Freitag, August 29, 2025
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Dax zum Wochenstart schwächer – Friedenshoffnungen schwinden

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenstart hat der Dax Verluste gemacht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.314 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Besonders traf es dabei unter anderem die Aktien der Commerzbank, der Deutschen Post und von Daimler Truck. Entgegen dem Trend klar im Plus notierten derweil die Papiere von Bayer, Rheinmetall und Siemens Energy.

„Die Ernüchterung der Marktteilnehmer über das Ausbleiben von geopolitischen Erfolgen bei dem Gipfeltreffen zwischen den USA und Russland macht sich immer mehr in den europäischen Finanzmärkten breit“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Es ist nichts Greifbares vorhanden, sodass die Veranstaltung wie ein Schlag auf die Wasseroberfläche wirkt.“

„Rüstungsaktien legen zu und zyklische Aktien befinden sich auf der Verliererseite. Große Veränderungen im Ukraine-Krieg erwartet derzeit kaum jemand mehr. Zu weit liegen die Forderungen auseinander und die Vermittlerrolle der USA erscheint derzeit wie ein zahnloser Tiger“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1672 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8568 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich kaum verändert, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.335 US-Dollar gezahlt. Das entspricht einem Preis von 91,87 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 66,13 US-Dollar, das waren 28 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Unternehmer kritisieren EU-Milliardenplan für KI-Gigafactories

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Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – In der Branche wachsen die Zweifel an dem EU-Plan für milliardenschwere KI-Rechenzentren.

Die Gigafactory-Strategie werde eher „nicht dafür sorgen, dass Europa im weltweiten Maßstab digital unabhängiger und kompetitiver wird“, sagte Kai Wawrzinek, Gründer und CEO des Cloudanbieters Impossible Cloud, dem Wirtschaftsmagazin Capital. Frank Karlitschek, Chef der Stuttgarter Softwarefirma Nextcloud, sagte: „Da soll erst die Infrastruktur aufgebaut werden und danach die Nachfrage entstehen. Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Denkweise ist.“

Mit dem Aufbau von fünf über den Kontinent verteilten Rechenzentren will die Europäische Union ihren Rückstand beim globalen KI-Wettrennen verringern. Die Gigafactories sollen jeweils mit etwa 100.000 spezialisierten GPU-Chips ausgestattet und von privaten Unternehmen errichtet und betrieben werden. Um die dafür nötigen massiven Investitionssummen zu stemmen, hat die EU insgesamt 20 Milliarden Euro an Fördergeldern in Aussicht gestellt. Die schwarz-rote Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart, mindestens eine der KI-Gigafactories nach Deutschland holen zu wollen.

Zuletzt wurde allerdings vermehrt Kritik an dem milliardenschweren Subventionspaket laut. „Der Hardware-Zug ist abgefahren“, erklärte SAP-Chef Christian Klein Anfang Juli vor Journalisten. „Fünf neue Rechenzentren sind nicht das, was wir brauchen.“ Siemens-CEO Roland Busch hinterfragte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ebenfalls das Gigafactory-Projekt: „Das Pferd von hinten aufzuzäumen, ist keine gute Idee.“ Er wisse gar nicht, wie man die Rechenzentren „derzeit auslasten“ könnte.

Auch Impossible-Cloud-Gründer Wawrzinek meldete Zweifel an dem vermeintlichen Bedarf für die entsprechende Rechenleistung an: „Wenn man so große Summen in ein Projekt pumpen will, funktioniert das nur, wenn man auch die Nutzung sicherstellen kann. Dafür bräuchte es die entsprechenden Digitalplayer“, so Wawrzinek zu Capital.

Der Tech-Experte Stefan Heumann vom Berliner Thinktank Agora Digitale Transformation ergänzte: „Wir wollen die Infrastruktur bauen und finanzieren, wissen aber noch gar nicht genau, was damit gemacht werden soll.“ Er teile daher „die Sorge, dass das am Markt vorbeigehen könnte“. Noch drastischer formulierte es der Publizist Ansgar Baums: Es sei „eine krasse Hybris“, dass man den Unternehmen erzählen wolle, „wie der Business Case für ihre Milliardeninvestitionen auszusehen hat“.


Foto: Junge Frau mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Nur noch knapp über die Hälfte der Fernzüge im Juli pünktlich

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Pünktlichkeitswerte der Deutschen Bahn haben sich im Juli 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter verschlechtert. Im siebten Monat des Jahres erreichten nur noch 59,4 Prozent der Reisenden im Fernverkehr ihr Ziel pünktlich, wie die Deutsche Bahn am Montag mitteilte. Im Juli 2024 waren es hingegen 67,2 Prozent der Fahrgäste.

Bei den ICE- und IC-Zügen betrug die betriebliche Pünktlichkeit im Juli 2025 sogar nur 56,1 Prozent. Im Vorjahresmonat lag der Wert bei 62,0 Prozent. Im Regionalverkehr kamen 88,1 Prozent der Züge pünktlich ans Ziel. 90,2 Prozent waren es dagegen im Juli 2024.

Die Bahn erklärt den weiteren Abfall bei der Pünktlichkeit mit „zahlreichen kurzfristigen Baumaßnahmen, Anlagenstörungen sowie dem weiterhin hohen Baugeschehen“. Zusätzlich hätten externe Ereignisse, wie die Hitzewelle Anfang Juli mit vermehrten Wald- und Böschungsbränden, zu mehr Beeinträchtigungen im Bahnverkehr geführt, so der Konzern.


Foto: Anzeigetafel mit Warnhinweisen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ukrainischer Botschafter warnt vor Zugeständnissen an Russland

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Kiew (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump warnt Oleksii Makeiev, Botschafter der Ukraine in Deutschland, vor Zugeständnissen an Russland.

Mit Blick auf mögliche Gebietsabtritte sagte Makeiev „HR Info“, Frieden entstehe nicht durch Zugeständnisse an den Aggressor: „Wer Russland heute belohnt, zerstört das internationale Rechtssystem. Solche Kompromisse öffnen die Büchse der Pandora für Europa. Und im Endeffekt: Territorium ist nicht abstrakt – dort leben Millionen von Menschen.“

An das heutige Treffen in Washington richtete der ukrainische Botschafter klare Erwartungen: „Wir sehnen uns nach Frieden“, so Makeiev weiter. „Es ist uns aber sehr wichtig, dass alle unsere Partner und auch Präsident Trump verstehen, dass Putin auf Zeit spielt und wir uns nicht erlauben können, Putin zu trauen.“

Selenskyj trifft sich am Montagabend deutscher Zeit mit Trump im Weißen Haus. Danach soll die Runde um europäische Spitzenpolitiker erweitert werden – unter anderem sind Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die italienische Premierministerin Giorgia Meloni und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitgereist.


Foto: Oleksij Makejew (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD verteidigt Klingbeils Steuer-Überlegungen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD verteidigt Überlegungen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), eventuell die Steuern für Spitzenverdiener und Vermögende zu erhöhen. „Es geht um die Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen, die wir im Koalitionsvertrag verabredet haben, die entsprechend gegenfinanziert sein muss“, sagte der Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese (SPD) der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe)

Wiese ergänzte, es gebe viele Menschen, die hart arbeiten und dennoch kämpfen müssten, „um mit ihrem Gehalt bis zum Ende des Monats zu kommen“. Hier wollten die Sozialdemokraten ansetzen und in der Breite entlasten. „Wenn das bedeutet, sehr hohe Einkommen stärker in die Pflicht zu nehmen, dann ist das für mich vertretbar.“ Finanzminister Klingbeil habe richtigerweise betont, dass der Bundeshaushalt nicht beliebig belastbar sei. „Da muss man Prioritäten setzen und wir gehen mit diesen Prioritäten in Verhandlungen mit unserem Koalitionspartner“, so Wiese.

Klingbeil hatte im ZDF-Sommerinterview Steuererhöhungen wegen der Milliardenlücken im kommenden Haushalt nicht ausgeschlossen. „Da wird keine Option vom Tisch genommen“, so der Vizekanzler.


Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesregierung zweifelt an Asylleistungen als Darlehen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hat mit Skepsis auf Vorschläge reagiert, Asylleistungen auf Darlehensbasis einzuführen.

Grundsätzlich sei zu sagen, dass ein existenzsicherndes Minimum Teil des Grundrechtes und Teil eines Sozialstaates sei, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums am Montag in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. „Nach allem, was ich weiß, ist das bisher noch nie als Darlehen gewährt worden.“ Bei dem Vorschlag würde es sich entsprechend um einen „Systembruch“ handeln.

Ein Sprecher des Innenministeriums verwies unterdessen auf Äußerungen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der den Fokus ganz darauf lege, die illegale Migration nach Deutschland zu begrenzen. Das würde letztendlich auch deutlich dazu führen, die Kosten für Migrationen im Gesamtkontext nach unten zu bringen.


Foto: Asylbewerberunterkunft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union erteilt Klingbeil bei Steuererhöhungen Absage

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union erteilt Überlegungen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), zur Schließung der Milliardenlücken im kommenden Haushalt eventuell auch Steuern zu erhöhen, eine klare Absage. „Dass der Finanzminister sich Gedanken um die Haushaltskonsolidierung macht, ist nachvollziehbar und richtig“, sagte Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). „Steuererhöhungen sind dafür aber der falsche Weg.“

Bilger ergänzte: „Wir brauchen mehr Entlastung statt noch mehr Belastung. Sonst kommt unsere Wirtschaft nicht wieder auf die Beine.“ Überdies gebe es Einsparpotenzial „zum Beispiel im Sozialbereich, vor allem beim Bürgergeld, aber auch bei der Migration“. Die Koalition habe schon mit Sparmaßnahmen begonnen und müsse „diesen Weg jetzt konsequent weitergehen. Dabei unterstützen wir den Finanzminister ausdrücklich“, so Bilger.

Klingbeil hatte im ZDF-Sommerinterview Steuererhöhungen nicht ausgeschlossen. „Da wird keine Option vom Tisch genommen“, sagte der Vizekanzler.


Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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BKA meldet weiteren Schlag gegen internationale Drogenbande

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Sicherheitsbehörden haben in Spanien ein weiteres mutmaßliches Mitglied einer international agierenden kriminellen Gruppierung festgenommen. Die Festnahme sei bereits am 7. August im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der organisierten Geldwäsche in Zusammenhang mit der Einfuhr von Rauschgift und der Bildung einer kriminellen Vereinigung erfolgt, teilte das Bundeskriminalamt am Montag mit.

Der jetzt festgenommene Beschuldigte soll als „Buchhalter“ der Hauptbeschuldigten in Spanien tätig gewesen sein. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand verwaltete er die Erlöse aus Rauschgiftgeschäften, koordinierte Geldflüsse innerhalb der Gruppierung und war zudem im April 2024 an der Einfuhr von mindestens 856 Kilogramm Marihuana nach Deutschland beteiligt.

Über mehrere Jahre hinweg soll die Tätergruppierung systematisch mit großen Mengen Cannabis und Kokain Handel getrieben und die daraus erzielten Gewinne in Millionenhöhe gewaschen haben. Bei der Ausführung ihrer Tathandlungen und Geschäfte habe Gruppierung ein „außerordentlich hohes Gewaltpotenzial“ erkennen lassen, so die Ermittler. Dabei soll sie bei Auseinandersetzungen mit konkurrierenden Straftätern scharfe Schusswaffen und Brandmittel gegen ihre jeweiligen Kontrahenten an öffentlichkeitswirksamen Orten eingesetzt und dabei die Gefährdung unbeteiligter Dritter in Kauf genommen haben.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die gemeinsame Finanzermittlungsgruppe Bundeskriminalamt/Zollkriminalamt (GFG BKA/ZKA) zusammen mit internationalen und nationalen Polizei- und Zollfahndungskräften mehrere Festnahmen und Sicherstellungen umfangreicher Beweismittel im In- und Ausland durchgeführt, darunter Schusswaffen, Munition und Sprengmittel. Bei den Maßnahmen waren deutschlandweit über 300 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Wiesbaden gegen die in Untersuchungshaft befindlichen Hauptbeschuldigten Anklage vor dem Landgericht Wiesbaden erhoben. Teile der Gruppierung wurden bereits im Dezember 2024 in einem gesondert geführten Verfahren wegen illegaler Rauschgifteinfuhr zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Ermittlungen der GFG BKA/ZKA und der Staatsanwaltschaft Wiesbaden dauern an.


Foto: Festnahme mit Handschellen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet schwächer – Trump-Selenskyj-Treffen im Fokus

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montagmorgen mit Kursverlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.270 Punkten berechnet, 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten RWE, Rheinmetall und Eon. Am Ende ließen die Aktien der Hannover Rück, von Heidelberg Materials und der Commerzbank am stärksten nach.

„Dass das Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin am Freitag keinen Durchbruch gebracht hat, haben die Börsen gut weggesteckt“, sagte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. Anleger werteten es positiv, dass die Gespräche weitergehen. Jetzt liege der Fokus auf dem Treffen am Montag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, so Altmann.

Der Dax notiere zwar weiterhin in Reichweite seines Rekordhochs. Das Motto der Anleger laute aber weiterhin „Abwarten“. „In der vergangenen Handelswoche lag das Handelsvolumen an allen fünf Tagen unter dem Durchschnitt der vergangenen 12, 24 und auch 36 Monate. Es bräuchte hier eine positive Nachricht, um wieder mehr Käufer anzulocken“, so der Marktanalyst.

„Die steigenden Zinsen schütteln Dax und Co bislang gut ab.“ Mit 3,35 Prozent sei die Rendite 30-jähriger Bundesanleihen am Freitag auf ein neues 14-Jahres-Hoch geklettert. Dieser Zinsanstieg im Bereich der längeren Laufzeiten erhöhe die Finanzierungskosten der Unternehmen und schlage sich perspektivisch in niedrigeren Gewinnen nieder, so Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1701 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8546 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 65,92 US-Dollar; das waren 7 Cent oder 0,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Apfelernte übersteigt voraussichtlich Eine-Million-Tonnen-Marke

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die deutschen Obstbaubetriebe erwarten für das Jahr 2025 eine überdurchschnittliche Apfelernte von rund 1.009.000 Tonnen. Damit werden voraussichtlich 38.300 Tonnen (+3,9 Prozent) mehr Äpfel geerntet als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (970.500 Tonnen), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte.

Die Millionen-Tonnen-Marke wird damit zum ersten Mal seit 2022 (1.071.000 Tonnen) wieder erreicht und die vergleichsweise geringe Apfelernte des Vorjahres (872.000 Tonnen) um 15,7 Prozent übertroffen. Grund für die positiven Ernteerwartungen sind die milden Witterungsbedingungen zur Blütezeit sowie in den meisten Anbauregionen ausgebliebene Frost- und Hagelereignisse.

Äpfel werden 2025 bundesweit auf einer Fläche von 32.700 Hektar erzeugt und bleiben das mit Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Die bedeutendsten Anbauregionen liegen in Baden-Württemberg (Bodenseeregion) und Niedersachsen (Altes Land). In Baden-Württemberg werden auf einer Fläche von 11.600 Hektar voraussichtlich 362.000 Tonnen Äpfel geerntet, in Niedersachsen wird auf 8.400 Hektar Anbaufläche eine Apfelernte von 330.000 Tonnen erwartet. Diese beiden Bundesländer vereinen damit 61,1 Prozent der Apfelanbaufläche in Deutschland und erzeugen mehr als zwei Drittel der heimischen Äpfel (68,6 Prozent).

Auch die Pflaumen- und Zwetschenernte wird in diesem Jahr mit 44.500 Tonnen voraussichtlich um 700 Tonnen (+1,6 Prozent) leicht höher ausfallen als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre (43.800 Tonnen). Der Vorjahreswert lag bei 43.800 Tonnen.

Die größten Anbauflächen für Pflaumen und Zwetschen liegen mit 1.700 Hektar in Baden-Württemberg und mit 900 Hektar in Rheinland-Pfalz. Trotz direkter Nachbarschaft dieser beiden Länder zeigen sich deutliche regionale Unterschiede bei der Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr. In Baden-Württemberg liegt die diesjährige Ernteschätzung für Pflaumen und Zwetschen mit 17.200 Tonnen fast ein Drittel (-32,7 Prozent) unter der im Jahr 2024 erzielten Erntemenge von 25.600 Tonnen. In Rheinland-Pfalz hingegen wird die mit 7.500 Tonnen vergleichsweise geringe Pflaumen- und Zwetschenernte des Vorjahres voraussichtlich um fast die Hälfte (+46,5 Prozent) auf 11.000 Tonnen ansteigen.

Die regionalen Unterschiede beim Vorjahresvergleich basieren auf dem Umstand, dass die baden-württembergischen Obstbaubetriebe 2024 eine überdurchschnittlich gute Pflaumen- und Zwetschenernte erzielten, während die übrigen Anbauregionen teils starke Ertragseinbußen verzeichnet hatten. Bundesweit werden aktuell auf einer Fläche von 4.100 Hektar Pflaumen und Zwetschen für den Marktobstanbau erzeugt.


Foto: Äpfel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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