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FC Bayern München und Qatar Airways beenden Zusammenarbeit

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Thomas Müller mit Sponsoren-Logo von Qatar Airways, über dts NachrichtenagenturMünchen/Doha (dts Nachrichtenagentur) – Der umstrittene Sponsorendeal zwischen dem FC Bayern München und der Fluggesellschaft Qatar Airways wird nicht verlängert. Darauf habe man sich „einvernehmlich“ geeinigt, teilten sie am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Der Bundesligist hatte seit 2018 mit Qatar Airways zusammengearbeitet – unter anderem war die Airline der Ärmelsponsor des Vereins. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik an der Zusammenarbeit gegeben, weil dem katarischen Staat Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Auch Teile der Fanszene der Rekordmeisters hatten sich mehrfach gegen die Partnerschaft ausgesprochen. Deutlich positiver wertet der Verein selbst die jetzt beendete Kooperation: Man habe „aktiv einen Austausch zwischen den Kulturen gefördert“, hieß es in einer Mitteilung.

Zu den Gründen für das Ende des Deals wurden keine Angaben gemacht.


Foto: Thomas Müller mit Sponsoren-Logo von Qatar Airways, über dts Nachrichtenagentur

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Schröder will Putin weiterhin nicht abschwören

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Gerhard Schröder, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) will Putin weiterhin nicht abschwören. „Wenn Sie auf der Ebene politisch gearbeitet haben und über jeden Stock springen wollen oder sollen und das auch tun, der Ihnen hingehalten wird, dann können sie es vergessen. Das mache ich nicht“, sagte Schröder der Dokumentation „Die `Bild`-Geschichte“ (RTL, Mittwoch).

„Kritisiert, was ich getan habe oder lasst es, aber erwartet von mir nicht das ein oder andere Abschwören. Es wird gegenwärtig zu viel abgeschworen“, so der spätere Aufsichtsratsvorsitzende des Nord-Stream-Betreibers. Schröder gab zu, dass ihn die aktuelle Berichterstattung um Wladimir Putin zumindest beschäftige.

„Aber es verletzt mich nicht wirklich“, sagte er. Wegen seiner Beziehung zu Wladimir Putin und einer ausbleibenden Distanzierung auch nach dem russischen Überfall auf die Ukraine steht Schröder seit Längerem in der Kritik.


Foto: Gerhard Schröder, über dts Nachrichtenagentur

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Behandlungen wegen Flüssigkeitsmangels in 20 Jahren verdoppelt

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Wasserflaschen, über dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Krankenhausbehandlungen wegen Flüssigkeitsmangels haben sich in Deutschland innerhalb von 20 Jahren mehr als verdoppelt. Während 2001 knapp 50.700 Patienten aufgrund dieser Diagnose stationär behandelt wurden, waren es 2021 gut 107.500, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Das ist ein Anstieg um 112 Prozent. Bei den Todesfällen aufgrund von Volumenmangel zeigt sich ein noch deutlicherer Anstieg: Im Jahr 2021 gab es mit gut 3.500 Todesfällen mehr als siebenmal so viele Todesfälle wie 20 Jahre zuvor. 2001 waren knapp 500 Menschen infolge Flüssigkeitsmangels gestorben. Da insbesondere ältere Menschen, deren Zahl in den vergangenen 20 Jahren zugenommen hat, von Flüssigkeitsmangel betroffen sind, sei der Anstieg der Krankenhausbehandlungen und Todesfälle mit dieser Diagnose teilweise auch altersbedingt, so Destatis.

Hitzschläge, Sonnenstiche und andere durch Hitze oder Sonnenlicht verursachte Schäden führten im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2021 zu knapp 1.500 Krankenhausbehandlungen jährlich. Als direkte Todesursache lässt sich Hitze bei durchschnittlich 19 Fällen pro Jahr allerdings selten feststellen. Sehr hohe Temperaturen lassen die Sterblichkeit jedoch insgesamt steigen, da in vielen Fällen die Kombination aus Hitze und Vorerkrankungen das Sterberisiko erhöht. So stiegen in von Hitzeperioden geprägten Wochen die Sterbefallzahlen auch in den vergangenen Sommern an.

