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EVG droht vor Schlichtungsbeginn mit langem Bahnstreik

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Martin Burkert (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kurz vor Beginn des Schlichtungsverfahrens im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ihre Streikbereitschaft für den Fall eines Scheiterns unterstrichen. „Wir halten einen Streik sehr lange durch“, sagte der EVG-Vorsitzende Martin Burkert der FAZ (Montagsausgabe).

Mit Blick auf die schwierigen Tarifauseinandersetzungen sagte er: „Am Ende werden wir erfolgreich sein, da bin ich mir sehr sicher. Uns ist es sehr ernst.“ Die Sozialpartnerschaft habe während dieser Tarifrunde Risse bekommen. Am Montag beginnt in dem Tarifkonflikt mit dem Schlichtungsverfahren eine neue Phase.

In den kommenden zwei Wochen werden die Arbeitsrechtsprofessorin Heide Pfarr und der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) einen Schlichtungsvorschlag erarbeiten, den sie der EVG und der Deutschen Bahn Ende Juli präsentieren werden. Dann wird nicht nur der Bundesvorstand der Gewerkschaft über die Annahme entscheiden, sondern auch rund 110.000 EVG-Mitglieder, die bei der Bahn arbeiten. Sie werden in einer Urabstimmung wählen können zwischen der Annahme des Schlichtungsvorschlags und einem unbefristeten Streik. Dabei sind die Hürden für einen Arbeitskampf besonders hoch: Erst wenn 75 Prozent der Teilnehmer zustimmen, können die Bahn-Mitarbeiter den größten unbefristeten Streik seit mehr als 30 Jahren beginnen.

Umgekehrt reichen 26 Prozent der Stimmen, um das Schlichtungsangebot anzunehmen. Die Durchführung der Urabstimmung wird nach Angaben der EVG einige Wochen in Anspruch nehmen, deshalb könnte ein Streik frühstens Ende August beginnen. Zuletzt hatte die Gewerkschaft den rund 140 Seiten starken Tarifvertragsentwurf sowohl wegen der langen Laufzeit von 27 Monaten als auch wegen der Höhe der Lohnsteigerung abgelehnt. Die Deutsche Bahn bietet Gehaltssteigerungen in zwei Schritten von Dezember an von insgesamt 400 Euro im Monat an.

Außerdem will die Bahn eine Inflationsprämie von knapp 3.000 Euro zahlen. Das Gesamtvolumen beziffert die Bahn auf mehr als 1,3 Milliarden Euro im Jahr.


Foto: Martin Burkert (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Wohnungslosenhilfe verlangt mehr Schutz für Obdachlose bei Hitze

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Obdachloser (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der hohen Temperaturen in Deutschland fordert die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Werena Rosenke, die Kommunen auf, in ihren Hitzeschutzplänen die Situation von wohnungslosen Menschen stärker zu berücksichtigen. „Die Lebensrealität von Obdachlosen wird nicht mitgedacht“, sagte Rosenke der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

Mit vielen Tipps zum Verhalten bei Hitze könnten Obdachlose nichts anfangen. Wichtig für Obdachlose seien zum Beispiel kostenlose Trinkwassermöglichkeiten und zugängliche kühle Räume. Zugleich kritisierte Rosenke, dass das Thema Hitze in den Kommunen nicht systematisch angegangen werde. „Die Pflicht der Kommunen wird vielerorts nicht wirklich wahrgenommen“, sagte sie.

Viele Tagesaufenthalte seien nicht gut ausgestattet. Die gegenwärtige Hitze setze insbesondere wohnungslosen Menschen stark zu. Viele Obdachlose befänden sich ohnehin in einem schlechten körperlichen Zustand und seien nicht krankenversichert. „Ihr Leben ist mit viel Druck und Stress verbunden“, sagte sie.


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CDU-Sozialflügel beklagt mangelnde Repräsentation in Parteiführung

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CDU-Parteimitglied (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Sozialflügel beklagt nach der Beförderung von Carsten Linnemann zum CDU-Generalsekretär „Defizite“ im Sozialprofil der Partei. „Wir haben mit Karl-Josef Laumann nur noch einen Vertreter des sozialen Flügels in der engeren Parteiführung“, sagte der Europaabgeordnete und CDU-Sozialpolitiker Dennis Radtke der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgaben).

