Foto von Katharine Neiss (Quelle: PGIM Fixed Income)
Katharine Neiss, Deputy Head of Global Economics and Chief European Economist bei PGIM Fixed Income kommentiert die heutige EZB-Sitzung:
Die EZB hat auf ihrer Juli-Sitzung wie erwartet eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte vorgenommen, aber die begleitenden Statements waren deutlich ergebnisoffener und dovisher als erwartet. Die bemerkenswerte Änderung im Tonfall im Vergleich zur EZB-Sitzung im Juni trägt den jüngsten schwachen Daten Rechnung.
Das BIP-Wachstum im ersten Quartal war durchweg schwach, was auf eine niedrige Nachfrage hindeutet – sowohl im Inland als auch im Ausland. Die Einkaufsmanagerindizes für das zweite Quartal und jener für Juli zeigen eine rasche Abkühlung der Wirtschaft, wobei das verarbeitende Gewerbe bereits schrumpft und auch der Dienstleistungssektor nachlässt.
Zwar ist die kurzfristige Dynamik der zugrunde liegenden Inflation nach wie vor hoch, aber eine Wirtschaft kann nicht gegen „Naturgesetze“ ankämpfen, und eine schwächere Wirtschaftstätigkeit wird sich schließlich in einer niedrigeren Inflation niederschlagen. Darüber hinaus deutet die jüngste EZB-Umfrage zur Kreditvergabe der Banken darauf hin, dass die Verschärfung der Kreditkonditionen die Nachfrage weiter beeinflussen wird.
Die Märkte werden erleichtert sein, dass das Risiko einer Überstraffung der EZB zurückgegangen ist. Nach dem, was wir heute von Präsidentin Lagarde gehört haben, sieht es so aus, als hätten die Zinsen im Euroraum ihren Höhepunkt erreicht. Dennoch ist in nächster Zeit nicht mit Zinssenkungen zu rechnen, zumindest solange die EZB keine konsequentere und deutlichere Verringerung der kurzfristigen Dynamik der Kerninflation sieht.
Die Zinsen im Euroraum dürften ihren Höhepunkt erreicht haben
Foto von Jill Hirzel (Bildquelle: Insight Investment)
Die EZB hat noch etwas Zeit, um die Wirksamkeit ihrer Zinserhöhungen zu beobachten
Von Jack McIntyre, Portfoliomanager bei Brandywine Global, Teil von Franklin Templeton
Foto von Jack McIntyre (Quelle: Brandywine / Franklin Templeton)
Die EZB hat mit ihrer Zinserhöhung um 25 Basispunkte nicht enttäuscht. Im Gegensatz zur US-Notenbank war diese Zinserhöhung weniger dovish, da die EZB die Straffung der Geldpolitik offensichtlich noch nicht abgeschlossen hat, die US-Notenbank hingegen möglicherweise schon. Dies ist insofern vernünftig, da die EZB bei der Einleitung des aktuellen Straffungszyklus ein Nachzügler war.
Die Inflation in der Eurozone entwickelt sich nicht gut. Im Gegensatz zu den USA hat der Arbeitsmarktsektor in der Eurozone einen strukturellen Vorteil, was die Anfälligkeit für lohninduzierte Inflation erhöht. Die EZB gehört nun zu den Zentralbanken, welche die kumulativen Auswirkungen früherer Straffungsmaßnahmen beobachten und auf die Daten angewiesen sind. Sie hat jedoch noch etwas Zeit, um die Wirksamkeit ihrer Zinserhöhungen zu beobachten, da ihre nächste Sitzung erst am 14. September stattfindet.
Von Jill Hirzel, Senior Investment Specialist bei Insight Investment
Foto von Jill Hirzel (Bildquelle: Insight Investment)
Die Europäische Zentralbank warnt davor, dass die Inflation noch zu lange auf einem zu hohen Niveau verharren wird und erhöht die Einlagen- und Refinanzierungssätze um 25 Basispunkte. Die Prognosen waren wie erwartet etwas vage. Zwar wurde darauf hingewiesen, dass künftige Entscheidungen sicherstellen werden, dass die Zinssätze ausreichend restriktiv bleiben, aber es wurde auch eingeräumt, dass die Kreditbedingungen die Nachfrage zunehmend bremsen.
Die Daten, die in den nächsten sechs Wochen veröffentlicht werden, werden darüber entscheiden, ob eine weitere Feinabstimmung erforderlich sein wird – wir sind nach wie vor der Meinung, dass eine weitere Zinserhöhung bevorstehen könnte, bevor dieser Zinserhöhungszyklus endgültig zu Ende geht.
Zu viel Optimismus an den Märkten angesichts der heutigen EZB-Prognose
Von Tomasz Wieladek, Chefvolkswirt für Europa bei T. Rowe Price
Foto von Tomasz Wieladek (Quelle: T. Rowe Price)
Die heutige EZB-Prognose war im Großen und Ganzen neutral – eine Zinserhöhung im September bleibt im Spiel und die dovishe Interpretation des Marktes ist wahrscheinlich überzogen.
Die EZB hat heute die Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben, was so von den Marktteilnehmern auch erwartet worden war, da Präsidentin Christine Lagarde dies bereits im Juni angekündigt hatte.
Die geldpolitische Erklärung fiel weitgehend neutral aus und wir glauben, dass dies absichtlich geschah, um eine Wende hin zu einer vollständigen Datenabhängigkeit zu signalisieren. Die Erklärung enthielt die Sorge, dass die Inflation über einen längeren Zeitraum über dem Zielwert liegen könnte, und räumte ein, dass einige Messgrößen für die Kerninflation zwar Anzeichen einer Abschwächung zeigten, die Inflation insgesamt aber hoch bleibe.
Gleichzeitig wies die EZB darauf hin, dass sich die Realwirtschaft abschwächt und die Finanzierungsbedingungen verschärft werden, was die Nachfrage dämpft. Die Formulierung über das Erreichen restriktiver Zinssätze wurde aus der Erklärung gestrichen. Angesichts der Fokussierung auf die Inflation gehen wir jedoch davon aus, dass die Erklärung bewusst so abgefasst wurde, dass sie keine Hinweise auf künftige Zinssätze enthält.
Präsidentin Lagarde wiederholte in ihrer Pressekonferenz die Datenabhängigkeit. Sie sagte mehrmals, dass die EZB datenabhängig bleiben wird und ging sogar so weit zu sagen, dass die EZB im September eine Zinspause einlegen oder die Zinsen erhöhen könnte, ohne jedoch einen Hinweis in die eine oder andere Richtung zu geben. Sie wiederholte ebenfalls mehrmals, dass beides eine Option sei.
Trotz der Äußerungen von Präsidentin Lagarde haben die Märkte die heutigen Leitlinien eindeutig als dovishes Signal interpretiert. Wir glauben, dass die EZB stattdessen zu einer vollständigen Datenabhängigkeit übergegangen ist, was ein wichtiger Unterschied ist. In der aktuellen Phase des Datenzyklus erhöht dies nicht die Wahrscheinlichkeit einer Zinspause im September.
Die Inflationsdaten morgen und am Montag werden die wichtigsten Daten für die EZB sein. Allerdings konnte der EZB-Rat die morgen und am Montag veröffentlichten Daten nicht mit einbeziehen, als er heute seine Entscheidung traf und die Leitlinien festlegte. Eine höher als erwartete Kerninflation des Verbraucherpreisindex morgen und am Montag könnte leicht dazu führen, dass die „gefühlte Zurückhaltung“ nach der heutigen Sitzung eingepreist wird.
Für eine Zinserhöhung im September kommt es daher auf die Daten an. Inflationsprognosen sind derzeit schwierig. Wir wissen jedoch, dass die hohe Inflation in der Eurozone eine gewisse Persistenz zu haben scheint. Der einzige Datenpunkt, der die EZB von einer Zinserhöhung abhalten könnte, ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, aber der jüngste Rückgang der spanischen Arbeitslosenquote macht einen kurzfristigen Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Eurozone unwahrscheinlich. Wir bleiben daher bei unserer Einschätzung, dass die Daten eher für als gegen eine Zinserhöhung im September sprechen.
Drei Einschätzungen zur heutigen EZB-Sitzung
Foto von Jack McIntyre (Bildquelle: Brandywine Global), Jill Hirzel (Bildquelle: Insight Investment) & Tomasz Wieladek (Bildquelle: T. Rowe Price)
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QuoIntelligence, der führende Anbieter von Threat Intelligence in Europa, gab heute eine 5 Millionen Euro Seed-Finanzierungsrunde bekannt. Die Transaktion wurde vom DeepTech VC-Investor eCAPITAL Entrepreneurial Partners (namhafte Portfoliounternehmen im Bereich Cybersecurity sind unter anderem VMRay, Tenzir und Exein) angeführt, weitere private Investoren haben sich an der Runde beteiligt.
Das zusätzliche Kapital wird zum Ausbau des QuoIntelligence-Teams, zur Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen sowie zur deutlichen Steigerung der Marktreichweite des Unternehmens verwendet. QuoIntelligence hat einen einzigartigen Threat-Intelligence-Service entwickelt, der künstliche Intelligenz mit menschlicher Expertise kombiniert.
Die Aufmerksamkeit für Cybersicherheit hat enorm an Bedeutung gewonnen. Gründe dafür sind unter anderem neue Risiken durch flexible Arbeitsplatzmodelle und die sich schnell verändernde geopolitische Lage. Allerdings ist der Entwicklungsstand der Unternehmen im Umgang mit Cyberrisiken sehr unterschiedlich. QuoIntelligence spielt daher eine wichtige Rolle bei der Aufklärung von Unternehmen über die Notwendigkeit von Bedrohungsanalysen (Threat Intelligence) und darüber, wie diese als Teil einer übergreifenden Cybersicherheitsstrategie einen entscheidenden Beitrag zur Maximierung der Cyber-Resilienz und Minimierung von Risiken leisten.
QuoIntelligence ist derzeit in Deutschland, Italien, Spanien und den USA vertreten und hat Kunden in der gesamten EU. Das Unternehmen ist bestrebt, sowohl sein Dienstleistungsangebot als auch seine geografische Präsenz zu erweitern. Zu den Kunden gehören Unternehmen und Organisationen in kritischen europäischen Bereichen, unter anderem dem Finanz- und Versicherungssektor, Behörden, der verarbeitenden Industrie, der Halbleiterindustrie, dem Einzelhandel und dem Transportsektor.
Marco Riccardi, CEO und Gründer von QuoIntelligence:
„Da immer mehr Unternehmen die wichtige Rolle von Threat Intelligence für ihre Geschäftsaktivitäten erkennen, ermöglicht uns diese Finanzierung, unser Threat Intelligence-Angebot auszubauen, hervorragende Mitarbeiter zu rekrutieren und unseren Kunden einen echten Mehrwert zu bieten. Durch die nahtlose Integration von Technologie und Talent folgen wir weiter unserer Mission, Europas führender Threat Intelligence-Partner zu werden.“
Dirk Seewald, Partner, eCAPITAL:
„Threat Intelligence hat einen umfassenden Anwendungsbereich. QuoIntelligence ist als europäischer Anbieter mit einem hoch automatisierten und differenzierten Service, der nicht nur große Unternehmen erreicht, sondern auch den riesigen Markt des Mittelstands erschließt, einzigartig positioniert. Wir sind von den Zukunftsaussichten des Unternehmens begeistert und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Team.”
Ari Bizimis, Gründungsinvestor von QuoIntelligence:
„Als Gründungsinvestor begrüßen wir eCAPITAL als führenden deutschen VC-Investor im Bereich Cybersecurity. Wir sind davon überzeugt, dass die jahrelange Erfahrung von eCAPITAL bei der Skalierung von Cybersicherheitsunternehmen eine entscheidende Rolle bei der Förderung des signifikanten Wachstums von QuoIntelligence spielen wird. Mit dieser Partnerschaft sehen wir den Aufstieg von QuoIntelligence zum führenden Anbieter von Threat Intelligence in Europa in den kommenden Jahren.“
41 Start-ups wurden aus über 1.000 Bewerbungen und 62 Ländern für das Kickstart Innovationsprogramm 2023 ausgewählt.
Diese 6 deutschen Start-ups sind beim Programm dabei: Atlas Metrics, Savvi HR, mia, Fimo Health, Preflet und Viva la Faba.
Lösungen, die sich mit der Kreislaufwirtschaft beschäftigen, sind auf 41 % gestiegen.
Zukunftsthemen: digitale Mitarbeiter, erneuerbare Energien in unterirdischen Räumen, marmorierte Fleischersatzstücke, kakaofreie Schokolade und quantenbasierte Cybersicherheit.
Für das 8. Kickstart Innovationsprogramm wurden nach einem Pitch-Marathon 41 Start-ups aus 13 Ländern, darunter Deutschland, Österreich, Singapur, USA, Großbritannien, Schweden, Dänemark, Portugal, Israel, Spanien und Estland, ausgewählt. Die Jury aus mehr als 170 Experten identifizierten diese Start-up-Teilnehmer in nur sechs Wochen aus 1.000 Bewerbungen aus mehr als 60 Ländern. Die 41 Finalisten werden nun bei dem 11-wöchigen Programm in der Schweiz mit Unternehmen, Organisationen, Städten, Stiftungen und Universitäten zusammenarbeiten, um Partnerschaften sowie Deep-Tech- und nachhaltige Innovationen voranzutreiben. „Ein Trend, der sich ganz klar abzeichnet, ist die Anwendung von KI und Kreislaufwirtschaft als Wettbewerbsvorteil“, erklärt Katka Letzing, CEO und Co-Gründerin von Kickstart, einer der größten Open-Innovation-Plattformen in Europa
Seit 2016 hat Kickstart mehr als 400 Start-ups unterstützt und mehr als 270 Deals in Form von Piloten und kommerziellen Projekten aus über 80 Ländern realisiert, wobei bisher mehr als 2,5 Mrd. CHF an Investitionen aufgebracht wurden, darunter sind Start-ups wie Planted, Neustark, Unsupervised und AAAcell.