Zu überdurchschnittlich vielen hitzebedingten Krankenhausbehandlungen und Todesfällen kommt es hierzulande häufig in Jahren mit vielen sogenannten Hitzetagen mit Temperaturen von 30 Grad Celsius oder mehr. So lag die Zahl der im Krankenhaus behandelten Schäden durch Hitze und Sonnenlicht beispielsweise im Jahr 2015 mit gut 2.300 Fällen 55 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2021. Im selben Jahr waren 60 Todesfälle auf Hitze oder Sonnenlicht zurückzuführen – mehr als dreimal so viele wie im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2021. 2015 war ein Jahr mit vergleichsweise vielen Hitzetagen in Deutschland: Durchschnittlich 17,6 solcher Tage zählte der Deutsche Wetterdienst.

Die meisten Krankenhausbehandlungen (2.600) und vergleichsweise viele Todesfälle (41) aufgrund von Hitze oder Sonnenlicht gab es 2003 – ebenfalls ein Jahr mit vielen Hitzetagen in Deutschland (19,0), so die Statistiker.


Foto: Wasserflaschen, über dts Nachrichtenagentur

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Sigi Lieb: Ich will mich nicht mehr verbiegen

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sigi lieb hercareer

Am 13. Oktober ist Sigi Lieb zu Gast beim Authors-MeetUp der herCAREER Expo.

Als Kind wollte Sigi Lieb ein Junge sein und bis heute ist die Frage nach der Gerechtigkeit der Geschlechter ihr Lebensthema. Ihr Buch “Alle(s) Gender – Wie kommt das Geschlecht in den Kopf” widmet sich geschlechtlicher Vielfalt. Im Gespräch erzählt sie, was Frauen die Arbeit schwer macht, welche Macht die Sprache hat und welche Begriffe zum Thema Geschlecht jede:r kennen sollte.

“Ich bin körperlich eine Frau. Aber ich passe nicht in ein geschlechterstereotypes Bild von Frau”, sagt sie. “In meinem Buch habe ich die Frage gestellt: Vielleicht bin ich trans und habe es 50 Jahre nicht gemerkt? Hätte ich damals etwas über Transsexualität gewusst, wäre das eine Option gewesen. Heute denke ich, das Problem ist nicht mein Körper. Das Problem sind stereotype gesellschaftliche Erwartungen.”

Lieb erklärt im Interview unter anderem, welche Begriffe jede:r kennen sollte, wenn es um das Thema Geschlecht geht und welche Rolle die Sprache spielt. “Besonders erschreckend ist das Kinderfernsehen: Sprechende Tiere, Pflanzen oder Maschinen bekommen zu über 80 Prozent männliche Stimmen, hat die Malisa-Stiftung herausgefunden. Außerdem ist das Spielfeld für weibliche Figuren deutlich enger als das für männliche. Weibliche Figuren treten als hilflose Wesen auf, die gerettet werden, als schöne Prinzessin, als Hexe oder als mütterliche Figur”, sagt sie. “Dabei haben die Hexen noch die spannendsten Lebensgeschichten.“

Bild © Isabella Raupold

Quelle messe rocks GmbH

GfK meldet wieder Rückschlag beim "Konsumklima"

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Einkaufswagen vor einem Supermarkt, über dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Verbraucherstimmung ist auch im Juni von einer zunehmenden Verunsicherung geprägt. Die GfK gibt den sogenannten „Konsumklimaindex“ mit -25,4 Punkten an und damit einen Punkt niedriger als im Vormonat (revidiert -24,4 Punkte).

Der Rückgang werde durch den erneuten Anstieg der Sparneigung verursacht, hieß es. „Nach acht Anstiegen in Folge muss das Konsumklima einen ersten Rückschlag hinnehmen“, sagte Rolf Bürkl von der GfK. „Nach wie vor hohe Inflationsraten von derzeit etwa sechs Prozent knabbern spürbar an der Kaufkraft der Haushalte und verhindern, dass der private Konsum seinen positiven Beitrag leisten kann.“ Folglich gingen in diesem Monat auch die Einkommensaussichten der Konsumenten nach zuvor acht Anstiegen in Folge zurück. Die privaten Haushalte gehen laut GfK davon aus, dass sie in diesem Jahr angesichts anhaltend hoher Inflationsraten reale Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, die voraussichtlich durch tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen nicht vollständig kompensiert werden können.

Somit werde der private Konsum in diesem Jahr keinen positiven Beitrag zur konjunkturellen Entwicklung in Deutschland leisten können und in der realen Betrachtung niedriger sein als im Vorjahr 2022. Ein Lichtblick könne der sich bereits in den letzten Monaten andeutende Trend sein, dass die Inflationsraten weiter zurückgehen, so die GfK. Zwar würden die Kaufkraftverluste dennoch bestehen bleiben, aber weniger gravierend sein als ursprünglich befürchtet. Im Gegensatz zu den Einkommensaussichten bleibt die Anschaffungsneigung im Großen und Ganzen stabil, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau: Der Indikator gewinnt zwar 1,5 Punkte hinzu, mit aktuell -14,6 Zählern liegt er allerdings immer noch deutlich unter den Werten während der beiden pandemiebedingten Lockdown-Phasen im Frühjahr 2020 sowie Ende 2020/Anfang 2021. Die Verunsicherung der Verbraucher und daraus resultierende Kaufzurückhaltung werde aktuell von zwei Seiten getrieben, so die GfK: durch anhaltend hohe Inflationsraten sowie die Diskussionen um das Heizungsgesetz.

Wenn die Haushalte zum Beispiel für Lebensmittel deutlich mehr ausgeben müssen, stünden entsprechend weniger finanzielle Mittel für andere Anschaffungen zur Verfügung. Hinzu komme, dass vor allem Immobilienbesitzer im Rahmen des neuen Heizungsgesetzes befürchten, dass durch notwendige energetische Sanierungsmaßnahmen erhebliche zusätzliche finanzielle Belastungen auf sie zukommen. „Dies dürfte ebenfalls Anschaffungen an anderer Stelle bremsen“, so die Konsumforscher. Der Konjunkturoptimismus der Verbraucher schwächt sich ebenfalls weiter ab: Nach den leichten Verlusten im Vormonat sind die Rückgänge in diesem Monat deutlich höher; Der Indikator verliert 8,6 Punkte und weist nun 3,7 Punkte auf, im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres beträgt das Plus allerdings noch knapp 15 Punkte.

Der gesunkene Konjunkturoptimismus spiegele die Verunsicherung der Verbraucher im Hinblick auf weitere wirtschaftliche Entwicklung wider, so die GfK. Auf der einen Seite ist die anhaltend stabile Beschäftigungslage eine wichtige Stütze, auf der anderen Seite sorgt die restriktive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) für Konjunktursorgen. Zwar sei eine Normalisierung des Zinsniveaus auch vor dem Hintergrund der hohen Inflation wünschenswert und notwendig, allerdings bestehe auch die Gefahr, dass mit einer zu starken Leitzinserhöhung in einem sehr kurzen Zeitraum die Investitionsneigung der Wirtschaft zu stark geschwächt werde und Deutschland in eine Rezession abrutschen könne. „Somit bleibt es für die EZB eine Gratwanderung, um auf der einen Seite die Inflation auf das gewünschte Niveau von etwa 2 Prozent zurückzuführen und gleichzeitig eine zu starke Schwächung der Wirtschaft zu verhindern“, so die GfK.


Foto: Einkaufswagen vor einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

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SAP sieht KI als "Wachstumstreiber"

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SAP, über dts NachrichtenagenturWalldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Softwarekonzern SAP sieht in neuen KI-Anwendungen erhebliche wirtschaftliche Chancen. „Wir gehen davon aus, dass sich das Potenzial durch generative KI signifikant erhöhen wird, die ganze Entwicklung ist ein enormer Wachstumstreiber für SAP“, sagte Vorstandssprecher Christian Klein dem „Handelsblatt“.

