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Steinmeier lädt Habeck am Freitag zum Krisengespräch

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Schloss Bellevue (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) am Freitag zum Gespräch nach Schloss Bellevue eingeladen. Bei dem Treffen mit dem Grünenpolitiker soll es angesichts der Haushaltskrise in erster Linie um die aktuelle Lage in der Bundesregierung gehen, wie der „Spiegel“ berichtet.

Das Staatsoberhaupt hatte zuletzt auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu Gast, demnächst sind dem Vernehmen nach Treffen mit Finanzminister und FDP-Chef Christian Lindner sowie Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU) geplant. Als Bundespräsident lädt Steinmeier in regelmäßigen Abständen die Spitzenvertreter der deutschen Politik zu sich ein. Das Wirtschaftsministerium bestätigte gegenüber dem „Spiegel“ den Termin Habecks beim Staatsoberhaupt. Es handele sich dabei um einen „Routinetermin“, hieß es.


Foto: Schloss Bellevue (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Frei fordert Bundestagspräsidentin in Haushaltskrise zum Handeln auf

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Thorsten Frei (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Unionsfraktion hat Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) am Donnerstag aufgefordert, die Ampelkoalition „zur Ordnung“ zu rufen. Der Umgang der Regierung mit dem Bundestag sei „inakzeptabel“, heißt es in einem Brief des Parlamentarischen Geschäftsführers der Unionsfraktion, Thorsten Frei (CDU), an die Bundestagspräsidentin, über den die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe) berichtet.

„Selbst das Haushaltsrecht als Königsrecht des Parlaments“ bleibe „vom Chaos der Ampel nicht mehr verschont“, erklärte Frei. So dürfe es nicht weitergehen. Es sei deshalb „dringend geboten“, dass sich Bas „persönlich in die Vorgänge“ einschalte. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Staatsfinanzen dränge die CDU/CSU-Fraktion „auf geordnete und seriöse parlamentarische Verfahren“ zur Sicherstellung verfassungsgemäßer Haushalte, heißt es in dem Brief.

Jeder notwendige Schritt auf diesem Weg habe der Bundesregierung und den Koalitionsfraktionen „mühsam abgerungen werden“ müssen. Das bisherige Vorgehen der Koalition sei „von Planlosigkeit und Starrsinn geprägt“. Ein neuer Tiefpunkt seien am Donnerstag die Beratungen über den Entwurf des Haushaltsfinanzierungsgesetzes gewesen. Trotz nachdrücklicher Bitten der Unionsfraktion um frühzeitige Information hätten die Koalitionsfraktionen kurz vor Beginn der Haushaltsausschuss-Sitzung „überfallartig“ einen umfangreichen Änderungsantrag vorgelegt, schreibt Frei.

„Dieser neue Änderungsantrag ersetzte nicht nur die drei bisherigen Änderungsanträge, sondern sah auch die Aufspaltung des Entwurfs des Haushaltsfinanzierungsgesetzes in zwei Teile vor.“ In der Kürze der Zeit sei nicht eindeutig nachvollziehbar gewesen, „welche Anteile im Gesetzentwurf verbleiben sollten oder zurückgestellt werden würden“. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass es die Ampelkoalition wegen interner Differenzen doch nicht mehr schafft, den Haushalt 2024 noch in diesem Jahr zu beschließen.


Foto: Thorsten Frei (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Merz bittet Habeck um Klima-Fördergelder für seinen Wahlkreis

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Friedrich Merz (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Für seinen Wahlkreis im Hochsauerland hat CDU-Chef Friedrich Merz offenbar von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Klima-Fördermittel gefordert. Dabei handelt es sich um Gelder aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF), der nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse gesperrt ist, wie der „Spiegel“ berichtet.

Die Klage war von Unionsfraktionschef Merz und seinen Abgeordneten angestrengt worden. In einem Brief vom 17. November, über den das Nachrichtenmagazin berichtet, bittet Merz den Vizekanzler um „die positive Verfahrensbegleitung im Sinne wichtiger Klimaschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene“. Mit dem geforderten Geld möchte Merz` Landkreis Klimaschutzmanager einstellen. Der Brief an Habeck wurde zwei Tage nach dem Haushaltsurteil von Merz unterschrieben.

