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CDU greift Siesta-Vorschlag von Lauterbach an

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Schreibtisch (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel hat den Vorschlag von SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach, in Deutschland Siesta zu halten wie in Spanien, wenn es heiß ist, scharf kritisiert. Der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte Rüddel: „Die Forderung des Gesundheitsministers nach einer Siesta ist nichts anderes als zusätzliche heiße Luft.“

Eine flächendeckende Umsetzung sei unrealistisch, insbesondere in vielen Gesundheitsberufen. „Dazu kommt, dass eine mehrstündige Mittagspause dann durch Mehrarbeit in den Morgen- oder Abendstunden kompensiert werden müsste. Das gehört zur Wahrheit dazu und kann beispielsweise bei Arbeitnehmern mit kleinen Kindern dazu führen, dass diese Stunden reduzieren.“ Das heiße aber nicht, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht individuelle Vereinbarungen treffen könnten, so Rüddel. „Ich halte es darüber hinaus auch im Eigeninteresse der Arbeitgeber, ein angemessenes Arbeitsumfeld für ihre Mitarbeiter zu schaffen, z. B. durch Kühlung und Abschattung. Hier ist insbesondere das betriebliche Gesundheitsmanagement gefragt, nicht nur praktikable Lösungen für das jeweilige Arbeitsumfeld zu schaffen, sondern auch die Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter zu stärken.“


Foto: Schreibtisch (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Zahl deutscher Kinder mit Bürgergeldbezug sinkt deutlich

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Spielendes Kind (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl deutscher Kinder, die mit ihren Eltern auf sozialstaatliche Grundsicherung angewiesen sind, ist in den vergangenen acht Jahren um fast 550.000 oder mehr als ein Drittel gesunken. Das zeigt eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit, über die die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe) berichtet.

Dennoch stagniert die Gesamtzahl der Kinder, die von Bürgergeld leben, bei etwa zwei Millionen, wie die Statistik zeigt. Denn durch Fluchtmigration kamen ähnlich viele Kinder neu nach Deutschland und ins Hilfesystem hinein, um dort Unterstützung zur Integration zu erhalten. Im März 2023 lebten der Auswertung zufolge insgesamt 1,03 Millionen Kinder deutscher Staatsangehörigkeit von Bürgergeld (früher Hartz IV), verglichen mit 1,57 Millionen im Jahr 2015. Im selben Zeitraum kamen aber mehr als 300.000 Kinder aus Syrien, Irak, Afghanistan und anderen Asylherkunftsländern sowie seit 2022 rund 270.000 Kinder aus der Ukraine neu hinzu.

Vor diesem Hintergrund haben derzeit insgesamt 47,8 Prozent der Kinder im Bürgergeldsystem eine ausländische Staatsangehörigkeit gegenüber 18,9 Prozent im Jahr 2015. Die Zahlen widersprechen dem Bild einer insgesamt steigenden Kinderarmut und eines Scheiterns der bisherigen Sozialpolitik im Kampf gegen Kinderarmut, mit dem in der politischen Diskussion über die geplante neue Kindergrundsicherung Forderungen nach höheren Geldleistungen begründet werden. Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Stracke (CSU), warnte die Ampelkoalition deshalb davor, mit einem solchen Ansatz die Integration von Geflüchteten zu erschweren: „Eine Erhöhung der Sozialleistungen scheint auf den ersten Blick verlockend“, sagte er der FAZ. „Sie ist jedoch ein süßes Gift: Es bringt die Menschen nicht in den Arbeitsmarkt, sondern macht sie in Wahrheit abhängiger vom Staat.“ Zugleich kritisierte Stracke die mit dem Haushaltsentwurf 2024 der Bundesregierung geplanten Kürzungen zulasten der Jobcenter.

