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STARTUP AUTOBAHN EXPO2023 präsentiert über 30 Pilotprojekte

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Silicon-Valley-Tech-Kompetenz vereint mit dem besten deutschen Ingenieurwesen.
Jährliche EXPO am 22. Juni 2023 in Stuttgart.

Am Donnerstag, 22. Juni 2023 präsentieren 38 Startups die Projektergebnisse aus ihrer Zusammenarbeit mit Unternehmenspartnern von STARTUP AUTOBAHN powered by Plug and Play auf der jährlichen EXPO in Stuttgart. Die Pilotprojekte, Implementierungen, und Lösungen in den Bereichen Mobilität, Produktion, Enterprise, und Sustainability werden vor mehr als 1.000 internationalen Gästen präsentiert, darunter Vorstandsmitglieder und Führungskräfte der führenden Automobilkonzerne, Unternehmer, politische Entscheidungsträger, Investoren, und Tech-Experten.
STARTUP AUTOBAHN powered by Plug and Play ist eine Open Innovation Plattform, die die unvergleichliche Technologiekompetenz des Silicon Valleys und das Beste des deutschen Ingenieurwesens vereint. Genau wie die deutsche Autobahn — die einzige der Welt ohne Tempolimit — beschleunigt STARTUP AUTOBAHN die Verbindungen zwischen Industrieunternehmen und innovativen Startups. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden auf der EXPO vorgestellt, einer Konferenz für geladene Gäste, auf der Technologien der Zukunft und die Innovationskraft von Unternehmen und Startups präsentiert werden.

Inspiriert durch das EXPO2023 Motto “Piloting the Future” erwartet die 1,000 Gäste ein Programm, das die dringlichsten Herausforderungen der Mobilitätsindustrie anspricht: der Übergang zur E-Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Heavy-Duty-Mobilität, Lösungen in der Halbleiterindustrie, Innenraumkonzepte der Zukunft, Perspektiven der Nachhaltigkeit wie Batteriemanagement, nachhaltige Materialien und mehr. Auf dem Programm stehen inspirierende Keynotes von Vorstandsmitgliedern, Branchenführern und Politikern, Podiumsdiskussionen, Expertenrunden, geführte Touren durch die Ausstellung, exklusive Präsentationen der Startup-Unternehmens-Kollaborationen und verschiedene Nebenveranstaltungen für Presse, Investoren, Executives und mehr.

Auf der Rednerliste stehen die einflussreichsten Stimmen der Mobilitätsinnovation und die Vorreiter der Automobilbranche: Barbara Frenkel, Mitglied des Vorstandes, Beschaffung bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG; Dr. Michael Hafner, Vice President MB.OS Base Layer & MBUX, Mercedes-Benz AG; Jørgen Behrens, Managing Director und VP, Geo Automotive, Google; Mathias Pillin, CTO bei Bosch Mobility; Saeed Amidi, CEO und Gründer, Plug and Play Tech Center; Winfried Hermann, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg; Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg; Lars Reger, CTO und EVP bei NXP® Semiconductors; Michael Corcoran, President, Global Lead, Analytics & Engineering bei DXC Technology; M. Gürcan Karakas, CEO bei Togg; Barbara Wittenberg, CTO bei 1KOMMA5°; Jan-Maarten de Vries, President Fleet Management Solutions bei Bridgestone Mobility Solutions.

Herausragende Kollaborationen werden zum Abschluss der Veranstaltung auf der Hauptbühne mit dem Plug and Play Global Innovation Award, dem Plug and Play Cross Collaboration Award und dem Plug and Play Sustainability Award ausgezeichnet.

Mehr über das Programm der EXPO2023, die Referenten und die Projektpräsentation: https://expo2023.pnptc.events

Pilotprojekte und Implementierungen
Die präsentierten Technologieprojekte bieten Lösungen in den Bereichen: Umstellung auf Elektrofahrzeuge, Software-definierte Fahrzeuge, Verkehrssicherheit und intelligente Infrastruktur, KI in der Produktion und Automatisierung, Interieur der Zukunft, Lieferketten und Nachhaltigkeit, Connected Cars, generative KI und KI-Inhaltserstellung, digitaler Zwilling und vieles mehr.

Mercedes-Benz & 4.screen

4.screen entwickelt einen „In-Car“-Kommunikationskanal, der den Insassen von Mercedes-Benz Fahrzeugen eine nahtlose Verbindung und Interaktion mit ihrer Umwelt ermöglicht.

Mercedes-Benz & Phononic Vibes

Mercedes-Benz und Phononic Vibes arbeiten in enger Kooperation mit Adler Pelzer. Die Partner entwickeln fortschrittliche Leichtbau-Metamaterialien, die die Schalldämmung im Fahrzeug optimieren.

Mercedes-Benz & SPREAD

In einem Pilotprojekt arbeiten Mercedes-Benz und SPREAD daran, die Komplexität der Fahrzeugelektronik und -elektrik mit Hilfe eines Engineering Intelligence Networks effizient zu reduzieren.

Porsche & About:Energy

About:Energy und Porsche nutzen physikalische Daten, um die Batterieleistung zu maximieren und zu optimieren.

Porsche & Circuit Booking

Porsche und Circuit Booking arbeiten zusammen, um die Faszination für Hochleistungsfahrzeuge zurückzubringen und die Zukunft des Sportwagens zu sichern.

Porsche & Pull Systems

Pull Systems und Porsche kooperieren bei der Erforschung innovativer Einsatzmöglichkeiten von Datenanalyse in Elektrofahrzeugen.

DXC Technology & Brytlyt

DXC Technology und Brytlyt vereinfachen den Lebenszyklus und das Management von Deep-Learning-Modellen für Echtzeit-Vorhersagen in der Fertigungsindustrie.

DXC Technology & Cargo Cube

DXC Technology und Cargo Cube schaffen Transparenz über die globalen Frachtströme eines Herstellers und sorgen für eine optimierte Logistikabwicklung.

DXC Technology & High Mobility & Scope Technology

High Mobility, Scope Technology & DXC bieten eine umfassende Lösung für ein nahtloses Flottenmanagement, Mobilitätsdienste und nutzungsbasierte Versicherungen, um die Zukunft der Mobilität zu gestalten.

DXC Technology & Opinum

DXC bringt sein umfangreiches Verständnis und seine umfassende Erfahrung in der Energie- und Versorgungsbranche zusammen mit der tiefgreifenden Expertise von DXC in den Bereichen Digital, Technologie und Daten in eine wegweisende Partnerschaft mit Opinum ein, um maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen in der Energie- und Versorgungsbranche anzubieten.

ZF & Shipzero

ZF und Shipzero entwickeln gemeinsam einen neuen Standard für Klimaschutz im Straßengüterverkehr.

Webasto & Canatu

Webasto und Canatu arbeiten an der Integration von Heizfolien im Roof Sensor Module für autonomes Fahren.

Webasto & Actasys

Webasto und Actasysy arbeiten an einer Lösung, um Sensoren auch unter extremen Wetterbedingungen frei und sauber zu halten.

Webasto & Filics

Webasto und Filics erschließen neue Möglichkeiten zur Automatisierung der Intralogistik in engen und anspruchsvollen Umgebungen bei hoher Vielfalt der Ladungskapazität.

Schaeffler & Arkite

Schaeffler und Arkite entwickeln dynamische AR-basierte Anweisungen und ermöglichen eine Echtzeitvalidierung der korrekten Beladung.

Schaeffler & deskbird

Schaeffler setzt deskbird’s Technologie ein, um das Arbeitsplatz-Erlebnis seiner Mitarbeiter zu verbessern und wertvolle Einblicke in die Nutzung der Arbeitsplätze zu gewinnen.

Bosch & Certivity

Immer auf dem neuesten Stand der Regulatorik: Bosch und Certivity optimieren die regulatorischen Prozesse in den Bereichen Fahrerlebnis (XC-DX) und automatisiertes Fahren (XC-AD).

Bosch & SonoBeacon

Bosch und SonoBeacon entwickeln und testen gemeinsam ein optimiertes System, das die Auslastung von Passagieren in autonomen Fahrzeugen automatisch erfasst und analysiert.

Bosch & Synthesia

Bosch kooperiert mit Synthesia, um eine KI-gestützte Videoerstellung einzuführen und damit sein Portfolio an generativen KI-Lösungen zu erweitern.

STMicroelectronics & BeonD

STMicroelectronics und BeonD arbeiten an einer intelligenten Sitzlösung, die auf der renommierten Sabelt-Rennwagenlinie basiert und von STMicroelectronics’ AutoDevKit unterstützt wird.

STMicroelectronics & Newtwen

Newtwen arbeitet mit STMicroelectronics zusammen, um virtuelle Sensoren für Leistungsmodule und Batteriemanagementsysteme zu entwickeln.

STMicroelectronics & 2electron

2electron verleiht Elektrofahrzeugen wieder das Fahrgefühl eines Verbrennungsmotors, in dem die eingesetzte Technologie in Bezug auf Fahrzeugdynamik und Leistungsfähigkeit das Fahrerlebnis eines herkömmlichen Motors nachahmen kann. STMicroelectronics hat bei der Zusammenarbeit mit 2electron die für die Automobilindustrie geeignete Hardware Plattform Accordo 5 bereitgestellt und das Team dabei unterstützt, das Produkt von einem PoC zu einer industrialisierten Lösung für den Einsatz in OEM-Fahrzeugen weiterzuentwickeln.

Bridgestone Mobility Solutions & Bia

Durch die intelligente Kombination von Webfleet-Telematikdaten und der Optimierungssoftware von Bia wird die Zuverlässigkeit und Produktivität von eFleets maximiert, während gleichzeitig Spitzenlasten, Energiekosten und CO2-Emissionen minimiert werden.

Bridgestone Mobility Solutions & Chargylize

Bridgestone Mobility Solutions und Chargylize bieten eine datengetriebene Lösung zur Elektrifizierung von Flotten.

Bridgestone Mobility Solutions & Peregrine.ai

Bridgestone Mobility Solutions arbeitet mit Peregrine.ai zusammen, um Computer Vision und KI in neuen Datenlösungen zu nutzen.

NXP Semiconductors & Sonatus

Sonatus und NXP arbeiten gemeinsam daran, die größten architektonischen Herausforderungen auf dem Weg zu sichereren, intelligenteren und effizienteren Fahrzeugen zu bewältigen.

Hyundai Motor Company & Smart Audio Technologies

Smart Audio erprobt die innovative SmartMute®-Technologie in Zusammenarbeit mit der Hyundai Motor Company.

ADAC & Audvice

ADAC arbeitet mit Audvice zusammen, um Wissen mithilfe fortschrittlicher Sprachtechnologie zu dokumentieren und effektiv zu teilen.

Maxion & UBQ Materials
Maxion ersetzt Einweg-Holzpaletten und Kunststoff-Separatoren durch nachhaltige, wiederverwendbare Kunststoffe, hergestellt mit UBQ™.

Foto:Plug & Play 2023

Quelle:Plug & Play Germany GmbH

Bauministerium plant drei Modelle für Wohngemeinnützigkeit

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Hausfassade, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesbauministerium unter Leitung von Klara Geywitz (SPD) möchte Unternehmen auf unterschiedlichen Wegen befähigen, gemeinnützig Wohnraum zu bewirtschaften. Das geht aus einem Eckpunktepapier zur neuen Wohngemeinnützigkeit (NWG) hervor, über das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) berichten.

Demnach soll die neue Wohngemeinnützigkeit auf verschiedenen Wegen umgesetzt werden können. Zum einen sollen Wohnungsunternehmen vollständig in die neue Gemeinnützigkeit wechseln können oder sich als NWG-Unternehmen neu gründen können. Sie müssten sich in diesem Modell verpflichten, dauerhaft Mieten anzubieten, deren durchschnittlicher Satz unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen würde. Im Gegenzug würden sie Steuerbefreiungen etwa bei der Körperschafts- und Gewerbesteuer sowie Erleichterungen bei der Grundsteuer erhalten.

Auch sollen sie den Eckpunkten zufolge eine Zulage als Anreiz für den Eintritt in die neue Wohngemeinnützigkeit sowie Neubau- und Investitionszulagen erhalten. Als zweite Option möchte das Bauministerium stärker selbstlos handelnde Organisationen als Wohnungsvermieter gewinnen. Damit meint das Ministerium Unternehmen, die bereits heute in der Abgabenordnung (AO) als steuerbegünstigt gelten, da sie gemeinnützige Zwecke erfüllen. Ein „wohngemeinnütziger Zweck“ könne in die Abgabenordnung eingefügt werden, schlägt das Haus von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) vor.

Im Gegenzug würden auch diese Unternehmen Steuererleichterungen erhalten. Zudem könnte die Möglichkeit der erleichterten Bildung von Gewinnrücklagen sowie eine Ausweitung der Möglichkeit zum Unterhalt eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs als Erleichterung genutzt werden. Als dritte Option schlägt das Bauministerium vor, dass Unternehmen nur einen bestimmten Anteil ihres Bestandes nach gemeinnützigen Kriterien vermieten können. Ihnen würde im Gegenzug bei der Ertragssteuer entgegengekommen werden.

Zu den Kosten der neuen Wohngemeinnützigkeit macht das Ministerium in den Eckpunkten keine Angaben. „Weitere Aussagen zu einem Förderprogramm wären erst mit Beschluss des Deutschen Bundestags zum Haushalt 2024 gegen Ende des Jahres möglich“, heißt es in dem Papier. Wohnpolitikerin Hanna Steinmüller (Grüne) wertete die Eckpunkte als Erfolg. „Das Papier zeigt: Dauerhaft bezahlbares Wohnen ist möglich“, sagte die Bundestagsabgeordnete den Funke-Zeitungen.

Die Eckpunkte seien ein Lichtblick für Mieter. „Wenn die Koalition es mit dem bezahlbaren Wohnen ernst meint, dann muss jetzt zügig ein Gesetzentwurf folgen“, mahnte Steinmüller.


Foto: Hausfassade, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Fed lässt Leitzins unverändert

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US-Dollar, über dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Notenbank lässt ihren Leitzins unverändert. Er bleibe in einer Spanne zwischen 5,0 und 5,25 Prozent, wie aus einer Mitteilung der Zentralbank vom Mittwoch hervorgeht.

Es ist die erste „Zinspause“ nach zehn Anhebungen in Folge – und sie war zuletzt von den meisten Marktteilnehmern erwartet worden. Einerseits hatte die Fed in den letzten Tagen und Wochen schon entsprechende Signale gesendet, andererseits waren die am Vortag veröffentlichten US-Inflationsdaten moderat ausgefallen, mit einer deutlich von 4,9 Prozent im Vormonat auf 4,0 Prozent im Mai zurückgehenden allgemeinen Teuerungsrate – und auch die sogenannte „Kerninflation“, also die Teuerung ohne Energie und Nahrungsmittel, sank. „Jüngste Indikatoren deuten darauf hin, dass die Wirtschaftstätigkeit weiterhin in bescheidenem Tempo gewachsen ist“, kommentierte die Fed ihre Entscheidung. „Die Beschäftigungszuwächse waren in den letzten Monaten robust und die Arbeitslosenquote blieb niedrig“, so die US-Notenbank.

Die Inflation bleib aber erhöht. Die Beibehaltung des Zielbereichs nach der aktuellen Sitzung ermögliche es dem Notenbankausschuss, „zusätzliche Informationen und deren Auswirkungen auf die Geldpolitik zu bewerten“, wie es weiter hieß. Am Donnerstag wird die Europäische Zentralbank (EZB) über ihren Zinskurs entscheiden – hier rechnen die meisten Marktteilnehmer mit einer leichter Erhöhung um einen viertel Prozentpunkt. Hohe Leitzinsen gelten für die Börse als Gift: einerseits machen sie das Sparbuch als Anlage attraktiver, andererseits ächzen viele Unternehmen unter Krediten – und beide Faktoren ziehen Geld aus dem Markt.


Foto: US-Dollar, über dts Nachrichtenagentur

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ARD und ZDF übertragen Fußball-WM der Frauen

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Weiblicher Fußballfan, über dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – ARD und ZDF haben sich im Zusammenschluss der Europäischen Rundfunkunion (EBU) die Übertragungsrechte für die Fußball-WM der Frauen gesichert. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch mit.

„Ich freue mich über die Einigung zwischen der Fifa und der EBU, in deren Folge eine breite Sichtbarkeit der Fifa Frauen-WM in ARD und ZDF möglich sein wird“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. „Ein Blackout konnte verhindert werden. Dies ist für die weitere Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland von enormer Bedeutung.“ Er habe in den vergangenen Wochen sowohl bei der Fifa als auch bei den Sendeanstalten immer wieder für die Übertragung der WM geworben, so Neuendorf.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zeigte sich erleichtert. „Ich danke allen Beteiligten, dass im Sinne der Entwicklung des Frauenfußballs, der Sichtbarkeit, der Millionen Fans und der sportlichen Wertigkeit des Turniers nun eine Einigung gefunden wurde. Jetzt können wir mit noch mehr Schwung und positiver Energie in die Vorbereitung und in die Weltmeisterschaft gehen“, so Voss-Tecklenburg. Die Fußballweltmeisterschaft der Frauen findet vom 20. Juli bis 20. August in Australien und Neuseeland statt.


Foto: Weiblicher Fußballfan, über dts Nachrichtenagentur

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Bootsunglück: Schulze pocht auf legale Fluchtwege

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Svenja Schulze, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze (SPD) hat nach einem schweren Bootsunglück in Griechenland mit über 70 Toten legale Fluchtwege nach Europa gefordert. Schulze sagte dem TV-Sender „Welt“: „Wenn man sich auf so eine Reise begibt über das Meer, unter solchen Bedingungen, dann muss man schon sehr verzweifelt sein. Und deswegen ist das so zentral wichtig, dass wir legale Zuwanderung ermöglichen für diejenigen, die zum Beispiel bei uns arbeiten wollen.“

Der von den EU-Innenministern erzielte Kompromiss in der Flüchtlingspolitik sei nachbesserungsbedürftig, findet Schulze. Die Stellung von Kindern und Familien müsse auf dem Weg zu einem fertigen Gesetz dringend verbessert werden. Deutschland kämpfe dabei aber gegen eine Abschottungsmentalität in anderen EU-Ländern.

„Um uns herum sind die Zeichen jetzt einfach auf Abschottung gestellt“, so Schulze. „Dass wir jetzt aber im Weiteren, in den Verhandlungen mit dem Parlament, wenigstens noch versuchen, die Situation von Familien und Kindern zu verbessern – ich glaube, das ist eine Selbstverständlichkeit.“ Dabei habe Innenministerin Nancy Faeser (SPD) ihre Unterstützung. Mit Blick auf die neuen Flüchtlingszahlen des UNHCR warb Schulze aber auch für mehr Hilfe direkt vor Ort.

Die meisten Schutzsuchenden wollten eigentlich gar nicht nach Europa. „Wir müssen denen, die vor Hunger, vor Not, vor Krieg fliehen, eben auch die richtigen Bedingungen geben, dass sie möglichst in der Nähe ihrer Heimat bleiben können, weil: Die meisten wollen wieder nach Hause zurück“, sagte die Entwicklungsministerin. „Das erleben wir ja hier bei uns vor der Haustür sehr genau: Die vielen, vielen, die uns aus der Ukraine hierhergekommen sind, aus der Ukraine, aus dem Krieg fliehen mussten, die möchten auch wieder nach Hause. Und so ist das auch in anderen Kriegsregionen so. Deshalb bleiben die Menschen möglichst da, wo sie auch wieder zurückkommen können.“

Dabei könne die deutsche Entwicklungspolitik einen entscheidenden Beitrag leisten, so Schulze. Die meisten Flüchtlinge müssten in armen Nachbarländern versorgt werden – unter ohnehin schon schwierigen Bedingungen. „Die Ärmsten der Welt zeigen sich solidarisch, nehmen eben noch weitere Menschen auf. Und was wir tun können, ist: Helfen, dass diese Gemeinden, die die vielen Flüchtlinge aufnehmen, dass die damit klarkommen.“

Das sei es, was man auch in der deutschen Entwicklungspolitik mache, sagte Schulze. „Helfen, dass es Zugang zu Wasser gibt, Sanitärversorgung, aber auch Bildung, Zugang zum Arbeitsmarkt, in den Ländern, wo eben die meisten Flüchtlinge sind.“


Foto: Svenja Schulze, über dts Nachrichtenagentur

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Bayern und CSU legen Klagen gegen Wahlrechtsreform ein

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Stimmzettel für die Bundestagswahl am 22.09.2013, über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Bayerische Staatsregierung und die CSU haben jeweils eine Klage gegen die Reform des Bundestagswahlrechts beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Das teilten das Bayerische Innenministerium und die Partei am Mittwoch mit.

„Die neu geschaffenen Regeln sind verfassungswidrig. Sie verstoßen gegen den Grundsatz der Wahlrechtsgleichheit sowie gegen das Demokratie- und Bundestaatsprinzip“, sagte der Bayerische Innenminister, Joachim Herrmann (CSU). Im Kern der Kritik steht der Wegfall von Überhang- und Ausgleichsmandaten. Bislang entstehen diese, wenn Parteien mehr Direktmandate durch die Erststimmen erhalten, als ihnen proportional zu den Erststimmen zustehen würden.

Mit ihrem Wegfall will die Regierungskoalition ein weiteres Anwachsen des Parlaments verhindern. Die Neuregelung könnte nun allerdings zur Folge haben, dass Wahlkreisgewinner nicht in den Bundestag einziehen, wenn ihre Partei nicht ausreichend Zweitstimmen erhalten hat. Herrmann kritisierte dieses Vorgehen: „Gewählten Abgeordneten ihr Wahlkreismandat zu verwehren, halte ich für völlig inakzeptabel.“ Wäre das neue Wahlrecht bereits bei der Bundestagswahl 2021 zur Anwendung gekommen, wären nach den Worten des Bayerischen Innenministers allein in Bayern sieben von 46 Wahlkreisen „verwaist“ geblieben.

„Aber auch in Baden-Württemberg und im Osten Deutschlands wären viele Regionen ohne direkt gewählte Abgeordnete geblieben“, fürchtet er. Durch die zusätzlich erfolgte Abschaffung der Grundmandatsklausel könnte sich dies noch weiter verschärfen. „Würde die CSU deutschlandweit weniger als fünf Prozent der Zweitstimmen erhalten, aber aufgrund ihrer flächendeckenden Verwurzelung weiterhin nahezu alle Wahlkreise gewinnen, bliebe fast ganz Bayern ohne Wahlkreisabgeordneten“, so Herrmann. Er kritisierte, Bayern würde dann nur durch Abgeordnete repräsentiert, die Parteien entstammen, die in Bayern nicht die Mehrheit haben, während die bayerische Mehrheitspartei im Bundesparlament fehle.

Es würden in diesem Fall auch insgesamt deutlich weniger Abgeordnete aus Bayern in den Bundestag einziehen, weil den Ländern keine Mindestsitzzahlen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil mehr zugeteilt werden, sagte Herrmann. „Bayern wäre daher nicht-, falsch- und unterrepräsentiert.“ Ein solches Wahlrecht sei mit dem Grundgesetz unvereinbar. „Wir sind davon überzeugt, dass auch das Bundesverfassungsgericht dies so sehen wird“, so der Landesinnenminister.

CSU-Generalsekretär Martin Huber sagte zur Klage der Partei, das „zugunsten der Ampel-Parteien zusammengschusterte Wahlrecht“ sei „undemokratisch, föderalismusfeindlich, manipulativ und verfassungswidrig“. Die Union hatte als Gegenentwurf zu der Wahlrechtsreform unter anderem ein sogenanntes „Grabenwahlrecht“ vorgeschlagen. Erst- und Zweitstimme würden dabei nicht mehr wie bisher miteinander verrechnet, sondern getrennt voneinander betrachtet werden. Der Vorschlag stieß bei den anderen im Bundestag vertretenen Parteien auf Gegenwind, weil sie darin eine deutliche Bevorteilung zugunsten der Union witterten.


