht, Sexualität, Körper und Grenzen

Spiel Sibel’s Journey thematisiert Geschlecht, Sexualität, Körper und Grenzen

Sich im frühen Jugendalter an das Thema Sexualität und Geschlecht heranzutasten ist beängstigend, überwältigend und oft schambesetzt. Aus diesem Grund hat das Berliner Kollektive Food for Thought das Computerspiel „Sibel’s Journey” ins Leben gerufen. Die Expert*innen aus der Berliner Gaming-Szene – rund um CEO und Kreativdirektorin Serenad Yilmaz – setzen auf Spiele als eine bewährte Methode zum unabhängigen Selbstlernen. Die Spieler*innen setzen sich interaktiv mit den Inhalten auseinander und können bei Bedarf mit Vertrauenspersonen in den Austausch gehen. Nun ist „Sibel’s Journey” im Google Play und App Store verfügbar.

Spielen für mehr Body Positivity und die Stärkung der sexuellen Identität

In „Sibel’s Journey” schlüpft der*die Spieler*in in die Rolle der 13-jährigen Sibel, die an einem aufregenden Wochenende in Berlin verschiedene Lebens- und Liebesweisen kennenlernt und endlich das Geheimnis ihrer besten Freundin Sarah erfährt. „Sibel’s Journey” ist ein Serious Game (pädagogisches Lernspiel), das Jugendlichen hilft, sich mit den Themen Sexualität, Geschlecht, Körper und Grenzen auseinanderzusetzen. Es vermittelt in vier je 20-minütigen Episoden spielerisch fundiertes Wissen. Das Spiel ist für Jugendliche der Klassenstufen sechs bis zehn (11-15 Jahre) vorgesehen.

Pädagogische Nutzung für „Sibel’s Journey” in Schulen geplant
Das Spiel soll in Form von Workshops im schulischen oder außerschulischen Betrieb genutzt werden. Dazu schult Food for Thought entweder Lehrer*innen, Referendar*innen oder Eltern zu Moderator*innen des Workshops. Das Projekt steht aber auch mit eigenen Kursleiter*innen an der Seite der Lehrkräfte, um den Schüler*innen die Themen Geschlecht, Sexualität, Körper und Grenzen mit Hilfe von “Sibel’s Journey” nahe zu bringen. Das Spiel ist neben Deutsch auch in Englisch und Türkisch verfügbar, um möglichst viele Jugendliche zu erreichen.

CEO Serenad Yilmaz sagt dazu: „Wir sind sehr froh, dass wir mit unseren Spielen nicht nur im Rahmen von Lehrangeboten in Schulen junge Menschen über Geschlecht, Sexualität, Körper und eigene Grenzen aufklären wollen, sondern jetzt auch unmittelbar per App an Kinder und Jugendliche herantreten können. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die eigene und die Fremdwahrnehmung von Körpern positiv zu unterstützen und mit Stereotypen Schluss zu machen, die viel zu lange in den Medien und in der Werbung verbreitet wurden.”

Erfolgreiches Crowdfunding und namhafte Auszeichnungen
Die Entwicklung von „Sibel’s Journey” wurde Ende letzten Jahres sowohl durch eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne auf Kickstarter finanziert, als auch mit einer Förderung des Medienboard Berlin-Brandenburg. Der hohe pädagogische Anspruch an Computerspiele aus der Feder von Food For Thought wurde bereits durch Auszeichnungen des Spiels „Laika” gewürdigt. Nach dem Launch der Browser-Version erhielt es u.a. den Pädagogischen Medienpreis und den Deutschen Computerspielpreis für das beste Kinderspiel.

Detektivspiel “Laika” fördert Empathie
Food for Thought hat zudem auch das erzieherische Detektivspiel „Laika” entwickelt, das auf unterhaltsame Weise die sozialen und empathischen Fähigkeiten stärkt: Der*die Spieler*in löst darin, gemeinsam mit dem Spürhund Arthur, den Fall rund um das Verschwinden des goldenen Knochens. Das Spiel bringt Kindern im Alter von 6-9 Jahren (oder jünger gemeinsam mit ihren Eltern) bei, von anderen zu lernen, Emotionen und Gefühle zu deuten und anderen aktiv zuzuhören.

Weitere Informationen:
„Sibel’s Journey” und auch „Laika” sind jetzt im Google Play und im App Store (Kosten 5,99 Euro pro Spiel) sowie als PC- und Mac-Version erhältlich.
Den Trailer zu „Sibel’s Journey” finden Sie hier: https://vimeo.com/773780992
Schulen oder Organisationen, die an Informationen über Workshops und Spielepakete interessiert sind, können Food for Thought per E-Mail an serenad@foodforthoughtmedia.com kontaktieren.

Quelle Laika Communications GmbH

SPD will "unabhängigen" Zugang Deutschlands zum Weltraum

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Die Erde aus dem Weltraum aufgenommen, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Weltraums fordert die SPD-Bundestagsfraktion einen eigenen Zugang für Deutschland mit Raketen und Satelliten. „Ohne Weltrauminfrastruktur ist das Leben in einer modernen und vernetzten Industrienation nicht möglich“, heißt es in einem 13-seitigen Positionspapier der Arbeitsgruppe Wirtschaft, über das die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

„Weltraumdienste und Weltraumtechnologien sichern die Funktionsfähigkeit unseres Staates.“ Das Papier sollte am Dienstagnachmittag in der Sitzung der Bundestagsfraktion beschlossen werden. Es ist das erste Mal, dass die Fraktion ein solches Dokument vorlegt. „Störungen der Weltrauminfrastruktur oder Datenübertragungen, ob an Satelliten oder Bodeninfrastruktur durch menschengemachte oder umweltbedingte Einflüsse haben gravierende Folgen“, heißt es in dem Papier.

Die Bundesregierung solle hoheitlich genutzte Weltrauminfrastruktur (Weltraum-, Bodensegment und Datenverbindungen) als kritische Infrastruktur anerkennen. Deutschland benötige zudem, eingebettet in ein gemeinsames europäisches Vorgehen, unabhängigen Zugang zum Weltraum. „Das heißt explizit, eigene Startkapazitäten und -plätze, sowie eigene Trägerraketen und Satelliten, die schnell Ausfälle kompensieren können.“ Deshalb begrüße man die Initiative zur Schaffung einer mobilen Startplattform in der deutschen Nordsee.

Eine europäische Zusammenarbeit mit Deutschland als Anlehnpartner bietet sich auf diesem Gebiet an. Neben einer ausreichenden finanziellen Ausstattung eines solchen Programms wird zudem gefordert, dass Kanzler Olaf Scholz (SPD) das Thema zur Chefsache machen solle: Daher unterstütze die SPD-Bundestagsfraktion „die Forderung nach einer Stabsstelle Raumfahrt im Bundeskanzleramt“, heißt es in dem Dokument.


Foto: Die Erde aus dem Weltraum aufgenommen, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts