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ASTON MARTIN DB12 LAUNCH EDITION

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ASTON MARTIN DB12 LAUNCH EDITION

ASTON MARTIN DB12 LAUNCH EDITION BRINGT BEI DER AMFAR-GALA IN CANNES 1,600,000 US-DOLLAR EIN

Vorgestern Abend wurde die einmalige Chance auf den Besitz des allerersten Aston Martin DB12-Kundenfahrzeugs in einer von vielen Stars besuchten Charity-Auktion im Rahmen der amfAR-Gala in Cannes für $1,600,000 (€1.5 Million) US-Dollar versteigert.

An der prestigeträchtigen Galaveranstaltung im legendären Hotel du Cap-Eden-Roc – einer der gesellschaftlichen Höhepunkte der Internationalen Filmfestspiele von Cannes – nahmen Prominente aus der Welt des Entertainments, der Kunst und Mode teil, darunter die mit dem Grammy ausgezeichnete Moderatorin Queen Latifa, die Schauspieler Rebel Wilson und Fan Bingbing sowie die Models Sara Sampaio, Bianca Balti, Heidi Klum, Stella Maxwell und Alessandra Ambrosio.

Neben dem Schauspielerehepaar Amy Jackson und Ed Westwick war auch die deutsche Sportlerin Alica Schmidt als Gast von Aston Martin anwesend.

Als einer der Stars der Shows entpuppte sich der DB12, der an diesem Abend von Eva Longoria und James Marsden präsentiert und versteigert wurde. Das wunderschöne Modell übertraf die vorherigen Schätzungen bei weitem und erbrachte eine stattliche Summe zur Unterstützung der Arbeit der Stiftung für AIDS-Forschung.

Kevin Robert Frost, CEO von amfAR, sagte: „Wir hatten das unglaubliche Glück, Aston Martin als Presenting Sponsor für die 29. amfAR-Gala in Cannes zu haben, und wir sind unendlich dankbar für die großzügige Spende dieses spektakulären DB12 für unsere Live-Auktion. Dieser phänomenale Sportwagen war ein Highlight der Gala, und der Erlös der Auktion wird unseren Bemühungen um die Entwicklung eines Heilmittels für HIV einen bedeutenden Impuls verleihen.“

Lawrence Stroll, Executive Chairman von Aston Martin, sagte: „Wir bei Aston Martin freuen uns riesig darüber, dass wir die amfAR-Gala in Cannes unterstützen durften. Die unglaubliche Summe, die bei dieser Wohltätigkeitsauktion zusammenkam, ist nicht nur ein Beleg für die Großzügigkeit der Teilnehmenden an der amfAR-Gala, sondern unterstreicht auch die Begeisterung für den neuen DB12 und dessen einzigartigen Ultraluxus sowie die extreme Leistungsfähigkeit, womit er sich deutlich von der aktuellen GT-Kategorie abhebt.“

Bei der versteigerten Launch Edition handelt es sich um das allererste Exemplar des weltweit ersten Super Tourers. Dessen Übergabe an einen Kunden oder einen Kundin irgendwo auf der Welt wird auf ganz persönliche Weise erfolgen. Das Fahrzeug ist in der exklusiven Lackierung Iridescent Emerald gehalten, die bei dessen Weltpremiere in Cannes gezeigt wurde.

Zudem ist es das allererste Fahrzeug, das mit besonderen Details verziert ist, die vom Individualisierungsservice Q by Aston Martin zur Feier des historischen 110-jährigen Jubiläums der Marke sorgfältig ausgesucht wurden. Dazu zählen ein spezielles Emblem am Kotflügel und Stickereien an den Kopfstützen. Darüber hinaus befindet sich am Türschweller dieses einzigartigen Fahrzeugs eine Plakette, die auf die einmalige Historie verweist.

Und schließlich wird der glückliche Eigentümer oder die glückliche Eigentümerin die seltene Gelegenheit erhalten, die Motorhaube von den Fahrern des Aston Martin Aramco Cognizant Formel-Eins®-Teams, Lance Stroll und Fernando Alonso, signieren zu lassen. Die Unterschriften werden von Aston Martin in einer Art und Weise konserviert, die diesem beeindruckenden, extrem leistungsstarken und ultraluxuriösen Modell angemessen ist.

Aston Martin ist stolzer Presenting Sponsor der prestigeträchtigen amfAR-Gala in Cannes, mit der die Arbeit der führenden gemeinnützigen Organisation unterstützt wird, die sich der AIDS-Forschung, der HIV-Prävention, der Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten und der Interessenvertretung widmet. Seit 1985 hat amfAR fast 617 Millionen US-Dollar gesammelt und für über 3.500 Projekte Fördermittel an Forschungsteams weltweit vergeben.

Titelbild Amy Jackson und Ed Westwick

Quelle Aston Martin Lagonda

Koks der Alpen sorgt für Furore bei Investor

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„Koks der Alpen“ sorgt für Furore bei Investor: „2 Minuten 2 Millionen“ am Dienstag um 20:15 Uhr auf Joyn & PULS 4

Alternative zu Energy Drinks: „Wildkraut Energy Sniff“ vereint Tradition & Innovation. Durch die Schleimhäute aufgenommen, entfaltet das Produkt in wenigen Momenten die Wirkung. Verdient sich das Start-Up mit Hilfe eines Investors eine goldene Nase?

„Ich wollte im experimentellen Feld eine Lücke zum Energydrink schließen.“ Eugen Fulterer aus Vorarlberg, Bezirk Feldkirch, vertraut auf altbewährte Heilpflanzen des Alpenraumes und mischt daraus den ultimativen Wachmacher. „Wildkraut Energy Sniff“ vereint Meisterwurz, eine der bedeutsamsten Pflanzen des Alpenraums, mit dem natürlichen Koffein der grünen Kaffeebohne. Das Pulver wird nasal eingenommen und soll in wenigen Momenten Energie und Fokus bringen. Doch die Bewertung von 5 Millionen Euro bringt die Investoren allerdings ins Stocken. Investor Christian Jäger geht einen Schritt weiter: „Ist das das Koks der Alpen?“ und führt fort „Verwandt mit Escobar, nein? Auch aufgrund der vielen Nullen der Bewertung. Es waren ja damals auch in dieser Koksindustrie sehr viel Nullen und große Summen im Spiel. Das hat mich so ein bisschen erschreckt.“ Wird das Team hinter dem Start-Up die Nasen dieser Welt erobern oder verläuft die Idee im Sand?

Außerdem mit dabei: Der „Schlabberstuhl“ aus Oberösterreich, Bezirk Urfahr-Umgebung. Hunde trinken bei Alexandra Köttstorfer mit Stil. Handgemacht in Oberösterreich vereint der „Schlabberstuhl“ Funktionalität mit Design und bietet Hund und Besitzer:in eine Trinkgelegenheit, die an jedes Wohndesign angepasst werden kann. Kein Umkippen der Schüsseln mehr: Der Hund trinkt in einer geraden Linie und verschont somit den Boden vor Nässe. Beweisen die Investoren ein Herz für Tiere und helfen dem Start-Up auf die Beine?

„2 Minuten 2 Millionen“ am Dienstag, den 30. Mai um 20:15 Uhr auf Joyn und PULS 4

Bild © Gerry Frank Photography 2023

Quelle ProSiebenSat.1 PULS 4

Russland verlegt sich laut Geheimbericht verstärkt auf Verteidigung

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Frontverlauf in der Ukraine, über dts NachrichtenagenturBrüssel/Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Das russische Militär verlegt sich in Erwartung der ukrainischen Gegenoffensive offenbar vielmehr auf das Verteidigen statt auf den weiteren Angriff. Das geht aus einem Nato-Geheimbericht hervor, über den der „Business Insider“ berichtet.

In dem Bericht, der ein Briefing des Militärausschusses der Nato zusammenfasst, heißt es, derzeit gebe es „keine signifikanten Veränderungen im Frontverlauf“. Zwar gebe es „kleinere russische Offensivhandlungen im Osten der Ukraine“. Vielmehr aber verstärke Russland seine Verteidigungslinie, „insbesondere im Süden der Ukraine und entlang der Landbrücke zur Krim-Halbinsel“. Zuletzt hätten zudem beide Kriegsparteien „die Luftangriffe auf militärische Ziele und zivile Infrastruktur intensiviert“.

Die ukrainischen Streitkräfte seien dabei, ihre Luftverteidigungsfähigkeiten – „insbesondere durch Integration von Patriot-Systemen“ – auszubauen. Zuletzt hatte Mychajlo Podoljak, ein enger Berater von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj, gesagt, dass die ukrainische Gegenoffensive in vollem Gange sei. Podoljaks Äußerungen folgten auf die Eroberung der monatelang heftig und blutig umkämpften Stadt Bachmut durch russische Söldner und Streitkräfte. Russland hatte die Stadt unablässig bombardiert und angegriffen, wohl um sie als Stützpunkt für weitere Angriffe in der West-Ukraine zu gewinnen.


Foto: Frontverlauf in der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

SPD- und CDU-Politiker rechnen mit Erdogan-Sieg

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Recep Tayyip Erdogan, über dts NachrichtenagenturBerlin/Ankara (dts Nachrichtenagentur) – Bundestagsabgeordnete von SPD und CDU rechnen mit einer Wiederwahl des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bei der Stichwahl am Sonntag und befürchten eine Verschlechterung des bilateralen Verhältnisses. „Es sieht danach aus, dass Erdogans Taktik, seine Gegner zu diffamieren, am Ende Früchte trägt und er die Wahl gewinnen wird“, sagte der Präsident der Deutsch-Türkischen Gesellschaft, Macit Karaahmetoglu (SPD), den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagsausgaben).

Auch die CDU-Abgeordnete Serap Güler sagte dem RND: „Ich gehe davon aus, dass Erdogan die Stichwahl für sich entscheiden wird.“ Sowohl Karaahmetoglu als auch Güler sehen bei einer Wiederwahl Erdogans keine Alternative zu einer Zusammenarbeit mit der Türkei. „Man müsste sich zunächst einmal anschauen, ob Erdogan – wie nach jeder gewonnenen Wahl – noch radikaler und autokratischer in seinem Handeln wird“, sagte Karaahmetoglu. „Sollte dies der Fall sein, würden die türkisch-deutschen und türkisch-europäischen Beziehungen ganz sicher nicht besser werden.“

Auch unter Erdogan werde Deutschland die Türkei als wichtige geostrategische Akteurin der Region aber nicht ignorieren oder isolieren können. „Deutschland wird sich weiter mit der Führung des Landes – so schwierig diese auch in ihrem Handeln sein mag – arrangieren müssen.“ Güler sagte: „Wir dürfen die Türkei nicht verprellen, auch mit Erdogan nicht.“ Die Beziehung zwischen beiden Ländern würde im Fall seiner Wiederwahl nicht einfacher werden.

„Sie ist aber wichtig, aus wirtschafts- und sicherheitspolitischen Gründen genauso wie aufgrund der Tatsache, dass viele Türkeistämmige bei uns leben. Was wir brauchen, ist eine Strategie, wie wir die Türkei wieder stärker an den Westen rücken und genauso wichtig: Welche Türkei-Strategie haben wir nach Erdogan.“ Darüber werde viel zu wenig geredet. Nach der türkischen Verfassung darf Erdogan bei dieser Wahl zum letzten Mal für eine fünfjährige Amtszeit als Präsident antreten.

Unterdessen stößt der Oppositionskandidat Kemal Kilicdaroglu mit seiner Kampagne gegen Flüchtlinge im Land auf scharfe Kritik in den eigenen Reihen. „Kilicdaroglu hat die gefährliche Sprache der Ultranationalisten übernommen“, sagte der Parlamentsabgeordnete Mustafa Yeneroglu. Kilicdaroglus Partei CHP versuche seit der ersten Wahlrunde vor knapp zwei Wochen, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit rechtspopulistischen Parolen Stimmen abzuringen. „Ich bin nicht nur inhaltlich nicht damit einverstanden, sondern sehe auch, dass viele weitere Demokraten entsetzt sind.“

Yeneroglu gehört der Deva-Partei an. Sie ist Teil eines Sechs-Parteien-Bündnisses, das CHP-Chef Kilicdaroglu als gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten aufgestellt hat. Bei der ersten Wahlrunde am 14. Mai hatte Erdogan die erforderliche absolute Mehrheit knapp verfehlt. Yeneroglu sagte, Kilicdaroglus neue Kampagne erinnere ihn an „Türken raus“-Forderungen während seiner Kindheit in Köln.

Der Parlamentarier zeigte sich entsetzt über die Stimmung gegenüber Flüchtlingen in der Türkei. „Es gibt täglich Angriffe auf Flüchtlinge oder ausländische Studenten. Leider ist das den meisten Menschen egal“, sagte er dem RND. „Die Massen stimmen menschenfeindlichen Parolen in den sozialen Netzwerken zu, nur noch wenige Menschen kämpfen dagegen an.“ Yeneroglu sagte, er werde bei der Stichwahl am Sonntag dennoch Kilicdaroglu wählen.

„Das Land steht vor gewaltigen Herausforderungen. Nur mit einem Wechsel gibt es eine Chance für eine bessere, vor allem für eine demokratische Zukunft.“


Foto: Recep Tayyip Erdogan, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Märkte scheinen unbesorgt: Konjunktur entwickelt sich besser als erwartet

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Märkte

Ein aktueller Marktkommentar von Gerit Heinz, Leiter Portfoliomanagement Bellevue Asset Management Deutschland:

Nach der zwischenzeitlich drohenden Bankenkrise Mitte-März haben sich risikobehaftete Anlageklassen wieder erholt. Der S&P 500 sowie der Euro Stoxx 50 erreichten im Wonnemonat Mai neue Jahreshöchststände. Aufschläge von Unternehmensanleihen engten sich ein. Auch wenn der Höhepunkt dieses Zinszyklus langsam erreicht sein dürfte, scheinen die Märkte angesichts der sich abschwächenden wirtschaftlichen Entwicklung und der anhaltend hohen Inflation relativ unbesorgt.

Bankenkrise: Von der kleinen auf die große Bank geschoben

Die kurzfristige Bereitstellung von Liquidität durch die US-Zentralbank hat eine krisenhafte Zuspitzung im amerikanischen Bankensektor verhindert. Allerdings ist die Verteilung ungleich. Wie die bisherigen Ergebnisse der Kreditinstitute des ersten Quartals zeigen, konnten Großbanken von einem Einlagenzuwachs profitieren, was sich in einem angestiegenen Zinsergebnis niedergeschlagen hat. Kleinere Banken in den USA befinden sich allerdings noch in sehr unruhigem Fahrwasser. Die befürchtete beschleunigte Umschichtung von Einlagen in Geldmarktfonds in großem Stil ist aber ausgeblieben. Wie die Daten für den Monat April zeigen, stabilisieren sich die Einlagen bei Banken insgesamt.

Nachlassender, aber hartnäckiger Inflationsdruck

Die Eurozone im Speziellen profitierte in diesem Jahr der abebbenden Energiekrise, großzügigen fiskalischen Stimuli und der Erholung Chinas. Das BIP-Wachstum in China überraschte positiv mit
4,5 % gegenüber dem Vorjahr, was in der Kombination die europäische Aktienmarktentwicklung in diesem Jahr stark begünstigt hat. Im zweiten Quartal sollte die chinesische Volkswirtschaft aufgrund der Nachholeffekte in Folge der Lockerung von Corona-Restriktionen sogar noch dynamischer wachsen. Vorlaufindikatoren wie Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen stiegen im Euroraum zuletzt weiter.

Nicht nur in der Eurozone, sondern auch in den USA hat sich die Konjunktur besser als zu Jahresanfang erwartet entwickelt. Der Internationale Währungsfonds geht in seinem im April aktualisierten Ausblick von einem US-Wirtschaftswachstum von 1,6 % in diesem Jahr aus, was ungefähr dem Trendwachstum entspricht. Allerdings haben sich die Wolken am Konjunkturhimmel noch nicht verzogen. Die arbeitsmarktsensitive Dienstleistungsinflation bleibt sowohl in den USA als auch in der Eurozone weiter erhöht und zeigt nur teilweise eine Tendenz einer Entspannung. Im Gegenteil könnten insbesondere hierzulande die an Dynamik gewonnenen Lohnforderungen zu einer länger andauernden Periode von erhöhten Kerninflationsraten führen.

Zwar ließen die fallenden Energiepreise die umfassende Inflationsrate von ihren Höchstständen deutlich zurücksetzen, für die Notenbanker bleibt allerdings die weniger volatile Kerninflationsrate die wichtigere Größe, da sie auf diese durch ihre Geldpolitik Einfluss nehmen können. Die Inflationszahlen in der Eurozone deuten mit 7,0 % in der umfassenden und 5,6 % in der Kerninflation auf einen – auch aufgrund von Basiseffekten nachlassenden, aber doch hartnäckigen – Inflationsdruck hin. Die Kerninflationsrate liegt immer noch nur 0,1 %-Punkte unter ihrem Allzeithoch seit Bestehen der Eurozone. In den USA liegt die Kerninflationsrate mit 5, 5% gar über der umfassenden Rate von 4,9 %.

