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Konfessionsfreie wollen Ausweitung von Lobbyregister auf Kirchen

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Katholischer Pfarrer in einer Messe, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Zentralrat der Konfessionsfreien hat gefordert, dass Kirchen und weitere Religionsgemeinschaften künftig als normale Lobbyverbände betrachtet werden sollen. „Es gibt keinen plausiblen Grund, die Kirchen und andere Weltanschauungsgemeinschaften vom Lobbyregistergesetz auszunehmen“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Philipp Möller, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) vor den Beratungen zur Änderung des Lobbyregistergesetzes am Freitag im Bundestag.

Trotz schwindender gesellschaftlicher Bedeutung sei der politische Einfluss der Kirchen immer noch erheblich. „Kirchlicher Lobbyismus ist allgegenwärtig, aber durch die Ausnahme im Lobbyregistergesetz kann er weiterhin im Verborgenen stattfinden“, argumentierte Möller. „In einer Kirchenrepublik Deutschland hat das Geklüngel von Staat und Kirche vielleicht niemanden gestört, aber diese Zeiten sind vorbei“, kritisierte der Zentralratsvorsitzende. Bei Kirchen werde mit zweierlei Maß gemessen.

„Wenn Personen in hohen politischen Ämtern zugleich Ämter in Konzernen innehaben, ist der Aufschrei zu Recht groß“, so Möller. „Aber bei den Kirchen wird das offenbar als normal empfunden – obwohl sie ähnliche wirtschaftliche Interessen haben wie andere Konzerne.“


Foto: Katholischer Pfarrer in einer Messe, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bank of England untermauert ihre Glaubwürdigkeit

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Bank of England BoE
Foto von Andy Burgess (Bildquelle: Insight Investment)

Den aktuellen Zinsentscheid der Bank of England kommentiert Andy Burgess, Fixed Income Investment Specialist bei Insight Investment:

„Da die jüngsten Inflationsdaten weiterhin positiv überraschen, hat die Bank of England ihre Glaubwürdigkeit mit einer über dem Konsens liegenden Zinserhöhung um 50 Basispunkte untermauert.

Sie erkennt damit an, dass es länger als bisher angenommen dauern wird, bis der anhaltende Inflationsdruck nachlässt. Zwei Mitglieder stimmten für eine unveränderte Entscheidung, da sie der Meinung waren, dass die sinkenden Energiepreise in den kommenden Monaten zu einer Umkehr des Inflationsdrucks führen würden und dass die bereits vorgenommenen Zinserhöhungen noch nicht voll zum Tragen kämen.

Obwohl die Bank of England vor einer weiteren Straffung der Geldpolitik warnte, hielt sie sich mit Formulierungen zurück, die auf eine Wiederholung des heutigen mutigen Schrittes hindeuten würden, und bestätigte die Abhängigkeit der Daten. Die erste Reaktion der Märkte war, dass eine deutliche Erhöhung jetzt eine weniger starke Erhöhung später bedeutet, und die britischen Gilt-Renditen zogen nach der Ankündigung an.“

Bank of England untermauert ihre Glaubwürdigkeit

Foto von Andy Burgess (Quelle: Insight Investment)

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EVG startet Urabstimmung über unbefristete Bahn-Streiks

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EVG-Pressekonferenz am 22.06.2023, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Eisenbahnergewerkschaft (EVG) will ihre Mitglieder in einer Urabstimmung darüber entscheiden lassen, ob die Deutsche Bahn bestreikt wird. Diese Abstimmung werde „ab sofort“ vorbereitet, teilte die EVG am Donnerstag in Berlin mit.

„Bei Zustimmung von 75 Prozent der Beteiligten wird der Bundesvorstand dann über Streiks, auch über einen längeren möglichen Zeitraum, beschließen“, sagte EVG-Vorsitzender Martin Burkert. Man sei aber nach wie vor verhandlungsbereit. Die Durchführung der Urabstimmung könne vier bis fünf Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit seien auch Warnstreiks nicht ausgeschlossen.

Am Mittwoch hatte die EVG die Tarifverhandlungen mit der Bahn für gescheitert erklärt. Die Gewerkschaft kritisierte die angebotene Laufzeit von 27 Monaten als „deutlich zu lang“ sowie die angebotene Lohnerhöhung als „zu niedrig und zu spät“. Zuletzt hatte die Bahn nach eigenen Angaben einen Festbetrag, 2.850 Euro Inflationsausgleich und „weitreichende strukturelle Verbesserungen“ in Aussicht gestellt.


Foto: EVG-Pressekonferenz am 22.06.2023, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wirtschaft sieht Nachbesserungsbedarf bei Fachkräfteeinwanderung

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Bauarbeiter, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Mehrere Wirtschaftsvertreter sehen noch Nachsteuerungsbedarf bei der Einwanderungsreform, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. Das neue Gesetz sei ein „guter Anfang“, man müsse aber „dringend die Migrationsverwaltung mit schlanken Verwaltungsverfahren besser aufstellen“, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe).

„Arbeitskräfte, die bereits einen Arbeitsvertrag haben und morgen anfangen könnten, warten monatelang darauf loszulegen.“ Das sei „ein massiver wirtschaftlicher Verlust für alle Seiten“. Das neue Gesetz ändere daran leider wenig. Dabei sei der Fachkräftemangel akut.

„Er gefährdet nicht nur unsere Wirtschaft, er gefährdet unseren Wohlstand.“ Das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) kommt zu einer ähnlichen Bewertung. Schnelle und digitale Verwaltungsprozesse seien bislang „Wunschträume“ geblieben – „und es gibt kaum Anlass zur Hoffnung, dass hier zügige und nachhaltige Fortschritte erzielt werden können“, sagte IZA-Forscher Ulf Rinne. Der Experte kritisierte zudem, dass es bei weiteren „zentralen Herausforderungen“ keine Lösung gebe.

So bleibe etwa „die hohe Hürde“ der deutschen Sprachkenntnisse bestehen. Rinne regte an, „unbürokratisch“ Arbeitgebern zu vertrauen, „effizient für sie relevante Talente und Fähigkeiten zu identifizieren“ und befristete Arbeitserlaubnisse für Drittstaatsangehörige lediglich an ein vorliegendes Ausbildungs- oder Arbeitsplatzangebot in einem tarifgebundenen Unternehmen zu koppeln. Arbeitgeberpräsident Dulger kritisierte überdies, dass die Zeitarbeitsbranche keine Fachkräfte aus Drittstaaten anwerben könne. „Das Beschäftigungsverbot in der Zeitarbeit ist eine unnötige Fessel, die wir dringend lösen müssen.“

Das sieht auch der Mittelstandsverbund so, der rund 230.000 mittelständische Unternehmen vertritt. Für den Mittelstand sei der Fachkräftemangel aktuell „das größte Wachstumshemmnis“, sagte Hauptgeschäftsführer Ludwig Veltmann. „Die Politik sollte alle Register ziehen, die mittel- und langfristig Abhilfe schaffen.“


Foto: Bauarbeiter, über dts Nachrichtenagentur

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Dax nach deutlichen Verlusten am Mittag auf Konsolidierungskurs

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Donnerstagmittag seine deutlichen Verluste vom Morgen teilweise abgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.920 Punkten berechnet, 0,6 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Am Mittag mussten weiterhin vor allem Technologiewerte Einbußen hinnehmen. Am oberen Ende der Kursliste rangierten unterdessen Adidas und Zalando. „Von einem größeren Verkaufsdruck kann derzeit keine Rede sein“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Es handelt sich noch um eine klassische Kurskonsolidierung mit geringen Handelsvolumen“, fügte er hinzu.

Das zeige auch die damit verbundene Branchenrotation bei den Dax-Mitgliedern. „Automotiveunternehmen werden eher gemieden und dafür rücken die Versicherungsaktien in den Vordergrund bei den Investoren.“ Die Konsolidierungsstimmung werde sich auch noch in den kommenden Handelstagen fortsetzen, erwartet Lipkow. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagnachmittag etwas stärker.

Ein Euro kostete 1,1005 US-Dollar (+0,19 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9087 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 75,93 US-Dollar, das waren 119 Cent oder 1,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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Airbus erwartet großen Umbruch in Luftfahrtbranche

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Airbus-Cockpit, über dts NachrichtenagenturToulouse (dts Nachrichtenagentur) – Airbus-Chef Guillaume Faury sieht die Luftfahrtbranche vor großen Veränderungen. „In fünf, sechs, sieben Jahren werden die Karten neu gemischt“, sagte Faury dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe).

„Ich kann unsere Zulieferer nur ermutigen, an Lösungen für Dekarbonisierung, aber auch Digitalisierung und Automatisierung zu arbeiten.“ In den nächsten Jahren werde sich entscheiden, „wer in der zivilen Luftfahrt die Plattformen für die kommenden Jahrzehnte mitgestaltet“. Gerade bei Zulieferern aus Deutschland sieht Faury bezüglich klimaschonender Technologien noch Potenzial nach oben. „Es wäre schön, wenn Airbus seine Lieferkette in Deutschland vertieft“, sagte der Konzernchef.

„Es fehlt noch ein bisschen an einem starken deutschen Mittelstand in der Luftfahrt.“ Den Hype um Flugtaxis, der derzeit vor allem von Start-ups befeuert wird, sieht Faury dagegen skeptisch. „Aus meiner Sicht sind die technologischen Lösungen noch nicht gut genug für den Markteinstieg“, so der Airbus-Chef. Auch das Geschäftsmodell sei wegen der hohen Kosten fragwürdig.

„Natürlich ist das Tempo des technologischen Fortschritts hoch, auf absehbare Zeit glaube ich aber nicht an eine Marktreife. Sobald sich das ändert, steht Airbus bereit, in diesen Markt einzusteigen.“


Foto: Airbus-Cockpit, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Diese Branchen profitieren als Erstes von KI: Gesundheit, Technologie, Einzelhandel, Transport und Bildung

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KI
Bowers, Grant

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Grundpfeiler des digitalen Wandels, sorgt für erhebliche Veränderungen und fördert neues Wachstum. Grant Bowers, Portfoliomanager bei der Franklin Equity Group, gibt einen aktuellen Ausblick.

Das Marktpotenzial für KI ist enorm, da die Technologien ein breites Spektrum an Branchen grundlegend verändern können. Einer Schätzung von PWC zufolge kann KI bis 2030 bis zu 15,7 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft beitragen.[1] Das ist mehr als die Produktion von China und Indien zusammen. Die folgenden Fakten werden voraussichtlich die primären wirtschaftlichen Auswirkungen antreiben:

Produktivitätsgewinne durch Prozessautomatisierung in Unternehmen (z. B. Einsatz von Robotern und autonomen Fahrzeugen)
Produktivitätsgewinne, da verfügbare Arbeitskräfte mit KI produktiver werden.
Eine erhöhte Konsumnachfrage, da mithilfe der KI verbesserte und individualisierte Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stehen.

Welche Wirtschaftszweige könnten sich zuerst verändern?

KI

1) Gesundheit: Erheblicher Wandel durch KI-Modelle

  • Demokratisierter Zugang zum Gesundheitswesen: Generative KI und ihre benutzerfreundliche Oberfläche bieten die Möglichkeit, den Zugang zum Gesundheitswesen für die Patienten zu demokratisieren, indem Symptome analysiert und individuelle Behandlungspläne erstellt werden. Dies kann die Qualität der Patientenversorgung verbessern und die Gesundheitskosten senken.
  • Bessere Patientenversorgung und Medikamentenentwicklung: KI kann auch das Niveau der Patientenversorgung dadurch verbessern, indem sie als primäre Prüfstelle für Standardtests fungiert, wie Röntgenaufnahmen, Laborergebnisse, Medikamentenentwicklung und MRT-Aufnahmen. Eine hypothesenbasierte Methode der Pharmaforschung bildet gegenwärtig die Grundlage für die Medikamentenentwicklung, ein sowohl zeit- als auch geldintensives Unterfangen. KI könnte aber die Analyse großer Datenmengen ermöglichen, um so den Forschungs- und Entwicklungsprozess voranzutreiben und zu verbessern. Ein Unternehmen setzte KI ein, um die Entwicklung verschiedener Krebserkrankungen zu beobachten, indem man die Daten von selbst erschaffenen Krebszellen und krebsfreien Zellen verfolgte. Andere Unternehmen untersuchen, wie sie maschinelles Lernen in ihre Forschungsprozesse integrieren können, indem sie vorausschauende Technologien einsetzen und so bestimmen, wie sich potenzielle Medikamente auf den Körper auswirken könnten. So können sie dann die weniger wirksamen Komponenten herausfiltern, bevor die eigentliche Laborarbeit beginnt.[2]

2) Technologie: Große Sprachmodelle könnten verschiedene Bereiche des Technologiesektors erheblich verändern

  • Internetsuche: Auch wenn viele Menschen dieselbe Internetsuchmaschine nutzen, kann die Interneterfahrung jedes Nutzers ganz unterschiedlich sein, teilweise auch deshalb, weil KI die Absichten von Menschen zu verstehen lernt und so ein maßgeschneidertes Benutzererlebnis schafft. Die traditionelle Onlinesuche ist einer der Bereiche, der vermutlich durch die Einführung von KI einen grundlegenden Wandel durchlaufen wird. Das aktuelle Suchmodell basiert auf Anzeigen. Mit anderen Worten entsprechen die Ergebnisse, die bei der Suche ganz oben angezeigt werden, nicht immer genau dem, was der Nutzer sucht, denn es handelt sich um bezahlte Inhalte. Generative KI-Technologie bietet ein eher gesprächsorientiertes Modell, das in der Lage ist, dem Nutzer direkt Suchantworten zu liefern, wobei ein Sprachmodell eingesetzt wird, um die Methode zu ändern, wie Suchmaschinen Informationen in eine Rangliste einordnen und anbieten.
  • Coding und Softwareentwicklung: Vor kurzem veröffentlichte Copilot-Produkte zur Softwareprogrammierung wie GitHub Copilot von Microsoft und AlphaCode von Deep Mind nutzen große Sprachmodelle dazu, um bei der Softwareentwicklung durch Automatisierung und Verbesserung der Codierungsqualität unterstützend oder lenkend zu wirken. Wir glauben, dass es zu einem Wandel in der Codierungslandschaft kommen könnte, weg von einem derzeit noch arbeitsintensiven und hin zu einem mehr automatisierten Prozess. Wir gehen davon aus, dass diese Copilot-Produkte in den kommenden Jahren zu einem integralen Bestandteil des Codierungs- und Softwareentwicklungsprozesses werden.

3)  Einzelhandel und Kundenservice: Kundenbedürfnisse vorhersehen und die Service-Pipeline optimieren

  • Einzelhändler beginnen damit, KI zur Nachfrageprognose einzusetzen und in einem weiteren Schritt die Bestellungen von Kunden mit dem sogenannten „Deep Learning“ zu prognostizieren. Wir meinen, dass dies für die Verbraucher zu mehr Personalisierung auf Abruf führen wird. Diese KI-basierte Personalisierung dürfte Verbesserungen bei der Kundenloyalität ermöglichen, was wiederum die Nachfrage steigert.
  • KI-basierte Chatbots sind gerüstet, um die Kundendienstbranche grundlegend zu verändern. Chatbots können Fragen sofort beantworten und dadurch Wartezeiten verkürzen und bei niedrigeren Kosten das allgemeine Dienstleistungsniveau verbessern. Die Reise-, Verkehrs- und Einzelhandelsbranche waren frühzeitige Anwender von KI-Technologien und werden die neuartigen Fähigkeiten, die GPT (und andere LLMs) bieten, bereitwillig aufgreifen.

4)  Automobilindustrie, Transportwesen und Bildung: Besseres autonomes Fahren und neue Lernerfahrungen

  • Autonomes oder halbautonomes Fahren wird auf der Grundlage von KI organisiert werden. Aktuell beobachten wir viele KI-basierte Systeme zur Unterstützung von Fahrern oder zur Verhinderung von Unfällen. In nicht allzu ferner Zukunft erwarten wir autonome Flotten von Fahrgemeinschaften in Städten und große Speditionen, die KI dazu benutzen, um Transportnetzwerke zu managen.
  • Der Bildungsbereich könnte sich grundlegend verändern, da große Sprachmodelle Studierenden personalisierte Lernerfahrungen bieten, Fragen beantworten oder sogar Arbeiten für sie schreiben könnten. Auch für Lehrende und Studierende eröffnen sich Möglichkeiten, den Unterricht und die Entwicklung von Grundfähigkeiten zu identifizieren und konzeptionelles Lernen ohne eine übermäßige Abhängigkeit von diesen neuen Tools zu intensivieren.

KI-Anlagechancen

Aus unserer Sicht schaffen strukturelle Veränderungen in der technologischen Landschaft oftmals attraktive Anlagemöglichkeiten für langfristige Anleger, die Portfolios so positionieren können, dass sie diese Veränderungen ausnutzen. KI repräsentiert eine Reihe von Technologien, doch viele fragen sich, wie man in sie investieren kann.

KI befindet sich bei vielen großen Unternehmen für eine Vielzahl von Anwendungsfällen in der Entwicklung, darunter bei den meisten großen Technologieunternehmen und technologieorientierten Firmen, entweder in Form von Einzelprojekten oder als Möglichkeit, bestehende Produkte und Geschäftsprozesse zu verbessern.

Die Technologie des maschinellen Lernens (ML), ein Zweig der künstlichen Intelligenz, der es Computern ermöglicht, durch die Nutzung von Daten und Erfahrungen nachzuahmen, wie Menschen lernen und sich anpassen, befindet sich ebenfalls bei vielen Unternehmen in der Entwicklung, darunter auch Unternehmen der Halbleiterindustrie, die im Zentrum der ML/KI-Rechenleistung stehen.

Da Technologie inzwischen im Allgemeinen über Branchen hinweg weit verbreitet ist, haben zudem auch Unternehmen außerhalb der traditionellen IT-Branche ein Engagement in KI oder investieren in diesen Bereich.

KI

Diese Branchen profitieren als Erstes von KI: Gesundheit, Technologie, Einzelhandel, Transport und Bildung

Foto von Grant Bowers (Quelle: Franklin Templeton)

[1] Quelle: Rao, Anand S. Verweij, Gergard. „Sizing the Prize. What’s the real value of AI for your business and how can you capitalize?” PWC 2017.

[2] Quelle: „Artificial Intelligence in Health Care.” GAO. Dezember 2019.

Tipp: Dividenden ausländischer Aktien werden doppelt besteuert,
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FDP glaubt an Rückhalt der Länder beim Heizungsgesetz

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Gaszähler, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, glaubt an eine schnelle Einigung in den finalen Verhandlungen zum Heizungsgesetz. „Ich bin guter Dinge, dass das vor dem Sommer gelingt“, sagte er am Donnerstag den Sendern RTL und ntv.

In erster Linie gehe es aber darum, dass es „in der Sache“ gut gelinge und nicht ob man einen Tag früher oder später fertig werde, so Vogel. Dass der Bundesrat am Ende noch Einspruch gegen das Gesetz einlegt, befürchtet der FDP-Politiker nicht – dafür gebe es bei den Ländern keine Mehrheit, so Vogel. Alle berechtigten Kritikpunkte der Bundesländer seien beseitigt worden: „Wir haben klare Leitplanken vereinbart, die das Gesetz vom Kopf auf die Füße gestellt haben. Es ist jetzt wirklich ein gutes Gesetz geworden.“


Foto: Gaszähler, über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax rutscht zum Handelsstart deutlich unter 16.000-Punkte-Marke

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Frankfurter Börse, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstag mit deutlichen Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.825 Punkten berechnet, 1,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Besonders große Abschläge gab es unter anderem bei den Papieren der Autohersteller. Nur wenige Werte rangierten entgegen dem Trend im Plus, darunter Sartorius, die Hannover Rück und Symrise. Das Unterschreiten der psychologisch wichtigen 16.000-Punkte-Marke habe das Potenzial, „die Stimmung auf dem Parkett nachhaltig negativ zu beeinflussen“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Auch andere Indikatoren mahnen mehr und mehr zur Vorsicht: Erstmals seit drei Wochen hat der Dax gestern unter seiner 30-Tage-Linie geschlossen.“

Bis zur danach folgenden 50-Tage-Linie sei es am Mittwochabend weniger als ein halbes Prozent gewesen. „Ein Unterschreiten mehrerer Moving Averages könnte durchaus Stopp-Orders auslösen“, so Altmann. „Von einem Durchrutschen nach unten sollte zum jetzigen Zeitpunkt aber niemand ausgehen.“ Dafür gebe es noch immer genügend Anleger, die die Rally ganz oder in Teilen verpasst hätten und einen größeren Rücksetzer sicherlich dankbar zum Kaufen nutzen würden.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

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Mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst

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Angestellte, über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Rund 5,2 Millionen Menschen in Deutschland sind im Jahr 2022 im öffentlichen Dienst beschäftigt gewesen. Das waren 106.100 Beschäftigte oder 2,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Donnerstag mit.

Damit arbeiteten 2022 etwa elf Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland im Staatsdienst. Hohe Zuwächse waren vor allem bei den Schulen und Kindertageseinrichtungen zu verzeichnen. Nach Jahren mit sehr hohen Pensionierungszahlen von Lehrern zwischen 2000 und 2020, die überwiegend in den 1960er- und 1970er-Jahren eingestellt wurden, ist die Pensionierungswelle mittlerweile abgeflacht. Bis Mitte 2022 stieg bei den Schulen nun die Zahl der Beschäftigten innerhalb eines Jahres um 24.400 oder 2,5 Prozent auf 1.006.900. Dabei stieg die Zahl der angestellten Beschäftigten stark um 5,0 Prozent auf rund 341.200 (+16.100), die der Beamten nur um 1,2 Prozent auf 665.700 (+8 200).

Zu beachten ist, dass in den Ergebnissen nicht nur Lehrkräfte, sondern alle Beschäftigten an Schulen enthalten sind. Der seit Jahren anhaltende Personalzuwachs bei Kindertageseinrichtungen setzte sich weiter fort: Mitte 2022 waren dort 267.500 Personen beschäftigt und damit 10.600 oder 4,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Langfristig betrachtet hat sich die Zahl der Erzieher von 2007 bis 2022 mehr als verdoppelt (+102 Prozent). 2022 wurden die öffentlichen Forschungseinrichtungen im Rahmen der Personalstandstatistik erstmals vollständig erfasst: Ohne diese Einrichtungen hätte der Personalzuwachs im öffentlichen Dienst innerhalb eines Jahres nur 1,8 Prozent betragen.

Insgesamt arbeiteten bei den Bundesländern im Bereich der Forschung und Entwicklung (einschließlich Museen und Bibliotheken) rund 31.100 Beschäftigte, das waren 15.200 mehr, als 2021 erfasst wurden.


Foto: Angestellte, über dts Nachrichtenagentur

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