„Durch die Kürzungen erschwert die Ampel den Arbeitslosen den Schritt in den Arbeitsmarkt massiv“, warnte er. „Sie erhöht damit das Armutsrisiko von Familien und lässt Kinder zurück.“ Nach dem Anfang Juli vom Bundeskabinett beschlossen Etatentwurf hätten die Jobcenter, die für das Bürgergeld zuständig sind, im kommenden Jahr insgesamt 400 Millionen Euro weniger für Fördermaßnahmen und Personal zur Verfügung. Der FDP-Sozialpolitiker Jens Teutrine wandte sich ebenfalls gegen den Ansatz höhere Geldleistungen für Grundsicherungsbezieher.

„Kinderarmut ist häufig die Folge von Erwerbsarmut der Eltern – immer nur die Geldsumme von Sozialleistungen zu erhöhen löst diese Ursache allerdings nicht“, sagte er der FAZ. Wirksamer sei „alles, was zur Arbeitsmarktintegration der Eltern beiträgt, wie etwa eine verlässliche Kinderbetreuung, bessere Sprachförderung und gezielte Aus- und Weiterbildungen“.


Foto: Spielendes Kind (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Juso-Chefin findet Diskussion über sozialen Pflichtdienst "abwegig"

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Jessica Rosenthal (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal lehnt den erneuten Vorstoß aus der SPD für eine sozialen Pflichtdienst ab. „Schon wieder über einen Pflichtdienst zu diskutieren und diese Forderung durchs Sommerloch zu treiben, ist abwegig“, sagte Rosenthal den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

Es drohe aber eine Unterfinanzierung für Freiwilligendienste in Deutschland. „Diese Plätze sind ohnehin schon zu knapp bemessen, gerade weil viele junge Menschen einen solchen Freiwilligendienst absolvieren wollen“, sagte Rosenthal. „Das Einzige, was es jetzt richtigerweise zu fordern gilt, ist: Mehr Geld, mehr Plätze und eine bessere, attraktive Gestaltung von Freiwilligendiensten.“ SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese schlägt einen Pflichtdienst von mindestens drei Monaten vor.

„Egal ob auf Fridays for Future-Demos, in Einrichtungen für Geflüchtete oder in einem der vielen Vereine des Deutschen Bundesjugendrings – mehr als 63 Prozent der jungen Menschen engagieren sich bereits auf vielfältige Art und Weise“, kritisierte Rosenthal. „Echte Wertschätzung und Respekt“ für junge Menschen sehe anders aus als ein „erzwungener und unterfinanzierter Pflichtdienst“. Das Ehrenamt müsse für neue Personengruppen zugänglicher gemacht werden, forderte die Bundesvorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation. „Viel zu häufig können sich junge Menschen aus einkommensschwachen Familien Engagement gar nicht leisten.“

Freiwilligendienstleistende bekämen „ein zu kleines Taschengeld“ und Azubis und Studierende müssten mit Nebenjobs ihr Leben finanzieren. „Es können sich also gar nicht alle ein freiwilliges Engagement leisten und die sozialen Freiwilligendienste sind aktuell unterfinanziert“, sagte Rosenthal. „Statt irgendwelcher Scheindebatten über eine Engagement-Pflicht braucht es gute Grundlagen für junges Engagement und Freiwilligendienste.“


Foto: Jessica Rosenthal (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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CDU-Generalsekretär Linnemann bietet Ampel Zusammenarbeit an

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Carsten Linnemann (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat den Vorstoß von SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese für einen soziale Dienstpflicht begrüßt und die SPD zur Zusammenarbeit an dem Thema aufgerufen. „Es gibt aus meiner Sicht eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung, die das verpflichtende Gesellschaftsjahr unterstützt“, sagte Linnemann dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).

„Dieses Thema ist gesellschaftlich sehr wichtig, wir reichen der Bundesregierung deshalb die Hand für eine parteiübergreifende Zusammenarbeit.“ Linnemann lobte Wieses Ankündigung, nach dem Sommer über die Dienstpflicht debattieren zu wollen, als Zeichen, „dass die SPD ihre Blockadehaltung aufweicht“, so der CDU-Politiker. „Ich bin überzeugt: Ein Gesellschaftsjahr hätte das Potenzial, der Spaltung und Polarisierung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken, denn es bringt Menschen aus den unterschiedlichsten Milieus zueinander“, so Linnemann. „Und es wäre eine Chance für etwas, das unserer Gesellschaft immer mehr abhandenkommt: eine Kultur des gegenseitigen Respekts.“

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese hatte der „Rheinischen Post“ über eine soziale Dienstpflicht gesagt, die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier „richtigerweise angestoßene Debatte müssen wir nach der Sommerpause weiterführen“. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Katja Mast, bezeichnete das am Freitag als „persönlichen Debattenbeitrag“ von Wiese. Die SPD lehne eine Dienstpflicht ab.


Foto: Carsten Linnemann (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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China: Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit erhöht Druck auf die Behörden

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Industrieländer China
Foto von Gerwin Bell (Quelle: PGIM Fixed Income)

Ein aktueller Marktkommentar von Gerwin Bell, Lead Economist Asia bei PGIM Fixed Income:

Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus China unterstreichen zweigeteilte Aussichten für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Kurzfristig gesehen dürfte sowohl Chinas BIP-Wachstum von 0,8 % im zweiten Quartal (nach einem Wachstum von 2,2 % im ersten Quartal) als auch ein erneuter Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit von 20,8 % im Mai auf 21,3 % im Juni den Druck auf die Behörden erhöhen, ein breit angelegtes Konjunkturprogramm zur Ankurbelung des Wachstums aufzulegen. Die Kombination aus zusätzlichen geldpolitischen Impulsen und den erwarteten fiskalischen Impulsen, die sich auf die lokalen Regierungen konzentrieren, könnte das Wachstum auf etwa 5,7 % unterstützen, was unserer Prognose für 2023 entspricht.

Die Daten zeigen jedoch auf lange Sicht auch erneut Risiken auf. Der Umfang potenzieller fiskalischer Anreize birgt das Risiko einer mangelnden Koordinierung, was die übermäßige Verschuldung der Wirtschaft noch weiter verschärfen könnte. Auch der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in China scheint auf längerfristigen Gegenwind hinzudeuten.

Unserer Meinung nach basiert diese Entwicklung auf strukturellen Faktoren – wie die geringere Nachfrage nach Arbeitskräften im verarbeitenden Gewerbe (die durch das De-Risking der G7-Staaten und die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt wird), der strengen Regulierung bestimmter Dienstleistungssektoren (die einen großen Teil der Jugendbeschäftigung ausmachen) und dem Missverhältnis zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage. Zusammen mit der anhaltenden Exportunsicherheit und den schwieriger werdenden Beziehungen zu den USA und ihren Verbündeten führt der anhaltende Gegenwind des Landes zu einem geschätzten BIP-Wachstum von knapp unter 4 %.

China: Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit erhöht Druck auf die Behörden

Foto von Gerwin Bell (Quelle: PGIM Fixed Income)

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Neue Verfahren gegen Brokstedt-Täter

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Polizeiabsperrung (Archiv), über dts NachrichtenagenturKiel/Itzehoe (dts Nachrichtenagentur) – In Schleswig-Holstein sind gegen den Messerstecher von Brokstedt, Ibrahim A., zwei neue Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Hintergrund sind mutmaßliche Straftaten des 34-Jährigen in der Untersuchungshaft.

Im Gefängnis in Neumünster soll er im Juni in seiner Zelle Feuer gelegt haben – die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt daher wegen des Verdachts auf Brandstiftung, wie die Behörde laut eines Berichts des „Spiegel“ bestätigte. Nach dem Vorfall wurde A. in das Gefängnis in Lübeck verlegt, dort soll er am 1. Juli einen Bediensteten „getreten und geschlagen“ haben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck mitteilte. Der Bedienstete wurde demnach an der Hand verletzt, der Sprecher sagte, man ermittle wegen des Verdachts auf Körperverletzung. Ibrahim A. hatte Ende Januar in einem Regionalzug zwei Teenager erstochen und weitere Opfer verletzt.

Zurzeit läuft sein Prozess vor dem Landgericht Itzehoe. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zweifachen Mord vor, außerdem vierfachen versuchten Mord. Vor Prozessbeginn hatte A. Reue gezeigt, im Gerichtssaal bestritt er sie aber dann. Sein Anwalt geht davon aus, dass A. krank ist.

„Die neuen Verfahren verstärken den Eindruck, dass er in die Psychiatrie gehört“, sagte er.


Foto: Polizeiabsperrung (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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"Komet" jetzt größter deutscher Nummer-1-Hit aller Zeiten

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Mann mit Kopfhörern (Archiv), über dts NachrichtenagenturBaden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – „Komet“, die gemeinsame Nummer von Udo Lindenberg und Apache 207, hat Musikgeschichte geschrieben und führt die deutschen Top-100-Charts seit dieser Woche zum 18. Mal an – und damit häufiger als jeder andere Song zuvor. Das teilte GfK Entertainment am Freitag mit.

Den bisherigen Bestwert teilten sich Boney M. mit „Rivers Of Babylon“ aus dem Jahr 1978 und der 2017 von Luis Fonsi feat. Daddy Yankee veröffentlichte Sommerhit „Despacito“, die jeweils 17 Wochen lang ganz oben standen. In den Album-Charts verhalf in dieser Woche ein frischer Schwung an Vinyl-Verkäufen der Peter-Fox-Platte „Love Songs“ zur Rückkehr auf den ersten Platz. Dahinter kommen Apache 207 („Gartenstadt“, zwei) und Taylor Swift („Speak Now“, drei). Die höchsten Neueinstiege gelingen HipHopper Audio88 („Schwererer Verlauf“, sechs), Schlagersänger Matthias Reim („Die Höhepunkte der Arena-Konzerte (Live!)“, acht) sowie den bereits in den 1960ern verstorbenen Jazzmusikern John Coltrane & Eric Dolphy („Evenings At The Village Gate: John Coltrane With Eric Dolphy“, 13).

Die offiziellen deutschen Charts werden im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt und decken nach offiziellen Angaben 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.


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Buschmann fordert neue Prioritäten in der Koalition

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Marco Buschmann (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) fordert neue Prioritäten in der Koalition, um den Aufschwung der AfD zu bremsen. „Zwei von drei potenziellen AfD-Wählern trauen dieser Partei gar keine Verbesserung der Lage im Land zu, sagt die Forschung, sie wissen sogar, dass die AfD ein Standortrisiko ist“, sagte er dem „Handelsblatt“.

Sie werde aber als ein taugliches Mittel gesehen, um „seriösen Parteien vors Schienbein zu treten“. Die Botschaft, die dahinter steht, ist laut Buschmann eindeutig: „Wir wünschen uns eine Neugewichtung der Prioritäten. Es herrschen handfeste ökonomische Abstiegsängste“. Er forderte deshalb, alles zu tun, was das Land wirtschaftlich wieder stärker mache.

„Die Menschen müssen sehen, dass es sich lohnt, hier wieder anzupacken. Eine solche Zuversicht in eine Zukunft mit Wachstum und Wohlstand beseitigt Ängste – sie ist das beste Gegengift gegen den rechten Populismus“, sagte Buschmann.


Foto: Marco Buschmann (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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JP Morgan startet mit Onlinebank in Deutschland

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Euroscheine (Archiv), über dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Das US-Geldhaus JP Morgan will mit seiner Onlinebank „Chase“ bald auch in Deutschland und anderen EU-Ländern um Privatkunden werben. „Für uns war immer klar, dass wir ‚Chase‘ nicht nur in Großbritannien einführen wollen, sondern auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern“, sagte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon dem „Handelsblatt“.

„Wir haben ambitionierte Pläne.“ In Berlin habe die Bank bereits viele Menschen eingestellt. „Von dort wird unser digitales Privatkundengeschäft in der EU betrieben.“ Wann die Bank in welchem Land loslege, sei noch nicht final beschlossen.

Insgesamt habe JP Morgan das Ziel, zu einer der drei größten Banken Deutschlands aufzusteigen, sagte Dimon. „Natürlich wollen wir das.“ Aktuell liegt die in Frankfurt angesiedelte Europa-Tochter von JP Morgan mit einer Bilanzsumme von 436 Milliarden Euro auf Platz fünf. Das Finanzunternehmen hatte im Zuge der US-Bankenkrise im Frühjahr die First Republic Bank übernommen.

Weitere kriselnde Geldhäuser will das Institut nach eigner Aussage nicht kaufen. „Ich glaube nicht, dass das nötig sein wird, und auch nicht, dass wir dafür die richtige Bank wären“, so Dimon. Die US-Regierung wolle nicht, dass Banken zu groß werden. „Sollten in den USA wider Erwarten weitere Banken straucheln, gibt es auch andere Institute, die einspringen und das Problem lösen können. Das kann nicht nur JP Morgan.“


Foto: Euroscheine (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Plastik ade: So revolutionieren 3 Coca Cola Manager jetzt eine ganze Branche

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FUNQ‘ Superfruit-Sirup, aus echten Früchten

Jahrelang haben sie für den größten Getränkehersteller der Welt gearbeitet, jetzt wollen sie, dass ganz Deutschland sich seine eigenen Softdrinks zu Hause selber mischt – und zwar leckerer, gesünder und nachhaltiger. Die ehemaligen Coca-Cola-Manager Michael Schwarz (41), Sebastian Kroth (41) und Fabian Roschig (38) wollen mit ihrer Company FUNQ‘ den Getränkemarkt revolutionieren.

Denn: FUNQ‘ ist der erste Superfruit-Sirup auf dem deutschen Markt, der nur aus echten Früchten, Vitaminen, Mineralien und Pflanzenextrakten besteht. Eine echte Revolution: Kaum Zucker. Kaum Kalorien. Keine Süßungsmittel. Keine Konservierungsstoffe. Dafür: 100 Prozent Fruchtgeschmack! „FUNQ‘ ist für den Körper fast so wertvoll wie reines Obst“, sagt Gesundheitswissenschaftler Prof. PhDr. Sven David Müller (53).

Einige der besten Barkeeper der Welt tüftelten ein Jahr lang an der Formel

Ein Jahr lang haben einige der besten Barkeeper und Mixologen an der Superfruit-Sirup-Formel gearbeitet. „Jeder Weltklasse-Barkeeper stellt ausschließlich Dinge her, die er selbst trinken möchte. Meine Ansprüche sind riesenhoch. Deshalb haben wir einen der besten Fruchtsirupe kreiert, die man auf der Welt finden kann“, sagt Robin Honhold, der Head of Operation der Lyan-Gruppe war, die einige der besten Bars und Clubs der Welt betreibt (Dandelyan, White Lyan, Dandelyan, Cub, Super Lyan).

Die Zubereitung ist ganz einfach: Sirup ins stille oder gesprudelte Leitungswasser mischen, umrühren – fertig ist ein gesünderer, kalorienarmer Softdrink. Jeder kann sich so seinen gesünderen Softdrink ab sofort zu Hause mit Leitungswasser selbst mischen.
„Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist überall sehr gut und somit ist der Mix mit einem Sirup ohne zusätzlichen Zucker und Konservierungsstoffe die perfekte und nachhaltigste Lösung“, sagt Gesundheitswissenschaftler Müller.

Jeder vierte deutsche Haushalt nutzt schon Sirup zu Hause

Über 20 Millionen Deutsche bereiten laut Marktforschungsinstitut GFK mittlerweile ihr Leitungswasser zu Hause mit Wassersprudlern auf, statt Plastikflaschen zu kaufen. Rund 11,3 Millionen nutzen dabei schon Sirup. Tendenz steigend!

