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US-Schuldengrenze: Eine Einigung ist erst der Anfang, denn das Konto ist leer

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Schulden

Die USA haben ihre „Kreditkarte“ ausgeschöpft, und wir glauben, dass sie in den nächsten Tagen eine neue Karte erhalten werden. Das eigentliche Problem ist, dass auch ihr Bankkonto leer ist, meint Scott Solomon, Co-Portfoliomanager der Dynamic Global Bond Strategy bei T. Rowe Price:

Bei der Schuldenobergrenze handelt es sich um eine Schuldenlast der USA in Höhe von 31,4 Billionen US-Dollar, die der US-Kongress genehmigt hat. Gegenwärtig haben die USA ihre „Kreditkarte“ ausgeschöpft, und das Bankkonto der USA (das Treasury General Account) ist am Ende. Als X-Datum wird der Zeitpunkt bezeichnet, an dem das allgemeine Konto des Finanzministeriums den Nullpunkt erreicht. Es ist jedoch schwierig, den genauen Zeitpunkt vorherzusagen, an dem dies geschehen wird.

Selbst wenn das vorgeschlagene Abkommen in dieser Woche verabschiedet wird, bleiben die Marktrisiken bestehen. Das Hauptanliegen ist die Auffüllung des allgemeinen Finanzkontos, die das US-Finanzministerium durch eine Aufstockung des Saldos auf 550 Mrd. USD bis Ende Juni zu erreichen gedenkt.

Das bedeutet: mehr Stresspotenzial im System
In der Vergangenheit wurden für jeden Dollar, der zur Auffüllung des allgemeinen Kontos des Finanzministeriums verwendet wurde, 80 Cent aus den Reserven der US-Banken entnommen. Die Turbulenzen im Bankensektor im März haben jedoch gezeigt, dass die Bankreserven sehr knapp sind. Wenn die Bankreserven am Ende zur Finanzierung der Staatsanleihen verwendet werden, könnte dies zu einer weiteren Belastung des Systems führen.

Zwei mögliche Szenarien
In einem Szenario, in dem die Inflation niedriger wäre, wäre die Lösung einfach, da die Fed einfach die Zinsen senken könnte. Da die Fed jedoch versucht, die Inflation zu kontrollieren, muss sie vorsichtig vorgehen. Sollte das Bankensystem weiter unter Druck geraten, erwarten wir, dass der Anleihemarkt die Fed zum Handeln und zu einer Zinssenkung drängen wird.
Ein anderes mögliches Szenario ist, dass die historischen Muster nicht zutreffen und das allgemeine Konto des Schatzamtes durch Geldmarktfonds finanziert werden könnte. Dies gilt jedoch nur, wenn die Renditen der US-Schatzpapiere ausreichen, um die Geldmarktmanager zu entschädigen, die derzeit über die Reverse-Repo-Fazilität der Fed in höher rentierende Alternativen investiert sind. In diesem Szenario dürften sich Risikoanlagen sowie Aktien und Anleihen von US-Banken gut entwickeln. Daher werden wir in den nächsten Monaten die Reserven der Banken sehr genau im Auge behalten, um unsere Positionen zu steuern.

US-Insolvenz unwahrscheinlich
Solange es nicht zu einem tatsächlichen Zahlungsausfall kommt, rechnen wir nicht damit, dass die Agenturen die Kreditwürdigkeit der USA herabsetzen werden. Sollte ein solches Ereignis jedoch eintreten, wären die größten Auswirkungen für die US-Banken zu spüren, da ihre Ratings indirekt unter Druck geraten würden.

Was aber, wenn die USA in Verzug geraten?
Im Falle eines tatsächlichen Zahlungsausfalls steigt der Wert von US-Staatsanleihen an, wodurch die Renditen sinken und der Goldpreis steigt. Dies gilt höchstwahrscheinlich auch für die Anleihen anderer staatlicher Einrichtungen, wie deutsche Bundesanleihen und japanische Staatsanleihen. Außerdem könnte der Wert des US-Dollars sinken. Anfänglich könnten wir eine Rückkehr zu traditionelleren Korrelationen für festverzinsliche Anleger erleben, bei denen sich die Anleihekurse umgekehrt zu den Risikoanlagen bewegen. Wenn wir uns jedoch dem Jahr 2024 nähern und die Folgen der Verhandlungen über die Schuldenobergrenze hinter uns lassen, könnten die Anleiheinvestoren höhere Renditen verlangen, da die Emissionen von Staatsanleihen aufgrund der weltweit steigenden Haushaltsausgaben die Erwartungen übertreffen.

US-Schuldengrenze: Eine Einigung ist erst der Anfang, denn das Konto ist leer

Foto von Mdesigns auf Pixabay

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Schulze erwartet schnelle Reformen von neuem Weltbank-Präsidenten

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Svenja Schulze, über dts NachrichtenagenturBerlin/Washington (dts Nachrichtenagentur) – Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) erwartet vom neuen Präsidenten der Weltbank eine zügige Umsetzung der von Deutschland geforderten Reformen. „Die Erwartung an Ajay Banga ist, dass er die Reform der Bank vorantreibt“, sagte sie der „Welt“ (Freitagsausgabe).

Der US-Amerikaner tritt an diesem Freitag sein Amt an. „Der Grundauftrag der Weltbank war und bleibt es, extreme Armut zu bekämpfen.“ Die Umsetzung dieser Aufgabe müssten „andere“ festlegen. Deutschland und die USA hatten vergangenen Herbst einen Reformkatalog vorgelegt.

Demnach soll die Weltbank mehr in Klimaschutz, Pandemievorsorge und Artenvielfalt investieren. „Wir müssen resiliente Gesellschaften aufbauen und soziale Sicherungssysteme voranbringen. Natürlich ist da auch die Hoffnung, dass mit einem Wechsel an der Spitze mehr Dynamik in diesem Bereich verbunden ist“, so Schulze. Die SPD-Politikerin zeigte sich zufrieden, dass unter Bangas Führung der Kampf gegen die Erderwärmung eine Priorität der Weltbank werden soll.

Sein Vorgänger David Malpass hatte den Klimawandel infrage gestellt. „Dass es den Klimawandel womöglich gar nicht so gibt, das ist in der Bank nun endgültig abgeräumt“, fügte Schulze hinzu.


Foto: Svenja Schulze, über dts Nachrichtenagentur

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Dürr will auch Minderjährige in geplanten Asylzentren überprüfen

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Flüchtlinge vor einem Grenzzaun, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat sich dafür ausgesprochen, in den geplanten Asylzentren an den EU-Außengrenzen auch Unter-18-Jährige festzuhalten, bis ihre Anträge geprüft sind. „Ich habe Verständnis für die französische Position, auch Minderjährige in den Asylzentren Schnellverfahren durchlaufen zu lassen“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagsausgabe).

„Auf den ersten Blick“ sei es für ihn nicht verständlich, warum man „starre Altersgrenzen“ ziehen sollte. Es brauche einheitliche Regeln, und diese könnten auch für Unter-18-Jährige gelten, hier hoffe er auf eine Einigung mit Frankreich. Frankreich fordert, Kinder ab 12 Jahren in den Zentren festzuhalten, bis ihr Asylstatus geklärt ist. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) will Minderjährige von den Regeln ausnehmen. Die geplante Einrichtung von Asylzentren für Schnellverfahren an den Außengrenzen bezeichnete Dürr in der „NOZ“ als „eine Zeitenwende“. Denn damit würde vor der Einreise in die EU geklärt, ob ein Asylstatus vorliegt. „Das ist absolut richtig“, so der FDP-Politiker. Einwanderung müsse möglich sein und bleiben. „Aber: Wenn es nicht um Flucht oder Asyl geht, dann muss es um Zuwanderung in den Arbeitsmarkt gehen.“ Die Asylzentren an den EU-Außengrenzen seien ein „zentraler Baustein“, um das zu erreichen. Darum solle der „Zwist“ zwischen den Mitgliedstaaten ausgeräumt werden. Zugleich plädierte Dürr für einen stärkeren Schutz der deutschen Grenzen, solange dies an den EU-Außengrenzen noch nicht hinreichend gelinge. „Die Kontrollen an der Grenze zu Österreich wurden schon verlängert, das ist richtig und wenn es geboten ist, sollten wir mehr Kontrollen an der Grenze zu Polen durchführen“, sagte Dürr der „NOZ“. Deswegen hoffe er auf eine „rasche und vernünftige“ Einigung der Bundesinnenministerin mit ihren Kollegen in den betroffenen Bundesländern. Für „kleinteilige Diskussionen“ hätten die Menschen kein Verständnis, so Dürr.


Foto: Flüchtlinge vor einem Grenzzaun, über dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen fester – Zuwächse bei Kreditkartenunternehmen

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Wallstreet, über dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Donnerstag zugelegt, nachdem am Vorabend der Kompromiss im US-Schuldenstreit mit dem Repräsentantenhaus seine erste Hürde genommen hatte. Weiter werden die Anleger am Freitag auch die neuesten Arbeitsmarktzahlen mit Interesse verfolgen.

Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 33.062 Punkten berechnet, 0,5 Prozent höher als am Vortag. Der breiter gefasste S&P 500 schloss mit rund 4.221 Punkten 1,0 Prozent fester, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 am Ende bei 14.442 Punkten 1,3 Prozent im Plus. Zuwächse gab es unterdessen bei den Papieren der Kreditkartenunternehmen American Express und Visa. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagabend stärker. Ein Euro kostete 1,0761 US-Dollar (+0,74 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9293 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 74,22 US-Dollar, das waren 2,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur

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VfB Stuttgart legt in Relegation gegen HSV deutlich vor

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Spieler des VfB Stuttgart, über dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Der VfB Stuttgart hat sich in der Relegation zur 1. Fußball-Bundesliga eine sehr gute Ausgangslage fürs Rückspiel gesichert. Der Erstligist besiegte den Hamburger SV deutlich mit 3:0.

Nicht mal 50 Sekunden nach Beginn gingen die Schwaben bereits in Führung. Eine Ecke von Borna Sosa köpfte Konstantinos Mavropanos wuchtig in den rechten Winkel. In der 27. Minuten hatte der VfB dann die Chance, die Führung per Elfmeter auszubauen, aber Daniel Heuer Fernandes parierte den Schuss von Top-Torjäger Serhou Guirassy. Knapp fünf Minuten nach Wiederanpfiff stand es dann allerdings doch 2:0 für Stuttgart.

Einen Vertikalpass von Chris Führich legte Enzo Millot im Strafraum quer, der Ex-Hamburger Josha Vagnoman musste nur noch einschieben. Keine vier Minuten später erhöhte Guirassy per Kopf auf 3:0. Später sah auch noch HSV-Spieler Anssi Suhonen glatt rot, er war erst kurz zuvor eingewechselt worden. Das Rückspiel findet am Montag im Hamburger Volksparkstadion statt.

Für den VfB geht es um den Verbleib im Oberhaus, während der HSV die Bundesliga-Rückkehr schaffen will.


Foto: Spieler des VfB Stuttgart, über dts Nachrichtenagentur

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Serbiens Botschafterin warnt vor Eskalation in Nordkosovo

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Serbien und Kosovo, über dts NachrichtenagenturBerlin/Belgrad/Pristina (dts Nachrichtenagentur) – Die Botschafterin Serbiens in Deutschland, Snezana Jankovic, hat vor einer Eskalation der Lage im Nordkosovo gewarnt. „Wir sind jetzt in einer sehr gefährlichen Situation im Kosovo, die niemand zu 100 Prozent kontrollieren kann“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Der Versuch der Regierung in Pristina, die von 3,5 Prozent der Stimmberechtigten gewählten albanischen Gemeindebürgermeister mit bewaffneter Polizei in ihren Ämtern in den Rathäusern zu installieren, löst große Emotionen aus“, fügte sie hinzu. Für eine Deeskalation brauche es „auch die Einsicht in Pristina“, dass diese Bürgermeister dort nicht arbeiten könnten und dass man die bewaffneten Spezialkräfte wieder abziehen müsse. Seit Tagen protestieren Serben vor Gemeindeämtern gegen die neuen Bürgermeister, deren Wahl von der serbischen Mehrheit im Norden Kosovos vollständig boykottiert worden war. Als Grund nannte die Botschafterin, dass die Serben seit zehn Jahren auf die Umsetzung des Brüsseler Abkommens von 2013 warteten, das vorsieht, im Nordkosovo einen serbischen Gemeindeverbund zu bilden.

„Die Assoziation von serbischen Gemeinden würde eine gewisse Autonomie gewährleisten, was Kultur, Bildung, wirtschaftliche Entwicklung oder Gesundheitswesen betrifft; obwohl Pristina dieses Abkommen unterschrieben hat, ist es bis heute nicht umgesetzt“, kritisierte Jankovic. Die Diplomatin bekräftigte, die albanischen Kommunalpolitiker hätten keine Legitimität. „97 Prozent der serbischen Bevölkerung – wir sprechen hier über etwa 45.000 Menschen – haben nicht abgestimmt. Sie verlangen, dass diese Bürgermeister wieder abgezogen werden“, so die Botschafterin.

Mit Blick auf die kosovarische Zentralregierung unter Premierminister Kurti in Pristina forderte sie: „Als ersten Schritt verlangen wir von Albin Kurti, die Polizeikräfte im Nordkosovo abzuziehen und dass die Bürgermeister die Gemeindezentren verlassen.“ Das sei notwendig, um die Situation schnell zu entschärfen. Nach Aussage der Diplomatin wird „der Versuch, diese Bürgermeister zu installieren“, nun auch „vonseiten des Westens verurteilt“: „Die USA haben beschlossen, dieses Verhalten Pristinas auf irgendeine Weise zu sanktionieren.“ Man spüre seit einiger Zeit, dass Deutschland, Frankreich und die gesamte EU Druck auf Pristina ausübten, den serbischen Gemeindeverbund zuzulassen.

Die serbische Bevölkerung sei nicht bereit, noch weitere zehn Jahre darauf zu warten. Die Menschen würden etwas verlangen, was ihnen 2013 versprochen worden sei. Zum Vorwurf aus Pristina, die schweren Zusammenstößen am Montag zwischen Serben und der Nato-Schutztruppe KFOR mit 80 Verletzten seien von „Belgrad inszeniert“ und serbische Gewalttäter nach Nordkosovo entsandt worden, sagte Jankovic: „Das ist natürlich nicht wahr, es ist eine alte Taktik von Pristina, zu sagen, alle Serben im Nordkosovo sind Kriminelle und Gewalttäter.“ Tatsächlich gehe es hier darum, dass die serbische Bevölkerung in Nordkosovo unter ständigen Bedrohungen lebe.

Seit Amtsantritt von Kurti als kosovarischer Premierminister im März 2021 habe es mehr als 350 ethnisch motivierte Vorfälle gegen die Serben im Nordkosovo gegeben. Unter den Demonstranten seien „ganz normale Menschen“ wie Krankenschwestern, Lehrkräfte und Angestellte der Gemeinden, die für ihre Rechte kämpften. Unterdessen haben sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag für Neuwahlen in der Region ausgesprochen. Diese sollten „baldmöglichst“ und mit einer „klaren Wahlbeteiligung“ der serbischen Bevölkerung stattfinden.


Foto: Serbien und Kosovo, über dts Nachrichtenagentur

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Wirtschaftsministerium beantwortet Heizungsfragen der FDP

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Wirtschaftsministerium, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um das Heizungsgesetz hat das Bundeswirtschaftsministerium die insgesamt 77 Fragen der FDP beantwortet. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, übermittelte es am Donnerstag einen 45-seitigen Antwortkatalog.

Darin verteidigt das Haus von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Grundzüge des geplanten Gesetzes. So sei es nicht sinnvoll, den Austausch von Heizungen allein dem Markt zu überlassen, also steigenden CO2-Preisen. Bis 2030 könnten diese auf bis zu 300 Euro klettern, warnt das Ministerium, zehnmal so hoch wie derzeit. Es drohten Preissteigerungen, „die auf einem ähnlichen Niveau wie in der Energiekrise 2022 lägen“.

Die Krise habe gezeigt, zu welchen sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen das führe. „Für die Wärmewende ist daher ein Mix an Instrumenten notwendig“, argumentiert das Ministerium. Die Antwort ist mit dem Bauministerium abgestimmt. Auch die Belastungen für Mieter hielten sich in Grenzen.

Über die Modernisierungsumlage werden auch sie an den Kosten einer neuen Heizung beteiligt. Gleichzeitig sparten sie durch die Modernisierung allerdings Betriebskosten. Die Auswirkungen auf die Nebenkosten rechnet das Ministerium anhand mehrerer Beispiele vor. Demnach bliebe nach Abzug der Förderung für eine neue Anlage und angesichts eingesparter Betriebskosten in allen Rechenbeispielen sogar eine Ersparnis.

Gemessen an den Energiekosten rechneten sich „aus Gesamtsystemsicht“ auch die anstehenden Umbauten an Gas- und Fernwärmeleitungen, heißt es in dem Papier. Habeck hatte sich schon am Dienstag mit den Berichterstattern der Koalitionsfraktionen getroffen, um die Fragen durchzusprechen. Nach dem Treffen hieß es aus der FDP, es habe sich zwar um ein konstruktives Gespräch gehandelt – es bleibe allerdings noch viel Arbeit.


Foto: Wirtschaftsministerium, über dts Nachrichtenagentur

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ESA-Chef fordert mehr Investitionen in europäische Raumfahrt

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Euroscheine, über dts NachrichtenagenturParis (dts Nachrichtenagentur) – ESA-Chef Josef Aschbacher fürchtet, dass die europäische Raumfahrt international den Anschluss verlieren könnte. „Wenn wir nicht investieren, dann droht Europa abgehängt zu werden“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ, Freitagsausgabe).

Es stehe „viel auf dem Spiel“. Es gelte, Talente zu behalten und anzuziehen, und es gebe geopolitische Argumente. „Weltraum ist das Symbol für Hochtechnologie, um qualifizierte Leute nach Europa zu holen“, so Aschbacher. Das Bewusstsein dafür sei bei den Regierungen „vielleicht teilweise vorhanden“.

Er wünsche sich, „dass es voll vorhanden ist“, sagte Aschbacher mit Blick auf ein bevorstehendes Gespräch zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, bei dem es auch um die Raumfahrt gehen soll. Der ESA-Generaldirektor schätzt, dass der Wirtschaftszweig Weltraum „sehr stark expandieren“ werde und die globalen Ausgaben für diesen Bereich von derzeit 350 Milliarden Euro auf über eine Billion Euro anwachsen werden. Europas heutiger Anteil an den Ausgaben sei kleiner als zehn Prozent. „Wenn Europa hier nicht investiert und nicht aufholt auch bei öffentlichen Investitionen, damit dann private Investitionen erfolgen können, fliegen wir früher oder später aus dem Rennen“, mahnte der ESA-Generaldirektor.

Er sieht eine Parallele zur Digitalwirtschaft: „Wir hatten vor etwa 20 Jahren eine ähnliche Situation im Digitalbereich, als Europa sich bei den Patenten und Talenten mit Japan und Amerika messen lassen konnte.“ Europa habe es nicht geschafft, das in große Firmen umzuwandeln, die heute bekanntlich größtenteils aus den USA seien, monierte Aschbacher. In der krisengeplagten europäischen Trägerraketenindustrie sollte man sich nach Ansicht des ESA-Chefs an den USA orientieren. „Europa sollte genau das Gleiche machen wie seinerzeit Amerika“, sagte Aschbacher und fügte hinzu, „erste Schritte gesetzt“ zu haben.

Er verwies auf die kleinen, größtenteils privat finanzierten Microlauncher, wo er gerade dabei sei, Verträge abzuschließen, um sie über Ausschreibungen einzukaufen und nicht selbst zu entwickeln. „Wettbewerb ist sicher ein Element, um Kosten geringer zu halten und eine gewisse Kapazität aufzubauen sowie Innovationen zu fördern.“ Dabei geht er davon aus, dass die meisten der europäischen Microlauncher-Firmen den Plan hätten, sich wie US-Hersteller Space X in das obere Segment zu entwickeln. „Eine ähnliche Entwicklung sehe ich in Europa auch“, sagte Aschbacher.

Ob der für Ende dieses Jahres geplante Starttermin der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 steht, wollte der ESA-Generaldirektor der FAZ nicht bestätigen. „Ganz bewusst legen wir noch keinen neuen Termin fest, weil wir noch drei technische Herausforderungen lösen müssen“, erklärte Aschbacher. „Ende Juli, Anfang August“ werde man sehr wahrscheinlich mehr sagen können. Er hob allerdings hervor, „gute Fortschritte“ gemacht zu haben.

„Die Situation sieht heute viel besser aus als noch vor einem oder einem halben Jahr, wir sehen das Licht am Ende des Tunnels“, sagte Aschbacher mit Blick auf den Ariane-6-Erstflug. Europa habe bald zwar keinen eigenen Träger mehr, um Satelliten ins All zu schießen. „Das ist allerdings eine temporäre Situation“, sagte der ESA-Chef und nannte den gesicherten Zugang zum All durch europäische Raketen „meine absolute Priorität“.


Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

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Mehrheit der Deutschen weiter gegen Kampfflugzeug-Lieferungen

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Verteidigungsministerium, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine Mehrheit der Deutschen ist weiterhin gegen deutsche Kampfflugzeug-Lieferungen an die Ukraine. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) sprechen sich in einer Umfrage von Infratest für den „ARD-Deutschlandtrend“ von Dienstag bis Mittwoch dieser Woche dementsprechend aus.

Dieser Wert hat sich damit seit Mitte Februar nicht verändert. Knapp drei von zehn Deutschen (28 Prozent) sind derweil dafür (plus fünf im Vergleich zu Februar). Acht Prozent trauen sich in dieser Frage keine Aussage zu. Verschiedene westliche Länder haben angekündigt, Kampfflugzeuge des US-Typs F16 an die Ukraine zu liefern. Diese hat darüber hinaus den Wunsch geäußert, deutsche Kampfflugzeuge des Typs Eurofighter zu erhalten. Gespalten zeigen sich in dieser Frage insbesondere die Anhänger der Grünen (43 Prozent sind dafür, 48 Prozent dagegen). Eine ablehnende Haltung überwiegt bei den Anhängern von FDP (54 Prozent), SPD (56 Prozent) sowie der Union (59 Prozent). Bei den AfD-Anhängern ist die Ablehnung mit 90 Prozent am deutlichsten. Insgesamt bewertet eine relative Mehrheit (43 Prozent) die derzeitige Unterstützung der Ukraine mit Waffen als angemessen, mehr als einem Drittel (37 Prozent) geht sie indes zu weit – der bislang höchste Wert in dieser Frage. Für 14 Prozent geht die Unterstützung mit Waffen nicht weit genug. Die Sanktionsmaßnahmen gegen Russland gehen einer relativen Mehrheit von 42 Prozent nicht weit genug. Drei von zehn Deutschen (29 Prozent) empfinden sie als angemessen, jeder Fünfte (20 Prozent) hält sie für zu weitgehend. Eine Mehrheit von 55 Prozent ist aktuell der Meinung, die diplomatischen Bemühungen der Bundesregierung zur Beendigung des Krieges gehen nicht weit genug, für drei von zehn Deutschen (30 Prozent) sind sie angemessen, für 6 Prozent gehen sie zu weit. Datenbasis: 1.302 Befragte.


Foto: Verteidigungsministerium, über dts Nachrichtenagentur

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Dax auf Erholungskurs – Airbus vorne

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Donnerstag hat der Dax nach deutlichen Verlusten am Mittwoch einen Erholungskurs eingeschlagen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 15.854 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Größere Zuwächse gab es unter anderem bei den Aktien von Airbus, Hannover Rück und Sartorius. Am unteren Ende der Kursliste rangierten unterdessen Zalando und Vonovia. Nachdem bezüglich des US-Schuldenstreits zuletzt positive Signale kamen, wird sich der Fokus der Anleger zum Wochenende wohl auf die dortigen Arbeitsmarktdaten und die Einschätzungen der Fed verlagern. Für weitere Kursgewinne brauche es sicherlich einen Mix aus einem stabilen Arbeitsmarkt und einer US-Notenbank, die sich auf ihrer nächsten Sitzung in nicht mehr ganz zwei Wochen in die Beobachterrolle verabschiede, sagte Konstantin Oldenburger von CMC Markets am Nachmittag.

„In den letzten Tagen signalisierten einige Fed-Vertreter genau diese Absicht.“ Das bevorzugte Szenario der Notenbank scheine demnach, dass sie die Zinssätze im Juni unverändert lasse, sich aber gleichzeitig die Option auf weitere Schritte in den kommenden Monaten offenhalte, so der Marktanalyst. „Gouverneur Jefferson, der für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden nominiert ist und häufig die Ansichten des Vorsitzenden Powell wiedergibt, sagte, dass ein Verzicht auf eine Zinserhöhung den Entscheidungsträgern Zeit geben würde, die Daten zu bewerten, eine künftige Straffung aber nicht ausschließen würde“, so Oldenburger. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagnachmittag stärker.

Ein Euro kostete 1,0742 US-Dollar (+0,56 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9310 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 74,53 US-Dollar, das waren 2,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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