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2. Bundesliga: HSV siegt souverän gegen Münster

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Volksparkstadion (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Am 4. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der Hamburger SV mit 4:1 gegen Preußen Münster gewonnen.

Die Hanseaten sorgten bereits im ersten Durchgang für klare Verhältnisse. Robert Glatzel mit einem Doppelpack sowie Daniel Elfadli trafen zur deutlichen 3:0-Halbzeitführung. Nach fast einer gespielten Stunde gab Torge Paetow den Preußen nochmal Hoffnung auf eine Aufholjagd. Die Hamburger reagierten aber nur sechs Minuten später in Person von Moritz Heyer mit dem 4:1.

Mit dem Sieg springt der HSV in der Tabelle vorübergehend auf den vierten Platz. Münster bleibt auf Rang 15. Nach der Länderspielpause empfangen die Preußen den SC Paderborn, Hamburg den SSV Jahn Regensburg.

Die weiteren Ergebnisse des Nachmittags: SV Elversberg – SV Darmstadt 98 4:0, 1. FC Nürnberg – 1. FC Magdeburg 0:4.


Foto: Volksparkstadion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ampel weist Söders Vorstoß zum Asylrecht zurück

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Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD, Grüne und FDP haben den Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder für eine grundlegende Umkehr in der Migrationspolitik zurückgewiesen. „Dass Markus Söder an unserem Grundgesetz herumschrauben will, nachdem Friedrich Merz das vor wenigen Tagen ausdrücklich ausschloss, irritiert“, sagte SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert dem „Tagesspiegel“. „Die notwendigen politischen Debatten nach dem Attentat von Solingen sind nicht der richtige Ort für die Profilierung möglicher Unions-Kanzlerkandidaten“, fügte er hinzu.

Zuvor hatte Söder eine Umwandlung des individuellen subjektiven Rechts auf Asyl vorgeschlagen, das im Grundgesetz verankert ist. Dagegen hatte CDU-Chef Friedrich Merz zuletzt seine Forderung nach einem Aufnahmestopp für Syrer und Afghanen relativiert. In einem Schreiben an die Mitglieder des Bundesvorstands seiner Partei hatte er klargestellt, man fordere keine Änderung des Asylrechts im Grundgesetz.

Kühnert forderte „die staatstragenden Parteien in Regierung und Opposition“ auf, in der Debatte um Sicherheit und mehr Ordnung in der deutschen Asylpolitik „Maß und Mitte“ zu halten. Der SPD-Generalsekretär verwies auf das Sicherheitspaket, das die Bundesregierung am vergangenen Donnerstag vorgelegt hatte. Es wäre gut, wenn die Opposition die geplanten Änderungen, die unter anderem Leistungskürzungen für sogenannte Dublin-Flüchtlinge vorsehen, unterstütze, so Kühnert. Alle weiteren Ideen sollten kommende Woche bei den gemeinsamen Gesprächen von Regierung, Union und Bundesländern erörtert werden, so Kühnert. „Ich empfehle CDU und CSU, bis zu den anstehenden Gesprächen ihre interne Uneinigkeit zu klären“, sagte er weiter.

„Markus Söder versucht verzweifelt, Friedrich Merz zu übertrumpfen“, sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch dem „Tagesspiegel“. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki sagte der Zeitung, bei der von Söder vorgeschlagenen Änderung des Asylrechts handele es sich um eine „typisch bayerische Illusion“. „Bei einer Anerkennungsquote von nicht einmal zwei Prozent sind die Verfahren nach Artikel 16a des Grundgesetzes zahlenmäßig wenig relevant“, so Kubicki.


Foto: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz erhöht Druck auf Ampel: Zeitpunkt für Asyl-Notlage gekommen

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Asylbewerberunterkunft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um schärfere Regeln bei Asyl und Migration verstärkt CDU-Chef Friedrich Merz den Druck auf die Bundesregierung. In den letzten Tagen sei zwar „einiges in Bewegung“ geraten, die Ampel-Koalition aber „gehe das eigentliche Problem wieder nicht an“, kritisiert Merz in seinem aktuellen Rundschreiben an seine Anhänger, über das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben) berichten.