„Vielen Menschen wird es immer wichtiger, nachhaltiger zu leben. Bereits mit kleinen Gesten, die wir in unseren Alltag integrieren, kann jeder heute zu einer besseren Umwelt beitragen“, sagt FUNQ‘-CEO Michael Schwarz. Wie? Schwarz glaubt, dass Getränke aus Plastikflaschen bald der Vergangenheit angehören und in Zukunft jeder sein Leitungswasser zu Hause mit natürlichem Geschmack, Vitaminen und Mineralien anreichert.

1,9 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbrauchen wir laut einer Studie der Deutschen Umwelthilfe in Deutschland pro Stunde, das macht 16,4 Milliarden Flaschen pro Jahr. Und: Jede Plastikflasche legt dabei durchschnittlich 450 Kilometer zurück, bis sie im Regal landet.

„Die Art, wie und was wir trinken, muss neu gedacht werden. Denn die Menschen werden in Zukunft vollkommen anders konsumieren. Der Trend geht hin zu gesünderem, individuellerem und vor allem nachhaltigerem Getränkegenuss, wobei sich die Lust auf leckeren, natürlichen Geschmack nie verändern wird. Dieses Konsumentenbedürfnis wollen wir mit FUNQ‘ ganzheitlich erfüllen“, so CMO Sebastian Kroth.

Genau deshalb sind die Coca-Cola-Manager aus dem Giga-Konzern ausgestiegen, um jetzt ihre eigene Vision von der Zukunft des Trinkens zu verwirklichen.

FUNQ‘ kommt deshalb in recycelbaren Tetra Paks (500 ml für 9,99 Euro), dabei bestehen 82 % der Verpackung aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Tetra Pak erzeugt laut Studie des Instituts für Energie und Umweltforschung im Vergleich zur PET-Flasche einen um 67 % geringeren CO2-Abdruck. Selbst der Deckel ist aus Zuckerrohr.

FUNQ‘-COO Fabian Roschig: „Wir arbeiten mit unserem Partner für Verpackungsmanagement kontinuierlich an noch besseren, innovativen Lösungen.“

Über eine Millionen Euro schon vorm Start eingesammelt

Über eine Million Euro hat FUNQ‘ schon in der Pre-Seed-Phase eingesammelt. Der ehemalige Coca-Cola-Chef von Westeuropa, Tim Brett, ist als Investor dabei und sagt: „Ich kenne die Gründer seit vielen Jahren und bewundere ihr Verständnis für Verbrauchernachfragen, sowie ihren unternehmerischen Elan.“

Top-Influencer wie Younes Zarou als Investoren

Auch Promis wie Deutschlands größter Tiktok-Star, Younes Zarou (52 Mio. Follower), ist ins Start-up eingestiegen. „Ich gehöre zur Generation Z und mir ist natürlich bewusst, dass wir etwas tun müssen, damit es unseren Planeten so lange wie möglich noch gibt. Ich glaube an FUNQ‘, weil es nicht nur gut schmeckt, sondern vor allem auch nachhaltiger ist. Die Werte von FUNQ‘ sind auch meine Werte“, so Zarou.

Amazon nimmt FUNQ‘ in exklusiven Accelerator auf

Auch Amazon setzt auf FUNQ‘, wählte das Start-up unter 1500 Unternehmen für sein exklusives Sustainability-Accelerator-Programm aus. Matthew Ranger, Head of Amazon Launchpad sagt: „Wir sehen bei den Produkten von FUNQ‘ ein großes Potenzial, die ökologischen Auswirkungen von Erfrischungsgetränken zu reduzieren, indem sie das Abfüllen in Plastikflaschen überflüssig machen.“

Bild: Fabian Roschig, Sebastian Kroth und Michael Schwarz (von links) erfinden das Trinken mit dem Superfruit-Sirup FUNQ‘ jetzt neu!
Foto: FUNQ’/​​Florian Schüppel

Quelle Funq Liquids, S.L.