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BKA: Solingen elfter terroristischer Messer-Angriff seit 2014

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Bundeskriminalamt (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Einer Auswertung des Bundeskriminalamtes (BKA) zufolge hat es in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren elf terroristische Anschläge mit Messern gegeben.

Das geht aus einer Aufstellung hervor, über die die „Rheinische Post“ berichtet. Zwei dieser Angriffe wurden aus einer rechtsextremen Motivation heraus begangen, nämlich die beiden Attacken gegen die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (2015) und den Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein (2017). Die anderen Taten hatten einen islamistischen Hintergrund und seien aus einer „religiösen Ideologie“ motiviert gewesen, so das BKA.

Fünf der Attacken geschahen in Nordrhein-Westfalen. Die Tatorte neben Köln und Altena waren Iserlohn am 7. September 2022, Duisburg am 9. und 14. April 2023 und nun Solingen am 23. August 2024. Der Fall in Iserlohn, bei dem ein Jugendlicher einen Messerangriff auf Polizeibeamte geplant hatte, ist laut der BKA-Auflistung der einzige Messeranschlag, der seit 2014 verhindert werden konnte.

Die Messeranschläge außerhalb von NRW fanden dem Papier zufolge am 26. Februar 2016 in Hannover, am 18. Juli 2016 in Würzburg, am 28. Juli 2017 in Hamburg, am 4. Oktober 2020 in Dresden, am 6. November 2021 im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und am 31. Mai 2024 in Mannheim statt. Auch diese Taten hatten laut BKA einen islamistischen Hintergrund.


Foto: Bundeskriminalamt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz-Vorschläge: Ex-Innenminister Baum rät seiner FDP zur Vorsicht

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Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der FDP-Politiker und frühere Innenminister Gerhart Baum rät seiner Partei, auf Angebote von Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU) zu Änderungen in der Migrationspolitik mit Vorsicht zu reagieren. Baum sagte der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe): „Die FDP muss das ausloten. Vernünftige Angebote sollte man annehmen, unvernünftige nicht.“

Zugleich sagte Baum, er sehe viele Forderungen der Union „außerordentlich skeptisch“. Einige davon seien nicht durchdacht „und haben mit dem Messerattentat nichts zu tun“. Baum kritisierte, dass zwischen dem Terrorakt in Solingen und der Migrationspolitik zu wenig unterschieden werde. „Es ist Wahlkampf. Wir reden über Migration, weil die CDU Wahlkampf gegen die AfD macht“, sagte Baum.


Foto: Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DFB-Team: Nagelsmann nominiert Neuling Stiller – Rüdiger pausiert

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Antonio Rüdiger (Deutsche Nationalmannschaft) (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Bundestrainer Julian Nagelsmann hat für die kommenden Länderspiele den Stuttgarter Angelo Stiller erstmals in die Fußball-Nationalmannschaft berufen.

Außerdem kehrt sein Teamkollege Alexander Nübel zurück in den Kader, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mitteilte. Der Torhüter war kurz vor der Heim-EM der letzten Kaderreduzierung zum Opfer gefallen. Ein weiterer Rückkehrer ist Aleksandar Pavlovic vom FC Bayern München, der im EM-Vorbereitungsspiel gegen die Ukraine sein Debüt im Nationaltrikot gefeiert hatte, dann aber krankheitsbedingt auf die EM verzichten musste.

Neben den im Anschluss an die Europameisterschaft aus der Nationalmannschaft zurückgetretenen Weltmeistern Toni Kroos, Thomas Müller und Manuel Neuer sowie Kapitän Ilkay Gündogan fehlt aus dem EM-Kader im Aufgebot für Ungarn und die Niederlande auch Antonio Rüdiger von Real Madrid, „der nach einem intensiven Sommer in Absprache mit dem Bundestrainer im September nicht nominiert und die Zeit zur Regeneration nutzen wird“, so der Verband.