„Von 26 Beisitzern im CDU-Bundesvorstand sind 19 Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT).“ Die MIT werde genauso gebraucht wie die Junge Union, die CDA, die Frauen- und die Senioren-Union. „Aber der Sozialflügel ist eben in den vergangenen fünfzehn Jahren immer weniger sichtbar geworden“, so Radtke. Der Europaabgeordnete rät seiner Partei in diesem Zusammenhang, sich nach dem Wechsel des Generalsekretärs nicht nur auf wirtschaftsliberalem Kurs zu bewegen.

„Wenn wir über 30 Prozent hinauswollen, müssen wir bestimmte Themen glaubhafter und empathischer aufgreifen“, sagte Radtke der WAZ. „Einer der Gründe, warum wir die Bundestagswahl verloren haben, war, dass wir auf zentrale sozialpolitische Fragen wie Mindestlohn und bezahlbaren Wohnraum nur technokratische Verrenkungen im Angebot hatten, die nicht mal die Mitglieder verstanden haben.“ Der Vorsitzende des Sozialflügels der Union in NRW (CDA) führte weiter aus: „Manche in der CDU sagen: mit sozialen Themen kann man keine Wahl gewinnen. Das mag stimmen. Aber wir können auf jeden Fall Wahlen damit verlieren, wenn unser Schaufenster dort leer ist.“


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Lindner sieht "Grenzen der Wirksamkeit" von Geldtransfers

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Mutter mit zwei Kindern (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Streit um die Kindergrundsicherung hält Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) Investitionen in Integrationsmaßnahmen und Bildung grundsätzlich für sinnvoller als höhere Leistungen für betroffene Familien. „Es gibt einen Zusammenhang zwischen Kinderarmut und Einwanderung nach Deutschland“, sagte Lindner der „Bild am Sonntag“.

„Nach den Zahlen meines Ministeriums lebt gut die Hälfte der betroffenen Kinder in einer Familie mit Migrationshintergrund. Diese Fakten muss man analysieren.“ Er frage sich, wie man am besten helfen könne, so Lindner. „Es gibt Grenzen der Wirksamkeit von Geldtransfers. Wirksamer kann die bessere Sprachförderung und Arbeitsmarktintegration der Eltern sein. Vielleicht helfen Investitionen in Kitas und Schulen mehr, als Eltern Geld zu überweisen? Es muss außerdem immer ein finanzieller Abstand verbleiben zwischen denjenigen, die arbeiten, und den anderen, die nicht arbeiten.“

Zudem forderte der Finanzminister Sparvorschläge von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne). „Wer noch mehr Mittel für höhere Geldleistungen einsetzen will, muss sagen, wo dafür im Staat gespart wird. Denn Steuererhöhungen und Umgehen der Schuldenbremse sind ausgeschlossen.“

Unstreitig sei allerdings, dass der Kinderzuschlag für Familien, die vom Arbeitseinkommen nicht gut leben können, automatisch ausgezahlt wird.


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Datenschutzaktivist will Europas neuen Daten-Deal kippen

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Computer-Nutzerin auf Facebook (Archiv), über dts NachrichtenagenturWien (dts Nachrichtenagentur) – Der österreichische Jurist Max Schrems will gegen das neueste Daten-Abkommen zwischen der EU und den USA klagen und es so zu Fall bringen. Er gehe davon aus, dass die Sache Anfang des kommenden Jahres vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) landen werde, sagte Schrems der „Welt“.

„Wir haben bereits verschiedene juristische Optionen in der Schublade.“ Zuletzt hatte die EU-Kommission in Brüssel dem sogenannten „Data Privacy Framework“ zugestimmt: Das ist ein Deal, der den freien Strom personenbezogener Daten über den Atlantik ermöglicht. Die beiden Vorgänger dieses Abkommens – „Privacy Shield“ und „Safe Harbor“ – hatte der EuGH für ungültig erklärt – geklagt hatte in beiden Fällen Schrems. Die Richter könnten das neue Daten-Abkommen zwischen Brüssel und Washington für die Dauer des Verfahrens aussetzen.

Amerikas Tech-Giganten hätten dann wohl ein Problem. Sie betonen immer wieder, dass sich das Geschäft in der EU nur lohne, wenn sie die Informationen der Internetnutzer in den Vereinigten Staaten verarbeiten dürften. Facebook hatte vor einiger Zeit sogar gedroht, sich aus Europa zu verabschieden, sollte man keine Daten mehr nach Hause schicken dürfen. 2015 hatte der EuGH zunächst „Safe Harbor“ für ungültig erklärte, 2020 dann den Nachfolger „Privacy Shield“.