Darin beschwert er sich bei dem Grünenpolitiker über Bürokratie, die die Auszahlung der Gelder seiner Ansicht nach verzögere. Das gesamte Antragsverfahren gestalte sich „bürokratisch und schwerfällig“, schreibt er an Habeck. Das verstimme ihn als heimischen Abgeordneten. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums wollte den Brief nicht kommentieren.

Den Vorwurf von zu viel Bürokratie weist er hingegen zurück. Das Programm aus dem KTF laufe sehr erfolgreich. Zur Bewältigung der hohen Anzahl von Förderanträgen habe man der bearbeitenden Agentur erlaubt, zusätzliches Personal einzustellen und Samstagsarbeit zu ermöglichen. Das Verfahren sei bereits verschlankt worden.

Jetzt falle es aber aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts unter die aktuelle Haushaltssperre. Unionsfraktionschef Merz weist den Vorwurf zurück, eine Vorzugsbehandlung für seinen Wahlkreis verlangt zu haben. Seine Kritik richte sich gegen die Ampel-Bürokratie bei der Bewilligung der Anträge. Auf Anfrage hieß es aus Merz` Umfeld, das sei außerdem „ganz normale Wahlkreisarbeit“.


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Middelberg kritisiert Ampelkoalition für Haushaltsverschiebung

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Mathias Middelberg (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg (CDU), hat die Ampel-Koalition für die Verspätung des Bundeshaushalts 2024 scharf kritisiert. „Die Verschiebung des Haushalts 2024 beweist erneut die Regierungsunfähigkeit der Ampel“, sagte Middelberg dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Donnerstag.

„Das ist dramatisch besonders für unsere Wirtschaft, die jetzt Klarheit und Zuversicht bräuchte.“ Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatten sich in den vergangenen Tagen mehrfach im Kanzleramt getroffen, um eine Lösung zu verhandeln. Bislang ist unklar, wie das finanzielle Loch, dass durch das Verfassungsgerichtsurteil entstanden war, gestopft werden soll. Am Donnerstagnachmittag ist bekannt geworden, dass die Koalition es nun nicht mehr schaffen wird, einen Etat noch in diesem Jahr zu beschließen.


Foto: Mathias Middelberg (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Spahn sieht Kontrollverlust des Kanzlers im Haushaltsstreit

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Jens Spahn (Archiv), über dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Eingeständnis der SPD-Fraktion, dass der Haushalt 2024 nicht mehr in diesem Jahr vom Bundestag verabschiedet werden könne, sieht Unionsfraktionsvize Jens Spahn (CDU) einen Kontrollverlust des Bundeskanzlers. „Olaf Scholz hat endgültig die Kontrolle über seine Regierung verloren“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).

„Vom Chemiekonzern über den Häuslebauer bis zum Handwerker oder Bürgergeld-Empfänger: Die Verunsicherung im Land wird jeden Tag größer.“ Das schade nicht zuletzt der deutschen Wirtschaft, so Spahn. „Diese Krise ist unnötig und hausgemacht, vom Kanzler selbst. Diese Bundesregierung ist am Ende.“


Foto: Jens Spahn (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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RWE und EnBW wollen Förderung für Solarmodule aus Europa

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Solarzellen auf Hausdach (Archiv), über dts NachrichtenagenturEssen (dts Nachrichtenagentur) – In der Diskussion über die Abhängigkeit Europas von chinesischen Solarunternehmen und mögliche Fördermaßnahmen für die europäische Solarindustrie erhält die Photovoltaikbranche Unterstützung von zwei führenden Energiekonzernen. Die Chefs von RWE und EnBW haben sich in einem Brief an Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) für die Einführung einer speziellen Förderung für Photovoltaiksysteme aus europäischer Produktion ausgesprochen, wie das Wirtschaftsmagazin „Capital“ berichtet.

