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Yokoy gewinnt Swisscom als Partner

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Yokoy, Anbieter einer KI-gesteuerten Ausgabenmanagement-Plattform für mittelständische und große Unternehmen, geht eine strategische Allianz mit Swisscom ein: Die KI-gesteuerte Ausgabenmanagement-Lösung von Yokoy steht jetzt auch den Unternehmenskunden von Swisscom, einem der größten integrierten ICT-Anbieter für Großkunden sowie kleine und mittelständische Unternehmen in der Schweiz, zur Verfügung.

Als Integrationspartner für SAP und Abacus kennt Swisscom die Bedürfnisse von Unternehmenskunden. Die Zusammenarbeit mit Yokoy bietet ihnen einen großen Nutzen. Von optimierten Transaktionsprozessen bis hin zu fortschrittlichem Spesenmanagement: Die Kunden können innerhalb eines einheitlichen Systems eine umfassendere Palette an Dienstleistungen nutzen.

Die KI-gesteuerten Ausgabenmanagement-Lösungen von Yokoy werden als Teil des Swisscom-Conextrade-Portfolios für alle bestehenden und neuen Swisscom-Kunden, die ihre Ausgabenprozesse optimieren wollen, verfügbar sein. Die Fähigkeit von KI, unstrukturierte Datensätze wie Rechnungen und Quittungen zu analysieren und sie mit gesetzlichen oder unternehmensinternen Richtlinien abzugleichen, macht die manuelle Dateneingabe überflüssig, spart Zeit und eliminiert Fehler.

*Zwei Plattformen, eine Zielgruppe*

Conextrade von Swisscom ist eine führende Schweizer E-Invoicing und E-Procurement Plattform. Sie ist spezialisiert auf die Digitalisierung und Automatisierung von Purchase-to-Pay (P2P) und Order-to-Cash (O2C) Prozessen. Sie unterstützt effiziente Geschäftstransaktionen mittels des elektronischen Austauschs von Daten und Dokumenten über ihr robustes Electronic Data Interchange (EDI) Netzwerk. Conextrade ist so konzipiert, dass es sich nahtlos in die wichtigsten ERP-Systeme wie SAP und Abacus integrieren lässt. Dadurch werden Transaktionsprozesse rationalisiert, der manuelle Aufwand reduziert und die Genauigkeit erhöht. Conextrade von Swisscom ist eine seit zwei Jahrzehnten etablierte digitale Lösung und ein vertrauenswürdiges und zuverlässiges Instrument für Unternehmen.

Yokoys Ausgabenmanagement-Plattform vereint Spesenabrechnungen, die Verwaltung von Lieferantenrechnungen und die Bezahlung mit intelligenten Firmenkarten in einem intuitiven Tool, das auf modernster Sicherheitstechnik beruht. Mithilfe künstlicher Intelligenz automatisiert sie das Ausgabenmanagement von mittelständischen und großen Unternehmen.

„Mit Yokoy führen wir eine revolutionäre KI-Technologie in das Ausgabenmanagement unserer Kunden ein. Diese Partnerschaft stärkt die Position von Swisscom als eines der führenden Unternehmen bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen“, sagt Mike Fäh, Head of Conextrade bei Swisscom.

„Die Partnerschaft mit Swisscom ist ein wichtiger Meilenstein“, meint Ben Crow, Global Head of Partnerships & Alliances bei Yokoy. „Gemeinsam revolutionieren wir, wie Unternehmen ihre Finanzoperationen verwalten. Swisscom arbeitet bereits mit der Art von Unternehmen zusammen, die auch von unseren Lösungen erheblich profitieren. Genau wie wir ist Swisscom daran interessiert, dass sich die Investitionen der Unternehmen in ihre Finanzsysteme auszahlen. Durch die Partnerschaft mit Yokoy können sie unsere KI-gesteuerten Tools nutzen, um die Kosten für die Transaktionsverarbeitung um über 95 Prozent zu senken.“

Bild Yokoy GmbH

Quelle messerPR – Public Relations

EM-FIEBER IN BADEN-WÜRTTEMBERG

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EM-Fieber

EM-FIEBER IN BADEN-WÜRTTEMBERG
Überraschende Erfindungen und Reiseziele zum runden Leder

Bald ist Anpfiff! Die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland kommt auch in den Süden. Mit Stuttgart als einem von bundesweit zehn Spielorten steigt die Stimmung dort, wo der deutsche Fußball seine Wurzeln hat. Auch sonst ist Deutschlands Süden eng mit der Historie des Fußballs verwoben. Wir präsentieren elf Geschichten rund ums Kicken aus Baden-Württemberg.

Stuttgart-Bad Cannstatt: Die Wurzeln des deutschen Fußballs

Auf dem Cannstatter Wasen nahm alles seinen Anfang: 1865 wurde dort erstmals in Deutschland Fußball gespielt. Cannstatt, damals noch nicht nach Stuttgart eingemeindet, war als die Stadt mit dem zweitgrößten Mineralwasservorkommen Europas besonders für den englischen Adel attraktiv. Auf eines der neu entstandenen Internate ging William Cail, später Schatzmeister des englischen Rugbyverbands. In einem seiner Briefe findet sich der älteste Nachweis eines Fußballspiels auf deutschem Boden. Die Frage, ob damals Fußball oder Rugby gespielt wurde, erübrigt sich. Beides nannte man einfach „Football“.

Freiburg: Wo Jogi seinen Espresso trinkt

Zwischen Freiburger Hauptbahnhof und dem Luxushotel Colombi ist es durchaus prominent gelegen und doch könnte man das unscheinbare Café Melange glatt übersehen. Keine Wimpel, keine Poster: Vielleicht hat sich Ex-Bundestrainer Joachim Löw genau deshalb das Melange als Stammcafé ausgesucht. Wobei: Der Espresso muss in jedem Fall außergewöhnlich sein. Der Weltmeister-Trainer von 2014 schätzt das Heißgetränk so sehr, dass ihm zu Amtszeiten bei jedem Interview ein Tässchen gereicht wurde. Stammgäste des Cafés geben Löw recht: Der Espresso sei der beste nördlich der Alpen. Wer Glück hat, trinkt ihn mit Jogi zusammen.

Metzingen: Weiße Weste dank schwäbischen Tüftlergeists

Die Kleinstadt Metzingen ist heute vor allem für die Outletcity Metzingen bekannt. Dort, am Fuß der Schwäbischen Alb, gelang dem Sportartikelhersteller Reusch in den 1970er-Jahren eine fußballerische Revolution. Mit Nationaltorhüter Sepp Maier entwickelte er den Torwarthandschuh mit Innenflächen aus Latex. Die neuerdings mit Kunststoff beschichteten Lederbälle flutschten damit nicht mehr so leicht durch die Hände. Angeblich hielt „Katze Maier“ deshalb so zuverlässig seinen Kasten sauber, weil er das bessere Equipment hatte. Den Innovationsvorsprung hielt Reusch über zwei Jahrzehnte und stellte die Handschuhe her, denen Torhüter vertrauen.

Stuttgart: Warum? Vhy! – Vegan essen bei Timo Hildebrand

Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Im Stuttgarter Trend-Restaurant „Vhy!“ wird lieber gehandelt, als sich in Fragen zu verlieren. Und zwar am liebsten kreativ und experimentell. Fußballer Timo Hildebrand und Künstler Tim Bengel setzen mit ihrem veganen Küchenkonzept auf Veränderung und Vielfalt – weil‘s Spaß macht, lecker schmeckt und guttut. Auf den Teller kommen deswegen auch ausschließlich Bio- und Demeter-Produkte. Zum Veganismus bekehrt werden soll hier aber niemand. Dass es trotzdem passiert, ist bei den leckeren und bunten Kreationen auf Pflanzenbasis nicht ausgeschlossen.
vhydowe.care

