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Weihnachtslieder dominieren Single-Charts – Rea Garvey neu dabei

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Rea Garvey (Archiv), via dts NachrichtenagenturBaden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Über die Hälfte der Single-Charts besteht in dieser Woche aus Weihnachtssongs. Das teilte die GfK am Freitag mit.

„Last Christmas“ (Wham, eins), „All I Want For Christmas Is You“ (Mariah Carey, zwei) und „Rockin` Around The Christmas Tree“ (Brenda Lee, drei) stehen auf dem Treppchen. Drei Festtagslieder sind erstmals dabei: Rea Garveys „Happy Christmas“ (55), Olivia Deans „The Christmas Song“ (59) und Darlene Loves „All Alone On Christmas“ (85).

Pink Floyd stehen mit einer Sonderausgabe zum 50-jährigen Jubiläum von „Wish You Were Here“ an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Den bisherigen Bestwert (Rang vier) toppt das Werk, das zum Jubiläum durch diverse Demos und Bonustracks erweitert wurde, nun deutlich. Die Band landet damit ihre neunte Nummer-eins-Platte – und nach „Pink Floyd At Pompeii – MCMLXXII“ die zweite Spitzenplatzierung binnen weniger Monate.

Vorwochensieger Depeche Mode rutscht mit „Memento Mori: Mexico City“ auf Platz vier ab. Die Synthie-Pop-Formation rangiert hinter Taylor Swift („The Life of a Showgirl“, zwei) und Rapper Felix Blume („Kanzler (Frührentnertape Vol. 1)“, drei).

Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.


Foto: Rea Garvey (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gewerkschaftschef gegen niedrigere Gastrosteuer

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Burger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Gastrogewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), Guido Zeitler, hat seine Ablehnung einer dauerhaft niedrigeren Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants bekräftigt.

Mit der Absenkung der Gastrosteuer würden dem Staatshaushalt fast vier Milliarden Euro pro Jahr entzogen, und zwar „für eine Subvention, von der auch der Gast eines Gourmetrestaurants profitiert“, sagte Zeitler dem „Spiegel“. Das habe wenig mit den Lebenswirklichkeiten der Beschäftigten zu tun, „denen man oft vorwirft, viel zu teuer zu sein oder zu wenig zu leisten.“

Der Staat müsse weiterhin in der Lage bleiben, Mitarbeiter im Gastgewerbe zu unterstützen, durch Wohngeld, durch das Aufstocken niedriger Löhne oder durch einen funktionierenden und günstigen Nahverkehr, sagte Zeitler. „Darauf sind viele in der Branche angewiesen.“

Die Beschäftigten profitierten erfahrungsgemäß nicht davon, wenn der Arbeitgeber weniger Steuern zahle, kritisierte Zeitler. „Nachdem die Regierung 2010 die Mehrwertsteuer für Hotels gesenkt hatte, ging fast nichts an die Mitarbeiter“, so der NGG-Chef. „Viele haben die Steuerersparnis schlicht eingesteckt.“ Der neue Steuersatz auf Speisen in der Gastronomie tritt am 1. Januar 2026 in Kraft. Er sinkt dann von 19 auf 7 Prozent.

Der Arbeitgeberverband Dehoga hatte angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage bereits angekündigt, dass jeder Betrieb selbst entscheiden solle, wie er mit der Steuersenkung umgeht – auch, ob sich die Mehreinnahmen womöglich in niedrigeren Preisen auf der Speisekarte niederschlagen.


Foto: Burger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rätselraten umd Weimer-Treuhänder

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Wolfram Weimer am 18.12.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Vorwurf, Kulturstaatsminister Wolfram Weimer könnte womöglich Politik und Geschäftliches vermischt haben, gerät nun auch sein Krisenmanagement in die Kritik. Die Bundesregierung räumte auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Katrin Göring-Eckardt ein, gar nicht zu wissen, wer Weimers Treuhänder ist.

Weimer hatte angekündigt seine Firmenanteile an der Weimer Media Group auf Eis zu legen und einem Treuhänder zu übertragen, weil es Kritik an seiner Doppelrolle als Miteigentümer und Staatsminister gab. „Die konkrete Ausgestaltung der Übertragung der Geschäftsanteile stellt keine Angelegenheit im Verantwortungsbereich der Bundesregierung dar“, erklärte Michael Meister, Staatsminister beim Bundeskanzler.

Weimers Beteiligung ist umstritten, weil die Weimer Media Group auch Veranstaltungen organisiert, bei denen man gegen viel Geld Politiker treffen kann. Weimer hatte einen Interessenskonflikt bestritten, dennoch aber Ende November angekündigt, seine Beteiligung ruhen zu lassen und bis Jahresende vorübergehend einem Treuhänder zu übertragen.

Dass nicht mal die Bundesregierung prüft, ob der Treuhänder neutral ist, löst bei Fachleuten Erstaunen aus. „Zumindest die Bundesregierung sollte Kenntnis haben, wer die Anteile nun treuhänderisch verwaltet“, sagte Lobbycontrol-Experte Timo Lange der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe). „Nur so können mit Blick auf eine saubere Trennung zwischen Amt und privaten Interessen Vorkehrungen getroffen werden.“

Auch im Bundestag stößt das Vorgehen auf Kritik. „Die Frage nach dem Treuhänder gehört zu der Transparenz, die dem Kulturstaatsminister wichtig ist, auch um verbliebene Zweifel auszuräumen“, sagte die Grünen-Fraktionssprecherin für Kultur und Medien, Göring-Eckardt, ebenfalls der SZ. „Daran muss auch die Bundesregierung ein Interesse haben, das scheint mir bislang nicht der Fall.“

Auf eine Anfrage der SZ beim zuständigen Staatsminister selbst heißt es, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) – also Weimer selbst – könne „hierzu keine direkte Auskunft geben, da es sich um einen Vorgang handelt, mit dem der BKM als Behörde nicht direkt befasst ist“. Die Weimer Media Group äußerte sich zu SZ-Fragen zum Treuhänder und der von Politik und Experten angemahnten Transparenz ebenfalls nicht. Sie ließ die Fragen vom Mittwochnachmittag bis Freitagvormittag unbeantwortet, schreibt die Zeitung.


Foto: Wolfram Weimer am 18.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Pilotengewerkschaft will Schiedsverfahren gegen Lufthansa

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Lufthansa-Flugzeuge (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Pilotengewerkschaft Cockpit bereitet die Einleitung eines Schiedsverfahrens gegen die Lufthansa vor. Dies markiere „einen weiteren Tiefpunkt der Sozialpartnerschaft“, sagte Arne Karstens von Cockpit am Freitag.

Hintergrund ist der Vorwurf der Gewerkschaft, dass die Lufthansa gegen eine „Perspektivvereinbarung“ von 2017 verstoße und eine zugesicherte Mindestflottengröße von 325 Flugzeugen bei Lufthansa und Lufthansa Cargo seit Jahren nicht einhalte.

Man habe mehrfach versucht, den Konflikt außerhalb des vorgesehenen Rechtswegs beizulegen, der Gang zum Schiedsgericht sei aber nun „unvermeidlich“. Im Falle eines Erfolgs des Schiedsverfahrens wäre die Lufthansa nach Darstellung der Gewerkschaft zur Zahlung einer Vertragsstrafe in Millionenhöhe verpflichtet.


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Middelberg verteidigt Schuldenkompromiss für Ukraine-Kredit

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Mathias Middelberg (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der für den Haushalt zuständige Vize-Fraktionschef der Union, Mathias Middelberg, zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis des EU-Gipfels – und verteidigt den Kompromiss gegen die Kritik, dass auf diese Weise gemeinsame EU-Schulden (Eurobonds) durch die Hintertür zustandekämen.

„Die EU hat gezeigt, dass sie auch bei diesem sehr schwierigen Thema handlungsfähig ist“, sagte Middelberg dem Nachrichtenportal T-Online. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe hartnäckig verhandelt und so einen europäischen Kompromiss ermöglicht. „Die Kredite hierfür werden durch die EU selbst über den EU-Haushalt aufgenommen, ähnlich wie bei Next Generation EU in der Corona-Zeit. Deshalb gibt es weiterhin keine gemeinsame Verschuldung mehrerer EU-Staaten über sogenannte Eurobonds.“


Foto: Mathias Middelberg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax-Konzerne bilden kaum Rückstellungen für Klimarisiken

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Trockenes Feld (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die größten deutschen Konzerne rechnen fast durchgängig mit zunehmenden Belastungen durch den Klimawandel – bilden diese Risiken aber kaum in ihren Bilanzen ab. Das zeigt eine Analyse des „Handelsblatts“ aller im Aktienleitindex Dax notierten Unternehmen.

Bis auf wenige Ausnahmen bilden die 40 Konzerne keine Rückstellungen oder Rücklagen und tätigen keine substanziellen Investitionen für mehr Klima-Resilienz. Nur wenige kalkulieren überhaupt konkret mit wirtschaftlichen Einbußen. 14 Dax-Konzerne haben gegenüber der globalen Transparenzplattform CDP freiwillig ihre Klimarisiken beziffert. Laut der Datensammlung, über die das „Handelsblatt“ berichtet, kommen sie in Summe auf Maximalschäden von 3,8 Milliarden Euro.

Nach Einschätzung von Annika Zawadzki, Partnerin bei der Unternehmensberatung BCG, dürften die Kalkulationen noch untertrieben sein: „Konzerne schauen bei ihrer Klimarisikoanalyse oftmals nur auf einzelne Standorte. Aber Wetterextreme betreffen auch Mitarbeiter und die eigene Lieferkette. Der wahre Umfang von Klimakatastrophen wird oftmals noch systematisch unterschätzt.“


Foto: Trockenes Feld (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rheinmetall-Autosparte droht nach Übernahme Zerschlagung

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Rheinmetall (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Autozulieferersparte von Rheinmetall droht nach einer Übernahme die Zerschlagung. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise.

Demnach handelt es sich bei den zwei verbliebenen Kaufinteressenten um Investoren aus dem Private-Equity-Bereich. Rheinmetall plant mit einem der beiden Interessenten im ersten Quartal 2026 den Abschluss eines Vertrags. Aus Sicht der Investoren gäbe es zwischen den Geschäftsteilen, die überwiegend aus Verbrenner-Technologie, Sensorik und antriebsunabhängigen Komponenten bestehen, kaum Synergien, was eine Zerschlagung wahrscheinlich macht.

Auch beim Kaufpreis könnte Rheinmetall zu Zugeständnissen gezwungen sein. Die Gebote sollen bei 500 bis 600 Millionen Euro liegen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen dem „Handelsblatt“. Ursprünglich soll Konzernchef Armin Papperger rund eine Milliarde Euro für die Sparte verlangt haben. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht zu Fragen des „Handelsblatts“.

Zur Debatte steht zudem, welche Bereiche des zivilen Geschäfts Rheinmetall womöglich behält. So könnte etwa die Mira GmbH, eine Ausgründung von Rheinmetall, die sich mit ferngesteuertem Fahren beschäftigt, beim Rüstungskonzern verbleiben.

Ungeklärt ist zudem die Frage, wie es mit den zivilen Standorten weitergeht, die Rheinmetall aktuell in Rüstungswerke umfunktioniert. So rüstet das Unternehmen unter anderem das Autozuliefererwerk in Neuss teilweise in ein Rüstungswerk um. Dort werden künftig neben Aufklärungssatelliten im Joint Venture mit dem finnischen Start-up Iceye auch Gefechtstürme des Flugabwehrpanzers Skyranger gebaut. Ob das Werk nach der Übernahme des zivilen Geschäfts komplett bei Rheinmetall verbleibt oder Teile davon an den Investor übergehen, ist unklar.


Foto: Rheinmetall (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Obstbaubetriebe verzeichnen ertragreiches Jahr im Apfelanbau

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Obst im Supermarkt (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – In diesem Jahr können die Obstbaubetriebe in Deutschland auf ein ertragreiches Jahr im Apfelanbau zurückblicken. Insgesamt haben die Betriebe im Jahr 2025 rund 1.138.000 Tonnen Äpfel geerntet, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte.

Damit wird die bereits positive Ernteprognose vom August (1.022.000 Tonnen) übertroffen. Gegenüber dem ertragsschwachen Vorjahr stieg die Erntemenge um 30,5 Prozent oder rund 266.000 Tonnen Äpfel. Damit lag die Apfelernte um 17,2 Prozent oder rund 167.000 Tonnen über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Eine noch höhere Apfelernte war im Zeitraum von 2015 bis 2024 nur im Jahr 2018 mit 1.199.000 Tonnen erzielt worden. Bezogen auf eine Anbaufläche von rund 32.700 Hektar lag der durchschnittliche Ertrag im Jahr 2025 bei etwa 34,8 Tonnen geernteter Äpfel je Hektar.

Eine besondere Bedeutung für den heimischen Apfelanbau haben die Bundesländer Niedersachsen und Hamburg sowie Baden-Württemberg. Insbesondere Niedersachsen und Hamburg (mit dem bekannten Apfelanbaugebiet „Altes Land“) erzielten mit 374.000 Tonnen beziehungsweise 65.400 Tonnen die höchste Apfelernte bei Betrachtung der ab 2005 verfügbaren Daten.

Gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre fiel die Erntemenge damit in Niedersachsen um 33,7 Prozent und in Hamburg um 34,3 Prozent höher aus. Auch in Baden-Württemberg lag die Apfelernte mit rund 387.000 Tonnen deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (+14,5 Prozent). Diese drei Bundesländer vereinen dabei rund 65,5 Prozent der Apfelanbaufläche in Deutschland und erzeugten fast drei Viertel (72,6 Prozent) aller heimischen Äpfel im Jahr 2025.

Mehr als drei Viertel der geernteten Apfelmenge (75,5 Prozent beziehungsweise 859.000 Tonnen) sind für die Vermarktung als Tafelobst vorgesehen. Knapp ein Viertel der Apfelernte (23,7 Prozent beziehungsweise 270.000 Tonnen) wird als Verwertungs- beziehungsweise Industrieobst genutzt, etwa zur Herstellung von Fruchtsaft, Konserven oder Apfelwein. Weitere 0,8 Prozent der Ernte (9.200 Tonnen) konnten aufgrund von Lager- oder Verarbeitungsverlusten nicht vermarktet werden.

Die Pflaumen- und Zwetschenernte lag im Jahr 2025 bei rund 51.300 Tonnen. Die positive Prognose vom Juli (44.500 Tonnen) wird damit übertroffen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 17,1 Prozent oder rund 7.500 Tonnen. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024 fiel die Pflaumenernte um 17,2 Prozent oder rund 7.500 Tonnen höher aus. Das größte Anbauland Baden-Württemberg verzeichnete dabei eine Erntemenge von rund 17.900 Tonnen und damit ein Plus von etwa 3,4 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Besonders gut fiel die Ernte im zweitgrößten Anbauland für Pflaumen und Zwetschen, Rheinland-Pfalz, aus: Dort wurden rund 14.500 Tonnen geerntet, was einem Plus von 40,5 Prozent gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt entspricht. Die Erntemenge dieser beiden Länder umfasste somit 63,2 Prozent der diesjährigen deutschen Pflaumenernte. Bundesweit entsprach die diesjährige Pflaumenernte bei einer Anbaufläche von rund 4.100 Hektar einem durchschnittlichen Ertrag von etwa 12,5 Tonnen Pflaumen und Zwetschen je Hektar.

Der überwiegende Teil der Pflaumenernte (87,0 Prozent oder 44.600 Tonnen) wird 2025 als Tafelobst vermarktet. Zur Nutzung als Verwertungs- oder Industrieobst sind 10,1 Prozent (5.200 Tonnen) aller Pflaumen vorgesehen. Unter die Kategorie „nicht vermarktet“ fielen 1.500 Tonnen und damit 2,9 Prozent der Früchte.

An der gesamten erfassten Erntemenge von 1.284.000 Tonnen Baumobst im Jahr 2025 hatten Äpfel einen Anteil von 88,6 Prozent. Der Anteil von Pflaumen und Zwetschen lag bei 4,0 Prozent. Zusätzlich wurden in Deutschland rund 42 300 Tonnen Birnen (3,3 Prozent), 37.300 Tonnen Süßkirschen (2,9 Prozent), 9.800 Tonnen Sauerkirschen (0,8 Prozent), sowie 5.700 Tonnen Mirabellen und Renekloden (0,4 Prozent) geerntet.


Foto: Obst im Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umweltminister gegen Überarbeitung der EU-Chemikalienverordnung

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Carsten Schneider am 17.12.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat sich dagegen ausgesprochen, die EU-Chemikalienverordnung zu überarbeiten.

Er nehme wahr, dass die deutsche Chemieindustrie derzeit aus vielen Gründen in einer schwierigen Lage sei, sagte er dem Nachrichtenmagazin Politico. „Sie wünscht sich deshalb mehr Sicherheit und sieht eine REACH-Revision kritisch“, so Schneider. „Auch ich bin der Meinung: Bewährtes soll man nicht unnötig ändern. Und REACH hat sich bewährt.“ Die Verordnung stelle einen verlässlichen Rahmen für die Industrie in Europa sicher, und sichere gleichzeitig einen hohen Schutz für Mensch und Umwelt. Hier dürfe es keine Abstriche geben.

Schneiders Äußerungen folgen auf den Auftakt des Chemieindialogs, der vergangene Woche von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ausgerichtet wurde und an dem unter anderem die CEOs von Chemieunternehmen wie Markus Kamieth (BASF) und Markus Steilemann (Covestro) teilnahmen. Auch Reiche hatte sich bereits gegen eine Überarbeitung von REACH ausgesprochen.

Die Europäische Kommission rechnet laut Hans Ingels, Referatsleiter für Bioökonomie, Chemikalien und Kosmetik in der GD GROW, mit der Veröffentlichung der REACH-Überarbeitung „im ersten Quartal des nächsten Jahres“.


Foto: Carsten Schneider am 17.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

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EU-Gipfel erzielt Kompromiss bei Ukraine-Kredit

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Frederiksen, Costa und von der Leyen am 19.12.2025, via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Beim EU-Gipfel in Brüssel haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU in einer Nachtsitzung auf einen Kompromiss zur Finanzierung der Ukraine geeinigt. Die Ukraine erhalte von der EU einen zinslosen Kredit über 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027, kündigte EU-Ratspräsident António Costa in der Nacht zu Freitag an.

Das Darlehen soll auf der Grundlage von EU-Anleihen auf den Kapitalmärkten gewährt werden, welches durch den Haushaltsspielraum der EU abgesichert ist. Die direkte Nutzung von in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerten ist demnach vorerst vom Tisch. Man behalte sich aber das Recht vor, die eingefrorenen Vermögenswerte zur Rückzahlung des Darlehens zu verwenden, falls Russland keine Reparationen an die Ukraine zahlen soll, so Costa. Die Ukraine soll das Darlehen erst zurückzahlen, wenn Russland Reparationen geleistet hat.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der im Vorfeld auf die direkte Nutzung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte gedrängt hatte, gab sich unterdessen zufrieden. „Das Finanzpaket für die Ukraine steht. Wie von mir gefordert erhält die Ukraine einen zinslosen Kredit über 90 Milliarden Euro“, sagte er. „Diese Mittel reichen aus, um den militärischen Bedarf und den Bedarf beim Haushalt für die nächsten zwei Jahre zu decken.“ Dieses Signal sei entscheidend, um den Krieg zu beenden, denn Putin werde erst einlenken, wenn er begreife, dass sich sein Krieg nicht lohnen werde.


Foto: Frederiksen, Costa und von der Leyen am 19.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

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