SAP will mit der neuen Generation künstlicher Intelligenz digitale Assistenten entwickeln. Diese könnten in Programmen für die Steuerung von Geschäftsprozessen Fragen zu Geschäftsdaten beantworten und Handlungsempfehlungen geben. „Generative KI wird fundamental verändern, wie Menschen mit unserer Software arbeiten“, so Klein. Als weiteren Schwerpunkt bezeichnete Klein eine weitreichende Automatisierung von Geschäftsprozessen, beispielsweise im Personalwesen.

„Künftig soll das System in der Lage sein, sich selbst zu konfigurieren und Arbeitsschritte zu automatisieren“, stellte Klein in Aussicht. Auch in seinem Arbeitsalltag werde die Technologie für einige Veränderungen sorgen, so Klein. So seien ganze Teams damit beschäftigt, seine Kundentermine vorzubereiten. „Künftig kann generative KI dabei helfen, die notwendigen Informationen zusammenzustellen“, sagte Klein – etwa aus den Geschäftszahlen.

„Das hilft, solche Gespräche bestmöglich vorzubereiten.“


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Umweltministerin kritisiert Versiegelung von Städten

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Straßenverkehr, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat eine starke Versiegelung der Städte kritisiert. Beim Städtebau sei „zu wenig darauf geachtet“ worden, das Wasser „in den Städten zu halten und zu speichern“, sagte sie dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe).

Es seien vor allem Kanalisationen gebaut worden, die das Wasser schnell ableiteten. „Auch war bisher der Bau von Straßen wichtiger als Hitzeschutz für die Bevölkerung.“ Sie forderte angesichts der Klimakrise ein Umdenken. „Mehr Grün, weniger Beton, das ist die Stadt der Zukunft“, sagte sie. Dass erste Kommunen nun die Bewässerung von Gärten am Tag verbieten, bezeichnete sie als „absolut sinnvolle Maßnahme“, über die die Kommunen aber selbst entscheiden müssten. „Wir müssen noch viel mehr lernen, mit Wasser sorgfältig umzugehen“, sagte sie. Ein Umdenken brauche es auch in der Industrie und der Energiebranche. „Trotzdem sollten wir auch im privaten Bereich sparen und etwa über Grauwassernutzung nachdenken“, forderte sie. In Zeiten von Wasserknappheit habe die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser „absolute Priorität“. Poolbesitzern würde sie raten „in die wunderbare Natur zu gehen und unsere Badegewässer, die wir in Deutschland noch mit sehr guter Wasserqualität haben, zu nutzen“. Einzelne Kommunen hätten bei großer Hitze und langer Dürre bereits entschieden, das Füllen von Pools zu verbieten. Ob es noch sinnvoll sei, Pools zu bauen, ließ Lemke offen, sagte aber, es hänge „auch davon ab, ob es in der Region große industrielle Verbraucher“ gebe.


Foto: Straßenverkehr, über dts Nachrichtenagentur

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Lemke will Kommunen zu Klimaanpassungsplänen motivieren

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Steffi Lemke, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grünen) hat ihre Pläne für ein Klimaanpassungsgesetz skizziert, das im Juli vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. Das Gesetz sieht vor, dass nahezu jede Kommune in Deutschland einen Klimaanpassungsplan erarbeiten soll.

Das Gesetz soll „Kommunen dabei helfen, ihre konkreten Risiken vor Ort zu identifizieren“, sagte Lemke dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe). Auf Basis dieser Analysen sollten Kommunen „Maßnahmen“ erarbeiten, die „zu ihrer jeweiligen Situation passen“. Lemke sagte, das Gesetz solle Anfang 2024 in Kraft treten. „Eine konkrete Frist wird den Kommunen aber nicht vorgegeben, da es sehr unterschiedlich ist, welche Vorarbeiten diese schon gemacht haben“, so Lemke. Zudem werde „nicht jede kleine Gemeinde ein eigenes Konzept vorlegen müssen“. Ab welcher Größe Kommunen dies tun müssen, würden die Bundesländer entscheiden. Sie forderte eine „dauerhafte Finanzierung“ der Klimaanpassung. Das Bundesumweltministerium unterstütze Gemeinden bereits.

„Diese Förderung kann aus verfassungsrechtlichen Gründen aber nur temporär geleistet werden. Für eine wirkungsvolle Klimaanpassung bräuchten wir eigentlich eine dauerhafte Finanzierung von Klimaanpassung in Kommunen.“ Sie gehe allerdings davon aus, dass dies in dieser Legislaturperiode „nicht abschließend“ gelöst werden könne, da es dazu eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag brauche.


Foto: Steffi Lemke, über dts Nachrichtenagentur

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NRW will schnelle Lösung für Industriestrompreis

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Strommast, über dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) hat den Bund als Reaktion auf die Subventionspolitik der USA dazu aufgefordert, einen Industriestrompreis einzuführen. „Wir müssen dafür sorgen, dass es für investitionswillige Firmen einen günstigen Energiepreis gibt“, sagte die Ministerin der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).

„Nicht nur bei den Großkonzernen, sondern auch im energieintensiven Mittelstand gibt es einen gesteigerten Bedarf.“ Sie habe deshalb bereits im April einen Industriestrompreis gefordert. „Es wäre nicht gut, wenn die Unternehmen Investitionsmittel zur Deckung ihrer Energiekosten aufbringen und dadurch die notwendige Transformation verlangsamt wird. Die Einführung eines Industriestrompreises dürfen der Bundeskanzler und sein Finanzminister nicht auf die lange Bank schieben“, so die Grünen-Politikerin weiter. Neubaur warnte vor Unternehmensabwanderungen in die USA – nicht zuletzt aufgrund der europäischen Bürokratie: „Wenn der Staat jetzt die Entschlossenheit der Wirtschaft hin zu Transformation, Digitalisierung und Klimaneutralität nicht unterstützt, dann verantwortet man im schlimmsten Fall die Deindustrialisierung. Global sind gerade die Standorte attraktiv, die über günstige erneuerbare Energien verfügen, die grünen Wasserstoff produzieren und die besten Bedingungen für Forschung und Entwicklung haben.“ Europa sei die Zukunft, aber in Sachen Bürokratie leider noch viel zu träge. „Die Erfahrungen machen wir in NRW übrigens gerade selbst. Bei uns sind sieben Projekte für Klimaneutralität in der Pipeline“, so die Grünen-Politikerin. Die Anträge blieben teilweise ein oder sogar zwei Jahre liegen. „Behalten wir diese Geschwindigkeit bei, schaffen wir es nicht. Dann wandern die Firmen ab“, so Neubaur.

Es gebe in einzelnen Branchen durchaus Überlegungen, Investitionen wegen der in Europa realexistierenden Trägheit lieber in Nordamerika zu tätigen.


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Bundesbank hebt Basiszinssatz an – Schuldner müssen mehr zahlen

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Deutsche Bundesbank, über dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem die Bundesbank zu Beginn des Jahres erstmals nach sieben Jahren den sogenannten Basiszinssatz geändert hat, steigt er nun weiter kräftig an. So wird er zum 1. Juli 2023 von 1,62 auf 3,12 Prozent angehoben, wie die Bundesbank mitteilte.

Der Basiszinssatz dient vor allem als Grundlage für die Berechnung von Verzugszinsen, wobei die aber bei Verbrauchergeschäften stets fünf Prozentpunkte über dem festgelegten Wert liegen, bei Handelsgeschäften sogar neun Prozentpunkte darüber. Wenn Verbraucher ihre Rechnungen nicht pünktlich bezahlen, müssen sie also ab Juli mit 8,12 Prozent Strafzinsen rechnen, Unternehmen müssen künftig 12,12 Prozent pro Jahr draufzahlen, wenn sie in Verzug geraten. Höher war der Basiszinssatz zuletzt im Jahr 2008.


Foto: Deutsche Bundesbank, über dts Nachrichtenagentur

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