„Das Wort ‚Grenze` kommt in den Vorschlägen nicht vor“, so Merz weiter. Die hohe Zahl der Asylsuchenden stelle mittlerweile eine Gefährdung der nationalen Sicherheit und Ordnung dar. Nötig sei deswegen jetzt die Ausrufung einer Asyl-Notlage: Die EU erlaube den Mitgliedsstaaten zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und für den Schutz der inneren Sicherheit, eigene Vorkehrungen zu treffen. „An diesem Punkt sind wir angekommen“, so Merz.

An den acht deutschen Außengrenzen zu EU-Nachbarn habe jeder Flüchtling schon mindestens ein Land durchquert, in dem der Asylantrag hätte gestellt werden müssen, argumentierte Merz. Aber zahlreiche Länder winkten die Asylbewerber einfach durch und bauten anschließend hohe Hürden auf, bevor sie bereit seien, wenigstens einige von ihnen zurückzunehmen. „Wenn aber an zwei Tagen so viele neue Flüchtlinge kommen, wie in einem Monat abgeschoben und zurück überstellt werden, dann wird das Problem in Deutschland nicht kleiner, sondern immer größer.“ Daran änderten die in dieser Woche „schnell hingeschriebenen Vorschläge der Ampel so gut wie gar nichts“.

Nach dem Messeranschlag von Solingen hatte sich die Ampel-Koalition auf schärfere Regeln für Asyl und Migration geeinigt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte zudem Gespräche mit den Ländern und der Union über mögliche Konsequenzen angekündigt. Das erste Treffen soll voraussichtlich am kommenden Dienstag stattfinden.


Foto: Asylbewerberunterkunft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Weselsky befürwortet Koalitionen von CDU und BSW

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Wahlplakate von CDU und BSW zur Landtagswahl in Sachsen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen empfiehlt der scheidende GDL-Chef Claus Weselsky der CDU, wenn nötig Koalitionen mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) einzugehen.

„Die Parteien sollten sich nicht schon früh festlegen, mit wem sie nicht wollen, sondern sich um eine Regierungsbildung bemühen“, sagte Weselsky, der selbst CDU-Mitglied ist, dem „Spiegel“. „Deshalb finde ich es falsch, dass die CDU in Thüringen nicht mit den Linken koalieren darf. Das ist ein schwerer Fehler. Dasselbe gilt für das Bündnis Sahra Wagenknecht, dessen Gründung ich begrüße, obwohl ich nicht alle Positionen teile.“

Das BSW biete unzufriedenen Wählern eine Alternative, „die nicht rechtsextrem ist“, so Weselsky. Für seine Heimat Sachsen befürchte er keine Regierungsübernahme durch die AfD. „Dafür ist Kretschmers CDU zu stark“, so der langjährige Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. „Mich bekümmert die breite Ablehnung der regierenden Ampelkoalition. Die SPD ist pulverisiert, die Grünen haben mit ihrer weltfremden Politik das Land gegen sich aufgebracht, über die FDP brauchen wir gar nicht zu reden.“

Der politischen Linken warf Weselsky vor, sie habe sich „in irrelevanten Identitätsdebatten verirrt“ und so „die materiellen Fragen und das Wohl des Arbeitnehmers vernachlässigt“. Er wünsche sich, „dass dieses Land wieder aufblüht und sein Wohlstand nicht bei einigen wenigen landet, sondern auf gerechte Weise verteilt wird“.


Foto: Wahlplakate von CDU und BSW zur Landtagswahl in Sachsen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kowalczuk sieht DDR-Prägung als Ursache für Erfolg von AfD und BSW

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AfD- und BSW-Wahlplakat zur Landtagswahl in Brandenburg (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kurz vor den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen hat der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk den Aufstieg der AfD und des BSW in Ostdeutschland als Langzeitfolge der DDR-Diktatur bezeichnet.

„Die Prägungen durch die kommunistische Propaganda-Dauerbeschallung und das SED-Regime wirken im Osten fort, und, was sehr wichtig ist, sie werden von Generation zu Generation weitergegeben“, sagte der Geschichtswissenschaftler und Publizist dem „Tagesspiegel“. „Autoritäre, illiberale Staatsvorstellungen“ seien in AfD und BSW „gleich stark vertreten, weshalb sie für mich Schwesterparteien sind“, fügte der Autor hinzu.

Beide Parteien wollten „einen illiberalen Staat nach dem Beispiel von Victor Orban oder ein autoritäres Staatssystem wie Wladimir Putin aufbauen“, so Kowalczuk. Die Sympathie für solche Ideen im Osten lasse sich „vor allem aus der Diktaturerfahrung in den Jahrzehnten zuvor erklären“.

