Sonntag, August 31, 2025
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Grüne fordern ehrlicheres Bild vom Bundeswehr-Dienst

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen-Verteidigungsexpertin Sara Nanni fordert anlässlich des ersten nationalen Veteranentags einen offeneren Umgang mit den Erfahrungen von Bundeswehr-Soldaten. „Der Veteranentag muss ein ehrliches, kein geschöntes Bild des Dienstes in der Bundeswehr zeigen“, sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Es gehe um den Stolz über das Erreichte in den Aufträgen, aber auch um den Schmerz über gefallene Soldaten und Schäden an der eigenen Gesundheit. „Veteranen, die gesundheitliche Schäden davongetragen haben, klagen teilweise über enorme bürokratische Hürden“, sagte Nanni. „Da liegt einiges im Argen, es gibt regelrecht grausame Fälle etwa bei Fragen der Anerkennung von posttraumatischen Belastungsstörungen; das löst mitunter eine Retraumatisierung bei den Soldaten aus“, fügte die Grünen-Politikerin hinzu.

Hier müsse das Bundesverteidigungsministerium dringend mehr tun. Es brauche insgesamt einen Kulturwandel, der nicht mit einem Veteranentag allein zu erreichen sei. „Wir müssen auch mehr darüber reden, was es heißt, am scharfen Ende der deutschen Außenpolitik Dienst zu tun“, forderte die Verteidigungsexpertin.


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Spahn erwartet mehr Tempo bei Bürgergeldreform

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) fordert von der Koalition Tempo bei der Reform des Bürgergeldes. „Hier muss es schnell vorangehen“, sagte Spahn der „Rheinischen Post“.

Die Frage, ob es sich lohne, arbeiten zu gehen, dürfe künftig gar nicht erst aufkommen. „Dazu kommt der massive Missbrauch, den wir zum Beispiel in Teilen des Ruhrgebiets sehen, den Bärbel Bas auch aus ihrer Heimatstadt Duisburg kennt.“ Spahn sagte weiter: „Wer arbeiten kann, sollte arbeiten, das ist ein Satz, den Lars Klingbeil sagt und den Friedrich Merz sagt. Es ist also ein gemeinsames Projekt.“

Auf die Frage, ob er der SPD beim Bürgergeld einen Politikwechsel zutraue, sagte der Fraktionschef: „Ja. Das steht im Koalitionsvertrag, dem 85 Prozent der SPD-Mitglieder zugestimmt haben.“


Foto: Passanten an einem Bürgergeld-Infostand (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundeswehr besucht immer häufiger Schulen

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die von Personalsorgen geplagte Bundeswehr hat ihre Besuche an Schulen und Hochschulen in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert.

Im Jahr 2020 absolvierten Vertreter der Truppe bundesweit bereits 2.717 Auftritte, teilte das Bundesverteidigungsministerium auf eine Parlamentarische Anfrage der Linken mit, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben) berichten. Im vergangenen Jahr standen für die Bundeswehr demnach 6.137 solcher Termine auf dem Programm. Die Zahl der Besuche hat sich damit in dem Zeitraum mehr als verdoppelt.

Eine deutliche Steigerung der Termine in Schulen gibt es ab 2022, also im Jahr des russischen Überfalls auf die Ukraine. Nach den 2.717 Besuchen 2020 sank die Zahl im Folgejahr auf 2.558. Ab 2022 ist dann ein Sprung auf 5.687 Visiten zu verzeichnen, 2023 trat die Truppe 5.095 Mal in Schulen und Hochschulen auf. Der Trend zu einer deutlich stärkeren Präsenz der Bundeswehr in Bildungseinrichtungen setzt sich fort: Für das erste Halbjahr des laufenden Jahres gibt das Ministerium bereits 3.520 Termine an. Demnach finden die Besuche an Gesamt- und Mittelschulen, Real- und Oberschulen, Gymnasien und Berufsschulen statt.

Die Linksfraktion im Bundestag kritisiert die Präsenz der Bundeswehr in Schulen, dadurch solle die Bevölkerung „kriegstüchtiger“ gemacht werden. „Im Kern geht es schlichtweg um das Aufpolieren des Images der Bundeswehr und das Werben bei jungen Menschen für den Dienst an der Waffe“, sagte die Linken-Bildungsexpertin Nicole Gohlke den Funke-Zeitungen. Dass auch Minderjährige so von der Bundeswehr umworben werden, sei besonders bedenklich. „Angesichts der Kriegsgefahr wäre mehr Friedensbildung angebracht, statt die Bundeswehrpropaganda in Schulen und Hochschulen anzukurbeln und die Militarisierung der Gesellschaft sowie die Wehrpflicht schleichend durch die Hintertür voranzutreiben.“


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kommunen fordern Milliarden-Programm zum Schutz vor Hitze

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Städte- und Gemeindebund hat einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt, um Kommunen besser vor Hitze zu schützen.

‚In der kommunalen Praxis müssen wir die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten sowie weitere Maßnahmen wie Flächenentsiegelung, die Schaffung von Regenwasserrückhalteräumen, eine klimaangepasste Abwasserinfrastruktur oder auch mehr Grün in unseren Innenstädten organisieren`, zitieren die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) aus dem Papier.

‚Es ist daher erforderlich, dass die für den Klima- und Transformationsfonds versprochenen Investitionsmittel in Höhe von 100 Milliarden Euro in den kommenden Jahren in wesentlichen Teilen dem kommunalen Klimaschutz zugutekommen.` Jährlich seien mindestens fünf Milliarden Euro für entsprechende Hitzeschutzkonzepte und Anpassungsmaßnahmen erforderlich.

Der Hauptgeschäftsführer des kommunalen Spitzenverbands, André Berghegger, sagte: ‚Gerade für ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen und wohnungslose Menschen bestehen hohe Gesundheitsrisiken.` Daher müssten besonders Einrichtungen der Altenpflege oder für Kinderbetreuung entsprechende Konzepte aufgesetzt und finanziert werden. Berghegger verlangte ‚bürokratiearme Infrastrukturprogramme`, die vor Ort ‚nach den jeweiligen Bedarfen eingesetzt werden können`.


Foto: Junge Leute im Sommer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Röwekamp fordert breite Debatte über allgemeine Dienstpflicht

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Anlässlich des ersten bundesweiten Veteranentags hat der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp (CDU), eine breite Debatte über eine allgemeine Dienstpflicht für Männer und Frauen gefordert.

Sie könnte bei der Bundeswehr, im Zivilschutz oder im sozialen Bereich abgeleistet werden. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) sagte Röwekamp, der erste Veteranentag sei nicht nur ein „Akt der Anerkennung“ und ein „überfälliges Zeichen der Wertschätzung“ für den Dienst Zehntausender Soldaten, sondern auch ein „wichtiger politischer Impuls“.

„Wir stehen vor der sicherheitspolitisch herausforderndsten Lage seit Jahrzehnten. Die Wehrhaftigkeit unseres Landes und die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft rücken wieder in den Fokus“, sagte der CDU-Politiker. „In diesem Zusammenhang ist eine breite gesellschaftliche Debatte über eine allgemeine Dienstpflicht überfällig – für Frauen wie Männer, in militärischen wie zivilen Bereichen.“

Gebraucht werde eine „Kultur der Verantwortung“, die junge Menschen motiviere, „sich einzubringen“ – für die Bundeswehr, im Zivilschutz oder im sozialen Bereich. Röwekamp mahnte, der Veteranentag dürfe kein „symbolischer Einzelmoment“ bleiben, sondern sollte ein Ausgangspunkt sein für ein „neues Verständnis von gesellschaftlichem Zusammenhalt“ und für eine „offen geführte Diskussion über Dienst und Pflicht in der Demokratie“. Es gehe auch um die politische Bereitschaft, daraus konkrete Reformschritte zu entwickeln. „Im Parlament werden wir diese Debatte führen. Und wir werden sie brauchen, wenn wir Sicherheit nicht nur versprechen, sondern verlässlich gewährleisten wollen“, sagte Röwekamp.