Die Abkommen, befanden die Richter, schützten die Daten der Europäer nicht ausreichend. Der EuGH kritisierte vor allem, dass US-Geheimdienste Informationen ohne Verdacht massenweise abschöpfen könnten. Nun, bei Deal Nummer drei, hat Brüssel den USA einen „angemessenen“ Datenschutz bescheinigt. Damit ist gemeint, dass das Schutzniveau europäischen Standards entspricht.

US-Geheimdienste, so die Kommission, könnten Informationen von EU-Bürgern nur dann abgreifen, wenn es notwendig für die nationale Sicherheit und verhältnismäßig sei. Schrems sieht es nicht so: Er meint, die US-Geheimdienste hätten noch immer zu viel Zugriff auf die Daten der Europäer. Sie könnten Menschen in Deutschland, Österreich und anderen EU-Staaten weiterhin ausspionieren, einfach so, ohne konkreten Verdacht oder richterliche Genehmigung. Amerika werde dem Wort „verhältnismäßig“ eine andere Bedeutung beimessen als der EuGH, so Schrems.


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Linnemann wollte erst nach Bedenkzeit CDU-Generalsekretär werden

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Carsten Linnemann, Friedrich Merz und Mario Czaja am 12.07.2023, über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der neue CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat einen klaren Kurs seiner Partei angekündigt. „Wahlen werden in der Mitte gewonnen, aber die Menschen müssen erst einmal wissen, wofür wir als CDU stehen“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

„Es gibt in Deutschland eine leise, aber klare bürgerliche Mehrheit, die sich an Regeln hält, die morgens arbeiten geht und sich abends im Sport- oder Musikverein engagiert. Für diese Menschen da zu sein, sollte für die CDU allerhöchste Priorität haben.“ Zur Frage nach dem Hauptgegner der CDU, sagte Linnemann: „In der Bundesregierung gibt es im Augenblick zu den Grünen die größten Differenzen. Ich würde ansonsten empfehlen, dass wir nicht auf eine bestimmte Partei schauen oder auf den Zeitgeist oder den linken Mainstream. Mir geht es um das Wertefundament der CDU, nicht um parteipolitische Taktik.“

Die Brandmauer zur AfD will Linnemann unter allen Umständen halten: „Es wird keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD geben – weder im Bund noch in den Ländern.“ Eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur soll laut Linnemann erst in gut einem Jahr fallen: „Im Spätsommer 2024 werden wir diese Frage beantworten. Friedrich Merz wird das gemeinsam mit Markus Söder entscheiden.“

Das Amt des Generalsekretärs anzunehmen, habe er Parteichef Friedrich Merz nicht sofort zugesagt, bekannte Linnemann in der Sonntagszeitung: „Ich habe um Bedenkzeit gebeten und meine engsten Vertrauten, Familie und Weggefährten um ihre Meinung gefragt. Ich spüre allerdings auch, dass ich einen Rucksack trage, der nicht leicht ist.“


Foto: Carsten Linnemann, Friedrich Merz und Mario Czaja am 12.07.2023, über dts Nachrichtenagentur

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London: Russland arbeitet an Übergangsregelung für Wagner-Söldner

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Mauer des Kreml in Moskau (Archiv), über dts NachrichtenagenturLondon/Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Knapp drei Wochen nach dem Wagner-Aufstand in Russland arbeitet die russische Regierung offenbar weiterhin an einem Konzept für den künftigen Einsatz der Söldner. In den letzten Tagen habe sich eine „Übergangsregelung“ für die Zukunft der Gruppe herauskristallisiert, heißt es am Sonntag im täglichen Lagebericht des britischen Militärgeheimdienstes.

So habe das russische Verteidigungsministerium am 12. Juli bekannt gegeben, dass Wagner 2.000 militärische Ausrüstungsgegenstände, darunter Panzer, übergeben habe. Mit Stand vom 15. Juli sei ein kleines Kontingent Wagner-Kämpfer in einem Lager in Weißrussland eingetroffen, so die Briten. Gleichzeitig hätten einige mit Wagner verbundene Gruppen in den sozialen Medien ihre Arbeit wieder aufgenommen, wobei der Schwerpunkt auf der Hervorhebung der Aktivitäten der Truppe in Afrika liege. Den jüngsten Ankündigungen russischer Beamter zufolge sei der Staat wahrscheinlich bereit, Wagners Bestrebungen zu akzeptieren, seine umfassende Präsenz auf dem Kontinent aufrechtzuerhalten, hieß es aus London weiter.


