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G7-Staaten verständigen sich auf gemeinsame China-Strategie

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Fahne von China, über dts NachrichtenagenturHiroshima (dts Nachrichtenagentur) – Die G7-Staaten haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Hiroshima auf eine gemeinsame China-Strategie verständigt. Man werde „übermäßige Abhängigkeiten in unseren kritischen Lieferketten verringern“, hieß es am Samstag im Kommuniqué der Staats- und Regierungschefs.

Zudem werde man „einzeln und gemeinschaftlich Maßnahmen ergreifen, um in unsere eigene wirtschaftliche Dynamik zu investieren“, denn für „wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit“ seien „Risikominderung und Diversifizierung“ erforderlich. Gleichzeitig solle die Politik der G7-Staaten China „nicht schaden“. Man habe nicht die Absicht, „den wirtschaftlichen Fortschritt und die wirtschaftliche Entwicklung Chinas zu behindern“. „Ein wachsendes China, das sich an die internationalen Regeln hält, wäre von globalem Interesse“, hieß es weiter.

Außerdem fordere man China dazu auf, sich bei internationalen Foren zu globalen Themen einzubringen. So solle China gegenüber Russland darauf dringen, „dass es seine militärische Aggression stoppt und seine Truppen unverzüglich, vollständig und bedingungslos aus der Ukraine abzieht“, fordern die G7-Staaten.


Foto: Fahne von China, über dts Nachrichtenagentur

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IWH: Ausweichende Manager schaden dem Aktienkurs

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IWH - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, über dts NachrichtenagenturHalle (Saale) (dts Nachrichtenagentur) – Wenn Führungskräfte in Telefonkonferenzen mit Analysten und Investoren Fragen unklar beantworten, leidet kurze Zeit später der Aktienkurs. Das geht aus einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.

Demnach sank der Börsenwert im Anschluss an Quartalskonferenzen mit Fragerunden stärker, wenn die Führungskräfte viele Fragen ausweichend beantwortet oder eine Auskunft offen verweigert hatten. Die IWH-Forscher untersuchten mithilfe maschinellen Lernens rund 1,2 Millionen Aussagen von Führungskräften. Diese hatten im Zeitraum von 2002 bis 2019 für im US-Aktienindex S&P 500 notierte Unternehmen solche Fragerunden abgehalten. Einige ließen sich nicht inhaltlich ein, sie sagten etwa „weiß ich nicht“ oder „dazu machen wir keine Angaben“.

Andere lavierten herum, dabei nutzten sie Floskeln wie „eine interessante Frage“. Auch suchten einige Manager Ausflüchte und versprachen etwa, „Informationen später nachzureichen“. Besonders bei Nachfragen, kritisch formulierten Fragen oder Fragen zur Zukunft des Unternehmens nutzten Führungskräfte demnach diese Strategien. Investoren wurden daraufhin unsicherer, wie sie die Zukunft des Unternehmens einschätzen sollten.

Laut Studie waren sie nach einer Telefonkonferenz mit unklaren Antworten bereit, höhere Versicherungsprämien zu zahlen, um sich gegen einen weiteren Kursverfall abzusichern.


Foto: IWH – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, über dts Nachrichtenagentur

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So geht Sommer in der Schweiz

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gstaad palace

Gstaad Palace rollt den grünen Teppich aus

Bald öffnet die Hotelikone in Gstaad im Berner Oberland ihre Tore zur Sommersaison: Und durch die filmreife Drehtüre wirbeln spannende und aufregend-alpine Sommererlebnisse: ein exklusives Wochenende «en famille» mit Chefkoch Franz W. Faeh und Hausherr Andrea Scherz höchstpersönlich, eine Fahrt durchs Saanenland mit e-Bikes der lokalen Manufaktur «Thömus», Entspannung beim Yin Yoga oder eine durchtanzte Nacht im legendären Club «GreenGo», neu mit Beach-Vibes für alle am «PISCINE» mit olympischen Ausmassen. Viel Neues gibt’s zu erleben, konstant bleibt: die familiäre Gastlichkeit, als wäre man zu Besuch bei guten Freunden.

Das Silber glänzt, die letzten Laken sind glattgestrichen, die Fenster spiegelblank: Sie kann kommen, die Saisoneröffnung im Gstaad Palace zum 23. Juni 2023. Es beginnt ein dreimonatiger Sommertraum, der Tag und Nacht andauert, ganz real und bodenständig. Vielversprechend ist die Besetzung: Neben einzigartigen Erlebnissen wie «Oui Chef!» locken auch die vielseitige, an höchste Bedürfnisse angepasste Infrastruktur und nicht zuletzt die familiäre Atmosphäre Gäste aus aller Welt nach Gstaad ins Palace. «Die Bühne, die unsere kleine Welt ausmacht, steht bereit. Wir freuen uns auf eine fröhliche Kundschaft in Reiselaune wie kaum je zuvor. Die Vorausbuchungen für die diesjährige Sommersaison sind sehr vielversprechend. Wir starten mit Zuversicht in das nächste Kapitel, das nun schon die 111. Saison einläutet», erklärt Andrea Scherz, General Manager und Inhaber in dritter Generation.

Oui Chef!
Zwölf Gäste, ein Chefkoch, ein Hotelier und ein Sommelier, dazu hochwertige Zutaten, eine Classic Junior Suite, eine Berghütte und ein offenes Feuer: das sind die Zutaten des neuen «Oui Chef!»-Erlebnis vom 21.bis 23. Juli. Culinary Director Franz W. Faeh persönlich führt in die Geheimnisse der Essenskunst ein und tischt ein erstklassiges Dinner auf – exklusiv begleitet von Andrea Scherz, General Manager und Besitzer des Hauses. Master Sommelier Benjamin Wolf von der fast 150-jährigen familiengeführten Weinhandlung «Martel» aus St. Gallen kredenzt die passenden edlen Tropfen dazu. Zwei Ikonen vom Feinsten aus dem Jahre 2009 spielen die Hauptrolle: «La Tâche» vom Domaine de la Romanée-Conti und Gewächse von Château Lafleur in Pomerol. Am Folgetag spielen dieselben Akteure eine neue Symphonie, dieses Mal mit bodenständiger Begleitmusik. Diese führt zur Alphütte aus dem Jahre 1783: der Walig Hütte, wo ein Barbecue-Mittagessen mit passenden Weinen serviert wird. Zwei Nächte in der Classic Junior Suite inklusive Frühstück und der Zutritt ins Palace Spa runden das Erlebnis für Genussfreudige ab.

Wie Olympiamedaillist Mathias Flückiger durch die Berge flitzen
Das Saanenland auf zwei Rädern flott durchqueren: Diesen Sommer wird dies zum Kinderspiel, der neuen Flotte an High-end e-Bikes von Thömus «made in Switzerland» sei dank. Die Emmentaler Marke hat es bereits bis auf das Olympiapodest geschafft – und zwar mit Mathias Flückiger, der mit den Thömus Bikes regelmässig das Siegertreppchen erklimmt. Die Palace-Flotte beinhaltet den «Lightrider E2» für Downhill-Strecken und den Allrounder «Longrider E2», der sich perfekt für ausgiebige Touren eignet. Dank den e-Bikes können die alpinen Höhen auf durch und durch natürliche Weise erkundet werden.

Feel the beat

Noch bevor der legendäre Nachtclub «GreenGo» am 21. Juli in die Saison startet, gibt’s bereits ein «GreenGo»-Warmup – und zwar open-air. Ab dem 1. Juli 2023 steht Resident DJ Jim Leblanc, der auch gerne in Ibiza und an anderen Hotspots auflegt, jeden Samstag und Sonntag hinter den Plattentellern und lädt zwischen Fünf und Sieben am «PISCINE» zur Afternoon-Session ein. Der Eintritt ist gratis. Er und seine Crew bringen das «GreenGo» ab dem 21. Juli bis 26. August, jeweils freitags und samstags, pünktlich ab halb Zwölf zum Beben. Am 21. und 22. Juli wird das Swiss Open in Gstaad mit einer Party, in Tennistradition weiss, zelebriert, am 19. August hostet das «GreenGo» dann die Afterparty der POLO Gala Night. Dresscode: «elegant», what else?!

Investieren in die Zukunft
Sie sind unspektakulär und kein Gast sieht sie: die Investitionen in die Wärmedämmung und -rückgewinnung im Gstaad Palace. Und trotzdem wurde wieder grosszügig in energetische Sanierungsmassnahmen dieses ehrenvollen Hauses aus dem Jahre 1913 investiert. Denn verantwortungsvolles Handeln für Natur, Mensch und Umwelt gehört seit jeher zur Palace-DNA. Ab sofort wird deshalb für alle Geschäftsflüge, die für den Betrieb durchgeführt werden müssen, Sustainable Aviation Fuel (SAF) erworben. Dies im Rahmen einer Zusammenarbeit mit SWISS. Das von der grössten Schweizer Airline eingesetzte SAF wird aktuell aus biogenen Abfällen hergestellt und reduziert den CO2-Ausstoss um 80 Prozent im Vergleich zu fossilem Treibstoff.

Zudem ist das Gstaad Palace seit diesem Jahr auch Teil der branchenweiten Bewegung «Swisstainable». Diese hat zum Ziel nachhaltigen Tourismus in der Schweiz zu fördern und wurde von Schweiz Tourismus gemeinsam mit dem gesamten Tourismussektor ins Leben gerufen. Gstaad Palace als engagierter Fünfsternebetrieb – aktuell auf dem «Swisstainable Level I – committed» – beteiligt sich an diesem zukunftweisenden Programm.

Zum Vormerken: Sommer-Highlights im Gstaad Palace

GreenGo Polo Night: Zu jeder Gala gehört auch eine entsprechende Afterparty. Wer nach der Polo Gala Night des Hublot Polo Gold Cup am 19. August noch weiterfeiern möchte, kann im legendären «GreenGo» die Nacht zum Tag machen.
Gstaad Palace Challenge: Die vom Hotelbesitzer und Auto-Enthusiasten Andrea Scherz initiierte Rallye für Connaisseurs mit klassischen Sportwagen (Baujahr 1950 bis 1990) findet vom 25. bis 27. August 2023 bereits zum achten Mal statt. Gäste aus Gstaad sind ebenfalls herzlich eingeladen zum Apéro an der Ziellinie (26. August, 17.30 Uhr): www.palace.ch/de/make-your-stories-special/schoen-in-die-kurve-liegen/
Gildo is back: Nach ihm wurde sogar ein Restaurant begannt – Gildo Bocchini, der ehemalige Maître d’Hôtel des Gstaad Palace. Am 8. Juli kommt er für einen Gastauftritt zurück und verwöhnt die Gäste mit einem speziellen italienischen Menu – und mit Glück ein paar Arien als Supplement.
Fondue Oldenhorn: Schweiz ohne Käse? Unvorstellbar! Deshalb wird das rassige Nationalgericht «Fondue» im lauschigen Garten mit Blick aufs Oldenhorn serviert. Dieses Erlebnis kann auch von externen Gästen gebucht werden.
Open Air Palace Brunch: Der perfekte Sonntag: ein ausgiebiger Brunch an der Sonne, im Palace sogar inklusive Barbecue. Jeweils sonntags, 6. Juli bis 13. August, bei trockener Witterung.
Bergpicknick: Ein romantisches Picknick mit atemberaubender Aussicht: Das Concierge Team verrät nicht nur den Weg zum besten Picknick-Platz, sondern organisiert das reichhaltige Sortiment gleich dazu.
Martel Summer Wine Course: Aussergewöhnlichen Wein degustieren und von der Weinenthusiastin Christine Schmidhauser spannendes Hintergrundwissen rund um Wein erfahren: am 1. September 2023.
Sammy lädt die Kleinsten ein: Das Palace-Maskottchen, Sammy der Hund, hat in seinem Kids Club ein unterhaltsames Kinderprogramm auf die Pfoten gestellt: Während die Kleinsten die ganze Saison durch Kino-Abende geniessen und sich in Hüpfburg austoben können, gibt es auch einmalige Highlights wie Pizzabacken (22. Juli), Familienschnitzeljagd (5. August) oder den 8. Kids Grand Prix (6. August).
Schweizer Nationalfeiertag: Im Gstaad zusammen mit der Familie Scherz den 732. Geburtstag der Schweiz feiern: mit Apéro, Vier-Gang-Menü und Feuerwerk. 1. August 2023.

