Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Umweltschützer haben die Bundesregierung verklagt, weil sie eine EU-Richtlinie zum Pestizidmanagement seit Jahren nicht umsetzt. „Wir möchten erreichen, dass Pestizideinsatz reduziert wird und ökologische Alternativen gefördert werden. Dazu fordern wir verbindliche Regelungen“, sagte Juristin Jennifer Seyderhelm von der Umweltrechtsorganisation ClientEarth dem „Spiegel“ zur Eingabe beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg.
Eine 2009 erlassene Rahmenrichtlinie verpflichtet die EU-Staaten dazu, die Risiken der eingesetzten Pestizide für Gesundheit und Umwelt zu senken und die Abhängigkeit von Pestiziden zu verringern. Landwirte sollen präventive oder nichtchemische Methoden anwenden, etwa resistente Sorten oder nachhaltige Anbaumethoden. Nur wenn diese versagen, sollen Pestizide zum Einsatz kommen.
Der Europäische Rechnungshof stellte 2020 nur begrenzte Fortschritte fest. Experten und Umweltverbände kritisieren, dass kaum verbindliche Vorgaben oder Ziele zur Reduktion festgelegt und keine wirtschaftlichen Anreize für Alternativen geschaffen wurden. Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) stellte kürzlich das „Zukunftsprogramm Pflanzenschutz“ vor, mit dem der Pestizideinsatz verringert werden soll. Seyderhelm kritisiert, es fehlten wirksame Maßnahmen und finanzielle Unterstützung für Landwirte.
Obwohl die landwirtschaftlich genutzte Fläche leicht ab- und der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche zugenommen hat, war der Inlandsabsatz von Pestiziden in den vergangenen Jahren konstant auf hohem Niveau. Daraus kann allerdings nicht direkt auf den Verbrauch geschlossen werden, unter anderem weil manche Präparate auch über mehrere Jahre hinweg gelagert werden.
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bahnchef Richard Lutz will die Pünktlichkeit der Fernzüge durch ein umfassendes Sanierungsprogramm in den kommenden drei Jahren von derzeit rund 60 Prozent auf 75 bis 80 Prozent steigern.
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2023 wurde bei mehr als jeder vierten (28,5 Prozent) der insgesamt 226.617 geprüften Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen – dazu zählen etwa Ölheizungen, Tankstellen, Lager- und Abfüllanlagen – Mängel festgestellt.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit einer deutlich höheren Ehrenamtspauschale und einem Bürokratieabbau für Vereine will die Union das Ehrenamt in Deutschland stärken.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Ampel-Streit um das Tariftreuegesetz hat Grünen-Chefin Ricarda Lang die Koalitionspartner zu einer schnellen Einigung aufgefordert. „Das Anliegen ist zu wichtig für einen weiteren Streit zwischen SPD und FDP – die Bundesregierung muss es jetzt schleunigst auf den Weg bringen“, sagte Lang der „Rheinischen Post“.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hat vor einem Scheitern der Haushaltsverhandlungen gewarnt. „Damit der Investitionsstau nicht noch größer wird und Brückensperrungen zur Regel werden, schauen wir bei den aktuellen Verhandlungen zum Bundeshaushalt sehr genau hin“, sagte HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die meisten Hinterbliebenenrenten werden in Deutschland nicht vollständig ausgezahlt. 2022 erhielten von knapp 5,8 Millionen Witwenrentnern 86,9 Prozent die ihr zugerechneten Hinterbliebenenrenten nicht vollständig ausgezahlt. Das zeigt eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfragt der Linken-Gruppe im Bundestag, über die „Ippen-Media“ (Freitagausgaben) berichtet. Die Daten stammen von der Deutschen Rentenversicherung.
Madrid (dts Nachrichtenagentur) – Am ersten Spieltag der Champions League hat Atlético Madrid gegen RB Leipzig 2:1 gewonnen. Damit rückt Madrid auf den elften Tabellenplatz vor, während RB Leipzig auf den 22. Rang zurückfällt.
New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Donnerstag kräftig zugelegt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 42.025 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,3 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Kür von Friedrich Merz (CDU) zum Kanzlerkandidaten der Union rät NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) seiner Partei zu einem neuen Stil. „Die Union ist eine Regierung im Wartestand“, sagte Wüst dem „Spiegel“. „Damit geht eine andere Verantwortung einher.“