Foto: Mauer des Kreml in Moskau (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Quality Hotel Vienna: Top Lage direkt am Schlosspark Schönbrunn – für Familien, Städtereisende und Tagungen

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QUALITY HOTEL VIENNA
Schonbrunn palace in Vienna, Austria

Wien begeistert. 365 Tage im Jahr verbinden sich in der Donaumetropole weltbekannte Sehenswürdigkeiten, kultureller Hochgenuss, spannendes Urban Life, vielfältiges Shopping, kulinarische Facetten, der geliebte Wiener Charme und noch so viel mehr zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wer im Quality Hotel Vienna wohnt, der startet an der Haustür zu seinen Entdeckungstouren. Familien könnten es nicht besser treffen: Das einladende Haus liegt direkt am Schlosspark Schönbrunn und nur wenige Schritte von dem beliebten Tiergarten entfernt.

Die exzellente Lage macht es einfach, vom Stephansdom über das Sissi Museum bis hin zur Nationalbibliothek alle Highlights und besonderen Plätzchen der Stadt zu erkunden. In den Zimmern des Quality Hotels kann man sich wunderbar wohlfühlen und eine erholsame Pause vom Trubel der Stadt genießen. Geräumige Familienzimmer kommen Groß und Klein entgegen. Von den Executive Zimmern schweift der Blick weit über die Dächer der beeindruckenden Stadt. Fünf luxuriöse Zimmerkategorien stehen zur Wahl und treffen jeden Geschmack. Feinschmecker und Food-Aficionados wissen, dass die kulinarische Vielfalt Wiens mit seinen Restaurants, Kaffeehäusern, Heurigen und Märkten unschlagbar ist.

Dennoch, wer gerne einmal im Hotel bleibt, ist im Quality Hotel bestens bedient. Das Hotelrestaurant verwöhnt mit internationalen Gerichten und einem umfangreichen Frühstücksbuffet im angenehm-gemütlichen Ambiente. Städtereisende wohnen hier mit Top-Quality, wie der Name schon sagt. Und wer zum Arbeiten kommt, der nutzt den hellen, komfortablen Meetingraum. Räumlichkeiten bis 102 Personen stehen für Tagungen zur Verfügung. Ein professionelles Tagungsteam kümmert sich um erfolgreiche Veranstaltungen. Besonders praktisch: Direkt am Hotel gibt es In- und Outdoor-Parkplätze (19 Euro pro Nacht).

Familienzeit in Wien
Leistungen: 2 Übernachtungen im Familienzimmer, 2 x köstliches Frühstücksbuffet, Vienna City Card für 48 Stunden, Eintritt in das Kindermuseum Schloss Schönbrunn und den Irrgarten – Preis p. P.: ab 195 Euro im Familienzimmer (2 Erw., 1 Kind), ab 237 Euro (1 Erw., 1 Kind)

Bild: QUALITY HOTEL VIENNA

Quelle mk Salzburg

Zukunftsweisende Forschungsprojekte auf dem 8. Life Science Pitch Day im IZB

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life science pitch

Insgesamt sechszehn Teams präsentierten im Münchner Gründerzentrum ihre innovativen Ideen vor fast 50 Investor:innen.

Am 13. Juli 2023 veranstaltete das Münchner Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie (IZB) in Zusammenarbeit mit dem High-Tech Gründerfonds (HTGF), Leaps by Bayer und Boehringer Ingelheim den 8. Life Science Pitch Day, der sechszehn Biotech Start-ups und Projektteams mit fast 50 renommierten Life Science-Investor:innen und Entscheidungsträger:innen aus der Industrie zusammenbrachte.

Zunächst gab Dr. Peter Hanns Zobel, Geschäftsführer des IZB, einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen am Münchner Biotech-Hub und begrüßte als weitere Gastgeber Ingo Klöckner, Head of Portfolio and Reporting bei Leaps by Bayer und Dr. Sebastian Kreuz, Executive Director bei Boehringer Ingelheim Venture Fund. Dr. Frank Hensel, Principal des HTGF, und Dr. Laura Pedroza, Investment Managerin des HTGF, moderierten die Veranstaltung. Die Präsentationen der erstmals sechszehn Projektteams waren thematisch vielfältig und umfassten innovative Forschung von A wie ADCs bis Z wie Zelltherapien.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion „Mapping the Course – Pharma Perspectives on Identifying Trends and Setting Strategic Directions“ kam es zwischen Dr. Laura Lane, VP Venture Sciences Europe bei Eli Lilly & Co, Ingo Klöckner, Head of Portfolio and Reporting bei Leaps by Bayer, Dr. Joachim Vogt, Director, Search and Evaluation International bei AbbVie und Dr. Sebastian Kreuz, Executive Director beim Boehringer Ingelheim Venture Fund zu einem regen Austausch über die aktuellen Trends in der Life Sciences-Industrie.

