Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesrechnungshof hat offenbar Sorge, dass Deutschlands neuer Raketenschutzschild „Arrow 3“ nicht pünktlich von 2025 an in Betrieb genommen werden kann. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf einen als vertraulich eingestuften Bericht der Rechnungsprüfer vom 9. Oktober.
Demnach zweifeln die Rechnungsprüfer auch daran, dass sich der Abwehrschirm – so wie von Kanzler Olaf Scholz und Verteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD) angekündigt – zu einem europäischen Luftverteidigungssystem ausbauen lässt. In dem Bericht heißt es: Der Zeitplan für die Beschaffung „birgt insbesondere das Risiko, dass die erforderliche Infrastruktur nicht Schritt halten kann“. Zudem lasse der Vertrag bislang nur zu, dass die Bundeswehr das System „ausschließlich selbst und ausschließlich in Deutschland nutzen darf“. Als Reaktion auf Russlands Überfall auf die Ukraine will Deutschland eine Lücke in der Luftverteidigung schließen.
Mit „Arrow 3“ lassen sich Mittel- und Langstreckenraketen in 100 Kilometern Flughöhe bekämpfen. Bislang verfügt Deutschland über kein vergleichbares System. Etwa vier Milliarden Euro sollen in „Arrow 3“ investiert werden. Von 2030 an soll das System voll einsatzbereit sein.
Das Waffensystem aus israelischer Herstellung besteht aus Gefechtsstand, Radaranlagen und Startgeräten für je vier Abwehrraketen. Für die volle Einsatzfähigkeit sind drei über Deutschland verteilte Standorte vorgesehen. Für die Infrastruktur ist die Bundeswehr zuständig. Die Anlagen erfordern teils eine exponierte Lage und große Sicherheitszonen.
Im Januar soll bereits feststehen, wo für „Arrow 3“ Infrastruktur gebaut wird. Vorgesehen ist unter anderem der Fliegerhorst Holzdorf an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Den Prüfern zufolge stünden die Ergebnisse eines Bodengutachtens noch aus, zwei Liegenschaften für weitere Radaranlagen hätten sich als ungeeignet herausgestellt. Die Standortsuche läuft.
Der SPD-Verteidigungsexperte Andreas Schwarz sagte dem Focus auch mit Blick auf die Eskalation im Nahost-Konflikt: „Der Zeitplan ist für beide Vertragspartner ambitioniert. Deutschland muss zeitnah die Infrastruktur aufbauen und Israel steht in Anbetracht der momentanen Situation auch vor großen Herausforderungen.“
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte über den Umgang mit der AfD spricht sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) gegen ein Verbotsverfahren aus. „Ich bin Juristin, ich halte nichts davon, auf politisch komplexe Probleme eine solch einfache Antwort zu liefern“, sagte Faeser dem „Stern“. 
Kairo (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Raketeneinschlag in einem Krankenhaus im Gazastreifen mit mutmaßlichen Hunderten von Toten drängt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf Aufklärung. „Noch wissen wir nicht genau, was passiert ist“, sagte er am Mittwoch nach einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah al-Sisi in Kairo. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Juli verhaftete Islamisten mit Verbindungen zum „Islamischen Staat Provinz Khorasan“ (ISPK) sollen in Erwägung gezogen haben, einen Anschlag auf die liberale Moschee der bekannten Menschenrechtlerin Seyran Ates in Berlin zu verüben. Das berichtet das Nachrichtenportal T-Online unter Berufung auf einen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH). 
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der preisbereinigte Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im August 2023 gegenüber Juli saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Auftragsbestand kalenderbereinigt 4,7 Prozent niedriger, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Mittwoch mit. 


Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Raketenbeschuss auf ein Krankenhaus im Gazastreifen hat Israel jede Verantwortung zurückgewiesen. Eine Überprüfung habe ergeben, dass die Israelischen Streitkräfte das Krankenhaus in Gaza nicht angegriffen hätten, hieß es in einer Mitteilung der Armee. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen wollen zum besseren Schutz von Jugendlichen vor Alkohol und Nikotin ein Werbeverbot für alle alkoholischen Getränke im Fernsehen von 6 Uhr bis 22 Uhr einzuführen. Zudem solle der Verkauf von Alkohol in der Nähe von Supermarktkassen verboten werden, wie der „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe) unter Verweis auf drei Prüfbitten an das Bundesgesundheitsministerium berichtet. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Trotz der dramatischen Lage in Gaza spricht sich die Union gegen eine mögliche Aufnahme palästinensischer Flüchtlinge aus. „Die Menschen brauchen humanitäre Hilfe in unmittelbarer Nähe zu Gaza, um nach den militärischen Aktionen gegen die Hamas auch zurückzukehren“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).