Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Berliner Senat hat in der vergangenen Woche den Weg für das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren geebnet. Auf Bundesebene sollte das laut Ampel-Koalitionsvertrag in dieser Legislaturperiode ebenfalls erfolgen, ist aber bis 2025 unwahrscheinlich.
„Wir als Union sprechen uns klar gegen die Absenkung des aktiven Wahlalters auf 16 Jahre aus“, sagte Nina Warken (CDU), ehemalige Co-Vorsitzende der Wahlrechtskommission, gegenüber der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgaben). Damit erteilte sie einer möglichen Grundgesetzänderung eine Absage. Ohne die Stimmen der Unionsfraktion kommen SPD, Grüne und FDP nicht auf eine Zweidrittelmehrheit. Die Union fürchte vor allem, dass mit einer Absenkung des Wahlalters „Tür und Tor für eine Absenkung auch des Volljährigkeitsalters“ geöffnet würden, sagte Warken, Johannes Fechner (SPD), ebenfalls ehemaliger Co-Vorsitzender der Wahlrechtskommission, reagierte auf diese Blockadehaltung mit Unmut. „Die Absenkung ist eine große Chance, Jugendliche für Politik zu interessieren und an unserer Demokratie zu beteiligen“, sagte Fechner der Zeitung. „Gelegentlich wird von Unionspolitikern auch offen benannt, dass man gegen die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei Bundestagswahlen ist, weil Jugendliche nicht CDU wählen“, sagte Fechner. Immerhin hätten auch Bundesländer mit CDU-Regierungsbeteiligung das Wahlrecht ab 16 Jahren bei Landtagswahlen eingeführt. Neben Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg sei Berlin das aktuellste Beispiel.
Die Jugendverbände der Ampelparteien sowie die Junge Union befürworteten indes eine Absenkung des Wahlalters auf Bundesebene: Es sei ungerecht, wenn Jugendliche, die die Folgen der Politik noch lange tragen, nicht wählen dürften, sagte die Bundessprecherin der Grünen Jugend, Katharina Stolla, der „Rheinischen Post“. Die Jungen Liberalen und die Junge Union kritisierten den Widerspruch, dass junge Menschen nur in ausgewählten Bereichen Verantwortung übernehmen dürften; sie etwa arbeiten, aber nicht wählen könnten. Philipp Türmer, Bundesvorsitzender der Jusos, argumentierte gegenüber der Zeitung, dass ein niedrigeres Wahlalter Defizite in der Repräsentation junger Menschen mindern könnte.
Foto: Wähler in einem Wahllokal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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Peking (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem Erdbeben in China ist mindestens eine dreistellige Anzahl an Menschen ums Leben gekommen. Es gebe 111 Tote, teilte die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am frühen Dienstagmorgen mit. 
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Lufthansa-Tochter Eurowings, Jens Bischof, rechnet nicht damit, dass Fliegen wieder billiger wird. „Die Zeit der irrwitzig billigen Tickets ist vorbei, und das ist auch richtig“, sagte Bischof dem „Tagesspiegel“ (Dienstagsausgaben). 
Köln (dts Nachrichtenagentur) – Lufthansa lehnt die von der Bundesregierung geplante Kerosin-Besteuerung auf innerdeutschen Flügen ab und befürchtet dadurch Wettbewerbsnachteile. „Eine zusätzliche innerdeutsche Besteuerung wirkt dann wie ein Konjunkturprogramm für das Umsteigen außerhalb Deutschlands“, sagte Carsten Spohr, Vorstandvorsitzender der Lufthansa, der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgaben). 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert verteidigt den Haushaltskompromiss der Ampel-Koalition. Ihm sei es wichtig, im Kern zu dem zu stehen, was die Regierung vereinbart hat, sagte Kühnert am Montag den ARD-Tagesthemen. Änderungen seien möglich, müssten aber innerhalb des bestehenden Rahmens abgebildet werden. 
Tel Aviv (dts Nachrichtenagentur) – Israel hat angekündigt, schrittweise in eine neue Phase des Einsatzes im Gazastreifen übergehen zu wollen. Man werde bald in der Lage sein, zwischen verschiedenen Abschnitten im Gazastreifen zu unterscheiden, sagte der israelische Verteidigungsminister Joaw Gallant am Montag vor Journalisten. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat deutlich gemacht, dass die Aussetzung der Schuldenbremse im kommenden Jahr zur Finanzierung der Fluthilfen im Ahrtal aus seiner Sicht feststeht. „Es ist die klare Einigung, dass wir die 2,7 Milliarden Euro für das Ahrtal durch Kredite bereitstellen“, sagte Habeck dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). 
Vilnius (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) lässt sich von der Kritik aus FDP und Teilen der SPD an seinem Vorstoß für die Prüfung des schwedischen Rekrutierungsmodells für die Bundeswehr nicht beirren. „Meine Aufgabe als Verteidigungsminister ist, alle denkbaren Modelle auf ihre Machbarkeit für Deutschland zu überprüfen, damit ich verschiedene Handlungsoptionen habe, die ich dann einer politischen Mehrheitsbildung zuführen kann und muss“, sagte Pistorius am Montag dem TV-Sender „Welt“. 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das 2005 geschaffene Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) läuft Mitte kommenden Jahres aus und soll nun vereinfacht werden. Das zuständige Bundesjustizministerium von Marco Buschmann (FDP) hat am Montag den Referentenentwurf für die Reform und die Entfristung des Gesetzes in die Ressortabstimmung gegeben, berichtet das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). 
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), begrüßt die Entscheidung des Vatikans, Segnungen für homosexuelle Paare zu ermöglichen. „Das ist ein längst überfälliges Signal aus dem Vatikan“, sagte Lehmann am Montag.