„Dieses Jahr haben wir wieder eine Fülle von unterschiedlichen Themen gehört: von neuen Krebstherapien über Wirkstoffe gegen Haarausfall bis hin zu neuen Ansätzen gegen Diabetes und Parkinson. Es freut mich immer wieder zu sehen, welch innovative Ansätze die Start-ups verfolgen und damit die Medizin der Zukunft gestalten. Der Pitch Day ist einfach ein großartiges Event, für das ich mich bei unseren Partnern sehr herzlich danken möchte“, erklärte Dr. Peter Hanns Zobel, Geschäftsführer des IZB.
„Wir sind begeistert von der hohen Qualität der Pitches der Gründer:innen in diesem Jahr. Diese Start-ups haben das Potenzial, maßgeblich die Zukunft zu gestalten und wir sind gespannt auf die nächsten Entwicklungen“, ergänzte Dr. Frank Hensel, Principal HTGF.

„Ich nehme nun zum dritten Mal an dem Life Science Pitch Day im IZB teil und bin immer wieder begeistert: Höchst spannende Biotech-Projekte, eine hohe Dichte an Investoren und eine fantastische Netzwerk-Atmosphäre“, erklärte Dr. Joachim Vogt, Director, Search and Evaluation International bei AbbVie.
„Die Firmen-Präsentationen auf dem Life Science Pitch Day haben uns auch in diesem Jahr beeindruckt. Die kreativen Ideen und innovativen Lösungsansätze der Gründer:innen belegen erneut, dass wir auch in Zukunft noch viel von ihnen erwarten dürfen“, kommentierte Dr. Sebastian Kreuz,
Executive Director bei Boehringer Ingelheim Venture Fund.

Folgende Projektteams präsentierten ihre innovative Forschung am 8. Munich Life Science Pitch Day im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB):

1. Atriva Therapeutics, Christian Pangratz: Wenn die Prävention versagt: Eine wirksame, auf Wirtszellen abzielende Therapie für schwere RNA-Virusinfektionen.

2. Booster Therapeutics, Dr. Marianne Mertens: Ansatz zur Entfernung von beschädigten Proteinen aus den Zellen, um die Anhäufung von schädlichen Proteinen zu bekämpfen, die bei vielen Krankheiten wie z.B. Parkinson auftritt.

3. CARTemis Therapeutics, Dr. Anthea Wirges: Entwicklung von neuartigen Krebsimmuntherapien für bisher unheilbare Krebsarten, mit der Vision, CAR-T-Zellen für Patienten weltweit verfügbar zu machen.

4. CIS Pharma, Christoph Schäfer: Spezialisiert sich auf die Entwicklung von ADCs und Radioliganden der nächsten Generation, die auf einen hohen ungedeckten Bedarf ausgerichtet sind.

5. Genevieve, Dr. Melya Hughes Crameri: Entwickelt eine mRNA-CRISPR-Plattform für Präzisions-Editing und universelle Anwendungen.

6. khumbu.ai, Dr. Johannes Nissen-Meyer: Widmet sich der Suche nach einem Heilmittel für Diabetes durch die revolutionäre Kraft der modernen KI.

7. KyDo Therapeutics, Dr. Matthias Stein-Gerlach: Entwicklung von erstklassigen, kovalenten, allosterischen AKT-Inhibitoren der nächsten Generation als neuartige Krebstherapien.

8. Mallia Therapeutics, Prof. Dr. Steinkasserer: Entwickelt das lösliche CD83-Molekül als neues therapeutisches Produkt für die topische Behandlung von Haarausfall.

9. PerioTrap, Pierre Tangermann: Ziel des Unternehmens ist es, die Mundgesundheit mit oralen Mikrobiom-Modulatoren und nachhaltigen Therapiekonzepten zu transformieren.

10. Phialogics, Dr. Andreas Ernst: Entwickelt Biologika der nächsten Generation zur Behandlung von Patienten mit akuten und chronischen Autoimmunerkrankungen.