Wangen im Allgäu: Wo die WM 2006 begann

Kaum zu glauben, aber wahr: Auf dem Wangener Marktplatz begann die Weltmeisterschaft 2006. Die togolesische Mannschaft hatte sich das Allgäu als Quartier ausgesucht. Als erstes Team trafen die Westafrikaner offiziell und in Mannschaftsstärke ein. Der Empfang auf dem Marktplatz wurde live im Fernsehen übertragen. Von dort ging das Signal durchs ganze Land: Die WM hat begonnen! Unglücklicherweise war Togo auch das erste Team, bei dem feststand, dass es wieder abreisen würde. Der Verbundenheit hat es keinen Abbruch getan: Noch heute werden die Beziehungen zwischen Togo und Wangen intensiv gepflegt.

Karlsruhe: Hochburg einer jungen Sportart

In Stuttgart wurde erstmals in Deutschland Fußball gespielt, Karlsruhe aber etablierte sich bald als Hochburg der jungen Sportart. Das liegt vor allem an Walther Bensemann. An über 15 Vereinsgründungen in Süddeutschland beteiligt, gründete der deutsche Fußballpionier in Karlsruhe 1889 den International Football Club, später die Karlsruher Kickers. Man spielte auf dem Engländerplatz an der Moltkestraße, auf dem auch eines der sieben „Ur-Länderspiele“ stattfand. Teile des Ascheplatzes kann man heute noch bespielen. Auch dank Bensemann war Baden sportlich früh überlegen: Drei der ersten sieben deutschen Meistertitel gingen ins Großherzogtum, zwei davon nach Karlsruhe.

Schluchsee: Von falschen und echten Wundermitteln

Mit einem Trainingslager in Höhenluft sollte die WM 1982 für die deutsche Mannschaft zum Erfolg werden. Das Hotel Vier Jahreszeiten am Schluchsee liegt auf 1.000 Metern, der clevere Hoteldirektor versprach dem DFB wundersame Gesundheitseffekte. Dass Höhentraining erst ab 1.500 Metern beginnt, war noch nicht so geläufig. Sowieso stand bei den Nationalspielern eher eine Diskothek in Waldshut hoch im Kurs, der Begriff „Schlucksee“ wurde geprägt. Gegen Katerstimmung am nächsten Tag hatte Hotelportier Heinz Schneider ein Mittel: Dank Spiegeleiern mit Schwarzwälder Speck standen tags darauf alle Mann wieder auf dem Platz.
vjz.de

Stuttgart: Ein Schwabe sorgt für Ordnung

Als der Fußball ruppiger wurde, hatte ein Stuttgarter Schiedsrichter eine bahnbrechend einfache Idee. Rudolf Kreitlein erfand Ende der 1960er-Jahre die Gelbe und Rote Karte. Zuvor brauchte er bei einem Spiel der WM 1966 in England stolze sieben Minuten, um den argentinischen Kapitän nach einem Platzverweis vom Spielfeld zu komplimentieren. Seine klare Ansage „Now is end for you!“ war dann doch nicht eindeutig genug. Kreitlein grübelte tagelang, ob es nicht ein unmissverständliches Signal für Platzverweis gäbe. Als er in London vor einer Ampel stand, fiel der Groschen. Die erste Gelbe Karte zeigte dann bei der WM 1970 mit Kurt Tschenscher aus Mannheim ein Badener.

Heidenheim: Höhenluft und Würstchenduft

555 Meter über Null: Seit dieser Saison stellt der 1. FC Heidenheim das höchstgelegene Stadion der Bundesliga. Mittlerweile im Oberhaus angekommen, werden Fans vor Ort stets daran erinnert, wo der Verein herkommt: Zu Landesliga-Zeiten hätten sich die Ostälbler zu gern ein Clubhaus neben ihren Sportplatz gebaut, mussten aber mit einer provisorischen Bretterbude Vorlieb nehmen. Über die Jahre wird “Liko’s Kiosk” zum Heiligtum. Beim Stadionausbau steht ein Abriss nicht zur Debatte, der Architekt muss die neue Tribüne um den Kiosk herum bauen. Nur in Heidenheim hat man heute beim Würstchenholen eine derart ungehinderte Sicht auf das Spielfeld.

Villingen-Schwenningen: Stadionatmosphäre im Wohnzimmer

Wenn die EM 2024 nach Deutschland kommt, feiert ein Fußball-Original aus dem Süden sein 100-jähriges Jubiläum: Tipp-Kick bringt damals wie heute der Deutschen liebstes Spiel in die heimischen Wohnzimmer. Ein Stuttgarter Möbelfabrikant verscherbelte 1924 sein Patent für kleine Zinnfiguren mit beweglichem Fuß. Er hielt seine Idee für wertlos. So kann man sich täuschen. Der Schwenninger Edwin Mieg kaufte ihm das Patent ab und stellte die Figuren samt eckigem Ball zwei Jahre später auf der Nürnberger Spielwarenmesse vor. Tipp-Kick gibt es bis heute fast unverändert. So richtig original ist es nur, wenn es in Schwenningen hergestellt wird.

Ostfildern: Die Neuerfindung des Fußballs

Begriffe wie „Viererkette“, „Ballorientierung“ und „Verschieben“ kursieren heute wie selbstverständlich. Als sie in den 1980er-Jahren von einer südwestdeutschen Trainerschule eingeführt wurden, kam das manchen wie die taktische Neuerfindung des Fußballs vor. Federführend war der Stab um Helmut Groß, Ralf Rangnick und weitere Fachleute des Württembergischen Fußballverbandes. Einige Kniffe hatte man sich von Dynamo Kiew abgeschaut, die regelmäßig in der Sportschule in Ostfildern-Ruit zu Gast waren. Der Vorsprung der württembergischen Trainerschule hatte zwischenzeitlich dazu geführt, dass ein Drittel aller Bundesligatrainer aus dem Fußballsüden stammte.

Bild EM-Fieber im Süden: Fußballfans auf dem Stuttgarter Schlossplatz; Bildnachweis: SMG/Martina Denker

Quelle: WIR SIND SÜDEN. Tourismus Marketing GmbH

Buschmann dämpft Hoffnungen auf AfD-Verbotsverfahren

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Marco Buschmann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem AfD-Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster warnt Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) vor falschen Hoffnungen auf ein AfD-Verbotsverfahren. Die Entscheidung ebne „nicht automatisch den Weg zu einem Verbotsverfahren der AfD“, sagte der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).

„Ein solches sollte man nur anstrengen, wenn man sich sehr sicher sein kann, dass es auch erfolgreich wäre.“ Am wichtigsten und überzeugendsten bleibe es, rechtspopulistische Parteien politisch zu bekämpfen und mit Argumenten zu entlarven. „Das sollte der Anspruch der seriösen Demokraten bleiben.“

Buschmann begrüßte das Urteil in der Sache: „Unser demokratischer Rechtsstaat ist kein stehendes Ziel, das von Extremisten wund geschossen werden kann. Stattdessen verfügt er über die rechtlichen Instrumente, sich vor denjenigen Parteien zu schützen, die die Wertentscheidungen unserer Verfassung mindestens in Teilen ablehnen.“

Der frühere Hamburger Justizsenator und Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Till Steffen, fordert unterdessen nach dem Urteil des OVG, einen AfD-Verbotsantrag gründlich zu prüfen. „Das Urteil ist ein sehr wichtiger Bestandteil für die Materialsammlung, die es für die Prüfung eines AfD-Verbotsantrags braucht“, sagte Steffen dem Nachrichtenportal T-Online.

Der stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses, Lars Castellucci (SPD), bezeichnete die AfD derweil als „unwählbar“. Das OVG habe noch einmal bestätigt, dass sie als Verdachtsfall vom Verfassungsschutz beobachtet werden darf, sagte er dem „Tagesspiegel“. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis sie bundesweit als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft sei, „denn sie radikalisiert sich immer weiter“. Castellucci kritisierte mit Blick auf die AfD: „Sie steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes.“ Sie sei für Demokraten und Deutschland „unwählbar“.


Foto: Marco Buschmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Habeck hofft bei Europawahl auf "sattes zweistelliges Ergebnis"

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Robert Habeck (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will mit den Grünen bei der im Juni anstehenden Europawahl ein „sattes zweistelliges Ergebnis“ holen. Das sagte er am Montag den Sendern RTL und ntv.

Bei der vergangenen Wahl 2019 waren die Grünen noch zweitstärkste Kraft: „Dieses Vergleichen mit der Vergangenheit hilft ja nicht wirklich weiter“, so Habeck. Man lebe heute in einer völlig anderen Zeit. „Damals waren wir in der Opposition. Es gab keinen Krieg in Europa, keine hohen Energiepreise, keine Wirtschaftskrise“, sagte der Vizekanzler. Und weiter: „Ich glaube, dass wir einen ziemlich fulminanten Wahlkampf in den letzten drei bis vier Wochen hinlegen werden. Und dann werden wir auch ein ganz gutes Ergebnis bekommen.“

Für Habeck ist die anstehende Europawahl eine „extrem wichtige“ Wahl. „Die Zukunft, die Sicherheit und auch der Frieden und die Freiheit Europas wird ganz wesentlich über die Zusammensetzung des Europäischen Parlamentes hergestellt und gewählt“, findet er.


Foto: Robert Habeck (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Faeser sieht AfD-Urteil als Zeichen für "wehrhafte Demokratie"

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Nancy Faeser (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenministerin Nancy Faser (SPD) sieht das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster zur Einstufung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall durch den Verfassungsschutz als Zeichen für eine „wehrhafte Demokratie“. Der Rechtsstaat habe Instrumente, „die unsere Demokratie vor Bedrohungen von innen schützen“, sagte sie am Montag.

„Genau diese Instrumente werden auch eingesetzt – und sind jetzt erneut von einem unabhängigen Gericht bestätigt worden.“ Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe einen „klaren gesetzlichen Auftrag“, gegen Extremismus vorzugehen und die Demokratie zu schützen. „Dabei arbeitet es eigenständig.“ Die Bewertung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall sei „sorgfältig begründet“ worden und sei nun durch das OVG bereits in zweiter Instanz für rechtmäßig befunden worden. „Im Rechtsstaat entscheiden unabhängige Gerichte“, so Faeser.

Der Grünen-Innenpolitiker und Bundestagsfraktionsvize Konstantin von Notz begrüßte das Urteil ebenfalls. Er sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass es die Aufgabe des Bundesamts für Verfassungsschutz sei, die Verfassung „vor ihren Feinden“ zu schützen. „Zweifelsohne gehört die AfD zu diesen Feinden unserer liberalen Demokratie. Dass sie beobachtet werden kann, ist insofern nur konsequent und Ausdruck der Wehrhaftigkeit unseres Rechtsstaats – gerade auch vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte.“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge brachte unterdessen ein AfD-Verbot ins Spiel. „Die Möglichkeit, einen Antrag nach Art. 21 GG auf Prüfung der Verfassungskonformität einer Partei beim Bundesverfassungsgericht zu stellen, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer wehrhaften Demokratie“, sagte sie am Montag. „Die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben diese Möglichkeit im Lichte des Dritten Reiches geschaffen.“ Nach dem Urteil sei für sie klar, dass man nun eine Vorab-Prüfung einleiten müsse, ob die nötigen Voraussetzungen vorliegen könnten.

Auch die Linken-Innenpolitikerin Martina Renner fordert nach dem Urteil des OVG, nun einen AfD-Verbotsantrag anzustoßen. Es sei Zeit, jetzt zu handeln und „in einem breiten Konsens“ der Demokraten im Bundestag einen Verbotsantrag auf den Weg zu bringen, sagte Renner dem Nachrichtenportal T-Online. „Ein solcher Antrag ist die Selbstverteidigung der Demokratie gegen ihre Feinde.“


Foto: Nancy Faeser (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mindestens 41 Tote nach Schlammlawinen auf Sumatra

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Indonesien (Archiv), via dts NachrichtenagenturJakarta (dts Nachrichtenagentur) – Auf der indonesischen Insel Sumatra sind am Wochenende zahlreiche Menschen durch Schlammlawinen ums Leben gekommen. Bis Montag stieg die Zahl der Toten auf mindestens 41. Zudem werden laut dem örtlichen Katastrophenschutz mindestens 17 Menschen noch vermisst.

Die Lawinen aus kalter Asche und Wasser hatten sich am Samstag infolge heftiger Regenfälle am Hang des Vulkans Marapi in Westsumatra ereignet. Zwei Bezirke wurden überschwemmt und zahlreiche Menschen mitgerissen. Über 100 Gebäude wurden zudem beschädigt. Allein in einem Dorf im Bezirk Agam wurden bis Sonntagnachmittag 19 Leichen gefunden.

Der Marapi ist der aktivste Vulkan auf Sumatra. In seiner Umgebung befinden sich mehrere Städte. Immer wieder kommt es zu größeren Ausbrüchen – zuletzt unter anderem im Dezember. Damals war eine drei Kilometer hohe Aschesäule über dem Vulkan aufgestiegen. Es kam dabei zu Aschefall, wodurch 23 Bergsteiger getötet wurden.


Foto: Indonesien (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Giffey zweifelt an Strafrechtsverschärfung bei Politiker-Attacken

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Franziska Giffey (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sieht mit Blick auf die Häufung von Angriffen auf Politiker eine Strafrechtsverschärfung kritisch. Ein neuer Strafrechtsbestand, der sich gegen politisches Stalking richten soll, werde nicht ausreichen, sagte sie am Montag im RBB-Inforadio.

Dabei geht es unter anderem darum, etwa bedrohliche Aufmärsche vor Wohnhäusern von Politikern zu ahnden. „Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Diskussion, wir brauchen einen anderen Umgang miteinander, wir brauchen mehr Respekt, mehr Wertschätzung, mehr politische Bildung auch schon von früh an, in den Schulen“, so Giffey. „Und es geht einfach darum, dass Demokratie nicht mit Straftatbeständen erreicht werden kann, sondern es muss sein, dass wir insgesamt miteinander verhandeln, wie wir Konflikte im Dialog und im Kompromiss lösen und nicht mit Gewalt.“

Giffey war selbst vor Kurzem in einer Berliner Bibliothek von einem Mann angegriffen worden. Sie sagte, es gehe aber nicht nur um Gewalt gegen Politiker: „Wir haben ja ein viel breiteres Problem in unserem Land.“ Und das ziele nicht nur auf Politiker: „Es zielt auf Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, im Rettungsdienst arbeiten und die auch in der Kommunalpolitik ehrenamtlich arbeiten. Und das ist etwas, was mich wirklich besorgt und auch erschüttert zunehmend.“


Foto: Franziska Giffey (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Sebastian Rode will nach Karriereende erst mal Abstand gewinnen

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Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Sebastian Rode, Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt, hat nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, ob er auch seinen zweiten Karriereweg bei der Eintracht einschlagen will. „Ich möchte erst mal etwas Abstand gewinnen und das Karriereende verarbeiten“, sagte er dem „Kicker“.

Es sei schließlich schon ein großer Einschnitt. „Danach werde ich mich in verschiedenen Richtungen weiterbilden und schauen, was mir am meisten fehlt. Ist es die Arbeit auf dem Platz? Der Fußball auf einer anderen Ebene? Oder vermisse ich den Fußball gar nicht so sehr und verbringe lieber noch mehr Zeit mit der Familie?“

Er mache sich keinen Druck, fügte Rode hinzu. Er freue sich aber, dass der Klub ihm diese Tür öffnen wolle. „Und ich kann mir natürlich gut vorstellen, in Zukunft bei der Eintracht zu arbeiten“, so der Fußballer, der von 2010 bis 2014 und wieder seit 2019 bei der Eintracht spielte und mit dem Klub 2022 die Europa League gewann.


Foto: Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Stichwahl entscheidet über Präsidentenamt in Litauen

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Gitanas Nauseda (Archiv), via dts NachrichtenagenturVilnius (dts Nachrichtenagentur) – Bei den Präsidentschaftswahlen in Litauen kommt es zu einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Gitanas Nauseda und Ministerpräsidentin Ingrida Simonyte. Nauseda erreichte im ersten Wahlgang nach Auszählung fast aller Stimmen 44 Prozent und verpasste damit knapp die absolute Mehrheit.

Im zweiten Wahlgang ist er dennoch der Favorit, da er deutlich vor Simonyte lag, die auf 20 Prozent kam. Damit wiederholt sich die Stichwahl von 2019, bei der sich Nauseda bereits klar gegen Simonyte durchsetzen konnte. Der zweite Wahlgang soll am 26. Mai stattfinden.

In Litauen ist der Präsident vergleichsweise mächtig. So entscheidet er laut Verfassung unter anderem über die grundlegenden Fragen der Außenpolitik und führt diese zusammen mit der Regierung durch. Die reguläre Amtszeit des Staatsoberhaupts beträgt fünf Jahre.


Foto: Gitanas Nauseda (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutlicher Rückgang der Asylgesuche – mehr Zurückweisungen

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Grenze zwischen Deutschland und Polen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Kontrollen an mehreren Grenzen Deutschlands haben offenbar einen deutlich spürbaren Effekt auf die Migration. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesregierung für das erste Quartal dieses Jahres, über die die „Welt“ berichtet.

Demnach ist die Zahl an Asylgesuchen an den Landgrenzen zu Polen und Tschechien sowie Österreich und der Schweiz insgesamt von 4.998 Fällen im Vorjahresquartal auf 2.362 Gesuche im ersten Quartal 2024 gefallen, ein Rückgang von 52,74 Prozent. Gleichzeitig weist die Bundespolizei deutlich mehr Menschen ab – der Anstieg der Ablehnungen liegt im ersten Quartal bei rund 80 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor (2023: 4.594. 2024: 8.187).

Der CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries hatte die Zahlen in zwei parlamentarischen Einzelfragen abgefragt. Er sagte der „Welt“: „Wir haben ein Stück weit wieder die Kontrolle an unseren Grenzen zurückgewonnen. Es ist unübersehbar, dass die Kontrollen an den deutschen Binnengrenzen Wirkung zeigen und einen wichtigen Beitrag leisten, um die illegale Migration nach Deutschland zu reduzieren.“ Entscheidend sei jetzt, nicht „voreilig die Zügel zu lockern“, sondern die Kontrollen an allen Grenzen zu verlängern, bis die Zahl der Einreisen in die EU dauerhaft auf ein „verträgliches Niveau“ gesenkt worden sei.

Die engmaschigen Kontrollen führen auch zu mehr Fahndungstreffern und vollstreckten Haftbefehlen für die Sicherheitsbehörden. Waren es im ersten Quartal 2023 noch 1.414 Zugriffe an den Grenzen, stieg die Zahl in diesem Jahr auf 2.474. Am meisten Treffer landeten die Fahnder in Tschechien (860), dann folgten Polen (646), Österreich (641) und die Schweiz (327). Gleichzeitig sank die Zahl der Schleuser, die im Grenzgebiet aufgegriffen wurden, um rund ein Viertel. Auch dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Fahndungsdruck international agierende Schleusergruppen dazu bringt, andere Routen auszuwählen und neue Zielländer anzusteuern.

Um Schleusungskriminalität zu bekämpfen, hat das Bundesinnenministerium seit dem 16. Oktober 2023 Grenzkontrollen an den Landgrenzen zu Polen und Tschechien sowie Österreich und der Schweiz verfügt. Diese gelten noch bis einschließlich 15. Juni dieses Jahres – also bis zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte zuletzt eine temporäre Ausweitung der Maßnahmen rund um die Europameisterschaft angekündigt, das weitere Vorgehen danach aber offen gelassen.


Foto: Grenze zwischen Deutschland und Polen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts