Frankfurt (dts Nachrichtenagentur) – EZB-Ratsmitglied Klaas Knot erteilt raschen Zinssenkungen in der Euro-Zone eine Absage. „Ich sehe keinen Anlass für eine Zinssenkung im Juli“, sagte der niederländische Notenbankchef dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Knot vertröstet die Märkte auf die Sitzung im September: Da werde „wirklich wieder alles offen sein“.
Die EZB hat vor einem Monat die Zinswende begonnen. Marktteilnehmer rechnen mit ein bis zwei weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr, jedoch eher nicht schon kommende Woche. Mit den derzeitigen Markterwartungen sei er „völlig einverstanden“, sagte Knot. „Sollte es zu einer Abweichung von unseren Projektionen kommen, müssten wir reagieren“, sagte das Ratsmitglied über die erwartete Rückkehr zum Zwei-Prozent-Inflationsziel in der zweiten Jahreshälfte 2025.
„Es gibt weiterhin Aufwärtsrisiken für die Inflation“, sagte Knot. Dabei verwies er in erster Linie auf den starken Arbeitsmarkt: „Im Falle von Rückschlägen müssten wir noch mehr Geduld aufbringen.“ In diesem Zuge kritisiert Knot auch einige Regierungen im Euro-Raum für deren laxe Haushaltspolitik und sagt: „Die Fiskalpolitik ist bei der Bekämpfung der Inflation bisher keine große Hilfe gewesen.“
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Kiew (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem groß angelegten Raketenangriff Russlands auf mehrere Städte in der Ukraine am Montag sollen mindestens 20 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden sein – in Kiew wurde ein Kinderkrankenhaus getroffen. Laut örtlichen Behörden seien am Morgen insgesamt über 40 Raketen von russischen Streitkräften abgefeuert worden. Gezielt worden sei unter anderem auf die Städte Dnipro, Slowjansk, Krywyj Rih und Kiew.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat klargestellt, dass der Besuch des ungarischen Regierungschefs Viktor Orbáns in Peking nicht als Friedensinitiative im Namen der EU fehlinterpretiert werden darf. Obwohl Ungarn seit Monatsbeginn die EU-Ratspräsidentschaft hält, reise Viktor Orbán „als ungarischer Regierungschef und nicht als Repräsentant Europas“, sagte Habeck am Montag dem TV-Sender „Welt“. „Das kann er natürlich tun. Aber er spricht nicht für Europa an dieser Stelle.“
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Generalsekretär der FDP, Bijan Djir-Sarai, kann angesichts der Wahl in Frankreich „keine große Freude empfinden“. Europa habe zwei zentrale Probleme, die innerhalb der kommenden drei Jahre gelöst werden müssten: Die wirtschaftliche Entwicklung und die Migration, sagte Djir-Sarai am Montag in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv.
Kiel/München/Wien (dts Nachrichtenagentur) – Die Sanktionen des Westens haben die Fähigkeiten Russlands zur Kriegsführung bisher nur wenig beeinträchtigt. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsprojekt von vier Instituten in Kiel, München und Wien für das Wirtschaftsministerium in Berlin.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat die Einigung der Ampel-Spitzen auf einen Haushaltsentwurf begrüßt, rät bis zum Kabinettsbeschluss am 17. Juli aber zu einer Pause der Debatten. „Die von der Bundesregierung kommunizierten Pläne für den Bundeshaushalt 2025 sind eine gute Grundlage für die weiteren Haushaltsberatungen“, sagte Kühnert der „Rheinischen Post“. „Selbstverständlich wird der Deutsche Bundestag im Herbst noch kleinere und größere Änderungen am Haushalt vornehmen, das ist ganz normal.“
Hamm (dts Nachrichtenagentur) – Vor der Sondersitzung der Verkehrsminister am Montag fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Finanzierung des Deutschland-Tickets zu sichern. „Von den Verkehrsministern in Land und Bund erwarten wir, dass sie eine dauerhafte und auskömmliche Finanzierung auf den Weg bringen“, sagte Anja Weber, Vorsitzende des DGB Nordrhein-Westfalen, der „Rheinischen Post“.
München (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, ruft die Politik zu einer offenen Debatte über einen Verzicht auf Errungenschaften zugunsten der Verteidigungsausgaben auf.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen im Bundestag fordern eine rasche gesetzliche Neuregelung der Schienenmaut. Ansonsten würden die Trassenentgelte für die Schienennutzung 2026 im Fern- und Güterverkehr um mehr als 40 Prozent steigen, sagte Grünen-Bahnexperte Matthias Gastel dem „Tagesspiegel“. Er befürchtet, dass die Bahn dann viele Fernzug-Linien einstellen wird.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Generalinspekteur der Bundeswehr warnt davor, dass sich Russland um das Jahr 2029 herum auch gegen Nato-Staaten wenden könne. Daher sei Abschreckung wichtig.