Titelbild:Das Gstaad Palace öffnet seine Tore zur Sommersaison. ©Gstaad Palace Melanie Ühkötter Sommer 2022

Quelle Gstaad Palace

Nur wenige mit Leistung ihres Mobilfunknetzes zufrieden

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Junge Frau beim Telefonieren, über dts NachrichtenagenturAmsterdam (dts Nachrichtenagentur) – In Deutschland sind nur wenige Kunden mit der Leistung ihres Mobilfunknetzes zufrieden. Das geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Bearingpoint in acht europäischen Ländern hervor, über die der „Spiegel“ berichtet.

Demnach gaben nur 13 Prozent der Deutschen an, mit der Leistung ihres Mobilfunknetzes zufrieden zu sein. In den anderen Ländern liegt der Wert im Schnitt bei 61 Prozent. Ähnlich weit klaffen die Werte bei der Festnetzqualität auseinander: Nur 14 Prozent der Deutschen geben hier den eigenen Providern gute Noten, in den anderen Ländern sind es durchschnittlich 58 Prozent. Spitzenreiter sind die Niederlande mit 85 Prozent für die Mobilnetze und 81 Prozent für das Festnetz.

Ein Grund für die Unzufriedenheit liegt laut Studie in der mangelnden Verfügbarkeit neuester Technologien. „Kunden mit 5G und Glasfaserzugang sind die zufriedeneren Kunden“, so die Forscher. Doch nur 17 Prozent der deutschen Kunden gab an, einen Glasfaseranschluss zu nutzen, 23 Prozent haben Zugriff auf das 5G-Mobilfunknetz. Unzufriedene Kunden sind weniger bereit, noch höhere Beträge in Anschlüsse zu investieren, das wäre aber Voraussetzung für den milliardenteuren Ausbau der Netze, hieß es weiter.

Für die Onlineumfrage wurden 10.850 Personen befragt.


Foto: Junge Frau beim Telefonieren, über dts Nachrichtenagentur

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G7-Exporte nach Russland um 60 Prozent zurückgegangen

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Container, über dts NachrichtenagenturBasel (dts Nachrichtenagentur) – Die Exporte der G-7-Staaten nach Russland sind im Jahr nach Kriegsbeginn in der Ukraine nur um 60 Prozent zurückgegangen. Das geht aus einer Untersuchung des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos hervor, über die die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) berichtet.

Nur die USA, Kanada und Großbritannien hätten ihre Exporte drastisch zurückgefahren, heißt es in der Analyse, Italien dagegen nicht so sehr, Deutschland liege in der Mitte. Ähnlich ist die Lage bei den Importen. Abgesehen vom umstrittenen Öl- und Gashandel sind im Vergleich der Monate zwischen März 2022 und Februar 2023 gegenüber dem Vorjahr mehr als 40 Prozent der Einfuhren übrig geblieben, am wenigsten in Kanada und Großbritannien, am meisten in Frankreich. Wieder liegt Deutschland in der Mitte.

Komplett eingestellt ist der Export von Luftfahrzeugen aus Deutschland nach Russland, der Handel mit Pharmaprodukten dagegen hat noch leicht zugelegt. „Dieses Bild ist durchaus stimmig mit der Logik der Sanktionspolitik, die gerade nicht auf die Breite der russischen Bevölkerung abzielen soll“, so die Forscher. Doch auch beim Export von Maschinen sei noch rund ein Drittel übrig. Und vor allem bei der Ausfuhr von Autos seien Ausweichbewegungen zu beobachten.

Zwar verkaufe Deutschland nur noch für 0,6 statt 4,4 Milliarden Dollar Kraftfahrzeuge nach Russland, doch gleichzeitig seien die Exporte in andere Länder gewachsen, die Russland gegenüber freundlicher eingestellt sind. Die Ausfuhr nach Weißrussland habe sich mehr als verdoppelt, die nach Kasachstan rund versechsfacht. Auch die Türkei scheine eine Rolle zu spielen: Der Autoexport dorthin sei zwar nur um vergleichsweise bescheidene 40 Prozent gewachsen, das alleine mache aber 1,5 Milliarden Dollar aus. Es liege der Verdacht nahe, dass rund die Hälfte der gestoppten Autoexporte auf Umwegen über andere Länder doch wieder nach Russland kommen, so die Untersuchung.


Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

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Verkehrsministerium lehnt Haushaltseinsparungen ab

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Verkehrsministerium, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverkehrsminister Volker Wissing sieht trotz der Spar-Appelle von Finanzminister Christian Lindner (beide FDP) keine Möglichkeit für Abstriche bei Bauprojekten im Verkehrsbereich. „Ich leite das Ministerium, das in die Zukunft investiert, und was ich ausgeben will, ist gut angelegt, weil auf dieser Grundlage künftige Steuereinnahmen erwirtschaftet werden. Wenn im Verkehrsressort gespart wird, ist die Kasse künftig leerer“, sagte Wissing der „Welt am Sonntag“.

Zwar werde man im Verkehrsministerium die „Haushaltstitel durchforsten und überlegen, wie wir durch Synergien oder Digitalisierung der Abläufe sparen können“, sagte der Verkehrsminister. „Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob man an konsumtiven Ausgaben spart – darüber nachzudenken lohnt sich immer -, oder ob man an investiven Ausgaben spart.“ Hohe Verkehrsinvestitionen im nächsten Bundeshaushalt seien auch wegen der Bauindustrie erforderlich. „Der Haushalt 2024 muss das Signal aussenden, dass die Investitionen auch längerfristig steigen, denn nur dann baut die Baubranche ihre Kapazitäten so aus, dass in den Folgejahren mehr Aufträge abgearbeitet werden können“, so Wissing. Diese gelte besonders für das Eisenbahnnetz, wo ein „Investitionshochlauf“ erforderlich sei. Konkrete Haushaltszahlen für 2024 nannte der Verkehrsminister aber nicht: „Wie das nötige Geld im Haushalt verankert wird, können wir natürlich nur im Kontext des gesamten Bundeshaushalts entscheiden.“ Im Zusammenhang mit Straßenbau-Projekten kritisierte Wissing die Bundesländer, die auf die von der Bundesregierung ermöglichte Beschleunigung von Autobahn-Vorhaben verzichten wollen. „Eine notwendige Engpassbeseitigung zu verzögern, ist eine Verkehrspolitik, die sich rächen wird, weil sie durch die Behinderung der dringend nötigen Gütertransporte erhebliche wirtschaftliche Schäden verursacht und damit auch Auswirkungen auf unsere Arbeitsplätze hat.“ Zuletzt hatten die Verkehrsminister der Grünen in Hessen und Baden-Württemberg, Tarek Al-Wazir und Winfried Hermann, die Ablehnung der Planungsbeschleunigung bei einigen der von Wissing in ihren Bundesländern geplanten Autobahn-Projekte angekündigt. Dazu sagte der FDP-Politiker, dass sich die Länder nun entscheiden müssten, ob sie die Planungsbeschleunigung wollten „oder ob sie an jenen Stellen den Dauerstau organisieren möchten“. Gebaut würden jene Projekte jedoch „auf jeden Fall, ohne Planungsbeschleunigung werden sie aber langsamer verwirklicht“, sagte Wissing der „Welt am Sonntag“.


Foto: Verkehrsministerium, über dts Nachrichtenagentur

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SPD bekräftigt Nein zu deutschen Kampfjets für die Ukraine

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SPD-Logo, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Chef Lars Klingbeil lehnt die Beteiligung Deutschlands an der Lieferung von Kampfjets an die Ukraine weiter ab. Klingbeil sagte der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe): „Jeder hat unterschiedliche militärische Fähigkeiten. Die Kampfjets gehören bei uns nicht dazu. Die Aussage des Kanzlers gilt hier.“

Zugleich sagte der SPD-Vorsitzende: „Wir konzentrieren uns auf die Ausbildung, die Panzer und die Raketenabwehr.“ Deutschland sei der zweitgrößte Geber für die Ukraine nach den USA. „Und das neue 2,7 Milliarden-Paket hat noch mal langfristig eine Wucht“, sagte Klingbeil. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich bei seinem Besuch in Berlin eine Allianz zur Lieferung von Kampfjets westlicher Bauart gewünscht. Diese kommt aber nur schleppend in Gang.