Am Sonntag wird auf Beschluss des Bundestags erstmals ein nationaler Veteranentag begangen, mit dem aktive und frühere Soldaten der Bundeswehr für ihren Dienst gewürdigt werden sollen. Die zentrale Veranstaltung dazu findet rund um das Reichstagsgebäude in Berlin statt, es sind aber auch zahlreiche weitere Veranstaltungen bundesweit geplant.

Der Präsident des Verbandes der Reservisten, Patrick Sensburg, sprach von einem „starken Signal“ an die Veteranen, „dass ihr Dienst nicht vergessen wird und dass ihre Beiträge für unser Land anerkannt und gewürdigt werden“. Der Veteranentag sei „die Erfüllung einer langjährigen Forderung und ein Meilenstein in der deutschen Veteranenpolitik“, sagte Sensburg den Funke-Zeitungen. Er manifestiere eine Kultur des Respekts und der Wertschätzung, die der Verband seit Langem einfordere.


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Studie: Heizölpreise steigen nach Zweijahrestief deutlich

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Angriff Israels auf den Iran steigen die Heizölpreise in Deutschland deutlich an. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Vergleichsportals Verivox hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) vorab berichten.

Demnach kosten 100 Liter Heizöl derzeit rund 93 Euro. Noch im Mai lag der Preis für die Menge im Durchschnitt bei 87 Euro – das war laut Verivox so wenig wie seit zwei Jahren nicht.

Trotz des jüngsten Preisanstiegs könne es sich lohnen, den Tank jetzt nachzufüllen, heißt es in der Analyse. Denn im langfristigen Vergleich seien die Preise noch immer günstig. Hinzu kommt dem Preisvergleichsportal zufolge: Neben der schwelenden geopolitischen Unsicherheit, könnten steigende CO2-Kosten die Preise im nächsten Jahr weiter in die Höhe treiben.

Israel hatte am Freitag damit begonnen, iranische Nuklearanlagen anzugreifen. Die Märkte reagierten nervös. Die Rohölpreise – und damit auch die Heizölpreise – zogen deutlich an. Noch im Mai hatte der Durchschnittspreis für 100 Liter Heizöl in Deutschland bei knapp 87 Euro (brutto) gelegen. Für ein Einfamilienhaus mit einem typischen Jahresverbrauch von 2.000 Litern ergibt das Verivox-Berechnungen zufolge Heizkosten von rund 1.739 Euro. Ähnlich niedrige Preise habe es zuletzt im Mai 2023 gegeben.

Seit dem Preishoch im September 2023, als 100 Liter noch rund 119 Euro kosteten, seien die Heizölpreise damit um rund 27 Prozent gesunken. Nach der Eskalation im Nahen Osten ist der Preis für 100 Liter Heizöl aktuell auf rund 93 Euro (brutto) gestiegen.

Im längerfristigen Vergleich bleibe das laut Verivox jedoch günstig: 2024 lag der Durchschnittspreis bei 99 Euro, 2023 bei 104 Euro und im Jahr 2022 sogar bei 131 Euro pro 100 Liter. Hauptursache für den allgemeinen Preisrückgang war die Entwicklung auf dem Weltmarkt: Anfang Mai hatten sich die erdölexportierenden Länder auf eine Ausweitung der Fördermengen geeinigt – die Rohölpreise gaben daraufhin deutlich nach.

Belastend wirkten zuletzt auch Unsicherheiten rund um die protektionistische Handelspolitik der USA sowie die Angst vor einer globalen Rezession. Aktuell sorgen die Spannungen im Nahen Osten für Unruhe an den Märkten und damit wieder für steigende Preise. Die Heizölpreise unterliegen Experten zufolge allerdings oft starken Schwankungen.