Konkret unterstützen sie das Modell des Bundesverbands Solarwirtschaft für spezielle Ausschreibungen bei großen Dachanlagen und Solarparks, an denen nur Betreiber teilnehmen dürfen, deren Solaranlagen zu wesentlichen Teilen aus Europa stammt. In ihrem Schreiben verweisen die Konzernchefs auf den anhaltenden Preisverfall bei Solarmodulen, der bei den wenigen europäischen Solarhersteller zu stark eingebrochenen Absätzen und steigenden Lagerbeständen führe. „Statt am Ausbau der Solarenergie zu partizipieren, sehen sie sich zunehmend in ihrer Existenz bedroht und finden hierzulande keine attraktiven Standortbedingungen mehr“, heißt es in dem Brief, der in Kopie auch an den Wirtschaftsberater von Bundeskanzler Olaf Scholz, Jörg Kukies (beide SPD), ging. „Das gemeinsame Ziel, die Solarindustrie in Europa wieder aufzubauen und damit die Abhängigkeit zu reduzieren, wird somit fast unerreichbar.“

Um Betreibern die Mehrkosten von Photovoltaikanlagen aus europäischer Produktion auszugleichen, unterstützen Krebber und Schell den Vorschlag der Solarbranche für spezielle Ausschreibungen. Bei diesen sogenannten „Resilienzauktionen“ dürften höhere Förderungen ermittelt werden als bei den regulären Ausschreibungen. Die Kosten für sein Konzept hatte der BSW auf in der Spitze einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag im Jahr beziffert. Das Fördermodell könne die Lage der europäischen Solarhersteller verbessern, „ohne dabei den Erfolg der Energiewende zu gefährden“, schreiben die Konzernchefs.

„Die Resilienzausschreibungen honorieren die Nutzung europäischer Komponenten, ohne die Verwendung außereuropäischer Komponenten zu verbieten – wie es bei Schutzzöllen der Fall wäre.“ Dadurch erlaubten sie einen weiterhin schnellen und günstigen Zubau von Photovoltaik in Deutschland und Europa. Krebber und Schell werben bei Habeck dafür, die spezielle Förderung noch im Rahmen des laufenden Gesetzgebungsverfahren zum Solarpaket I in das Erneuerbare-Energien-Gesetz zu integrieren. Auf Anfrage von „Capital“ wollte sich das Wirtschaftsministerium nicht zu dem Brief äußern.


Foto: Solarzellen auf Hausdach (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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Prof. Jörg Rocholl ist neues Mitglied der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

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Prof. Jörg Rocholl
Prof. Jörg Rocholl

Jörg Rocholl, Präsident der ESMT Berlin, ist offiziell neues Mitglied der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Die Zuwahl ist eine Anerkennung seiner fachlichen und wissenschaftlichen Kompetenz und unterstreicht darüber hinaus die Rolle der ESMT als internationale Wirtschaftsuniversität im Bereich Innovation und technologischer Fortschritt.

Gemeinsam mit 38 weiteren neu hinzugewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird Jörg Rocholl, der auch Inhaber der Deutsche Bank Professur in Sustainable Finance und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen ist, acatech ehrenamtlich seine langjährige wissenschaftliche Expertise zur Verfügung stellen. Als Teil der über 600 Mitglieder starken Akademie wird sich Herr Rocholl gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu Projektthemen austauschen und sich in Themennetzwerken engagieren, in denen Fachthemen der Technikwissenschaften und übergreifende Fragestellungen mit technologiepolitischem Hintergrund diskutiert werden.

“Ich freue mich, als neues Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften ernannt worden zu sein. acatech ist eine wichtige Stimme der Technikwissenschaften, mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Als Organisation fördert sie aktiv den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die wissenschaftliche Leistung und Reputation ihrer Mitglieder ist die Basis für die ganzheitliche Beratungsleistung der Akademie. Deshalb empfinde ich es als Ehre und Auszeichnung, nun Teil dieser Akademie zu sein”, so Rocholl.

acatech ist eine gemeinnützige Organisation unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Politik und Gesellschaft in technologiebezogenen Fragen zu beraten und damit den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu fördern. Ihre Mitglieder sind allesamt herausragende Persönlichkeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die Akademie fördert den interdisziplinären Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und spricht Handlungsoptionen und -empfehlungen für Politik und Gesellschaft aus.

Die offizielle Übergabe der Mitgliedsurkunde findet voraussichtlich im Rahmen der nächsten acatech Mitgliederversammlung am 15. Oktober 2024 in Berlin statt.

Zentralbanken: Von restriktiv auf neutral

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Zentralbanken Ausblick
Foto von Maurizio Porfiri (Quelle: CAT Financial Products)

Ein aktueller Ausblick von Maurizio Porfiri, CIO, CAT Financial Products:

Mit Blick auf das Inflationsjahr 2023 zeichnet sich ab, dass die US-Inflation für den von der FED bevorzugten Indikator, die Personal Consumption Expenditures Inflation (PCE-Inflation), die einen breiteren Warenkorb abbildet als der gängige CPI-Indikator, bis Ende des Jahres auf 2,4 % sinken dürfte. Dies deutet auf eine gewisse Stabilisierung der Preisentwicklung hin, wobei insbesondere Mieten und Nebenkosten aufgrund von Angebotsengpässen den stärksten Rückgang verzeichnen. Bemerkenswert ist, dass trotz dieser rückläufigen Tendenzen einige Sektoren, wie z.B. das Gesundheitswesen und andere Dienstleistungen, weiterhin ein hohes Inflationsniveau aufweisen. Dies könnte auf spezifische strukturelle und nachfrageseitige Faktoren in diesen Sektoren zurückzuführen sein, die einen anhaltenden Preisdruck aufrechterhalten.

Insbesondere für die Federal Reserve (FED) und die Europäische Zentralbank (EZB) erwarten wir, dass beide Institutionen die Zinssätze im vierten Quartal 2023 und im ersten Quartal 2024 unverändert lassen. Diese Prognose signalisiert eine gewisse Kontinuität in der aktuellen Politik und könnte auf den Wunsch hindeuten, die wirtschaftliche Stabilität aufrechtzuerhalten. Die interessante Wendung liegt in der Erwartung erster Zinssenkungen, die für die zweite Jahreshälfte 2024 prognostiziert werden. Es wird sogar spekuliert, dass es bereits im zweiten Quartal 2024 zu kleineren Anpassungen kommen könnte. Dies deutet darauf hin, dass die Zentralbanken eine vorsichtige Lockerung ihrer Geldpolitik in Erwägung ziehen, um auf potenzielle wirtschaftliche Herausforderungen und Unsicherheiten zu reagieren.

Der Übergang von einer straffen zu einer lockeren Geldpolitik signalisiert eine proaktive Herangehensweise der Zentralbanken an die sich verändernden wirtschaftlichen Bedingungen. Der Fokus auf das zweite Halbjahr 2024 und mögliche kleinere Anpassungen im zweiten Quartal 2024 unterstreichen die Dynamik und Flexibilität, die die Zentralbanken bei ihren geldpolitischen Entscheidungen beibehalten wollen. Die Bank of Japan, die bisher keine Zinserhöhungen vorgenommen hat, bleibt auf dem Radar der Anleger. Hier wurden bisher nur kleinere Anpassungen an der sogenannten YieldCurveControl Methodik (YCC) vorgenommen. Eine Wende hin zu Zinserhöhungen ist nicht zu erwarten, weitere kleinere Anpassungen der Geldpolitik sind aber durchaus möglich.

Bezüglich der für 2023 von vielen Seiten erwarteten Rezession hat sich eine deutliche Verbesserung ergeben. Die Wahrscheinlichkeit musste kontinuierlich nach unten korrigiert werden. Diese Anpassungen spiegeln ein gewisses Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit des aktuellen Konjunkturzyklus wider. Trotz dieser positiven Anpassungen halten wir die Rezessionswahrscheinlichkeit nach wie vor für zu hoch, insbesondere in den USA, wo der aktuelle Zyklus eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aufweist. Diese Einschätzung beruht auf der Beobachtung, dass die US-Wirtschaft robust erscheint und sich gegenüber den potenziellen Auslösern einer Rezession als widerstandsfähig erweist.

Unsere aktuellen Prognosen für die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession innerhalb eines Jahres liegen eher im Bereich von 15-20%. Diese moderaten Einschätzungen spiegeln ein gewisses Maß an Unsicherheit und die Berücksichtigung potenzieller Risiken wider, unterstreichen aber gleichzeitig das Vertrauen in die Stabilität des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds.