Energieeffizienz dominiert bei Smart Cities
In fünf Bereichen (New Work & Learning, Finance & Insurance, Food & Retail, Health & Wellbeing und Smart Cities) präsentierten die Start-ups ihre Geschäftsmodelle und Ideen für die Zukunft. Im Food & Retail-Bereich kommen viele Ideen u. a. aus Israel, Portugal und Estland. Das Schweizer Unternehmen Advection Engineering beispielsweise arbeitet an Techniken, wie für die heutige Generation ganze, marmorierte Fleischersatzstücke hergestellt werden können. Das britische Unternehmen Nukoko stellt Schokolade ohne Kakao her, um die Umwelt zu entlasten und die Gesundheit weniger zu beeinträchtigen.
Mit den steigenden Energiepreisen bzw. der Energiekrise steht bei den Projekten im Bereich Smart Cities das Thema Energieeffizienz im Mittelpunkt. Enerdrape aus Lausanne zum Beispiel verwandelt unterirdische Räume, wie Tunnel und Tiefgaragen, in erneuerbare Energiequellen für den Heiz- und Kühlbedarf von Gebäuden. Urbio ist eine generative KI-Designsoftware, welche die Dekarbonisierung von Gebäuden beschleunigt. 20-40 % der Energie in Gebäuden werden eingespart, indem Verbindungen über intelligente Thermostate entstehen und lernende Informationen über das thermische Verhalten der Gebäude einfließen.
KI ist auch die dominierende Technologie im Bereich New Work & Learning als auch bei Health & Wellbeing-Lösungen. Das österreichische Start-up Ada Growth unterstützt Unternehmen, weibliche Talente anzusprechen, zu halten und zu fördern. Dafür wurde ein professionelles Lernwerkzeug speziell für Frauen entwickelt. Herkömmliche Lernwerkzeuge für Unternehmen wie Konferenzen und volumenorientierte LMS-Angebote fehlt die Personalisierung. Die Zukunft des Lernens liegt in flexiblen, individualisierten Microlearning-Apps, die einen KI-Inhaltsproduktionszyklus nutzen, um schnell auf jedes Mitglied der Organisation zu skalieren.
Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Der baden-württembergische FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke lehnt die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl – wie es der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), gefordert hat – entschieden ab. „Das ginge nur mit einer Zweidrittelmehrheit im Bundestag. Die sehe ich nicht. Und ich will auch nicht das Grundrecht auf Asyl abschaffen“, sagte er in einem Interview mit dem „Mannheimer Morgen“ (Freitagausgabe).
Rülke sieht in dem Vorstoß des Bundestagsabgeordneten ein Beispiel dafür, dass der Druck der Wähler auf die etablierten Parteien in der Flüchtlingspolitik wirke. Positiv äußerte er sich dagegen zu den Plänen der EU. „Ich glaube, dass der Beschluss der EU in die richtige Richtung geht, wonach diejenigen Flüchtlinge bereits in Ankunftszentren an den Außengrenzen abgewiesen werden sollen, die keinen Anspruch auf Asyl haben“, sagte der FDP-Politiker.
Allerdings gebe es da ein großes Hindernis. „Die Grünen bekämpfen das bis aufs Messer. Sie tun nichts, um das Migrationsproblem zu lösen“, kritisierte Rülke.
Foto: Ausgabe des Grundgesetzes in einer Bibliothek (Archiv), über dts Nachrichtenagentur
Ab sofort ist die elektrische Schall-Zahnbürste Eco V3 des Münchner OralCare-Unternehmens happybrush in allen rund 2.250 Rossmann-Filialen in Deutschland verfügbar. Neben den elektrischen Zahnbürsten vertreibt die Drogeriekette auch die dazugehörigen Eco Aufsteckbürsten der beliebten Marke. Im Rossmann Online-Shop sind happybrush Produkte bereits seit Ende 2020 erhältlich.
Florian Kiener und Stefan Walter haben happybrush 2016 mit dem Ziel gegründet, eine nachhaltige Alternative zu internationalen Marken im Mundpflegemarkt zu etablieren. happybrush setzt bei seinen Produkten neben der fortschrittlichen Technologie auch auf recycelte Materialien und nachwachsende Rohstoffe. So ist die Eco V3 die weltweit erste Schall-Zahnbürste aus recyceltem Material im Handstück- und Ladestationgehäuse. Die Aufsteckbürsten bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Produktportfolio wurde mehrfach von unabhängigen Testinstituten getestet, so erhielt die Eco V3 die Note “gut” im Test der Stiftung Warentest (12/2021) und die Eco V3 Junior in der Minions Edition wurde mit der Note “sehr gut” Testsieger bei Ökotest (5/2023).
Stefan Walter, Mitgründer und CEO von happybrush, sagt: „Die Listung bei Rossmann ist für uns ein sehr wichtiger Schritt, um die Verfügbarkeit von happybrush Produkten im deutschen Drogeriemarkt auszubauen und noch mehr Menschen mit unseren Produkten zu erreichen. Damit vergrößern wir auch unseren nachhaltigen sowie sozialen Impact und bauen unsere Markenbekanntheit weiter aus.“
Mit der nationalen Listung bei Rossmann sind Produkte der Marke happybrush nun in den drei größten Drogerieketten in Deutschland im stationären Handel erhältlich: happybrush ist bereits bei dm und Müller gelistet. Insgesamt finden Kundinnen und Kunden die Produkte bei über 40 Handelspartnern in rund 15.000 Geschäften in ganz Deutschland.
Bild:happybrush Director Sales Kay Bukmaier und CEO Stefan Walter (v.l.) vor einer Rossmann Filiale. Copyright happybrush
Umweltschonende Wasserkraft für die Energiewende:
Tech-Startup Energyminer siegt beim Münchener Businessplan Wettbewerb.
Grüne Technologien, Medizintechnik und Künstliche Intelligenz im Finale.
Auf den ersten drei Plätzen überzeugen Energyminer aus Inning am Ammersee, Sedivention aus Strasslach und baind aus München.
Die prämierten Startups machen Wasserkraft in seichten Flüssen umweltschonend nutzbar, behandeln Fettleibigkeit und entwickeln nachhaltige Software-Lösungen für Gewerbeimmobilien.
Die Teams erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt 30.000 Euro.
Mit Wasserkraft saubere Energie erzeugen, ohne das Ökosystem Fluss zu beeinflussen: das macht das Startup Energyminer mit seinem Kleinst-Wasserkraftwerk möglich und gewinnt damit den diesjährigen Münchener Businessplan Wettbewerb von BayStartUP. Die neue, zum Patent angemeldete Technologie erzeugt in Flüssen schnell, sauber und kostengünstig Strom – ohne in das Fließverhalten des Wassers und den Lebensraum von Tieren und Pflanzen negativ einzugreifen. Platz zwei geht an das MedTech-Startup Sedivention. Das Team will mit einem neuartigen Katheter, der die Nervenfasern im Magen ambulant und nicht-invasiv verödet, Fettleibigkeit behandeln und das Abnehmen erleichtern. Den dritten Platz vergibt die Jury an baind. Das Unternehmen entwickelt eine GreenTech-Lösung für Gewerbeimmobilien und ermöglicht Energie- und CO2-Einsparungen durch eine KI-basierte Steuerung von Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und Beschattung. BayStartUP kürte die drei Gewinner-Startups gemeinsam mit der LfA Förderbank Bayern im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in München.
Neben Siegerprämien in Höhe von 30.000 Euro allein in Phase 3, begleitenden Ausbildungsangeboten, ausführlichem Feedback auf alle eingereichten Geschäftspläne und Networking-Möglichkeiten zahlt sich der Wettbewerb für die teilnehmenden Startups auch deshalb aus, weil eine gute Platzierung in einer der drei Phasen häufig Ausgangspunkt für Anfragen von Kapitalgebern und Kunden aus der Industrie darstellt. Zu heute erfolgreichen Wettbewerbsalumni zählen u. a. Flixbus, eGym, Magazino, Quantum Systems oder Presize.
Richard Eckl, Geschäftsführer Energyminer GmbH, sagt: „Mit der Teilnahme am Wettbewerb möchten wir die Sichtbarkeit unseres Startups für Investoren erhöhen und für unsere Serie-A-Runde werben. Das Feedback der erfahrenen Jury hilft sehr dabei, sich gut weiterzuentwickeln. Wir selbst sind bereits seit über 10 Jahren in der Startup-Szene aktiv, und BayStartUP ist für uns eine der wichtigsten Institutionen für Gründer in Bayern.“
Fabian Brunner, Leiter des Münchener Businessplan Wettbewerbs bei BayStartUP, sagt: „Umweltfreundliche und neuartige Energiegewinnung durch Wasserkraft, künstliche Intelligenz im Gebäudemanagement und eine Technologie, die krankhaft Fettleibigen das Leben deutlich erleichtert: Die Gewinner-Startups haben mit ihren zukunftsweisenden Hochtechnologien das Potenzial, schon bald einen großen Einfluss auf unsere Wirtschaft zu haben. Auch die fünf weiteren Nominierten aus den Bereichen Sensorik, 3D-Druck, Energiehandel, PropTech und Umwelt-Reporting haben mit starken Konzepten wirklich gute Chancen am Markt.“
Stefan Höck, Mitglied des Vorstands der LfA Förderbank Bayern, sagt als Sponsoring-Partner des Wettbewerbs: „Die Geschäftsideen der Gründerteams des diesjährigen Münchener Businessplan Wettbewerbs sind sehr beeindruckend. Ich gratuliere den Siegern sehr herzlich. Die Teams tragen mit ihrem Engagement dazu bei, Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit – etwa die Transformation hin zu Digitalisierung und klimafreundlichem Wirtschaften – zu finden. Für den langfristigen Erfolg bedarf es natürlich auch der passenden Finanzierung. Die LfA unterstützt Gründerinnen und Gründer deshalb mit Förderkrediten, Risikoübernahmen und Venture Capital.“
Die drei Siegerteams im Überblick:
1. Platz: Energyminer GmbH aus Inning am Ammersee
Energyminer erschließt eine neue regenerative Energiequelle – die der kinetischen Wasserkraft ohne Eingriff in das Fließverhalten von flachen Gewässern. Das 2021 gegründete Unternehmen hat eine neue Technologie entwickelt und zum Patent angemeldet, die schnell, sauber, nachhaltig und kostengünstig elektrischen Strom in Flüssen produziert. Die Implementierung findet mit geringem Aufwand und ohne Natureingriff statt.
2. Platz: Sedivention aus Strasslach
Sedivention will Fettleibigkeit durch Verödung des „Hungernervs“ vom Inneren des Magens aus behandeln. Dafür entwickelt Sedivention einen Katheter, den „Blizzard Ballon“. Die Nervenfasern, die das Hungergefühl vom Magen zum Hirn leiten, werden mittels Kälte vom Magen aus verödet – ambulant und nicht-invasiv. Der Patient verspürt danach keinen Hunger mehr und kann so leichter abnehmen.
3. Platz: baind GmbH aus München
baind ermöglicht Energie- und CO2-Einsparungen in Gewerbeimmobilien durch eine KI-basierte Gebäudesteuerung. Gesteuert werden Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und Beschattung. Dabei wählt die KI die energetisch optimale Strategie für alle Anlagen und berücksichtigt aktuelle und zu erwartende Bedingungen unter Einbeziehung von Energieerzeugungsanlagen, Speichern, Belegung und Wetter.
Außerdem waren folgende Startups im Finale nominiert:
additive electronics aus Gmund am Tegernsee elektrifiziert den 3D-Druck und bietet 3D-Drucker, Entwicklungssoftware und Tinten für additiv gefertigte 3D-Freiformelektronik für elektronische Bauteile, was neuartige Bauteildesigns und Funktionalitäten ermöglicht.
Die einwert GmbH aus München verbindet Technologie und menschliche Expertise: einwert strafft den Prozess der Immobilienbewertung und liefert in kürzester Zeit Wertgutachten von höchster Qualität.
Harmonize GmbH i.G. aus München gelingt mit seiner „Flavor Engineering Technologie“ die Synthese von Biotechnologien und Künstlicher Intelligenz, um den Geschmack von Lebensmitteln erstmals messbar und digital kontrollierbar zu machen. Hersteller können so den Geschmack von Lebensmitteln exakt designen.
Otter Energy Trading aus München ermöglicht es Firmen, ihren selbsterzeugten Solarstrom mit Hilfe einer smarten Software profitabel über verschiedene Kanäle zu vermarkten.
Das Team der Telusio GmbH i.G. aus München ermöglicht die automatisierte Quantifizierung des Product Carbon Footprints. Die Software setzt auf eine smarte Verknüpfung bestehender Daten aus Kernsystemen (z.B. ERP-System) mit Lieferantendaten und CO2-Datenbanken.
Crowdfunding-Kampagne auf kickstarter.com erfolgreich abgeschlossen
• Finanzierungsziel von 30.000 Euro erreicht
• Vorbestellung des beliebten Fausthammers startet
Stilvolles Werkzeug für Handwerker: Den beliebten Fausthammer des erfolgreichsten deutschen Metallbau-YouTubers The Metalist gibt es bald in Serie. Bis zum 20. Juli lief die Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform kickstarter.com, die der YouTuber erfolgreich abschließen konnte. Mit dem Erreichen des Finanzierungsziels von 30.000 Euro ist der robuste Gusseisen-Hammer in Form einer menschlichen Faust nun bereits im Onlineshop vorbestellbar.
2021 gelang dem YouTuber The Metalist, im bürgerlichen Leben Dirk Ahrendt, sein Durchbruch. Der Auslöser: Videos mit einem selbst produzierten Hammer im einzigartigen Design einer menschlichen Faust. Insgesamt 8,5 Millionen Aufrufe erzielten die Videos mit dem robusten Hammer – und zählen damit zu den erfolgreichsten Videos des YouTubers. Mit seinen DIY-Erklärvideos zu außergewöhnlichen Metallprojekten weckt er bis heute weltweites Interesse. Seinem YouTube-Kanal folgen mittlerweile knapp 175.000 Fans. Mit der erfolgreichen Finanzierung seiner Crowdfunding-Kampagne schlägt The Metalist nun ein neues Kapitel auf: die Produktion des gefragten Hammers und der Axt in Serie.
Von der Einzelarbeit zur Serienproduktion
In der Vergangenheit stieß Ahrendt aufgrund der hohen Nachfrage nach seinem Hammer an seine Grenzen. „Natürlich habe ich mich immer über das große Interesse gefreut. Dem Wunsch meiner Follower bin ich nachgegangen und habe den Hammer in Einzelproduktion hergestellt und versendet. Das war allerdings sehr aufwendig und in der Folge teuer“, sagt er. Die Kosten für das beliebte Werkzeug gingen in den vierstelligen Bereich. Der immense Zeitaufwand und die hohen Kosten werden nun drastisch reduziert. Denn aufgrund der hohen Nachfrage entschied sich Ahrendt für eine Crowdfunding-Kampagne, die die Serienproduktion des Werkzeuges finanzieren sollte. Mit Erfolg: Das Finanzierungsziel von 30.000 Euro wurde noch vor Kampagnenende erreicht. An den Erfolg seiner Kickstarter-Kampagne möchte The Metalist nun anknüpfen: Am 22.07.2023 startete er seinen eigenen Online-Shop für den Fausthammer und die Hand-Axt.
Für einen Preis von 169 Euro ist der Hammer im stylischen Design nun erhältlich. Wichtig ist dem YouTuber The Metalist die Anwendbarkeit seines einzigartigen Produkts. „Mein Fausthammer ist ein robustes Werkzeug für jedes Handwerksprojekt. Das massive Gusseisen ist robust und stabil – es handelt sich bei dem Hammer nicht nur um ein Ausstellungsstück“, sagt er. Um die Schwere des Hammerkopfes auszugleichen, bildet der Griff ein Gegengewicht und balanciert das rund 2 Kilogramm schwere Werkzeug aus.
Internationale Unterstützung von Metall-Influencern
Besonders im Netz fand die Crowdfunding-Kampagne großen Anklang. Weltweit berichteten Influencer aus der Szene in den sozialen Netzwerken über die Kampagne. Darunter namhafte Metallbau-Spezialisten wie RR Buildings und toolsbydesign mit einer großen Reichweite. „Das rege Interesse zeigt mir, dass ich mit der Kampagne die Branche abgeholt habe. Ich freue mich über die Unterstützung und darüber, dass meine Werkzeuge nun bald für Jedermann erhältlich sind“, sagt Dirk Ahrendt.
LIQID ist Pionier der B Corp-Bewegung in Deutschland – erst 40 deutsche Unternehmen
• Strenger Zertifizierungsprozess nach 18 Monaten abgeschlossen
• Verpflichtung zum verantwortungsvollen Shareholder-Ansatz
• Eigenes CSR-Team für ganzheitliche unternehmerische Verantwortung
Die Wirtschaft nachhaltig verändern. LIQID geht als frisch zertifizierte B Corp in der Finanzbranche voran – und ist damit branchenübergreifend eines der ersten Unternehmen in Deutschland. Der komplexe Zertifizierungsprozess dauerte 18 Monate und berücksichtigte die Unternehmensfelder Mitarbeitende, Umwelt, Unternehmensführung, Kund:innen und Community. Besonders gut schnitten LIQIDs nachhaltige Vermögensanlagen ab. Ein eigens geschaffenes CSR-Team kümmert sich zudem ganzheitlich um jegliche ESG-Maßnahmen.
„Die Herausforderungen unserer Gesellschaft können nicht allein von Politikern und NGOs gelöst werden. Es ist an der Zeit, dass Unternehmen begreifen, dass sie langfristig nur dann erfolgreich sein können, wenn sie dem sozialen Wert und der ökologischen Nachhaltigkeit ebenso viel Aufmerksamkeit schenken wie ihrem Gewinn. Als zertifizierte B Corp sind wir Teil einer globalen Bewegung für eine inklusive, faire und regenerative Wirtschaft“, sagt LIQID-Gründer und Geschäftsführer Christian Schneider-Sickert.
Damit ist LIQID Teil einer globalen Gemeinschaft von Unternehmen, die hohe Standards für soziale und ökologische Leistung, Transparenz und verantwortungsvolles Handeln erfüllen.
Werte schaffen, die bleiben
„Für uns ist der Schlüssel für erfolgreiches Anlegen der gleiche wie für ein erfolgreiches Unternehmertum: Langfristigkeit. Dabei schließen sich für uns wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit nicht aus, im Gegenteil. Für uns gilt: Mit Erfolg kommt Verantwortung“, sagt Christian Schneider-Sickert.
Damit sei die B-Corp-Zertifizierung für LIQID nur die logische Folge ihrer Mission. Der bankenunabhängige Wealth Manager will erfolgreichen Entscheidern, Machern und Unternehmerinnen innovative Anlageklassen bieten, die sonst nur Hochvermögenden und Family-Offices zur Verfügung stehen. Ihr Ziel: Wirtschaft als Vehikel für Wandel nutzen.
Teil ihrer Mission ist es auch, sich der Stakeholder-Governance zu verpflichten. Damit will LIQID nicht nur seinen Shareholdern einen Mehrwert bieten, sondern all ihren Stakeholdern. Passend dazu wurde auch ein eigenes CSR-Team ins Leben gerufen, rund um Melissa Schneider-Sickert (Sustainability Consultant/B Corp Lead).
„B Corp ist keine Auszeichnung, die wir uns in die Vitrine stellen und uns auf die Schulter klopfen. Wir wollen jeden Tag besser werden, deshalb arbeiten wir bereits an den nächsten Maßnahmen, um unserem Anspruch an hoher sozialer, ökologischer und ökonomischer Leistung gerecht zu werden“, sagt Melissa Schneider-Sickert. Bereits jetzt ist klar: Am 18. Februar 2026 steht der nächste Assessment- und Verifizierungsprozess von B Lab Deutschland für LIQID an.
B Corp steht für eine nachhaltige Zukunft der Wirtschaft
Der Wealth Manager gehört in Deutschland zu B-Corp-Pionieren – gerade erst 40 Unternehmen haben sich dem komplexen, langwierigen Zertifizierungsprozess gestellt. Der Prozess dauerte über 18 Monate und erfolgte unter Einbindung diverser Teams und Abteilungen von LIQID. Geprüft wurde entlang der Unternehmensfelder Mitarbeitende, Umwelt, Unternehmensführung, Kund:innen und Community. Ein ganzheitlicher Ansatz, der Greenwashing und Co. verhindern soll. Hinter B Corp steckt die Non-Profit-Organisation B Lab, die 2006 in den USA gegründet wurde. Weltweit gibt es derzeit über 5.000 B Corp zertifizierte Unternehmen aus 153 Branchen und 77 Ländern, darunter Vorzeige-Unternehmen wie Patagonia, The Guardian und Ben&Jerrys. Mit LIQID will jetzt auch ein deutsches Unternehmen zeigen, dass Wirtschaft als Vehikel für Wandel funktioniert.
Bild:LIQID Gründer & CEO Christian Schneider-Sickert (rechts) mit dem neuen CSR-Team
v.l.n.r. Jakob Hafner, Melissa Schneider-Sickert, Lara Pöschko, Ramona Kohrs, Christian Schneider-Sickert
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Julia Klöckner (CDU), hat den Ampel-Parteien im Streit über die Abgrenzung der CDU gegenüber der AfD „ein gewisses Quantum an Heuchelei“ vorgeworfen. Sie hätten zum Erstarken der AfD beigetragen, stimmten jetzt aber in den Chor der Kritiker des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz ein.
Sie würden sich damit aus der Verantwortung stehlen, schreibt Klöckner in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe). Zum Erstarken der AfD hätten alle etablierten Parteien beigetragen, schreibt Klöckner. Die Entzauberung der AfD sei nicht allein Aufgabe von CDU und CSU. Wichtig sei, dass der Kampf gegen Rechtsextremismus nicht zum Nachteil des politischen Gegners instrumentalisiert werde.
Dass die CDU keine „wie auch immer geartete“ Zusammenarbeit mit der AfD wolle, wisse „im Grunde auch die deutsche Linke“. Der Abgrenzungsbeschluss der CDU sei richtig. „Ihn allerdings bloß zu zementieren und bei jeder Konfliktsituation abstrakt zu wiederholen, reicht nicht aus.“ Eine Antwort auf die Frage der kommunalen Handlungsnotwendigkeiten sei das nicht, schreibt Klöckner, die auch Mitglied des CDU-Präsidiums ist.
Anlass der Kontroverse war die Aussage von Merz im Sommerinterview der ZDF-Sendung „Berlin direkt“, das Verbot einer Zusammenarbeit beziehe sich auf „gesetzgebende Körperschaften, das betrifft übrigens auch das europäische Parlament, den Bundestag, den Landtag“. Auf der kommunalen Ebene sei die „Parteipolitisierung ohnehin ein bisschen zu weit vorangeschritten“. Im Anschluss hatten auch ranghohe CDU-Politiker deutlich gemacht, dass das 2019 beschlossene Kooperationsverbot auch auf kommunaler Ebene gelte. Beispiele für gemeinsame Mehrheitsfindungen, die ohne die AfD nicht möglich gewesen wären, gibt es mittlerweile mehrere – auch von anderen Parteien.
Foto: Julia Klöckner am 16.06.2023, über dts Nachrichtenagentur