Nagelsmann sagte: „Generell waren wir sehr zufrieden, wie jeder einzelne Spieler bei der EM seine Rolle ausgefüllt hat. Deshalb möchten wir jetzt in den ersten Spielen nach dem Turnier dem EM-Kader die Chance geben, sich wieder zu präsentieren. Als einziger Neuer ist Angelo Stiller dabei, der in Stuttgart schon in der vergangenen Saison und auch jetzt wieder sehr gute Leistungen gezeigt hat. Im Mittelfeld müssen wir mit Ilkay Gündogan und Toni Kroos ja gleich zwei Spieler ersetzen, die zurückgetreten sind. Das sind für den Moment insgesamt genügend Veränderungen in der Nationalmannschaft.“

Am 7. September startet Deutschland in Düsseldorf gegen Ungarn in die neue Saison der Nations League. Drei Tage später trifft die DFB-Elf dann in Amsterdam auf den EM-Halbfinalisten Niederlande.


Foto: Antonio Rüdiger (Deutsche Nationalmannschaft) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet vor Inflationsdaten auf Vortagesniveau

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstagmorgen unverändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 18.795 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Nvidia hat seinen Quartalsgewinn zum achten Mal in Serie gesteigert“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Gleichzeitig hat Nvidia die ohnehin stets hohen Erwartungen zum siebten Mal in Folge übertroffen. Allerdings enttäuscht der Ausblick an einigen Stellen, sodass Nvidia für den heutigen Handelstag keine positiven Impulse liefert.“

„Die Zahl des heutigen Börsentages ist aus deutscher Sicht ganz klar die vorläufige Inflationsrate für den August. Anleger und Analysten erwarten eine Abschwächung der Inflationsrate auf 2,1 Prozent. Das wäre der niedrigste Wert seit mehr als drei Jahren. Die Inflationsrate für die gesamte Eurozone folgt morgen und sollte den Weg für eine EZB-Zinssenkung im September freimachen.“

Der Dax habe sich am Mittwoch seinem Rekordhoch aus dem Mai bis auf 0,2 Prozent angenähert. Dann habe die Kaufbereitschaft allerdings einmal mehr nachgelassen. Die Zurückhaltung bei den Anlegern halte an. „Das mag auch kalendarische Gründe haben. Denn in den vergangenen vier Jahren ist der September beim Dax stets negativ verlaufen. Und das mögen einige durchaus noch im Kopf haben“, sagte Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1130 US-Dollar (+0,05 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,8985 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Mehr neue Ausbildungsverträge in dualer Berufsbildung

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Frau und Mann am Computer, via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2023 ist die Zahl neuer Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung um 2,1 Prozent oder 9.900 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt schlossen nach endgültigen Ergebnissen rund 479.800 Personen in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag ab.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, verstärkte sich damit der leicht positive Trend in der dualen Berufsausbildung seit dem starken coronabedingten Rückgang im Jahr 2020 (2022: +0,8 Prozent; 2021: +0,6 Prozent, 2020: -9,0 Prozent). Einen besonders hohen Zuwachs gab es bei Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Neuverträge hier um 9,0 Prozent (+5.100) auf 59.900. Damit wurden 13 Prozent aller neuen Ausbildungsverträge im Jahr 2023 von Auszubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit abgeschlossen. Die größten Zuwächse gab es bei Personen mit vietnamesischer (+1.900), marokkanischer (+1.000) und ukrainischer (+980) Staatsangehörigkeit.

Der längere Zeitvergleich zeigt jedoch weiterhin einen starken Rückgang der Zahl an Neuverträgen in der dualen Berufsausbildung: Im Jahr 2023 wurden acht Prozent weniger Neuverträge abgeschlossen als im Jahr 2013 (521.500 Neuverträge). Eine Veränderung gab es auch bei der Geschlechterverteilung: 2023 wurden 36 Prozent der neuen Ausbildungsverträge von Frauen und 64 Prozent von Männern abgeschlossen. 2013 entfielen hingegen noch 40 Prozent der Neuverträge auf Frauen und 60 Prozent auf Männer.

Auszubildende in Vollzeit erhielten 2023 im ersten Ausbildungsjahr eine mittlere Ausbildungsvergütung von monatlich 935 Euro brutto (Median). Im Ausbildungsbereich Öffentlicher Dienst betrug die mittlere Vergütung im ersten Ausbildungsjahr 1.068 Euro, im Bereich Hauswirtschaft 1.064 Euro und in Industrie und Handel 1.000 Euro. Im Ausbildungsbereich Landwirtschaft lag die Vergütung im ersten Ausbildungsjahr im Mittel bei 950 Euro, in Freien Berufen bei 920 Euro und im Handwerk bei 810 Euro.

Die fünf Ausbildungsberufe mit den meisten Neuverträgen im Jahr 2023 waren dieselben wie 2022, allerdings veränderte sich ihre Rangfolge. So wurden 2023 die meisten neuen Ausbildungsverträge in den Berufen Kaufmann für Büromanagement (22.600) und Kraftfahrzeugmechatroniker (22.500) abgeschlossen, die im Vorjahr noch die Ränge 2 und 3 belegt hatten. Auf Rang 3 folgte der Beruf Kaufmann im Einzelhandel (21.100), der im Vorjahr noch der Beruf mit den meisten neuen Ausbildungsverträgen gewesen war. Die Ränge 4 und 5 belegten die Berufe Verkäufer (19.900) und Fachinformatiker (18.800). Damit entfiel wieder rund ein Fünftel (22 Prozent) aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf diese fünf Berufe.

Geschlechterunterschiede gab es auch bei den am stärksten besetzten Berufen: Frauen mit neuem Ausbildungsvertrag schlossen im Jahr 2023 am häufigsten einen Ausbildungsvertrag als Kauffrau für Büromanagement (16.100) ab, Männer begannen hingegen am häufigsten eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker (21.000).

Die Zahl aller gemeldeten Auszubildenden über alle Ausbildungsjahre hinweg blieb 2023 im Vergleich zum Vorjahr beinahe unverändert. Insgesamt befanden sich zum Jahresende 2023 deutschlandweit 1.216.600 Personen (2022: 1.216.300) in einer dualen Ausbildung. 35 Prozent aller Auszubildenden waren Frauen und 65 Prozent Männer. Auch die Größenordnung der Ausbildungsbereiche blieb unverändert. Die meisten Auszubildenden gab es weiterhin im Bereich Industrie und Handel (685.300), gefolgt vom Handwerk (341.500), den Freien Berufen (113.700), dem Öffentlichen Dienst (40.200), der Landwirtschaft (32.300) und der Hauswirtschaft (3.600), so das Bundesamt.


Foto: Frau und Mann am Computer, via dts Nachrichtenagentur

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Ifo: Preiserwartungen wieder gesunken

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Käseregal im Supermarkt (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Weniger Unternehmen in Deutschland wollen ihre Preise erhöhen. Die Ifo-Preiserwartungen sanken im August auf 16,3 Punkte, nach 17,6 im Juli, wie das Ifo-Institut am Donnerstag in München mitteilte.

Dazu trugen vor allem die Industrie und die unternehmensnahen Dienstleister bei. Dagegen wollen in den konsumnahen Branchen und auf dem Bau etwas mehr Unternehmen als im Vormonat ihre Preise anheben. „Insgesamt dürfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten unter der Zwei-Prozent-Marke bleiben, die die Europäische Zentralbank (EZB) anstrebt“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Vor allem Energie ist für die Verbraucher deutlich günstiger als noch vor einem Jahr.“

Wollmershäuser sagte weiter: „Hingegen dürfte der Preisanstieg aller übrigen Waren und Dienstleistungen, der mit der Kerninflationsrate gemessen wird, zunächst weitgehend unverändert bei gut 2,5 Prozent und damit über dem Inflationsziel der EZB liegen.“

Bei den konsumnahen Dienstleistern stiegen die Preiserwartungen auf 25,2 Punkte, nach 20,0 im Juli. Vor allem in der Gastronomie ist vermehrt mit Preiserhöhungen zu rechnen (37,6 Punkte, nach 26,7 im Juli). Dagegen ist bei den Reiseveranstaltern der Anteil der Unternehmen, die Preisanhebungen planen, leicht gesunken (34,2 Punkte, nach 35,4 im Juli). Auch im Einzelhandel sind die Preiserwartungen etwas gestiegen auf 25,3 Punkte, nach 24,9 im Juli. Häufiger ihre Preise anheben wollen vor allem die Spielwaren-Händler (45,0 Punkte, nach 32,7 im Juli) und die Baumärkte (36,3 Punkte, nach 1,9 im Juli).

Im Lebensmittel-Einzelhandel sind die Preiserwartungen etwas zurückgegangen auf 49,9 Punkte, nach 53,8 im Juli. Mit kräftigen Preissenkungen ist bei den Fahrradhändlern zu rechnen. Dort sind die Preiserwartungen auf -50,3 Punkte gesunken, nach -33,5 im Juli.

Im Bauhauptgewerbe sind die Preiserwartungen etwas auf 3,3 Punkte gestiegen, nach 0,9 im Juli. Bei den unternehmensnahen Dienstleistern (inklusive Großhandel) und in der Industrie wollen hingegen weniger Unternehmen ihre Preise anheben. Dort sind die Preiserwartungen gesunken auf 18,9 bzw. 5,0 Punkte, nach 20,4 bzw. 7,1 im Juli.

Die Punkte bei den Ifo-Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei -100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das Ifo-Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung.


Foto: Käseregal im Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Solingen: Haßelmann sieht Bund und Länder in Verantwortung

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Britta Haßelmann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat auch auf die Verantwortung der Bundesländer im Kampf gegen den islamistischen Terror verwiesen. „Der Anschlag in Solingen ist furchtbar. Ich verstehe, dass sich viele Menschen in unserem Land um ihre Sicherheit sorgen“, sagte Haßelmann der „Rheinischen Post“.

„Wir brauchen zielgerichtete Maßnahmen und echte Lösungen. Die Bundesregierung hat bereits eine Reihe von Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht. Es geht jetzt auch darum, Recht konsequent umzusetzen und Vollzugsdefizite abzubauen“, erklärte sie mit Blick auf die Länder. „Alle demokratischen Kräfte sind in der Verantwortung, die Gefahren des islamistischen Terrors entschieden zu bekämpfen und in unsere Sicherheit zu investieren. Bund und Länder tragen gemeinsam die Verantwortung“, fügte die Grünen-Politikerin hinzu.

„Wir brauchen eine bessere Ausstattung unserer Sicherheitsbehörden, genauso wie eine gemeinsame europäische Asylpolitik, die von Humanität und Ordnung getragen ist“, so Haßelmann.


Foto: Britta Haßelmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ex-SPD-Chef Beck kritisiert "ständigen Krach" der Ampel-Koalition

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Lindner, Habeck, Scholz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat schwere Kritik an Umgangston und Außendarstellung der Ampel-Koalition geübt. „Eine Koalition ist nie eine Liebesheirat, aber man muss sich nicht täglich die Augen auskratzen“, sagte Beck dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe). „Der ständige Krach in Berlin geht mir auf den Keks.“

Der ständige Krach übertünche jeden Erfolg. „Jede Woche treibt die Ampel eine neue Sau durch Berlin“, sagte Beck.

Besonders heftige Kritik übte Beck an Finanzminister Christian Lindner (FDP). „Das Verhalten von Finanzminister Lindner finde ich kaum erträglich“, sagte er. „Natürlich muss ein Finanzminister immer mal wieder Nein sagen, deutliche Worte finden, Ausgabenwünsche begrenzen. Aber er muss auch Lösungen anbieten statt immer nur selber Unruhe zu stiften, wie es Herr Lindner tut.“ Wenn mit Omid Nouripour ein Parteivorsitzender der Grünen von einer „Übergangskoalition“ spreche, sei auch das „nicht klug“, sagte Beck.

In den unterschiedlichen Koalitionen in Rheinland-Pfalz hätten sich die jeweiligen Partner immer Erfolge gegönnt, sagte der langjährige Ministerpräsident des Bundeslandes. „In der Ampel in Berlin gönnen die drei Partner dem jeweils anderen nicht das Schwarze unter dem Fingernagel.“

Die Bürger nähmen den Streit in Berlin „nur noch achselzuckend zu Kenntnis. Sie erwarten nichts anderes mehr, viele sind mit der Ampel durch“, sagte Beck. Das sei ein Alarmzeichen. „Viele Bürger wenden sich von der Politik ab.“

Beck verteidigte Kanzler Olaf Scholz und lobte Verteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD). Die Verfassung sehe eine starke Rolle des Kanzlers vor, „deshalb kriegt Olaf Scholz durch den Krach der Ampel viel Ärger ab“, sagte Beck. Scholz sei „eine Führungspersönlichkeit“, aber Koalitionspartner und Minister müssten „auch Führung zulassen“. Er sei „froh, dass Olaf Scholz sich nun bemüht, sich verständlicher auszudrücken“, sagte der ehemalige SPD-Chef. „Die Bürger müssen die Entscheidungen der Regierung nachvollziehen können.“

Die Bürger nähmen wahr, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius „eine sehr gute Arbeit macht und sich verständlich ausdrückt“, so Beck. „Es gibt eine Sehnsucht nach Führung, die Boris Pistorius erfüllt.“


Foto: Lindner, Habeck, Scholz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD wirft CDU strategisches Schweigen über Ukraine-Hilfen vor

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat das Erscheinungsbild der CDU in der Ukraine-Politik als verantwortungslos kritisiert. „Die CDU mit Norbert Röttgen, Roderich Kiesewetter und Friedrich Merz hat uns im Bundestag versucht, mit vielen Anträgen für immer mehr Waffen vor sich her zu treiben“, sagte der SPD-Chef der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Jetzt aber scheint es so, dass es eine strategische Verabredung in der Union gibt, während des Wahlkampfs in Thüringen und Sachsen zu schweigen, weil es für den Wahlausgang vermeintlich opportun ist. Das ist unredlich.“

In der Frage der Stationierung der US-Mittelstreckenraketen forderte der Klingbeil eine baldige Parlamentsdebatte. „Die SPD will, dass sich die Regierung dazu erklärt und auch eine Parlamentsdebatte führt, das ist sie der Bevölkerung schuldig“, sagte der Parteichef.

„Aus meiner Sicht macht die Stationierung Sinn, wir sind nun mal leider angreifbar durch russische Raketen, die in Kaliningrad stationiert sind. Davor müssen wir uns schützen“, so Klingbeil. „Das Ganze muss aber von einer Strategie der Abrüstung und Rüstungskontrolle flankiert werden.“


Foto: Schild „Stand with Ukraine“ liegt auf dem Boden (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bahn: Fehlendes Personal für Stellwerke führt zu Ausfällen

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Schienen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bahn schafft es nicht, all ihre Stellwerke rund um die Uhr zu besetzen. „Der Personalbedarf auf den Stellwerken kann aktuell nicht gedeckt werden“, heißt es in einer internen Präsentation des Staatsunternehmens, über die die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstagausgabe) berichtet.

In den Schaltzentralen, wo Weichen und Signale gestellt werden, fehlt Personal. So viel, dass zeitweise ganze Standorte und somit auch Strecken ausfallen. Die Folge sind noch mehr Verspätungen und noch mehr Zugausfälle. Besonders gravierend sind die Probleme derzeit im Ballungsraum Stuttgart sowie in der Region rund um Magdeburg.

Auch die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bundesnetzagentur in Bonn, ist mittlerweile alarmiert – und macht die Führungsriege der DB Infrago für die Misere in den Stellwerken verantwortlich. „Einen sehr wesentlichen Einfluss scheinen Fehleinschätzungen des Managements der DB Infrago zur Entwicklung des Personalbedarfs zu haben“, sagte eine Behördensprecherin der SZ auf Anfrage. Die Modernisierung der Stellwerke gehe langsamer voran als gedacht, und „Arbeitsplätze mit veralteter technischer Ausstattung“ seien für viele junge Leute „nicht hinreichend attraktiv“.

Nur durch den „hohen persönlichen Einsatz“ der Mitarbeiter hätten größere Ausfälle länger verhindert werden können. Mittlerweile werde das Problem aber durch die „anhaltend hohe Belastung“ des Personals verschärft, so die Bundesnetzagentur.


Foto: Schienen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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