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Chemie-Gewerkschaft wirbt für Industriestrompreis

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IG BCE, über dts NachrichtenagenturHannover (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Chemie-Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, wirbt für die Einführung eines subventionierten Industriestrompreises. „Wenn wir die Chemie und die verbundenen Wertschöpfungsketten im Land halten wollen, brauchen wir wettbewerbsfähige Energiepreise. Es geht nicht um dauerhafte Subventionen, sondern um eine Überbrückung, bis genug erneuerbare Energien zur Verfügung stehen“, sagte Vassiliadis der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

„Die USA kämpfen mit Subventionen im großen Maßstab darum, die Industrie zurückzuholen. Wir sollten dafür sorgen, dass unsere Industrie erhalten bleibt.“ Konkret nannte Vassiliadis den Leverkusener Dax-Konzern Covestro: „Alle energieintensiven Unternehmen stehen unter Druck. Covestro kämpft natürlich auch. Es geht um die gesamte Chemieregion Rhein-Ruhr, die eng miteinander vernetzt ist.“ Die Industrie sollte mit Robert Habecks Vorschlag von sechs Cent je Kilowattstunde als Industriestrompreis zufrieden sein, sagte Vassiliadis. „Auch wir haben vier Cent gefordert. Die Industrie kann aber zufrieden sein, wenn sie sechs Cent bekommt.“


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Klingbeil will mehr Förderung für die Wärmewende

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Heizungsrohre, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Anders als Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sieht SPD-Chef Lars Klingbeil ausreichend Spielräume zur Finanzierung der Wärmewende. „Es ist Geld da, und zwar über den Klimatransformationsfonds“, sagte Klingbeil der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) mit Blick auf die von der SPD geforderte soziale Staffelung bei der Förderung des Heizungsaustauschs.

„Wir haben auch die 200 Milliarden Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds zur Bewältigung der Energiekrise noch nicht ausgeschöpft“, sagte der SPD-Vorsitzende. Dieses Geld würde er gerne für einen günstigen Industriestrompreis einsetzen. „Wir müssen unsere Industrie unterstützen, damit sie zwischen China und den USA nicht unter die Räder gerät“, so Klingbeil. Zugleich rief er die Ampel zur Geschlossenheit in Sachen Gebäudeenergiegesetz auf. „Das Heizungsgesetz ist ein Ampel-Gesetz. Wir werden es nun abermals gemeinsam verbessern. Eine Regierung, die sich ständig gegenseitig vermisst, wird nicht erfolgreich sein“, warnte der SPD-Vorsitzende. Die Ampel wolle Klimaneutralität bis 2045. „Daran werden wir gemessen. Und dafür machen wir auch dieses Gesetz. Aber wir werden es so machen, dass jeder dabei mitkommt“, sagte Klingbeil.


Foto: Heizungsrohre, über dts Nachrichtenagentur

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Islamforscher begründet türkisches Wahlergebnis mit Emotionalisierung

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Türkische Flagge, über dts NachrichtenagenturMünster (dts Nachrichtenagentur) – Das hohe Wahlergebnis des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland ist laut Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide auf den Faktor Emotionalisierung zurückzuführen. „Erdogan gelingt es offenbar, seine Wählerschaft emotional zu erreichen. Es geht um die Vergewisserung der Zugehörigkeit zu einer sicheren, stabilen Identität“, schreibt Kourchide in seiner Kolumne für die „Rheinische Post“ (Samstagausgabe).

„Sie finden in ihm eine Projektionsfläche für Trost als Reaktion auf gefühlte Ablehnung und erlebte Diskriminierung.“ Viele türkische Gesprächspartner hätten Khorchide berichtet, immer wieder Diskriminierung zu erleben. „Man spricht in Deutschland weiterhin von `Wir Deutschen` und `Ihr Türken`, dann sind wir halt Türken und wählen einen, der uns sagt: `Vergesst nicht, ihr seid Türken, bevor ihr Deutsche seid`“, schilderte Khorchide die Eindrücke seiner Gesprächspartner. „Hinzu kommt, dass die größten Organisationen der Türken in Deutschland die Moscheegemeinden sind“, so Kourchide. Die AKP-nahen Organisationen schafften es viel besser, ihre Wählergruppen zu mobilisieren: „Dennoch dürfen Erdogan-Wähler nicht abgestempelt werden – man muss sich mit ihren auch emotionalen Anliegen auseinandersetzen.“ Erdogan hatte bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl alleine in Deutschland einen Stimmanteil von 64 Prozent eingefahren. Herausforderer Kiliçdaroglu kam deutschlandweit auf 22 Prozent. Mouhanad Khorchide ist Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster.


Foto: Türkische Flagge, über dts Nachrichtenagentur

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