Im Hinblick auf die Zukunft der liberalen Demokratie in Deutschland ist der Historiker pessimistisch. „Ich gehe davon aus, dass wir über kurz oder lang ein autoritäres Staatssystem auch in Deutschland erleben werden“, sagte er. Er halte eine Entwicklung hin zu einer illiberalen Demokratie wie etwa in Ungarn für wahrscheinlich. „Jeder Wahlsieg der Extremisten von links und rechts wird es schwerer machen, die Freiheit zu verteidigen“, warnte er. „Sie werden sich nicht entzaubern, wenn sie an der Macht sind.“


Foto: AfD- und BSW-Wahlplakat zur Landtagswahl in Brandenburg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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AfD und Linke schicken oft Ostdeutsche ans Rednerpult im Bundestag

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – AfD und Linke schicken überproportional häufig Abgeordnete aus ostdeutschen Wahlkreisen ans Rednerpult des Bundestags. Das geht aus einer Datenanalyse des „Spiegel“ für die aktuelle Legislaturperiode hervor.

So stellt die AfD nur etwas mehr als ein Fünftel der Volksvertreter aus ostdeutschen Wahlkreisen – diese Abgeordneten halten aber mehr als ein Viertel aller Reden dieser Gruppe. Noch ausgeprägter ist diese Konstellation bei der Linken: Sie stellt einen Anteil von gut 13 Prozent an den Bundestagsabgeordneten aus Ostdeutschland, hält aber knapp 24 Prozent der Reden aller Ost-Parlamentarier.

Am häufigsten am Mikrofon steht der AfD-Vizevorsitzende Stephan Brandner mit 155 Reden seit Ende 2021. Brandner vertritt den Wahlkreis Gera-Greiz-Altenburger Land, kommt allerdings ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen. „AfD wie Linke stellen Personen ans Rednerpult, die hohe Resonanz versprechen“, analysiert der Parteienforscher Benjamin Höhne. Es gehe darum, regional zu punkten. Viele Reden zu halten und diese möglichst breit im Netz zu streuen, gehöre zum strategischen Kalkül: Vor allem die AfD inszeniere sich in Ostdeutschland als „Anti-System-Partei“.


Foto: Gruppe „Die Linke“ (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Thryve sichert sich 4 Millionen Euro Finanzierung

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Thryve Founders

Thryve sichert sich 4 Millionen Euro Finanzierung zur Beschleunigung des internationalen Wachstums

Thryve, ein auf B2B-Gesundheitsdatenintegration und -analyse spezialisiertes Unternehmen, hat den erfolgreichen Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 4 Millionen Euro bekannt gegeben. Ihre API ermöglicht es Gesundheitsdiensten auf der ganzen Welt, den Gesundheitszustand einer Person rund um die Uhr und über Hunderte von Gesundheitstrackern hinweg einheitlich zu erfassen und zu analysieren, und stellt damit einen entscheidenden Infrastrukturbaustein für eine präventive, automatisierte Versorgung rund um die Uhr bereit. Die Runde wurde vom belgischen VC Capricorn Partners angeführt, mit Beteiligung von IBB Ventures sowie den auf digitale Gesundheit spezialisierten Fonds CRB aus Spanien und dem deutschen Carma-Fonds.

Vermutlich haben Sie Thryve bereits unwissentlich genutzt

Thryve integriert sich nahtlos in andere Dienste und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass jeder von uns Thryve bereits genutzt hat, ohne es zu bemerken. In ganz Europa haben mehr als 50 Millionen Menschen allein über ihre Krankenkasse Zugang zu Thryves Lösung in Bonus- und Präventionsprogrammen, von der AOK in Deutschland bis zu Marktführer Sanitas in Spanien. Digitale Therapien wie der DiGA-Spitzenreiter Sidekick Rx, der sowohl die höchsten Gesamtnutzerzahlen als auch die höchsten Wiederverordnungsraten für seine Adipositas-Behandlung Zanadio vorweisen kann, verlassen sich ebenfalls auf Thryve, um die Intervention und proaktive Versorgung mit Tracker-Daten zu verbessern.

Nachfrage und Potential sind riesig

Die schrumpfende Erwerbsbevölkerung kombiniert mit einer alternden Bevölkerung führen in den Industrieländern weltweit zu einer zunehmenden Kluft zwischen Gesundheitsproblemen und Versorgungskapazitäten im Gesundheitswesen. Verschärfend kommt dazu, dass allein in Deutschland in den nächsten fünf Jahren mehr als 30 % der Ärzte in den Ruhestand gehen werden. Digitale Lösungen zur Gesundheitsversorgung ermöglichen eine direktere und einfachere Versorgung, ein Markt der gestützt von Politik, Kostenträgern und zunehmend digital affinen Verbrauchern jährlich um mehr als 20 % wächst. Da inzwischen jeder Zweite zusätzlich ein Wearable oder Gesundheitstracker nutzt, ist die Verknüpfung dieser Daten durch Thryve ein wesentlicher Baustein für die frühzeitige Erkennung von Krankheiten und eine automatisierte Gesundheitsversorgung rund um die Uhr.

Es geht um mehr als nur Datenzugang

Thryve will sowohl die Früherkennung als auch die Behandlung von Krankheiten vollautomatisch zu Hause vorantreiben, indem es rasant zunehmende Datenverfügbarkeit von Gesundheitstrackern nicht nur einfacher integrierbar macht, sondern auch die individuelle Gesundheit analysiert. Die neue Finanzierung will Thryve nicht nur für den Ausbau der Kundenbasis in mehr als 20 Ländern nutzen, sondern auch Ihre Fähigkeiten in den Bereichen Analyse und Gesundheitsprävention massiv ausbauen. Bereits jetzt ermöglicht Thryves Datenplattform Bewertungen der mentalen Gesundheit, der Herzgesundheit oder der Bewegung. Über die Erweiterung und Erforschung neuer Gesundheitsanalysen gemeinsam mit mehr als 20 Forschungspartnern hinaus, werden Kunden zukünftig ebenfalls die Möglichkeit haben eigene Algorithmen auf der Plattform laufen zu lassen.

Mehr als nur Vereinheitlichung von Schnittstellen

Die Datenplattform von Thryve vereinheitlicht die Integration von mehr als 100 Datenschnittstellen („APIs“) und löst die Komplexität im Zugriff auf Daten aus Wearables wie der Apple Watch, dem Oura Ring oder speziellen Gesundheitssensoren. Täglich verarbeitet Thryve mehr als eine Milliarde Datensätze und stellt bereinigte, annotierte Daten, zertifiziert für Sicherheit (ISO27001) und Qualität (ISO9001), bereit. Die KI-Kompetenz des Unternehmens wurde bereits während der Corona Pandemie bekannt, als die Datenplattform im Rahmen der Corona Datenspende des Robert Koch-Instituts zur Früherkennung von Infektionen eingesetzt wurde.

Antoine D´Hollander, Investment Director Capricorn Partners:

„Dieses Investment steht im Einklang mit unserer Investitionsstrategie, mit der wir auf die Nutzung von Gesundheitsdaten aus der realen Welt für personalisierte Prävention und effektivere Therapien abzielen. Wir sind begeistert von Thryves Lösung zur Schaffung eines kosteneffizienten Gesundheitsökosystems durch die Integration von Daten aus zahlreichen tragbaren Geräten und Gesundheits-Apps, die eine maßgeschneiderte, bessere Gesundheitsversorgung ermöglichen.

Friedrich Lammel, CEO Thryve:

“Das Gesundheitswesen befindet sich in einem fundamentalen Umbruch. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Plattform der Branche helfen, Millionen von Arztbesuchen überflüssig zu machen und das Leben der Menschen in den nächsten fünf Jahren um 20 gesunde Jahre zu verlängern. Wir freuen uns über das Vertrauen von führenden europäischen Gesundheitsinvestoren bei der beschleunigten digitalen Transformation der Gesundheitsbranche.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.thryve.health

Bild Thryve Founders

Quelle Thryve/ MM Support GmbH

Lufthansa Innovation Hub feiert 10-jähriges Jubiläum

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Lufthansa Innovation Hub feiert 10-jähriges Jubiläum mit neuem Venture-Clienting-Angebot, Venture Launch und Startup Ausgründung Credits by Izzy Dempsey

Lufthansa Innovation Hub feiert 10-jähriges Jubiläum mit neuem Venture-Clienting-Angebot, Venture Launch und Startup Ausgründung

Der Lufthansa Innovation Hub (LIH), der zentrale Innovationstreiber für die gesamte Lufthansa Group, feiert in diesem Sommer sein zehnjähriges Bestehen. Seit seiner Gründung im Jahr 2014 hat sich der in Berlin ansässige Hub von einem kleinen Team zu einem 60-köpfigen Powerhouse an der Spitze der Brancheninnovation entwickelt. Anlässlich dieses Meilensteins kündigt der LIH drei strategische Initiativen an, die sein kontinuierliches Engagement für die Zukunft des Reisens und der Luftfahrt unterstreichen.

Lufthansa Innovation Hub startet zukunftsweisende Projekte

Mit „Startup Gate“ hat der LIH eine eigene Venture-Clienting-Plattform geschaffen, die den Lufthansa Konzern mit innovativen Startups verbindet. Die Plattform ermöglicht dem Konzern eine schnelle Übernahme von Startup-Technologien und erleichtert eine schlanke und kostengünstige Zusammenarbeit. Seit dem Start im Sommer dieses Jahres wurden bereits vier Partnerschaften geschlossen, darunter die Zusammenarbeit zwischen Lufthansa Ground Operations und dem Robotik-Startup Ottomy am Flughafen München.

Darüber hinaus startet der LIH ein auf Maschinellem Lernen basierendes Projekt namens Pendle, das die Lebensmittelverschwendung an Bord reduzieren soll. Durch den Einsatz von Algorithmen, die Datenpunkte wie Flugdauer, Flugroute und historische Verbrauchsmuster analysieren, sorgt diese Initiative für eine genauere Versorgung, minimiert den Abfall und die damit verbundenen Kosten und erhöht gleichzeitig die Zufriedenheit der Passagiere.

Das Venture Cosmos, das nun als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert wurde, konzentriert sich auf die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Fluggesellschaften und Bodendienstleistern. Durch den Einsatz von Maschinellem Lernen für Advanced Data Analytics will Cosmos Probleme schneller erkennen und lösen, um Verspätungen zu reduzieren und die Kundenzufriedenheit in der gesamten Luftfahrtindustrie zu verbessern. Die Ausgründung von Cosmos bestätigt den Erfolg des LIH bei der Gründung und Skalierung von Unternehmen, die für Investoren, Gründer und Kunden in der Reisebranche attraktiv sind.

Eine Dekade Innovation

Xavier Lagardère, Geschäftsführer des Lufthansa Innovation Hub, blickt zurück: „Die vergangenen zehn Jahre waren eine kontinuierliche Evolution. Obwohl wir uns weiterentwickelt haben und gewachsen sind, sind unsere Kernwerte und unser Ansatz gleich geblieben. Was uns auszeichnet, ist unsere Außenperspektive. Sie ermöglicht es uns, aufkommende Trends, technologischen Fortschritt und verändertes Kundenverhalten zu analysieren und daraus wirksame Strategien für die Lufthansa Group zu entwickeln. Anschließend setzen wir diese Erkenntnisse schnell und entschieden in resiliente Geschäftsmöglichkeiten um. Diese Denkweise hat uns nicht nur durch Zeiten der Krise und Unsicherheit geführt, sondern uns auch in die Lage versetzt, echten Mehrwert zu schaffen, wie zuletzt bei der Ausgründung unseres Ventures „Cosmos“.

Der LIH hat die Grenzen der Innovation innerhalb der Lufthansa Group und darüber hinaus immer wieder erweitert. Zu den herausragenden Meilensteinen zählen die Einführung eines Taxi-Sharing-Dienstes für Passagiere am Flughafen München im Jahr 2018 und die Changemaker Challenge in Partnerschaft mit Uber, Google und Expedia, bei der Startups identifiziert wurden, die nachhaltige Lösungen vorantreiben.

Nachhaltigkeit ist seit 2018 ein Schwerpunkt des LIH, als der Hub einen strategischen Rahmen für nachhaltige Innovation schuf. Dies hat zu erfolgreichen Ventures wie den CO2-Kompensationsplattformen Compensaid (2019) und Squake (2021) sowie dem Green Mobility Trainee Programme (2022) geführt, das den nachhaltigen Wandel in der Branche fördert. Ein weiteres Projekt im Bereich der nachhaltigen Mobilität ist die Mobilitätsplattform NAVIT (2021).