„Den besten Zeitpunkt für einen Kauf zu treffen, ist kaum möglich. Trotz der bereits deutlich gestiegenen Preise kann es sich noch lohnen, den Tank für den nächsten Winter aufzufüllen“, sagte Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Noch ist das Preisniveau vergleichsweise günstig. Die weitere Entwicklung im Nahost-Konflikt bleibt erst mal unklar, die Preise könnten also auch noch weiter steigen. Zudem sorgen steigende CO2-Kosten zum Jahreswechsel ebenfalls für mehr Preisdruck“, so Storck weiter.

Ab Januar 2026 wird der sogenannte CO2-Preis innerhalb eines Korridors von 55 bis 65 Euro liegen. Das sind bis zu 10 Euro mehr je Tonne CO2 als noch in diesem Jahr. Die durch den CO2-Preis verursachten Kosten für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 2.000 Litern Heizöl steigen dann von 350 Euro auf bis zu 414 Euro, hat Verivox berechnet.

Angesichts der absehbaren Preisentwicklung rät Experte Storck Hausbesitzern deshalb auch, sich über alternative Heizformen zu informieren: „Aktuell ist das Heizen mit Öl sogar günstiger als mit Erdgas. Dennoch dürfte Heizöl langfristig wieder teurer werden, schon durch die stärker steigenden CO2-Kosten“, so Storck. Wer noch eine veraltete Anlage betreibe, sollte sich frühzeitig über Modernisierungsmöglichkeiten informieren.

Derzeit unterstützt der Staat den Umstieg auf eine umweltfreundlichere Heizung mit bis zu 70 Prozent der Anschaffungskosten.


Foto: Heizkessel im Altbau-Keller (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mehrheit würde Dienst an der Waffe heute verweigern

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wenn die Bürger heute zwischen Wehr- und Zivildienst wählen müssten, würde sich eine Mehrheit für den Dienst ohne Waffe entscheiden. 51 Prozent würden lieber Zivildienst leisten, nur 36 Prozent würden zur Bundeswehr gehen, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“.

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während 47 Prozent der Männer den Wehrdienst bevorzugen würden, sind es bei den Frauen lediglich 26 Prozent. 60 Prozent der Frauen würden stattdessen Zivildienst leisten, bei den Männern liegt dieser Anteil bei 42 Prozent.

Trotz der Zurückhaltung beim Dienst an der Waffe befürwortet eine relative Mehrheit der Befragten die Wiedereinführung der Wehrpflicht für die Generation ihrer Kinder oder Enkel. 47 Prozent fänden eine verpflichtende Einberufung gut, 34 Prozent lehnen sie ab. Neun Prozent ist die Frage gleichgültig, zehn Prozent machten keine Angabe.

Aus der Wirtschaft kommt Unterstützung für die Wiedereinführung einer Wehrpflicht. Oliver Zander, Chef des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, sagte der „Bild am Sonntag“ dazu: „Der bereits im Frieden erforderliche Aufwuchs von ca. 180.000 auf 260.000 Soldaten und die Durchhaltefähigkeit im Verteidigungs- und Bündnisfall mit dann möglicherweise über 400.000 Soldaten sind mit einem freiwilligen Wehrdienst definitiv nicht zu schaffen. Wir brauchen deshalb die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht.“

Unterstützung kommt auch von Christoph Ahlhaus, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft. „Ein Leben in Freiheit und Wohlstand muss jeden Tag neu erarbeitet und verteidigt werden. Darum steht der deutsche Mittelstand voll hinter unserer Bundeswehr als Dienstleister und Zulieferer, durch großzügige Freistellungsregelungen bei Reserveübungen oder bei der personellen Aufstockung unserer Streitkräfte: Wehrpflicht? Wuppen wir“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Das Meinungsforschungsinstitut Insa befragte 1.003 Personen vom 12. bis 13. Juni 2025.


Foto: Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Experte: Iran-Israel-Atomkrieg nun deutlich wahrscheinlicher

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Massachusetts (dts Nachrichtenagentur) – Der Atomwaffenexperte Jim Walsh befürchtet, dass Israels Angriffe auf iranische Nuklearanlagen das Regime in Teheran dazu bewegen, nun erst recht eine Atombombe zu bauen. „Die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges zwischen Israel und Iran ist stark gestiegen“, sagte der US-Amerikaner Walsh dem „Spiegel“. „Das wird nicht jetzt passieren, aber womöglich in fünf oder zehn Jahren.“

Das Land habe schon vor 10 bis 15 Jahren die mit Abstand höchste technische Hürde zum Bau von Nuklearwaffen genommen, sagte Walsh, der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) forscht und zu den weltweit führenden Fachleuten für das iranische Atomprogramm zählt. „Es ist in der Lage, hochangereichertes, waffenfähiges Uran in bedeutenden Mengen zu produzieren. Was fehlte, war der politische Beschluss der iranischen Führungsspitze, die Waffen zu bauen.“

Dieser könnte nun erfolgen, befürchtet Walsh: „Die iranische Führung hat nicht viele Optionen auf diese Demütigung zu antworten und ihre nationale Sicherheit wiederherzustellen – aber eine davon ist die nukleare Option.“ Die mutmaßlichen Beschädigungen der Atomfabrik Natans, wo tausende Zentrifugen zur Urananreicherung standen, werde Iran dabei kaum stoppen.

„Natürlich können die Israelis Zentrifugen zerstören. Aber sie können nicht so einfach die Baupläne und das Wissen aus den Köpfen iranischer Ingenieure tilgen“, sagte Walsh. „Vor allem ist fraglich, wie Israel gegen die unterirdische Atomfabrik in Fordo vorgehen soll, die nach meiner Kenntnis bislang wenig beschädigt wurde.“ Israel fehlten mutmaßlich die dafür erforderlichen schweren Bunkerbrecherbomben.

Auch die Tötung von mindestens neun führenden Nuklearwissenschaftlern wird Walsh zufolge den Bau einer iranischen Bombe nicht stoppen können. „Seit spätestens 2015 kennen die Forscher und Ingenieure alles, bis hin zur Hochanreicherung von Uran. Dieses Wissen dürfte sich in den vergangenen zehn Jahren weit unter den iranischen Nuklearexperten verbreitet haben.“


Foto: Israelische Soldatin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wadephul bei Nahostreise: Gaza darf "nicht aus dem Blick geraten"

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Riad (dts Nachrichtenagentur) – Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien hat sich Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) besorgt über die Eskalation im Nahen Osten gezeigt. Er habe mit dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan über die Lage in der Region gesprochen: „Die Situation bleibt hochgradig volatil -das zeigen die nächtlichen Angriffe in beide Richtungen. Die Gefahr weiterer Eskalation ist real“, wird der Minister vom Auswärtigen Amt auf „X“ zitiert.

„Irans Atomprogramm bedroht nicht nur Israel, sondern auch Saudi-Arabien und die Stabilität der ganzen Region. Der Wunsch der Staaten der Region ist klar: eine nukleare Aufrüstung zu vermeiden. Auch Deutschland setzt sich für Deeskalation ein“, hob der CDU-Politiker hervor.

Wadephul wies darauf hin: „In der aktuellen Lage darf auch Gaza nicht aus dem Blick geraten. Die humanitäre Situation ist katastrophal.“ Ein Waffenstillstand brauche eine „gemeinsame Perspektive“ für die Zeit danach. „Der arabische Plan für den Wiederaufbau bietet eine wichtige Grundlage“, so Wadephul.


Foto: Johann Wadephul (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Lottozahlen vom Samstag (14.06.2025)

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Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 3, 19, 24, 28, 30, 39 die Superzahl ist die 8. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 5640567. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 389907 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. Der Jackpot bei „6 aus 49“ betrug vier Millionen Euro.


Foto: Lotto-Spielerin, via dts Nachrichtenagentur

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