Obwohl die Risiken abnehmen, ist weiterhin Vorsicht geboten, und die Wahrscheinlichkeit einer Rezession muss ständig sorgfältig neu bewertet werden. Die Grafik zeigt ein eher umgekehrtes Bild unserer Erwartungen. Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in Europa höher ein als in den USA. Hier ist insbesondere die Wirtschaftsleistung Deutschlands zu beobachten, die stark eingebrochen ist.

Zentralbanken

Zentralbanken: Von restriktiv auf neutral

Foto von Maurizio Porfiri (Quelle: CAT Financial Products)

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Rechnungshof wirft Außenministerium Millionen-Verschwendung vor

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Auswärtiges Amt (Archiv), über dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesrechnungshof wirft dem von Annalena Baerbock (Grüne) geführten Außenministerium vor, Millionensummen bei seinen ausländischen Liegenschaften zu verschwenden. „Das Auswärtige Amt missachtet seit Jahren die rechtlichen Vorgaben zur Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bei Erwerb und Unterhalt seiner Liegenschaften im Ausland“, heißt es in einem Bericht des Bundesrechnungshofs (BRH), über den die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ in ihren Freitagsausgaben berichten.

Danach kaufte das Außenministerium zum Beispiel in einer „Auslandsvertretung im Nahen Osten“ für fast fünf Millionen Euro ein Grundstück, um darauf eine deutsche Auslandsschule zu errichten. Laut Bericht darf das Grundstück jedoch nicht bebaut werden, weil es nur als Gartenland ausgewiesen ist. In Brüssel erwarb das Auswärtige Amt nach Angaben der Rechnungsprüfer für acht Millionen Euro eine 15.000 Quadratmeter große Immobilie mit Innen-Schwimmhalle und Tennisplatz, obwohl dort bereits drei Vertretungen mit repräsentativen Residenzen und eine weitere Immobilie unterhalten würden. Der BRH nannte weitere Fälle, in denen Geld verschwendet worden sei.

So gebe es in einer Auslandsvertretung in Europa ungenutzte Liegenschaften für die Kanzlei der Botschaft, während der laufende Kanzleibetrieb in angemieteten Räumlichkeiten geführt werde. In einer Auslandsvertretung in Afrika sei für eine nahezu unbewohnte Residenz zusätzlich ein Grundstück gekauft worden, um dort eine Kanzlei zu errichten. Am Ende wurde dem Bericht zufolge die Kanzlei aber auf einem zusätzlich gemieteten Grundstück gebaut. In den genannten Beispielen habe das Auswärtige Amt weder den Bedarf nachgewiesen und Alternativen geprüft, noch eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung erstellt.

„Es hat in der Folge unwirtschaftliche Entscheidungen getroffen, die Ausgaben in Millionenhöhe nach sich ziehen.“ Das Ministerium verfüge bis heute weder über eine Liegenschaftsstrategie noch über ein strategisches Liegenschaftsmanagement, beklagt der BRH. Zwar habe sich das AA mehrfach extern zu dieser Frage beraten lassen, die entsprechenden Empfehlungen seien aber „entweder gar nicht oder nur schleppend umgesetzt“ worden. Der Rechnungshof fordert das Ministerium auf, eine strategische Planung einzuführen und nicht benötigte Immobilien schnell und „möglichst verlustfrei“ zu verkaufen, speziell mindestens eines der Grundstücke in Brüssel.


Foto: Auswärtiges Amt (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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AI Founders der Campus Founders

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AI Founders @campus founders

„AI Founders“ der Campus Founders – Innovative KI-Lösungen der Startups sind gefragter denn je

Ein Jahr „AI Founders“ der Campus Founders: das sind drei erfolgreiche Durchläufe des Inkubatorprogramms, mehr als 30 teilnehmende KI-Startups sowie der Kontakt zu zahlreichen Investoren und Entscheidern führender Unternehmen. „AI Founders“ hat sich als eines der führenden Inkubatorprogramme für KI-Startups etabliert und wird längst international wahrgenommen. Mit dem Demo Day, auf dem elf junge Gründerteams ihre Produkte präsentierten, endete gestern Durchlauf Nummer drei. 160 Gäste waren ins Heilbronner Science Center experimenta gekommen, um das mitzuerleben und Kontakte zu den aufstrebenden Startups zu knüpfen.

Erneut war das Interesse an dem Demo Day groß. Diesmal waren mehr als 50 Investoren und mehr als 40 Entscheider regionaler Hidden Champions unter den Gästen. Ein Zeichen für ein lebendiges Startup- und Innovationsökosystem. Die Campus Founders bringen als wichtiger Startup- & Co-Innovation Hub mit dem Programm nicht nur talentierte KI-Startups in die wirtschaftlich starke Region Heilbronn-Franken. Gleichzeitig erweitern sie das Heilbronner Startup-Ökosystem und heben es auf internationales Niveau. „Seit wir im Oktober 2022 mit `AI Founders´ starteten, haben mehr als 30 KI-basierte Startups das Programm durchlaufen und das Startup-Ökosystem bereichert. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung Heilbronns als AI-Hotspot in Europa kontinuierlich zu“, sagt Oliver Hanisch, CEO der Campus Founders.

Immer mehr KI-Startups siedeln sich im Heilbronner Ökosystem an

Bestes Beispiel ist das Team von Semorai, das beim ersten „AI Founders“-Durchlauf dabei war. Mittlerweile hat es sein Headquarter bei den Campus Founders aufgeschlagen und ist fest in der Region etabliert. Das Startup bietet produzierenden Unternehmen einen KI-basierten Qualitätsassistenten, der es ermöglicht, Fehlerpotentiale bereits in der Entwicklungsphase automatisiert zu identifizieren und deren Risiko einzuschätzen. Mehrere Pilotprojekte mit namhaften Unternehmen wie Audi, Vector, SCHUNK, Magna International und KACO wurden initiiert.

„Inzwischen planen weitere sechs Teams, sich im Heilbronner Ökosystem anzusiedeln und haben sich u. a. für eine Frühphasenfinanzierung durch das Förderprogramm `Startup BW Pre-Seed´ des Landes Baden-Württemberg beworben. Das freut uns natürlich. Es zeigt, dass Startups in der Region mittlerweile gute Bedingungen für ihre weitere Entwicklung vorfinden: durch die Campus Founders, den Bildungscampus Heilbronn und einer Vielzahl etablierter Unternehmen“, so Hanisch.

Aus innovativen Ideen werden erfolgreiche KI-Startups

Gestern präsentierten elf Gründer:innenteams ihre innovativen KI-Lösungen: die Teams von AmberSearch, OpenGrant, esko.ai, Contrarian.ai, Celekohr, great2know, Phont, punku, StrategyBridge.ai, Sylby und Keyward. Sie hatten sich im Vorfeld gegen mehr als 200 Startups aus ganz Europa durchgesetzt, die sich ebenfalls um die Teilnahme beworben hatten. Sie sicherten sich damit ein Stipendium in Höhe von 25.000 Euro, freie Unterkunft im Co-Living-Appartement und Arbeiten im Coworking-Space der Campus Founders und des IPAI. 12 Wochen arbeiteten sie intensiv an ihrer Geschäftsidee und Technologie. Erfahrene Mentoren und KI-Experten standen ihnen dabei unterstützend zur Seite.

Aus innovativen Ideen werden so erfolgreiche KI-Startups – eine Entwicklung zur rechten Zeit: „Die KI-Technologie macht derzeit enorme Fortschritte. Immer mehr und immer differenziertere Anwendungen werden entwickelt“, sagt Patrick Burkert, Director Ventures & Head of Startups Campus Founders. Er ist beeindruckt vom Einsatz der Teams: „Sie alle haben während des Programms ihre KI-basierten Geschäftsideen stark vorangetrieben. Von den innovativen Ansätzen unserer Startups können wir viel lernen – Ansätze, die auch für etablierte Unternehmen relevant sind. Für uns als Campus Founders ist es daher wichtig, diese beiden Seiten zusammenzubringen.“ Wie gut das gelingt, zeigt einmal mehr das große Interesse am Demo Day.

“AI Founders” startet erneut mit zwei Durchläufen in 2024

Nach diesem Erfolg, geht „AI Founders“ 2024 in die nächste Runde. Start von Batch #4 ist am 15.04.2024 und endet am 26.06.2024 erneut mit einem Demo Day.
Mehr Informationen unter https://campusfounders.de/de/startups/aifounders/

Bild AI Founders @ Campus Founders

Quelle The Trailblazers GmbH