Der Lufthansa Innovation Hub hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, sein Wissen mit einem breiten Publikum zu teilen. Der Start von tnmt.com im Jahr 2018 und der dazugehörige Newsletter bieten tiefgreifende Analysen zu wichtigen Trends und Entwicklungen im Reise- und Mobilitätssektor und festigen die Rolle des LIH als Vordenker. Jüngste Veröffentlichungen befassen sich mit der Frage, ob und wann welche Städte Flugtaxidienste einrichten, und dem Potenzial von Robotik für die Luftfahrt.

Mit Blick auf die Konzernmutter hat der LIH Transformationsinitiativen entwickelt, um Innovation in der Kultur der Lufthansa Group zu verankern. Das Programm „Digital Innovation Ascent“ und die Innovationsplattform „neXus“ sind wichtige Beispiele dafür, wie der LIH Mitarbeitende dazu befähigt, innovatives Denken und Handeln zu übernehmen.

Xavier Lagardère: „Wir freuen uns auf die nächsten zehn Jahre und werden weiterhin Pionierarbeit für die Zukunft des Reisens und der Luftfahrt leisten. Unser Engagement ist klar – die Grenzen des Machbaren erweitern, starke Partnerschaften mit visionären Start-ups eingehen und Innovationen liefern, die die Lufthansa Group und die gesamte Branche voranbringen. Wir setzen alles in Bewegung und nutzen die Möglichkeiten, die neue Technologie bieten, um ein vernetztes, effizientes und nachhaltiges Reiseerlebnis für alle zu schaffen.“

Bild Lufthansa Innovation Hub feiert 10-jähriges Jubiläum mit neuem Venture-Clienting-Angebot, Venture Launch und Startup Ausgründung Credits by Izzy Dempsey

Quelle Franz & Friends Communications L.L.C-FZ

Hybride Welten: Konferenz zur Interaktion zwischen Mensch und Computer

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KIT Vorträge, Workshops und Diskussionen: Um die Gestaltung von menschzentrierten hybriden Welten geht es auf der Konferenz „Mensch und Computer“ am KIT Titelbild/ Bildquelle: Bild von Tung Nguyen auf Pixabay

Konferenz findet erstmals am KIT statt – rund 600 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis tauschen sich aus

In einer zunehmend digitalisierten Welt sind Informationstechnologien und Menschen immer enger miteinander verflochten. Die Art und Weise, wie wir mit Computern und digitalen Technologien umgehen, prägt nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch den Alltag. Die Herausforderungen und Chancen dieser Entwicklung stehen im Mittelpunkt bei der „Mensch und Computer (MuC)“, Europas größter Konferenzserie im Themenbereich Mensch-Computer-Interaktion, die vom 01. bis 04. September 2024 erstmals am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) stattfindet. Unter dem Motto „Hybrid Worlds“ bietet sie eine Plattform für den interdisziplinären Austausch zwischen Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis. Die Themen reichen von Gebrauchstauglichkeit und Barrierefreiheit über neue Interaktionstechnologien bis hin zum Zusammenspiel zwischen Mensch und KI.

Ob hybrides Arbeiten, hybrides Lernen oder hybride Veranstaltungen: Konzepte, die digitale Technologien mit physischer Interaktion kombinieren, um die Vorteile verschiedener Ansätze zu nutzen, gewinnen zunehmend an Bedeutung. „Das Motto der Konferenz ‚Hybrid Worlds‘ drückt aus, dass neue digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Virtual Reality die traditionellen Grenzen verschwimmen lassen – beispielsweise zwischen physischer und virtueller Welt oder zwischen menschlicher und maschineller Welt“, erläutert Alexander Mädche, Professor für Wirtschaftsinformatik am Human-Centered Systems Lab des KIT. Gemeinsam mit Professorin Kathrin Gerling und Professor Michael Beigl organisiert er die Konferenz am KIT. „Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir verstehen, was der Mensch wirklich will und wie wir diese hybriden Welten menschzentrierter gestalten können“, so Mädche.

Europas größte Konferenz zur Mensch-Computer-Interaktion

„Das KIT richtet in diesem Jahr die Konferenz ‚Mensch und Computer‘ aus, die europaweit als größte im Themenbereich Mensch-Computer-Interaktion gilt“, sagt Kathrin Gerling, Professorin für Mensch-Maschine-Interaktion und Barrierefreiheit am Institut für Anthropomatik und Robotik des KIT. Zu Themenbereichen wie „Health and Well-being“, „Physiological Sensing and Virtual Reality“ oder „Automated Futures“ präsentieren Expertinnen und Experten aktuelle Forschungsergebnisse. Zusätzlich bietet das Programm neben drei Keynotes auch zahlreiche wissenschaftliche und praxisorientierte Workshops an. Rund 600 Interessierte aus Wissenschaft und Praxis nehmen an der Veranstaltung am KIT teil.

Der Mensch im Zentrum digitaler Technologien

„Als technische Universität nehmen wir das Thema Mensch, insbesondere seine Interaktion mit Computern, sehr ernst und sehen uns als wichtigen Akteur in dem Bereich“, so Beigl, Professor für Pervasive Computing Systems am KIT. Forschende aus verschiedenen Disziplinen am KIT untersuchen und gestalten intensiv digitale Technologien, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. „Um die Potenziale der neuen Informationstechnologien zu nutzen, ist es entscheidend, die Bedürfnisse und Anforderungen der Menschen zu verstehen und daraufhin menschenzentriert hybride Welten zu gestalten“, sagt Mädche. So wollen die Forschenden sowohl die Produktivität als auch die Lebensqualität der Menschen verbessern.

Zur Konferenz „Mensch und Computer“

Die Konferenz „Mensch und Computer” (MuC) findet seit 2001 statt und wird gemeinsam von der Gesellschaft für Informatik (GI) e.V. und dem Berufsverband der Deutschen Usability und User Experience Professionals (German UPA e.V.) getragen. Sie bietet Teilnehmenden aus Wissenschaft und Praxis eine einzigartige Plattform, um sich über innovative Formen der Interaktion zwischen Menschen und digitalen Technologien, menschzentrierte Entwicklungsmethoden, interaktive Anwendungen und weiteren aktuellen Themen auszutauschen. Ziel der Konferenz ist es unter anderem, innovative Forschungsergebnisse zu diskutieren, den Informationsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern und für eine menschen- und aufgabenorientierten Technikgestaltung zu sensibilisieren. Englischsprachige Fachbeiträge und deren Veröffentlichung in der „ACM Digital Library” oder „Digital Library of the GI” fördern die weltweite Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse der MuC.

Bild Vorträge, Workshops und Diskussionen: Um die Gestaltung von menschzentrierten hybriden Welten geht es auf der Konferenz „Mensch und Computer“ am KIT Titelbild/ Bildquelle: Bild von Tung Nguyen auf Pixabay

Quelle Karlsruher Institut für Technologie (KIT

KI-Integration: Auf dem Weg zum autonomen Agenten

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KI *Maximilian Nols (links), CEO und Marc Schäfer (rechts), Chief Marketing Officer (CMO), Reeply BV (www.reeply.ai)

Autonome KI-Agenten stehen derzeit im Mittelpunkt der Diskussionen über KI-Entwicklung.

Diese fortschrittlichen KIs gehen über die Rolle traditioneller Chatbots hinaus, indem sie nicht nur Antworten und Erklärungen liefern, sondern eigenständig Entscheidungen treffen und Handlungen ausführen. Auf die dialogbasierte Interaktion folgt also die Fähigkeit der KI, komplexe und neue Aufgaben autonom zu bewältigen. Spannend auch für Startups!

Die Entwicklung autonomer KI-Agenten birgt technische Herausforderungen. Es geht allerdings vor allem darum, KIs so zu integrieren, dass sie ähnlich wie menschliche Teammitglieder funktionieren. Ein gedanklicher Ansatz, an dem ebenfalls gearbeitet wird: KI per Telefon erreichbar zu machen. Dies erleichtert die Kommunikation erheblich, da Nutzer und Nutzerinnen mit der KI spontan wie mit Kollegen und Kolleginnen interagieren können. Dies ist besonders vorteilhaft für Mitarbeitende, die wenig technikaffin sind oder umgehend Antworten benötigen.

Herausforderungen

Die Eingliederung von KI, insbesondere von KI-Mitarbeitenden, in bestehende Teams stellt Herausforderungen dar, die von technischen Schwierigkeiten bis zu menschlichen Widerständen reichen. Ein zentraler Aspekt ist die Akzeptanz dieser Technologien im täglichen Arbeitsleben.

Schon heute fühlen sich viele Mitarbeitende durch KI-Anwendungen bedroht, besonders in Bezug auf die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze. Andere haben das Gefühl, dass ihre Fähigkeiten – im Vergleich mit einer dauerhaft leistungsfähigeren KI – weniger wertgeschätzt werden könnten.

Lösungsansätze

Um diese Menschen mitzunehmen, ist eine transparente Kommunikationsstrategie entscheidend, die die Vorteile und den ergänzenden Charakter der KI betont: Neue KI-Technologien erweitern die Handlungsspielräume von Mitarbeitenden und ermöglichen mehr Menschen Zugang zu fundiertem Fachwissen, was insbesondere in Startups und KMUs kostengünstig Kompetenzen ausbaut und Abläufe erleichtert.

Experten werden natürlich weiterhin gebraucht. Die ständigen Änderungen in Fachbereichen erfordern eine aktive Mitwirkung, um das vermittelte Wissen zu prüfen, zu validieren und weiterzuentwickeln. Zusätzlich werden Experten konsultiert, um ihr Fachwissen auch weiterhin, wenn nötig, auf menschliche Weise zu vermitteln sowie empathisch für eine gute Umsetzung zu sorgen.

Aufgaben und Rollen verändern sich

Trotz der Integration von KI entfallen also auch in Zukunft persönliche Workshops nicht. Trainer und Führungskräfte werden mehr denn je gebraucht. Am Beispiel Verkaufstraining lässt sich dies gut veranschaulichen: Verkaufsfähigkeiten umfassen mehr als nur gute Antworten, wie sie eine Experten-KI liefern kann. Ein Verkaufstrainer bewertet, wie sich jemand in einer Verkaufssituation verhält, einschließlich der Analyse von Körpersprache und situativen Feinheiten. Hierbei kann ein Mensch deutlich besser aussteuern als eine KI.

Die Rolle der Experten und Expertinnen sowie der Führungskräfte verändert und erweitert sich, denn sie tragen die Verantwortung dafür, das Wissen der KIs zu prüfen und mit- bzw. weiterzuentwickeln. KI sorgt dann wiederum dafür, dass das Wissen breiter zugänglich gemacht wird, auch für diejenigen, die sich bisher keine Expertenschulung leisten konnten. Startups und KMUs werden so in der Lage sein, bestimmte Aufgaben zu automatisieren, die zuvor nur mit hohem finanziellem und organisatorischem Aufwand umgesetzt werden konnten.

Zukunftsperspektiven

Die Welt steht an der Schwelle zu bedeutenden technologischen Umwälzungen. Die Integration von KI in die Arbeitswelt und die schrittweise Übernahme autonomer Aufgaben durch diese Technologien kündigen die Ära eines tiefgreifenden Wandels an. Das Fundament für nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend digitalisierten Welt ist gelegt. Die weitere Transformation wird zweifellos neue Herausforderungen hervorrufen, vor allem aber Widerstände und Unsicherheiten schüren, da sie gewohnte Arbeitsprozesse infrage stellt.

Dennoch sind die positiven Aspekte dieser Entwicklung nicht zu übersehen. Startups und KMUs erfahren nicht nur eine finanzielle Entlastung, sondern werden auch technologisch und strategisch gestärkt. Indem KI-Technologie den Zugang zu Fachwissen demokratisiert und autonom agierende KI-Mitarbeiter entwickelt, eröffnen sich vielfältige neue Möglichkeiten, auf Marktveränderungen schnell und effektiv zu reagieren.

Wettbewerbsfähigkeit sichern

Eine Technologieentwicklung, in der Mensch und Maschine zusammenarbeiten, um komplexe Anforderungen zu meistern. Diese dynamische Wechselwirkung zwischen technologischer Innovation und menschlicher Anpassungsfähigkeit wird nicht nur unsere Arbeitsweise transformieren, sondern auch dazu beitragen, dass Unternehmen agiler, innovativer und widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen organisatorischen Ansprüchen werden.

Der Beginn dieser Entwicklung ist bereits sichtbar und wird bald immer offensichtlicher und einflussreicher werden. Was wir heute erleben, könnte die Grundlage für eine neue Ära der Demokratisierung von Fachwissen sein – ähnlich wie die Verbreitung des Internets die Basis für das Informationszeitalter und eine global vernetzte Gesellschaft gelegt hat.

Autoren

Maximilian Nols (links), CEO und Marc Schäfer (rechts), Chief Marketing Officer (CMO), ermöglichen mit ihrem Startup Reeply BV (www.reeply.ai) Unternehmen durch den Einsatz von KI ihre Marketing- und Verkaufsprozesse zu revolutionieren.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.