Allerdings wirken die Leitzinsen bereits jetzt zunehmend restriktiv, also die Wirtschaft dämpfend. Die Kreditkonditionen in den USA wurden zuletzt restriktiver und die kurzfristigen Zinsen bewegen sich sogar über der aktuellen Inflationsrate. Investoren, Verbraucher und Unternehmen wird damit ein echter Anreiz gegeben, zu sparen und größere Anschaffungen oder Investitionen zurückzuhalten. In Kombination mit den restriktiveren Kreditbedingungen sollte es in der Konsequenz im weiteren Jahresverlauf zu einer merklichen Verlangsamung der Wirtschaftsaktivität und damit auch der Inflationsrate kommen. Anzeichen dafür gibt es in den USA bereits seit einiger Zeit: Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe, die unter der Marke von 50 notieren, die inverse Zinsstrukturkurve oder auch der Rückgang der Geldmenge (M1 oder M2), die allesamt Vorwarnsignale für eine schwache Konjunktur sind. Nervosität macht sich auch am extrem kurzen Ende der Zinsstrukturkurve angesichts der laufenden Debatte um eine Erhöhung der US-Schuldenobergrenze breit.

Die Renditen einmonatiger Schatzanweisungen liegen in den USA derzeit über den Leitzinsen der Fed und zeugen von der Nervosität des Marktes. Die politischen Verhältnisse in den USA sind kompliziert. 2011 führte die langandauernde Debatte beinahe zum Zahlungsausfall und hatte Turbulenzen am Aktienmarkt zur Folge. Damals war die Wirtschaft auf dem Weg aus einer Rezession, dieses Mal befindet sie sich auf dem Weg in eine Rezession. Auch wenn ein ultimativer Zahlungsausfall der USA höchst unwahrscheinlich ist, kann die fortlaufende Besorgnis doch die Märkte in den nächsten Wochen beeinflussen.

Stress lass nach

Stressindikatoren wie der VIX-Index, der die implizite Volatilität am US-Aktienmarkt bemisst, oder der MOVE-Index, das Pendant für den US-Staatsanleihemarkt, fielen von ihren erhöhten Levels wieder deutlich zurück. Im Anleihebereich ist aber in Anbetracht der potenziellen Zinswende weiterhin ein erhöhtes Niveau zu verzeichnen. Der VIX hingegen fiel zwischenzeitlich sogar auf einen Indexstand von unter 16 – ein Niveau, das letztmalig 2021 und damit vor Kriegsausbruch in der Ukraine beobachtet werden konnte. Aktieninvestoren sind also gemäß dieses Risikoindikators so unbesorgt wie lange nicht mehr. Stimmungsumfragen deuten allerdings auf eine vorsichtige Positionierung der Anleger hin.

Am Staatsanleihemarkt war zuletzt ein Auf und Ab der Renditen zu verzeichnen. Mit dem sich abzeichnenden Ende des Zinserhöhungszyklus und den zwar noch erhöhten aber langsam rückläufigen Inflationsraten dürften die Hochpunkte dieses Zinszyklus hinter uns liegen. Die Erwartung nahender Zinssenkungen dürfte jedoch vor dem Hintergrund solider Wirtschaftsdaten und eines robusten Arbeitsmarktes bei weiterhin erhöhten Inflationsraten wieder weiter nach hinten korrigiert werden.

In der zweiten Jahreshälfte sollten sich allerdings die Markterwartungen verändern und zunehmend der Beginn des Zinssenkungszyklus antizipiert werden. Dies könnte zu einer Versteilerung der weiterhin außergewöhnlich invertierten Zinsstrukturkurve führen. Da sich gerade am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve die Erwartungen des Zinspfads widerspiegeln, ist mit überproportional fallenden Renditen von Kurzläufern zu rechnen, sollte die US-Zentralbank erste Signale in Bezug auf in der Zukunft tiefere Leitzinsen geben. Nach Erreichen des Leitzinsgipfels dürften in den kommenden Monaten nicht nur die ersten Zinssenkungen verstärkt diskutiert werden, sondern auch die Frage, welches Niveau Leitzinsen im Laufe des nächsten Jahres erreichen könnten.