Foto: Stimmzettel für die Bundestagswahl am 22.09.2013, über dts Nachrichtenagentur

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Geteiltes Echo auf "Nationale Sicherheitsstrategie"

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Bundeswehr-Soldat, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorstellung der „Nationalen Sicherheitsstrategie“ der Bundesregierung am Mittwoch hat ein geteiltes Echo hervorgerufen. Die Sicherheitsstrategie sei „ein Versprechen an unsere Partner in Europa und der Welt, dass Deutschland seiner europäischen Führungsrolle gerecht werden will und muss“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Sie dürfe „nicht wie manch anderes Grundlagenpapier in der Vergangenheit in der Schublade verstauben“. Dem Nachrichtenportal „T-Online“ sagte Roth, er hätte sich eine deutlich schnellere Einigung gewünscht, das lange Verfahren sei der notwendigen Debatte über mehr Strategiefähigkeit „sicherlich nicht förderlich“ gewesen. Er forderte zudem ein neues Sicherheitsgremium: „Nach der Absage an einen Nationalen Sicherheitsrat werbe ich für einen Sachverständigenrat für Außen- und Sicherheitspolitik mit einem eigenen wissenschaftlichen Stab, der an den Bundestag angedockt ist und unsere Strategiefähigkeit und außen- und sicherheitspolitische Expertise stärkt.“ Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hält hingegen kein neues Gremium für nötig.

„Jetzt gilt es, ressortübergreifendes, vorausschauendes Handeln folgen zu lassen. Entscheidend dafür ist der politische Wille und nicht irgendein neues Gremium“, sagte Schmid dem Nachrichtenportal „T-Online“. Innerhalb der Koalition drängt vor allem die FDP auf die Einrichtung von Sicherheitsgremien. „Nach dem Vorbild anderer Demokratien und im Sinne einer vernetzten Außen-, Verteidigungs- und Entwicklungspolitik wollen wir daher einen Nationalen Sicherheitsrat (NSR) einrichten, der die Verantwortung für eine außen- und sicherheitspolitische Gesamtstrategie trägt“, heißt es in einem Positionspapier des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Alexander Graf Lambsdorff und des außenpolitische Sprecher Ulrich Lechte, über das die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochsausgabe) berichtet.

Das Papier, das kommende Woche von der FDP-Fraktion beschlossen werden soll, sieht außerdem die Schaffung des Amtes eines Nationalen Sicherheitsberaters vor. Auch die Unionsfraktion im Bundestag kritisiert, dass das Papier der Bundesregierung keinen Sicherheitsrat vorsieht. „Eine Nationale Sicherheitsstrategie ohne Sicherheitsrat bleibt ein Torso“, sagte Fraktionsvize Johann Wadephul (CDU) dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Die Bundesregierung leiste sich eine „empfindliche Leerstelle“, die das gesamte Projekt einer Strategie infrage stelle.

Die Bundesregierung habe zwar richtig erkannt, dass Deutschland mannigfachen Gefahren und Gefährdungen ausgesetzt sei – von einer militärischen Bedrohung über mögliche neue Pandemien bis zu den Auswirkungen des Klimawandels, so Wadephul. „Wer darauf aber angemessen reagieren will, braucht eine zentrale Stelle der Vorausschau und der Koordination von Abwehrreaktionen.“ Von den Grünen kommt dagegen vor allem Lob für das Konzeptpapier. „Die sicherheitspolitische Ausrichtung Deutschlands bedarf einer neuen Ausrichtung: wehrhaft, resilient, nachhaltig. Das ist der Kern Integrierter Sicherheit“, sagte der Außenpolitiker Jürgen Trittin (Grüne) dem Nachrichtenportal „T-Online“.

Dies stehe im Mittelpunkt der ersten Nationalen Sicherheitsstrategie der Geschichte der Bundesrepublik. Auch der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter, lobte, dass der Klimaschutz berücksichtigt werde. Klimakrise und Artensterben bedrohten Millionen Menschen weltweit ganz konkret und zögen Konflikte um begrenzte Ressourcen nach sich, sagte Hofreiter dem Nachrichtenportal „T-Online“.

„Wer Sicherheit will, muss auch Klima und Umwelt schützen.“ Kritik an diesem Sicherheitsverständnis kommt von der AfD. „Die `Nationale Sicherheitsstrategie` ist eine enttäuschende Ansammlung von leeren Phrasen“, sagte AfD-Chefin Alice Weidel dem Nachrichtenportal „T-Online“. Sie verwässere den Sicherheitsbegriff mit „hohlen Schlagworten“ wie „integrierte Sicherheit“ bis zur völligen Beliebigkeit. Dem widersprach Linken-Chef Martin Schirdewan.

„Keine der großen Krisen lässt sich mit Waffengewalt lösen“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online. „Im Gegenteil: Das neue Rüstungswettrennen zwischen den USA und China schafft neue Unsicherheit.“ Schirdewan kritisierte die Bundesregierung für eine fehlende internationale Kooperation bei der Erstellung des Papiers. „Ich halte es für einen Fehler, dass die Bundesregierung ihre Sicherheitsstrategie ohne Rücksprache mit den europäischen Partnern entwickelt hat“. „Nationale Alleingänge passen nicht in diese Zeit, denn die kommenden Krisen können wir nur bewältigen, wenn wir auf internationaler Ebene zusammenarbeiten.“ Auch aus den Bundesländern kommt Kritik an der Art und Weise, wie die Strategie erstellt worden ist. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) bemängelte, dass „der Bund die Länder von Anfang an nicht grundlegend und auf Augenhöhe eingebunden“ habe. „Kriminalitätsbekämpfung, Gefahrenabwehr, Katastrophenschutz, Feuerwehren – bei all diesen Themen liegt die Expertise vor Ort“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Das gleiche gelte für die Cybersicherheit. „Eine Sicherheitsstrategie ohne Länder ist wie Nato ohne USA“, so Rhein.


Foto: Bundeswehr-Soldat, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Die neue Goldküste

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Gold Insurance Bonds

Ein aktueller Marktkommentar von Rötger Franz, Portfoliomanager bei Plenum Investments:

Der Markt für nachrangige Finanzanleihen wurde durch die jüngsten Ereignisse erschüttert, d.h. den Niedergang der Credit Suisse, den Zusammenbruch der Silicon Valley Bank und die Turbulenzen im Bereich der US-Regionalbanken. Interessanterweise hat auch die Bewertung von Schweizer Versicherungspapieren darunter gelitten. Wir haben schon oft geschrieben, dass die Bankenkrise keine Versicherungskrise ist, und wir bleiben bei unserer Ansicht, dass die Risiken für Banken und Versicherer grundsätzlich unterschiedlich sind. Aber der Markt scheint diesen Unterschied nicht einzupreisen.

Unseres Erachtens hat dies dazu geführt, dass ein Teil des Zürichseeufers zur neuen Goldküste für Versicherungsanleihen geworden ist. Im Umkreis von wenigen hundert Metern befinden sich die Hauptsitze von Swiss Re, Zurich und Swiss Life, und wir können auch Scor hinzufügen, die eines ihrer Zentren in Zürich hat. Sie alle zeichnen sich durch eine sehr starke Kapitalisierung aus, mit SST/Solvabilität II-Quoten am oberen Ende oder sogar über ihren Zielbereichen (Swiss Re: 294%; Swiss Life: 215%; Zurich: 258%; Scor: 219%). Dennoch werden ihre ausstehenden Anleihen mit erheblichen Abschlägen gegenüber ihren EU- und britischen Konkurrenten gehandelt. Wir weisen darauf hin, dass die ausstehenden nachrangigen Schweizer Versicherungsanleihen keiner Non-Viability-Klausel unterliegen.

Nach der bevorstehenden Reform der schweizerischen Versicherungsaufsicht und der anschließenden Einführung neuer Instrumente werden diese ausstehenden Anleihen für 10 Jahre in das neue System übernommen («grandfathered»), was wahrscheinlich im Januar 2024 beginnt. Zusätzlich zu ihrer überragenden Kreditqualität ist daher das Non-Call-Risk beim Übergang der Emittenten in das neue System marginal. Während sich die Bewertungen von Versicherungsanleihen in den letzten zwei Monaten etwas erholt haben, liegen insbesondere Schweizer Papiere unter dem Niveau vor dem Zusammenbruch der Credit Suisse und bieten eine interessante Gelegenheit, das Portfolio zu ergänzen.

Die neue Goldküste

Foto von Rötger Franz (Quelle: Plenum Investments)

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Bundespräsident besorgt über Umfrage-Hoch der AfD

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Frank-Walter Steinmeier, über dts NachrichtenagenturEckernförde (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat sich besorgt über den Höhenflug der AfD in Umfragen gezeigt. „Diese Umfrage-Situation verfolge ich mit Sorgen“, sagte Steinmeier am Mittwoch dem Fernsehsender „Welt“.

„Ich weiß natürlich, dass Umfragen nicht Wahlergebnisse sind. Trotzdem, glaube ich, ist das ein Zeitpunkt, an dem wir genau hinschauen müssen, was sich in der Bevölkerung möglicherweise verändert.“ Aus seinen Gesprächen mit Bürgern, die die AfD gewählt hätten oder sich dies vorstellen könnten, wisse er, dass es denen vor allen Dingen darum gehe, „den anderen Parteien die Unzufriedenheit zu zeigen“. Ob das „ein verantwortlicher Umgang mit Demokratie und mit dem demokratischen Wahlrecht“ sei, sei eine andere Frage.

Aber mit solchen Entwicklungen müssen man in der Demokratie umgehen. „Es bleibt nichts anderes, als dass die Parteien sich bemühen müssen, auch die Parteien in der gegenwärtigen Koalition, Glaubwürdigkeit dort, wo sie verloren gegangen ist, wieder zurückzugewinnen.“ Kritisch setzte sich Steinmeier mit der Politik der AfD auseinander, die den Menschen trotz Ukraine-Kriegs, Migration und Klimawandels „vorspiegelt, dass sich eigentlich nichts ändern muss, dass wir auf einer Insel leben“. Diesem Versprechen wollten „offensichtlich im Augenblick viele folgen“.

Im Zusammenhang mit dem heftigen Streit in der Ampel über das Heizungsgesetz äußerte der Bundespräsident die Hoffnung, dass mit der Verständigung zwischen den Koalitionsparteien jetzt für die Bürger Klarheit geschaffen werde. Aus seinen Gesprächen wisse er, wie groß Unverständnis und Verunsicherung seien.


Foto: Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Puma verbannt 760.000 Online-Produktfälschungen dank KI

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puma

Puma verbannt dank KI Produktfälschungen von Millionenwert aus Online-Handel

Getreu dem Motto PUMA.FASTER, setzt der deutsche Sportartikelhersteller Puma bei der Bekämpfung von Online-Betrug und Produktimitaten auf künstliche Intelligenz (KI). Ziel des Unternehmens ist es, insbesondere den Online-Verkauf von Produktfälschungen zu unterbinden. So wurden in einem Zeitraum von 16 Monaten Fälschungen im Wert von über 500 Millionen US-Dollar von Marktplätzen, Social-Media-Plattformen, Websites und Suchmaschinen entfernt. Davon betroffen waren insgesamt über 760.000 gefälschte Artikel, die Puma erfolgreich aus dem Internet verbannen konnte.
Mit Technologie gegen Betrug

Maßgeblich daran beteiligt war die KI-basierte Plattform Red Points, die weltweit am häufigsten genutzte Software zur Bekämpfung von Online-Fälschungen und Markenimitationen. Die Software scannt das Internet, um rechtsverletzende Einträge, URLs und soziale Konten zu erfassen und automatisch deren Löschung zu verlangen.

Neben Puma setzen insgesamt gut 1.200 weitere Marken – darunter u. a. Hugo Boss, Fila, 100 %, Burton oder Hyperice – diese Technologie mit großem Erfolg ein. Ihr Hauptanliegen: Kunden vor Online-Betrug zu beschützen und Markenwerte und Kultur, die in jedem Produkt enthalten sind, zu bewahren. Auf diese Weise unterbinden diese Marken Umsatzverluste, die andernfalls an böswillige Akteure verlorengehen, und können ihren ausgezeichneten Ruf als Unternehmen bewahren – wie im Fall von Puma. Der Sportartikelhersteller kann auf eine mittlerweile 75 Jahre währende Erfolgsgeschichte zurückblicken, die eine Vielzahl von Sportarten beeinflusst hat.

Puma setzt Red Points weltweit ein

Der weltweite E-Commerce-Boom, der durch die Coronapandemie weiter vorangetrieben wurde, verleiht dem Kampf gegen Online-Betrug eine Komplexität, die der Mensch allein nicht mehr überblicken kann. Eine weitere Herausforderung sind Betrüger, die zunehmend anonym agieren. Aus diesen Gründen greift auch Puma auf die KI-gesteuerte Plattform von Red Points zurück, mit der das Unternehmen weltweit gegen Betrug vorgeht.

Damit ist das Unternehmen selbst Betrügern in jenen Märkten einen Schritt voraus, die sich durch Dutzende von Marktplätzen und Shopping-Plattformen auszeichnen, in denen sich Produktfälschungen neben Originalerzeugnissen gut „verstecken“ lassen und deshalb besonders schwer zu finden sind. Zu diesen Märkten zählt zum Beispiel Südost-Asien, wo Millionen von Verbrauchern insbesondere bei beliebten Shopping-Platttformen wie etwa Shopee, Tokopedia und Lazada einkaufen.

Social Medias besonders anfällig für Markenmissbrauch

„Wir haben festgestellt, dass vor allem hochdynamische Social-Media-Plattformen wie TikTok ein immenses Potenzial für Markenmissbrauch bergen. Dort versuchen Betrüger verstärkt, Puma-Kunden mit Videos auf gefälschten Landingpages in die Falle zu locken. Wer sich vor diesem Missbrauch nicht schützt, riskiert nicht nur enorme Umsatzeinbußen, sondern setzt vielmehr ureigenste Markenwerte aufs Spiel“, erklärt Wei Zhang, Senior Counsel Brand Protection bei Puma.

„Wir sehen selbstverständlich auch, dass Online-Betrug leider sehr entwicklungsfähig ist. Dabei kommen immer feiner abgestimmte Strategien und Methoden zum Einsatz. Eine intelligente Lösung, welche die neuesten Betrugswerkzeuge erkennt, ist für uns unerlässlich“, ergänzt Maria Atzpodien, Junior Counsel Brand Protection bei Puma.

Herausforderung und Quelle der Inspiration zugleich

„Der tägliche Kampf gegen Online-Betrug für eine der weltweit begehrtesten Marken stellt eine große Herausforderung für uns dar. Die guten Ergebnisse untermauern dabei die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit unserer Anti-Fraud-KI. Gleichzeitig verstehen wir die Zusammenarbeit mit Puma aber auch als eine Quelle der Inspiration, aus der wir sehr viel Erfahrung schöpfen können. Sie verhilft uns dazu, das Internet zu einem sicheren Ort für Marken und Verbraucher zu machen“, sagt Laura Urquizu, CEO und Präsident bei Red Points.

Bild: PUMA SUEDE im Store (Foto Credit: PUMA)

Quelle: ELEMENT C GmbH