11. smartbax, Dr. Robert Macsics: Fokussiert sich auf die Entwicklung einer neuen Generation von Antibiotika mit neuartigen dualen Wirkmechanismen.

12. Somagenetix, Dr. Andrin Oswald: Entwickelt mit Hilfe seiner Phagocure-Plattform Präzisionstherapien für Krankheiten mit hoher Sterblichkeit in den Bereichen Immunologie, Neurologie und Stoffwechselkrankheiten.

13. SRTD biotech, Dr. Bernd Hoffmann: Entwicklung der ersten RNA-basierten Plattformtechnologie für den Einsatz von selektiv wirkenden RNAs in verschiedenen therapeutischen Bereichen.

14. Tcelltech, Prof. Dr. Michael Platten: Entwickelt eine personalisierte, schnelle und krebsübergreifende T-Zell-Therapie, die sich auf ein KI-Bioinformatik-Tool für die TCR-Identifizierung sowie auf einen nicht-viralen Vektor zur Genübertragung stützt.

15. Thermosome, Dr. Pascal Schweizer: Neuartiger Tumor-Targeting-Ansatz, der eine deutlich erhöhte, lokale Wirkstoffkonzentration und eine verbesserte Tumorpenetration ermöglicht, um die klinische Behandlungswirksamkeit zu verbessern.

16. Umlaut.bio, Bastian Linder/ Lars Steinmetz: Fokussiert sich auf niedermolekulare Wirkstoffe, die auf tRNA-Modifikationen abzielen, als neuartige Therapeutika gegen eine Vielzahl von Krebserkrankungen.

Bildunterschrift: Start-up-Teams am 8. Munich Life Science Pitch Day 2023:

Erste Reihe (v.l.n.r.): Christian Pangratz, Atriva Therapeutics; Manfred Groeppel, Mallia Therapeutics; Alexander Steinkasserer; Johannes Nissen-Meyer, Khumbu.ai; Kerstin Pion Tossi, Thermosome; Grzegorz Popowicz, Khumbu.ai;

Zweite Reihe: Stephan Stenglein, Atriva Therapeutics; Christoph Schäfer, CIS Biopharma; Andreas Ernst, Phialogics; Bastian Linder, Umlaut.Bio; Pierre Tangermann, PerioTrap; Jörn Weinser, KyDo; Christian Geraths, CIS Biopharma; Bernd Hoffmann, SRTD biotech; Robert Macsics, Smartbax; Diogo Feleciano, BoosterTX; Pascal Schweizer, Thermosome; Jonathan Chriqui, Somagenetix; Melya Hughes Crameri, Genevieve Therapeutics; Mario Bunse, CARTemis; Anthea Wirges; CARTemis; Thomas Theelen, Tcelltech; Bernd Hoffmann, SRTD.

Quelle High-Tech Gründerfonds Management GmbH

Bayern drängt auf Länderinitiative zu Long-Covid

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Positiver Corona-Test (Archiv), über dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) drängt auf eine Länderinitiative für Menschen, die unter den langfristigen Auswirkungen einer Infektion mit dem Coronavirus leiden. Er schlage vor, dass Long/Post-Covid in der Gesundheitsministerkonferenz verstärkt in den Mittelpunkt gerückt werde, sagte der CSU-Politiker am Sonntag.

Das von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in der vergangenen Woche angekündigte Konzept reiche noch nicht aus. Die Versorgung von Patienten mit Corona-Langzeitfolgen sei eine große Herausforderung, so Holetschek. „Denn die Auswirkungen von Long/Post-Covid werden unsere gesamte Gesellschaft und unser Gesundheitssystem auch künftig stark in Anspruch nehmen.“ Man müsse die Erkrankung daher dringend „stärker erforschen und die Behandlungsmöglichkeiten verbessern“.

Der Minister fügte hinzu: „Gesundheitspolitik lebt von nationaler und internationaler Vernetzung und Zusammenarbeit. Es ist wichtig, den Austausch zu fördern und die Erfahrungen der Länder miteinander zu teilen und zu nutzen.“ Es brauche jetzt eine „umfassende Versorgungsstrategie“ und eine Vernetzung aller relevanten Akteure. „Wir müssen Impulse für die Regelversorgung setzen und Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und auskömmliche Finanzierung schaffen“, so der CSU-Politiker.


Foto: Positiver Corona-Test (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts