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Wirtschaftsstaatssekretär wirft FDP Blockade von Solarpaket vor

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Solarzellen auf Hausdach (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Wirtschaftsstaatssekretär Michael Kellner wirft der FDP vor, mit einer Blockade des Solarpakets I im Bundestag der deutschen Photovoltaik-Industrie zu schaden.

„Wir sollten aus der Vergangenheit lernen und Resilienz aufbauen“, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dazu gehöre es, die Solarindustrie in Deutschland zu erhalten, damit man nicht nur von Importen aus China abhängig sei. „Deshalb schadet die Blockade des Solarpakets der FDP-Fraktion dem Standort Deutschland“, sagte Kellner.

Das Kabinett hatte das Paket, welches den Ausbau von Solarenergie unter anderem durch den Abbau von bürokratischen Hürden fördern soll, im Sommer 2023 beschlossen. Seitdem liege es im Bundestag, so Kellner, „und die FDP blockiert immer noch einen Abschluss“. Mittlerweile drohe die „Hinhaltetaktik“ die deutsche Solarindustrie zu zerstören, denn sie brauche kurzfristig einen Resilienzbonus.

Gleichzeitig verhindere die Haltung der FDP einen „spürbaren Bürokratieabbau“ für Mieter, für Gewerbetreibende und „für all diejenigen Menschen, die sich Balkonkraftwerke anschaffen“, kritisierte Kellner. „Wirtschaftspolitik beginnt damit, dass man Probleme löst und nicht Zement anrührt.“

Druck, das Paket zu verabschieden, kommt auch aus der Solarindustrie selbst und aus den Ländern. Der Bundesrat hatte kürzlich in einem Beschluss die zügige Verabschiedung des Solarpakets I angemahnt.


Foto: Solarzellen auf Hausdach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Keine KI-Blase in Sicht

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KI
Foto von Marius Wennersten (Quelle: DNB Asset Management)

Ein aktueller Marktkommentar von Marius Wennersten, Junior Portfoliomanager DNB Technology Fund bei DNB Asset Management:

2023 sorgte insbesondere die generative KI für einen Börsenboom. Auch im DNB Technology Fund setzten in der ersten Jahreshälfte 2023 acht der fünfzehn größten Positionen auf generative KI als wichtigen Werttreiber. Bereits im Laufe des Jahres 2023 haben wir jedoch Umschichtungen vorgenommen, da die Bewertungsmodelle zeigten, bei Werten wie Microsoft, Meta, Alphabet, Nvidia, Samsung, Salesforce, Adobe und Western Digital genauer hinzuschauen. Viele KI-Titel sind im Zuge der KI-Rally teuer geworden – der Markt zeichnete ein aus unserer Sicht zu optimistisches Bild. Das veranlasste uns etwa dazu, Beteiligungen an Adobe und Salesforce zu verkaufen. Doch was bedeutet das für KI-Aktien im Allgemeinen?

Trotz teilweise ambitionierter Bewertungen und einem allgemein großen Optimismus in der Wirtschaft in Erwartung künftiger Produktivitätssteigerungen, sehen wir derzeit keine KI-Blase.  Vielmehr fällt auf, dass viele Unternehmen ihre IT-Budgets inzwischen wieder großzügiger gestalten und ein Großteil dieser Mittel in KI fließt. Nach einem Jahr des Testens stehen bei generativer KI jetzt Jahre der Anwendung bevor. In diesem Zusammenhang sollten Tech-Investoren neben dem allgemeinen Zinsniveau auch die grundlegende Akzeptanz von KI im Blick haben. Gelingt es, die für viele traditionelle Branchen noch sehr neue Technologie in die Praxis zu überführen, entsteht neues Wachstum. Diese realistische Markterwartung unterstreicht unsere Einschätzung, dass der Sektor im Februar 2024 weit von einer Blase entfernt ist.

Dies ist einer der Gründe, warum wir die meisten unserer Positionen mit generativer KI als Werttreiber in den letzten Monaten stabil gehalten haben. Beispiele hierfür sind Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta. Auch die jüngsten Quartalszahlen haben unsere grundsätzliche Überzeugung für diese Titeln nicht beeinträchtigt. Während wir bei Meta und Adyen übergewichten, sind wir Verizon, AT&T sowie Apple untergewichtet. Alle diese Positionen haben einen positiven relativen Beitrag zu unserer Performance geleistet.

Netzinfrastruktur als Investment-Nische

Unser Engagement in Meta zeigt, dass es sich durchaus lohnen kann, Positionen auch in Titeln einzugehen, die derzeit am Markt nicht sehr beliebt sind. Die Aktie entwickelte sich 2023 äußerst positiv und legte im Februar dieses Jahres überzeugende Zahlen und einen ebenso vielversprechenden Ausblick vor. Anfang 2023 war Meta bereits die zweitgrößte Position in unserem Portfolio. Der allgemeine Zuspruch für die Aktie war damals allerdings deutlich geringer: Meta galt als Wette auf das Metaverse und viele Beobachter hielten diese Wette für zu spekulativ. Letztlich haben sich aber das gut diversifizierte Geschäftsmodell von Meta und die KI-Fantasie durchgesetzt und in den vergangenen Monaten für attraktive Renditen gesorgt.

Das Beispiel zeigt, dass sich marktkonträre Positionen langfristig durchaus auszahlen können. Ähnliche Positionen sind wir aktuell mit unseren Beteiligungen an Ericsson und Nokia eingegangen. Beide Unternehmen litten in den vergangenen Quartalen unter einer Marktanomalie im Zuge der Pandemie, die inzwischen weitgehend abgeklungen ist: Viele Telekommunikationsunternehmen horteten während der Lieferengpässe Netzinfrastruktur und bauten diese Lagerbestände anschließend sukzessive ab. Das setzte die Geschäfte von Nokia und Ericsson unter Druck und sorgte für schlechte Stimmung unter den Anlegern. Da der Telekommunikationsmarkt ohnehin nur mit rund fünf Prozent pro Jahr wächst, ließen viele Tech-Investoren die Aktien links liegen.

Kurzfristig gegen den Strom, langfristig erfolgreich

Wir sind jedoch der Meinung, dass der Markt bei der Betrachtung der beiden Unternehmen einem Irrglauben unterliegt. Weder agieren Nokia und Ericsson in einem schrumpfenden Markt, noch stehen sie unter großem Wettbewerbsdruck. Viele westliche Telekommunikationsanbieter haben der Hardware aus China längst eine Absage erteilt. Hinzu kommt, dass das Datenvolumen stetig wächst und die Zukunft eher noch höhere Anforderungen an die Datennetze stellen wird. Statt Optimismus aufgrund des laufenden 5G-Ausbaus der weltweiten Mobilfunknetze sind es bei Nokia und Ericsson schlicht die Bewertungen in Kombination mit den Markterwartungen, die uns überzeugen.

Eine entscheidende Rolle in unserem Investmentansatz spielt die eigene Überzeugung. Wir verstehen uns als „High Conviction Contrarians“. Konkret bedeutet dies, dass wir zu faktenbasierten Anlageentscheidungen stehen, die durch attraktive Bewertungen untermauert sind. Während andere Asset Manager bei Marktturbulenzen vorschnell die Reißleine ziehen, sind wir jederzeit bereit, eine Position zu verdoppeln, wenn die Märkte in die „falsche“ Richtung laufen. Wenn die Bewertungen fallen, während ein positives fundamentales Szenario intakt bleibt, sehen wir dies als Chance.

Faktenbasiert neue Wege gehen

Auch für Technologieaktien im Allgemeinen ist unsere positive Einschätzung weiterhin unverändert. Technologie war schon immer ein Motor für Produktivitätswachstum. Dieses Produktivitätswachstum ist heute notwendiger denn je – der Fachkräftemangel wirkt wie ein Katalysator für Themen wie KI und auch Robotik. Gerade im letztgenannten Bereich haben wir zuletzt einige erfreuliche Fortschritte gesehen, die sich 2024 auch für Anleger materialisieren könnten. Unterm Strich wird unsere Anlagestrategie 2024 jedoch von den Faktoren geprägt sein, die uns bereits in der Vergangenheit zum Erfolg verholfen haben: Fundamental begründete Investments in verschiedenen Technologiebranchen und die Bereitschaft, bewusst neue Wege zu gehen.

Keine KI-Blase in Sicht

Foto von Marius Wennersten (Quelle: DNB Asset Management)

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Sicher navigieren in stürmischen Unternehmergewässern

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Versicherungskompass für Geschäftsführer

Ein Versicherungskompass für Geschäftsführer

Für Geschäftsführer ist eine umfassende Absicherung nicht nur eine Frage der Klugheit, sondern eine unabdingbare Notwendigkeit. Da unvorhersehbare Ereignisse und Marktvolatilität heutzutage an der Tagesordnung sind, bildet eine solide Versicherungsbasis das Fundament unternehmerischer Entscheidungen. Sie ist der Anker, der in stürmischen Zeiten Halt und in ruhigen Gewässern Sicherheit verleiht. Dabei geht es nicht nur um den Schutz des Unternehmens, sondern auch um die persönliche Absicherung des Geschäftsführers selbst. Sie ermöglicht es, Risiken zu minimieren und gleichzeitig den Fokus auf Wachstum und Innovation zu legen. Ohne diesen Schutzschild können unerwartete Ereignisse schnell zu unüberwindbaren Hindernissen werden. Eine maßgeschneiderte Versicherungsstrategie ist somit das Rückgrat eines jeden erfolgreichen Unternehmensführers.

Persönliche Absicherung: Grundstein der Unternehmerlaufbahn

Persönliche Versicherungen sind für Geschäftsführer unerlässlich, um das Rad des Unternehmens auch bei persönlichen Herausforderungen am Laufen zu halten. So sichert eine Berufsunfähigkeitsversicherung das Einkommen ab, falls gesundheitliche Probleme eine Weiterführung der Tätigkeit unmöglich machen. Gleichzeitig bietet die Krankenzusatzversicherung einen finanziellen Puffer und Zugang zu besserer medizinischer Versorgung, was die Ausfallzeit verkürzen kann. Die Unfallversicherung hingegen schützt vor den finanziellen Folgen unvorhergesehener Ereignisse, die sowohl im privaten als auch beruflichen Umfeld auftreten können. Diese Versicherungen bilden zusammen ein Schutzschild, das nicht nur die persönliche Existenz sichert, sondern auch das Unternehmen stabil hält, da die Führungskraft schnell und effizient auf Krisen reagieren kann. Somit sind sie der Grundstein für eine resiliente und erfolgreiche Unternehmerlaufbahn.

Betriebliche Absicherung: das Unternehmen schützen

Betriebliche Versicherungen hingegen sind das Rückgrat eines jeden Unternehmens, um es gegen die Widrigkeiten des Geschäftsalltags zu wappnen. Eine Haftpflichtversicherung ist unerlässlich, um Schäden abzudecken, die Dritten entstehen, und so das Unternehmen vor finanziellen Verlusten zu schützen. Die Fusionsversicherung spielt eine Schlüsselrolle bei der Absicherung gegen Risiken, die mit Unternehmenszusammenschlüssen und -übernahmen einhergehen. Sie schützt vor den finanziellen Folgen von Fehleinschätzungen oder unerwarteten Entwicklungen in solchen Prozessen. Darüber hinaus ist der betriebliche Rechtsschutz eine fundamentale Säule, um sich gegen rechtliche Streitigkeiten zu schützen, die oft hohe Kosten und Ressourcenaufwände mit sich bringen. Diese Versicherungen bilden zusammen ein umfassendes Schutznetz, dass das Unternehmen in
turbulenten Zeiten sicher navigieren lässt.

Die Schichten der Altersvorsorge: ein komplexes Puzzle

Doch nicht nur die Gegenwart spielt eine Rolle in der Absicherung, auch ein Blick in die Zukunft ist notwendig. Die Altersvorsorge in Deutschland gliedert sich in ein komplexes Drei-Schichten-Modell: Die erste Schicht, die gesetzliche Rentenversicherung, bietet eine grundlegende Absicherung, ist jedoch oft nicht ausreichend für den Lebensstandard, den Unternehmer gewohnt sind. Die zweite Schicht umfasst betriebliche und private Vorsorgepläne, die eine wichtige Ergänzung darstellen und mehr Flexibilität bieten. Hierzu zählen Firmenpensionspläne und Lebensversicherungen. Die dritte und letzte Schicht bietet die größte Freiheit und Flexibilität durch private Spar- und Anlageoptionen wie Investmentfonds. Dieses Drei-Schichten-System ermöglicht es Geschäftsführern, ihre Altersvorsorge individuell zu gestalten und für eine finanziell gesicherte Zukunft zu planen.

Strategien für eine effektive Altersvorsorge

Eine effektive Altersvorsorgestrategie für Geschäftsführer erfordert eine kluge Kombination aus verschiedenen Modellen, um maximale Vorteile zu erzielen. Die betriebliche Altersvorsorge, als Teil der zweiten Schicht, bietet steuerliche Vorteile und sollte mit privaten Anlagen der dritten Schicht wie z. B. Investmentfonds ergänzt werden. Diese Kombination ermöglicht eine diversifizierte und flexible Vorsorge. Darüber hinaus ist es entscheidend, bestehende Rentenverträge regelmäßig zu überprüfen. Denn veraltete Verträge könnten ineffizient sein und möglicherweise nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen entsprechen. Ein kritischer Blick kann offenbaren, ob Anpassungen oder ein Wechsel des Vertrags sinnvoll sind, um die Rendite zu optimieren. Dieser proaktive Ansatz gewährleistet, dass die Altersvorsorge dynamisch bleibt und sich an veränderte Lebensumstände und Marktbedingungen anpasst.

Schlussfolgerung: Proaktive Absicherung

Die proaktive Absicherung ist das A und O für den langfristigen Erfolg eines Geschäftsführers. Es reicht nicht aus, einmalig Versicherungs- und Vorsorgeentscheidungen zu treffen; vielmehr erfordert dies einen fortlaufenden, dynamischen Prozess. Sich ständig verändernde Marktbedingungen, persönliche Umstände und gesetzliche Rahmenbedingungen machen eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Versicherungs- und Vorsorgestrategien unerlässlich. Geschäftsführer, die dieser Maxime folgen, sichern nicht nur ihre eigene finanzielle Zukunft und die ihres Unternehmens, sondern sind auch in der Lage, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Innovation, Wachstum und Führung. Die richtige Absicherung ist daher nicht nur eine Schutzmaßnahme, sondern ein entscheidender Faktor für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg.

Bild: Peter Reimer ©AlexeyTestov.jpeg

Autor

Peter Reimer ist ein renommierter Versicherungsexperte und der Vertriebsvorsitzende der Expert.Versicherung AG. Mit einer beeindruckenden Markterfahrung von 35 Jahren und einer traditionsreichen Familienführung in der dritten Generation hat sich das Unternehmen fest etabliert. Seine Hauptaufgabe besteht darin, sicherzustellen, dass sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen bestmöglich versichert sind und bleiben. Dabei bietet er ein breites Spektrum an Produkten und Leistungen in den Bereichen Sach-, Lebens- und Betriebsversicherungen aus einer Hand. Besonders hervorzuheben ist die persönliche Beratung, die sowohl vor Ort als auch online an 20 Standorten in ganz Deutschland angeboten wird. Diese individuelle Betreuung zeichnet das Unternehmen aus und stellt sicher, dass Kunden die passende Versicherungslösung erhalten.

Webseite: www.expert.versicherung

Strack-Zimmermann will für Unionsantrag zu Taurus stimmen

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann am 18.02.2024, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) will für einen Antrag der Unionsfraktion stimmen, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine zu liefern. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag begründet dies in der „Bild“ mit dem Verhalten von Kanzler Olaf Scholz und der SPD-Fraktion.

In einem neuen Antrag der Ampel-Fraktionen würden zwar „weitreichende Waffensysteme“ erwähnt, mit der die Ukraine Angriffe auf „Ziele weit im rückwärtigen Bereich“ ausführen könnte – Taurus wird aber nicht explizit genannt. Dafür macht Strack-Zimmermann die SPD verantwortlich: „Eine namentliche Nennung scheiterte an der SPD-Fraktionsspitze und der Starrköpfigkeit des Kanzleramtes.“ Es hätten noch immer nicht alle in der SPD verstanden, „dass die Ukraine um unseren Frieden und unsere Freiheit und unsere Zukunft in Europa kämpft“.

Strack-Zimmermann zieht daher Konsequenzen: „Ich persönlich werde daher diese Woche auch für den Antrag der Unionsfraktion zur Zeitenwende im Plenum stimmen, der die explizite Forderung des Taurus beinhaltet und appelliere weiter an jeden Einzelnen, sich für die Lieferung von Taurus einzusetzen“, so die FDP-Politikerin. Dennoch zeige auch der gemeinsame Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP, „dass unser Druck sowie der Druck der aktuellen Ereignisse auf die SPD endlich gewirkt haben“, fügte sie hinzu.


Foto: Marie-Agnes Strack-Zimmermann am 18.02.2024, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

EM-Länder im Aufwind: Brasilien und Kolumbien, aber auch Türkei und Elfenbeinküste bieten Anleihechancen

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Foto von Euart MacKerron (Quelle: Aegon Asset Management)

Ein aktueller Marktkommentar von Euart MacKerron, Research Analyst bei Aegon Asset Management:

Die Schwellenländer sind für dieses Jahr gut aufgestellt. Nach einem erfolgreichen vergangenen Jahr sind positive Renditen für EMD sehr wahrscheinlich.  In den meisten Schwellenländern gewinnen robustes Wachstum, Desinflation und geldpolitische Lockerungstendenzen an Schwung und bilden eine äußerst solide Grundlage für die EMD-Performance in diesem Jahr. Die Entscheidung der US-Notenbank im Dezember, ihren Zinserhöhungszyklus zu beenden, wird das Wachstum durch eine Lockerung der Geldpolitik im weiteren Jahresverlauf unterstützen. Die Inflation in den USA zeigt Anzeichen einer Abschwächung, was diesen Schritt noch sinnvoller werden lässt.

Ein Großteil dieses Optimismus spiegelt sich bereits in den Kursen von Schwellenländeranleihen, insbesondere Staatsanleihen, wider. Die Spreads von Investment-Grade-Anleihen liegen nahe an den Tiefstständen der letzten zehn Jahre. Trotz dieser positiven Indikatoren ist weiterhin Vorsicht geboten und die Entwicklung genau zu beobachten. Die Aufwärtskorrekturen der globalen Wachstumsprognosen sind auf den US-Exzeptionalismus zurückzuführen.

Sollte dieser Trend über einen längeren Zeitraum anhalten, könnte er Druck auf die Währungen der Schwellenländer ausüben und die politischen Entscheidungsträger dazu veranlassen, ihre Lockerungsmaßnahmen zu verlangsamen und damit das Wachstum zu bremsen.  In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass sich die Kreditspreads der Anlageklasse gegenüber dem aktuellen Niveau nicht wesentlich verringern werden. Innerhalb der Anlageklasse gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Anleger, sich auf einen optimistischeren Ausblick einzustellen und potenziell höhere Renditen zu erzielen.

Im aktuellen Umfeld können hochverzinsliche Unternehmensanleihen aus Schwellenländern eine gute Wahl sein. Dies gilt insbesondere für fundamental solide Unternehmen mit BB-Rating, deren Spreads sich seit Anfang 2023 gegenüber ihren staatlichen Pendants eingeengt haben. Brasilien und Kolumbien bieten die besten Chancen in Lateinamerika, und die Türkei hat in den letzten sechs Monaten viele interessante Anleihen emittiert.  Im Bereich der widerstandsfähigen Telekommunikation und der damit verbundenen Infrastruktur in Grenzregionen gibt es attraktive Möglichkeiten.

Diese weisen im Gegensatz zu den gesättigten Telekommunikationsmärkten in Amerika und Europa günstige Markttrends auf. Die durch die Probleme der US-Regionalbanken Anfang 2023 ausgelöste Rallye bei Finanztiteln hat sich größtenteils wieder aufgelöst, doch bieten Erstemissionen osteuropäischer Banken immer noch einen gewissen Aufschlag. Türkische Unternehmensanleihen sind im Vergleich zu Staatsanleihen attraktiv.

In der Vergangenheit wurden sie zu engeren Spreads gehandelt, was auf eine Kombination aus Dollar-Exporterlösen, Offshore-Liquidität und ausländischen Sponsoren zurückzuführen ist. Diese Faktoren bieten einen gewissen Schutz vor einer Rückkehr der politisch bedingten Volatilität in der Türkei. Ein weiterer bevorzugter Sektor waren ukrainische Unternehmen. Die Anleihekurse spiegeln ihre bemerkenswerte Fähigkeit wider, sich an ein verändertes Geschäftsumfeld anzupassen.

Staatsanleihen boten besondere Chancen. Staatsanleihen mit BBB-Rating haben sich seit Mitte 2023 im Vergleich zu US-Anleihen unterdurchschnittlich entwickelt. Dies wurde durch das hohe Angebot im letzten Monat noch verstärkt. Dadurch ergeben sich für Rumänien bessere Einstiegschancen an den Primärmärkten. Auf dem afrikanischen Kontinent hat die Elfenbeinküste jüngst für eine positive Entwicklung gesorgt, indem sie die zweijährige Pause bei der Emission von SSA-Staatsanleihen durchbrochen hat.

Trotz der hohen Renditen im vergangenen Jahr sind die meisten Staatsanleihen mit CCC bewertet und werden umstrukturiert. Die Befürchtungen einer großen Welle von Zahlungsausfällen nach den aufeinanderfolgenden wirtschaftlichen Schocks in den Jahren 2020-2022 haben sich nach dem Eingreifen des IWF und bilateraler Kreditgeber gelegt. Es wird erwartet, dass einige angeschlagene Emittenten wie Pakistan mindestens bis 2025 zahlungsfähig bleiben. Dies bietet weiteres Aufwärtspotenzial. Länder wie Ghana, die ihre Umschuldung abgeschlossen haben, dürften die Renditen für Anleger verbessern.

EM-Länder im Aufwind: Brasilien und Kolumbien, aber auch Türkei und Elfenbeinküste bieten Anleihechancen

Foto von Euart MacKerron (Quelle: Aegon Asset Management)

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Zahl der Wohnungsfertigstellungen in Europa sinkt

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Baustelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – In Europa wird die Zahl der Wohnungsfertigstellungen bis 2026 wohl nur noch bei gut 1,5 Millionen Einheiten liegen. Das ist ein Minus von 13 Prozent gegenüber 2023, wie am Dienstag veröffentlichte Prognosen der Forschergruppe Euroconstruct zeigen, der auch das Münchener Ifo Institut angehört. Für Deutschland ist demnach ein Rückgang von 35 Prozent zu erwarten.

„Vor allem wegen der stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten ist der Wohnungsneubau in Deutschland oftmals nicht mehr möglich. Die Politik hat die Rahmenbedingungen bislang nicht entscheidend verbessert“, sagte Ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister. „Der im Zuge dessen erfolgte Rückgang der Genehmigungszahlen verheißt nichts Gutes für die kommenden Jahre.“

In den meisten der 19 Euroconstruct-Länder kühlt sich das Wohnungsbauklima weiter ab. Vor Deutschland gibt die Fertigstellungszahl bis 2026 in Schweden am stärksten nach, minus 47 Prozent im Vergleich zu 2023. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankreich (minus 22) und Dänemark (minus 19).

„Die Bauexperten berichten insbesondere über die verteuerte Kreditaufnahme und die geschrumpften finanziellen Spielräume der Privathaushalte“, sagte Dorffmeister. Der vielerorts eigentlich ausgeprägte Bedarf zusätzlicher Wohnungen gerät dabei erst einmal in den Hintergrund. Gleichwohl kommen aus Irland (plus 16 Prozent), Slowakei (plus 14) und Großbritannien (plus 12) positive Signale.

Insgesamt werden die Investitionen in neue Wohngebäude in Europa den Prognosen zufolge 2026 um 6,4 Prozent niedriger ausfallen als 2023. Die Aufwendungen für Instandhaltung und Wohnungssanierungen sinken bis 2026 lediglich um 1,2 Prozent.

Im Gegensatz dazu wird der europäische Tiefbau bis 2026 voraussichtlich um insgesamt 7,5 Prozent wachsen. Besonders für das Energie- und Eisenbahnsegment erwarten die Experten eine überdurchschnittlich starke Dynamik. Auch der Bereich Wassermanagement wird überdurchschnittlich stark wachsen. „Zu den treibenden Kräften zählen dabei die politischen Zielvorgaben im Energie- und Umweltbereich, Kapazitätsanpassungen an der Transportinfrastruktur und die Notwendigkeit zur allgemeinen Netzmodernisierung“, sagte Dorffmeister.


Foto: Baustelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Röttgen mahnt Ampel-Parteien zu Klarheit bei Taurus-Antrag

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Norbert Röttgen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union will dem angekündigten Antrag der Ampel-Parteien auf mehr Waffen- und Munitionslieferung für die Ukraine nur zustimmen, wenn dieser auch Taurus-Marschflugkörper umfasst. „Wir machen es von der Sache abhängig und auch der Klarheit, die sich in dem Antrag wiederfindet“, sagte CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen am Dienstag den Sendern RTL und ntv.

Dies sei aktuell nicht der Fall: „Die FDP hat es nicht mal geschafft, das Wort Taurus in diesen Antrag zu bekommen.“ Die aktuelle Fassung nannte Röttgen „verschwurbelte Koalitionsformulierungen“, die Union sei nicht dafür zuständig, dem Antrag zuzustimmen und so dafür zu sorgen, dass die Ampel „ihren inneren Frieden findet“.

Auch erneuerte das Mitglied des Auswärtigen Ausschusses seine Forderung für Taurus-Lieferungen an die Ukraine: „Wir als Union sind einstimmig dafür, dass diese Waffen geliefert werden müssen. Weil sie auf ukrainischem Territorium russische Waffen und Munition zerstören, bevor diese Waffen und diese Munition Zivilisten töten.“


Foto: Norbert Röttgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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VdK warnt vor "Entsolidarisierung" in der Gesellschaft

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Passanten vor Infoständen zu Rente und Bürgergeld (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, warnt vor einer „Entsolidarisierung“ in der Gesellschaft. Anzeichen dafür sehe sie in den Debatten zum Bürgergeld und zur Rente, sagte Bentele der „Mediengruppe Bayern“ (Dienstagsausgaben). „Die andauernden Krisen fordern den Menschen und dem Sozialstaat, der Gemeinschaft, viel ab.“ Man habe aus den Reserven geschöpft, aber zu wenig unternommen, um diese wieder aufzufüllen.

„Wir als VdK sehen eine große Gefahr in einer zunehmenden Entsolidarisierung, wie sie gerade in der Debatte um das Bürgergeld aufflackert und auch auf andere Bereiche wie die Rente überspringt“, beklagte Bentele. Seit den 2000er-Jahren sei die Rentenanpassung durch Kürzungsfaktoren in der Rentenformel von der Lohnentwicklung abgekoppelt worden. Nullrunden hätten diese Abkopplung verstärkt.

Als Problem sieht die VdK-Chefin zudem, „dass Löhne nur verzögert auf Inflation reagieren und Renten zeitverzögert steigenden Löhnen folgen“. In Phasen hoher Inflation sei das ein „riesiges Problem“ für die Rentner mit kleinen Renten. „Sie müssen zu lange durchhalten, bis sie etwas mehr Rente im Geldbeutel haben.“ Deshalb fordere der VdK, „dass das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent angehoben wird“. Das würde einer einmaligen und dauerhaften Rentenerhöhung von zehn Prozent entsprechen und die hohe Inflationsrate im vergangenen Jahr angemessen ausgleichen, so Bentele.


Foto: Passanten vor Infoständen zu Rente und Bürgergeld (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CSU drängt auf Stopp von Cannabis-Legalisierung

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Karl Lauterbach bei der Vorstellung der Cannabis-Kampagne (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, kritisiert die geplante Cannabis-Legalisierung durch die Ampel-Koalition scharf. „Die Erlaubnis zum Cannabis-Anbau und Konsum ist falsch und gefährlich“, sagte Holetschek der „Mediengruppe Bayern“.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) solle auf den Rat der Ärzte hören. „Mit dem geplanten Gesetz wird der Jugendschutz vernachlässigt, mehr und mehr Jugendliche können krank werden“, so Holetschek. „Das ist ein irrsinniges Vorhaben für unser ohnehin belastetes Gesundheitssystem. Die Abstimmungspläne im Bundestag müssen deswegen sofort gestoppt werden.“


Foto: Karl Lauterbach bei der Vorstellung der Cannabis-Kampagne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bildung: Stark-Watzinger will mehr Mitspracherecht des Bundes

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Bettina Stark-Watzinger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) dringt auf mehr Mitspracherecht des Bundes bei wichtigen Themen wie Digitalisierung an Schulen. „Nie war der Handlungsdruck so groß wie jetzt und das ist natürlich ein Auftrag an die Länder“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

„Die Umfragen sind eindeutig: Die Menschen wollen ein einheitlicheres Bildungssystem in unserem Land.“ Nochmal zehn Jahre zu warten, könne sich Deutschland nicht leisten. „Die Kultusministerkonferenz der Länder sollte nicht weiter ein Gremium des kleinsten gemeinsamen Nenners sein. Bund, Länder und Kommunen müssen an einem Strang ziehen.“

Stark-Watzinger kritisierte, dass der Bund bisher immer nur in begrenztem Umfang mit allen Ländern zusammenarbeiten könne. „Ich würde mir wünschen, dass es auch mit einer Gruppe möglich ist, die schneller vorankommen möchte. Also eine Koalition der Willigen. Darüber hinaus wäre auch eine klare Aufgabenteilung sinnvoll, bei der der Bund für übergreifende Themen wie die Digitalisierung zuständig sein könnte. Derzeit darf der Bund nur in Technik in den Schulen investieren, etwa Laptops. Aber ein Gerät allein macht Unterricht noch nicht digital. Es wäre besser, wenn der Bund im Sinne einer nachhaltigen Wirksamkeit mehr mitreden könnte. Einfach nur wie früher Geld zu geben, ist für mich jedenfalls keine Option mehr.“


Foto: Bettina Stark-Watzinger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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