Da zum aktuellen Zeitpunkt nur von einer leichten Rezession auszugehen ist – das sogenannte Soft-Landing stellt weiterhin das Basis-Szenario dar –, können Schätzungen zum Gleichgewichtszinssatz dienen, um ein mögliches Zielzinsniveau auszumachen. Längerfristige Annahmen (unter anderem die der FOMC-Mitglieder) gehen von einem Gleichgewichtszins zwischen 2,5 und 3,0 % aus. Leitzinssenkungen und damit auch Renditebewegungen bei nachhaltiger Inflationszielerreichung in Richtung dieser Niveaus sind denkbar.

Anleger bleib wachsam

Angesichts des bevorstehenden geldpolitischen Wendepunkts in den USA bleibt die Situation herausfordernd. Anleger bewegen sich im Zwiespalt zwischen der Partizipation an der besser als erwarteten ökonomischen Entwicklung und andererseits der Positionierung gegen den nahenden wirtschaftlichen Abschwung.

Im Anleihebereich erscheint uns eine verlängerte Duration angemessen. Zudem haben wir die Kreditqualität im Portfolio erhöht, um den Konjunkturrisiken Rechnung zu tragen.

Die aktuellen Aktienmarktbewertungen implizieren ein solides Gewinnwachstum. Zwar unterstützt die Inflationsentwicklung die (nominale) Gewinnentwicklung der Unternehmen, ein wirtschaftlicher Abschwung dürfte aber den Gewinnen zusetzen. Wir nehmen daher eine neutrale Haltung zu den Aktienmärkten ein. Sollte es global zu einem Wechsel von einem Zinsanhebungs- in ein Zinssenkungsregime kommen, dürften zinssensitive Aktien, wie z. B. Technologiewerte in der Gunst der Anleger weiter steigen.

Denn trotz dann vermutlich dominierender Konjunktursorgen wirken gefallene Renditen auf Wachstumsunternehmen überproportional positiv, da der heutige Wert zukünftige Gewinne wegen eines geringeren Diskontierungsfaktors zunimmt. Die Kursgewinne der letzten Wochen im Nasdaq können in diesem Kontext bereits als erste Indikation für weiteres Aufwärtspotential im Falle fallender Renditen dienen.

Wir rechnen trotz der zuletzt gesunkenen impliziten Volatilität mit einer wieder ansteigenden Schwankungsbreite bei Aktien und Anleihen. Die Wahrscheinlichkeit, dass z. B. plötzliche Kreditereignisse oder weitere Probleme bei Banken aufgrund der historisch schnellen Zinswende zu Verwerfungen an den Finanzmärkten führen, ist gestiegen. Die im März kurzzeitig aufkeimende Angst vor einer Bankenkrise hat gezeigt, wie schnell die Sorglosigkeit einer Besorgnis weichen kann.

Für Anleger, die vom anhaltenden Seitwärtstrend bei zu erwartender wieder ansteigender Volatilität profitieren wollen, gibt es über die Vereinnahmung von Optionsprämien neben Multi-Asset-Lösungen dennoch Möglichkeiten, positive Portfolioerträge bei stagnierender Wertentwicklung von Aktien zu erwirtschaften. Optionsstrategien, wie sie der Bellevue Option Premium bietet, eröffnen Anlegern bei richtungslosem Aktienmarkt attraktive Renditechancen.

Märkte scheinen unbesorgt: Konjunktur entwickelt sich besser als erwartet

Foto von Gerit Heinz (Quelle: Bellevue)

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Krankenhausgesellschaft mahnt zur Eile bei Klinikreform

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Krankenhaus, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, mahnt zur Eile bei der Klinikreform. „Ob es eine Einigung bis Sommer gibt, bezweifele ich, derzeit findet ein politischer Poker zwischen Bund und Ländern statt“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).

„Dabei drängt die Zeit, den Kliniken fehlen bis Ende dieses Jahres zehn Milliarden Euro.“ Gaß verwies auf neue Prognosen: „Wir gehen davon aus, dass sich aktuell 20 bis 30 Prozent der Kliniken mit der Frage der Insolvenz befassen, weil sie keine klare Fortführungsprognose haben oder nicht mehr kreditwürdig sind.“ Er bekräftigte seine Kritik an den Plänen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): „Die geplante Reform ist nicht geeignet, das ungeordnete Kliniksterben zu verhindern.“ Der Minister wolle das Geld „nur umverteilen“, aber dem Krankenhaussystem „über Jahre kein zusätzliches Geld zur Verfügung stellen“.

Das sei verfassungswidrig: „Trotz Inflation und steigender Personalkosten dürfen die Kliniken ihre Preise nicht erhöhen.“ Das sei ein Verstoß gegen die unternehmerische Freiheit, die das Grundgesetz garantiere, so Gaß weiter. Zugleich sei noch immer unklar, wie die geplanten Vorhaltepauschalen funktionieren sollten. Der DKG-Chef kritisierte Lauterbach auch persönlich: „Es macht mich ratlos, dass der Minister sich nicht für die Erfahrungen der Praktiker interessiert, sondern glaubt, er habe das System durchdrungen und könne eine Reform alleine machen.“

Zudem rechnet Gaß im kommenden Winter erneut mit Stationsschließungen: „Wir sind für Infektionswellen nicht mehr so gut gewappnet wie früher, die Personaldecke ist viel dünner.“ Derzeit fehlten an den Kliniken mindestens 35.000 Pflegekräfte und über 5.000 Ärzte. Deshalb müssten sich Patienten darauf einstellen, dass auch im nächsten Winter wieder Betten oder ganze Abteilungen zeitweise gesperrt würden, fügte er hinzu. Vom Coronavirus sehe er dabei keine großen Gefahren mehr ausgehen: „Corona liegt hinter uns, es gibt keine Anzeichen, dass die Pandemie im Winter zurückkehrt.“

Man werde wieder saisonale Infektionswellen haben – bei der Grippe, vielleicht auch bei Corona, „aber nichts, was mit den vergangenen Jahren vergleichbar ist“, so Gaß weiter.


Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

In NRW fehlt noch jede achte Grundsteuererklärung

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Grundsteuerbescheid, über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Vier Monate nach dem Ablauf der bereits verlängerten Frist ist immer noch fast jede achte Grundsteuererklärung in Nordrhein-Westfalen nicht bei den Finanzbehörden eingegangen. Die Quote der abgegebenen Erklärungen lag in NRW zuletzt bei knapp 88 Prozent, wie ein Sprecher der Oberfinanzdirektion (OFD) Düsseldorf der „Rheinischen Post“ (Samstag) sagte.

Damit fehlen noch immer mehr als 900.000 Erklärungen insgesamt. In den anderen Bundesländern ist der Stand nach einer Umfrage der Zeitung kaum besser. In NRW haben die Finanzämter dem Bericht zufolge bereits mit der Schätzung der Grundsteuerwerte begonnen. „Von der rechtlichen Möglichkeit, Verspätungszuschläge festzusetzen, macht die Finanzverwaltung keinen Gebrauch“, habe die OFD mitgeteilt.

Steuerpflichtige sollten zunächst bis zum 31. Oktober des vergangenen Jahres und nach einer Fristverlängerung bis zum 31. Januar 2023 die Erklärung abgeben. Das wurde notwendig, nachdem das Verfassungsgericht die geltenden Grundsteuerregeln bemängelt und eine Reform verlangt hatte, die 2025 in Kraft treten soll.


Foto: Grundsteuerbescheid, über dts Nachrichtenagentur

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Klein warnt vor Judenhass durch Lehrer und Schüler

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Felix Klein, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat vor Judenhass an deutschen Schulen gewarnt. „Wir stellen fest, dass Antisemitismus auch an Schulen verbreitet wird. Er geht nicht nur von Schülern aus, sondern auch von den Lehrkräften“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

In Unterricht komme es zu fürchterlichen Bemerkungen. Als Beispiel nannte er den Satz eines Lehrers zu einer jüdischen Schülerin bei der Erklärung des Bunsenbrenners im Chemieunterricht: „Du musst jetzt genau wissen, wie das mit dem Gas funktioniert.“ Das sei leider Realität in Deutschland.

Klein forderte bundesweit eine Meldepflicht für antisemitische Vorfälle in Schulen. „Dann kommt keiner in Versuchung, etwas unter den Teppich zu kehren“, sagte er. Außerdem müsse der Umgang mit Antisemitismus und Rassismus „zum verpflichtenden, prüfungsrelevanten Bestandteil der Lehramtsausbildung in ganz Deutschland werden“. Darüber hinaus müsse überprüft werden, wie in Schulbüchern über das Judentum aufgeklärt werde.

Es gebe verheerende bildliche Darstellungen etwa in Religionsbüchern. Juden, die Jesus bei der Bergpredigt zuhörten, würden düster gezeichnet. „Das geschieht oft unbewusst, darf sich bei den Kindern aber nicht festsetzen“, sagte Klein. „In Schulbüchern muss deutlich werden, dass Juden zu Deutschland gehören.“


Foto: Felix Klein, über dts Nachrichtenagentur

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FDP will nationalen CO2-Emissionshandel für Gebäude vorziehen

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Gerüstbau für Wärmedämmung, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die FDP erwartet ein Vorziehen des nationalen CO2-Emissionshandels für die Sektoren Gebäude und Verkehr von 2026 auf Anfang 2024. „Wir sind zuversichtlich, dass wir den nationalen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr auf den 1. Januar 2024 vorziehen können parallel zu der Einigung über das Gebäudeenergiegesetz“, sagte FDP-Fraktionsvize Lukas Köhler der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

„Das wird dann zusätzliche Anreize für Bürger und Unternehmen bedeuten, sich klimafreundliche Heizungen und Autos anzuschaffen – und wir können dementsprechend im Heizungsgesetz grundsätzlich auf Verbote und Vorschriften verzichten“, sagte der FDP-Politiker. Der Emissionshandel wird seit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) auch für Gebäude und Verkehr geregelt. Es schreibt für jede emittierte Tonne CO2 einen Preis fest. Diese zusätzliche C02-Abgabe sorgt für eine kontinuierliche Erhöhung der Preise fürs Heizen und im Verkehrssektor. Damit wird für Verbraucher ein Anreiz geschaffen, auf klimafreundliche Technologien umzustellen, also etwa auf elektrische Wärmepumpen oder auf E-Autos. Der festgelegte CO2-Preis für die Sektoren Wärme und Verkehr beträgt aktuell 30 Euro je Tonne. Im nächsten Jahr sind es 35 Euro, im Jahr 2025 beträgt der Wert 45 Euro. Ab 2026 soll die feste CO2-Bepreisung in einem Emissionshandel mit einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro übergehen. Die FDP dringt darauf, den Übergang zum Emissionshandel von 2026 auf 2024 vorzuziehen.


Foto: Gerüstbau für Wärmedämmung, über dts Nachrichtenagentur

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Familienministerin lehnt Kürzungen von gesetzlichen Leistungen ab

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Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat Kürzungen in ihrem Etat im Zuge der Beratungen zum Bundeshaushalt 2024 abgelehnt. „Mein jährlicher Etat beläuft sich auf rund 13,5 Milliarden Euro. Davon sind fast 90 Prozent gesetzliche Leistungen wie beispielsweise das Elterngeld, also fest gebunden“, sagte Paus der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

„Die restlichen gut zehn Prozent sind Programme wie die Jugendfreiwilligendienste, der Kinder- und Jugend-Plan oder das Förderprogramm `Demokratie leben`“, so Paus. „Würde hier gekürzt, schlägt das sofort durch bis zu den vielen Vereinen, Projekten und Initiativen, die sich mit großem Engagement für eine aktive Demokratie, für ein lebendiges Miteinander und für den Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzen. Das kann niemand wollen“, sagte die Grünen-Politikerin. Sie lehnte auch den von der FDP vorgeschlagenen Eingriff in bestehende Leistungsgesetze ab. „Man kann auch Gesetze ändern, um Steuermehreinnahmen zu generieren beispielsweise durch die Bekämpfung von Steuerbetrug oder durch den Abbau umweltschädlicher Subventionen“, sagte Paus. Mit Bundesfinanzminister Lindner (FDP) habe sie über den Etat 2024 noch nicht gesprochen. „Ich hatte noch kein Gespräch mit Herrn Lindner zur Haushaltsaufstellung für das kommende Jahr“, sagte sie. Der Finanzminister hatte die Vorlage des Haushaltsentwurfs am 21. Juni wegen neuer Entwicklungen und Uneinigkeit in der Ampel-Koalition verschoben. Haushaltspolitiker rechnen mit der Vorlage nun am 5. Juli.


Foto: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts